DE433602C - Anordnung zum stoerungsfreien Empfang in der drahtlosen Telegraphie - Google Patents

Anordnung zum stoerungsfreien Empfang in der drahtlosen Telegraphie

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DE433602C
DE433602C DEG58171D DEG0058171D DE433602C DE 433602 C DE433602 C DE 433602C DE G58171 D DEG58171 D DE G58171D DE G0058171 D DEG0058171 D DE G0058171D DE 433602 C DE433602 C DE 433602C
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KORSHENEWSKY DR NV
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B1/00Details of transmission systems, not covered by a single one of groups H04B3/00 - H04B13/00; Details of transmission systems not characterised by the medium used for transmission
    • H04B1/06Receivers
    • H04B1/10Means associated with receiver for limiting or suppressing noise or interference
    • H04B1/12Neutralising, balancing, or compensation arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transmitters (AREA)

Description

Zur Beseitigung von atmosphärischen Störungen in der drahtlosen Telegraphie sind verschiedene Schaltungen vorgeschlagen worden, bei denen die ankommenden Schwingungen über zwei schwingungsfähige Systeme einem gemeinsamen Empfangskreis zugeführt werden. Es sind dies die sogenannten Zweiwegeschaltungen. Die beiden schwingungsfähigen Systeme wurden bisher nach verschiedenen Gesichtpunkten dimensioniert. Man hat sie z. B. so bemessen, daß sie gleiche Eigenfrequenzen, aber verschiedene Resonanzfrequenzen haben, oder gleiche Resonanzfrequenzen, aber verschiedene Eigenfrequenzen, oder auch verschiedene Abstimmungen, aber gleiche Dekremente haben. Es sind auch Versuche gemacht worden, die beiden schwingungsfähigen Systeme stark gegeneinander zu verstimmen, ihre Widerstände und Selbstinduktionen dabei so abzugleichen, daß die Zeitkonstanten beider Systeme gleich sind, daß somit die Eigenschwingungen dieser beiden Systeme gleich lange dauern und dann eine Kompensation der Eigenschwingungen nach erfolgter Gleichrichtung stattfindet.
Die zuletzt beschriebene Kompensationsschaltung würde in dem Falle eine ideale Störbefreiung ermöglichen, falls die Störung einzig und allein darin bestehen würde, daß die beiden Übertragerkreise durch einen kurzen Stoß zu Eigenschwingungen angeregt werden. Tatsächlich sind stoßerregte Eigenschwingungen von schwingungsfähigen Systemen die wesentlichste Ursache der Störung. Es ist seither aber außer acht gelassen worden, daß nicht nur die angestoßenen Eigenschwingungen der beiden Übertragerkreise einer Zweiwegeschaltung in das Empfangssystem gelangen, sondern auch die Eigen- schwingung der Empfangsantenne auf den Empfangskreis übertragen wird. Daher nützt lediglich ein Verstimmen der Antenne gegen die Empfangsfrequenz auch nicht.
Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die hauptsächlichsten Ursachen der atmosphärischen Störungen darin bestehen, daß in den Empfangskreis Schwingungen gelangen, welche aus der Eigenschwingung eines Übertragerkreises und der Eigen-Schwingung der Antenne bestehen. Somit führt ein zu Schwingungen angeregter Übertragerkreis Schwingungen aus, die einerseits durch seine Eigenfrequenz bestimmt sind und andererseits durch die aufgezwungene Schwingung der Antenne. Die Mittel zur Beseitigung dieser Art von Störungen müssen daher derart gewählt sein, daß sowohl die Eigenschwingungen der stoßerregten Kreise als auch die Eigenschwingung der Antenne kornpensiert wird. Gemäß der Erfindung werden die Antennenschwingungen über zwei Schwingungskreise von gleicher Zeitkonstante je einer Gleichrichteranordnung zugeführt und die von Hochfrequenzkomponenten möglichst gereinigten Störimpulse in entgegengesetztem Sinne auf ein gemeinsames Empfangssystem zur Wirkung gebracht. Dadurch gelingt die
Kompensation der Eigenschwingung dieser Übertragerkreise, die gegeneinander verstimmt sein sollen, damit die aufzunehmende Frequenz nicht ebenfalls vernichtet wird. Um nun auch die erzwungene Schwingung, welche durch die Eigenschwingung der Antenne den beiden Übertragerkreisen aufgedrückt wird, zu vernichten, ist es erforderlich, die beiden Übertragerkreise symmetrisch oberhalb und unterhalb der Antennenfrequenz abzustimmen; denn dadurch wird erreicht, daß die beiden Kreise für die aufgedrückte Frequenz der Antennenschwingung einen annähernd gleichen Scheinwiderstand bilden.
