DE423C - Kosinusregulator - Google Patents
KosinusregulatorInfo
- Publication number
- DE423C DE423C DE423DA DE423DA DE423C DE 423 C DE423 C DE 423C DE 423D A DE423D A DE 423DA DE 423D A DE423D A DE 423DA DE 423 C DE423 C DE 423C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pendulum
- cosine
- cos
- regulator
- sin
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 241000195622 Astasia Species 0.000 description 4
- 206010010947 Coordination abnormal Diseases 0.000 description 4
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 3
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 3
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Feedback Control In General (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
H. GRUSON in MAGDEBURG.
Cosinus-Regulator.
Cosinus-Regulator.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1877 ab.
Längste Dauer: 21. Mai 1891.
Längste Dauer: 21. Mai 1891.
Das Object der vorliegenden Erfindung ist ein Regulator für Dampf- und andere Umtriebsmaschinen.
Wie mathematisch bewiesen werden kann, läfst sich ein Rotations-Pendel erzeugen, an dem
das Moment der Centrifugalkraft für eine bestimmte Winkelgeschwindigkeit dem Cosinus des Ausschlagwinkels
proportional ist.
Der neue Regulator besteht nur in einer passenden Verbindung eines solchen Cosinus-Pendels
mit einer Kurbelschleife und einem Belastungsgewicht. Um das. Wesen des ganzen Apparates,
namentlich aber des verwendeten Cosinus-Pendels genau zu definiren und zu prätisiren, erscheint
es angemessen, dem eigentlichen Berichte eine Theorie des Apparates vorangehen zu lassen.
In Fig. ι sei A ein-um C drehbares Rotations-Pendel, das um die verticale Axe YY mit
der Winkelgeschwindigkeit ω rotirt.
Wenn ql q2 q3 die Massentheilchen, X1 x2 x3 und y\ y2 y3 deren rechtwinklige Coordinaten,
IxI2I3 deren Abstände von c, Cp1 φ2 φ3 deren Ausschlagwinkel sind, und Mc das Moment der
Centrifugalkraft bezeichnet, so folgt aus Fig 1 unmittelbar:
-i (r-^ X2)y2 ..,J
= —I r 2(q /cos φ) -j- 2(qP sin ψ cos ψ) Ι
I. Mc =—1- r2(qlcos φ) -\- 2 | -—sin 2 ψ \ I
I. Mc =—1- r2(qlcos φ) -\- 2 | -—sin 2 ψ \ I
- Giebt es ein Rotations-Pendel, in welchem der Ausdruck 2 I-— sin 2 φ J für jeden Ausschlagwinkel
gleich Null ist, so mufs für dasselbe auch
1) 2i —— sin 2 {ψ -j- ff) j'= ° sein, worin θ einen beliebigen Winkel bezeichnet, um den
das ganze Pendel gegen seine ursprüngliche Lage A gedreht wurde.
Aus Gleichung t) folgt
Aus Gleichung t) folgt
2) 21 i-r~ sin 2 φ J cos 2 θ -\-2i -— cos 2 φ\ sin 2 θ = ο
und da nach der Voraussetsung
und da nach der Voraussetsung
3). 21-—sin 2 y| = o,
so mufs ferner, damit die Gleichung 2 für jeden Winkel θ erfüllt werde, auch
\ ο sein.
\ ο sein.
4) 2 I-— cos 2 φ \
Aus 3). folgt 2 (q I" sin ψ cos ψ) = ο oder , · '_ .
Π. 2 (q χ y) ■= ο
Aus 4) folgt 2 [q P (cos2(p — sin2y)] — ο oder 2 (q P cosä</)) — 2 (q P ύη-ψ) = ο,
woraus ' .
. ■ III. 2 (qy°-) - (g x*) =o.
Sind also für irgend einen Rotations-Pendel und für irgend eine ursprüngliche Pendellage,
nämlich für θ = ο die zwei Bedingungen II und III erfüllt, so ist für jedes beliebige θ
sin 2 (cc
. 2 Kr
folglich auch für jeden beliebigen Werth von φ
2 i -— sin 2
V 2
und nach Gleichung I
IV. Mc = - r 2 0 / cos φ)
Mc = ^r2(qy).
Ist A, Fig. II, ein Rotations-Pendel von beliebiger Gestalt, für welches die in den Gleichungen II
und III ausgedrückten Bedingungen nicht erfüllt sind und ist z. B. für A 2 (q xy) = C und
2 (q x2) — 2 (qy2) = Σ>, so läfst sich mit dem Pendel A jederzeit irgend ein Körper B vereinigen,
für welchen 2 (q xy) = — C und 2 {q x"1) — 2 (qy2) = — D ist.
