DE4136397A1 - Verbesserte endbearbeitungsmaschine fuer spulen - Google Patents

Verbesserte endbearbeitungsmaschine fuer spulen

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Description

Diese Erfindung betrifft eine Endbearbeitungsmaschine für Spulen, speziell aus Pappe, und die von dieser hergestellten Spulen. Bekannterweise müssen die als Träger für das Aufwic­ keln von Garnen verwendeten Spulen zum Schluß des Herstel­ lungsprozesses fein bearbeitet werden.
Dieser Arbeitsvorgang besteht im wesentlichen darin, auf der Außenfläche der Spule einen Einschnitt mit besonderen Merk­ malen für das automatische Anhaken des Fadens zu Beginn des Aufwickelns in den automatischen Einrichtungen herzustellen. Dieser Einschnitt wird von zwei angrenzenden Sektoren gebil­ det, wobei ein erster Sektor aus einem Einschnitt mit ausreichend großer Breite von wenigstens einigen Millimetern besteht und wobei ein zweiter Sektor aus einem Einschnitt mit einer Breite von wenigen Zehntel Millimetern besteht.
Der Zweck und die Erklärung dieser Verschiedenartigkeit liegt darin, daß der breite Einschnitt dazu dient, den über die Oberfläche der Spule gleitenden Faden "einzufangen", und der schmale Einschnitt hingegen dazu dient, dieses Gleiten so zu bremsen und zu hemmen, daß der eingeklemmte Faden beginnen kann, sich aufzuwickeln.
Es ist daher logisch, wie jeder Fachmann auf diesem Gebiet bestätigen kann, daß man danach trachtet, einen breiten Einschnitt von möglichst großer Weite und einen schmalen Einschnitt von geringer oder jedenfalls ausreichend schmaler Breite zu erhalten, um gleichzeitig die Möglichkeiten des Einführens und die Einfachheit des Festklemmens zu verbes­ sern.
Während es keine besonderen Schwierigkeiten gibt, einen breiten Einschnitt von ausreichender Weite auszuführen, ergeben sich jedoch ernste Schwierigkeiten bei dem engen Teil des Einschnitts.
Um das Festklemmen des Fadens zu ermöglichen, weisen die genannten Einschnitte nämlich Breiten von ca. 0,1 bis 0,3 mm auf.
Diese Breiten sind jedoch für sehr dünne Garne, wie sie heute verlangt werden, zu groß.
Es wurden daher Maschinen mit Schneiden von viel feinerer Stärke geschaffen, um schmale Einschnitte bis zu 0,08 mm herzustellen.
Dies hat jedoch das Problem mit sich gebracht, daß die extreme Dünne dieser Arten von Schneiden deren Stabilität und Haltbarkeit gefährdet hat und letztendlich die genann­ ten Schneiden nicht industriell eingesetzt werden können, da sie sehr leicht brechen und sich sehr viel schneller abnut­ zen.
Es ist ebenfalls bekannt, daß es Lösungen gibt, die darauf abzielen, die Griffigkeit des genannten schmalen Einschnitts zu erhöhen, ohne dessen Querschnitt über ein bestimmtes Maß hinaus zu verkleinern, wie zum Beispiel einen Einschnitt auszuführen, bei dem der schmale Teil im Zickzack gebildet wird, um den Widerstand gegen das Durchrutschen des Fadens zu erhöhen.
Die genannte Zickzackform erhöht jedoch die Weite des ent­ sprechenden Einschnitts, wie leicht zu verstehen ist.
Es ist daher gemäß der angeführten Patentschrift notwendig, den Einschnitt in dem schmalen und geformten Teil mit Hilfe eines Drucks, der auf die Ausführung dieses Einschnitts folgt und während der Herstellungsphase der Spulenhülse ausgeübt wird, wieder zu schließen.
