DE41983C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Kaffee-Extrakt - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Kaffee-Extrakt

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DE41983C
DE41983C DENDAT41983D DE41983DA DE41983C DE 41983 C DE41983 C DE 41983C DE NDAT41983 D DENDAT41983 D DE NDAT41983D DE 41983D A DE41983D A DE 41983DA DE 41983 C DE41983 C DE 41983C
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DE
Germany
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coffee
mass
extract
movement
water
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Application number
DENDAT41983D
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P. NOIROT in Paris, 43 Rue Turbigo
Publication of DE41983C publication Critical patent/DE41983C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/24Extraction of coffee; Coffee extracts; Making instant coffee
    • A23F5/28Drying or concentrating coffee extract
    • A23F5/30Drying or concentrating coffee extract by freezing out the water
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/24Extraction of coffee; Coffee extracts; Making instant coffee
    • A23F5/36Further treatment of dried coffee extract; Preparations produced thereby, e.g. instant coffee
    • A23F5/38Agglomerating, flaking or tabletting or granulating
    • A23F5/385Tablets or other similar solid forms

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Tea And Coffee (AREA)

Description

"8S
KAISERLICHES PATENTAMT.
Vorliegende . Erfindung betrifft eine neue " Darstellungsweise flüssiger oder . fester Nährextracte durch ein Verfahren, bei welchem zunächst das Ausziehen aus den Blättern, Körnern, Wurzeln, Früchten, Blüthen, Samen etc. unter Gewinnung eines Extractes von syrup-■ ähnlicher Consistenz durch Gefrieren des zum Ausziehen angewendeten Wassers bewirkt wird,, worauf eine Trennung des Gefrorenens von. dem. syrupähnlichen Extract durch Ausschleudern erfolgen kann, um den so gewonnenen Extract durch nochmalige Behandlung unter Vacuum in einen festen, verpackungsfähigen Körper zu verwandeln.
Dieses Verfahren wird mit Hülfe einer Combination von beweglichen Digestoren mit Refrigeratoren zur Ausführung gebracht, welche weiter unten beschrieben werden.
Im Nachstehenden wird beispielsweise die Darstellung eines Ka ffeeex tracts beschrieben, wobei die charakteristischen Phasen des zur Darstellung flüssigen, halbflüssigen oder festen Kaffeeextracts dienenden Verfahrens hervorgehoben werden. . .
' Der vorher geröstete und zu feinem Pulver zerkleinerte Kaffee wird mit heifsem Wasser in einen Digestor eingebracht, um ein vollständiges Extrahiren zu bewirken; das mit den löslichen Bestandteilen des Kaffees gesättigte Wasser wird mit Hülfe einer geeigneten Kälteerzeugungsquelle langsam in den eisförmigen Zustand übergeführt. Das reine Wasser bildet sich zu Krystallen um, während der unkrystallisirbare· Kaffeeextract bei dieser ■ Temperatur eine Verdickung erfährt und in den Eiskrystallen zurückgehalten wird. Die hierauf schnell zerkleinerten Krystalle werden in eine Centrifuge eingebracht, in welcher der feste Theil vom flüssigen Kaffee ausgeschieden wird. -
Dieser flüssige', durch das nämliche Verfahren in den festen Zustand überzuführende Extract giebt noch den gröfsten Theil. des W7assers frei,' welcher bei dem ersten Gefrieren nicht als Eis abgeschieden wurde.
Die Erfahrung hat ergeben, dafs man durch zwei auf einander folgende Operationen selbst· bei einer concentrirten Kaffeelösung 90 pCt. Wasser herausziehen kann.
Um irgend welche Aenderung des flüssigen Extracts zu vermeiden, empfiehlt es sich, von ■ vornherein dem Extract eine genügende Menge Zucker zuzusetzen, welcher antiseptisch wirkt und mit welchem man das Product in eine äufserst condensirte, zum Verbrauch geeignete Form überführen kann, wobei das Product jedoch immer flüssig oder halbflüssig sein kann. ^- ■''
Zur Umbildung des halbflüssigen in ein vollkommen festes Product, welches leicht ver- . packt werden kann, ist es nöthig, den erhaltenen Syrup vollständig zu concentriren. Er-' finder ist bei dem eigentümlichen Zustande der Flüssigkeit, auf welche eingewirkt., werden mufs, nach zahlreichen Versuchen dazu gelangt, Apparate mit einander zu verbinden, welche behufs der nöthigen Concentration und der vollkommenen Ueberführung des Products in den festen Zustand gleichzeitig durch Vacuum und Kälte wirken. . .'
•Der Apparat besteht, wie aus Fig. 1,2 und 3 ersichtlich, aus einem Kupferkessel A mit doppeltem Mantel B9 in welchen das

