DE4225110C2 - Fahrradträgersystem - Google Patents
FahrradträgersystemInfo
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- B62H3/00—Separate supports or holders for parking or storing cycles
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R9/00—Supplementary fittings on vehicle exterior for carrying loads, e.g. luggage, sports gear or the like
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrradträgersystem für Personenkraftwagen.
Fahrradträgersysteme als Fahrzeugzubehör für den Transport von Fahrrädern mit
PKW′s sind in den unterschiedlichsten Ausführungsformen als Dach- oder Heck
trägersysteme bekannt geworden. Sie werden zumeist lösbar am Fahrzeug angebracht
und bestehen im allgemeinen aus stabilen Rahmengestellen, die teilweise auch hoch-
und niederschwenkbare Halter, an denen die zu transportierenden Fahrräder befestigt
werden, aufweisen.
Ein bekanntes Heckträgersystem entsprechend US 4 830 250, das sich
beim Nichtgebrauch zusammenklappen läßt, besitzt zwei um eine Achse schwenkbare
Abstützbügel und zwei mit dieser Schwenkachse verbundene Halterarme. Die Verbin
dung zwischen den schwenkbaren Teilen erfolgt über Nabenelemente, die an den
einander zugewandten Flächen eine Verzahnung aufweisen. Zur Arretierung der
Abstützbügel und der Halterarme in vorgegebenen Schwenkstellungen werden mittels
Stellschraube die Nabenelemente axial bewegt, bis die Verzahnungen benachbarter
Flächen fest ineinandergreifen und somit eine Verdrehung der schwenkbaren Teile
nicht mehr möglich ist.
Ein Nachteil dieser und auch anderer bekannter Anordnungen besteht darin, daß sie sich
beim Anbringen an der Heckfront eines PKW′s nur schwer handhaben lassen, weil die
Arretierungen der beiden Halterarme und der beiden Abstützbügel in vom jeweiligen
Fahrzeugtyp abhängigen Schwenkpositionen gleichzeitig und nur mittels einer Stell
schraube auf jeder Seite vorgenommen werden müssen.
Die niedrige, häufig horizontale Positionierung der Halterarme gestattet es, die
Fahrräder ohne großen Kraftaufwand in die Halterarme einzuhängen. Das ist ein Vorteil
gegenüber vielen anderen bekannten Trägersystemen, bei denen das Anheben der Fahr
räder in eine Höhe von 1,5 Meter und darüber eine erhebliche Kraftanstrengung ver
langt, wobei außerdem die Gefahr besteht, daß die Fahrzeuglackierung beschädigt wird.
Bei dem Fahrradträgersystem nach US 4 830 250 verbleiben aber die Fahrräder auch
während ihres Transports in einer senkrechten Position. Es läßt sich deshalb nicht
vermeiden, daß die Heckleuchten und das Kennzeichen des Kraftfahrzeugs durch die
Fahrräder verdeckt werden. Das Trägersystem ist deshalb in vielen Ländern für den
öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen. Die amtliche Zulassung wäre nur bei
aufwendiger Wiederholung des Beleuchtungssystems und des Kennzeichens möglich.
Ein Hochklappen der Halterarme zusammen mit den darin eingehängten Fahrrädern, so
daß die Heckleuchten usw. frei sichtbar würden, ist bei dem Fahrradträgersystem nach
US-Patentschrift 4 830 250 schon aus dem Grunde nicht möglich, weil beim Lösen der
Stellschrauben das System sofort instabil und zusammenklappen würde. Eine Beschädi
gung der Fahrzeugkarosserie wäre die Folge. Ein Hochschwenken der Halterarme ist
auch deshalb schwierig, da jeder Halterarm für sich verstellt werden muß.
