DE4339622C2 - Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch - Google Patents
Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen KalkmilchInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Her
stellung einer hochdispersen, durch Löschen von Branntkalk
mittels Wasser gebildeter Kalkmilch, bei der aus einem Vorrats
behälter Kalk abgezogen und in einem mit einem Wasserzulauf
versehenen Mischbehälter aufgegeben wird.
Der in der Chemie als Calciumoxid bezeichnete Stoff wird allge
mein Kalk genannt. Eine aus Wasser und Kalk bestehende Ver
bindung wird Calciumhydroxid, während allgemein ein Gemisch aus
Calciumhydroxid mit einem Überschuß an Wasser als Kalkmilch be
zeichnet wird. Diese Kalkmilch wird in der Umwelttechnik,
beispielsweise zur Reinigung von Rauchgasen, zur Reinigung und
Neutralisierung von Abwasser, zur Aufbereitung von Trink- und
Brauchwasser und dergleichen verwendet. Diese Kalkmilch wird in
den meisten Fällen vom Verbraucher selbst hergestellt. Für die
Herstellung wird entweder Branntkalk oder Kalkhydrat verwendet.
Das Herstellen einer Suspension aus Kalk und Wasser wird als
Löschen des Kalkes bezeichnet. Dies ist eine stark exotherme
Reaktion, bei der sich das Calciumoxid mit Wasser zu
Calciumhydroxid unter Wärmeabgabe umsetzt. Die bei der Reaktion
frei werdende Wärme führt zu einer teilweisen Verdampfung des
Wassers, die als Brüden bezeichnet und in Kauf genommen werden.
Deshalb wird von den Verwendern oft eine Herstellung der Kalk
milch aus Kalkhydrat bevorzugt, da hier keine Brüden entstehen
können.
Die in der zuvor beschriebenen Weise hergestellte Kalkmilch
enthält Kalkhydratteilchen mit einer variablen Korngröße von 0
bis 200 m, wobei der Anteil einer Kornklasse je nach Her
stellungsbedingungen stark schwankend sein kann.
Diese Kalkmilch neigt zu einer ausgeprägten
Sedimentation, d. h. es bilden sich in relativ kurzer
Zeit Bodenablagerungen. Daher ist es notwendig, daß sie ständig
in Bewegung gehalten wird, beispielsweise mittels eines Rühr
werkes. Wird sie nun beispielsweise zur Reinigung von
Rauchgasen verwendet, ist es unvermeidbar, daß es in strömungs
schwachen Bereichen eines Leitungsnetzes, beispielsweise in
Bögen zu Ablagerungen kommt, die auch zu Verstopfungen führen
können. Aus diesem Grunde ist es möglich, daß zwei Anlagen
installiert werden, um einen kontinuierlichen Prozeß zu er
möglichen.
Aus der DE 27 14 858 C3 ist eine Vorrichtung zu Hydratation von
Branntkalk bekannt, um fabrikmäßig Kalkmilch mit einer ver
ringerten Sedimentation herzustellen. Diese Kalkmilch wird dann
dem Verbraucher angeliefert. Dabei muß eine
große Menge Wasser transportiert werden. Ferner kann es
passieren, daß bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt die
Kalkmilch gefriert. Die vorbekannte Einrichtung enthält ein
Aufgabegefäß in welches der aus einem Silo abgezogene Kalk
unter Zulauf von Wasser eingebracht wird. Mittels einer Umwälz
pumpe gelangt das Gemisch in ein Mischelement, welches im
wesentlichen aus mehreren hintereinander angeordneten Loch
scheiben besteht. Dadurch soll die Korngröße verringert werden.
Das Gemisch gelangt anschließend in ein daran angeschlossenes
Zyklongefäß. Dadurch wird eine für die Reaktion notwendige Zeit
erreicht. Darüber hinaus erfolgt die Trennung und Entnahme
bereits weitgehend ausreagierter Kalkmilch aus dem Kreislauf.
Die ausreagierte Kalkmilch gelangt anschließend noch in einen
Intensivmischer, während die noch nicht ausreichend aus
reagierte Kalkmilch in den Aufgabebehälter zurückgeführt wird.
