-
Die
Erfindung betrifft ein Gerät
zum Beobachten und Fotografieren der endothelialen Schicht der Hornhaut
eines Auges einer Person durch Projizieren von beleuchtendem Licht
auf die Hornhaut.
-
Es
ist ein Gerät
vom Kontakttyp zum Beobachten und Fotografieren eines Hornhaut-Endothels bekannt.
Bei diesem Gerätetyp
wird ein flüssiges
Betäubungsmittel
in das Auge der Person geträufelt,
bevor es beobachtet und fotografiert wird. Das Gerät vom Kontakttyp
enthält
eine Kegellinse, die in Kontakt mit der Oberfläche der Hornhaut ist. Das Gerät hat jedoch
Nachteile insofern, als die Kegellinse durch diesen Kontakt die
Hornhaut verletzen kann und ein großer Zeitaufwand für die Fotografie
besteht wegen der Desinfektion der Linse oder dergleichen. Um diese
Nachteile zu beseitigen, wurde ein Gerät vom Nichtkontakttyp entwickelt,
bei dem eine Spaltlampe mit einer optischen Kupplung für die Beobachtung
der endothelialen Schicht vorgesehen ist.
-
Beim
Gerät vom
Nichtkontakttyp kann dessen Position relativ zum Auge der Person
allgemein durch eine Augenschätzung
bestimmt werden. Bei diesem Gerät
wird von einer Lichtquelle emittiertes, beleuchtendes Licht für die Beobachtung
unter einem Winkel auf die Hornhaut projiziert, das von der Hornhaut
reflektierte Licht wird zu einem Okular geleitet und eine Bedienungsperson
beobachtet die endotheliale Schicht durch das Okular und bringt
sie in den Brennpunkt. Ein Überwachungsschirm
kann ebenso verwendet werden, um den Brennpunkt aufzunehmen.
-
Aus
der
US 3 762 803 ist
ein ophthalmologisches Gerät
mit einem Beleuchtungssystem und einem Fotografiersystem bekannt.
Diese Systeme sind auf einer Seite der optischen Achse eines den
vorderen Teil eines Auges beobachtenden Beobachtungssystems angeordnet.
Das bekannte Gerät
dient jedoch nur zum Fotografieren des Hornhautprofils, nicht dagegen
zum Fotografieren des Hornhaut -Endothels.
-
Die
Hornhaut selbst ist dünn
und ihr Endothel besteht aus einer einzigen Schicht von dünnen abgeflachten
Zellen, die das Innere der Hornhaut auskleidet. Daher muß deren
endotheliale Schicht für
die Beobachtung stark vergrößert werden.
Jedoch führt eine
derart starke Vergrößerung zu
einer erheblichen Vibration ihres Bildes, die bewirkt wird durch
ein ständiges
leichtes Zittern des Auges. Daher benötigt die Bedienungsperson eine
große
Geschicklichkeit, um das Endothel der Hornhaut mit dem bekannten
Gerät vom
Nichtkontakttyp zu beobachten und zu fotografieren. Bei spielsweise
muß die
Bedienungsperson rechtzeitig einen Fotografierknopf betätigen, sobald das
Bild in den Brennpunkt gebracht ist. Da weiterhin das Gerät vom Nichtkontakttyp
in bezug auf das Auge nicht genau positioniert ist, muß die Bedienungsperson
das durch das Okular sichtbare dunkle Feld beobachten, bis das Bild
des Hornhaut-Endothel erscheint oder von der Hornhautoberfläche reflektiertes
Licht neben dem Bild festgestellt wird. Die Handhabung dieses bekannten
Gerätes
hängt zu
einem großen
Teil von der Erfahrung und dem Geschick der Bedienungsperson ab.
-
Da
außerdem
die Ausrichtung des optischen Systems des Geräts mit dem Auge oft viel Zeit
erfordert, ist der Patient gezwungen, das Auge eine lange Zeit offenzuhalten,
bis das Fotografieren beendet ist, so daß er Unannehmlichkeiten und
Schmerzen in Kauf nehmen muß.
