DE4200997C2 - Verfahren zur Ermittlung der fahrdynamischen Sicherheitsreserve von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung der fahrdynamischen Sicherheitsreserve von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung handelt von einem Verfahren zu Ermittlung der
fahrdynamischen Sicherheitsreserve von Kraftfahrzeugen hin
sichtlich des Kraftschlusses zwischen den Rädern und der
Fahrbahn durch Vergleich von aus Fahrzustandswerten ermittelten
Größen.
Nach den bisherigen Fortschritten in der Sicherheitstechnik
von Kraftfahrzeugen stellt die überraschende oder vom Fahrer
nicht rechtzeitig bemerkte Verschlechterung des Kraftschlusses
zwischen Rädern und Fahrbahn noch eine große Sicherheitslücke
dar. Die Gefahr von Fehleinschätzung oder Überraschung besteht
nicht nur beim Bremsen, sondern vor allem beim Befahren von
Kurven, wo bereits ein geringfügiges Nachlassen des Reibschlusses
folgenschwer sein kann.
Noch größer ist die Gefahr bei allradgetriebenen Fahrzeugen, die
dem Fahrer ein subjektives Sicherheitsgefühl vermitteln.
Diese weisen außerdem gegenüber konventionellen Fahrzeugen
einen relativ engen Übergang zum Grenzbereich auf.
Weitere Fortschritte der Sicherheitstechnik erfordern daher
eine möglichst frühzeitige und qualifizierte Warnung des Fah
rers bei Absinken des Kraftschlusses. Dabei ist unter "qualifi
ziert" vor allem zu verstehen, daß die Warnung auch erkennen
lassen soll, wie weit man von der Gefahrengrenze noch entfernt
ist.
In der DE 35 45 717 C2 ist ein Verfahren für die Vortriebsregelung
eines Fahrzeugs gezeigt, bei dem zunächst die Durchdrehneigung
wenigstens eines Rades durch ASR ermittelt wird.
Wenn eine Durchdrehneigung ermittelt worden ist, wird die
Längsbeschleunigung des Fahrzeugs erfaßt. Anhand eines Wertes
für die Längsbeschleunigung wird dann die Querbeschleunigung
aus einer Tabelle ermittelt. Anschließend wird die maximale
Fahrzeuggeschwindigkeit aus einer zweiten Tabelle aus den
ermittelten Werten der Querbeschleunigung und einem erfaßten
Lenkwinkel ermittelt. Schließlich wird die Motorleistung
zurückgenommen, wenn die tatsächliche Fahrzeuggeschwindigkeit
größer ist als die ermittelte maximale Fahrzeuggeschwindigkeit.
Da die Messung der Längsbeschleunigung und die darauffolgenden
Verfahrensschritte erst durchgeführt werden, wenn durch das
ASR die Durchdrehneigung wenigstens eines Rades festgestellt
wurde, ist keine Sicherheitsreserve mehr vorhanden. Ein weiteres
Durchdrehen der Räder wird dadurch verhindert, daß die
Motorleistung zurückgenommen wird. Bei Geradeausfahrt ist
diese Regelung zweckmäßig, um ein weiteres Durchdrehen der
Räder zu verhindern. Bei Kurvenfahrt kann diese Regelung
jedoch schon zu spät sein, da es keine Sicherheitsreserve mehr
gibt.
Das bekannte Verfahren spricht also auf Überschreitungen des
Kraftschlusses in Längsrichtung an. Es können aber auch andere
instabile Zustände auftreten, ohne daß ein Radschlupf gemessen
wird, beispielsweise wenn mit konstanter Geschwindigkeit eine
immer engere Kurve befahren wird.
Die tatsächliche Querbeschleunigung wird bei dem aus der DE
35 45 717 C2 bekannten Verfahren nicht erfaßt. Es wird lediglich
aus einem Kennfeld ein der Längsbeschleunigung zugeordneter
Wert der Querbeschleunigung ermittelt. Diese Ermittlung führt
nur bei Geradeausfahrt zu brauchbaren Werten der Querbeschleunigung.
Es gibt jedoch auch hier bei heckangetriebenen Fahrzeugen
Probleme, da die Beladung als Ungenauigkeit eingeht.
Außerdem ist der Zusammenhang zwischen dem Kraftschluß im Unfangsrichtung
und der Längsbeschleunigung im Grenzbereich
wegen der hohen Umfangssteifigkeit des Reifens sehr steil und
streut stark. Die aus der ersten Tabelle ermittelte maximale
Querbeschleunigung ist daher in nicht allen Fällen genau genug.
