DE435693C - Verfahren zur Herstellung eines staubbindenden Fussbodenkehrmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines staubbindenden Fussbodenkehrmittels

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DE435693C
DE435693C DEZ14314D DEZ0014314D DE435693C DE 435693 C DE435693 C DE 435693C DE Z14314 D DEZ14314 D DE Z14314D DE Z0014314 D DEZ0014314 D DE Z0014314D DE 435693 C DE435693 C DE 435693C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/22Materials not provided for elsewhere for dust-laying or dust-absorbing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines staubbindenden Fußbodenkehrmittels. Es muß als hygienisch zweckmäßig bezeichnet werden, daß bei der Entfernung des Kehrstaubes vielfach Mittel angewandt werden, welche möglichst verhindern sollen, daß der Staub nur aufgewirbelt wird und sich nach kurzer Zeit wieder zu Boden setzt. Die mineralischen Stoffe sind für diesen Zweck zu schwer, zu scharfkörnig und zerkratzen «-eichen Fußboden, besonders Linoleum, oder treten sich in diesen ein und machen ihn vorzeitig unbrauchbar. Das meist übliche angefeuchtete Sägemehl stellt ein zu diesem Zweck brauchbares Mittel dar; doch wird iedes, (las bessere Ergebnisse zeitigt, als hygienischer Fortschritt zu betrachten sein. Äußer guter staubbindender Eigenschaft muß noch gefordert werden, daß der Staub nicht etwa einfach an den Fußboden geklebt, sondern möglichst vollständig entfernt wird.
  • Die vorliegende Erfindung stellt in dieser Hinsicht einen Fortschritt dar. _11s Grundstoffe werden Korkschrot und eine geringere Menge Sägemehl verwendet. Korkschrot ist außergewöhnlich leicht (o,24), sehr voluminös und poröser als alle anderen bisher verwendeten -Mittel, im Gebrauch daher vorteilhaft und billig. Er ist äußerst weich und elastisch und eignet sich daher besonders als Kehrmittel für weichen Fußboden (Linoleum). Kcrlzsclirot nimmt große Mengen Fettstoffe in sich auf, gibt sie aber auch restlos auf den geringsten Druck, wozu schon das einfache Kehren durch die Berührung mit dem Besen genügt, dein Fußbodljn wieder ab. Infolge seiner großen Porosität vermag er selbst die kleinsten Staubteilchen in sich aufzunehmen. Die geringe Menge Sägemehl als Zusatz gibt dem sehr elastischen Korkschrot eine gewisse Schärfe. Trotzdem wird weder der Fußboden dadurch in Mitleidenschaft gezogen noch eine unnötige- Beschwerung ges Kehrmittels hervorgerufen noch durch unnütze Belastung der Fettstoff aus dem weichen Korkschrot herausgedrückt. Dieser Grundstoff wird mit Bohrölemulsion behandelt und danach finit mineralischem Öle gesättigt. Das Kehrmittel kann, wenn es durch mehrmalige Verwendung voll ausgenutzt worden ist, als vorzüglicher Brennstoff Verwendung finden, wobei außer dem aufgesaugten Staub auch alle Krankheitskenne usw. mit vernichtet werden. Durch die Verbrennung verbleiben keine organischen I',ückstände.
  • Im Hygienischen Institut der Technischen Hochschule zu Dresden vorgenommene Versuche brachten mit Hilfe der Renkschen Luftpumpe das Ergebnis, daß das Kehrmittel hinsichtlich seiner staubbindenden Fähigkeit sowohl feuchtem und geöltem Sägemehl wie auch feuchtem und geöltem Korkschrot überlegen ist. Hierbei ist besonders zu erwähnen, daß stets von allen Kehrmitteln die gleiche 1 enge auf den Quadratmeter ausgestreut wurde, und ferner, daß alle Versuche in dem gleichen Raum und jeweils zur gleichen Zeit stattfanden.
  • In dem gleichen Institut wurde in einer Reihe weiterer Versuche unter Benutzung einer bestimmten Menge Kehrstaubes aus dem Dresdner Hauptbahnhof untersucht, wie groß die Menge des entfernten Staubes bei den vorstehend bereits aufgeführten Kehrmitteln ist. Das Mittel der Ergebnisse aus je fünf Versuchen zeigte, daß die Art des Fußbodens eine Rolle spielt, daß aber trotzdem das neue Kehrmittel von allen anderen am besten wirkte. Besonders in öffentlichen Gebäuden bedeutet auch eine kleine Besserung des Prozentsatzes des entfernten Staubes eine beträchtliche absolute Mehrmenge.
  • Dem neuen Kehrmittel lassen sich zur Erreichung angenehmer Luft Parfüme o. dgl. zusetzen; auch ist es möglich, durch entsprechende Beigabe desinfizierender Flüssigkeiten den stärksten Anforderungen der Gesundheitspflege gerecht zu werden.
  • Die Zusammenfassung des Gutachtens des Hygienischen Instituts der Technischen Hochschule zu Dresden geht dahin, daß das neue Kehrmittel das Aufwirbeln von Staub besser verhindert als die übrigen geprüften Mittel, vor allem auch geöltem Sägemehl und Korkschrot allein überlegen ist, und daß es ferner unter den verschiedensten Versuchsbedingungen die relativ größte Staubmenge entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines staubbindenden Fußbodenkehrmittels, dadurch gekennzeichnet, daß Korkschrot unter geringer Zugabe von Sägemehl mit Bohrölemulsion behandelt und mit mineralischem Öle gesättigt wird.
DEZ14314D 1924-03-18 1924-03-18 Verfahren zur Herstellung eines staubbindenden Fussbodenkehrmittels Expired DE435693C (de)

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