-
Es
ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Gerät zum Beobachten und Fotografieren
eines Hornhaut-Endothels zu schaffen, das in der Lage ist, über die
Position seines optischen Systems in bezug auf das Auge des Patienten
zu entscheiden, während das
vordere Segment des Auges beobachtet wird. Weiterhin sollen die
Schwierigkeiten für
die Bedienungsperson und den Patienten auf ein möglichst geringes Maß herabgesetzt
werden.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
die jeweils im Anspruch 1 bzw. 5 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte
Weiterbilungen des jeweiligen erfindungsgemäßen Geräts ergeben sich aus den zugeordneten
Unteransprüchen.
-
Die
Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher er läutert. Es
zeigt:
-
1 ein
optisches System eines Ausführungsbeispiels
eines Geräts
zum Beobachten und Fotografieren eines Hornhaut-Endothels nach der
Erfindung,
-
2 ein
optisches Ausrichtsystem,
-
3 ein
optisches System zum Projizieren eines Index, auf welchen ein Auge
eines Patienten fixiert ist,
-
4 die
Reflexion von Indexlicht für
die Ausrichtung,
-
5 ein
Bild des vorderen Segments des Auges,
-
6 eine
Variante einer Lichtquelle eines optischen Beleuchtungssystems,
-
7 die
Reflexion von Spaltförmigem
Licht auf der Hornhaut,
-
8 ein
Bild des Hornhaut-Endothels,
-
9 die
Beziehung zwischen dem Bild des Hornhaut-Endotheliums und der von
einem Liniensensor empfangenen Lichtmenge,
-
10 ein
anderes Verfahren zur Erfassung des Bildes des Hornhaut-Endotheliums
im Brennpunkt oder außerhalb
des Brennpunkts,
-
11 das
Ausgangssignal des Liniensensors nach 10,
-
12 eine
Seitenansicht des gesamten Gerätes,
-
13 eine
unvollständige
Draufsicht auf das Gerät,
-
14 eine
Antriebsschaltung für
den Antrieb eines Spiegels zum Umschalten eines optischen Pfades,
-
15 eine
Variante des Gerätes
mit einem dichroitischen Spiegel anstelle eines Spiegels zum Umschalten
eines optischen Pfades nach 1,
-
16 die
Illustration eines Verfahrens zum Fokussieren auf dem Hornhaut-Endothelium
unter Verwendung des optischen Systems zum Projizieren eines Index
für die
Fixierung des Auges,
-
17 eine
Draufsicht einer Musterplatte nach 1,
-
18 eine
Draufsicht einer Spaltplatte nach 1, und
-
19(a) und 19(b) jeweils
eine Draufsicht einer Blende nach 1.
-
1 ist
eine schematische Wiedergabe eines optischen Systems eines Geräts zum Beobachten
und Fotografieren der endothelialen Schicht der Hornhaut eines Auges
E eines Patienten. Ein optisches System 1 dient zur Beobachtung
des vorderen Segments des Auges E. Das optische System 1 enthält einen
Halbspiegel 2, eine Objektivlinse 3, einen Halbspiegel 4,
einen Spiegel 5 zum Umschalten eines optischen Pfades und
ein Ladungsverschiebeelement (CCD) 6. Das optische System 1 weist
eine optische Achse O1 auf. Das vordere
Segment des Auges E wird durch eine Lichtquelle 7 beleuchtet.
Der Halbspiegel 2 ist Teil eines optischen Systems 8,
das zur Projektion von Indizes für
die Ausrichtung dient. Wie in 2 gezeigt
ist, enthält
das optische System 8 eine Lichtquelle 9 für die Ausrichtung,
eine Lochplatte 10, eine Projektionslinse 11,
eine Blende 12 und einen Halbspiegel 13. Die Lochplatte 10 befindet sich
im Brennpunkt der Projektionslinse 11. Nach dem Passieren
der Lochplatte 10 wird Indexlicht durch die Projektionslinse 11 in
parallele Lichtstrahlen umgewandelt. Die parallelen Lichtstrahlen
gelangen über
den Halbspiegel 13 zum Halbspiegel 2. Die vom
Halbspiegel 2 reflektierten parallelen Lichtstrahlen werden
zur Hornhaut C des Auges E geleitet. Der Halbspiegel 13 ist
Teil eines optischen Systems 14, das zur Projektion von
Indizes dient, auf welchen das Auge E fixiert ist.