Die beiden Körper A und B zusammen erfüllen dann notwendigerweise die unter II und III
ausgedrückten Bedingungen und es gilt folglich nach Gleichung IV für ein aus A und B zusammengesetztes
Rotations-Pendel der Satz:
., ω2
Mc = — r 2 (q y) oder
Mc = — r 2 (q y) oder
co2
Mc = - Qr h,
Mc = - Qr h,
wenn Q das Pendelgewicht und h den verticalen Abstand des Schwerpunktes S vom Aufhängepunkt
bezeichnet. Verstehen wir nun unter dem Ausschlagwinkel xp denjenigen Winkel, welcher
die Verbindungslinie zwischen Schwerpunkt und Aufhängepunkt mit der Verticalen bildet und
bezeichnen den in dieser Linie gelegenen Abstand zwischen Schwerpunkt und Aufhängepunkt
mit s, so dafs Λ = s cos xp, so ist
ω2
V. Mc = -T~ Q r s cos Xp.
In dieser Gleichung sind für ein gegebenes Pendel Q, r, s und g constante Gröfsen.
Für eine constante Winkelgeschwindigkeit co ist daher das Moment der Centrifugalkraft dem
Cosinus des Ausschlagwinkels proportional. Aus diesem Grunde soll für die Folge jedes Rotationspendel, das die unter II und III ausgedrückten Bedingungen erfüllt, ein »Cosinus-Pendel« genannt
werden. In Fig. 3 sei A ein um C drehbares Cosinus-Pendel mit der Rotationsaxe Y Y.
Dasselbe sei durch den Zapfen α und Gleitbäcken b mit der belasteten Kurbelschleife K
verbunden. Das Gewicht des Pendels sei wieder Q, dasjenige der Kurbelschleife G, der
Winkel a CS = β, die Gerade a C = d, dann mufs, damit Gleichgewicht bestehe:
r s cos Xp — G d sin (ψ -J- β) ■— Q s sin Xp = ο sein.
5a. —— r s cos xp — G dsin xp cos β — G dsm. β cos Xp — Q s sin Xp = o.
Wird β so gewählt, dafs G d cos β -(- Qs = O oder dafs
vi, cos^-|i
so folgt aus 5 a.
—— r s cos xp = G dsm β cos Xp,
g Y
woraus
VIIa.
ω
=
Qr s
Da in Gleichung VIIa. der Ausdruck rechter Hand ein Constante ist und den Winkel xp
nicht enthält, so ist co für jeden beliebigen Ausschlagwinkel constant, d. h. der Regulator ist für
vollkommen astatisch.
In der Anordnung Fig. 3 wurde der Träger B festgehalten, während sich die Kurbelschleife
K in verticaler Richtung bewegen konnte. Wird dagegen, wie dies in Fig. 6 der Fall ist,
die Kurbelschleife in verticaler Richtung festgehalten, während sich der nunmehr belastete Träger B
auf- und abbewegen kann, so entsteht diejenige Anordnung des Apparates, welche für die praktische
Ausführung hauptsächlich zur Anwendung kommen soll. Es gilt dann, wenn nun G das
Gewicht des Trägers B bezeichnet, als Gleichgewichtsbedingung:
—-rscosxp— (G-\-Q) d sin (ß — ψ)— Q s sin xp — ο
Sb. 9j^_r COS^-(C+ Q) d sin β cost//+ (G-\- Q) d sin xp cos ß— Qssinxp = o
Sb. 9j^_r COS^-(C+ Q) d sin β cost//+ (G-\- Q) d sin xp cos ß— Qssinxp = o
worin wieder für (G + Q) d cos β — Q s = ο oder
VIb. cosi
VIb. cosi
VIIb.
ar =
(G-]-Q) d
Q)dsmßg
Qrs
wird, d. h. der Apparat ist auch hier wieder für einen bestimmten Winkel ß, nämlich für
coc s _ . Q s
vollkommen astatisch.
Da in den beiden Formeln VIIa und VIIb der Winkel xp gar nicht vorkommt, so sind beide
Apparate für jeden beliebigen Winkel xp innerhalb einer ganzen Umdrehung überall vollkommen
astatisch.
Da die vollkommene Astasie in jedem der beiden Apparate nur für einen ganz bestimmten
Winkel β besteht, während eine Veränderung des Winkels β je für eine halbe Umdrehung
Stabilität, für die zweite Hälfte der Umdrehung Labilität herbeiführt, so kann der Beweglichkeitsgrad in beiden Anordnungen durch Veränderung des Winkels β beliebig verstellt werden.
