DE4135409C2 - Verfahren zum Ausstatten von Gefäßen und Etikettiermaschine zum Ausführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Ausstatten von Gefäßen und Etikettiermaschine zum Ausführen des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausstatten von
Gefäßen und eine Etikettiermaschine zum Ausführen des
Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des
Anspruchs 3.
Es ist bekannt, an Gefäße Etiketten anzubringen, die sowohl
einen Teil der Mantelfläche als auch der Stirnfläche des
Gefäßes bedecken. Derartige Etiketten werden beispielsweise
zur Verschlußsicherung von gefüllten Gefäßen eingesetzt. Die
Verschlußsicherungsetiketten können mit einem Brustetikett
am Hals eines Gefäßes kombiniert werden, d. h. einstückig
ausgeführt sein. Bei bekannten Etikettiermaschinen wird das
auszustattende Gefäß üblicherweise durch einen Stempel gegen
einen das Gefäß tragenden Teller gedrückt und unter
Beibehaltung dieser axialen Einspannung an einer
Ausstattungsstation zum Aufbringen des
Verschlußsicherungsetiketts vorbeigeführt. Dabei wird das
Etikett zuerst an die Mantelfläche eines Gefäßes angeklebt,
wobei der über die Stirnfläche des Gefäßes überstehende Teil
des Etiketts an dem hierfür speziell mit Rippen versehenen
Stempel anhaftet. Dadurch besteht zwischen dem Überstand und
den Rippen des Stempels ein ausreichender Klebekontakt, der
zur Fixierung des Überstandes bis zum Auslauf der
Etikettiermaschine dient. Erst nach Anheben des Stempels im
Auslaufbereich der Maschine wird der Überstand durch
entsprechend geeignete Umlegeeinrichtungen an die
Stirnfläche des Gefäßes angedrückt. So sind beispielsweise
mit dem Auslaufstern umlaufende Schieber mit einer
Andrückrolle bekannt ("Handbuch der Ausstattungstechnik",
5. Auflage, Seite 200, herausgegeben von der KRONES AG).
Diese Technik hat den Nachteil, daß sich im Laufe der
Betriebszeit zunehmend Leim an den verrippten Stempeln der
Maschine ansammelt, was zum einen eine regelmäßige Reinigung
erfordert und zum anderen eine Beeinträchtigung des
Ausstattungsergebnisses bewirken kann, wenn beispielsweise
der Überstand eines Etiketts am Stempel verhältnismäßig fest
anhaftet, so daß beim Anheben des Stempels im
Maschinenauslauf das Etikett aus seiner ursprünglichen
Position verrutscht wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Etikettiermaschine zu schaffen, das/die
eine verbesserte und betriebssichere Verarbeitung von
Ausstattungszuschnitten ermöglicht, die auch die Stirnfläche
von Gefäßen bedecken.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil
der Ansprüche 1 und 3 angegebenen Merkmale.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der hierfür
vorgesehenen Etikettiermaschine erfolgt die Fixierung des
Überstandes eines Ausstattungszuschnitts nach dem Ankleben
an die Mantelfläche eines Gefäßes bis zum Umlegen des
Überstandes nicht durch ein vorübergehendes Ankleben des
Überstandes am Stempel, sondern durch Abstützen und/oder
Festhalten der Außenseite des Überstandes. Dadurch kann auf
einen Klebekontakt zwischen Überstand und Stempel verzichtet
werden.
Bei der Verarbeitung von Ausstattungszuschnitten aus
saugfähigem Material, z. B. Papier, mit einem
Flüssigklebstoff wird dabei der Effekt ausgenutzt, daß durch
das Auftragen des Klebstoffes auf die Innenseite des
Ausstattungszuschnittes ein Bimetalleffekt eintritt, d. h.
durch die Flüssigkeitsaufnahme an der Innenseite tendiert
das Ausstattungsmaterial zum Einrollen zur trockenen
Außenseite hin. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt bei
quer zur Längserstreckung des auszustattenden Gefäßes
verlaufender Faserrichtung im Ausstattungsmaterial.
Speziell bei der Verarbeitung von wasserhaltigen
Flüssigklebstoffen genügt deshalb unmittelbar nach dem
Ankleben des Ausstattungszuschnittes am Gefäß eine
Abstützung der Außenseite des Überstandes. Durch die
Wasseraufnahme und den oben beschriebenen Effekt legt sich
der Überstand von selbst gegen ein entsprechend angeordnetes
Stützelement an. Zum Abstützen des Überstandes wäre
beispielsweise ein dem Überstand höhenmäßig zugeordneter
umlaufender Riemen oder ein entsprechend ausgebildeter
Schieber geeignet.
Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung der Erfindung
gemäß Anspruch 9, wodurch ein den Drehbewegungen des Gefäßes
während des Ausstattungsvorganges folgendes Abstützen des
Überstandes möglich ist. Durch diese Maßnahme werden
Drehbewegungen relativ zwischen dem Überstand und dem die
Außenseite abstützenden Stützelement vermieden, die unter
Umständen zu einem Verrutschen oder Verknittern des
Überstandes führen könnten. Günstig ist deshalb eine
Zuordnung des Stützelements zu dem das Gefäß gegen den
Teller drückenden Stempel und eine verdrehfeste Verbindung
dieser beiden Teile.
Durch eine Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 7 kann
das erfindungsgemäße Verfahren in einfacher Weise auch bei
konventionellen Etikettiermaschinen ohne großen Aufwand
eingesetzt bzw. bei vorhandenen Etikettiermaschinen
nachgerüstet werden.
Als Stützelement ist ein topfförmiger Körper geeignet, der
an der vorhandenen Steuereinrichtung des Stempels befestigt
werden kann, derart, daß das Stützelement koaxial zum
Stempel angeordnet ist und diesen umfangsmäßig umfaßt. Eine
Weiterbildung der Erfindung entsprechend den Merkmalen der
Ansprüche 12 bis 14 ermöglicht eine Abstützung bzw. ein
Halten des Überstandes bis zu dessen Anlegen an die
Stirnfläche des auszustattenden Gefäßes. Das kann dadurch
erreicht werden, daß zwischen dem Stützelement und der
Stirnfläche des Gefäßes ein ausreichender Abstand bzw. Spalt
besteht, durch den ein Anlegeelement kollisionsfrei
hindurchgreifen kann.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung nach Anspruch 18 kann
das der Außenseite des Überstandes eines
Ausstattungszuschnittes zugeordnete Stützelement auch eine
Haltefunktion ausüben, indem durch integrierte
Vakuumöffnungen der Überstand bis zum Anlegen an die
Stirnfläche des Gefäßes in einer definierten Stellung
gehalten wird. Durch diese Weiterbildung können
beispielsweise auch Selbstklebeetiketten bei hoher Leistung
betriebssicher verarbeitet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Fig.
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Etikettiermaschine ohne
deren Oberteil,
Fig. 2 einen senkrechten Teilschnitt entlang der Linie A-B
in Fig. 1,
Fig. 3 einen senkrechten Teilschnitt entlang der Linie C-D
in Fig. 1.
Die in Fig. 1 erkennbare Etikettiermaschine besitzt einen
als Drehtisch ausgebildeten Transporteur 11, der an seinem
Umfang mit gleichmäßigem Teilungsabstand angeordnete Teller
14 zur Aufnahme von Gefäßen 2 trägt. An der Peripherie des
Drehtisches 11 sind eine erste und zweite
Ausstattungsstation 12 und 13 plaziert. Durch die erste
Ausstattungsstation 12 wird beispielsweise am Rumpf- und
Halsbereich einer Flasche jeweils ein Ausstattungszuschnitt
1 und 45 angeklebt, während mit der zweiten
Ausstattungsstation 13 noch auf das gleiche Gefäß ein
Rückenetikett 46 angeklebt werden kann. Zum Anbürsten und
Andrücken der Ausstattungszuschnitte an die Kontur des
Gefäßes sind ortsfest angebrachte Bürsten 24 und
Schwammrollen 25 vorhanden.
Das in Fig. 1 nicht dargestellte Oberteil der
Etikettiermaschine ist in Fig. 2 in einem senkrechten
Teilschnitt erkennbar.
