-
Tönender Geschwindigkeitsmesser, in dessen Trommel ein umlaufender
llitnehmer einen beweglichen Körper wechselweise anhebt und wieder fallen läßt und
ein Hindernis ihn im Fall auffängt, wenn die Umlaufsgeschwindigkeit eine vorbestimmte
Grenze überschreitet. Die Erfindung bezieht- sich auf tönende Geschwindigkeitsznesser,
in deren Trommel eine kreisende Vorrichtung bei jedem Umlauf einen frei beweglichen
Körper anhebt und hierauf fallen läßt, worauf der bewegliche Körper im Fall durch
ein Hindernis aufgehalten wird, sobald die Geschwindigkeit einen höheren Wert erreicht
als eine vorausbestimmte Grenzgeschwindigkeit.
-
Die Vorrichtungen dieser Art weisen den Dlißstand einer nur geringen
Empfindlichkeit auf, indem sie nur anzeigen, ob die Umlaufsgeschwindigkeit der Welle
größer oder kleiner als eine kritische Geschwindigkeit ist, ohne daß genauer angezeigt
würde, mit welcher Geschwindigkeit diese Welle umläuft.
-
Der Geschwindigkeitsmesser nach der Erfindung gestattet die Feststellung
der Umlaufsgeschwindigkeit der Welle mit sehr großer Annäherung.
Zu
diesem Zweck ist zusätzlich ein Hindernis angeordnet, welches den beweglichen Körper
aufhält, wenn die Geschwindigkeit einen geringeren Wert besitzt als eine zweite
Grenzgeschwindigkeit.
-
Durch diese Anordnung wird eine Zone zwischen dem bekannten Hindernis
der oberen Grenze und einem zusätzlichen Hindernis an der unteren Grenze geschaffen,
die so eng gemacht werden kann, wie erforderlich ist, und die einer vorausbestimmten
Geschwindigkeit unter Einfügung einer sehr geringen Toleranz entspricht. Die Vorrichtung
zeigt also eine ganz bestimmte Geschwindigkeit mit großer Genauigkeit an.
-
Nach der Erfindung kann der Geschwindikeitsmesser mit Hindern_ssen
ausgerüstet sein, welche mehrere Zonen von verschiedener Klangwirkung abteilen,
in welchen der Fall des beweglichen Körpers nicht aufgehalcen wird. Durch diese
Anordnung kann die Vorrichtung in genauer Weise mehrere aufeinanderfolgende Geschwindigkeiten
anzeigen.
-
Weiterhin sieht der Erfindungsgegenstand zwischen diesen Zonen Mittel
vor, um den frei beweglichen Körper bei jedem Umlauf anzuheben und mehrere Geschwindigkeiten
anzuzeigen, ähnlich wie bei der vorerwähnten Anordnung, diese Mittel können in verschiedener
relativer Lage zu den Zonen angeordnet werden.
-
In der Zeichnung ,ind bc-ispielsweise zwei .i#u,.fülirungsformen des
Erfiiidungsge"eils;andes dargestellt; es zeigen Abb. i bis 7 die eine Ausführungsform
in verschiedenen Stel-Iutigen, Abb.8 bis 16 eine zweite Ausführungsform ebenfalls
in verschiedenen Stellungen, Abb. 17 eine schaubild*#iclie Darstellung der ersten
Ausführungsform, Abb. 1S einen 'Schnitt der Abb. i,-.
-
Bei der ersten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes g(=mäl.')
Abb. i bi, ; , i7, i S bes:elit der Geschwindigkeitsmesser aus einer Scheibe @,
auf der ein trommelartiger Rand Befestigt ist, der einen gewölbten Teil 6 und einen
geradlinigen Teil 7 umfaßt. Eine Glocke 8 ist an der Scheibe initteis dreier starker
Niete 9 befestigt, die an dem Teil der Scheibe angeordnet sind, zu dem die den beweglichen
Teil des Ge-@,chwindigkeitsinessers darstellende Kugel il. keinen Zutritt hat, so
daß eine S-örung der Kugelbewegung nicht eintreten kann.
