DE4236773A1 - Grillschale - Google Patents
GrillschaleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Grillschale aus einer
einstückigen Metallfolie oder einem einstückigen
Metallband mit einer Grillfläche, die von einem
hochgewölbten Rand umgeben ist und voneinander
beabstandete Saftrillen mit dazwischenliegenden,
hochragenden Wülsten hat, welche Wülste in ihren
ansteigenden Seitenwänden mit Gasdurchtrittsöffnungen
versehen sind.
Eine derartige Grillschale ist bereits durch das deutsche
Gebrauchsmuster G 92 02 165 bekannt. Bei dieser bekannten
Grillschale können während des Grillvorganges aus dem
Grillgut austretendes Fett und Bratensaft in die
Saftrillen abfließen und kann das Grillgut gegrillt
werden, ohne daß es dabei in Fett und Bratensaft liegt.
Die in den ansteigenden Seitenwänden angeordneten
Gasdurchtrittsöffnungen ermöglichen, daß die unterhalb der
Grillschale aufsteigenden aromatischen Grillgase durch
diese Öffnungen hindurch direkt an das zu grillende Gut
gelangen können. Die Gasdurchtrittsöffnungen haben
Schlitze, die am oberen Rand von muldenförmigen
Niederdrückungen in den Wulstseitenwänden ausgebildet
sind. Somit können die Grillgase ungehindert durch die
Schlitze hindurchströmen, während andererseits aus dem
Grillgut austretendes Fett und Saft nicht durch die
Schlitze hindurchtreten können, sondern aus den
schrägstehenden Mulden in die Saftrillen abläuft.
Bei einer solchen Grillschale wird damit erreicht, daß das
Grillgut im wesentlichen durch das direkte Umstreichen von
heißen Grillgasen und nicht durch die Abstrahlungswärme der
Grillschale gegart wird, wodurch der typische Grillgeschmack
des Grillgutes erhalten und die Grillzeit verkürzt wird. Dies
wird erreicht, ohne daß aus dem Grillgut austretende
Garflüssigkeiten in die unter der Grillschale befindliche
Glut abtropfen, so daß das Verbrennen von Fett und Bratensaft
und die dadurch gegebene Entwicklung von ungesunden
Verbrennungsgasen vermieden wird.
Die Herstellung der muldenförmigen Niederdrückungen macht bei
der bekannten Grillschale jedoch erhebliche Probleme, da sie
nur an der bereits vorgefertigten Grillschale in einem
zusätzlichen Arbeitsgang mittels eines gesonderten
Schneid- und Prägewerkzeuges ausgeführt werden können.
Außerdem erfordern sie zu einer einwandfreien Formgebung
eine gewisse Materialdehnung innerhalb des Muldenbereichs
gegenüber den angrenzenden Bereichen der Wulstseitenwände.
Anderenfalls würde eine Verzerrung dieser Seitenwandbereiche
eintreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Grillschale der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die
mit geringem Material- und Fertigungsaufwand einwandfrei
hergestellt werden kann sowie einerseits ein gutes Umströmen
des Grillguts von Grillgasen ermöglicht und andererseits
jedoch das Abtropfen von Fett und Saft in die Glut soweit als
möglich verhindert. Dies wird erfindungsgemäß bei einer
Grillschale der eingangs genannten Gattung dadurch erreicht,
daß die Seitenwände der hochragenden Wülste an den Rändern
der Gasdurchtrittsöffnungen zur von der Grillglut
abzuwendenden Oberseite der Grillschale hin hochgebogen sind.
Vorteilhaft können die Seitenwände an den Rändern der
Gasdurchtrittsöffnungen um etwa die halbe Öffnungsweite oder
geringfügig weniger als die halbe Öffnungsweite hochgebogen
oder hochgewölbt sein.
Zweckmäßig haben die Gasdurchtrittsöffnungen eine Weite von
nur ca. 1 mm, um das Hindurchtropfen von Fett und Bratensaft
sowie das Durchschlagen von Flammen durch diese Öffnungen zu
verhindern. Zum gleichen Zweck können die
Gasdurchtrittsöffnungen auch die Form von Schlitzen haben,
die sich mit ihrer Längsausdehnung in Steigungsrichtung der
Seitenwände der Wülste oder schräg dazu erstrecken und
ebenfalls eine Weite von nur ca. 1 mm haben können.
Die erfindungsgemäße Grillschale kann in erfinderischer Weise
besonders einfach dadurch hergestellt werden, daß an den
Stellen der gewünschten Gasdurchtrittsöffnungen in den
Seitenwänden der Wülste von der der Glut zuzukehrenden
Unterseite der Grillschale her Einschnitte oder Durchstiche
in die Wulstseitenwände eingebracht und gleichzeitig die
Schnittränder zu der von der Glut abzukehrenden Oberseite der
Grillschale hin unter Abbiegung durchgedrückt werden. Das
Einschneiden der Öffnungen und Durchdrücken der Schnittränder
kann in einem einzigen Arbeitsgang mit der Herstellung der
Grillschale selbst erfolgen.
Da die Löcher oder Schlitze mit so kleinem Durchmesser bzw.
so schmal ausgeführt werden können, daß ein Durchtropfen von
Bratensaft und/oder Fett in die Glut kaum möglich ist,
insbesondere aber das Durchschlagen von Flammen auf das
Grillgut wirksam verhindert wird, kann die Anzahl der Löcher
bzw. Schlitze in den Seitenwänden der hochragenden Wulste
relativ groß sein, um eine intensive Bestreichung des
Grillguts mit Grillgasen zu ermöglichen.