Dieser mit den heutigen industriellen Verfahren durchgeführ­ te Arbeitsvorgang führt natürlich dazu, den Druck auf die gesamte Länge des Einschnitts auszuüben, da das für genann­ ten Druck verwendete Gerät eine Scheibe ist, wobei die genannte Furchenscheibe mit geeignetem Umfangsprofil frei um ihre Achse dreht, die natürlich parallel zur Spulenachse liegt; genannte Furchenscheibe wird für einige vollständige Umdrehungen der Spule im Bereich des genannten Einschnitts an die Oberfläche der Spule angelegt und angedrückt.
Dieser Arbeitsgang, der völlig geeignet ist, um die Breite des Einschnitts in seinem schmalen Sektor zu verengen, führt jedoch ebenfalls dazu, die Breite des Einschnitts auch in seinem breiten Sektor zu verengen, mit der unerwünschten Folge, daß das Einführen der Garne verhindert wird, insbe­ sondere der dickeren, die daher mit automatischen Aufspulma­ schinen auf diese Arten von Spulen nicht aufgespult werden können.
Es wäre daher wünschenswert und ist Aufgabe dieser Erfin­ dung, eine Endbearbeitungsmaschine für die genannten Spulen zu schaffen, die in der Lage ist, Einschnitte mit den erforderlichen Breiten herzustellen und die begrenzt auf den Sektor, in dem der Einschnitt schmaler ist, einen darauf fol­ genden Druck ausübt, wobei dies mit einer einfachen Einstel­ lung der Maschine automatisch an Spulen mit unterschiedli­ chem Durchmesser auszuführen ist. Diese Aufgabe wird gelöst durch Schaffung einer Endbearbeitungsmaschine, bei der die Furchenscheibe an die Oberfläche der Spule ausschließlich im Bereich deren schmalen Einschnitts angelegt und angedrückt wird und von dieser im Bereich des breiten Einschnitts abgehoben wird.
Die Erfindung wird aus der folgenden, rein beispielhaften und nicht einschränkenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher verständlich, wobei Fig. 1, 2 und 3 drei verschiedene Ausführungen einer erfindungs­ gemäßen Endbearbeitungsmaschine darstellen.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 sieht man die Hauptwelle 1 der Endbearbeitungsmaschine, deren Umdrehungszeit den Arbeits­ takt der Maschine bestimmt; mit genannter Welle sind mittels Bewegungsübertragungsmittel 2 wie Ketten, Räder etc. weitere drei Wellen 3, 4 und 5 verbunden, die mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit drehen.
Auf den genannten Wellen sitzen das motorgetriebene Messer 6, bzw. die motorgetriebene Spule 7, bzw. die Furchenscheibe 8, die wirksam durch genannte Mittel 2 mit der Welle 1 verbunden werden kann oder auch nicht motorgetrieben sein, d. h. sich im Leerlauf befinden kann. Das Messer 6, das ab­ gesehen von einer kurzen Innenaussparung kreisförmig ist, hat den gleichen Durchmesser wie die Spule.
Es ist offensichtlich, daß die räumliche Anordnung der ge­ nannten Elemente so geartet ist, daß das Messer 6 und die Furchenscheibe 8 sich in der gleichen Ebene befinden, um im Bereich der gleichen Umfangslinie auf der Spule 7 zu wirken.
Das Messer 6 weist zwei Profile auf: ein erstes, schmaleres Profil und ein zweites, breiteres Profil; des weiteren muß das Messer einen Verlauf der Schneide haben, der dem Verlauf des Schnittes gleicht, den man auf der Spule erhalten will.
Es ist offensichtlich, daß diese Profile die entsprechenden Einschnitte an der Spule 7 erzeugen.
Eine zweite Welle 9 dreht mit der gleichen Winkelgeschwin­ digkeit wie die Welle 1 und trägt einen Fühler 16, vorzugs­ weise einen Nocken, für die Winkelstellung der genannten Welle 9, auf dem sich eine Spitze- und Hebelvorrichtung 11 betätigt, die auf die Stellung der Welle 3 des Messers 6 einwirkt.