-
Der Geschwindigkeitsmesser wird unmittelbar an der Welle i i einer
Handkurbel 15 befestigt, und zwar beim Ausführungsbeispiel mittels zweier elasischer
Klauen 12 und 13, welche die Welle i i und die Kurbel 15 umfassen. Der gewölbte
Trommelteil eine öftnung 21, durch die die Kugel 1.1 durchtreten kann, um gegen
die Glocke 8 anzuschlagen, wenn die Umlaufsgeschwindigkeit der Vorrichtung eine
ganz bestimme Geschwindigkeit erreicht hat.
-
Dreht man aus der Stellung gemäß Abb. i den Messer in der Richtung
des Pfeiles, so wird die Kugel 14 so lange angehoben, bis die geradlinige Wand 7
wagerecht ist. Von diesem Augenblick an kann die Kugel 1.1 längs dieser Wand 7 rollen
und verläßt sie, sobald die senkrechte Stellung der Wand überschritten ist (Abb.3).
Es ist verständlich, daß, je nachdem die Drehgeschwindigkeit größer oder kleiner
ist, die Kugel 14. die nötige Zeit hat, zwischen den beiden obenerwähnten Stellungen
der geradlinigen Wand 7 größere oder kleinere Strecken zu durchlaufen. Ist die Geschwindigkeit
verhältnismäßig gering, so kann die Kugel 1¢ bis zu der Stellung gemäß Abb. 2 laufen
und vcrl.äfit die Wand 7 ungefähr in ihrer Mitte, um auf die gewölbte Wand 6 niederzufallen,
wie in Abb.3 gezeigt. Hier fällt also die Kugel auf ein Hindernis, das hier als
unteres Hindernis b bezeichnet werden soll. Hierdurch kann sie die Glocke 8 nicht
erreichen, und die Vorrichtung wird nicht zum Tönen gebrach;. Wenn die Geschwindigkeit
ansteigt, kann die Kugel 14 bei gleicher Winkeleinstellung der Vorrichtung nicht
bis zur Stel:ung gemäß Abb. 4 gelangen, so daß sie früher die geradlinige Wand 7
verläßt und so niederfällt, wie in Abb. 5 gezeigt. Ist nun diese Geschwindigkeit
entsprechend geu-.älih, so kann die Kugel 14 durch die Öffnung 21 herabfallen und
die Glocke 8 anschlagen. Es ist nun ohne weiteres verständüch, daf:), wenn die Drehgeschwindigkeit
noch mehr ansteigt, die Kugel eine noch geringere Strecke der geradlinigen Wand
7 durchläuft, bevor sie diese verl.äßt, und demgemäß auf das obere Hindernis a (Abb.
6) niederfällt, ohne einen Ton zu erzeugen.
-
Infolge der Begrenzung der Durchtrittsöifnurg 21 durch die Hindernisse
a und b
kamt man die Kugel 1.1 nur bei einer ganz bestinim:en Um:aufsgeschwindlgke't
zum Ertönen bringen. Beim weiteren Umlauf der Vorrichtung wird die Kugel immer wieder
die gleichen Stellungen einnehmen; sie gelan-t zunächst in die Stellungen gemäß
Abb. 6 und 7, um von neuem in die Steaung gemäß Abb. i zurückzulzehren, wodurch
der Kreislauf geschlossen wird.
-
In Abb.8 bis 16 ist eine zweite Ausführungsform des Geschwindigkeitsmessers
darges;el_lt. Hier besteht der Unterschied, daß zwei Durchtrittsöffnungen i9 und
2o vorgesehen sind, durch die hindurch die Kugel 16 -111 ',:? - he 8 anschlagen
kann. Außerdem sind bei dieser Ausführungsform zwei Hebevoilichtungen in Gestalt
der `Wände 17 und
i8 vorgesehen, die die Kugel 16 anheben, #clie
sie in die Durchtrittsöffnungen eindringen kann. Diese beiden Durchtrittsöffnungen
i 9 und 2o sind ebenfalls durch untere Hindernisse b' und b" und durch
obere Hindernisse a' und a" begrenzt.