In der Zeichnung sind besonders vorteilhafte
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Grillschale
dargestellt, die im folgenden näher beschrieben werden.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil der
Grillschale dieses Ausführungsbeispieles;
Fig. 2 ist ein Schnitt durch dieses Ausführungsbeispiel
nach Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus der Grillschale dieses
Ausführungsbeispieles in Schrägansicht in größerer
Darstellung;
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch eine Wulstseitenwand
nach Linie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 zeigt die Einzelheit V in Fig. 4 in Vergrößerung;
Fig. 6 zeigt in Schrägansicht einen Ausschnitt der
Grillschale mit schlitzförmigen
Gasdurchtrittsöffnungen in anderer Ausrichtung als
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3.
Die in der Zeichnung dargestellte Grillschale ist aus einer
einstückigen Metallfolie gebildet und hat einen die
Grillfläche 1 umgebenden hochgewölbten Rand 2 mit Bördelkante
3. Die Grillfläche hat Saftrillen 4 in gleichen gegenseitigen
Abständen mit dazwischenliegenden hochragenden Wülsten 5. Auf
den Wulstrücken 6 kommt das Grillgut 7 zur Auflage.
In den ansteigenden Seitenwänden der Wülste 5 sind in
vorzugsweise gleichmäßigen Abständen schlitzförmige
Gasdurchtrittsöffnungen 8 vorgesehen, die zum Durchtritt der
heißen Grillgase durch die Grillschale hindurch zu dem auf
dem Wulstrücken 6 aufliegenden Grillgut 7 dienen. Diese
Öffnungen sind durch Einschnitte gebildet, die von der
Unterseite der Grillschale her in die Seitenwände der Wülste
5 eingebracht sind, wobei gleichzeitig die Schlitzränder zur
Oberseite der Grillschale hin hochgebogen sind. Dies kann in
Form eines einzigen Arbeitsvorganges mit einem einzigen
Schneid- und Drückwerkzeug geschehen.
In Fig. 2 bis 6 sind die hochgebogenen Ränder der
schlitzförmigen Gasdurchtrittsöffnungen 8 deutlich zu sehen
und mit der Bezugsziffer 9 bezeichnet. Die Schlitze haben nur
eine sehr geringe Weite von beispielsweise etwa 1 mm, um das
Hindurchtropfen von flüssigem Fett und Bratensaft sowie das
Hindurchschlagen von Flammen zu verhindern. Die Schlitze in
den einander gegenüberliegenden Seitenwänden zweier
benachbarter Wülste 5 können einander direkt gegenüberliegen
oder in Abweichung von dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel derart versetzt zueinander angeordnet
sein, daß die Schlitze in einer Seitenwand den Zwischenräumen
zwischen den Schlitzen der gegenüberliegenden Seitenwand
gegenüberliegen.
Bei dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
erstrecken sich die Wülste in ihrer Längsausrichtung in
Fallrichtung der Wulstseitenwände. Bei dem in Fig. 6
dargestellten Ausführungsbeispiel sind dagegen die Schlitze
schräg zur Fallrichtung dieser Seitenwände ausgerichtet.
Ansonsten unterscheidet sich dieses Ausführungsbeispiel nicht
von dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3.
Anstelle von schlitzförmigen Gasdurchtrittsöffnungen können
auch kleine kreisförmige Gasdurchtrittslöcher mit
hochgewölbten Lochrändern vorgesehen sein, die zweckmäßig
einen Durchmesser von nur etwa 1 mm haben.
Claims (9)
1. Grillschale aus einer einstückigen Metallfolie oder
einem einstückigen Metallband mit einer Grillfläche, die
von einem hochgewölbten Rand umgeben ist und voneinander
beabstandete Saftrillen mit dazwischenliegenden,
hochragenden Wülsten hat, welche Wülste in ihren
ansteigenden Seitenwänden mit Gasdurchtrittsöffnungen
versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwände der Wülste (5) an den Rändern (9) der
Gasdurchtrittsöffnungen (8) zur Oberseite der
Grillschale hin hochgebogen sind.
2. Grillschale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenwände an den Rändern (9) der
Gasdurchtrittsöffnungen (8) um etwa die halbe
Öffnungsweite oder geringfügig weniger als die halbe
Öffnungsweite hochgebogen sind.
3. Grillschale nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenwände an den Öffnungsrändern (9) hochgewölbt
sind.
4. Grillschale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasdurchtrittsöffnungen (8) eine Weite von ca. 1 mm
haben.
5. Grillschale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasdurchtrittsöffnungen (8) die Form von Schlitzen
haben, die sich mit ihrer Längsausdehnung in
Steigungsrichtung der Seitenwände der Wülste (5)
erstrecken.
6. Grillschale nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schlitze (8) eine Weite von ca. 1 mm haben.
7. Grillschale nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gasdurchtrittsöffnungen (8) bogen- oder kreisförmig
oder mehreckig geformt sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Grillschale nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
an den Stellen der gewünschten Gasdurchtrittsöffnungen
in den Seitenwänden der Wülste von der der Glut
zuzukehrenden Unterseite der Grillschale her Schnitte
oder Durchstiche in die Wulstseitenwände eingebracht und
gleichzeitig die Schnittränder zu der von der Glut
abzukehrenden Oberseite der Grillschale hin unter
Hochbiegung durchgedrückt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Einschneiden oder Durchstechen der
Gasdurchtrittsöffnungen und das Durchdrücken und
Hochbiegen der Schnittränder gleichzeitig mit dem
Tiefziehen der Grillschale vorgenommen wird.
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