Genannter Nocken 16 ist dergestalt geformt und bemessen, daß er, verbunden mit der Vorrichtung 11, bei einem bestimmten Kreisbogen seines Umlaufs das Vorrücken des Messers 6 an die Spule 7 dergestalt verursacht, daß das Messer in die Spule einschneidet, indem es den gewünschten schmalen Einschnitt und breiten Einschnitt erzielt, und bei dem übrigen Kreisbo­ gen seines Umlaufs das genannte Messer 6 von der Spule 7 entfernt, um das Austauschen dieser Spule gegen eine neue zu bearbeitende Spule zu ermöglichen.
Eine dritte Welle 12 dreht mit der gleichen Winkelgeschwin­ digkeit wie die Wellen 1 und 9 und trägt einen zweiten Nocken 13, auf dem sich eine weitere Spitze- und Hebelvor­ richtung 14 betätigt, die auf die Stellung der Welle 5 der Furchenscheibe 8 einwirkt.
Genannter Nocken 13 besteht in der Tat aus zwei getrennten Nocken 13a und 13b, die im wesentlichen gleich sind sowie auf der gleichen Welle 12 befestigt sind.
Genannte Nocken 13a und 13b können unabhängig voneinander in Drehbewegung versetzt werden und in jeder Position auf genannter Welle 12 blockiert werden, so daß sie jedes mögliche Außenprofil bieten können, das durch eine beliebige Kombination ihrer Positionen miteinander zustandekommt.
Genannte Nocken 13a und 13b weisen insbesondere ein Profil dergestalt auf, daß, wenn nur einer von ihnen mit der Spitze- und Hebelvorrichtung 14 verbunden wäre, er die Furchenscheibe 8 an die Spule 7 vorrücken und mit ihrer Außenkante auf dem kleinsten der gewünschten Kreisbogen auf den zuvor von dem Messer verursachten Einschnitt drücken lassen kann.
Um diese Maschine einzustellen, genügt es nun, die folgenden beiden Eichungen durchzuführen:
  • a) Die wechselseitige Position der genannten Nocken 13a und 13b wird so eingestellt, daß ihr Gesamtprofil, das auf eine zweckmäßige verbreiterte Spitze 15 der Vorrichtung 14 einwirkt, das Vorrücken der Furchenscheibe 8 an die Spule auf einem vorherbestimmten Druckbogen verursacht, der so lang ist wie der schmale Einschnitt auf der Spule 7.
In Anbetracht dessen, daß die Wellen 9 und 12 mit der gleichen Geschwindigkeit drehen und daß die Spule den gleichen Durchmesser hat wie das Messer, wird deutlich, daß die Betätigung des Messers 6 und der Scheibe 8 immer in der gleichen Folge und mit den gleichen Intervallen im Takt erfolgen.
Auf diese Weise wird gewährleistet, daß die Scheibe 8 auf einen Kreisbogen der Spule drücken kann, der der Länge des Kreisbogens des schmalen Einschnitts und nur dieses Ein­ schnitts entspricht, jedoch ist nicht gewährleistet, daß der Anfang des Druckbogens mit dem wirklichen Anfang des schma­ len Einschnitts übereinstimmt. Dies sieht die zweite Eichung vor.
  • b) Genannte Nocken 13a und 13b, die untereinander bloc­ kiert sind, werden so gedreht, daß auf der Spule 7 der Punkt des Druckbeginns der Furchenscheibe 8 mit dem Anfangspunkt des schmalen Einschnitts übereinstimmt, oder wahlweise in eine andere Position.
Mit der vorstehenden Eichung ist es normal, daß auch der Ablösepunkt der Scheibe 8 mit dem Anfangspunkt des breiten Einschnitts auf der Spule übereinstimmt; falls jedoch der schmale Einschnitt auf den breiten Einschnitt folgt, ist es offensichtlich, daß der Ablösepunkt mit dem Ende des Ein­ schnitts übereinstimmt.
An dieser Stelle werden weitere Vorteile der Erfindung offensichtlich: Es ist in der Tat mit der beschriebenen Endbearbeitungsmaschine möglich, Spulen mit dem gleichen Durchmesser, jedoch mit entweder in der Umkreislinie oder winkelmäßig unterschiedlichen schmalen Einschnitten zu bear­ beiten, ohne die Furchenscheibe zu wechseln.