Aus Gleichung 5 b folgt:
% s — (G + Q) d sin β — (G + Q) d cos β tg xp + Q s tg xp
oder für
X [Qrs^
= C V(G+ Q) dsmß—(G-\- Q) d cos β tg xp + Qs tg xp
Bei dem beschriebenen Regulator ist beispielsweise G = 3 Q und d = — woraus
co zz= C V Q ·* (6 sin β — 6 cos β tg xp + tg ψ)
co = C1 ]/ 6 sin (S ■— 6 cos β tg xp -\-tgxp
und nach Gleichung VIb ist für vollkommende Astasie
co = C1 ]/ 6 sin (S ■— 6 cos β tg xp -\-tgxp
und nach Gleichung VIb ist für vollkommende Astasie
|? = 8o° 24' 21".
Für irgend ein gröfseres β ist der Apparat stabil. Setzen wir z. B. /S = 90°, so folgt
Für irgend ein gröfseres β ist der Apparat stabil. Setzen wir z. B. /S = 90°, so folgt
ω= C1 1/6+tg V
und für Constante C1 =
und für Constante C1 =
folgt nachstehende Tabelle:
4,4495
| xp | Winkelgeschwindigkeit CO |
ψ | o° | Winkelgeschwindigkeit co |
| r- O° | CO = ΙΟΟ,οο . | CO = ΙΟΟ,οο | ||
| — IO° | ω = 98,52 | co = 101,46 | ||
| — 2O° | ω = 96,92 | co = 102,99 | ||
| — 30° | co = 95,07 | co = 104,70 | ||
| — 4O° | co = 92,74 | CO = 106,76 | ||
| -5°° | co — 89,52 | CO ζ= 109,48 | ||
| — 6o° | co = 84,34 | co = 113,52 | ||
| — 7°° | (O = 73,63 | co = 120,74 | ||
| — 8o° | CO = 23,41 | co = 139,47 | ||
| —8o°32'i6" | CO = Ο,οο | -10° | co = 00 | |
| -2O° | ||||
| -3°° | ||||
| -40° | ||||
| -s°" | ||||
| L-600 | ||||
| -70" | ||||
| -8o° | ||||
| -90° |
Aus der vorstehenden Tabelle ist unmittelbar ersichtlich, dafs selbst für ein ß, bei dem der
Apparat sehr statisch wird, und selbst für Ausschlagwinkel von — 300 bis -j~3°° der
Werth -r— annähernd constant ist, oder dafs proportionalen Geschwmdigkeitsveränderimgen proportionale
Ausschlagwinkel entsprechen.
' Beschreibung.
Fig. 5. An die Welle h ist nahe am oberen Ende eine ebene, horizontale Platte e angeschmiedet.
Der grofse kugelförmige Muff ist oben und unten auf der Welle geführt und besteht
aus den zwei ineinander gesteckten Theilen/ und q, welche durch zwei kleine Schrauben fest
mit einander verbunden sind. In die horizontale Platte e ist ein vertical nach unten gerichteter
Stift b eingenietet, der in eine entsprechende Bohrung des unteren Mufftheiles dringt
und den Muff zwingt, gleichzeitig mit der Welle zu rotiren.
Fig. 6. Ein Pendel, Fig. 6, besteht aus einem Winkelhebel mit langer Nabe g, der Kugel a,
dem Gewichte a1 und dem länglichen Auge K.
Der Stift f, welcher durch das Auge K dringt, trägt die Rolle d. Jedes der beiden identischen
Pendel ist durch einen langen Stahlzapfen c derart im Muff aufgehängt, dafs die Pendelnabe g
zwischen zwei Augen η η am unteren Mufftheil zu liegen kommt, während sich die Rolle d auf
die Platte e auflegt. Werden die beiden Pendel in dem Sinne der eingezeichneten Pfeile um
ihre Axe c gedreht, während das Gewicht des Muffes und der Pendel die Rollen d gegen die
Platte e aufdrückt, so rücken die Pendelaxen c c gleichzeitig mit dem Muff vertical in die
Höhe, während die Rollenmittelpunkte horizontale Bahnen beschreiben.
Durch das Versetzen des Stiftes / in dem länglichen Auge. K läfst sich der in der Theorie
mit β bezeichnete Winkel vergröfsern oder verkleinern. Der Apparat läfst sich dadurch von
vollkommender Astasie an bis zu einem hohen Grade von Stabilität verstellen.
