DE438477C - Einrichtung zur sicheren Bildung von Lichtboegen bei elektrischen Bogenlampen zwischen drei oder mehreren radial zueinander angeordneten Kohlen - Google Patents

Einrichtung zur sicheren Bildung von Lichtboegen bei elektrischen Bogenlampen zwischen drei oder mehreren radial zueinander angeordneten Kohlen

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DE438477C
DE438477C DEW65949D DEW0065949D DE438477C DE 438477 C DE438477 C DE 438477C DE W65949 D DEW65949 D DE W65949D DE W0065949 D DEW0065949 D DE W0065949D DE 438477 C DE438477 C DE 438477C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/02Details
    • H05B31/30Starting; Igniting
    • H05B31/305Ignition devices

Description

Bei elektrischen Bogenlampen erfolgt die Bildung des Lichtbogens bekanntlich dadurch, daß bei Einschaltung des Stromes infolge der Einwirkung des Regelwerkes die Kohlenspitzen miteinander in Berührung gebracht und dann wieder voneinander entfernt werden. Handelt es sich nun darum, zwischen drei oder mehreren Kohlen gleichzeitig zwei, drei oder mehrere Lichtbögen zu bilden, so bietet es in der Praxis große Schwierigkeiten, die Kohlen, zwischen denen sich die Lichtbögen bilden sollen, automatisch gleichzeitig miteinander in Berührung zubringen, so daß der Stromübergang vonKohlenspitze zu Kohlenspitze erfolgen kann. Denn es ist sehr schwierig, die Kohlen so in den Haltern zu befestigen, daß sich die benachbarten Kohlenspitzen in der durch das Regelwerk herbeigeführten Zündstellung sämtlich berühren, und außerdem werden die Kohlen stets verschieden
ao abbrennen, so daß der Mangel beim Wiedereinschalten der Bogenlampe oft in verstärktem Maße eintritt. Hierbei ist wohl zu beachten, daß freie Zwischenräume von Kohle zu Kohle von einem Millimeter und weniger schon vollkommen genügen, Zündungen zu verhindern.
Zur Erläuterung des Vorhergesagten soll unter Hinweis auf Abb. 1 der Zeichnung der Vorgang einer Lichtbogenbildung bei einer Bogenlampe bekannter Art mit drei radial und schräg zueinander stehenden Kohlen, zwischen denen sich drei Lichtbögen bilden sollen, beschrieben werden.
Zur Führung der drei freien Enden der Kohlen 1, 2 und 3 diene ein an und für sich bekannter'Brennertopf oder Sparer a, welcher die üblichen zylindrischen Führungsöffnungen b besitzt. Vor dem Einschalten des Stromes berühren sich die Kohlen nicht. Wird der Strom eingeschaltet, so verschieben sich die Kohlen, durch das Regelwerk dazu veranlaßt, in ihren Führungen δ in Richtung ihrer Achsen nach dem gemeinsamen Treffpunkte zu. Stoßen nun hierbei beispielsweise die Kohlen 1 und 2 zuerst aufeinander, so wird ihre Vorschubbewegung
sofort zum Stillstand kommen, da sich diese beiden Kohlen festklemmen; weiter werden aber kurze Zeit darauf die sämtlichen Kohlen infolge des eingetretenen Stromiiberganges von Kohle ι zu der Kohle 2 durch das Regelwerk zurückgezogen, und es wird sich mm der Lichtbogen zwischen den Kohlen ι und 2 bilden, während keine Lichtbogenbildung zwischen den Kohlen ι und 3 bzw. 2 und 3 eingetreten ist.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Einrichtung zu treffen, welche diesen Mangel beseitigt und eine sichere Lichtbogenzündung zwischen den sämtlichen benachbarten Kohlen gewährleistet. Zur Erreichung dieses Zieles werden nach der vorliegenden Erfindung die freien Enden der Kohlen derart geführt, daß sie während der radialen Vorschubbewegung beim Aufeinanderstoßen auch seitlich ausschwingen können, um hierbei und durch die ermöglichte Fortsetzung der Vorschubbewegung Berührung mit der benachbarten Kohle zu finden.
In den Abb. 2 und 3 ist die Verwirklichung des Erfindungsgedankens in einem Ausfiihrungsbeispiel veranschaulicht.