In der Tat genügt es, das Messer gegen ein anderes Messer mit gleichem Durchmesser, aber mit einem anderen Einschnitt­ verlauf auszutauschen, und die wechselseitige Position der Nocken 13a und 13b zweckmäßig einzustellen, wobei sie auf der Welle 12 in einer zweckmäßigen Position arretiert werden, um auch Spulen mit - je nach den gewünschten erforderlichen Eigenschaften - sehr unterschiedlichen Ein­ schnitten bearbeiten zu können.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Endbearbeitungs­ maschine nur mit einfachen mechanischen Reglern bedient wird und billig und mit einfachen und sicheren mechanischen Verfahren hergestellt werden kann.
Es ist offensichtlich, daß die Furchenscheibe 8 nicht motorgetrieben sein muß; in manchen Fällen jedoch ist es zweckmäßig, daß genannte Scheibe motorgetrieben ist, um die Genauigkeit bei bestimmten Spulenarten zu verbessern.
In diesem Fall müssen ihr Außendurchmesser und ihre Umkreis­ geschwindigkeit gleich sein wie die des Messers.
Für den Fachmann auf diesem Gebiet werden weitere Umstände selbstverständlich sein: beispielsweise können die Wellen 9 und 12 beseitigt werden und die Spitze- und Hebelvorrichtun­ gen 11 und 14 können von entsprechenden, auf die Welle 1 übertragenen Nocken betätigt werden.
Entscheidend für die Arbeitsweise der beschriebenen Endbear­ beitungsmaschine ist, daß die Bewegung des Messers 6 mit der Bewegung der Spule 7 und der Scheibe 8 synchronisiert wird, und die bis hierher erfolgten Erläuterungen ermöglichen es jedem Fachmann auf diesem Gebiet, andere gleichwertige Techniken zu entwickeln, um genannte Synchronisation zu erhalten.
Die beschriebene Maschine weist jedoch einen Nachteil auf:
Wenn man nämlich Spulen mit einem von dem Durchmesser des Messers verschiedenen Außendurchmesser bearbeiten will, ist die Maschine nicht mehr geeignet, da das Messer auf der Spule mit einem Maß drehen würde, das größer oder kleiner ist als deren Umkreis, und einen längeren oder kürzeren Einschnitt als gewünscht verursachen würde.
Es ist daher notwendig, die Maschine zu stoppen und das Messer gegen ein anderes Messer mit passenden Maßen auszu­ tauschen, wobei man jedoch sowohl in bezug auf den Einsatz von Spezialausrüstungen als auch in bezug auf die Maschinen­ umrüstzeit bei jedem Wechsel der Spulenart eine schwerwie­ gende Belastung in Kauf nimmt.
Um diesen Nachteilen abzuhelfen, wird die in Fig. 2 am Bei­ spiel dargestellte Endbearbeitungsmaschine vorgeschlagen.
In dieser Darstellung sind die zwei Wellen 21 und 22 zu bemerken, die mit gleicher Geschwindigkeit drehen, sowie die zwei jeweiligen Spitze- und Hebelsysteme 23 und 24, die völlig analog zu dem soeben beschriebenen sind; auch der Doppelnocken 30 ist völlig analog zu dem Doppelnocken 13 von Fig. 1.
Bei dieser Endbearbeitungsmaschine sind das Messer 25 und die Spule 26 motorgetrieben, wie im vorhergehenden Fall, ihre Achsen drehen jedoch im Unterschied zum vorhergehenden Fall mit verschiedenen und unabhängigen Geschwindigkeiten, gesteuert von Drehzahlvariatoren, so daß ihre reziproke Drehzahl variiert werden kann, bis die gleiche Umfangsge­ schwindigkeit erreicht ist, die für eine korrekte Ausführung des Einschnitts unabdingbar ist.