Es wurde auch bereits ein Heckträgersystem vorgeschlagen, das, wie in EP 0 470 683
A1 beschrieben, die Einstellung der Schwenkstellungen der beiden Abstützbügel und
der Halterarme unabhängig voneinander gestattet. Dabei erfolgt die Verbindung
zwischen dem Halter und einem der Abstützbügel vermittels einer Halteraufnahme und
einer am Abstützbügel befestigten Lochscheibe, die durch Rastbolzen kraftschlüssig
miteinander verbunden werden. Ein am anderen Abstützbügel befestigter Haltewinkel,
der fest an die Lochscheibe angepreßt wird, schafft die starre Verbindung zwischen den
Abstützbügeln. Auf diese Weise werden, mechanisch aufwendig, arretierbare Schwenk
verstellungen für die Abstützbügel und die Halterarme realisiert.
Auch bei diesem Fahrradträgersystem wird die voreingestellte Horizontal- bzw.
Niedrigstellung der Halterarme auch während des Transports der Fahrräder beibehalten,
so daß wiederum die rückwärtige Beleuchtung usw. verdeckt bleibt. Wollte man die
Schwenkstellung der Halterarme verändern, um somit diesen Mangel zu beheben,
müßten die Arretierungen der Halterarme in den Lochscheiben gleichzeitig gelöst, die
Halterarme hochgeklappt und in neuer Schwenkstellung erneut arretiert werden. Dazu
wäre die Mithilfe mehrerer Personen notwendig. Für den praktischen Gebrauch ist diese
Lösung daher nicht geeignet.
Einen praktikableren Weg, bei der eine Person allein die belastete Haltereinrichtung
verstellen kann, schlägt die US-Patentschrift 4 084 736 vor. Die Höhenverstellung
erfolgt hierbei mit Hilfe von Zahnstangenwinden, die durch ein Zugseil gleichzeitig
betätigt werden können. Dieses mechanisch recht aufwendige Trägersystem, das
insbesondere für den Transport von schwereren Gegenständen, wie Motorrädern vor
gesehen ist, verfügt ebenfalls nur über einen kleinen Schwenkbereich, so daß auch hier
bei das rückwärtige Beleuchtungssystem und das Kennzeichen des Fahrzeugs verdeckt
bleiben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fahrradträgersystem mit schwenk
baren Abstützbügeln und einem damit verbundenen schwenkbaren Halter zu ent
wickeln, das auf der Rückseite des Personenkraftwagens angebracht, eine Verstellung
des Halters in einem weiten Schwenkbereich auch dann gestattet, wenn an ihm ein oder
mehrere Fahrräder befestigt sind. Dadurch soll erreicht werden, daß die rückwärtige
Beleuchtung und das Autokennzeichen frei sichtbar sind. Eine günstige Anordnung der
Fahrräder am Heckteil des Fahrzeugs soll außerdem dessen aerodynamischen Fahr
eigenschaften während des Transports nur geringfügig beeinflussen. Das Fahrradträ
gersystem soll zudem einfach hinsichtlich seines konstruktiven Aufbaus sein und eine
hohe Stabilität besitzen.
Die Aufgabe wird mit einem Fahrradträgersystem mit zwei scherenförmig um eine
Achse schwenkbaren, gegen die Rückseite des Kraftfahrzeugs anlehnbaren und in der
Schwenkstellung arretierbaren Abstützbügeln, mit denen ein um diese Achse schwenk
barer und in der Schwenkstellung arretierbarer Halter für wenigstens ein Fahrrad ver
bunden ist, dadurch gelöst, daß längs der Achse im Abstand voneinander zwei Scheiben
mit je einer Reihe von in gleichmäßigen Abständen längs einer Kreisbahn angeordneten
Löchern vorgesehen sind, daß die Schenkel der Abstützbügel und die zu Halterrohren
für die Stangen des Halters verlaufenden Streben federnde Rastbolzen aufweisen, die in
den Löchern arretierbar sind und daß die an den Streben angeordneten federnden Rast
bolzen an ihren, den Löchern der Scheiben abgewandten Enden mit den Enden von
Zugseilen verbunden sind.
Die Abstützbügel werden mittels längenverstellbarer Gurte, die mit Krampen an den
Rändern von rückwärtigen, schwenkbar am Kraftfahrzeug angelenkten Abdeckele
menten befestigt sind, mit dem Kraftfahrzeug verbunden.