-
Wie
in 3(a) gezeigt ist, enthält das optische
System 14 ein optisches Projektionssystem 15 für das linke
Auge des Patienten und ein optisches Projektionssystem 16 für dessen
rechtes Auge. Die optischen Projektionssysteme 15 und 16 sind
aus folgendem Grund im optischen System 14 separat angeordnet.
Bezüglich
des rechten Auges bildet die optische Achse O2 des
Auges einen Winkel von 5° nach rechts
in bezug auf dessen Sichtlinie S1 (siehe 3(b)) und hinsichtlich des linken Auges
bildet die optische Achse O2 des Auges einen
Winkel von 5° nach
links in bezug auf dessen Sichtlinie S1 (siehe 3(c)). Die optischen Projektionssysteme 15 und 16 enthalten
jeweils eine Lichtquelle 17, eine Lochplatte 18,
ein optisches Element 19 zur Darstellung mehrerer Indizes
für die
Fixierung und eine Projektionslinse 20. Die Lichtquelle
für das
rechte Auge wird automatisch eingeschaltet, wenn das rechte Auge untersucht
wird, während
die Lichtquelle 17 für
das linke Auge automatisch eingeschaltet wird, wenn das linke Auge
untersucht wird. Die Ein/Aus-Steuerung der Lichtquellen 17, 17 erfolgt
durch Erfassung der Bewegung eines Gerätes H, das nachfolgend beschrieben
wird, beispielsweise in rechter oder linker Richtung. Von der Lichtquelle 17 emittiertes
Licht wird mehrere Male an Oberflächen 19a und 19b des optischen
Elements 19 reflektiert. Das reflektierte Licht wird dann über die
Halbspiegel 13 und 2 auf das Auge E projiziert.
Dadurch werden mehrere Indizes für
die Fixierung auf dem Auge E wiedergegeben. Während das Auge des Patienten
auf irgendeinem Index relativ zum Diopter fixiert wird, erfolgt
die Ausrichtung des Auges mit dem optischen System des Gerätes H.
-
Wie
in 4 gezeigt ist, werden Lichtstrahlen K an der Oberfläche T der
Hornhaut C so reflektiert, als ob sie von der Mitte zwischen dem
Scheitel P der Hornhaut C und dem Mittelpunkt O3 von
deren Krümmung
emittiert würden.
Daher bilden die Lichtstrahlen K für die Ausrichtung ein Punktbild
R' in der Mitte
zwischen P und O3. Die an der Oberfläche C reflektierten
Lichtstrahlen K werden über
den Halbspiegel 2 zu der Objektivlinse 3 geleitet.
Ein Teil der Lichtstrahlen K wird durch den Halbspiegel 4 reflektiert und
der Rest geht durch diesen hindurch. Die vom Halbspiegel 4 reflektierten
Lichtstrahlen werden zur Ausrichtung zu einem Lichtempfangselement 4' geführt. Es
wird beispielsweise eine positionsempfindliche Vorrichtung als Lichtempfangselement
verwendet. Die Arbeitsweise des Lichtempfangselements 4' wird nachfolgend
genauer beschrieben.
-
Der
Spiegel 5 zum Umschalten eines optischen Pfades befindet
sich normalerweise außerhalb des
optischen Pfades des optischen Systems 1, wie durch die
strichpunktierte Linie in 1 dargestellt ist.
Der Spiegel 5 weist auf einer Seite eine lichtschattierende
Oberfläche 5a und
auf der anderen Seite eine vollständig reflektierende Oberfläche 5b auf. Nach
dem Durchgang durch den Halbspiegel 4 werden die Lichtstrahlen
zu dem Ladungsverschiebeelement 6 geleitet, um ein Bild
wiederzugeben. Das Punktbild R' wird
auf dem Ladungsverschiebeelement 6 entsprechend den zu
diesem geführten
Lichtstrahlen gebildet. Zur gleichen Zeit wird ein Bild des vorderen
Segments des Auges auf dem Ladungsverschiebeelement 6 gebildet.
