DE4345C - Pseudo-parabolischerTachometer, bei welchem der Parameter während des Ganges abgeändert werden kann - Google Patents
Pseudo-parabolischerTachometer, bei welchem der Parameter während des Ganges abgeändert werden kannInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
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- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
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Description
1878.
Klasse 60.
G. B. WAGNER in MÜNCHEN.
Pseudo-parabolischer Tachometer, bei welchem der Parameter während des Ganges
abgeändert werden kann.
• „ .■ Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1878 ab.
Wie aus der beiliegenden Zeichnung zu ersehen, ist die Regulatorkugel P durch die
Glieder P b, und bt α in α aufgehängt, während
Pbx bei R auf einer Rolle aufliegt. Entfernt
sich P von der Drehaxe α α1, so bewegt sich
die Kugel in einer Curve, welche abhängig ist von der Lage der Rolle i? und von der Gestalt
der Begrenzungslinie c bs.
Die Führungscurve für den Mittelpunkt der Kugel P soll nach Absicht des Erfinders eine
Parabel sein, deren Parameter von der höheren oder niederen Stellung der Rolle R abhängig
ist. Die Rollen R laufen auf einem Bolzen, der in dem Gleitstück g steckt, an beiden
Enden aber vorragt, um durch Führung in der Nufs // die Gleitstücke vpr dem Drehen zu
sichern. Die durch die hohle Spindel gehende Stange i ist in den Gleitbacken eingeschraubt.
Die Spindel selbst, deren Antrieb durch Zahnräder geschieht, läuft in dem Kammlager k und
hat Führung im Lager /. Die Stange i, welche an der Drehung der Spindel theilnimmt, läuft
unten in einem Pfannenlager, welches vertical durch die Schraube m verschoben werden kann
und durch die Stellschraube η festgehalten wird.
Zur Bestimmung der Dimensionen eines solchen Regulators sind aus der mittleren Umlaufszahl
der Maschine und des Regulators die Gewichte/' und Q, sowie der Parameter zu ermitteln, woraus
sich die Dimensionen ab, Pb1 Pd unter
Rücksicht auf die Erzielung möglichst geringer Reibungswiderstände nach Angabe des Erfinders
von selbst geben. Die Linie c by sei am
sichersten durch Rechnung zu suchen, und zwar finde man hier, dafs sie" von einem Kreisbogen
um eine durch Rechnung bestimmbare verschwindend kleine Gröfse abweiche. In dem auf beiliegender Zeichnung dargestellten Regulator
könne man Parabeln für 0,3 bis 0,55 Parameter erzielen, wobei der Hub der Rollen R
im ganzen 4 mm betrage. Die Parameter entsprechen bei passenden Gewichten P und Q
z. B. einer Umlaufzahl in den Grenzen 135 bis 90.
Die Wirkungsweise des Regulators selbst ist aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich. Wird die
Lage der Rollen R höher oder niedriger, so verkleinert oder vergröfsert sich entsprechend
der Parameter der Führungscurve. Ist eine kreisförmige Führung angenommen, so wird
deren Halbmesser bezw. kleiner oder gröfser und gleichzeitig der Winkel, welchen die Tangente
an den Kreis im Kugelmittelpunkt mit der Axe der Regulatorspindel einschliefst, ein mehr oder
weniger spitzer. Je spitzer dieser Winkel ist, desto gröfser mufs die Centrifugalkraft sein, um
die Kugel und das Belastungsgewicht im Gleichgewicht zu erhalten.
Fig. 3 zeigt, wie mittelst der gegebenen Anhaltspunkte bei bestimmter Führungscurve des
Kugelmittelpunktes die Auflegecurve zu finden ist. Der Erfinder zieht die Führung der Kugel
nach einem Kreisbogen mit grofsem Halbmesser allen anderen vor, weil man der »astatischen
Linie« bis auf beliebig kleine Differenzen sich nähern könne und dadurch die Verbindung bei
richtigem Verhältnisse des Kugelgewichtes zum Belastungsgewichte grofse Energie und Empfindlichkeit
und geringe Umlaufzahl erhalte. Aufserdem habe noch die kreisförmige Führung den
Vortheil, eine Kreislinie zur Auflagercurve zu geben.
Es seien nun für den zu construirenden Regulator folgende Annahmen gemacht:
a bo = A, werde == ι gesetzt,
b a0 t = «0,
α t = cos O0.
a bo = A, werde == ι gesetzt,
b a0 t = «0,
α t = cos O0.
In t sei der Brennpunkt der Parabel, deren Parameter bekannt ist.
Ist die Parabel berechnet und danach gezeichet, so nimmt der Erfinder für den Mittelpunkt
C0 der Kugel eine solche Lage an, dafs beim Auseinandergehen der Kugeln die Hebel
einander nicht im Wege sind.