Zur Herstellung arretierbarer Schwerikverstellungen wird somit lediglich je eine, an den
Enden der Abstützbügel befestigte metallische Lochscheibe als Verbindungselement
benötigt, die sowohl die starre Verbindung zwischen den Abstützbügeln als auch die
Verbindung zwischen einem der Abstützbügel und dem Halter in einfacher Weise
herstellt. Die Arretierung der Schwenkverstellung des Halters erfolgt mittels der
federnden Rastbolzen, die in die Löcher auf den beiden Lochscheiben eingreifen. Sie
werden durch Ziehen an einem Zugseil gleichzeitig aus ihrer Raststellung herausgelöst,
worauf der Halter zusammen mit den Fahrrädern leicht in die gewünschte Schwenk
stellung gebracht werden kann. Beim Nachlassen des Zuges schieben sich die Rast
bolzen unter der Federvorspannung in niveaugleiche Löcher auf den Lochscheiben und
arretieren somit die neue Schwenkstellung.
Dieses Fahrradträgersystem läßt sich auf einem Kofferraumdeckel oder hinter rück
wärtigen Türen eines Kombikraftwagens oder hinter der hinteren Tür eines Liftbag-
Personenkraftwagens befestigen. Durch die Abstützbügel bleibt ein gewisser Raum für
die Schrägstellung der Fahrräder übrig. In schräger Position geben die Fahrräder die
rückwärtigen Leuchten und das Kennzeichenschild auch dann frei, wenn sie in verti
kaler Lage bis zum Halter angehoben und an diesem befestigt werden. Dies bedeutet,
daß die vertikale Befestigungsstelle relativ niedrig angeordnet sein kann, so daß das
Anheben der Fahrräder in die Befestigungsstellung am Halter wenig Kraft verlangt.
Ferner kann das Fahrradträgersystem durch Veränderung des Winkels zwischen den
Abstützbügeln an die Form des jeweiligen Fahrzeugs ohne Zuhilfenahme von Werk
zeugen angepaßt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Halter zwei Dorne auf, die um die
Achse schwenkbar und in einem Abstand voneinander angeordnet sind, die aber den
Lücken nahe an den miteinander verbundenen Enden der Fahrradstreben am Sattel unter
dem Lenker entspricht, wobei an den Dornen Polsterungen als Anschläge für das
bzw. die Fahrräder angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform werden die Fahr
räder jeweils im Bereich des Fahrradsattels und des Lenkers am Halter aufgehängt.
Damit wird eine besonders stabile Halterung im mittleren Bereich des Fahrrades
erreicht.
Vorzugsweise enthält der Halter zwei rechtwinklig zu den Dornen verlaufende Stangen,
deren obere Enden die Polsterungen tragen und deren untere Enden L-förmig abge
winkelt und mit rechenförmig nach außen tragenden, weiteren Stangen als Abstands
elemente für die Räder versehen sind. Die rechenförmigen Abstandselemente stellen
sicher, daß sich die Räder von zwei oder mehr mit dem Halter verbundenen Fahrrädern
nicht berühren, d. h. im richtigen Abstand voneinander angeordnet sind. Die Räder
werden deshalb auch durch die während der Fahrt des Kraftfahrzeugs auftretenden
Beanspruchungen nicht beschädigt.
Vorzugsweise sind die weiteren Stangen schwenkbar und in der jeweiligen Schwenk
stellung arretierbar auf den Enden der Stangen gelagert. Die Stangen lassen sich daher
in diejenigen Winkelpositionen bringen, die für das jeweilige Fahrrad besonders
geeignet sind.
Es ist zweckmäßig, daß die Abstützbügel an den Auflagestellen am Kraftfahrzeug
jeweils mit Polsterüberzügen versehen sind. Bei dieser Ausführungsform wird die
Oberfläche des Kraftfahrzeugs besonders geschont.
Vorzugsweise sind die Krampen an die Ränder von Kofferraumdeckeln und rückwärti
gen Fahrzeugtüren angepaßt. Die Krampen werden an diesen Rändern sicher befestigt.