Der Halbspiegel 4 reflektiert Lichtstrahlen, die von einem
optischen System 21 emittiert werden, zur Projektion eines
Ausrichtmusters. Das optische System 21 enthält eine
Lichtquelle 22, eine Musterplatte 23 für die Ausrichtung und
eine Projektionslinse 24. Wie in 17 gezeigt ist,
ist in der Musterplatte 23 ein Ringmuster 23' gebildet. Nach
dem Passieren des Ringmusters 23' werden die Lichtstrahlen vom Halbspiegel 4 reflektiert
und zum Ladungsverschiebeelement 6 geleitet. Hierdurch
wird ein Ringmusterbild auf dem Ladungsverschiebeelement 6 dargestellt,
das mit einem Monitor 25' verbunden
ist. Das Bild 26 des vorderen Segments des Auges E und
das Ringmusterbild 27 werden auf einer Anzeige 25 des
Monitors 25' wiedergegeben,
wie in 5 gezeigt ist.
-
Im
manuellen Betrieb führt
die Bedienungsperson die Ausrichtung durch, während sie auf die Anzeige 25 blickt.
-
Zuerst
wird das Gerät
H nach oben oder nach unten (in Y-Richtung) oder nach rechts oder links
(in X-Richtung) bewegt, so daß das
Punktbild R' sich
in der Mitte des Ringmusterbildes 27 befindet. Hierdurch
richtet die Bedienungsperson die optische Achse O2 des
Auges E mit der optischen Achse O1 des Gerätes H aus.
Die Bedienungsperson bewegt dann das Gerät H zum Auge E hin oder von
diesem weg (in Z-Richtung), um einen Arbeitsabstand zu bestimmen
(d.h. einen axialen Abstand zwischen dem Scheitel der Hornhaut und
der Objektivlinse).
-
Ein
optisches System 28 für
die Beleuchtung und ein optisches System 29 zum Beobachten
und Fotografieren sind auf beiden Seiten des optischen Systems 1 ange ordnet.
Das optische System 28 für die Beleuchtung projiziert
Licht unter einem Winkel auf die Hornhaut C des Auges E. Das optische
System 28 enthält
eine Lichtquelle 30 für
die Beleuchtung des Auges E für
die Beobachtung, eine Kondensorlinse 31, ein Infrarotfilter 31', eine Lichtquelle 32 zur
Beleuchtung des Auges E zum Fotografieren, eine Kondensorlinse 33,
eine Spaltplatte 34, eine Projektionslinse 35 und
ein optisches Element 35' zum
Kompensieren eines optischen Pfades. Die Lichtquelle 30 ist
in bezug auf die Kondensorlinse 31 mit der Lichtquelle 32 konjugiert.
-
Das
optische Element 35' befindet
sich aus folgendem Grund im optischen System 28.
-
Aufgrund
verschiedener Wellenlängen
ist der Brennpunkt des beleuchtenden Lichts für die Beobachtung eines Hornhaut-Endotheliums
mittels Infrarotstrahlen unterschiedlich gegenüber dem des beleuchtenden Lichts,
um es mittels sichtbarer Strahlen zu fotografieren. Daher ist in
diesem Ausführungsbeispiel
eine Konvexlinse als optisches Element 35' in den optischen Pfad des optischen
Systems für
die Beobachtung mittels Infrarotstrahlen eingefügt, wohingegen die Konvexlinse
aus dessen optischen Pfad für
die Fotografie mittels sichtbarer Strahlen herausgenommen ist, damit
die beiden Brennpunkte miteinander übereinstimmen. Jedoch kann
eine Parallelplatte oder Konkavlinse als optisches Element 35' in den optischen
Pfad des optischen Systems 28 für die Fotografie mittels sichtbarer
Strahlen eingesetzt und aus diesem für die Beobachtung mittels Infrarotstrahlen
herausgenommen sein.
-
Die
Lichtquellen 30 und 32 sind beispielsweise eine
Halogenlampe und eine Xenonlampe. Von der Lichtquelle 30 emittierte
Lichtstrahlen werden zum Infrarotfilter 31' geführt und in Infrarotstrahlen umgewandelt.
Die Infrarotstrahlen werden zur Lichtquelle 32 hin kondensiert
und zur Kondensorlinse 33 geführt, als ob sie von der Lichtquelle 32 emittiert würden. Nach
dem Passieren der Kondensorlinse 33 werden die Infrarotstrahlen
zur Spaltplatte 34 geleitet, die einen langen schmalen
rechteckigen Spalt 36 enthält, wie in 18 gezeigt
ist. Nach dem Durchgang durch den Spalt 36 werden sie zur
Projektionslinse 35 geführt.
