DE432291C - Verbandstoff - Google Patents
VerbandstoffInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L15/00—Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
- A61L15/16—Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
- A61L15/42—Use of materials characterised by their function or physical properties
- A61L15/425—Porous materials, e.g. foams or sponges
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Description
- Verbandstoff. Für einen in jeder Beziehung einwandfreien Wundverband sind bekanntlich unerläßliche Bedingungen, daß die Wunde mit keimfreien Verbandstoffen bedeckt wird und letztere sich um die verbundenen Teile derart legen, daß sie auch bei notwendiger stark komprimierender Wirkung einen übertriebenen Druck vermeiden, um die andernfalls eintretenden heftigen Schmerzen und sonstigen Komplikationen einer Wunde auszuschließen.
- Diesen Zweck hatten bisher unter den verschiedenartigen Verbandstoffen in erster Linie Mullbinden, Gazebinden, zum . Teil Watteeinlagen enthaltend, zu erfüllen.
- Wundverbände dieser Art ließen aber noch manches zu wünschen übrig.
- Der Erfinder hatte sich deshalb die Aufgabe gestellt, nach dieser Richtung hin eine wesentliche Verbesserung herauszufinden und ging von dem Gedanken aus, daß beispielsweise Mullbinden das gesteckte Ziel eines einwandfreien Wundverbandes erreichen würden, sofern sie eine Einlage von einem weichen, dabei aber hochelastischen Stoff, der leicht steril zu halten sein würde, erhielten. Hierbei fand der Erfinder, daß Schwammgummi alle diese gewünschten Eigenschaften in sich vereinigte und das zur Beseitigung der bestehenden Mängel vor allem geeignete Material darstellte.
- Schwammgummi ist von außerordentlich weicher Beschaffenheit, dabei sehr elastisch, nachgiebig, dehnbar und für Flüssigkeiten undurchlässig, und enthält große Poren. Es läßt sich leicht abwaschen und stets aseptisch erhalten. Es liegt auf der Hand, daß alle diese besonderen Eigenschaften des Schwammgummis gerade für das bei der Wundbehandlung zu verwendende Verbandmittel von unschätzbarem Wert sind, und es ergibt sich also zunächst, daß Schwammgummi sich weich und dehnbar dem verbundenen Körperteil anschmiegt und auf der einen Seite gestattet, daß ein starker Druck auf die umwickelten Stellen ausgeübt wird, während er auf der anderen Seite einen übertriebenen Druck auf die Wunde bzw. ein zu festes Einschnüren des verbundenen Gliedes mit den nachteiligen Folgeerscheinungen entschieden verhindert.
- Ferner folgt aus den geschilderten Eigenschaften des Schwammgummis, daß er eine häufig wiederholte Benutzung erlaubt, indem er immer wieder mit einfachen Mitteln gereinigt und sterilisiert werden kann.
- Eine Mullbinde, die mit einer Schwammgutnmieinlage ausgestattet ist, läßt sich namentlich als Kompressivverband und überhaupt in allen denjenigen Fällen - wie z. B. bei starken Blutungen - anwenden, wo die Binden unter erhöhtem Druck angelegt werden müssen, um ein Rutschen u. dgl. zu vermeiden. Bei allen Vorteilen in hygienischer Beziehung bedeuten Wundverbände mit Schwammgummieinlage infolge ihrer häufigen Benutzbarkeit auch eine wesentliche Materialersparnis gegenüber den bisherigen Verbandstoffen, die in der Mehrzahl schon nach einmaligem Gebrauch nicht wieder benutzt werden durften.
- Mit diesen Schwammgummieinlagen sind insbesondere auch die Militärverbandpäck chen, solche für die Feuerwehr usw. auszustatten. Sie lassen sich den Mull- und Gazebinden in einfachster Weise hinzufügen und beanspruchen, da sie zusammendrückbar sind, auch nur wenig Raum. Neben Wundverbänden sind solche Binden mit Schwammgummieinlagen auch bei Brüchen und zu weiteren Zwecken auf chirurgischem Gebiet verwendbar.
- Eine besondere Ausführungsform dieser Erfindung besteht u. a. darin, daß die mit der gekennzeichneten Schwammgummieinlage versehenen Binden Wülste aus Schwammgummi erhalten, die, etwa zwei bis drei an der Zahl, in Abständen von etwa 5 cm nebeneinander angeordnet sind und durch diese Art der Anordnung in Verbindung mit ihrer weichen, insbesondere aber hochelastischen Beschaffenheit eine freiere Zirkulation des Blutes an den verbundenen Stellen bewirken.
- An Stelle von Schwammgummi könnte als weiche, elastische Einlage in den Verbandstoffen natürlich auch ein Material benutzt werden, welches die dein Schwammgummi eigentümlichen besonderen Eigenschaften in mehr oder weniger übereinstimmender Weise besitzt. Insofern soll also der dieser Anmeldung zugrunde liegende Erfindungsgedanke nicht auf die Anwendung von Schwammgummi beschränkt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verbandstoff, nämlich Mull- und Gazebinden, mit weicher Einlage, dadurch gekennzeichnet, daß diese einen hochelastischen Stoff, insbesondere Schwammgummi, darstellt. z. Binden nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben auch noch Wülste aus Schwammgummi, jeweils in Abständen nebeneinander angeordnet, enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM86663D DE432291C (de) | 1924-10-11 | 1924-10-11 | Verbandstoff |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM86663D DE432291C (de) | 1924-10-11 | 1924-10-11 | Verbandstoff |
Publications (1)
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|---|---|
| DE432291C true DE432291C (de) | 1926-07-31 |
Family
ID=7320548
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEM86663D Expired DE432291C (de) | 1924-10-11 | 1924-10-11 | Verbandstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE432291C (de) |
-
1924
- 1924-10-11 DE DEM86663D patent/DE432291C/de not_active Expired
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