DE4401729A1 - Schweißpistolendüse - Google Patents
SchweißpistolendüseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schweißpistolendüse, durch
die sich ein Schweißdraht erstreckt und insbesondere
eine Schweißpistolendüse mit einer Führung, durch die
sich der Schweißdraht erstreckt, um einen Verschleiß
der Düse zu verhindern.
Derartige Schweißpistolen mit einer austauschbaren Düse
und einer axialen Durchführung, durch die sich ein
Schweißdraht erstreckt, sind weit verbreitet in Anwen
dung, insbesondere in automatischen oder robotergesteu
erten Schweißmaschinen. Der Schweißdraht wird üblicher
weise von einer Spule mit derartigem Draht durch die
Schweißpistole und die Düse geführt. Obwohl das sich
durch die Düse erstreckende Drahtstück während seiner
Durchführung durch die Düse im wesentlichen gerade ist,
neigt das aus der Düse herausragende Drahtstück dazu,
aufgrund der Abwicklung von einer Spule, eine ver
bleibende Krümmung beizubehalten. Die verbleibende
Krümmung des Drahtes führt dazu, daß er an der Kante
der Düse, die die Durchführung für die Aufnahme des
Drahtes bildet, anliegt. Da der Schweißdraht üblicher
weise aus Metall gebildet wird, das härter ist als das
aus dem die Düse gebildet ist, verursacht die Bewegung
des Drahtes durch die Düse ein Ausschleifen einer Nut
in der Düse in der Nähe ihres freien Endes. Eine derar
tige Nut bewirkt, daß der aus dem freien Ende der Düse
herausragende Teil des Schweißdrahtes eine Stellung auf
einer Seite der Längsachse der Düse einnimmt. Dement
sprechend bewirkt die Bewegung der Düse zu einem zu
schweißenden Gegenstand, daß das freie Ende des
Schweißdrahtes mit dem Gegenstand an einer Stelle in
Berührung kommt, die auf einer Seite des beabsichtigten
Berührungspunktes liegt. Dies führt zu nicht exaktem
Schweißen und, in einigen Fällen, zu unsauberem Schwei
ßen des Gegenstandes.
Ein anderes Problem im Zusammenhang mit den hier er
wähnten, herkömmlichen Schweißdüsen besteht darin, daß
das wiederholte Schweißen mit einem Schweißdraht, der
nicht exakt in Bezug auf das Werkstück ausgerichtet
ist, zu einem Lichtbogen zwischen dem Schweißdraht und
der Düse führen kann und eine Bearbeitung der Düse
durch elektrische Entladung in der Nähe der Durchfüh
rung, durch die sich der Schweißdraht erstreckt, statt
findet. Eine derartige Bearbeitung ist unerwünscht, da
sie umso mehr die den Draht aufnehmende Durchführung
der Schweißdüse weiter verformt, wodurch weitere Fehler
bei der Positionierung des freien Endes des Schweiß
drahtes in Bezug auf den zu schweißenden Gegenstand
hinzukommen.
Die mit herkömmlichen Schweißdüsen verbundenen Probleme
sind allgemein bekannt. Es scheint jedoch, daß bisher
noch keine andere, wirkliche Lösung für die Probleme
vorgeschlagen wurde, als von Zeit zu Zeit die abge
nutzte Schweißdüse mit einer neuen zu ersetzen, um die
durch eine seitliche Versetzung des Schweißdrahtes be
dingten Nachteile für eine begrenzte Zeit zu überwin
den. In einigen Betrieben werden die Schweißdüsen zu
Beginn jeder Schicht durch die Person oder Personen er
setzt, die für den Schweißbetrieb verantwortlich sind.
Obwohl herkömmliche Schweißdüsen nicht teuer sind,
stellen die für den Austausch der Düsen benötigte Zeit
zusammen mit dem dadurch bedingten Stillstand der
Schweißmaschine während des Austausches beachtliche Ko
sten dar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Schweißdüse zu schaffen, die die oben beschriebenen
Nachteile vermeidet und dabei die Lebensdauer einer
derartigen Schweißdüse deutlich verlängert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Eine erfindungsgemäße Schweißdüse enthält einen längli
chen Körper, der austauschbar mit einem Ende einer
Schweißpistole verbunden ist und eine sich axial er
streckende Durchführung aufweist, durch die sich ein
Schweißdraht erstreckt. An dem freien Ende des die Düse
bildenden Körpers ist eine Ausnehmung vorgesehen, in
der eine ringförmige Führung befestigt ist, die eine
Öffnung aufweist, die koaxial mit der den Draht aufneh
menden Durchführung in dem Düsenkörper ist, durch den
sich der Schweißdraht erstreckt.
Die Führung besteht aus einem Material, das wesentlich
härter ist als das des Schweißdrahtes oder des Düsen
körpers selbst, so daß die Bewegung des Drahtes durch
die Führung keinen Verschleiß bzw. keine Abnutzung der
Führung hervorruft.
Die Seite der Führung, die vom freien Ende der Düse
nach innen zeigt, verjüngt sich, so daß die Einführung
des Schweißdrahtes in die Öffnung der Führung erleich
tert wird.
Die Führung wird vorzugsweise aus einem nicht leitenden
Material gebildet, so daß eine Bearbeitung der Führung
durch elektrische Entladung vermieden wird.
In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine geschnittene Teilansicht einer
Schweißpistole mit einer erfindungsge
mäßen Schweißdüse,
Fig. 2 eine vergrößerte Stirnansicht der in
Fig. 1 gezeigten Düse,
Fig. 3 eine stark vergrößerte Teilansicht ei
nes Teils der Schweißdüse und
Fig. 4 eine vergrößerte, geschnittene Seiten
ansicht einer erfindungsgemäßen Füh
rung.