Aus der DE 3 05 983 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem
durch ständige Ermittlung des Radschlupfes und der Fahrzeugbeschleunigung
eine Funktion des Schlupfes bezüglich der
Fahrzeugbeschleunigung ermittelt wird. Anschließend wird nach
einer gespeicherten Kennlinie gesucht, die der ermittelten
Funktion am nächsten kommt. Aus dieser Kennlinie läßt sich der
Wert für die maximale Beschleunigung entnehmen. Es läßt sich
also feststellen, wie nahe oder wie weit entfernt sich die
Räder vom Blockieren bzw. vom Durchdrehen befinden. Eine
Ermittlung von Kraftschlußwerten findet bei dem aus der DE
37 05 983 A1 bekannten Verfahren nicht statt.
Ein Verfahren zu Ermittlung der fahrdynamischen Sicherheitsreserve
von Kraftfahreugen hinsichtlich des Kraftschlusses
zwischen Reifen und Fahrbahn durch Vergleich von aus Fahrzustandswerten
ermittelten Größen ist aus der DE 40 10 507 C1
bekannt. Bei diesem wird aus Wertepaaren von Radschlupf und
gleichzeitig wirkender Umfangskraft während stationärer oder
quasistationärer Betriebszustände auf trockener Fahrbahn unter
Annahme einer konstanten Reibungszahl µ eine Kennlinie ermit
telt und gespeichert. Wenn später Wertepaare auftreten, die
nicht auf dieser Kennlinie liegen, wird daraus gefolgert, daß
sich der Kraftschluß verschlechtert hat und ein anderer Reib
wert µ vorliegt, und zwar der der Steigung der durch das neue
Wertepaar bestimmten Kennlinie entsprechende.
Es ist ganz allgemein umstritten, im Zusammenhang mit der
Kraftübertragung zwischen Reifen und Fahrbahn von einem Reib
wert µ zu sprechen, da er nicht konstant ist und es sich um
einen sehr komplexen Kraftübertragungsvorgang handelt, der nur
wenig mit der der Coulombschen Theorie zugrundeliegenden Rei
bung zwischen starren Körpern zu tun hat. Zwar wird bei dem
bekannten Verfahren nur der annähernd lineare Mikrobereich der
Schlupfkennlinien benutzt, doch stellt sich die Frage, wie
daraus das Kraftschlußpotential im keinesfalls linearen Grenz
bereich der Schlupfkennlinie vorhergesagt werden kann.
Da zur Ermittlung eine gemessene Radumfangskraft benötigt
wird, was ein Eingriff in den Antriebsstrang erforderlich. Da
ein Radschlupfsignal (als Differenz aus den Drehzahlen der
angetriebenen und den nicht angetriebenen Räder) benötigt
wird, ist das Verfahren beispielsweise für allradgetriebene
Fahrzeuge nicht anwendbar. Dem Vorteil der laufenden Ermittlung
auch bei stationärer Fahrt steht gegenüber, daß die
Abschätzung des Kraftschlusses nur auf die Umfangssteifigkeit
(also nur den Reifenschlupf bei Beschleunigung oder Verzögerung)
gegründet ist, ohne die Quersteifigkeit des Reifens zu
berücksichtigen, die außerdem geringer und daher besser meßbar
und aussagekräftiger ist.
Ähnliches trifft bei dem aus der DE 37 35 673 A1 bekannten Ver
fahren zu, bei dem außerdem die Umfangsbeschleunigung der
angetriebenen Räder nach einer Differenzenmethode gemessen und
unter Berücksichtigung von konstruktiven Größen des Antriebs
stranges rechnerisch zu einem Reibwert µ verarbeitet wird.
Schließlich ist es aus der DE 36 44 139 A1 bekannt, die aus den
Raddrehzahlen berechnete Beschleunigung mit einer durch einen
fahrzeugfesten Beschleunigungssensor gemessenen Längsbeschleu
nigung zu vergleichen, allerdings nur zur Plausibilitätskon
trolle der Eingangssignale bei ABS- oder ASR-Systemen.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu
entwickeln, mit dem es möglich ist, auch bei vierradgetriebenen
Fahrzeugen für alle Fahrzustände eine Sicherheitsreserve
zu ermitteln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur
Ermittlung der fahrdynamischen Sicherheitsreserve von Kraftfahrzeugen
hinsichtlich des Kraftschlusses zwischen den Rädern
und der Fahrbahn gelöst, das folgende Schritte aufweist:
- a) Ermittlung eines Kraftschlußwertes in Querrichtung aus Aufbaubeschleunigung und dynamischem Lenkwinkel,
- b) Ermittlung eines Kraftschlußwertes in Längsrichtung als Funktion von Raddrehbeschleunigung und Aufbaulängsbeschleunigung,
- c) Ermittlung der maximal erreichbaren Längsbeschleunigung und der maximal erreichbaren Querbeschleunigung aus dem Kraftschlußwert in Querrichtung und dem Kraftschlußwert in Längsrichtung durch Multiplikation mit fahrzeugspezifischen Koeffizienten,
- d) Ermittlung einer Grenzkurve aus den maximal erreichbaren Beschleunigungen,
- e) Bildung eines aktuellen Fahrzustandsvektors aus Längsbeschleunigung und Querbeschleunigung,
- f) Ermittlung der Sicherheitsreserve aus der Länge des Fahrzustandsvektors und der Länge des entsprechenden Grenzvektors.
