DE4339027A1 - Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden - Google Patents

Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden

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Description

Die Erfindung betrifft eine Kryomedizinsonde für die Therapie in Körperhöhlen.
Bei der Behandlung von Gewebe mit Kryomedizinsonden trifft der unerwünschte kryogene Hafteffekt ein, d. h., daß das Gewebe unlösbar mit der Sonde verbunden ist.
Es wurde deshalb bereits eine Kryomedizinsonde vorgeschlagen, bei der, aufgrund ihrer konstruktiven Ausbildung, die Kühlung auf die Sondenspitze konzentriert ist. Damit läßt sich der Hafteffekt zwar begrenzen, aber nicht beseitigen.
Zur Abtauung der Kryomedizinsonden vom Gewebe ist es bekannt, eine elektrische Heizung bzw. eine Durchströmung mit Warmluft einzusetzen.
Bei der elektrischen Abtauung wird ein Heizer in der Kryosonde mit Niederspannung betrieben und erzeugt somit Wärme, die auf die Arbeitsfläche der Sonde übertragen wird. Diese Methode stellt an die elektrische Sicherheit sehr hohe Anforderungen bzw. ist aufgrund von Verordnungen nicht mehr einsetzbar.
Bei der Warmluftabtauung strömt erhitzte trockene Luft in die Kryosonde und erwärmt die Arbeitsfläche. Aufgrund der geringen Wärmekapazität von Luft und der schlechten Wärmeübergangskoeffizienten zwischen Luft und der Arbeitsfläche können nur geringe Wärmemengen übertragen werden. Der Abtauvorgang dauert sehr lange.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Abtauung von Kryomedizinsonden zu schaffen, die eine schnelle und zuverlässige Arbeitsweise ermöglicht und bei der keine gesundheitsschädigenden Medien eingesetzt werden.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst, indem nach Beendigung der Therapiezeit, d. h. nachdem die Zufuhr von flüssigem Stickstoff zur Sondenspitze eingestellt wird, über die Druckgasleitung ein gasförmiger Stoff, vorzugsweise Lachgas, in die Sondenspitze geleitet wird.
Aufgrund der tiefen Temperatur der Sonde kommt es zur Phasenumwandlung. Bei der Umwandlung vom gasförmigen in den flüssigen Zustand wird Wärme frei, die an die Sonde abgegeben wird. Damit erwärmt sich die Sonde und taut vom Gewebe ab.
An nachfolgendem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung erläutert:
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Kryomedizinsonde,
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung in prinzipieller Darstellung.
Die Sondenspitze 4 besitzt einen Verdampfungshohlraum 1 für den Stickstoff, der mit einer Zuführleitung 6 für den flüssigen Stickstoff und einer Rückführleitung 5 für das Flüssigkeits- Gasgemisch versehen ist. Die Sondenspitze 4 ist mit einem Sondenschaft 3 verbunden, der an der anderen Stirnseite einen Anschlußstutzen 7 für das Druckgas, vorzugsweise Lachgas, besitzt. Die Druckgasleitung 8 ist über ein Kugelventil 9 mit einem Druckgasbehälter 10 verbunden.
Zur Kontrolle des Arbeitsdruckes vor und nach dem Kugelventil 9 sind Manometer 11 angeordnet. Die Druckgasleitung 8 besitzt eine Abzweigleitung 12, die über ein Expansionsventil 13 und einen Schalldämpfer 14 eine Abführung des Druckgases nach erfolgtem Abtauprozeß ermöglicht. Zur besseren Handhabung der erfindungsgemäßen Einrichtung sind lösbare Verbindungen 15 in der Druckgasleitung 8 und der Abzweigleitung 12 vorgesehen.
Bezugszeichenliste
 1 Verdampfungshohlraum
 2 Verflüssigungshohlraum
 3 Sondenschaft
 4 Sondenspitze
 5 Rückführleitung
 6 Zuführleitung
 7 Anschlußstutzen
 8 Druckgasleitung
 9 Kugelventil
10 Druckgasbehälter
11 Manometer
12 Abzweigleitung
13 Expansionsventil
14 Schalldämpfer
15 lösbare Verbindungen

Claims (2)

1. Einrichtung zur Abtauung stickstoffgekühlter Kryomedizinsonden, die einen Hohlraum zur Verdampfung des Stickstoffes in der Sondenspitze aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch zu dem in der Sondenspitze (4) befindlichen Verdampfungshohlraum (1) ein weiterer Verflüssigungshohlraum (2) zur Beaufschlagung der Sondenspitze mit einem Gas angeordnet ist und daß der Verflüssigungshohlraum (2) über ein Kugelventil (9) mit einem Druckgasbehälter (10) verbunden ist und daß sich in einer Abzweigleitung (12) ein Expansionsventil (13) befindet und daß das verwendete Gas folgende Eigenschaften besitzt:
  • - der Tripelpunkt liegt weiter unter dem Bereich der Arbeitstemperatur,
  • - große Umwandlungswärme bei Phasenänderung,
  • - die kritische Temperatur liegt bei geringem kritischen Druck deutlich über 0°C.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Abtauung Lachgas (N₂O) eingesetzt wird.
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US4946460A (en) * 1989-04-26 1990-08-07 Cryo Instruments, Inc. Apparatus for cryosurgery

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