Bei der Einrichtung zur Bildung der Lichtbogen nach der Erfindung werden die aufeinandertreffenden Kohlen nicht durch Festklemmen gehindert, ihre Vorschubbewegung sofort zu unterbrechen, sondern sie können diese Bewegung noch fortsetzen, wobei die eine Kohle die andere zum seitlichen Ausweichen zwingt und dazu veranlaßt, eine Berührung mit der benachbarten Kohle zu finden. Um dies zu ermögliehen, werden die freien Enden der Kohlen in Queraussparungen δ des Brennertopfes α geführt, die aus unten näher erläuterten Gründen nierenförmig ausgebildet sind. Zweckmäßig ist es auch, die Kohlen nicht unmittelbar durch diese Queraussparungen δ hindurchzuführen, sondern noch besondere Gleithülsen c vorzusehen, welche derart durchgebildet sind, daß sie in jeder Lage diese Queraussparungen vollkommen abdecken, um zu verhüten, daß die heiße Luft aus dem Brennraum entweichen kann, damit dieser den Charakter eines geschlossenen Brennraumes nicht verliert.
Wird der Strom eingeschaltet, dann werden sich in bekannter Weise die Kohlen, durch das Regelwerk dazu veranlaßt, nach 'der Mitte des Brennertopfes α zu bewegen, bis beispielsweise die Kohlen 1 und 2 aufeinanderstoßen; eine Berührung dieser Kohlen mit der Kohle 3 ist aber zur Zeit noch nicht erfolgt. Da das Regelwerk aber diese Vorschubbewegung nicht plötzlich unterbricht, so können die beiden Kohlen 1 und 2 sich gegenseitig dazu veranlassen, von ihrer normalen Richtung der Vorschubbewegung abzuweichen, da sich ihre Gleithülsen c in den Queraussparungen δ seitlich verschieben können. Hierbei wird nun die eine oder andere Kohle auf die dritte Kohle treffen, so daß beim Zurückholen der Kohlen durch das Regelwerk sich beispielsweise die Lichtbogen 1-2 und 2-3 bilden werden. Da die Querführungen δ infolge ihrer nierenförmigen Gestaltung zur Horizontalen geneigte Flächen besitzen, so werden die Gleithülsen c während ihrer Seitwärtsverschiebung auf die schiefen Flächen auflaufen, aber beim Zurückholen der Kohlen infolge der Schwere derselben in die Normalstellung zurückgleiten, so daß jetzt zwei normale Lichtbogen 1-2 und 2-3 brennen. Es hat sich nun in der Praxis gezeigt, daß der Lichtbogen, nachdem die benachbarten Kohlen 1 und 3 ins Glühen gekommen skid, sehr schnell auch zwischen diesen beiden entfernt voneinander liegende Kohlen 1 und 3 überspringt.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zur sicheren Bildung von Lichtbogen bei elektrischen Bogenlampen zwischen drei oder mehreren radial zueinander angeordneten Kohlen, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Vor-Schubbewegung aufeinandertreffenden freien Kohlenenden seitlich ausschwingen können, ' um die Vorschubbewegung fortsetzen und. hierbei Berührung mit der benachbarten Kohle finden zu können.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Kohlenenden in Querführungen (6) seitlich verschiebbar gelagert sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querführungen (δ) zur Horizontalen geneigte Auflaufflächen besitzen.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querführungen (δ) nierenförmig ausgebildet sind.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Kohlenenden in Gleithülsen (c) geführt werden, die ihrerseits in den Querführungen (δ) seitlich verschiebbar gelagert sind.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, jedoch in einer Ausführung mit Brennertopf, dadurch gekennzeichnet, daß die im Brennertopf selbst angeordneten Querführungen (δ) durch Flansche an den Gleithülsen (c) in jeder Stellung der Kohlen vollkommen abgedeckt sind und somit ein seitliches Ausströmen der heißen Luft aus den Führungsöffnungen (δ) des Brennertopfes verhindert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW65949D 1924-04-09 1924-04-09 Einrichtung zur sicheren Bildung von Lichtboegen bei elektrischen Bogenlampen zwischen drei oder mehreren radial zueinander angeordneten Kohlen Expired DE438477C (de)

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