Die Spaltplatte 34 ist in bezug auf die Projektionslinse 35 angenähert konjugiert
mit der Hornhaut C, wenn sie ausgerichtet ist. Daher werden die
Spaltförmigen
Infrarotstrahlen auf die Hornhaut C projiziert und sie gelangen
von der Oberfläche
T der Hornhaut C zu deren Innenseite. Eine Lichtquellenteilung mit
der Lichtquelle 30, der Kondensorlinse 31, dem
Infrarotfilter 31',
der Lichtquelle 32 und der Kondensorlinse 33 kann
wie in 6 gezeigt angeordnet sein. Es sind weiterhin ein
dichroitischer Spiegel 37 und zwei konkave Reflexionsspiegel 38 und 39 vorgesehen.
Der dichroitische Spiegel 37 zur Übertragung von Infrarotstrahlen
und zur Reflexion von sichtbaren Strahlen ist zwischen der Kondensorlinse 31 und
der Spaltplatte 34 angeordnet.
-
Das
optische System 29 zum Beobachten und Fotografieren enthält eine
Objektivlinse 40, einen Halbspiegel 41, eine Maske 42,
eine Relaislinse 43, einen Spiegel 44, eine Linse 45 mit
variabler Brennkraft, eine Fokussierungslinse 46 und einen Spiegel 5.
Wie in 19(a) oder 19(b) gezeigt
ist, enthält
die Maske 42 eine Spaltöffnung 42'. Der Spiegel 5 wird
automa tisch in den optischen Pfad des optischen Systems 1 in
Abhängigkeit
vom Ausgangssignal des Sensors 4' eingefügt. Die Maske 42 ist
in bezug auf die Objektivlinse 40 angenähert konjugiert mit der Hornhaut
C, wenn sie ausgerichtet ist. Die Spaltförmigen Lichtstrahlen werden
von der Hornhaut C reflektiert. Die Reflexion ist schematisch in 7 dargestellt.
Ein Teil der Spaltförmigen
Lichtstrahlen wird zuerst an der Oberfläche T der Hornhaut als einer
Grenze zwischen Luft und der Hornhaut C reflektiert. Von allen an
der Hornhaut C reflektierten Lichtstrahlen haben die an der Oberfläche T reflektierten
Lichtstrahlen T' den
größten Lichtanteil. Die
an der endothelialen Schicht N reflektierten Lichtstrahlen N' haben einen relativ
geringen Lichtanteil. Die von der Stromalschicht M reflektierten
Lichtstrahlen M' haben
den geringsten Lichtanteil. Die reflektierten Lichtstrahlen N' werden von der Objektivlinse 40 kondensiert
und zum Halbspiegel 41 geleitet. Ein Teil der an der Hornhaut
C reflektierten Lichtstrahlen wird vom Halbspiegel 41 reflektiert
und zu einem Liniensensor 47 geführt zur Erfassung eines Bildes
des Endotheliums im Brennpunkt. Der andere durch den Halbspiegel 41 hindurchgehende
Teil wird zur Maske 42 geführt. Ein virtuelles Bild des
Endotheliums N wird an der Position der Maske 42 gebildet,
die dazu dient, andere als die zur Erzeugung des Bildes des Endotheliums
N erforderlichen reflektierten Lichtstrahlen abzuschirmen.
-
Das
optische System enthält
ein optisches Element 40' zur
Kompensierung einer optischen Pfadlänge. Das optische Element 40' ist im optischen System 29 aus
einem ähnlichen
Grund angeordnet wie das optische Element 35' im optischen System 28.
In diesem Ausfüh rungsbeispiel
ist das optische Element 40' eine
Konvexlinse, die in den optischen Pfad des optischen Systems 29 für die Beobachtung mittels
Infrarotstrahlen eingefügt
und für
die Fotografie mittels sichtbarer Strahlen aus diesem herausgenommen
ist. Jedoch können
eine Parallelplatte oder eine Konkavlinse als optisches Element 40' in den optischen
Pfad des optischen Systems 29 für die Fotografie mittels sichtbarer
Strahlen eingefügt
und für die
Beobachtung mittels Infrarotstrahlen aus diesem herausgenommen werden.