Diese vorbekannte Einrichtung ist konstruktiv aufwendig
und deshalb nicht immer dort aufstellbar, wo die Kalkmilch gebraucht
wird.
Aus der CH 408 747 ist ein Verfahren zur Herstellung von
Kalkhydratbrei bekannt, wonach die Bindung der vorwiegend aus
feinsten Kalkhydratteilchen bestehenden Hydratagglomerate, wie
sie beim Löschen entstehen, zum Teil oder vollständig zerstört
wird, so daß der Anteil an feinsten Kalkhydratteilchen erhöht
wird. Eine für die Umsetzung dieses Verfahrens geeignete
Einrichtung ist dieser Literaturstelle nicht zu entnehmen.
Ausgehend von einer durch die DE 27 14 858 C3 bekannten Vor
richtung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung der gattungsgemäßen Art so auszubilden, daß
der konstruktive Aufwand wesentlich verringert wird, so daß die
Einrichtung dort aufgestellt werden kann, wo die Kalkmilch
benötigt wird.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Mischbehälter als
ein von oben nach unten durchströmbarer Schälbehälter aus
gebildet ist, in dem mindestens eine um eine vertikale mittige
Achse rotierend antreibbare und topfförmige Schältrommel ange
ordnet ist, deren äußere vertikale Wandung mit Durchbrechungen
versehen ist.
Mit dieser Einrichtung kann nunmehr Kalkmilch
aus dem kostengünstigen Branntkalk dort hergestellt werden, wo
sie benötigt wird. Durch die rotierend antreibbare Schältrommel
bzw. durch die rotierend antreibbaren Schältrommeln werden in
einfachster Weise die Korngrößen reduziert, bzw. die Scher
kräfte aufgebracht. Die Anlage ist besonders kompakt, da nur
ein Schälbehälter notwendig ist. Die Schältrommel ist sinngemäß
wie ein Verkleinerer zu sehen. Dabei wird der Fliehkrafteffekt
ausgenutzt, da die Schältrommel mit einer regelbaren Drehzahl
von 0 bis 2000 Umdrehung pro Minute angetrieben wird. Dadurch
wird eine Strömung erzeugt, die sinngemäß als turbulent
angesehen werden kann, wodurch das Abschälen der Kalkpartikel
begünstigt wird. Zur Verringerung der Durchflußgeschwindigkeit
und zur besseren Wirkung jedes Schälbehälters ist in weiterer
Ausgestaltung vorgesehen, daß der Schälbehälter ein von einem
Außenbehälter umgebener Innenbehälter ist, daß in dem Schäl
behälter mehrere, vorzugsweise drei, eine gemeinsame vertikale Achse rotierend
antreibbare, in einem einstellbaren Abstand übereinander ange
ordnete Schältrommeln angeordnet sind, und daß die Außendurch
messer der Schältrommeln von oben nach unten zunehmen. Die
Kalkmilch fließt von dem Schälbehälter in den Außenbehälter,
wobei die im Außenbehälter sich befindende Menge einen Druck
ausübt, so daß die Durchflußgeschwindigkeit nicht zu groß wird,
wodurch die Verweilzeit der Kalkmilch in der Einrichtung größer
wird, so daß die Wirkung der Schältrommeln optimal ist. Da die
Durchmesser der Schältrommeln von oben nach unten zunehmen,
verläuft die Strömung so, als würde die Kalkmilch von dem je
weils oberen Schälbehälter in den darunterliegenden
Schälbehälter geschleudert. Um eine optimale Wirkung zu er
halten, ist es zweckmäßig, wenn der Außendurchmesser der
unteren Schältrommel dem Innendurchmesser des Schälbehälters
entspricht oder ein klein wenig geringer ist. Die Stufung der
Durchmesser der einzelnen Schältrommeln kann nach einem vorge
gebenen Verhältnis erfolgen. Um die aus dem Schälbehälter aus
fließende Menge regeln zu können, ist vorgesehen, daß der Schälbehälter
zylindrisch ausgebildet ist, oben durch einen Deckel ver
schlossen und unten offen ist, und daß der Boden der unteren
