DE4339622C2 - Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen Kalkmilch

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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Her­ stellung einer hochdispersen, durch Löschen von Branntkalk mittels Wasser gebildeter Kalkmilch, bei der aus einem Vorrats­ behälter Kalk abgezogen und in einem mit einem Wasserzulauf versehenen Mischbehälter aufgegeben wird.
Der in der Chemie als Calciumoxid bezeichnete Stoff wird allge­ mein Kalk genannt. Eine aus Wasser und Kalk bestehende Ver­ bindung wird Calciumhydroxid, während allgemein ein Gemisch aus Calciumhydroxid mit einem Überschuß an Wasser als Kalkmilch be­ zeichnet wird. Diese Kalkmilch wird in der Umwelttechnik, beispielsweise zur Reinigung von Rauchgasen, zur Reinigung und Neutralisierung von Abwasser, zur Aufbereitung von Trink- und Brauchwasser und dergleichen verwendet. Diese Kalkmilch wird in den meisten Fällen vom Verbraucher selbst hergestellt. Für die Herstellung wird entweder Branntkalk oder Kalkhydrat verwendet.
Das Herstellen einer Suspension aus Kalk und Wasser wird als Löschen des Kalkes bezeichnet. Dies ist eine stark exotherme Reaktion, bei der sich das Calciumoxid mit Wasser zu Calciumhydroxid unter Wärmeabgabe umsetzt. Die bei der Reaktion frei werdende Wärme führt zu einer teilweisen Verdampfung des Wassers, die als Brüden bezeichnet und in Kauf genommen werden. Deshalb wird von den Verwendern oft eine Herstellung der Kalk­ milch aus Kalkhydrat bevorzugt, da hier keine Brüden entstehen können.
Die in der zuvor beschriebenen Weise hergestellte Kalkmilch enthält Kalkhydratteilchen mit einer variablen Korngröße von 0 bis 200 m, wobei der Anteil einer Kornklasse je nach Her­ stellungsbedingungen stark schwankend sein kann. Diese Kalkmilch neigt zu einer ausgeprägten Sedimentation, d. h. es bilden sich in relativ kurzer Zeit Bodenablagerungen. Daher ist es notwendig, daß sie ständig in Bewegung gehalten wird, beispielsweise mittels eines Rühr­ werkes. Wird sie nun beispielsweise zur Reinigung von Rauchgasen verwendet, ist es unvermeidbar, daß es in strömungs­ schwachen Bereichen eines Leitungsnetzes, beispielsweise in Bögen zu Ablagerungen kommt, die auch zu Verstopfungen führen können. Aus diesem Grunde ist es möglich, daß zwei Anlagen installiert werden, um einen kontinuierlichen Prozeß zu er­ möglichen.
Aus der DE 27 14 858 C3 ist eine Vorrichtung zu Hydratation von Branntkalk bekannt, um fabrikmäßig Kalkmilch mit einer ver­ ringerten Sedimentation herzustellen. Diese Kalkmilch wird dann dem Verbraucher angeliefert. Dabei muß eine große Menge Wasser transportiert werden. Ferner kann es passieren, daß bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt die Kalkmilch gefriert. Die vorbekannte Einrichtung enthält ein Aufgabegefäß in welches der aus einem Silo abgezogene Kalk unter Zulauf von Wasser eingebracht wird. Mittels einer Umwälz­ pumpe gelangt das Gemisch in ein Mischelement, welches im wesentlichen aus mehreren hintereinander angeordneten Loch­ scheiben besteht. Dadurch soll die Korngröße verringert werden.
Das Gemisch gelangt anschließend in ein daran angeschlossenes Zyklongefäß. Dadurch wird eine für die Reaktion notwendige Zeit erreicht. Darüber hinaus erfolgt die Trennung und Entnahme bereits weitgehend ausreagierter Kalkmilch aus dem Kreislauf. Die ausreagierte Kalkmilch gelangt anschließend noch in einen Intensivmischer, während die noch nicht ausreichend aus­ reagierte Kalkmilch in den Aufgabebehälter zurückgeführt wird. Diese vorbekannte Einrichtung ist konstruktiv aufwendig und deshalb nicht immer dort aufstellbar, wo die Kalkmilch gebraucht wird.