Aus den für C0 angenommenen Coordinatenj0
und X0 ist:
Für eine andere Lage des Kugelmittels in c, werden die Coordinaten mit X1 und y, bezeichnet
und der entsprechende Punkt bt auf
dem Kreisbogen b0 bn gesucht, zu welchem
Zwecke der Erfinder durch C1 eine neue X1 -Axe
legt und den Schnittpunkt der Kreise mit den
Claims (1)
- Radien A und B in Bezug auf X1 JC1 durch Rechnung sucht.In gleicher Weise sind für beliebige Punkte c die entsprechenden b zu finden, und es können dann die Coordinaten für xy umgewandelt werden.Macht b den Weg b0 bn, so giebt es η verschiedene Auflagepunkte in /, welche mit Q0,Q1 Qn bezeichnet sind, und deren Lage,wenn b in bn ist, in Bezug auf das Coordinatensystem xy zu bestimmen ist.Der Winkel cnbnv ist zu finden aus xnyn B und bn w = sin an.Der Winkel C0 b01 ist ebenfalls bestimmbar, so dafs, wenn man den letzteren Winkel nach bn so legt, dafs b0 c0 auf -bn cn fällt, für Q0 :χ (Q0) = (A S— cos Cin) -f sin (q0 bn v), y (.Qo) = cos (q0 bn v) — sin an. .In gleicher Weise ist für alle ρ, ..... Qn zuverfahren und die Auflagercurve Q0 Qnfestzusetzen. Die Curve läfst sich sehr genau durch Kreisbogen ersetzen.Wenn sich nun t um eine bestimmte Gröfse ± τ hebt oder senkt, so wird, angenommen dafs b in b0 festbleibe, / in einem Kreisbogen mit b0 t als Radius sich heben und sich von der «-Axe entfernen.Will man nun den neuen Auflagepunkt suchen, so ist der Berührungspunkt zweier Kreise, nämlich desjenigen der Rolle R und des entsprechenden der Führungslinie zu bestimmen. Es sei JJ/'o des augenblicklichen Kreises (Führungslinie) Mittelpunkt, r1 das jetzige Mittel der Rolle, so dafs der Winkel M\ r' α aus der Hebung von / um τ bekannt, und es ist für den neuen Auflagerpunkt Q^0:" + cos (^fO r1 a),y0 =Dadurch ist es auch möglich, die neue Lage von c zu bestimmen für die beliebig vielen b0 bn und C1O c\.Vergleicht man die gefundenen Werthe von χund y für c \ c\, welche mit χ '0χ '„ und je 1Q y\ bezeichnet werden, sofindet man, dafs sie keiner Parabel entsprechen, sondern dafs y für wachsendes χ zu klein wird.Bekanntlich ist eine parabolische Kugelführung wegen zu grofser Beweglichkeit nicht brauchbar, und es läfst sich deshalb sowohl die Curve ca....Cn, als auch (T1O cl n so ändern, dafs erstere·keine Parabel, sondern so wie die zweite eine sich einer Parabel sehr nähernde Führungslinie giebt.Man befestigt zu diesem Zweck die Kugel mit ihrem Mittel nicht in C0, sondern um einen gewissen Winkel zur Tangente in C0 an die Parabel, versetzt z. B. in c'o. Dadurch wird erreicht, dafs bei wachsenden χ die y gröfser werden.In anderer Weise läfst sich die Auflagerlinie bestimmen, wenn man annimmt, es solle sich die Kugel im Krümmungsradius der Parabel in C0 oder in einem anderen sehr grofsen Radius bewegen; für/= 0,4 und χ = ό,ΐβ ist nun der Krümmungsradius = o',93i m. , ?Dabei legt hian die xj'-Axen durch das Mittel dieses Kreises, und zwar χ parallel zur Regulatorspindel. ■Man findet dann die Führungscurve als Kreisbogen und erhält auch, wenn sich .der Auflagerpunkt ändert, Kreise mit sehr grofsen Radien als Führungscurven. Der Erfinder giebt deshalb der Anwendung eines Kreises als Führungscurve den Vorzug vor der Parabel. So weit die Theorie des Erfinders.Wird während des Ganges des Regulators die Rolle R verschoben, so nähert sich der Kugelmittelpunkt c in dem Mafse der Axe der Regulatorspindel, als sich t hebt. Hierdurch wird die Winkelgeschwindigkeit kleiner, und die Kugel fällt, was durch Einwirkung auf die Steuerung eine gröfsere Umlaufzahl der Maschine bedingt.Man hat es also mit diesem Regulator in der Hand, die Umlaufzahl der Maschine beliebig innerhalb gegebener Grenzen ohne Aenderung des Belastungsgewichts zu ändern. Der Erfinder nennt deshalb den Regulator nicht einen parabolischen, sondern einen »Regulator mit beliebiger, während des Ganges für verschiedene Umlaufzahlen verstellbaren Führungscurve der Kugeln«.Patenτ-Anspruch:Der vorstehend in seiner ganzen Construction durch Beschreibung und Zeichnung nachgewiesene Regulator.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4345C true DE4345C (de) |
Family
ID=283104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4345D Active DE4345C (de) | Pseudo-parabolischerTachometer, bei welchem der Parameter während des Ganges abgeändert werden kann |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4345C (de) |
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0
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