nach oben offenen Schältrommeln zur Bildung eines in der Größe
veränderbaren Durchflußspaltes für die Kalkmilch gegenüber der
Stirnfläche des Schälbehälters nach unten versetzt ist. Da
zweckmäßigerweise die Schältrommeln nach oben offen und in der Höhe verstellbar
sind, läßt sich durch die Größe der
Durchflußöffnung die Verweildauer der Kalkmilch im Schälbe
hälter einstellen. Um die Strömung der Kalkmilch so festzu
legen, daß sie in die Schältrommel hineinfließt und dann nach
außen geschleudert wird, ist vorgesehen, daß oberhalb derjenigen
Schältrommel mit einem gegenüber dem Innendurchmesser des
Schälbehälters geringerem Durchmesser je ein Einlauftrichter
vorgesehen ist. Bei dieser Lösung ist sichergestellt, daß die
Korngrößen der Kalkpartikel den geringsten Wert erreichen,
wodurch umgekehrt die größte Anzahl von Kalkpartikeln in einer
Volumeneinheit erzielt wird. Dabei ist es dann noch besonders
zweckmäßig, wenn jede Schältrommel die einen gegenüber dem
Innendurchmesser des Schälbehälters geringeren Durchmesser hat,
mit einem kreisringförmigen Prallblech umgeben ist, dessen
Innendurchmesser dem Außendurchmesser der jeweiligen Schäl
trommel entspricht oder ein klein wenig größer ist. Die
Kalkpartikel werden dann gegen das Prallblech geschleudert,
wodurch eine zusätzliche Abschälung erreicht wird. Um auch hier
die Strömungsgeschwindigkeit zu beeinflussen ist vorgesehen,
daß jedes kreisringförmige Prallblech an der unteren Seite
zur Bildung einer Durchflußöffnung einen nach
innen stehenden Flansch aufweist.
Dieser Flansch untergreift den äußeren Rand der Schäl
trommel, so daß die Höhe des Spaltes durch die Verstellbarkeit
der Schältrommeln verändert werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den restlichen
Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden nachstehend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführung im rein schematischen Aufriß,
Fig. 2 eine zweite Ausführung im rein schematischen Aufriß,
Fig. 3 eine Ausführung einer Schältrommel im Aufriß,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Draufsicht,
Fig. 5 eine Einzelheit nach der Fig. 3,
Fig. 6 die in dem Schälbehälter angeordnete Schältrommel,
der ein Einlauftrichter zugeordnet ist,
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Draufsicht.
Die in der Fig. 1 dargestellte Einrichtung beinhaltet einen
zylindrischen Schälbehälter 10, dessen Höhe etwa dreimal so
groß ist wie sein Durchmesser. Am oberen Ende ist der Schäl
behälter 10 durch einen Deckel 11 verschlossen. Eine verti
kale Welle 12 durchdringt den Deckel 11 und ragt in den Schäl
behälter 10 hinein. Die Welle 12 wird von einem Getriebe
motor 13 angetrieben. In dem dargestellten Ausführungsbei
spiel sind auf die Welle 12 drei im Abstand zueinander ange
ordnete Schältrommeln 14, 15, 16 drehfest, jedoch höhenver
stellbar aufgesetzt. Die Schältrommeln 14, 15, 16 werden an
hand der Fig. 3 bis 7 noch näher erläutert. Aus der Fig.
1 ist erkennbar, daß die Durchmesser der Schältrommeln 14, 15,
16 größenmäßig abgestuft sind, wobei die obere Schältrommel
14 den kleinsten Durchmesser und die untere Schältrommel 16
den größten Durchmesser hat. Der Durchmesser der mittleren
Schältrommel 15 liegt zwischen diesen beiden Durchmessern.
Der Durchmesser der unteren Schältrommel 16 entspricht dem
Innendurchmesser des Schälbehälters 10. An der unteren Stirn
seite ist der Schälbehälter offen. Die Schältrommeln 14 bis
16 sind an der oberen, dem Deckel 11 zugewandten Seite offen.