Fig. 7. Wo es vorteilhaft erscheint, die Muffbewegung
bis unterhalb der Hauptwelle fortzupflanzen, wird die letztere hohl ausgeführt. Eine
mit dem oberen Mufftheil fest verbundene Stange dringt in diesem Falle durch die Bohrung
der Welle.
Fig. 8. Ebenso ist der auf ein Ventil montirte Cosinusregulator mit hohler Welle versehen.
Durch die Bohrung und durch den oberen Mufftheil dringt eine dünne Stange r, welche
die Regulatorbewegungen auf das Drosselventil überträgt. Eines der Pendel ist in diesem Falle
mit einem zweiten Auge ί versehen und mittelst einer kurzen Verbindungsstange t mit der Stange r
verbunden. Da die Verbindungsstange an einem dreimal kürzeren Hebelarm anfafst, als der Muff,
so beträgt auch der Hub der Ventilstange r nur ein Drittel des Muffhubes.
Der Cosinus-Regulator besitzt den bisher bestehenden Centrifugal-Regulatoren gegenüber die
nachstehenden Vorzüge:
1. Derselbe ist innerhalb seines ganzen Hubes nahezu gleich beweglich oder mit anderen
Worten, es besteht für denselben so zu sagen mathematische Proportionalität zwischen Geschwindigkeitsänderung
und Muffverschiebimg.
2. Der Beweglichkeitsgrad kann von absoluter Astasie ab bis zu jedem beliebigen
Grade von Stabilität nach Bedürfhifs verstellt werden.
3. Die Pendel können von ihrer innersten bis zu ihrer äufsersten Lage, ohne Einbufse der
übrigen Vorzüge einen ungewöhnlich grofsen Winkel von 40° bis 60° beschreiben, so dafs
der Regulator einen ' sehr grofsen Hub des Muffes besitzt.
4. Aus diesem Grunde und weil aufser der Welle h mit der kleinen Platte e das ganze Material
des Regulators inclusive Pendelarme, Pendelnaben etc. zur Erzeugung der Energie
mitwirkt, so besitzt derselbe bei gleichem Gesammtgewicht eine bei weitem gröfsere Energie,
als alle bisherigen Centrifugal-Regulatoren.
Da einerseits, wie aus der obigen Theorie hervorgeht, drei, vier und mehr Gewichte eben-,
falls zu einem Cosinus-Pendel vereinigt werden können, die Anwendung zweier Gewichte also
kein charakteristisches Merkmal des Cosinus-Pendel bildet und andererseits schon früher
Rotations-Pendel mit zwei Gewichten, wenn auch in anderer Form und Anordnung und von
wesentlich verschiedener Wirkungsweise zur Anwendung gelangt sind, wie im Regulator von
Krause (siehe Civil - Ingenieur 1859, Band V, S. 17, Tafel I), im Regulator von Rankine,
demjenigen von John D. Lynde (U. St. Patent No. 112058, 21. Februar 1871Ji dem Buss'-schen
Regulator (Preussisches Patent, 28. November 1870), so wird hier speciell hervorgehoben,
dafs nicht die Anwendung von Pendeln mit zwei Gewichten als das Neue oder als das
Charakteristische des Cosinusregulators betrachtet wird. Die Pendel des Lynde'sehen, Krause'-schen
und Buss'schen Regulators sind für sich, d. h. ohne Verbindung mit einem Muffgewicht,
pseudoastatisch, sie besitzen nicht jene gleichförmige Beweglichkeit des Cosinus-Pendels und
können auch nicht astatisch gemacht werden. Jm Gegensatz zu allen diesen pseudoastatischen
Rotations-Pendeln ist das Cosinus-Pendel für sich, d. h. ohne Verbindung mit dem Muffgewicht
und der Kurbelschleife, im höchsten Grade stabil, ja es läfst sich mathematisch beweisen, dafs aufser dem Cosinus-Pendel kein
weiteres Rotations - Pendel möglich ist, das durchweg einen eben so hohen Grad von
Stabilität oder Unbeweglichkeit besitzt. . Das Cosinus - Pendel gehört also nicht etwa zu
den pseudoastatischen Rotations-Pendeln, son-
dern bildet vielmehr den absolutesten Gegensatz zu denselben.
Damit unter Anwendung des Cosinus-Pendels ein genau oder annähernd astatischer Regulator
entstehe, mufs das Pendel erst mit einem weiteren Hebelarm (in Fig. 5 und 6 Auge K
mit Rolle d), dann mit einer Kurbelschleife und endlich mit einem Belastungsgewicht verbunden
werden und es müssen zwischen dem Winkel ß, der die Lage des genannten Hebelarmes bedingt,
zwischen der Gröfse .des Pendels und der des Belastungsgewichts die in der Theorie entwickelten
Beziehungen herbeigeführt werden.