Das Messer 25, das in der Konstruktion dem vorher beschrie­ benen Messer ähnlich ist, ist an seinem Außenprofil mit einer zurücktretenden Aussparung 29 versehen, die in fronta­ ler Position zur Spule so hergestellt wird, daß das Messer sich vor Beginn der Drehung deutlich auf die Spule vorrücken läßt, indem deren Profil in die genannte zurücktretende Aussparung 29 eingeführt wird.
Das Messer ist natürlich mit Profilen für den schmalen und breiten Einschnitt versehen und dreht nicht dauernd, sondern führt bei jedem Maschinentakt, praktisch bei jeder Drehung des Nockens 28, eine einzelne Drehung aus, indem es durch eine automatische Ein- und Auskupplungsvorrichtung 27 in Drehung versetzt wird, die die Verbindung zwischen der angetriebenen Welle, auf der genanntes Messer sitzt, und ihrer Antriebswelle (nicht dargestellt) herstellt und löst.
Die Steuerung der Synchronisation für das Starten der Kupplungsvorrichtung kann mit einer zweckmäßigen Verzögerung des Beginns des Arbeitstakts mittels beispielsweise eines zweiten Nockens (nicht dargestellt) erreicht werden, der an der Welle 21 angebracht ist und der auf einen Schalter einwirkt, welcher die genannte Kupplungsvorrichtung 27 betä­ tigt.
Die Steuerung für das Auskuppeln der Gruppe nach der ge­ wünschten Drehung des Messers, und damit für dessen Stopp, kann auf verschiedene Arten erreicht werden, beispielsweise mit einem optischen Sensor, der das Ende der Aussparung 29 auffängt und der die Gruppe 27 automatisch auskuppelt, oder mit gleichwertigen, einfachen Mitteln.
Das Vordringen des Messers in die Spule wird wie im vorheri­ gen Fall mit dem Nocken 28 durchgeführt, der in zweckmäßiger Weise auf einer mit dem Maschinentakt synchronisierten Welle sitzt und auf eine Spitze- und Hebelvorrichtung 23 einwirkt, die die Drehachse des Messers 25 parallel verschiebt.
Es wird nun die Arbeitsweise deutlich; denn mittels der zweckmäßigen Kombination der folgenden Elemente
  • - genannte automatische Ein- und Auskupplungsvorrichtung 27, vorzugsweise ein schrittweise arbeitender Drehsteller,
  • - der Drehzahlvariator für das Messer,
  • - die Vorrückvorrichtung des Messers zur Spule,
  • - die Abmessung und das Außenprofil des Messers,
  • - die Synchronisierung der genannten Elemente, die jeder Fachmann dieses Gebiets ohne jegliche Schwierigkeit herstel­ len kann,
wird ein gleichmäßiger und vollständiger Einschnitt auf der Spule erzeugt, wobei genannter Einschnitt innerhalb eines Maschinengangs ausgeführt wird, indem ein Messer verwendet wird, das während des Maschinengangs eine einzelne Umdrehung ausführt und das an vorherbestimmten und gleichbleibenden Stellen in die Spule eindringt und aus ihr austritt, und bei dem seine regelbare Umfangsgeschwindigkeit gleich einge­ stellt wird wie die Umfangsgeschwindigkeit der Spule.
Die darauffolgende Bearbeitung mit der Furchenscheibe 17, die in diesem Beispiel nicht motorgetrieben ist, geschieht mit den gleichen Bedingungen wie im vorherigen Fall be­ schrieben, mit der Welle 22 des Doppelnockens 30, die mit der gleichen Geschwindigkeit dreht wie die Welle 21.
Tatsächlich geschehen die Schneide- und Druckvorgänge bei jedem Arbeitstakt einzeln, und zweiter muß mit einer gleich­ bleibenden Verzögerung zu erstem durchgeführt werden.