Die untere Schältrommel 16 ist höhenmäßig so eingestellt, daß
zwischen der ringförmigen Stirnfläche des Schälbehälters 10
und dem geschlossenen Boden der unteren Schältrommel 16 ein
Durchflußspalt 17 liegt, der größenmäßig durch die jeweilige
Höhenstellung der Schältrommel 16 veränderbar ist. Der Schäl
behälter 10 ist von einem konzentrischen Außenbehälter 18
umgeben. Der den Innenbehälter bildende Schälbehälter 10 steht
gegenüber der oberen Stirnfläche des Außenbehälters 18 vor.
Der Außenbehälter 18 ist an der unteren Seite kegelstumpf
förmig ausgebildet und mit einem zentrischen Ablaufrohr 19
versehen, welches durch einen Schieber 20 verschließbar ist.
Die untere Stirnfläche des Schälbehälters 10 liegt in etwa
auf Höhe der Abwinklung des Außenbehälters 18. Der Durchmesser
des Außenbehälters 18 ist etwa dreimal so groß wie der des
inneren Schälbehälters 10. Im oberen Bereich ist der Außen
behälter 18 mit einer Abflußrohrleitung 21 versehen, die nicht
näher erläutert ist. In diese Abflußrohrleitung 21 ist eine
Viskositätsmeßeinrichtung 22 installiert. Der oberen Stirn
fläche des Außenbehälters 18 ist noch ein nicht näher er
läuterter Brüdenabscheider zugeordnet. Die Beschickung
des Schälbehälters 10 mit Kalk erfolgt aus einem Vorratsbehäl
ter 27 heraus. Der Transport des Kalkes erfolgt durch einen
Dosierschneckenförderer 25, dessen Schnecke horizontal liegt.
Der Schneckenförderer 25 fördert den Kalk zu einem in den
Schälbehälter 10 hineinragenden vertikalen Fallrohr 26 mit
einem Schieber. Der Zulauf des Wassers erfolgt aus einem Was
serbehälter 24, der über eine Rohrleitung 28 strömungstechnisch
mit dem Schälbehälter 10 verbunden ist. In der Rohrleitung 28
ist ein Ventil 29 zur Wasserdosierung vorgesehen.
Im Außenbehälter 18 ist ferner zur Steuerung der Temperatur
ein Temperaturfühler 44 montiert. In der Fig. 1 ist ein Brü
denabscheider mit einer integrierten Wasserzuführung darge
stellt. Mehrere vertikale Steigrohre 45 gehen um eine Ring
leitung 46 über, von der ein Ablaufrohr 47 in den Schälbehäl
ter 10 führt. Der Wasserzulauf mündet in das Ablaufrohr 47,
um die Brüden durch die Venturiwirkung in den Wasserstrom
und somit in den Schälbehälter 10 zu leiten.
In der Fig. 2 ist eine zur Fig. 1 spiegelbildliche Ausführung
dargestellt. Gleiche Bauteile sind durch das gleiche Bezugs
zeichen gekennzeichnet. Diese Einrichtung unterscheidet sich
im wesentlichen durch einen auf die Welle 12 drehfest aufge
setzten Rührflügel 30, den Schältrommeln 14, 15, 16 zugeordneten
Einlauftrichtern 31, 32, 32a sowie die Schältrommeln
14, 15 umgebenden Prallblechen 33, 34. Der obere Durchmesser je
des Einlauftrichters 31, 32, 32a entspricht dem Innendurchmesser
des Schälbehälters 10. Jedes Prallblech 33, 34 erstreckt sich
über die gesamte Höhe der jeweiligen Schältrommel 14 bzw. 15.
An der unteren, dem Deckel 12 zugewandten Seite ist jedes
Prallblech 33, 34 mit einem nach innen gerichteten Flansch 35
bzw. 36 versehen, der im Abstand zum Boden der Schältrommel
14 bzw. 15 liegt, so daß ein Durchflußspalt gebildet wird, der
auch durch die Höhenverstellbarkeit der Schältrommeln 14 bzw.
15 in seiner Höhe verändert werden kann.
In einem relativ geringen Abstand zum Boden der mittleren
Schältrommel 15 sind bei der Ausführung nach der Fig. 2 um
fänglich im Schälbehälter 10 mehrere Langlöcher 10a vorge
sehen, die Durchströmöffnungen bilden. Wie durch den Pfeil
A angedeutet, gelangt die Kalkmilch von der unteren Schäl
trommel 16 aus durch die Langlöcher 10a in den Schälbehälter
10. Es wird demzufolge sinngemäß ein kleiner Kreislauf ge
bildet. Sofern dies nicht gewünscht wird, können die Lang
löcher 10a durch einen Verschlußring 10b verschlossen werden.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Schältrommel 14 bzw.