Das Oberteil umfaßt ein verdrehfest mit dem Drehtisch 11
verbundenes Karussell 26, über dem eine feststehende
Steuerkurve 18 plaziert ist. Auf der Oberseite des
Karussells 26 sind koaxial zur Drehachse der Teller 14
jeweils Führungszylinder 27 starr angeflanscht, in denen
eine Hülse 20 verschiebbar geführt wird. An der Hülse 20 ist
ein Gleitstein 28 befestigt, der einen zur Steuerkurve 18
weisenden, sich axial erstreckenden Schlitz im
Führungszylinder 27 durchgreift und eine die Steuerkurve 18
abtastende, drehbare Kurvenrolle 19 trägt. Die an ihrem vom
Teller 14 abgewandten Ende verschlossene Hülse 20 nimmt in
ihrer Innenbohrung eine axial bewegliche Stange 21 auf. Eine
im Hohlraum der Hülse 20 eingeschlossene, vorgespannte
Druckfeder 22 beaufschlagt die Stange 21 permanent in
Richtung zum Teller 14. Durch einen als Zapfen ausgebildeten
Anschlag 23 wird die Stange 21 gegen Herausfallen aus der
Hülse 20 gesichert und zugleich die untere Endlage bezüglich
der Hülse 20 festgelegt. Hierzu ist der als Zapfen
ausgebildete Anschlag 23 in einem Axialschlitz 29 der Hülse
20 geführt, wodurch zugleich eine Verdrehsicherung der
Stange 21 erzielt wird. Das aus der Hülse 20 überstehende
Ende der Stange 21 trägt einen frei drehbar gelagerten
Stempel 9, der durch einen Verschluß 30 austauschbar
gehalten wird. In gleicher Weise ist ein topfförmiges
Stützelement 8 am unteren, zum Teller 14 weisenden Ende der
Hülse 20 frei drehbar und austauschbar durch einen Verschluß
31 befestigt. Durch Zusammenwirken eines am Stempel 9
angeformten Auslegers 32 mit einer sich in axialer Richtung
erstreckenden Öffnung im Stützelement 8 besteht eine
Drehverbindung zwischen dem Stützelement 8 und dem Stempel
9, wobei beide Teile axial zueinander relativ bewegbar sind.
In Fig. 2 befindet sich das Stützelement 8 gegenüber dem
Stempel 9 in einer Bereitschaftsstellung.
Der um eine senkrechte Achse drehbar im Drehtisch gelagerte
Teller 14 steht über ein Ritzel 33 mit einem schwenkbar am
Drehtisch 11 gelagerten Zahnsegment 34 in Verbindung, das
seinerseits mit einer Kurvenrolle 35 in eine in sich
geschlossene Nutkurve 36, ausgebildet in einem feststehenden
Kurvenring 37, eingreift. Hierdurch werden alle Teller 14
der Etikettiermaschine bei einer Rotation des Drehtisches 11
einer programmierten Drehung bzw. Positionierung
unterworfen, wie sie der Etikettiervorgang erfordert. Zur
zuverlässigen Übertragung der Drehung vom Teller 14 auf das
Gefäß 2 ist an der Oberseite des Tellers 14 ein
Reibungsbelag 38 vorgesehen. Ebenfalls zur Vermeidung von
Schlupf zwischen der Stirnfläche 4 eines Gefäßes und dem
Stempel 9 ist an diesem ein Reibungsbelag 39 vorhanden.
Ein Ausstattungszyklus läuft folgendermaßen ab:
Die durch einen Förderer der Etikettiermaschine zugeführten
Gefäße 2 werden durch eine Einteilschnecke 41 auf die
Maschinenteilung auseinandergezogen, einem Einlaufstern 42
zugeführt und durch diesen in Zusammenarbeit mit einem
Führungsbogen 44 auf den die Teller 14 tragenden Drehtisch
11 aufgeschoben (Fig. 1). Noch bevor ein Gefäß 2 vom
Einlaufstern 42 und dem Führungsbogen 44 freigegeben wird,
senkt die Steuereinrichtung 10 den Stempel 9 und das
Stützelement 8 aus einer angehobenen Position, die diese im
Bereich zwischen dem Auslaufstern 43 und Einlaufstern 42
einnehmen, unter Beibehaltung der Relativlage ab, bis der
Stempel 9 die Stirnfläche 4 des Gefäßes 2 berührt. Ab diesem
Moment ist die Abwärtsbewegung des Stempels 9 beendet. Durch
eine weitergehende, geringfügige Absenkung der Hülse 20 wird
die mit dem Anschlag 23 zusammenwirkende Anlagefläche an der
Hülse 20 freigegeben, so daß die Vorspannkraft der
Druckfeder 22 über den Stempel 9 auf das Gefäß 2 einwirkt.