Aus der vorangehenden Theorie ist ersichtlich, dafs sich das Cosinus-Pendel durch folgende
sehr bestimmte Merkmale von allen übrigen Rotations-Pendeln unterscheidet:
'( *
'( *
s)
g)
2 (s xy) = o
2. Mc = Const, r cos ψ
2. Mc = Const, r cos ψ
d. h. das Moment der Centrifugalkraft ist dem Aufhängeradius und dem Cosinus des Ausschlagwinkels
proportional und die Centrifugalkraft selbst bei unveränderter Winkelgeschwindigkeit
constant und unabhängig von dem Ausschlagwinkel.
Das Neue und Eigenthümliche des Cosinusregulators besteht nach dem Gesagten
1. in dem Cosinus-Pendel,
2. in der Verbindung des Cosinus-Pendels mit
a) einem Hebelarm, der eine Rolle oder ein Gleitstück trägt,
b) einer Kurbelschleife (ebene Platte mit Rolle e und d, Fig. 5),
c) einem Belastungsgewicht,
durch welche Verbindung ein Regulator entsteht, der je nach der Lage zweier
Stifte / entweder absolut astatisch ist oder irgend einen gewünschten Grad von
Stabilität (Unbeweglichkeit) besitzt.
Von den zwei Anordnungen Fig. 3 und 4 wird für die praktische Ausführung hauptsächlich die
letztere gewählt. Der Erfinder fügt jedoch hinzu, dafs er sich nicht auf dieselbe beschränkt, sondern
ausdrücklich die erstere eben so gut als integrirenden Theil dieses Patentobjectes betrachtet.
Wird der Cosinus-Regulator mit unrichtigen, d. h. mit solchen Dimensionen gebaut, die nicht
mit der hier gegebenen Theorie übereinstimmen, so bleibt derselbe, so lange die Abweichungen nicht
allzugrofs sind, doch ein für die Praxis brauchbarer Regulator.
Der Erfinder beschränkt sich daher ebensowenig auf bestimmte Dimensionen, als auf bestimmte
Formen und Constructionen der Details.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE423T | 1877-07-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE423C true DE423C (de) |
Family
ID=70970128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE423DA Expired - Lifetime DE423C (de) | 1877-07-02 | 1877-07-02 | Kosinusregulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE423C (de) |
-
1877
- 1877-07-02 DE DE423DA patent/DE423C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1115939B (de) | Selbsttaetig abgleichbare mechanische Rechen- und Messeinrichtung | |
| DE423C (de) | Kosinusregulator | |
| EP3973222A1 (de) | Haltevorrichtung für eine kamera | |
| DE885033C (de) | Bewegungsuebertragende Vorrichtung | |
| DE1922004A1 (de) | Korrektureinrichtung fuer Spiegelteleskope | |
| WO2004020160A1 (de) | Gewichtsausgleichssystem für geräte mit drehachsen | |
| DE202011103381U1 (de) | Rudertrainer mit einstellbarem Arbeitswiderstand | |
| DE139350C (de) | ||
| DE87645C (de) | ||
| DE212274C (de) | ||
| DE895427C (de) | Planierraupe mit schwenkbar gelagerter hydraulischer Hubvorrichtung fuer den Planierschild | |
| DE877108C (de) | Kugelkolbenpumpe | |
| DE152287C (de) | ||
| DE280951C (de) | ||
| DE21869C (de) | Centrifugal-Regulator | |
| Glowka et al. | Persönlichkeitsstörungen in der Mediation. | |
| DE1429634C (de) | Gewichts-Ausgleichsvorrichtung für einen Tisch mit verstellbarer Tischplatte | |
| DE212059C (de) | ||
| DE1527760C3 (de) | ||
| DE3148334A1 (de) | Doppelachsaufhaengung fuer fahrzeuge | |
| DE1429634B2 (de) | Gewichts-Ausgleichsvorrichtung fuer einen Tisch mit verstellbarer Tischplatte | |
| DE582413C (de) | Druckwerk fuer Waagen mit Vorrichtung zur Verhinderung des Druckes, sofern nicht die Waage im Gleichgewicht steht | |
| DE20301604U1 (de) | Bildstabilisierungssystem | |
| DE89948C (de) | ||
| DE720195C (de) | Einfluegelige Luftschraube mit Gegengewicht |