Es werden also die sich erheblich voneinander unterscheidenden
Kraftschlußwerte in Längs- und in Querrichtung (entsprechend
der sich im Verlauf von der Quersteifigkeit stark unterscheidenden
Längssteifigkeit) getrennt ermittelt, wodurch neben dem
Bremsen und Beschleunigen auch Kurvenfahrt und sogar kombinierte
Fahrzustände (Bremsen in der Kurve) erfaßt werden.
Gerade das Letztere ist für die Fahrsicherheit wichtig, weil
die einzelnen Kraftschlußwerte in kombinierten Fahrzuständen
geringer sind.
Weiters ist es vorteilhaft, daß ausschließlich leicht und auch
bei Allradantrieb zu ermittelnde Fahrwerte verwendet werden.
Es braucht also bei vorhandenem ABS bzw. ASR nur mehr ein Beschleunigungssensor
für Längs- und Querbeschleunigung und ggf.
ein Lenkwinkelsensor am Fahrzeug angebracht zu werden.
Ein prinzipieller Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß
die Kraftschlußwerte als proportional bis zu den maximal
erreichbaren Beschleunigungen ansteigend definiert sind. Die
Kraftschlußwerte selbst sind aber keine lineare Funktion der
Fahrwerte, aus denen sie ermittelt sind, sondern geben die
Besonderheiten wieder, die die Annahme eines konstanten Reibwertes
verbieten. Wegen dieser Definition dürfen die maximal
erreichbaren Beschleunigungen durch Multiplikation der momentan
vorliegenden Kraftschlußwerte mit fahrzeugspezifischen
Koeffizienten ermittelt werden, die im Fahrversuch tatsächlich
erreichten Grenzwerten entsprechen.
Aus der getrennt ermittelten maximal erreichbaren Längs- und
Querbeschleunigung läßt sich durch die vektorielle Kombination
die komplette Grenzkurve darstellen, die auch für gemischte
Fahrzustände (z. B. Bremsen in der Kurve) zutrifft.
Die Annahme des proportionalen Verlaufes der Kraftschlußwerte
und deren getrennte Ermittlung gestattet es auch, die momentan
gemessenen Längs- und Querbeschleunigungen zu einem Vektor zu
sammenzusetzen und durch Vergleich mit der Grenzkurve die
tatsächlich noch vorhandene Sicherheitsreserve zu bestimmen.
So wird eine qualifizierte Warnung möglich.
Will man auch während sehr langer Geradeausfahrt ohne
Beschleunigung oder Verzögerung über eine möglichst aktuelle
Grenzkurve verfügen, so wird diese gespeichert und immer dann
korrigiert, wenn in einem Fahrzustand andere Größen, d. h. eine
andere Längs- und/oder Querbeschleunigung, auftreten.
Die Grenzkurve kann bei Vorliegen eines neuen Fahrzustandes
durch affine Vergrößerung oder Verkleinerung korrigiert werden.
Wegen der Darstellung der maximal erreichbaren Längs- und
Querbeschleunigung als geschlossene Grenzkurve genügt nur ein
einziges neues Wertepaar (egal, ob einer der beiden Werte Null
ist), um die ganze Grenzkurve affin zu vergrößern oder
zu verkleinern. Das wäre nur dann nicht zulässig, wenn die
Fahrbahn richtungsabhängig verschieden texturiert ist.
Obwohl es sehr verschiedene Möglichkeiten gibt, aus den ge
nannten vier Fahrzustandswerten die definierten Kraftschlußwerte
zu ermitteln, hat es sich als besonders genau erwiesen,
die Kraftschlußwerte in Längsrichtung und Querrichtung aus
analytisch dargestellten Funktionen der Querbeschleunigung und
des dynamischen Lenkwinkels bzw. der Raddrehbeschleunigung
und der Längsbeschleunigung zu berechnen, wobei die Koeffizienten
der analytischen Darstellung aus durch Versuch oder
Simulation ermittelten Werten erhalten werden
Diese Vorgangsweise gewährleistet eine sehr gute Annäherung an
die tatsächlichen Verhältnisse. Die Ermittlung der Werte durch
Versuch oder Simulation scheint zwar aufwendig, doch sind Ver
suche bei der Entwicklung eines Fahrzeuges zu anderen Zwecken
sowieso notwendig. So gehen die Besonderheiten des Reibwertes,
die dessen konventionelle Behandlung verbieten, in diese Werte
ein und können durch geeignete Ansätze für die analytische
Darstellung der Funktionen voll berücksichtigt werden.