Danach können die Gurte der auf der Rückseite des Kraftfahrzeugs aufgesetzten Ab
stützbügel angezogen werden. Hierdurch wird das Fahrradträgersystem fest mit dem
Kraftfahrzeug verbunden.
Die zwei Gurte sind vorzugsweise an Laschen befestigt, die um die Achse schwenkbar
gelagert sind. Die beiden anderen Gurte sind je an Laschen befestigt, die an den
unteren Abstützbügeln nahe an den Scheiben befestigt sind.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus
den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in
Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines in einer
Zeich
nung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Fahrradträgersystem in Seitenansicht,
Fig. 2 Einzelheiten des in Fig. 1 dargestellten Fahrradträgersystem im Längs
schnitt,
Fig. 3 ein an der Rückseite eines Personenkraftfahrzeugs befestigtes Fahrrad
trägersystem in Aufnahmeposition für die Fahrräder in Seitenansicht,
Fig. 4 ein an der Rückseite eines Personenkraftfahrzeugs befestigtes Fahrrad
trägersystem mit zwei Fahrrädern in Schwenkposition in Seitenansicht.
Ein Fahrradträgersystem (10) weist einen U-förmigen Abstützbügel (12) auf, der an den
Enden seiner Schenkel um eine Achse (14) schwenkbar ist, um die auch die Enden von
Schenkeln eines weiteren U-förmigen Abstützbügels (16) schwenkbar sind. Als Achse
(14) sind vorzugsweise zwei im Abstand der Enden der Schenkel der Abstützbügel (12),
(16) angeordnete Gewindebolzen (24) vorgesehen. Auf dem Gewindebolzen (24) sitzen
zwei gleich ausgebildete Scheiben (18), die z. B. einen kreisförmigen Umfang haben.
Nahe an den Rändern der Scheiben (18) sind längs einer kreisförmigen Bahn Löcher
(20) in gleichmäßigen Abständen voneinander angebracht.
Um die Achse (14) sind zwei Dorne (22) über Streben (23) schwenkbar angeordnet. Die
Streben (23) weisen ebenso wie die Enden der Abstandsbügel (12), (16) Bohrungen auf,
durch die die Gewindebolzen (24) ragen. An den Streben (23) sind in einem Abstand
von der Achse (14), der etwas größer als der Durchmesser der Scheibe (18) ist, jeweils
Halterrohre (26) befestigt, deren Mittelachsen senkrecht zu den Längsachsen der Dorne
(22) verlaufen.
An den Schenkeln der Abstützbügel (12), (16) und an den Streben (23) sind jeweils
Rastbolzen (28) im Bereich der Löcher (20) angebracht. Die Rastbolzen (28) sind auf
die in Fig. 2 dargestellte Art jeweils an den Abstützbügeln (12), (16) und den Streben
(23) gelagert. Die Fig. 2 zeigt einen Schenkel (30) des Abstützbügels (12), der in einem
Topf (32) gelagert ist und durch ein Loch (34) des Schenkels (30) durchragt. Die
Rastbolzen (28) haben je an einem Ende einen Kopf (36) zum Anfassen. Im Topf (32)
befindet sich eine nicht näher bezeichnete Feder, die den Rastbolzen (28) so vorspannt,
daß das abgerundete Ende (38) in ein Loch (20) der Scheibe (18) hineinragt, wenn der
Rastbolzen (28) auf ein Loch (20) trifft. Hierdurch wird der Rastbolzen (28) und das mit
ihm verbundene Teil, bei dem es sich entweder um einen Abstützbügel (12), (16) oder
um eine Strebe (23) handelt, in einer bestimmten Winkelstellung gegenüber den ande
ren auf dem Gewindebolzen (24) gelagerten Teilen fixiert, die in gleicher Weise jeweils
einen Rastbolzen, einen Topf und Federn aufweisen und mit der Scheibe (18) ver
bunden sind. Die Raststellung kann aufgehoben werden, wenn der jeweilige Rastbolzen
(28) am Kopf (38) ergriffen und entgegen der Federvorspannung aus dem jeweiligen
Loch (20) herausgezogen wird. Es kann dann ein anderes Loch (20) ausgewählt werden,
um das jeweilige Teil in einer anderen Winkelposition an der Scheibe (18) zu arritieren.