Aus der CH 408 747 ist ein Verfahren zur Herstellung von Kalkhydratbrei bekannt, wonach die Bindung der vorwiegend aus feinsten Kalkhydratteilchen bestehenden Hydratagglomerate, wie sie beim Löschen entstehen, zum Teil oder vollständig zerstört wird, so daß der Anteil an feinsten Kalkhydratteilchen erhöht wird. Eine für die Umsetzung dieses Verfahrens geeignete Einrichtung ist dieser Literaturstelle nicht zu entnehmen.
Ausgehend von einer durch die DE 27 14 858 C3 bekannten Vor­ richtung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der gattungsgemäßen Art so auszubilden, daß der konstruktive Aufwand wesentlich verringert wird, so daß die Einrichtung dort aufgestellt werden kann, wo die Kalkmilch benötigt wird.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Mischbehälter als ein von oben nach unten durchströmbarer Schälbehälter aus­ gebildet ist, in dem mindestens eine um eine vertikale mittige Achse rotierend antreibbare und topfförmige Schältrommel ange­ ordnet ist, deren äußere vertikale Wandung mit Durchbrechungen versehen ist.
Mit dieser Einrichtung kann nunmehr Kalkmilch aus dem kostengünstigen Branntkalk dort hergestellt werden, wo sie benötigt wird. Durch die rotierend antreibbare Schältrommel bzw. durch die rotierend antreibbaren Schältrommeln werden in einfachster Weise die Korngrößen reduziert, bzw. die Scher­ kräfte aufgebracht. Die Anlage ist besonders kompakt, da nur ein Schälbehälter notwendig ist. Die Schältrommel ist sinngemäß wie ein Verkleinerer zu sehen. Dabei wird der Fliehkrafteffekt ausgenutzt, da die Schältrommel mit einer regelbaren Drehzahl von 0 bis 2000 Umdrehung pro Minute angetrieben wird. Dadurch wird eine Strömung erzeugt, die sinngemäß als turbulent angesehen werden kann, wodurch das Abschälen der Kalkpartikel begünstigt wird. Zur Verringerung der Durchflußgeschwindigkeit und zur besseren Wirkung jedes Schälbehälters ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß der Schälbehälter ein von einem Außenbehälter umgebener Innenbehälter ist, daß in dem Schäl­ behälter mehrere, vorzugsweise drei, eine gemeinsame vertikale Achse rotierend antreibbare, in einem einstellbaren Abstand übereinander ange­ ordnete Schältrommeln angeordnet sind, und daß die Außendurch­ messer der Schältrommeln von oben nach unten zunehmen. Die Kalkmilch fließt von dem Schälbehälter in den Außenbehälter, wobei die im Außenbehälter sich befindende Menge einen Druck ausübt, so daß die Durchflußgeschwindigkeit nicht zu groß wird, wodurch die Verweilzeit der Kalkmilch in der Einrichtung größer wird, so daß die Wirkung der Schältrommeln optimal ist. Da die Durchmesser der Schältrommeln von oben nach unten zunehmen, verläuft die Strömung so, als würde die Kalkmilch von dem je­ weils oberen Schälbehälter in den darunterliegenden Schälbehälter geschleudert. Um eine optimale Wirkung zu er­ halten, ist es zweckmäßig, wenn der Außendurchmesser der unteren Schältrommel dem Innendurchmesser des Schälbehälters entspricht oder ein klein wenig geringer ist. Die Stufung der Durchmesser der einzelnen Schältrommeln kann nach einem vorge­ gebenen Verhältnis erfolgen. Um die aus dem Schälbehälter aus­ fließende Menge regeln zu können, ist vorgesehen, daß der Schälbehälter zylindrisch ausgebildet ist, oben durch einen Deckel ver­ schlossen und unten offen