Wie bereits erwähnt, gewährleistet der Einsatz einer zweck­ mäßig gesteuerten und zum Arbeitstakt verzögerten Ein- und Auskupplungsvorrichtung, mit der auch die Vorrückbewegung des Messers zur Spule zweckmäßig synchronisiert wird, daß der Beginn des schmalen Einschnitts genau an der Stelle er­ folgt, an der danach der Druck beginnt, da auch die Steue­ rung der Vorrückbewegung der Furchenscheibe mit dem gleichen Arbeitstakt synchronisiert ist.
Man kann nun nachweisen, daß diese Lösung es ermöglicht, Spulen mit unterschiedlichem Durchmesser zu bearbeiten, ohne das Messer wechseln zu müssen, indem man einfach feststellt, daß es genügt, die Drehzahlvariatoren der Motoren einzustel­ len, die das Messer und die Spule in Drehung versetzen, bis man die gleiche Umfangsgeschwindigkeit erhält.
Es ist offensichtlich, daß in diesem Fall das gleiche Messer auf Spulen mit unterschiedlichem Durchmesser, die jedenfalls einen Durchmesser haben, der kleiner ist als der Durchmesser des Messers, einen Einschnitt mit identischer Umfangslinie herstellt, und dies ist gewöhnlich akzeptabel, bis der Durchmesser der Spule sich in einem Maße verringert, bei dem das Messer beginnt, den eigenen Eindruck auf der Spule zu überlagern, da sein Profil einen Verlauf hat, der länger ist als der Umfang der Spule.
Auch im entgegengesetzten Fall, bei dem der Durchmesser der Spule größer wird als der Durchmesser des Messers, kann man ohne die Notwendigkeit, das Messer zu wechseln, vorgehen, da es sehr häufig nicht erforderlich ist, die Spule auf ihrer gesamten Umfangslinie zu bearbeiten, sondern nur auf einem Teil von ihr.
Also ist es bei einer sorgfältigen Wahl der Merkmale eines einzigen Messer möglich, Spulen mit sehr verschiedenen Durchmessern zu bearbeiten, wodurch sowohl der Einsatz von Spezialausrüstungen, als auch die Maschinenumrüstzeit bei jedem Wechsel der Spulenart drastisch reduziert wird.
Eine Variante der in Fig. 2 beispielhaft dargestellten Lö­ sung besteht in der beispielsweise in Fig. 3 gezeigten Endbearbeitungsmaschine.
Diese Lösung kann immer dann zur Ausführung kommen, wenn es notwendig ist, eine selbständig angetriebene Furchenscheibe einzusetzen. In genannter Fig. 3 ist bezüglich der Rota­ tions- und Vorrückorgane des Messers 31 wie auch der Scheibe 32 zur Spule 33 ein im wesentlichen symmetrischer Aufbau zu bemerken.
Folgende Besonderheiten weist diese Endbearbeitungsmaschine neben den aus der Fig. 3 und aus den vorherigen Erläuterun­ gen leicht zu erschließenden auf:
  • - Das Messer 31, die Spule 33 und die Furchenscheibe 32 können verschiedene Außendurchmesser besitzen, sie müssen jedoch die gleiche Umfangsgeschwindigkeit haben.
  • - Dafür müssen die genannten Elemente unabhängige Motoran­ triebe haben, die beispielsweise mit Drehzahlvariatoren ausgeführt sind, damit sie ihre Winkelgeschwindigkeit ändern können, um die gleiche Umfangsgeschwindigkeit zu erhalten.
  • - Das Messer und die Furchenscheibe müssen unabhängig voneinander von eigenen Ein- und Auskupplungsvorrichtungen 36 bzw. 37 in Drehbewegung versetzt werden, die z. B. der beschriebenen ähneln, und die genanntes Messer und genannte Scheibe veranlassen, eine einzelne Umdrehung innerhalb des Maschinengangs auszuführen.
  • - Die Furchenscheibe muß ein Außenprofil haben, das dem maximalen Verlauf der Druckstrecke gleicht, die man auf der Spule erhalten will.
  • - Die Steuerung der Drehbewegungen sowohl des Messers als auch der Furchenscheibe erfolgt durch geeignete, passend synchronisierte Sensoren, die auf die jeweiligen Kupplungs­ vorrichtungen 36 bzw. 37 im Bereich bestimmter Positionen der Wellen 34 und 35, die mit gleicher Geschwindigkeit und insgesamt in analoger Weise laufen wie im vorher betrachte­ ten Fall.