Die Steuerkurve 18 ist in ihrem Verlauf so ausgelegt, daß
nach dem axialen, reibschlüssigen Einspannen des Gefäßes 2
zwischen dem Teller 14 und dem Stempel 9 die Absenkbewegung
der Hülse 20 und des daran gehaltenen Stützelements 8
gestoppt wird. Diese Stellung ist in Fig. 2 erkennbar. Der
Abstand zwischen der Stirnseite 16 des Stützelements 8 und
der Stirnfläche 4 des Gefäßes 2 ist so bemessen, daß beim
Passieren der ersten Ausstattungsstation 12 der die
Stirnfläche 4 des Gefäßes 2 überragende
Ausstattungszuschnitt 6 radial von außen an die Mantelfläche
3 angeklebt werden kann. Erst unmittelbar danach wird das
topfförmige Stützelement 8 mit Hilfe der Steuereinrichtung
10 durch weiteres Absenken der Hülse 20 in die in Fig. 3
dargestellte tiefer liegende Arbeitsstellung gebracht.
Wie dort zu erkennen ist, umfaßt das Stützelement 8 den
Überstand 6 des Ausstattungszuschnitts 1 mit Zwischenabstand
an seiner Außenseite 7. Ein ausreichend großer
Zwischenabstand gewährleistet ein problemloses,
störungsfreies Überschieben des Stützelements 8 von oben
her. Sobald durch Wasseraufnahme aus dem Flüssigleim an der
Innenseite 5 des Ausstattungszuschnitts 1 der Überstand 6
versucht, sich nach außen einzurollen, kommt der Überstand 6
mit dem Stützelement 8 in Berührung und wird abgestützt.
Die in Fig. 3 erkennbare Stellung wird beginnend von der
ersten Ausstattungsstation 12 bis zum Erreichen des
Auslaufsterns 43 beibehalten, wobei zum Anbürsten und
Andrücken der Ausstattungszuschnitte an die Mantelfläche
die Gefäße durch den Teller 14 in verschiedene
Drehpositionen gebracht werden können. Sowohl das
Stützelement 8 als auch der Stempel 9 können aufgrund ihrer
drehbaren Lagerung und der verdrehfesten Verbindung
untereinander den Drehbewegungen des Gefäßes folgen. Damit
wird ein Verrutschen des Überstandes 6 durch das anliegende
Stützelement 8 vermieden.
Sobald das Gefäß 2 durch den Auslaufstern 43 und den
Führungsbogen 44 erfaßt und gehalten wird, beginnt die
Steuereinrichtung 10 zuerst das Stützelement 8 und - bei
Wirksamwerden des Anschlags 23 - nachfolgend den Stempel 9
nach oben anzuheben. Sobald die Stirnfläche 4 des Gefäßes 2
vom Stempel 9 freigegeben wird, kann ein über dem
Auslaufstern 43 angeordnetes Anlegeelement 17 den Überstand
6 an die Stirnfläche 4 des Gefäßes 2 umlegen und andrücken.
Das Anlegeelement 17 kann, wie in Fig. 1 erkennbar, als
feststehend gehaltenes Federblech ausgebildet sein. Es kann
anstelle dessen auch ein Auslaufstern mit darauf radial
beweglich geführten Schiebern eingesetzt werden. Durch den
Auslaufstern 43 werden die Gefäße 2 vom Drehtisch 11
abgezogen und auf einen Abförderer übergeben.
Das Stützelement 8 und der Stempel 9 können speziell auf die
Kontur eines Gefäßes 2 im Bereich der Stirnfläche 4 und die
Abmessungen des Ausstattungszuschnitts 1, insbesondere des
Überstandes 6, angepaßt sein. Zur Umstellung auf
verschiedene Gefäßformate und -formen können der Stempel 9
und das Stützelement 8 durch die Verschlüsse 30 und 31
schnell ausgetauscht werden.
Anstelle der beschriebenen Steuereinrichtung 10 kann auch
eine nicht dargestellte Steuereinrichtung zum Einsatz
kommen, die eine voneinander unabhängige, höhenmäßige
Betätigung von Stempel 9 und Stützelement 8 ermöglicht.
Dadurch kann zum Anlegen des Überstandes 6 der Stempel 9
angehoben werden, während das Stützelement 8 noch zum
Stützen in der unteren Arbeitsposition verbleibt. Durch
einen Spalt zwischen der Stirnseite 16 des Stützelements 8
und der Stirnfläche 4 des Gefäßes 2 kann das Anlegeelement
17 durchgreifen. Danach wird auch das Stützelement 8
angehoben.