ist, und daß der Boden der unteren nach oben offenen Schältrommeln zur Bildung eines in der Größe veränderbaren Durchflußspaltes für die Kalkmilch gegenüber der Stirnfläche des Schälbehälters nach unten versetzt ist. Da zweckmäßigerweise die Schältrommeln nach oben offen und in der Höhe verstellbar sind, läßt sich durch die Größe der Durchflußöffnung die Verweildauer der Kalkmilch im Schälbe­ hälter einstellen. Um die Strömung der Kalkmilch so festzu­ legen, daß sie in die Schältrommel hineinfließt und dann nach außen geschleudert wird, ist vorgesehen, daß oberhalb derjenigen Schältrommel mit einem gegenüber dem Innendurchmesser des Schälbehälters geringerem Durchmesser je ein Einlauftrichter vorgesehen ist. Bei dieser Lösung ist sichergestellt, daß die Korngrößen der Kalkpartikel den geringsten Wert erreichen, wodurch umgekehrt die größte Anzahl von Kalkpartikeln in einer Volumeneinheit erzielt wird. Dabei ist es dann noch besonders zweckmäßig, wenn jede Schältrommel die einen gegenüber dem Innendurchmesser des Schälbehälters geringeren Durchmesser hat, mit einem kreisringförmigen Prallblech umgeben ist, dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser der jeweiligen Schäl­ trommel entspricht oder ein klein wenig größer ist. Die Kalkpartikel werden dann gegen das Prallblech geschleudert, wodurch eine zusätzliche Abschälung erreicht wird. Um auch hier die Strömungsgeschwindigkeit zu beeinflussen ist vorgesehen, daß jedes kreisringförmige Prallblech an der unteren Seite zur Bildung einer Durchflußöffnung einen nach innen stehenden Flansch aufweist. Dieser Flansch untergreift den äußeren Rand der Schäl­ trommel, so daß die Höhe des Spaltes durch die Verstellbarkeit der Schältrommeln verändert werden kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachstehend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführung im rein schematischen Aufriß,
Fig. 2 eine zweite Ausführung im rein schematischen Aufriß,
Fig. 3 eine Ausführung einer Schältrommel im Aufriß,
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Draufsicht,
Fig. 5 eine Einzelheit nach der Fig. 3,
Fig. 6 die in dem Schälbehälter angeordnete Schältrommel, der ein Einlauftrichter zugeordnet ist,
Fig. 7 eine der Fig. 6 entsprechende Draufsicht.
Die in der Fig. 1 dargestellte Einrichtung beinhaltet einen zylindrischen Schälbehälter 10, dessen Höhe etwa dreimal so groß ist wie sein Durchmesser. Am oberen Ende ist der Schäl­ behälter 10 durch einen Deckel 11 verschlossen. Eine verti­ kale Welle 12 durchdringt den Deckel 11 und ragt in den Schäl­ behälter 10 hinein. Die Welle 12 wird von einem Getriebe­ motor 13 angetrieben. In dem dargestellten Ausführungsbei­ spiel sind auf die Welle 12 drei im Abstand zueinander ange­ ordnete Schältrommeln 14, 15, 16 drehfest, jedoch höhenver­ stellbar aufgesetzt. Die Schältrommeln 14, 15, 16 werden an­ hand der Fig. 3 bis 7 noch näher erläutert. Aus der Fig. 1 ist erkennbar, daß die Durchmesser der Schältrommeln 14, 15, 16 größenmäßig abgestuft sind, wobei die obere Schältrommel 14 den kleinsten Durchmesser und die untere Schältrommel 16 den größten Durchmesser hat. Der Durchmesser der mittleren Schältrommel 15 liegt zwischen diesen beiden Durchmessern. Der Durchmesser der unteren Schältrommel 16 entspricht dem Innendurchmesser des Schälbehälters 10. An