  • - Die Welle 35, die den Nocken 38 für die Vorrückbewegung der Scheibe 32 trägt, dreht mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Welle 34.
  • - Der Nocken 38, der die Scheibe 32 vorrücken läßt, ist ein­ zeln und sitzt fest an seiner Welle 35 und hat das gleiche Profil wie der Nocken 39 des Messers.
  • - Das Stoppen sowohl des Messers wie auch der Furchenscheibe wird durch geeignete Sensoren gesteuert, die, sobald sie durch die Stellung des genannten Messers bzw. der genannten Scheibe aktiviert werden, auf genannte Stoppvorrichtungen 36 und 37 einwirken.
Das System für die Vorrückbewegung des Messers zur Spule ist wie im vorherigen Fall beschrieben, während das System für die Vorrückbewegung der Furchenscheibe 32 zur Spule vollkom­ men symmetrisch ist zu dem System für das Messer, um die Konstanz der Abfolge und der Intervalle zu gewährleisten.
Für den Fachmann dieses Gebiets bietet die Fig. 3 alle we­ sentlichen Bestandteile, um die Erfindung zu verstehen.
Es versteht sich, daß das Ausgeführte und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gezeigte lediglich als Bei­ spiel für die Erfindung ausgeführt wurde, und daß weitere Modifikationen und Varianten ausgeführt werden können, ohne dabei den Rahmen dieser Erfindung zu verlassen.

Claims (10)

1. Endbearbeitungsmaschine für Spulen speziell aus Pappe, bestehend aus einer Spule (7), die in synchrone Drehbe­ wegung mit einem kreisförmigen Messer (6) versetzt wird, um einen breiten Einschnitt und einen schmalen Einschnitt auf einem Umkreis der genannten Spule anzu­ bringen, einer Furchenscheibe (8) für das Zusammen­ drücken des Umkreises im Bereich der genannten Ein­ schnitte, einer ersten Welle (9), auf der ein Winkel­ positionssensor (16) sitzt, der mittels einer Vorrich­ tung (11), vorzugsweise einer Spitze- und Hebelvorrich­ tung, die Vorrück- und Einschneidebewegung des genann­ ten Messers (6) in genannte Spule (7) steuert, einer zweiten Welle (12), die unter Umständen mit der ersten zusammenfällt, auf der ein zweiter Winkelpositionssen­ sor (13) sitzt, der mittels einer zweiten Vorrichtung (14), vorzugsweise einer Spitze- und Hebelvorrichtung, die Vorrück- und Druckbewegung der genannten Furchen­ scheibe (8) an der Spule sowie die darauffolgende Ab­ hebebewegung steuert, wobei genannte Wellen (9) und (12) miteinander verbunden sind, um synchron zu drehen, dadurch gekennzeichnet, daß genannter zweiter Winkelpo­ sitionssensor (13), der auf die Bewegung der genannten Furchenscheibe einwirkt, aus mehreren Grundsensoren (13a, 13b) besteht, die auf der gleichen Welle (12) sitzen und wechselseitig und unabhängig voneinander auf genannter Welle (12) drehbar sind, so daß sie je nach ihrer wechselseitigen Position dem genannten zweiten Sensor (13) eine variable und einstellbare Ansprech­ kurve geben können, und daß genannte Vorrichtung (14) von dem genannten zweiten Sensor (13) mittels eines Meßelements (15) gesteuert wird, das empfindlich ist für die Ansprechkurve des genannten zweiten Sensors (13).
2. Endbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß genannter zweiter Sensor (13) ein Profil dergestalt annehmen kann, daß er die Vorrückbe­ wegung und den Kontakt zwischen genannter Scheibe (8) und der Spule auf einem Rotationsbogen der letzteren steuert, dessen Umfangsstrecke der Länge des schmalen Einschnitts gleicht.