Die erfindungsgemäße Schweißdüse wird allgemein mit dem
Bezugszeichen 1 bezeichnet und enthält einen Körper 2,
der aus einem relativ weichen Material, wie beispiels
weise Kupfer, besteht. Ein Ende 3 des Körpers ist auf
herkömmliche Weise mit einem Gewinde versehen, um ihn
austauschbar in einer Gewindebohrung an einem Ende ei
ner Schweißpistole 5 zu befestigen. Der Körper 2 weist
eine sich durch ihn hindurch erstreckende, axiale
Durchführung 6 auf, deren Durchmesser so groß ist, daß
er einen Schweißdraht 7 ohne Zwang aufnehmen kann, der
von einer Spule (nicht gezeigt) abgewickelt wird und
ein freies Ende 8 aufweist, das sich über das freie
Ende 9 des Körpers 2 hinaus erstreckt, um mit einem
Werkstück in Berührung zu kommen, was ebenfalls bereits
bekannt ist.
Am freien Ende 9 des Körpers 2 ist eine Ausnehmung 10
mit einer ebenen Grundfläche 11 vorgesehen. In der Aus
nehmung 10 ist eine Führung 12 angeordnet, die aus ei
nem ringförmigen Körper 13 mit einer zentralen Öffnung
14 besteht. Die Innenseite 15 der Führung 12, d. h. die
Seite, die an der Grundfläche 11 anliegt, ist konvex
gebogen oder ballig, so daß sich ein sich verjüngender
Schweißdrahteinlaß 16 zu der Öffnung 14 ergibt. Die ge
genüberliegende oder äußere Oberfläche 17 der Führung
12 kann flach ausgebildet sein.
Die Führung 12 kann in einer bestimmten Stellung inner
halb der Ausnehmung 10 in jeder geeigneten Art und
Weise gehalten werden, beispielsweise durch Umschlagen
des äußeren Endes des Körpers 2, um eine Lippe 18 vor
zusehen, die die äußere Oberfläche 17 der Führung ab
deckt und an ihr anliegt.
Die Größe und Ausgestaltung der Öffnung 14 durch die
Führung sollte so ausgestaltet sein, daß der Draht 7
zwanglos aufgenommen werden kann, so daß der Draht 7
auf herkömmliche Art und Weise nach und nach durch die
Durchführung 6 bewegt werden kann. Wenn gewünscht, kann
die Querschnittsfläche der Öffnung 14 etwas kleiner
sein als die der Bohrung 6, um so weit als möglich die
Berührung zwischen dem Draht und der Oberfläche der
Bohrung zu verringern.
Das Material, aus dem die Führung 12 gebildet wird, ist
wesentlich härter als das, aus dem der Körper 2 oder
der Schweißdraht 7 besteht. Für das Material, aus dem
die Führung 12 gebildet ist, wird vorzugsweise ein syn
thetischer oder echter Edelstein wie Rubin, Saphir,
Diamant oder jedes andere geeignete Korund verwendet.
Die Härte des Materials, aus dem die Führung 12 gebil
det wird, schließt die Bildung von jeglichen Nuten oder
Kanälen aufgrund der Bewegung des Drahtes 7 durch den
Düsenkörper 2 aus. Dementsprechend wird das freie Ende
8 des Drahtes 7 nicht von der Längsachse des Körpers 2
versetzt. Die Verwendung von nicht leitendem Material
im Aufbau der Führung 12 verhindert oder minimiert die
Möglichkeit einer Lichtbogenbildung und der Bearbeitung
der Bohrung 2 durch elektrische Entladung.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel stellt lediglich
eine derzeit bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
dar und ist nicht im Sinne einer Einschränkung der Er
findung zu verstehen.
Claims (10)
1. Schweißdüse, enthaltend einen Körper (2) mit einer
axialen Durchführung (6), durch die sich ein
Schweißdraht (7) gleitverschieblich in eine Richtung
zu einem Ende des Körpers erstreckt, eine ringför
mige Führung (12) mit einer Öffnung (15) und Mittel
(18) zur Befestigung der Führung in dem Körper an
dem einen Ende desselben, wobei die Öffnung koaxial
mit der Durchführung ist, so daß der Schweißdraht
durch die Öffnung über das eine Ende des Körpers
hinaus führbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führung (12) aus einem dielektrischen Material ge
bildet wird, das eine größere Härte als das den
Schweißdraht bildende Material aufweist und daß die
Öffnung eine kleinere Querschnittsfläche als die
Durchführung aufweist.
2. Schweißdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung in einer an einem Ende des Körpers
gebildeten Ausnehmung (10) angeordnet ist.
3. Schweißdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung aus einem Material gebildet wird,
das eine Härte aufweist, die der eines Edelsteines
entspricht.
4. Schweißdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Öffnung nach außen, in bezug auf das
Ende des Körpers, verjüngt.
5. Schweißdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Oberfläche (15) der Führung ballig ist.
6. Schweißdüse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche der Führung ihre nach innen ge
richtete Oberfläche ist.
7. Schweißdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung eine ebene Grundfläche aufweist.
8. Schweißdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung in der Führung eine derartige Größe
und Form aufweist, daß der Schweißdraht frei und
gleitverschieblich aufnehmbar ist.
9. Schweißdüse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung und die Durchführung im wesentlichen
einheitliche Querschnittsflächen aufweisen.
10. Schweißdüse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung eine kleinere Querschnittsfläche als
die Durchführung aufweist.
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