der unteren Stirn­ seite ist der Schälbehälter offen. Die Schältrommeln 14 bis 16 sind an der oberen, dem Deckel 11 zugewandten Seite offen. Die untere Schältrommel 16 ist höhenmäßig so eingestellt, daß zwischen der ringförmigen Stirnfläche des Schälbehälters 10 und dem geschlossenen Boden der unteren Schältrommel 16 ein Durchflußspalt 17 liegt, der größenmäßig durch die jeweilige Höhenstellung der Schältrommel 16 veränderbar ist. Der Schäl­ behälter 10 ist von einem konzentrischen Außenbehälter 18 umgeben. Der den Innenbehälter bildende Schälbehälter 10 steht gegenüber der oberen Stirnfläche des Außenbehälters 18 vor. Der Außenbehälter 18 ist an der unteren Seite kegelstumpf­ förmig ausgebildet und mit einem zentrischen Ablaufrohr 19 versehen, welches durch einen Schieber 20 verschließbar ist. Die untere Stirnfläche des Schälbehälters 10 liegt in etwa auf Höhe der Abwinklung des Außenbehälters 18. Der Durchmesser des Außenbehälters 18 ist etwa dreimal so groß wie der des inneren Schälbehälters 10. Im oberen Bereich ist der Außen­ behälter 18 mit einer Abflußrohrleitung 21 versehen, die nicht näher erläutert ist. In diese Abflußrohrleitung 21 ist eine Viskositätsmeßeinrichtung 22 installiert. Der oberen Stirn­ fläche des Außenbehälters 18 ist noch ein nicht näher er­ läuterter Brüdenabscheider zugeordnet. Die Beschickung des Schälbehälters 10 mit Kalk erfolgt aus einem Vorratsbehäl­ ter 27 heraus. Der Transport des Kalkes erfolgt durch einen Dosierschneckenförderer 25, dessen Schnecke horizontal liegt. Der Schneckenförderer 25 fördert den Kalk zu einem in den Schälbehälter 10 hineinragenden vertikalen Fallrohr 26 mit einem Schieber. Der Zulauf des Wassers erfolgt aus einem Was­ serbehälter 24, der über eine Rohrleitung 28 strömungstechnisch mit dem Schälbehälter 10 verbunden ist. In der Rohrleitung 28 ist ein Ventil 29 zur Wasserdosierung vorgesehen.
Im Außenbehälter 18 ist ferner zur Steuerung der Temperatur ein Temperaturfühler 44 montiert. In der Fig. 1 ist ein Brü­ denabscheider mit einer integrierten Wasserzuführung darge­ stellt. Mehrere vertikale Steigrohre 45 gehen um eine Ring­ leitung 46 über, von der ein Ablaufrohr 47 in den Schälbehäl­ ter 10 führt. Der Wasserzulauf mündet in das Ablaufrohr 47, um die Brüden durch die Venturiwirkung in den Wasserstrom und somit in den Schälbehälter 10 zu leiten.
In der Fig. 2 ist eine zur Fig. 1 spiegelbildliche Ausführung dargestellt. Gleiche Bauteile sind durch das gleiche Bezugs­ zeichen gekennzeichnet. Diese Einrichtung unterscheidet sich im wesentlichen durch einen auf die Welle 12 drehfest aufge­ setzten Rührflügel 30, den Schältrommeln 14, 15, 16 zugeordneten Einlauftrichtern 31, 32, 32a sowie die Schältrommeln 14, 15 umgebenden Prallblechen 33, 34. Der obere Durchmesser je­ des Einlauftrichters 31, 32, 32a entspricht dem Innendurchmesser des Schälbehälters 10. Jedes Prallblech 33, 34 erstreckt sich über die gesamte Höhe der jeweiligen Schältrommel 14 bzw. 15. An der unteren, dem Deckel 12 zugewandten Seite ist jedes Prallblech 33, 34 mit einem nach innen gerichteten Flansch 35 bzw. 36 versehen, der im Abstand zum Boden der Schältrommel 14 bzw. 15 liegt, so daß ein Durchflußspalt gebildet wird, der auch durch die Höhenverstellbarkeit der Schältrommeln 14 bzw. 15 in seiner Höhe verändert werden kann.