15 bzw. 16 ist topfförmig ausgebildet und wird so montiert,
daß die offene Seite oben, d. h. dem Deckel zugewandt liegt.
Jede Schältrommel 14 bis 16 wird in nicht näher erläuterter
Weise auf die Welle 12 drehfest, jedoch höhenverstellbar
aufgesetzt. Dazu ist der Boden 37 mit einer zentrischen
Bohrung versehen. Die in der Projektion kreisrund ausge
bildete Schältrommel 14, 15 bzw. 16 hat im äußeren Bereich
eine umlaufende Wandung, die im dargestellten Ausführungs
beispiel aus einem handelsüblichen Lochblech 38 gefertigt
ist. Das Lochblech 38 ist von einer Vielzahl von Stehbolzen
39 umgeben, die in einem gleichen Winkelabstand zueinander
angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind
insgesamt vierundzwanzig Stehbolzen 39 im Randbereich des
Bodens 37 der Schältrommel vorgesehen. Aus der Fig. 5 geht
hervor, daß jeder Stehbolzen 39 durch jeweils eine Zylinder
kopfschraube 40 festgesetzt ist. Da die Schältrommel mit einer
relativ hohen Drehzahl angetrieben wird, ist an der oberen
Seite noch ein die Stirnfläche der Stehbolzen 39 übergreifen
der Ring 41 angeordnet. In jedem Stehbolzen 39 ist dann noch
eine Schraube eingedreht.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die den oberen Schältrommeln 14, 15,
16 zugeordneten Einlauftrichter 31, 32, 32a. Die Fig. 6 zeigt,
daß die Einlauftrichter 31, 32, 32a an dem Schälbehälter 10 be
festigt sind. Die Prallbleche sind aus Darstellungsgründen
in den Fig. 6 und 7 nicht dargestellt.
Zur Herstellung der Kalkmilch wird aus dem Vorratsbehälter
27 Kalk abgezogen. Aus dem Wasserbehälter 24 fließt Wasser
nach. Beide Stoffe gelangen in den Schälbehälter 10, wo es
zum Löschen des Branntkalkes kommt. Der durch die Wärmeent
wicklung entstehende Wasserdampf wird durch einen integrierten
Brüdenabscheider ausgeschieden. Die Kalkmilch wird dann durch
die Wirkung der Schältrommel 14 bis 16 nahezu sedimentations
stabil. Durch den Einsatz der Einrichtung gemäß dieser Erfin
dung kann kontinuierlich Kalkmilch erzeugt werden, die bei
spielsweise für die Rauchgasentschwefelung eines Kraftwerkes
laufend benötigt wird. Da das Verstopfen einer Rohrleitung
nunmehr auszuschließen ist, kann auf eine zweite Anlage ver
zichtet werden, es sei denn, daß aus Sicherheitsgründen für
den Fall eine zweite Anlage in Betrieb genommen werden kann,
wenn beispielsweise Reparaturarbeiten an der Einrichtung zur
Erzeugung der Kalkmilch notwendig werden. Die Einrichtung
nach der Erfindung ist in vielen Varianten ausführbar. Wesent
lich sind die mit einer regelbaren Drehzahl antreibbaren
Schältrommeln.
In der Fig. 2 ist ein Getriebemotor 30a zum Antrieb des
Rührflügels vorgesehen, der den Rührflügel vorzugsweise ent
gegen den Drehrichtungen der Schältrommeln 14, 15, 16 an
treibt.