Der Verlauf der Ströme in den beiden Wegen einer Kompensationsschaltung der beschriebenen Art, wie sie infolge einer Stoßerregung der beiden Übertragerkreise entstehen und zur Einwirkung auf den Empfangskreis gelangen, ist in der Abb. 1 dargestellt, α gibt den Verlauf der Eigenschwingungen der beiden Kreise, die verschieden abgestimmt sind, ein verschiedenes Dekrement, aber gleiche Zeitkonstante haben, an. b stellt die gleichgerichteten Ströme dar, c gibt den Verlauf dieser gleichgerichteten und von Hochfrequenz komponenten befreiten Störimpulse an. Es ist auf Grund dieser Darstellung leicht ersichtlich, wie eine Kompensation der Eigenschwingungen der beiden Kreise zu erzielen ist. Diese Kompensation erfolgt jedoch, wie bereits gesagt, nur dann, wenn es sich um durch einen kurzen Stoß angeregte Eigenschwingungen der beiden Kreise handelt. In Wirklichkeit überlagert sich den Eigenschwingungen der beiden Kreise, wie sie unter α in der Abb. 1 dargestellt sind, die Eigenschwingung der Antenne als erzwungene Schwingung. Die Kompensation dieser Schwingung wird eben, wie bereits gesagt, dadurch erreicht, daß man die beiden Übertragerkreise in gleichem Maße gegen die Antennenfrequenz verstimmt, und zwar so, daß der eine Kreis auf eine höhere, der andere auf eine um den gleichen Betrag niedrigere Resonanzfrequenz eingestellt ist. In Abb. 2 ist eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung angegeben. 1 stellt die Empfangsantenne dar, 2 und 3 die beiden Übertragerkreise von gleicher Zeitkonstante, 4 und 5 sind zwei Elektronenröhrengleichrichterschaltungen und 6 ist die Relaiszunge bzw. ein anderer Indikator. Die Antenne ist auf X abgestimmt, die beiden Übertragerkreise auf /. —■ ε und λ + ε. Es ist zweckmäßig, die Abstimmung der Antenne und der beiden Übertragerkreise so zu wählen, daß der eine Übertragerkreis in Resonanz mit der zu empfangenden Welle ist; in der Darstellung nach Abb. 2 ist angenommen, daß die Empfangswelle λ ε beträgt. Die Spulen in dem Anodenkreis der Gleichrichter 4 und 5 sind Drosselspuren zur Beseitigung der Hochfrequenzkomponenten der gleichgerichteten Störimpulse. Es können selbstverständlich auch andere bekannte Mittel, wie z. B. das Parallelschalten von Blockkondensatoren, zur Unterdrückung der Hochfrequenz verwendet werden.
Durch Einschaltung von Hochfrequenzverstärkern vor der Kompensation und Niederfrequenzverstärkern läßt sich die erforderliche Empfangsenergie erzielen. Bei der Einstellung der Anordnung ist darauf zu achten, daß die beiden gleichgerichteten Störimpulse einander möglichst gleich werden. Dazu ist es erforderlich, einen entsprechenden Gleichrichter zu verwenden. Geeignet ist beispielsweise em Gleichrichter mit im Verhältnis zur Hochfrequenz günstiger Relaxationszeit oder aber eine Gleichrichteranordnung aus zwei Elektronenröhren in Gegentaktschaltung, wie in der Abb. 2 angegeben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Anordnung zum störungsfreien Empfang in der drahtlosen Telegraphie, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennenschwingungen über zwei Schwingungskreise von gleicher oder annähernd gleicher Zeitkonstante je einer Gleichrichteranordnung zugeführt werden und die von Hochfrequenzkomponenten möglichst gereinigten Störimpulse in entgegengesetztem Sinn auf eine gemeinsame Empfangseinrichtung einwirken und daß ferner die beiden Schwingungskreise symmetrisch oberhalb und unterhalb der Antennenfrequenz abgestimmt sind und der eine Kreis gegebenenfalls mit der aufzunehmenden Welle in Resonanz ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    BERUX. CEDBIlCKT IN DER
DEG58171D 1922-12-24 1922-12-24 Anordnung zum stoerungsfreien Empfang in der drahtlosen Telegraphie Expired DE433602C (de)

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