Claims (2)

  1. Wasser durch die Oeffnungen m und η ein- und ausgeführt wird. Oben hat der Kessel ein hermetisch .verschliefsbares Mannloch C. Der am Boden des Kessels befestigte Zapfen E ruht in einem Fufslager F. Der Boden selbst ruht auf drei drehbaren Rollen abc. von verschiedenem Durchmesser auf, welche zur Verringerung an ihrer Umfliiclie halbrund gestaltet sind; der Tisch, auf welchem die Rollen angebracht sind, wird durch das Zahnradgetriebe G H in Drehung versetzt. Infolge der Drehung dieser Rollen und der verschiedenen Durchmesser der letzteren folgt der Kessel A der Bewegung und nimmt nach allen Richtungen hin um den Stift E eine geneigte Stellung ein. Vier knebelartige Führungen IJ, von denen in Fig. ι nur zwei ersichtlich sind, verhindern ein Gleiten des Kessels A auf den Rollen. Ein mit einem seiner Enden befestigtes MesserK nimmt an allen Bewegungen des Kessels A Theil.
    Zwei Schaulöcher d d' gestatten jederzeit eine Besichtigung des Innenraumes A. Durch Rohr L ist der Kessel A mit einem rohrförmigen Kühlapparat M in Verbindung gesetzt, in welchem Luftverdünnung (durch Hahn P) hergestellt werden kann.
    In den Röhren läfst man eine gekühlte Salzlösung circuliren, welche bei e ein-, bei e1 austritt.
    Der Apparat functionirt in .folgender Weise:
    Durch das Mannloch wird die gezuckerte halbflüssige Kaffeemasse in den Verdampfraum A eingebracht, den man dann hermetisch abschliefst; darauf stellt man das Vacuum her' und kühlt den Kühlapparat M in möglichst kräftiger Weise. Der Apparat wird dann in Bewegung gesetzt und läfst man gleichzeitig heifses Wasser in dem Doppelmantel B circuliren. '
    Infolge der Temperaturdifferenzen in den ,beiden Behältern A und M verdampft das in der gezuckerten Kaffeemasse enthaltene Wasser rasch, um sich in M zu condensiren und nach M1 herabzurieseln. Messer K rührt die Masse infolge seiner fortwährenden Bewegung nach allen Richtungen hin um, wie auch die Verdampfung rasch vor sich geht.
    Ist eine durch die Erfahrung sich ergebende Verdickung der Masse eingetreten, so läfst man wieder ,Luft eintreten, die Kaffeezuckcrmasse wird aus dem Dampfraum entfernt und hierauf sofort in heifsem Zustande, in Formen gegossen, in denen die Masse in die für den Handel bestimmte Tabletten form gelangt.
    Die sehr niedrige Temperatur, bei welcher diese Concentration der Kaffeezuckermasse vor sich geht, verhindert jedwede Aenderung der schmackhaften und aromatischen Bestandteile und das Vorhandensein des Zuckers sichert die Conservirung. .. .' ;