3. Endbearbeitungsmaschine nach den vorhergehenden Ansprü­ chen, dadurch gekennzeichnet, daß genannter zweiter Sensor (13) auf seiner Drehwelle (12) gedreht und fest­ gestellt werden kann, dergestalt daß der Anfang der Kontaktstrecke zwischen genannter Scheibe (8) und der Spule mit dem Anfang des schmalen Einschnitts auf der Spule zusammenfällt.
4. Endbearbeitungsmaschine nach Anspruch 3, bestehend ins­ besondere aus einem Messer (25), dessen Durchmesser von dem Durchmesser der Spule (26) verschieden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
  • - genannte Scheibe (25) und genannte Spule (26) durch unabhängige und einstellbare Motorantriebe in Drehbewe­ gung versetzt werden,
  • - ihre Umfangsgeschwindigkeit identisch gehalten werden kann durch Einwirkung auf geeignete Regulierungsorgane, vorzugsweise Drehzahlvariatoren, die den Motorantrieb der Drehwellen des genannten Messers (25) und der ge­ nannten Spule (26) steuern,
  • - und daß der Motorantrieb der Drehwelle des Messers mit genannter Welle über eine Kupplung oder Ein- und Auskupplungsvorrichtung (27) verbunden ist, deren Kup­ pelsteuerung mit einer bestimmten Stellung der Welle (21) synchronisiert ist, auf der auch der Sensor (28) der Vorrückbewegung des Messers sitzt.
5. Endbearbeitungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Motorantrieb der Dreh­ welle des Messers von der genannten Welle getrennt wird durch genannte Vorrichtung (27), deren Auskuppelsteue­ rung mit einer bestimmten Stellung, die das Messer (25) einnimmt, synchronisiert ist.
6. Endbearbeitungsmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich jeder vollständige Ein- und Auskuppeltakt der genannten Vorrichtung (27) innerhalb des Maschinengangs vollzieht, der definiert ist durch eine vollständige Umdrehung der Steuerwelle (21) des Sensors (28) für die Vorrückbewegung des Messers.
7. Endbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 6, bestehend aus einem Messer (25) mit einem Um­ fangsverlauf, bei dem die Schneiden, die in einem Kreisbogen für den schmalen bzw. breiten Einschnitt ge­ formt sind, von einer nach innen zurücktretenden Aus­ sparung (29), vorzugsweise mit scharfen Kanten, unter­ brochen sind, dadurch gekennzeichnet, daß genannte Aus­ sparung (29) der genannten Spule (25) dergestalt zuge­ wandt ist, daß sie nach dem Vorrücken zu dieser und vor dem Beginn der Drehung des Messers einen Teil des Spu­ lenprofils umfaßt.
8. Endbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Furchenscheibe (32) motorgetrieben ist und daß die Steuerung sowohl der Drehbewegung der genannten Scheibe (32) als auch deren Vorrückbewegung für den Druck auf die Spule jeweils durch einen Motor mit einstellbarer Geschwindigkeit ge­ bildet wird, der mit einer Ein- und Auskupplungsvor­ richtung (37) verbunden ist, die analog ist zu der Vor­ richtung (36) für die Drehbewegung des Messers (31) und abhängig von der Stellung der Welle (35) aktiviert wird, sowie durch einen Sensor (38), der an die gleiche Welle (35) gekuppelt ist und mit einer Spitze- und He­ belvorrichtung (41) verbunden ist, die den entsprechen­ den Teilen (39, 40) gleicht, die vorgesehen sind, um die Steuerung der Vorrückbewegung des Messers (31) zu leisten.
9. Endbearbeitungsmaschine nach den vorhergehenden Ansprü­ chen, dadurch gekennzeichnet, daß genannter Sensor (38) für die Vorrückbewegung der Furchenscheibe eine An­ sprechkurve aufweist, die der Kurve des Sensors (39) für die Vorrückbewegung des Messers gleicht.
10. Endbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß genannte Winkel­ positionssensoren der Drehwellen von Nocken gebildet werden.
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