Um die erfindungsgemäß ermittelte Sicherheitsreserve dem
Fahrer sinnfällig anzuzeigen und ihm ein weiteres abzulesendes
Meßgerät am Armaturenbrett zu ersparen, hat es sich als ausreichend
und sogar besonders wirksam erwiesen, die Sicherheitsreserve
zuerst mit definierten Schwellenwerten zu vergleichen
und bei deren Überschreiten Warnsignale auszulösen.
Dabei können die Schwellenwerte zweckmäßig gestaffelt und die
Warnsignale in Lautstärke, Helligkeit oder Form verschieden
sein.
Um Fehlalarme zu verhindern, die den Fahrer gegen Warnungen
abstumpfen würden, ist es vorteilhaft, für die Kraftschlußwerte
nur dann zur Korrektor heranzuziehen, wenn sie innerhalb
vorgegebener Grenzwerte liegen.
In Verfeinerung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es außerdem
vorteilhaft, das Lenkwinkelsignal durch ein Totzeitglied
verzögert in die Berechnung einzuführen. Damit wird der Trägheit
der Reaktion der Reifenlauffläche auf Lenkradbewegungen
Rechnung getragen, die bei Gürtelreifen erheblich sein kann.
Ohne dieses Totzeitglied könnte es vorkommen, daß bei kleinen,
aber schnellen Lenkradbewegungen unzutreffenderweise ein
großer Querschlupf festgestellt wird, der zu einem Fehlalarm
führt.
Schließlich ist es im Rahmen der Erfindung noch möglich, bei
der Ermittlung der Kraftschlußwerte eine die Fahrbahnneigung
berücksichtigende Korrektur vorzunehmen. Damit werden auch bei
stark bombierten Straßenoberflächen, die ja einen Lenkradausschlag
ohne entsprechende Querbeschleunigung bedingen (was
wieder zu einem Fehlalarm führen könnte) Rechnung getragen.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Heran
ziehung von Abbildungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines für die Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Fahrzeuges,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Kraftfahrzeuges als
Einspurmodell bei Kurvenfahrt,
Fig. 3 in einem Diagramm den Kraftschlußwert in Querrichtung
in Abhängigkeit von Querbeschleunigung und Lenkwinkel,
Fig. 4 in einem Diagramm den Kraftschlußwert in Längsrichtung
in Abhängigkeit von Längsbeschleunigung und Radwinkelbeschleunigung,
Fig. 5 eine schematische Darstellung der Grenzkurve mit Grenz-
und Fahrzustandsvektor,
Fig. 6 einen Programmablauf, aufgeteilt auf die Fig. 6A,
6B, 6C und 6D
Fig. 7 eine schematische Darstellung der Signalaufbereitung
des Lenkwinkels.
Ein für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigne
tes und eingerichtetes Kraftfahrzeug ist schematisch in Fig. 1
dargestellt, wobei es sich beispielsweise um ein allradgetrie
benes Fahrzeug handelt. Die Vorderräder 1, 2 und/oder die Hin
terräder 3, 4 werden von einem Motor 5 in beliebiger bekannter
Weise angetrieben.
Das Verfahren wird von einem Steuergerät 6
ausgeführt, das von einem Lenkwinkelsensor 7, einem Beschleuni
gungssensor 8 und einem ABS-Gerät 9 mit den folgenden Eingangs
signalen versorgt wird: Lenkwinkel AST, Aufbaubeschleunigungen
ax, ay und Raddrehzahlen n1, n2, n3, n4. Das Ausgangssignal des
Steuergerätes 6 wird einer Anzeige 10 zugeführt, die etwa aus
einem gelben und einem roten Warnlicht 20, 21 besteht und vor
zugsweise am Armaturenbrett des Fahrzeuges angebracht ist. Wei
ters ist noch eine Verbindung zu einer von außen zugänglichen
Diagnoseschnittstelle 11 und zu einer ISIS-Einheit 12 vorgese
hen, die den drahtlosen Datenverkehr mit ortsfesten Anlagen er
möglicht.
Im folgenden werden die rechnerischen Grundlagen des erfin
dungsgemäßen Verfahrens beschrieben:
Aus dem gemessenen Lenkwinkel AST wird gemäß den in Fig. 2
dargestellten Beziehungen der korrigierte Lenkwinkel DEK gewon
nen. Dazu wird ersterer um den kinematischen Anteil verrin
gert, der sich aus dem Arkustangens des Quotienten aus Radstand
und Kurvenradius errechnet. Dabei ist der Kurvenradius der Quo
tient aus dem Quadrat der beispielsweise aus den Hinterraddreh
zahlen ermittelten Aufbaulängsgeschwindigkeit und der Aufbau
querbeschleunigung ay.