In den Halterrohren (26) sind jeweils Stangen (40) eines Halters (42) für Fahrräder
verschiebbar angeordnet. Der Halter (42) weist die beiden Dornen (22) und zwei
Stangen (40) auf, deren Enden (44) L-förmig abgewinkelt sind. Dornen (22) und die
Enden (44) der Stangen (40) verlaufen parallel zueinander. Die Halterrohre (26)
enthalten in ihren Wänden jeweils nicht näher dargestellte Gewindebohrungen, in die
Schrauben (46) eingesetzt sind, mit denen die Stangen (40) in einer gewünschten
Stellung fixiert werden. Die Stangen (40) können hierfür am Umfang geeignete Stellen
wie Ausnehmungen oder Bohrungen aufweisen, die unterhalb der Dorne (22) beginnen
und in gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet sind. In die Ausnehmungen
sind Rastbolzen (46) einrastbar, die die gleiche Form wie die Rastbolzen (28) haben
und in gleicher Weise wie diese jeweils unter einer Federvorspannung an Trägern, im
vorliegenden Fall an den Halterohren (26), befestigt sind.
Damit die Stangen (40) zu gleich und mit gleichem Niveau in die jeweils ausgewählte
Stellung bewegt und darin arritiert werden können, sind die Enden (44) starr über eine
Stange (48) miteinander verbunden.
Auf den Enden (44) sind jeweils drehbar Rohrstücke (50), (52), (54), (56) in einer Reihe
hintereinander angeordnet. Die Rohrstücke (50) bis (56) sind jeweils in ihrer Position
auf den Enden (44) mittels Schrauben (58) fixierbar, die in Gewindebohrungen der
Rohrstücke (50) bis (56) eingesetzt sind und mit ihren Enden gegen die Oberflächen der
Enden (44) gedrückt werden. Die Schrauben (58) können als Flügelschrauben ausgebil
det sein. Von den Rohrstücken (50) bis (56) ragen jeweils rechenförmig Stäbe (59) nach
außen, die in ihrer Winkelposition einstellbar sind. Auf jedem Dorn (22) ist ein An
schlagteil (60) längsverschiebbar angeordnet. Das jeweilige Anschlagteil (60), das eine
nicht näher dargestellte Ausnehmung enthält, in die der Dorn (22) hineinragt, ist mit
einer Gewindebohrung versehen, in die Flügelschraube (62) eingesetzt ist, mit der das
Anschlagteil (60) am Dorn (22) sowohl längs verschiebbar als auch in einer gewünschten
Drehlage arretierbar ist.
An denjenigen Teilen der Stangen (40), die über die Dorne (22) hinausragen, sind
jeweils Polsterungen (64) in Form von zylindrischen Gummipuffern befestigt. Vom
Anschlagteil (60) gehen rechtwinklig jeweils nicht näher bezeichnete Stäbe aus, die je
von einer weiteren Polsterung (66) in Form eines zylindrischen Gummipuffers umgeben
sind.
Die Joche der Abstützbügel (12), (16) sind jeweils mit Polsterüberzügen (13), (17) ver
sehen.
Eines oder mehrere Fahrräder werden am Halter (42) befestigt, in dem die beiden
Dornen (22) jeweils in die Ecken an zwei Verbindungsstreben am Sattel und am Lenker
eingefügt werden. Das erste Fahrrad wird gegen die Polsterung (64) gelehnt. Die Räder
ragen in die Zwischenräume zwischen jeweils zwei benachbarten Streben, wobei die
Rohrstücke (50) bis (52) jeweils soweit voneinander entfernt sind, daß sich die Räder
zweier benachbarter Fahrräder nicht berühren können. Das zweite Fahrrad wird in
gleicher Weise wie das erste auf den Dornen (22) aufgehängt und am Halter (42)
befestigt. Die beiden Enden (44) sind in einem so großen Abstand voneinander angeord
net, daß sich die Räder gegen sie anlehnen. An den Ecken der Stangen (40) ragen
jeweils längere Stangen (68) nach außen. Die Stangen (68) verhindern, daß sich die
Lenker und damit die Räder querstellen, so daß eine Berührung der Fahrzeugkarosserie
vermieden wird.
