DE4207910C2 - Resonanzvermindernde Ummantelung für einen Körperschallsensor - Google Patents
Resonanzvermindernde Ummantelung für einen KörperschallsensorInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine resonanzvermindernde
Ummantelung für Körperschallsensoren,
gemäß den Merkmalen des ersten Anspruches.
Bei der Kunststoffummantelung von schwingungsfähigen Körpern,
die zur Bestimmung von Schwingungsfrequenzen eingesetzt
werden, entsteht das Problem, daß die Ummantelung Eigen
schwingungen ausführt, die von den eigentlich zu detektierenden
Frequenzen verschieden sind und diese überlagern, dadurch wird
das Meßergebnis verfälscht. Derartige Resonanzen entstehen
z. B. dadurch, daß die Ummantelung nicht ausreichend fest auf
dem umgebenen Körper haftet. Insbesondere bei Belastung wie
z. B. Temperaturwechsel kann die Ummantelung sich soweit von
dem umgebenen Körperschallsensor ablösen, daß die Eigenschwingungen der
Ummantelung sehr große Amplituden annehmen, die daher stören.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für
Körperschallsensoren, eine Ummantelung anzugeben, die resonanzfrei
oder zumindest soweit resonanzvermindernd ist, daß zu den
Eigenschwingungen des umgebenen Körperschallsensors keine weiteren
Schwingungen mit wesentlicher Amplitude auftreten. Diese Auf
gabe wird mit der Ummantelung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den ab
hängigen Ansprüchen.
Die Grundidee der vorliegenden Erfindung ist es, die Um
mantelung so zu gestalten, daß sie im wesentlichen nur mit dem
umgebenen Körperschallsensor zusammen schwingen kann, d. h. daß nur die
Eigenschwingungen des Körperschallsensors von der Ummantelung mit voll
zogen werden können. Das Problem, daß bei den üblicherweise
verwendeten Kunststoffummantelungen, die um feste Körper ge
spritzt werden, auf Dauer keine ausreichende Haftung dieser
Ummantelung erreicht werden kann, wird erfindungsgemäß da
durch gelöst, daß die Ummantelung mit Unebenheiten versehen
wird, die sich an dem umgebenen Körper festkrallen.
Die Unebenheiten auf der Oberfläche der Ummantelung können
unterschiedliche Größe relativ zu der Abmessung der gesamten
Umhüllung haben. Die Oberfläche der Umhüllung kann z. B. nur
rauh sein, etwa wie der Hieb einer Feile oder Raspel. Die Un
ebenheiten können aber auch in Zacken, Nasen, Ausbuchtungen,
Zähnen (ähnlich wie beim Zahnrad) oder dergleichen bestehen.
Um einen oberflächenkonformen Abschluß der Ummantelung mit dem
eingehüllten Körper sicherzustellen, muß die Oberfläche des
Körpers eine entsprechende Formgebung aufweisen. Die Zacken
oder Ränder der Ummantelung greifen in Rillen oder Furchen des
Körpers ein. Eine Rauhigkeit der Oberfläche läßt sich z. B.
herstellen, indem vor dem Aufbringen der Ummantelung, die z. B.
aus aufgespritztem Kunststoff bestehen kann, die Oberfläche
des einzuhüllenden Körpers aufgerauht wird. Dieses Aufrauhen
geschieht z. B. durch ein Sandstrahlgebläse, mit dem kleine
Löcher in die vorher glatte Oberfläche des Körpers geschlagen
werden.
Bei bestimmten Körperformen kann es ausreichen, wenn eine der
artige Haftverbesserung der Ummantelung nur an den Stellen
vorgenommen ist, an denen der Körper Vorsprünge oder Ver
tiefungen, wie z. B. Halteelemente, aufweist. Es genügt dann,
wenn die Ummantelung an solchen Stellen eine rauhe Oberfläche
aufweist, die ein Ablösen von dem Körper unmöglich machen.
Alternativ dazu können die Unebenheiten auch großflächig vor
gesehen sein, z. B. Nuten oder Rillen, die an entsprechende
Ausformungen des Körpers angepaßt sind. Der Körper kann z. B.
Löcher aufweisen, in die Noppen oder Verdickungen der Um
hüllung eingreifen.
Um die Eigenschwingungen des umhüllenden Materials zusätzlich
zu dämpfen, kann diesem Material körniges Material (z. B.
feiner Sand, Keramikpulver oder dergleichen) beigemischt sein.
Diese Beimischungen sollten in der Regel das Material härter
machen. Auch dann, wenn die Verbindung der Ummantelung von dem
Körper gelöst ist, ist bei hartem Material zu erwarten, daß
die Eigenresonanzen der Ummantelung in Frequenzbereiche ver
schoben sind, wo sie die Messung der Resonanzfrequenzen des
Körpers nicht stören. Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der Ummantelung können deren Eigenschwingungen insbesondere
aus dem Frequenzbereich zwischen 10 und 15 kHz heraus ver
schoben werden, so daß dieses Frequenzintervall durch Über
lagerung mit Eigenschwingungen der Ummantelung nicht gestört
wird. Eine derartige Maßnahme ist insbesondere vorteilhaft,
wenn der ummantelte Körper z. B. ein Körperschallsensor zur
Erkennung klopfender Verbrennung in Benzinmotoren ist. Das
Klopfen wird üblicherweise in dem angegebenen Frequenzinter
vall festgestellt, so daß sich die Eigenschwingungen der Um
mantelung eines Klopfsensors besonders in diesem Intervall
nachteilig bemerkbar machen würden.
Wesentlich für die erfindungsgemäße Ummantelung ist, daß die
Oberfläche so ausgebildet ist, daß der umhüllte Körper seine
Eigenschwingungen der Ummantelung einprägt, während er anderer
seits die Eigenschwingungen des Materials der Umhüllung weit
gehend abdämpft. Dieser Körper ist dabei aus einem nicht ver
formbaren Material, was so zu verstehen ist, daß der Körper
aus einem Stück und aus festem, nicht plastischem Material be
steht.
Claims (6)
1. Resonanzvermindernde Ummantelung für einen Körperschallsensor,
bei der die diesem Körperschallsensor zugewandte
Oberfläche zumindest bereichsweise an Unebenheiten auf der
Oberfläche des Körperschallsensors konform angepaßte Unebenheiten
aufweist, so daß die Ummantelung an dem Körperschallsensor
derart festgekrallt ist, daß Schwingungen mit
anderen Frequenzen als denen, die der Körperschallsensor
ausführt, in der Ummantelung unterdrückt werden.
2. Resonanzvermindernde Ummantelung nach Anspruch 1,
bei der der unebene Anteil der Oberfläche an Stellen vorge
sehen ist, an denen der Körper Schallsensorausbuchtungen, Vorsprünge oder
Halteelemente aufweist.
3. Resonanzvermindernde Ummantelung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die unebene Oberfläche durch eine Rauhigkeit ähnlich
dem Hieb einer Feile gebildet ist.
4. Resonanzvermindernde Ummantelung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die unebene Oberfläche durch Ränder, Nasen, Haken,
Löcher, Zähne oder Ausbuchtungen gebildet ist.
5. Resonanzvermindernde Ummantelung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei der die Resonanzverminderung zusätzlich durch Verwendung
eines schwingungsarmen Kunststoffes für die Ummantelung be
wirkt ist.
6. Resonanzvermindernde Ummantelung nach Anspruch 5,
bei der der Kunststoff durch Beimischung von körnigem Material
schwingungsarm gemacht ist.
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- 1992-03-12 DE DE19924207910 patent/DE4207910C2/de not_active Expired - Fee Related
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