In einem relativ geringen Abstand zum Boden der mittleren Schältrommel 15 sind bei der Ausführung nach der Fig. 2 um­ fänglich im Schälbehälter 10 mehrere Langlöcher 10a vorge­ sehen, die Durchströmöffnungen bilden. Wie durch den Pfeil A angedeutet, gelangt die Kalkmilch von der unteren Schäl­ trommel 16 aus durch die Langlöcher 10a in den Schälbehälter 10. Es wird demzufolge sinngemäß ein kleiner Kreislauf ge­ bildet. Sofern dies nicht gewünscht wird, können die Lang­ löcher 10a durch einen Verschlußring 10b verschlossen werden. Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Schältrommel 14 bzw. 15 bzw. 16 ist topfförmig ausgebildet und wird so montiert, daß die offene Seite oben, d. h. dem Deckel zugewandt liegt. Jede Schältrommel 14 bis 16 wird in nicht näher erläuterter Weise auf die Welle 12 drehfest, jedoch höhenverstellbar aufgesetzt. Dazu ist der Boden 37 mit einer zentrischen Bohrung versehen. Die in der Projektion kreisrund ausge­ bildete Schältrommel 14, 15 bzw. 16 hat im äußeren Bereich eine umlaufende Wandung, die im dargestellten Ausführungs­ beispiel aus einem handelsüblichen Lochblech 38 gefertigt ist. Das Lochblech 38 ist von einer Vielzahl von Stehbolzen 39 umgeben, die in einem gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind insgesamt vierundzwanzig Stehbolzen 39 im Randbereich des Bodens 37 der Schältrommel vorgesehen. Aus der Fig. 5 geht hervor, daß jeder Stehbolzen 39 durch jeweils eine Zylinder­ kopfschraube 40 festgesetzt ist. Da die Schältrommel mit einer relativ hohen Drehzahl angetrieben wird, ist an der oberen Seite noch ein die Stirnfläche der Stehbolzen 39 übergreifen­ der Ring 41 angeordnet. In jedem Stehbolzen 39 ist dann noch eine Schraube eingedreht.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die den oberen Schältrommeln 14, 15, 16 zugeordneten Einlauftrichter 31, 32, 32a. Die Fig. 6 zeigt, daß die Einlauftrichter 31, 32, 32a an dem Schälbehälter 10 be­ festigt sind. Die Prallbleche sind aus Darstellungsgründen in den Fig. 6 und 7 nicht dargestellt.
Zur Herstellung der Kalkmilch wird aus dem Vorratsbehälter 27 Kalk abgezogen. Aus dem Wasserbehälter 24 fließt Wasser nach. Beide Stoffe gelangen in den Schälbehälter 10, wo es zum Löschen des Branntkalkes kommt. Der durch die Wärmeent­ wicklung entstehende Wasserdampf wird durch einen integrierten Brüdenabscheider ausgeschieden. Die Kalkmilch wird dann durch die Wirkung der Schältrommel 14 bis 16 nahezu sedimentations­ stabil. Durch den Einsatz der Einrichtung gemäß dieser Erfin­ dung kann kontinuierlich Kalkmilch erzeugt werden, die bei­ spielsweise für die Rauchgasentschwefelung eines Kraftwerkes laufend benötigt wird. Da das Verstopfen einer Rohrleitung nunmehr auszuschließen ist, kann auf eine zweite Anlage ver­ zichtet werden, es sei denn, daß aus Sicherheitsgründen für den Fall eine zweite Anlage in Betrieb genommen werden kann, wenn beispielsweise Reparaturarbeiten an der Einrichtung zur Erzeugung der Kalkmilch notwendig werden. Die Einrichtung nach der Erfindung ist in vielen Varianten ausführbar. Wesent­ lich sind die mit einer regelbaren Drehzahl antreibbaren Schältrommeln.