    Der in Fig. ι dargestellte Verdampfapparat kann durch den in Fig. 4 dargestellten Apparat ersetzt werden. Bei dieser letzteren Anordnung dreht sich der Behälter E, in welchem die Verdampfung vor sich geht, nicht mehr, um eine verticale Achse, sondern er schwingt um eine horizontale Achse XXK Diese Be-. wegung wird durch eine Hubscheibe C hervorgerufen, in deren Curvennuth das Ende des Armes A1 geführt wird, welcher am Behälter E sitzt. Diese Hubscheibe erhält ihre Bewegung von einem Schneckenrad R und einer Schraube ohne Ende S. Behälter E wird durch Rohr D, an das sich ein Gummischlauch N anschliefsen kann, mit dem Röhrencondensator M in Verbindung gesetzt. T ist das Mannloch zum Reinigen des Apparates und zur Einbringung der Materialien. F ist der Einlafshahn der flüssigen, zu verdampfenden Masse, mm sind Schaulöcher und α αλ die Zuleitungs-, b br die Ableitungsröhren für das in dem Doppelmantel hinströmende heifse Wasser. V ist ein mit Hahn versehenes Rohr zur Verbindung der gesammten Apparatanordnung mit der Luftpumpe.
    Der geröstete und durch Wasser ausgezogene Kaffee (der Kaffeesatz) kann nach seiner Trock- . nung der Wirkung eines Lösungsmittels' (Schwefelkohlenstoff, Petroleum u. dergl.) ausgesetzt werden, was eine Extraction von 1 5 bis 20 pCt. guten, zum Schmieren der Maschinen oder zur Herstellung gewöhnlicher Seife geeigneten Oeles ermöglicht. Auch kann dieser geröstete und mit beiden Lösungsmitteln, Wasser und Petroleum, behandelte Kaffee wegen seines Stickstoff- und Phosphatgehaltes in der Land-, wirthschaft Verwendung finden,
    Obgleich im Vorstehenden nur' die Herstellung von Kaffeeextract beschrieben worden ■ ist, kann dasselbe Verfahren auch für andere einfache Extracte, wie Thee, Cichorie, oder für gemischte Extracte, wie Kaffee und Chokolade> Anwendung finden, was die Bereitung eines neuen Genufsmitiels ermöglicht. ·
    Patent-AνspRÜCHK:
    i. , Zum Zwecke der Herstellung von Kaffeer extract in Tablettenform ein combinirtes . Verfahren, welches zunächst in dem Ausziehen des Extractes mittelst Wasser unter Einwirkung von Hitze besteht, worauf dann durch Gefrieren die nicht verdampften1 Wassertheilchcn ausgeschieden und aus dem zertrümmerten Eis die Ausscheidung des '.. dickflüssigen Extractes durch Ausschleudern erfolgt, um schliefslich dieses Extract unter Einwirkung der Hitze von . aufsen bei Ueberführung der Verdampfungsproducte in einen Kühlapparat so weit zu condensiren , dafs es , in Tablettenform gebracht , werden kann. ' : ' ■
  2. 2. Zur Ausführung dieses Verfahrens ein mit Doppelmantel (B) umgebener Digestor (A), welcher auf mehreren Rollen (a b c) von
    : ungleichem Durchmesser und einem centralen Fufslager (F) aufruht, welche Rollen
    * und Fufslager auf einer in Drehung ver-
    .: setzten Scheibe montirt sind und dadurch dem Digestor eine nach allen Richtungen schaukelnde Bewegung ertheilen (Fig. i), in Verbindung mit dem Kühlapparat M M,
    (Fig· 3)· ■.·■■■ ;
    Als Ersatz der unter 2. gekennzeichneten Anordnung die Aufhängung des Digestors in horizontalen Zapfen und Anbringung eines abstehenden starren Armes, der durch Hubscheibe (C) Bewegung erhalt und den' Digestor schaukelt (Fig. 4), in Verbindung mit einem Kühlapparat. .·':'■ ;> .. >.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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