Auf den Gewindebolzen (24) sitzen jeweils schwenkbare Laschen (70), an deren Enden
verstellbare Gurte (72) befestigt sind. An den den Scheiben (18) entgegengesetzten
Enden der gurte sind Krampen (74) befestigt. Die Krampen (74) werden mit Haken an
den oberen Rändern von Kofferraumdeckeln oder rückwärtigen Türen von Kraftfahr
zeugen eingehängt. Die Gurte (72) sind in ihrer Länge verstellbar, wofür z. B. Gurt
spanner (76) in die Gurte (72) eingefügt sind. An den Abstützbügeln (16) sind in kurzen
Abständen von den Scheiben (18) jeweils weitere Laschen (78) angebracht, in die
weitere Gurte (80) eingehängt sind. An den den Laschen (78) entgegengesetzten Enden
der Gurte (80) sind weitere Krampen (82) angebracht, die mit Haken in die unteren
Ränder von Kofferraumdeckeln oder rückwärtigen Türen eingehängt werden. In den
Gurten (80) sind ebenfalls Gurtspanner (84) vorgesehen.
Das Fahrradträgersystem (10) wird zunächst an das jeweilige Kraftfahrzeug (86) ange
paßt, in dem die Abstandsbügel (12 und 16) auf die Auflageflächen am Kraftfahrzeug
eingestellt werden, daß die Achse (14) im wesentlichen über dem Ende (88) des Kraft
fahrzeugs (86) verläuft. Diese Einstellung hat zur Folge, daß die Stangen (40) in eine
senkrechte Stellung hinter dem Fahrzeug gebracht werden können. Die Abstandsbügel
(12) und (16) werden in der eingestellten Winkelposition durch Einrasten der jeweiligen
Rastbolzen (28) in den Löchern (20) fixiert. Danach werden die Krampen (74) und (82)
in die Wände der rückwärtigen Türen oder Kofferraumdeckel eingehängt. Bei dem in
den Fig. 3 und 4 dargestellten Kraftfahrzeugtyp ist eine rückwärtige Tür (90) vorhanden.
Die Krampen (74) werden in die oberen Ränder (92) der Tür und die Krampen (82) in
die unteren Ränder (94) der Tür eingehängt. Anschließend werden die Gurte (72)
mittels der Gurtspanner (76) auf den erforderlichen Abstand eingestellt. So dann
werden die Gurte (80) mit den Gurtspannern (84) gespannt. Die Scheiben (18) sind
nach dem Spannen der Gurte (72), (80) fest mit dem Kraftfahrzeug (86) verbunden. Die
Stangen (40) nehmen, wie oben erwähnt, eine senkrechte Lage ein. Die Dornen (22)
und die Enden (44) verlaufen waagerecht. Das Fahrradträgersystem (10) befindet sich
daher in der für die Beladung mit wenigstens einem Fahrrad (96) Stellung.
Das Fahrrad (96) wird angehoben, bis die Verbindungsstellen der Fahrradstreben am
Sattel (100) oder am Lenker (102) höher liegen als die Dorne (22). Danach wird das
Fahrrad (96) längs der Dorne (22) bewegt, bis der Rahmen an der Polsterung (64)
anliegt. Anschließend wird das Fahrrad (96) abgesenkt, wobei die Räder (104) zwischen
zwei Stangen (59) ragen, bis die Reifen der Räder (104) an den Enden (44) anstoßen.
Das Fahrrad (96) hängt jetzt im Halter (42).