-
Die
reflektierten Lichtstrahlen zur Bildung des Bildes des Endotheliums
N werden zum Spiegel 5 über
die Relaislinse 43, den Spiegel 44, die Linse 45 mit
Variabler Brennkraft und die Fokussierlinse 46 zum Spiegel 5 geleitet.
Sie werden dann vom Spiegel 5 reflektiert und auf das Ladungsverschiebeelement 6 fokussiert.
Hierdurch wird das Bild des Endotheliums N auf der Anzeige 25 wiedergegeben,
wie in 8 gezeigt ist. Hierin wird durch ein in einer
gestrichelten Linie angezeigtes Bezugszeichen 49 ein helles
Bild bezeichnet, das von den an der Hornhautoberfläche T reflektierten
Lichtstrahlen gebildet wird, und ein Bild 50 wird durch
von der Stromalschicht M reflektierte Lichtstrahlen erzeugt, wobei
angenommen wird, daß die
Maske alle reflektierten Lichtstrahlen durchläßt.
-
Gegenüber den
jeweiligen Schichten der Hornhaut ist der Liniensensor 47 wie
in 9(b) gezeigt angeordnet. Daher
wird in 9(a) mit Bezug auf den Liniensensor 47 die
Intensitätsverteilung
der reflektierten Lichtstrahlen wiedergegeben. In 9(a) bedeutet
das Bezugszeichen U die Spitzenintensität der von der Hornhautoberfläche T reflektierten
Lichtstrahlen und das Bezugszeichen V bedeutet die Spitzenintensität der durch
das Endothelium N reflektierten Lichtstrahlen. Die Spitzen U und
V entsprechen den Bildern 49 bzw. 48.
-
Wie
in 1 gezeigt ist, wird das Ausgangssignal eines Elements
in jeder Adresse des Liniensensors 47 einer Fokussierungsbeurteilungsschaltung 47' eingegeben,
um festzustellen, ob ein Bild des Endotheliums im Brennpunkt oder
außerhalb
des Brennpunkts ist. Die Fokussierungsbeurteilungsschaltung 47' speichert der
in 9(a) gezeigten Intensität entsprechende
Signale. Die Fokussierungsbeurteilungsschaltung 47' bestimmt die
Adresse der Spitze V mittels eines bekannten arithmetischen Prozessors.
Um festzustellen, ob das Gerät
H und das Auge E in geeigneter Weise angeordnet sind, um eine genaue
Fokussierung zu erreichen, erfaßt
die Fokussierungsbeurteilungsschaltung 47' die Übereinstimmung der Adresse
L der Spitze V mit einer gegebenen Adresse (beispielsweise der mittleren Adresse)
des Liniensensors 47. Das heißt, die Adresse L der Spitze
V ändert
sich, wenn das Gerät
H vom vorderen Segment des Auges E weg oder zu diesem hin bewegt
wird (d.h. durch Bewegen des optischen Systems des Geräts in Z-Richtung
in 1). Das Gerät
H ist so angeordnet, daß sich
das Hornhaut-Endothelium
N im Brennpunkt befindet, wenn die Adresse L der Spitze V mit der
mittleren Adresse Q übereinstimmt.
Wenn angenommen wird, daß die
Spitze V sich an der Adresse L des Liniensensors 47 befindet, wie
durch eine gestrichelte Linie in 9 gezeigt
ist, nähert
sich die Adresse L der mittleren Adresse Q, indem das Gerät H zum
Auge E hin bewegt wird. Wenn die Adresse L der Spitze V mit der
mittleren Adresse Q zusammenfällt,
gibt die Fokussierungsbeurteilungsschaltung 47' Fotografiersignale
an eine Steuerschaltung 32' ab,
um die Lichtquelle 32 einzuschalten. Hierdurch werden Lichtstrahlen
von der Lichtquelle 32 emittiert, das Auge wird beleuchtet
und ein Bild von dem Endothelium wird automatisch aufgenommen. Vorzugsweise
wird die Lichtquelle 30 beim Fotografieren ausgeschaltet.
-
Eine
Beurteilung, ob das Bild 48 des Endotheliums N sich im
Brennpunkt oder außerhalb
des Brennpunkts befindet, kann in folgender Weise erfolgen. Das
Bild 48 wird am Liniensensor 47 erzeugt. Wenn
das Bild 48 außerhalb
des Brennpunkts ist, ist das Ausgangssignal jedes Elements des Liniensensors 47 niedrig.