Der Kraftschlußwert in Querrichtung Siy ist nun als Funktion
des korrigierten Lenkwinkels DEK und der Aufbauquerbeschleuni
gung ay definiert. Diese Funktion entspricht einer Fläche in
einem dreidimensionalen Koordinatensystem, die in Fig. 3 durch
Schnitte für verschiedene korrigierte Lenkwinkel DEK darge
stellt ist. Dort ist ay auf der Abszisse und Siy auf der Ordi
natenachse aufgetragen. Diese Fläche wird analytisch durch
einen Polynomansatz beschrieben, dessen Koeffizienten aus fahr
zeugspezifischen Messungen bzw. Simulationsrechnungen errechnet
werden, und wird im Speicher des Steuergerätes zur späteren Er
mittlung des Kraftschlußwertes Siy aus gemessenen Wertepaaren
ay und DEK abgelegt.
Der Polynomansatz kann etwa so aussehen:
Siy = A(DEK) ay + B(DEK) ay³ + C(DEK) ay⁵
wobei
Zur Ermittlung des Kraftschlußwertes Six in Fahrzeuglängsrich
tung wird von den im ABS-System 9 anliegenden Raddrehzahlen
n1, n2, n3 und n4 und von der Aufbaulängsbeschleunigung ax ausge
gangen. Eine direkte Messung des Radschlupfes erübrigt sich,
wenn man diesen aus Aufbaulängsgeschwindigkeit und Raddrehge
schwindigkeit eines angetriebenen Rades berechnet. Wenn man die
Beziehung
differenziert und umformt, ergibt sich, daß die Raddrehbe
schleunigung das Produkt aus der Aufbaulängsbeschleunigung
ax und einer durch die Kraftschlußverhältnisse bestimmten
Größe, dividiert durch den effektiven Reifenradius, ist. Dabei
hängt letzterer von der Radaufstandskraft ab, die bei Längsdy
namik ihrerseits von der Aufbaulängsbeschleunigung abhängt. Da
mit ist es gerechtfertigt, den Kraftschlußwert in Längsrichtung
Six als Funktion der Aufbaulängsbeschleunigung ax und der Rad
drehbeschleunigung anzunehmen. Durch Simulationsrechnungen
anhand dieser Beziehung wurde festgestellt, daß die Vorderräder
für eine Abschätzung der Kraftschlußverhältnisse besser ge
eignet sind.
Auch diese Funktion für den Kraftschlußwert Six in Längsrich
tung entspricht einer Fläche in einem dreidimensionalen Koordi
natensystem (genaugenommen zwei Flächen, eine für positive und
eine für negative Beschleunigungen), die in Fig. 4 wieder
durch Schnitte längs Ebenen konstanter Winkelbeschleunigung in
eine zweidimensionale Kurvenschar übergeführt ist. Die Längsbe
schleunigung ax ist auf der Abszisse, der Kraftschlußwert in
Längsrichtung ist als Ordinate aufgetragen. Es ist zu erkennen,
daß die Kurven bei geringeren Raddrehbeschleunigungen sehr
steil verlaufen, was eine analytische Darstellung dieser Fläche
erschwert. Ein geeigneter Ansatz könnte unter Heranziehung der
im SAE-Paper 8 70 421, 1987 beschriebenen Methode folgendermaßen
aussehen:
Darin sind
B() = B2 sin (B1 arc tan (B0 ))
C() = C0 + C1 + C2 ²
D() = D0 + D1 + D2 ²
C() = C0 + C1 + C2 ²
D() = D0 + D1 + D2 ²
Auch hier werden wieder die einzelnen Koeffizienten für die
analytische Darstellung der Fläche aus Versuchs- bzw. Simulati
onsresultaten berechnet und die Funktion Six wird im Speicher
des Steuergerätes 6 zur späteren Benutzung abgelegt.
Wegen der Meßfehler, vor allem bei der Messung der Längsbe
schleunigung und wegen des Meßrauschens ist der in Fig. 4
oben schraffierte Bereich meßtechnisch nicht zugänglich, Werte
in diesem Bereich werden daher ausgeschieden. Der untere
schraffierte Bereich ist physikalisch nicht möglich. Das bedeu
tet, daß beim Beschleunigen bzw. Bremsen erst ab einer Ausnut
zung von etwa 50% der maximal erreichbaren Längsbeschleunigung
axLIM ein brauchbares Signal vorliegt.