-
Es ist zu bemerken, daß die so begrenzten Durchtrittsöffnungen oder
tönenden Zonen i9 und 2o verschiedene Stellungen relativ zu ihren Hebevorrichtungen
18 und 17 einnehmen. Diese Anordnung hat den Zweck, folgende Wirkungsweise der Vorrichtung
zuzulassen: Für eine vorbestimmte Umlaufsgeschwindigkeit fällt die angehobene und
von der Wand 18 abfallende Kugel 16 gemäß den früheren Ausführungen, wie in Abb.8
dargestellt, in -die Durchtrittsöffnung 2o unter Erzeugung eines Tones. Unmittelbar
nachdem sie von der Wand 18 gemäß Abb. 9 wieder angehoben und von ihr abgerollt
ist, fällt sie von neuem nach der gleichen Flugbahn, wie in Abb. 8 gezeigt. Wenn
sie aber dieser Flugbahn folgt, gelangt sie schließlich auf das Hindernis b' (Abb.
i o) und erzeugt keinen Ton. Wenn die Geschwindigkeit der Vorrichtung um ein solches
Maß steigt, daß die von der Wand i8 abfliegende Kugel eine Flugbahn gemäß Abb. i
i zurücklegt, kann sie in die Durchtrittsöffnung i 9 eindringen und die Glocke 8
anschlagen. Wird nun die Kugel gemäß Abb. i:! wieder angehoben und fliegt von neuem
von der `'Fand 17 ab, so fällt sie, da die Geschwindigkeit gleich geblieben ist
und da die Hebevorrichtungen symmetrisch sind, nach der gleichen Flugbahn, wie in
Abb. i i gezeigt, trifft aber jetzt wegen der verschiedenen Lagen der Zonen i9,
2o relativ zu ihren Hebelvorrichtungen 17, 18 auf das obere Hindernis a", so daß
kein Ton erzeugt wird.
-
Es ergibt sich also, daß infolge dieser Anordnung der Durchtrittsöffnungen
i9 und 2o die Kugel 16 die Glocke 8 bei jedem Umlauf und bei zwei vorausbestimmten
verschiedenen Geschwindigkeiten einmal anschlagen kann.
-
Zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten gibt es eine solche, bei
der die Kugel in keine der beiden Öffnungen i9 und 2o eintreten kann, so daß ein
Ton überhaupt nicht erzeugt wird. Diese Wirkungsweise ist in der gleichen Weise
wie weiter oben in den Abb. 1 4. bis 16 gezeigt. Bei dieser bestimmten GeEchwindigkeit
trifft die nach der Flugbahn gemäß Abb. 1.1 fallende Kugel 16 das obere Hindernis
a" der Durchtrittsöffnung 2o. Nachdem sie gemäß Abb. 15 angehoben wurde und nach
der gleichen Flugbahn wie in Abb. 14 gefallen ist, trifft die Kugel beim Fall das
untere Hindernis b', so daß die Vorrichtung ebenfalls nicht ertönt.
-
Es versteht sich von selbst, daß man auf dem Umfang der Glocke 8 eine
größere Anzahl von Hebevorrichtungen und entsprechenden Durchtrittsöffnungen anordnen
kann; die Hebevorrichtungen befinden sich hierbei in verschiedenen'Abständen von
den zugehörigen Durchtrittsöffnungen; desgleichen können diese Durchtrittsöffnungen
oder tönenden Zonen durch Vergrößerung des Abstandes der Hindernisse a und
b leicht vergrößert werden.
-
Durch die sachgemäße Verbindung dieser verschiedenen Elemente kann
die Vorrichtung beispielsweise zwei Sch'äge pro Umdrehung bei zu kleinen, einen
Schlag für normale Geschwindigkeiten und keinen Schlag bei Höchstgeschwindigkeit
er:önen lassen.