Wenn es im Brennpunkt ist, zeigt das Bild 48 am Liniensensor 47 einen
guten Kontrast und daher ist die Intensität der an der Hornhaut C reflektierten
Lichtstrahlen in bezug auf den Liniensensor 47 wie in 11 gezeigt
verteilt. Daher erfolgt die Beurteilung, ob das Bild 48 im Brennpunkt
oder außerhalb des
Brennpunkts ist, durch Erfassung eines Pegels W des Signals jedes
Elements des Liniensensors 47 oberhalb eines gegebenen
Pegels V1.
-
Wie
in 12 gezeigt ist, sind die optischen Systeme 1, 28 und 29 in
einem Gehäuse 52 des
Geräts
H enthalten. Eine nicht gezeigte elektrische Quelle ist in einem
Untersatz 53 enthalten. Auf dem Untersatz 53 ist
ein Rahmen 54 montiert, derart, daß er in allen Richtungen bewegbar
ist. Weiterhin sind ein Steuerhebel 54a für den Rahmen 54 und
ein Fotografierschalter 54b für einen manuellen Fotografierbetrieb
vorgesehen. Ein Motor 55 und ein Stützpfosten 56 sind
auf dem Rahmen 54 befestigt. Der Motor 55 ist
mit dem Stützpfosten 56 über ein
Ritzel und eine Zahnstange, die nicht gezeigt sind, verbunden. Der
Stützpfosten 56 wird
durch den Motor 55 auf- und abwärts bewegt. Ein Pfosten 58 und
ein Motor 59 sind auf einem Tisch 57 befestigt.
Ein Tisch 60 ist bewegbar auf dem Pfosten 58 angeordnet.
Wie in 13 gezeigt ist, befindet sich
hinter dem Tisch 60 eine Zahnstange 61. Ein Ritzel 62 ist
mit einer Ausgangswelle des Motors 59 verbunden. Das Ritzel 62 steht
mit der Zahnstange 61 in Eingriff. Ein Motor 63 und
ein Pfosten 64 sind auf dem Tisch 60 montiert. Ein
Ritzel 65 ist mit einer Ausgangswelle des Motors 63 verbunden.
Das Gehäuse 52 ist
bewegbar auf dem Pfosten 64 montiert. Eine Zahnstange 66 befindet
sich an der Seite des Gehäuses 52.
Die Zahnstange 66 ist in Eingriff mit dem Ritzel 65.
In 13 ist weiterhin eine Signalverarbeitungseinheit 6' gezeigt.
-
Der
Motor 55 dient zur automatischen Ausrichtung des Geräts H mit
dem Auge E in Y-Richtung, der Motor 59 dient zur automatischen
Ausrichtung des Geräts
H hiermit in X-Richtung, und der Motor 63 dient zur automatischen
Ausrichtung des Geräts
H hiermit in Z-Richtung. Diese Motoren 55, 59 und 63 können durch
einen automatischen Fotografierbetrieb betätigt werden. Mit anderen Worten,
die Motoren 55, 59 und 63 können jeweils
zum Antrieb des Geräts
H entsprechend dem Ausgangssignal einer Lichtempfangsvorrichtung
dienen.
-
Im
automatischen Fotografierbetrieb betätigt die Bedienungsperson den
Steuerhebel 54a, während
sie auf das Bild 26 des vorderen Segments des Auges E und
das Punktbild R' blickt,
die auf der Anzeige 25 wiedergegeben werden, um den Rahmen 54 zu
bewegen und das Punktbild R' nahe
zu einem gegebenen Kreis 27 zu bringen. Hierdurch werden die
reflektierten Lichtstrahlen zur Erzeugung des Punktbildes R' zum Sensor 4' geführt. Der
Sensor 4' erfaßt Positionen
des Punktbildes R' in
der X- und der Y-Richtung. Die hierdurch erfaßten Positionen werden für die Ausrichtung
in der X- und Y-Richtung in eine in 14 gezeigte
Detektorschaltung 67 eingegeben. Unmittelbar nach der Beendigung
jeder Ausrichtung in der X- und Y-Richtung gibt die Detektorschaltung 67 ein
Ausrichtbeendigungssignal an eine Spiegelantriebsschaltung 68,
durch deren Signal der Spiegel 5 in den optischen Pfad
des optischen Systems 1 gebracht wird.