Wenn das Fahrzeug nun in Betrieb ist, werden dem Steuergerät
laufend Meßwerte ay, DEK, ax, geliefert und aus diesen in
Echtzeit mit Hilfe der abgelegten Funktionen die Kraftschluß
werte Six, Siy und daraus in der Folge durch Multiplikation mit
ebenfalls im Speicher des Steuergerätes 6 abgelegten Koeffizi
enten Kx, Ky, die den durch Versuche ermittelten tatsächlichen
Grenzbereich des Fahrzeuges beschreiben, die maximal erreichba
ren Beschleunigungen axLIM, ayLIM errechnet. Diese Vorgangs
weise ist durch die Annahme der Kraftschlußwerte als proportio
nal und die Qualität der abgelegten Funktionen gerechtfertigt.
Die maximal erreichbaren Beschleunigungen axLIM, ayLIM, wobei
es vorteilhaft ist, für axLIM zwischen einem Wert für Beschleu
nigen und einem Wert für Bremsen zu unterscheiden, sind in Fig.
5 auf den Achsen des Koordinatensystems eingetragen und
daraus durch Einzeichnen von "Viertelellipsen" die Grenzkurve
aLIM erzeugt. Im Betrieb geschieht das (und das Folgende) rech
nerisch in Echtzeit und die jeweils gültige Grenzkurve ist
ebenfalls im Speicher des Steuergerätes 6 abgelegt. Die äußere
Kurve aLIM in Fig. 5 ist die Grenzkurve bei hohem Kraftschluß,
also beispielsweise auf trockener griffiger Straße, und die in
nere Grenzkurve aLIM entspricht geringem Kraftschluß, also etwa
einer Schneefahrbahn. Wenn sich während der Fahrt die Kraft
schlußwerte Six, und/oder Siy, die ja laufend berechnet werden,
ändern, so wird daraus durch affine Transformation eine aktua
lisierte Grenzkurve a′LIM berechnet (strichliert eingezeich
net), die die abgespeicherte ersetzt.
Im rechten unteren Viertel ist der aktuelle Fahrzustandsvektor
AF mit seinen Komponenten ax und ay, und der zur aktuellen
Grenzkurve weisende kollineare Grenzvektor AMAX mit seinen Kom
ponenten axMAX, ayMAX dargestellt. Der konsumierte Abstand zum
Grenzbereich SAFLIM ergibt sich als Quotient der Absolut
beträge dieser beiden Vektoren. Wenn nun durch Änderung des
Straßenzustandes die äußere Grenzkurve aLIM auf die strich
liert eingezeichnete Grenzkurve a′LIM zusammenschrumpft, der
Grenzvektor AMAX somit bei gleichbleibendem aktuellen Fahrzu
standsvektor AF kleiner wird, so verringert sich der Quotient
aus deren Absolutbeträgen und SAFLIM, der konsumierte Abstand
zum Grenzbereich, steigt.
Wenn SAFLIM über einen vorgegebenen Grenzwert steigt, leuchtet
auf dem Anzeigegerät 10 eine gelbe Warnlampe 20 auf. Bei Über
schreiten eines zweiten Grenzwertes leuchtet dann auch noch die
rote Warnlampe 21 auf.
Anhand der Fig. 6, die aus den vier Tafeln A,B,C und D be
steht, wird nun noch der Programmablauf mit seinen der Berech
nung vorausgehenden logischen Verknüpfungen und Entscheidungen
beschrieben. Er läuft im Mikrorechner des Steuergerätes 6 zy
klisch ab.
Die von Lenkwinkelsensor 7, Beschleunigungssensoren 8 und ABS-
Gerät 9 gelieferten fahrzustandsspezifischen Daten werden
bei 40 aufbereitet (Fig. 6A) und stehen für die weiteren
Schritte zur Verfügung. Die Datenaufbereitung umfaßt Filterung,
AD-Wandlung, Korrektur, Kalibrierung, Filterung und Ableitung
zur Erzeugung differenzierter Signale. Die Behandlung des Lenk
winkelsignales ist weiter unten unter Bezugnahme auf Fig. 7 er
läutert.
Bei 41 wird die Aufbaulängsgeschwindigkeit RVS mit einem Mini
malwert RVSLIM verglichen. Solange sie diesen Wert (ca. 10 km/h)
noch nicht erreicht hat, wird gemäß Verbindungslinie 70 bei 54
festgestellt, daß kein Kraftschlußwert ermittelbar ist und zum
abschließenden Kästchen 50 gegangen, von dem aus der Zyklus
aufs Neue beginnt.
Ist die Aufbaulängsgeschwindigkeit RVS groß genug, so wird
bei 42 entschieden, ob die Ableitung der Horizontalbeschleuni
gung AZDIF größer als ein vorgegebener Grenzwert AZDIFLIM ist.
Wenn ja, wird keine Neuberechnung des Kraftschlußwertes vorge
nommen, der alte Wert bleibt erhalten (49). Wenn nein, wird bei
43 entschieden, ob der Lenkwinkel AST größer als ein Grenzwert
ASTLIM ist. Wenn nein, kann keine Kraftschlußermittlung in
Querrichtung vorgenommen werden, Verbindungslinie 71 führt zum
Kästchen 55 (Fig. 6B) auf das später zurückgekommen wird.