Claims (13)
1. Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen, durch
Löschen von Branntkalk mittels Wasser gebildeter Kalk
milch, bei der aus einem Vorratsbehälter Kalk abgezogen
und in einem mit einem Wasserzulauf versehenen
Mischbehälter aufgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mischbehälter als ein von oben nach unten durch
strömbarer Schälbehälter (10) ausgebildet ist, in dem
mindestens eine um eine vertikale mittige Achse rotierend
antreibbare und topfförmige Schältrommel (14, 15, 16)
angeordnet ist, deren äußere vertikale Wandung mit
Durchbrechungen versehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schälbehälter (10) ein von einem Außenbehälter (18)
umgebener Innenbehälter ist, daß in dem Schälbehälter (10)
mehrere, vorzugsweise drei, um eine gemeinsame Achse
rotierend antreibbare, im Abstand übereinander angeordnete
Schältrommeln (14, 15, 16) angeordnet sind, und daß die
Außendurchmesser der Schältrommeln (14, 15, 16) von oben
nach unten zunehmen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außendurchmesser der unteren Schältrommel (16) dem Innen
durchmesser des Schälbehälters (10) entspricht oder ein klein
wenig geringer ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schälbehälter (10) zylindrisch ausgebildet ist, oben durch
einen Deckel (11) verschlossen und unten offen ist, und
daß der Boden (37) der unteren, oben offenen Schältrommel
(16) zur Bildung eines in der Größe veränderbaren Durch
flußspaltes (17) für die Kalkmilch gegenüber der Stirn
fläche des Schälbehälters (10) nach unten versetzt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schältrommeln (14, 15, 16) nach oben offen und in der
Höhe verstellbar sind.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Außenbehälter (18) im oberen Bereich eine Abflußrohr
leitung (21) angeschlossen ist, die eine Viskositäts
meßeinrichtung (22) beinhaltet.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Deckel (11) des Schälbehälters (10) und der obersten
Schältrommel (14) ein um die Drehachsen der Schältrommeln
(14, 15, 16) rotierend antreibbarer Rührflügel (30) ange
ordnet ist, der vorzugsweise entgegen den Drehrichtungen
der Schältrommel (14, 15, 16) rotierend antreibbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
oberhalb derjenigen Schältrommel (14, 15, 16) mit einem
gegenüber dem Innendurchmesser des Schälbehälters (10) ge
ringerem Durchmesser je ein Einlauftrichter (31, 32, 32a)
vorgesehen ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
jede Schältrommel (14, 15, 16) die einen gegenüber dem Innen
durchmesser des Schälbehälters (10) geringeren Durchmesser hat,
mit einem kreisringförmigen
Prallblech (33, 34) umgeben ist, dessen Innendurchmesser
dem Außendurchmesser der jeweiligen Schältrommel (14, 15,
16) entspricht oder ein klein wenig größer ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes kreisringförmig ausgebildete Prallblech (33, 34) an
der unteren Seite zur Bildung einer Durchflußöffnung einen
nach innen stehenden Flansch (35, 36) aufweist.
11. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
vertikale Wandung jeder Schältrommel (14, 15, 16) aus
einem Lochblech (38) besteht.
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
der untersten Schältrommel (16) in der Wandung des Schäl
behälters (10) Langlöcher (10a) vorgesehen sind, die
wahlweise mittels eines Verschlußringes (10b) verschließ
bar sind.
13. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren
Bereich jeder Schältrommel (14, 15, 16) gegenüber dem die
vertikale Wand bildenden Lochblech (38) nach außen ver
setzte Stehbolzen (39) vorgesehen sind, die in einem
gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934339622 DE4339622C2 (de) | 1993-11-20 | 1993-11-20 | Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934339622 DE4339622C2 (de) | 1993-11-20 | 1993-11-20 | Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4339622A1 DE4339622A1 (de) | 1995-05-24 |
| DE4339622C2 true DE4339622C2 (de) | 1995-08-31 |
Family
ID=6503052
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934339622 Expired - Fee Related DE4339622C2 (de) | 1993-11-20 | 1993-11-20 | Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4339622C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH408747A (de) * | 1961-05-02 | 1966-02-28 | Rheinische Kalksteinwerke | Verfahren zur Herstellung von Kalkhydratbrei |
| DE2714858C3 (de) * | 1977-04-02 | 1986-10-02 | Johann Schaefer Kalkwerke, 6252 Diez | Verfahren und Vorrichtungen zur Hydratation von Branntkalk |
-
1993
- 1993-11-20 DE DE19934339622 patent/DE4339622C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4339622A1 (de) | 1995-05-24 |
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