Anschließend wird das Anschlagteil (60) in die für das Einhängen eines zweiten Fahr
rades (106) geeignete Position am Dornen (22) gebracht. Das Fahrrad (106) wird in
gleicher Weise wie das Fahrrad (96) angehoben und längs der Dorne (22) bewegt, bis
sein Rahmen an der Polsterung (66) des Anschlagteils (60) anliegt. So dann wird das
Fahrrad (106) abgesenkt, wobei die Räder (98) zwischen ein äußeres Paar und Stangen
(59) ragen. Das Absenken endet, wenn die Reifen der Räder (98) die Enden (44)
berühren. Danach werden die Fahrräder (96) und (106) am Halter (42) befestigt.
Hierfür wird vorzugsweise ein elastisches Band, Seil oder dergleichen verwendet, das um
die Stäbe des Halters (42) oder z. B. um die eine Achse zwischen den Scheiben (18)
geschlungen wird. Die Befestigung mit einem Seil oder Band ist aber nicht unbedingt
notwendig, da die Fahrräder in eine Schwenkposition gedreht werden, zu der sie auf
grund ihres Gewichts unverlierbar in den Dornen (22) gehalten werden.
In der Ladestellung des Halters (42) haben die Dorne (22) und die Enden (44) ihre
unterste Stellung, so daß die Fahrräder (96), (106) nur relativ wenig angehoben werden
müssen. Der Kraftaufwand für die Beladung ist daher weitaus geringer als bei der
Beladung eines Dachträgers für Fahrräder. Es gilt übrigens auch für das Entladen.
Im Anschluß daran werden die beiden am Halter (42) befestigten Fahrräder (96), (106)
mit dem Halter (42) in die für den Straßentransport geeignete Stellung geschwenkt.
Hierzu wird die Rastverbindung der Stangen (40) an den Scheiben (18) gelöst. Der
Halter (42) mit den Fahrrädern (96), (106) wird um die Achse (14) geschwenkt, bis die
rückleuchten und das Kennzeichenschild des Kraftfahrzeugs (86) unbehindert von den
Fahrrädern (96), (106) sichtbar sind. Dann werden die Stangen (40) in den Scheiben
(18) verrastet. Die Fahrräder (96, 106) nehmen dann die in Fig. 4 gezeigt, geneigte
Transportstellung ein, die über dies strömungsgünstig ist. Die Neigung der beiden
Fahrräder (96), (106) entspricht nämlich dem Strömungsverlauf an der Rückseite des
Kraftfahrzeugs (96).
Die mit den Streben (23) verbundenen Rastbolzen (28) unterscheiden sich von den mit
den Abstützbügeln (12), (16) verbundenen Rastbolzen (28) durch zusätzliche Mittel, die
das Herausziehen aus den Löchern (20) erleichtern. Die Rastbolzen (28) an den Streben
(23) sind an ihren den Löchern abgewandten Enden mit dünnen Seilen verbunden,
deren andere Enden an Ringen befestigt sind. Die Rastbolzen (28) lassen sich
mittels Zug an den Ringen der sich über die Seile auf die Rastbolzen (28)
überträgt, aus ihrer Raststellung herauslösen, worauf die im Halter (42) befestigten
Fahrräder leicht in die gewünschte Schwenklage gedreht werden können. Nach dem
Loslassen der Ringe schieben sich die Rastbolzen (28) unter Federvorspannung in
jeweils auf gleichem Niveau liegende Löcher (20) der Scheiben (18).
Claims (11)
1. Fahrradträgersystem für Personenkraftwagen mit zwei scherenförmig um eine Achse (14)
schwenkbaren, gegen eine Rückseite des jeweiligen Kraftfahrzeuges (86) anlehnbaren und
in der Schwenkstellung arretierbaren Abstützbügeln (12, 16), mit denen ein um die
Achse (14) schwenkbarer und in der Schwenkstellung arrettierbarer Halter (42) für wenig
stens ein Fahrrad (96, 106) verbunden ist, und bei dem die Abstützbügel (12, 16) mittels
längenverstellbarer Gurte (72, 80), die mit Krampen (74, 82) an den Rändern (92, 94) von
rückwärtigen, schwenkbar am Kraftfahrzeug (86) angelenkten Abdeckelementen befestig
bar sind, mit dem Kraftfahrzeug in Transportstellung verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß längs der Achse (14) im Abstand voneinander zwei Scheiben (18) mit je einer Reihe
von in gleichmäßigen Abständen längs einer Kreisbahn angeordneten Löchern (20) vorge
sehen sind, daß die Schenkel der Abstützbügel (12, 16) und die zu Halterrohren (26) für
die Stangen (40) des Halters (42) verlaufenden Streben (23) federnde Rastbolzen (28) auf
weisen, die in den Löchern (20) arretierbar sind und daß die an den Streben (23) angeord
neten federnden Rastbolzen (28) an ihren, den Löchern (20) der Scheiben (18) abgewand
ten Enden mit den Enden von Seilen verbunden sind.
2. Fahrradträgersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (42) zwei Dorne (22) aufweist, die um die Achse (14) schwenkbar und in
einem Abstand voneinander angeordnet sind, der den Lücken nahe an den miteinander
verbundenen Enden der Fahrradstreben am Sattel und am Lenker entspricht, und daß an
den Dornen (22) Polsterungen (64, 66) als Anschläge für das bzw. die Fahrräder (96, 106)
angeordnet sind.
3. Fahrradträgersystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (42) zwei rechtwinklig zu den Dornen (22) verlaufende Stangen (40)
aufweist, deren obere Enden die Polsterungen (64) tragen und deren untere Enden (44)
L-förmig abgewinkelt und mit rechenförmig nach außen ragenden, weiteren Stangen (59)
als Abstandselemente für die Räder versehen sind.
4. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die weiteren Stangen (59) schwenkbar und in der jeweiligen Schwenkstellung
arretierbar auf den Enden (44) der Stangen (40) gelagert sind.
5. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß den abgewinkelten Stellen der Stangen (40) direkt benachbarte Stangen (68) länger
als die rechenförmig von den Enden (44) abstehenden Stangen (59) vorgesehen und
schwenkbar sowie in der jeweiligen Schwenkstellung arretierbar mit den Enden (44)
verbunden sind.
6. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandsbügel (12, 16) an den Auflagestellen am Kraftfahrzeug (86) jeweils
mit Polsterbügeln (13, 17) versehen sind.
7. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krampen (74, 82) an die Ränder von Kofferraumdeckeln und rückwärtigen Fahr
zeugtüren angepaßt sind.
8. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stangen (40) in den Halterrohren (26) längsverschiebbar und arretierbar ange
ordnet sind und daß die Dorne (22) jeweils an einem Ende mit einer Stange (40) ver
bunden sind.
9. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß je zwei Gurte (72) an Laschen (70) befestigt sind, die um die Achse (14) schwenk
bar gelagert sind.
10. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den unteren Abstützbügeln (16) nahe an den Scheiben (18) jeweils Laschen (78)
befestigt sind, an denen Gurte (80) befestigt sind.
11. Fahrradträgersystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die L-förmig abgewinkelten Stangen (40) in dem unterhalb der Dorne (22) verlau
fendem Bereich in gleichmäßigen Abständen Ausnehmungen aufweisen, in die an den
Halterrohren (26) befestigte Rastbolzen (46) einrastbar und von Hand lösbar sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924225110 DE4225110C2 (de) | 1992-07-30 | 1992-07-30 | Fahrradträgersystem |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924225110 DE4225110C2 (de) | 1992-07-30 | 1992-07-30 | Fahrradträgersystem |
Publications (2)
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|---|---|
| DE4225110A1 DE4225110A1 (de) | 1994-02-03 |
| DE4225110C2 true DE4225110C2 (de) | 1997-04-30 |
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|---|---|---|---|
| DE19924225110 Expired - Fee Related DE4225110C2 (de) | 1992-07-30 | 1992-07-30 | Fahrradträgersystem |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007035135B3 (de) * | 2007-07-25 | 2009-02-19 | Eufab Gmbh | Lastenträger zur Anbringung an der Heckklappe eines Fahrzeuges |
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-
1992
- 1992-07-30 DE DE19924225110 patent/DE4225110C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE4225110A1 (de) | 1994-02-03 |
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