In der Fig. 2 ist ein Getriebemotor 30a zum Antrieb des Rührflügels vorgesehen, der den Rührflügel vorzugsweise ent­ gegen den Drehrichtungen der Schältrommeln 14, 15, 16 an­ treibt.

Claims (13)

1. Einrichtung zur Herstellung einer hochdispersen, durch Löschen von Branntkalk mittels Wasser gebildeter Kalk­ milch, bei der aus einem Vorratsbehälter Kalk abgezogen und in einem mit einem Wasserzulauf versehenen Mischbehälter aufgegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischbehälter als ein von oben nach unten durch­ strömbarer Schälbehälter (10) ausgebildet ist, in dem mindestens eine um eine vertikale mittige Achse rotierend antreibbare und topfförmige Schältrommel (14, 15, 16) angeordnet ist, deren äußere vertikale Wandung mit Durchbrechungen versehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schälbehälter (10) ein von einem Außenbehälter (18) umgebener Innenbehälter ist, daß in dem Schälbehälter (10) mehrere, vorzugsweise drei, um eine gemeinsame Achse rotierend antreibbare, im Abstand übereinander angeordnete Schältrommeln (14, 15, 16) angeordnet sind, und daß die Außendurchmesser der Schältrommeln (14, 15, 16) von oben nach unten zunehmen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der unteren Schältrommel (16) dem Innen­ durchmesser des Schälbehälters (10) entspricht oder ein klein wenig geringer ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schälbehälter (10) zylindrisch ausgebildet ist, oben durch einen Deckel (11) verschlossen und unten offen ist, und daß der Boden (37) der unteren, oben offenen Schältrommel (16) zur Bildung eines in der Größe veränderbaren Durch­ flußspaltes (17) für die Kalkmilch gegenüber der Stirn­ fläche des Schälbehälters (10) nach unten versetzt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schältrommeln (14, 15, 16) nach oben offen und in der Höhe verstellbar sind.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Außenbehälter (18) im oberen Bereich eine Abflußrohr­ leitung (21) angeschlossen ist, die eine Viskositäts­ meßeinrichtung (22) beinhaltet.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Deckel (11) des Schälbehälters (10) und der obersten Schältrommel (14) ein um die Drehachsen der Schältrommeln (14, 15, 16) rotierend antreibbarer Rührflügel (30) ange­ ordnet ist, der vorzugsweise entgegen den Drehrichtungen der Schältrommel (14, 15, 16) rotierend antreibbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb derjenigen Schältrommel (14, 15, 16) mit einem gegenüber dem Innendurchmesser des Schälbehälters (10) ge­ ringerem Durchmesser je ein Einlauftrichter (31, 32, 32a) vorgesehen ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schältrommel (14, 15, 16) die einen gegenüber dem Innen­ durchmesser des Schälbehälters (10) geringeren Durchmesser hat, mit einem kreisringförmigen Prallblech (33, 34) umgeben ist, dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser der jeweiligen Schältrommel (14, 15, 16) entspricht oder ein klein wenig größer ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes kreisringförmig ausgebildete Prallblech (33, 34) an der unteren Seite zur Bildung einer Durchflußöffnung einen nach innen stehenden Flansch (35, 36) aufweist.
11. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Wandung jeder Schältrommel (14, 15, 16) aus einem Lochblech (38) besteht.
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der untersten Schältrommel (16) in der Wandung des Schäl­ behälters (10) Langlöcher (10a) vorgesehen sind, die wahlweise mittels eines Verschlußringes (10b) verschließ­ bar sind.
13. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Bereich jeder Schältrommel (14, 15, 16) gegenüber dem die vertikale Wand bildenden Lochblech (38) nach außen ver­ setzte Stehbolzen (39) vorgesehen sind, die in einem gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet sind.
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