-
Vom
Sensor 4' erfaßte Positionssignale
in X- und Y-Richtung
werden in die Signalverarbeitungseinheit 6' eingegeben. Die Signalverarbeitungseinheit 6' treibt den
Motor 59 entsprechend dem Positionssignal in X-Richtung an, so daß die optische
Achse O1 des optischen Systems sich der
optischen Achse O2 des Auges E in X-Richtung
annähert.
Die Signalverarbeitungseinheit 6' treibt auch den Motor 55 entsprechend
dem Positionssignal in Y-Richtung an, so daß die optische Achse O1. des optischen Systems 1 sich
der optischen Achse O2 des Auges E in Y-Richtung
annähert.
Der Tische 60 wird durch den Motor 59 in X-Richtung
bewegt, während
der Tisch 57 durch den Motor 55 in Y-Richtung
bewegt wird. Auf diese Weise werden die optischen Achsen O1 und O2 automatisch
zueinander ausgerichtet. Andererseits bewegt der Motor 63 das
Gehäuse 52 in Z-Richtung entsprechend
einer Differenz zwischen den jeweiligen Adressen Q und L, die von
dem eindimensionalen Liniensensor 47 erfaßt wird,
so daß die Adresse
L der Spitze mit der mittleren Adresse Q übereinstimmt. Hierdurch wird
die Ausrichtung des optischen Systems des Geräts H mit dem Auge E automatisch
beendet und dann wird das Hornhaut-Endothelium N automatisch fotografier.
-
15 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel
eines Gerätes
zum Beobachten und Fotografieren eines Hornhaut-Endotheliums. Bei
diesem Ausführungsbeispiel
wird ein dichroitischer Spiegel 69 anstelle des Spiegels 5 verwendet.
Die Lichtquelle 7 zum Beleuchten des vorderen Segments
des Auges für
die Beobachtung emittiert Infrarotstrahlen. Index-Lichtstrahlen
für die
Ausrichtung und Lichtstrahlen zur Bildung eines Musterbildes bestehen
ebenfalls aus Infrarotstrahlen. Der dichroitische Spiegel 69 dient
zur Übertragung
von an der Hornhaut C reflektierten Index-Lichtstrahlen für die Ausrichtung und
von durch das vordere Segment des Auges E reflektierten Lichtstrahlen
und zur Reflexion von an der Hornhaut C reflektierten Spaltförmigen Lichtstrahlen. Eine
derartige Anordnung erlaubt, daß ein
angezeigtes Bild von einem Bild 26 des vorderen Segments
zu einem Bild 48 des Hornhaut-Endotheliums umgeschaltet
wird, ohne daß der
dichroitische Spiegel 69 bewegt wird. Mit anderen Worten,
die Bilder des vorderen Segments, des Punktes und des Musters können dadurch
von der Anzeige 25 verschwinden, daß die Lichtquellen 7, 9 und 22 abgeschaltet
werden. Um die entsprechenden Bilder verschwinden zu lassen, ohne
die Lichtquellen abzuschalten, kann zwischen dem Halbspiegel 4 und
dem dichroitischen Spiegel 69 eine Flüssigkristallblende 69' angeordnet werden,
um die entsprechenden Lichtstrahlen gleichzeitig mit der Beendigung
jeder Ausrichtung in der X- und Y-Richtung abzuschatten.
-
16 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
für eine
Feinausrichtung, um eine genaue Fokussierung des Bildes 48 des
Hornhaut-Endotheliums zu erzielen. Nach einer manuellen Einstellung
zur Ausrichtung wird das optische System 14 in Richtung
des Pfeiles F gedreht und der Augapfel des Auges E wird in der gleichen
Richtung wie der Pfeil F auf einem Drehzentrum G gedreht. Im Verhältnis zu
der Drehung wird ein Abstand H' von
einem Standardpunkt D der Objektivlinse 3 zu der Oberfläche T der
Hornhaut C verändert,
und diese Veränderung
variiert die Fokussierung des Bildes 48 des Endotheliums.
Das Bezugszeichen Δ bezeichnet
eine Veränderung
des Abstandes H'.