DE4339027C2 - Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden - Google Patents

Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden

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DE4339027C2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Kryomedizinsonde für die Therapie in Körperhöhlen.
Bei der Behandlung von Gewebe mit Kryomedizinsonden trifft der unerwünschte kryogene Hafteffekt ein, d. h. daß das Gewebe unlösbar mit der Sonde verbunden ist.
In US 4 946 460 ist ein Gerät für die Kryochirurgie beschrieben, dessen Sonde hohl ausge­ bildet ist. In den Hohlraum wird eine kryogene Flüssigkeit geleitet, die dort verdampft und damit die gesamte Sonde kühlt. Über eine mögliche Abtauung werden keine Angaben ge­ macht.
Es wurde deshalb bereits eine Kryomedizinsonde vorgeschlagen, bei der, aufgrund ihrer konstruktiven Ausbildung, die Kühlung auf die Sondenspitze konzentriert ist. Damit läßt sich der Hafteffekt zwar begrenzen aber nicht beseitigen.
Zur Abtauung der Kryomedizinsonden vom Gewebe ist es bekannt, eine elektrische Heizung bzw. eine Durchströmung mit Warmluft einzusetzen.
Bei der elektrischen Abtauung wird ein Heizer in der Kryosonde mit Niederspannung betrieben und erzeugt somit Wärme, die auf die Arbeitsfläche der Sonde übertragen wird. Diese Methode stellt an die elektrische Sicherheit sehr hohe Anforderungen bzw. ist aufgrund von Verordnungen nicht mehr einsetzbar.
Bei der Warmluftabtauung strömt erhitzte trockene luft in die Kryosonde und erwärmt die Arbeitsfläche. Aufgrund der geringen Wärmekapazität von Luft und der schlechten Wärmeübergangskoeffizienten zwischen Luft und der Arbeitsfläche können nur geringen Wärmemengen übertragen werden. Der Abtauvorgang dauert sehr lange.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Abtauung von Kryomedizinsonden zu schaffen, die eine schnelle und zuverlässige Arbeitsweise ermöglicht und bei der keine gesundheitsschädigenden Medien eingesetzt werden.
Aus US 4 377 168 ist es bekannt, zum Abtauen der Spitze eines kryochirurgischen Instru­ mentes Lachgas einzusetzen. Dort wird ein Hohlraum wahlweise zum Verflüssigen des Lachgases bzw. Verdampfen von Kryoflüssigkeit eingesetzt. Eine solche Ausführungsfarm ist aber relativ kompliziert und aufwendig.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, indem nach Beendigung der Therapiezeit, d. h. nachdem die Zufuhr von flüssigem Stickstoff zur Sondenspitze eingestellt wird, über die Druckgasleitung ein gasförmiger Stoff, vorzugsweise Lachgas, in die Sondenspitze geleitet wird.
Aufgrund der tiefen Temperatur der Sonde kommt es zur Phasenumwandlung. Bei der Umwandlung vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wird Wärme frei, die an die Sonde abgegeben wird. Damit erwärmt sich die Sonde und taut vom Gewebe ab.
An nachfolgendem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung erläutert:
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Kryomedizinsonde
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung in prinzipieller Darstellung
Die Sondenspitze 4 besitzt einen Verdampfungshohlraum 1 für den Stickstoff, der mit einer Zuführleitung 6 für den flüssigen Stickstoff und einer Rückführleitung 5 für das Flüssigkeits- Gasgemisch versehen ist. Die Sondenspitze 4 ist mit einem Sondenschaft 3 verbunden, der an der anderen Stirnseite einen Anschlußstutzen 7 für das Druckgas, vorzugsweise Lachgas, besitzt. Die Druckgasleitung 8 ist über ein Kugelventil 9 mit einem Druckgasbehälter 10 verbunden.
Zur Kontrolle des Arbeitsdruckes vor und nach dem Kugelventil 9 sind Manometer 11 angeordnet. Die Druckgasleitung 8 besitzt eine Abzweigleitung 12, die über ein Expansionsventil 13 und einen Schalldämpfer 14 eine Abführung des Druckgases nach erfolgtem Abtauprozeß ermöglicht. Zur besseren Handhabung der erfindungsgemäßen Einrichtung sind lösbare Verbindungen 15 in der Druckgasleitung 8 und der Abzweigleitung 12 vorgesehen.
Bezugszeichen
1
Verdampfungshohlraum
2
Verflüssigungshohlraum
3
Sondenschaft
4
Sondenspitze
5
Rückführleitung
6
Zuführleitung
7
Anschlußstutzen
8
Druckgasleitung
9
Kugelventil
10
Druckgasbehälter
11
Manometer
12
Abzweigleitung
13
Expansionsventil
14
Schalldämpfer
15
lösbare Verbindungen

Claims (2)

1. Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden, die einen Hohlraum zur Verdampfung des Stickstoffes in der Sondenspitze aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch zu dem in der Sondenspitze (4) befindlichen Verdampfungshohlraum (1) ein weiterer Verflüssigungshohlraum (2) zur Beaufschlagung der Sondenspitze mit einem Gas angeordnet ist und daß der Verflüssigungshohlraum (2) über ein Kugelventil (9) mit einem Druckgasbehälter (10) verbunden ist und daß sich in einer Abzweigleitung (12) ein Expansionsventil (13) befindet und daß das verwendete Gas folgende Eigenschaften besitzt:
der Tripelpunkt liegt weit unter dem Bereich der Arbeitstemperatur
große Umwandlungswärme bei Phasenänderung
die kritische Temperatur liegt bei geringem kritischen Druck deutlich über 0°C.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Abtauung Lachgas (N2O) eingesetzt wird.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4377168A (en) * 1981-02-27 1983-03-22 Wallach Surgical Instruments, Inc. Cryosurgical instrument
US4946460A (en) * 1989-04-26 1990-08-07 Cryo Instruments, Inc. Apparatus for cryosurgery

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4377168A (en) * 1981-02-27 1983-03-22 Wallach Surgical Instruments, Inc. Cryosurgical instrument
US4946460A (en) * 1989-04-26 1990-08-07 Cryo Instruments, Inc. Apparatus for cryosurgery

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