Ist der Lenkwinkel größer als ASTLIM, so wird bei 44 entschie
den, ob die Querbeschleunigung ay größer als ayLIM, also groß
genug ist. Wenn nein, wird bei 51 entschieden, ob der Lenkwin
kel AST größer einem weiteren Grenzwert AST_R_LIM ist, ab dem
das Fahrzeug geradeaus rutschen könnte, was bei 53 überprüft
wird und direkt bei 50 zum Ende des Rechenzyklus führt. Wenn
nicht, bleibt der alte Kraftschlußwert erhalten.
Wenn bei 44 entschieden wird, daß die Querbeschleunigung ay
größer als ayLIM ist, so wird entschieden, ob die erste Ablei
tung des Lenkwinkels ASTDIF über einem Grenzwert ASTDIFLIM
liegt (plötzliche Lenkraddrehung) und wenn ja, bleibt der alte
Kraftschlußwert erhalten. Wenn nein, wird bei 46 die Aufbau
längsbeschleunigung ax mit einem Grenzwert axLIM verglichen.
Ist die Aufbaulängsbeschleunigung ax zu gering, so wird ent
schieden, bei 47 nur den Kraftschlußwert in Querrichtung zu
ermitteln. Ist die Aufbaulängsbeschleunigung ax größer als
axLIM, so wird im Kästchen 48, dessen Inhalt in Fig. 6C zu
sehen ist, der allgemeine Kraftschlußwert ermittelt. Die
entsprechenden Verbindungslinien sind mit 74, 75 und 76 be
zeichnet. Die beiden letzteren führen wieder zur Ermittlung der
Sicherheitsreserve bei 50.
Ist bei 43 der Lenkwinkel AST kleiner als ASTLIM, so führt Li
nie 71 über die Ermittlung der Mittelwerte der Raddrehbeschleu
nigung bei 55 zu 56 (Fig. 6B), wo entschieden wird, ob dieser
Mittelwert SFDIFM größer als ein Grenzwert SFDIFMLIM ist. Wenn
nicht, muß bei 60 zwecks Kompensation die Fahrbahnneigung be
rechnet werden und der alte Kraftschlußwert bleibt erhalten
(62). Wenn schon, wird bei 57 entschieden, ob die Aufbauquerbe
schleunigung ay größer als ayLIM ist und bei 58, ob die Aufbau
längsbeschleunigung ax größer als ein Grenzwert axLIM ist.
Ist die Querbeschleunigung größer und die Längsbeschleunigung
nicht größer, kann kein neuer Kraftschlußwert in Längsrichtung
ermittelt werden und der alte Kraftschlußwert bleibt erhal
ten (62). Ist hingegen die Querbeschleunigung ay unter dem
Grenzwert ayLIM und die Längsbeschleunigung ax über dem Grenz
wert axLIM, so kann bei 59 (siehe Fig. 6D) der Kraftschlußwert
in Längsrichtung six ermittelt werden.
In Fig. 6C ist der Ablauf im Fall der Berechnung des allgemei
nen Kraftschlußwertes im Detail dargestellt. Bei 100 wird durch
Vergleich der Längsbeschleunigung ax mit Null zwischen Bremsen
und Beschleunigen unterschieden. Bei 101 bis 106 wird entschie
den, ob die Ableitungen der Längsbeschleunigung ax und der Rad
drehzahl SF (SFDIF = ) größer oder kleiner als vorgegebene
Werte sind und je nachdem bleibt entweder der alte Kraftschluß
wert erhalten 107, 110 oder es wird ein neuer Kraftschlußwert
berechnet 108, 109. Dem erhalten gebliebenen oder dem neu ermit
telten Kraftschlußwert 111, 112 werden bei 113, 114 noch die
Kraftschlußwerte bei Querbeschleunigung von 47 überlagert und
die so erhaltenen Werte 75, 76 werden zur Berechnung der Sicher
heitsreserven in 50 verwendet.
Fig. 6D zeigt im Detail den Ablauf im Fall der Berechnung des
Kraftschlusses in Längsrichtung, die erfolgt, wenn die Längsbe
schleunigung den Mindestwert axLIM überschritten hat (58), was
durch die Verbindungslinie 77 angedeutet ist. Zuerst wird wie
der bei 120 entschieden, ob die Längsbeschleunigung ax positiv
oder negativ ist, es sich also um einen Brems- oder einen Be
schleunigungsvorgang handelt. Nun werden wieder, analog Fig.
6C, Aufbaulängsbeschleunigung ax und Raddrehgeschwindigkeit
SF in den entsprechenden Differenzierungsstufen (SFDIF steht
für ) mit Grenzwerten verglichen und entsprechend diesen
Kriterien entschieden, ob der alte Kraftschlußwert erhalten
bleiben soll (Linien 80, 81 zu 61, 62) oder ob der Kraftschluß in
Längsrichtung neu zu berechnen ist (127, 128). Diese Entschei
dung erfolgt bei 121 bis 126 und entspricht den schraffierten
Flächen in Fig. 4. Die entsprechenden Befehle gehen auf Li
nien 78, 79 wieder zur Berechnung der Sicherheitsreserve bei 50.
Diese folgt den weiter oben beschriebenen mathematischen Grund
lagen der Berechnung von SAFLIM und steht mit der Anzeige 10 in
Verbindung.
In Fig. 7 ist als Beispiel für die Signalaufbereitung noch die
Signalaufbereitung des Lenkwinkels wegen einer Besonderheit im
Detail dargestellt. Das vom Lenkwinkelsensor 7 kommende Signal
durchläuft der Reihe nach ein Tiefpaß 130, einen Analog/Digi
tal-Wandler 131, ein Kalibrierwerk 132 und digitale Filter 133.
Bei 134 steht dann das aufbereitete Lenkwinkelsignal AST zur
Verfügung. Aus diesem wird weiter in einem Differenzierwerk 135
ein differenziertes Signal ASTDIF (136) gewonnen. Außerdem wird
das aufbereitete Lenkwinkelsignal noch einem Totzeitglied 138
zugeführt, dessen Totzeit von der Fahrzeuglängsgeschwindigkeit
137, übermittelt über Leitung 137, abhängig eingestellt wird
und an dem ein verzögertes Lenkwinkelsignal zur Verfügung
steht. Dadurch ist es möglich, die Trägheit der Reaktion der
Reifenlauffläche auf Lenkradbewegungen zu berücksichtigen.
Claims (8)
1. Verfahren zur Ermittlung der fahrdynamischen Sicherheits
reserve von Kraftfahrzeugen hinsichtlich des Kraftschlusses
zwischen den Rädern und der Fahrbahn mit folgenden Schritten:
- a) Ermittlung eines Kraftschlußwertes in Querrichtung (Siy) aus Aufbauquerbeschleunigung (ay) und dynamischem Lenkwinkel (DEK),
- b) Ermittlung eines Kraftschlußwertes in Längsrichtung (Six) als Funktion von Raddrehbeschleunigung () und Aufbau längsbeschleunigung (ax),
- c) Ermittlung der maximal erreichbaren Längsbeschleunigung (axLIM) und der maximal erreichbaren Querbeschleunigung (ayLIM) aus dem Kraftschlußwert in Querrichtung (Siy) und dem Kraftschlußwert in Längsrichtung (Six) durch Multipli kation mit fahrzeugspezifischen Koeffizienten (Kx, Ky)
- d) Ermittlung einer Grenzkurve (aLIM) aus den maximal er reichbaren Beschleunigungen (axLIM, ayLIM),
- e) Bildung eines aktuellen Fahrzustandsvektors (AF) aus Längsbeschleunigung (ax) und Querbeschleunigung (ay),
- f) Ermittlung der Sicherheitsreserve (SAFLIM) aus der Länge des Fahrzustandsvektors (AF (ax, ay)) und der Länge des ent sprechenden Grenzvektors (AMAX (axLIM, ayLIM)).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Grenzkurve (aLIM) gespeichert ist und korrigiert wird, wenn in
einem Fahrzustand andere Größen auftreten.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Grenzkurve (aLIM) bei Vorliegen eines neuen Fahrzustandes durch
affine Vergrößerung oder Verkleinerung korrigiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kraftschlußwerte in Längsrichtung und Querrichtung (Six,
Siy) aus analytischen dargestellten Funktionen der Querbeschleunigung
(ay) und des dynamischen Lenkwinkels (DEK)
bzw. der Raddrehbeschleunigung () und der Längsbeschleunigung
(ax) berechnet werden, wobei die Koeffizienten (Kx,
Ky) der analytischen Darstellung aus durch Versuch oder
Simulation ermittelten Werten erhalten werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sicherheitsreserve (SAFLIM) mit definierten Schwellenwerten
verglichen wird und daß bei Überschreiten dieser Schwellenwerte
Warnsignale ausgelöst werden.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kraftschlußwerte (Six, Siy) nur dann zur Korrektur herangezogen
werden, wenn sie innerhalb vorgegebener Grenzwerte liegen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lenkwinkelsignal (AST) über ein Totzeitglied (138) verzögert in
die Berechnung eingeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Ermittlung der Kraftschlußwerte (Six, Siy) eine die Fahr
bahnneigung berücksichtigende Korrektur vorgenommen wird.
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Also Published As
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