Claims (18)
1. Verfahren zum Ausstatten von Gefäßen mit mindestens
einem Ausstattungszuschnitt (1), insbesondere einem
Etikett oder dgl., wobei der Ausstattungszuschnitt auf
die Mantelfläche (3) eines Gefäßes (2) aufgebracht wird,
und zumindest ein Teil des Ausstattungszuschnitts (1)
nach Abschluß des Ausstattungsvorganges auch ganz oder
teilweise die Stirnfläche (4) des Gefäßes (2) bedeckt,
wobei der Ausstattungszuschnitt (1) nach dem Aufbringen
seiner Innenseite (5) auf die Mantelfläche (3) des
Gefäßes die Stirnfläche (4) überragt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Überstand (6) des
Ausstattungszuschnitts (1) an der Außenseite (7)
gestützt und/oder gehalten wird, und der Überstand (6)
im weiteren Verlauf des Ausstattungsvorganges an die
Stirnfläche (4) des Gefäßes angelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenseite (5) des Überstandes (6) freistehend die
Stirnfläche (4) des Gefäßes (2) überragt.
3. Etikettiermaschine zum Ausstatten von Gefäßen (2) mit
mindestens einem Ausstattungszuschnitt (1), insbesondere
Etiketten oder dgl., mindestens bestehend aus einem
kontinuierlich antreibbaren, die Gefäße (2) tragenden
Transporteur (11) und einer am Transporteur angeordneten
Ausstattungsstation (12), mit der ein
Ausstattungszuschnitt (1) auf die Mantelfläche (3) eines
Gefäßes (2) aufbringbar ist, der nach Abschluß des
Ausstattungsvorganges auch ganz oder teilweise die
Stirnfläche (4) des ausgestatteten Gefäßes (2) bedeckt,
wobei der Ausstattungszuschnitt (1) nach dem Aufbringen
seiner Innenseite (5) auf die Mantelfläche (3) des
Gefäßes (2) dessen Stirnfläche (4) überragt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Außenseite (7) des Überstandes
(6) ein synchron mitbewegtes Stütz- und/oder
Halteelement (8) zugeordnet ist.
4. Etikettiermaschine nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Transporteur (11) als Drehtisch
mit mindestens einem gesteuert drehbaren, ein Gefäß (2)
aufnehmenden Teller (14) ausgebildet ist, dem ein das
Gefäß auf dem Teller fixierender heb- und senkbarer
Stempel (9) zugeordnet ist, dessen Außenkontur so
gestaltet ist, daß ein Zwischenabstand zur Innenseite
(5) des Überstandes (6) des Ausstattungszuschnitts (1)
vorhanden ist.
5. Etikettiermaschine nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) steuerbar ausgebildet ist, derart, daß
es zumindest im Bereich nach der Ausstattungsstation
(12) aus einer Bereitschaftsstellung in eine der
Außenseite (7) des Überstandes (6) zugeordnete
Arbeitsstellung überführbar ist.
6. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 3
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) heb- und senkbar ausgebildet ist.
7. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (9) und
das Stütz- und/oder Halteelement (8) durch eine
gemeinsame Steuereinrichtung (10) betätigbar sind.
8. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) und der Stempel (9) in axialer Richtung
zueinander relativ bewegbar sind.
9. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) koaxial zum Teller (14) drehbar ist.
10. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (9) und
das Stütz- und/oder Halteelement (8) verdrehfest
miteinander verbunden sind.
11. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 3
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) als ein im wesentlichen topfförmiger
Körper ausgebildet ist, dessen offene Stirnseite (16)
zum Gefäß (2) weist, wobei die Innenöffnung (15) an die
Kontur des Gefäßes (2) im Bereich der Stirnfläche (4)
angepaßt und zumindest etwas größer als diese
ausgebildet ist.
12. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Aufschieben
eines Gefäßes (2) auf den Teller (14) der Stempel (9)
durch die Steuereinrichtung (10) an die Stirnfläche (4)
des Gefäßes (2) gedrückt wird, nach dem Ankleben des
Ausstattungszuschnitts (1) an die Mantelfläche (3) des
Gefäßes (2) das Stütz- und/oder Halteelement (8) koaxial
zum Stempel (9) aus einer Bereitschaftsstellung in eine
Arbeitsstellung abgesenkt wird, so daß zumindest ein
Teil des Überstandes (6) an seiner Außenseite (7) umfaßt
wird, und vor dem Anlegen des Überstandes (6) des
Ausstattungszuschnitts (1) an die Stirnfläche (4) des
Gefäßes (2) der Stempel (9) durch die Steuereinrichtung
(10) angehoben wird.
13. Etikettiermaschine nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Arbeitsstellung das Stütz
und/oder Halteelement (8) zwischen dessen zum Gefäß (2)
weisenden Stirnseite (16) und der Stirnfläche (4) des
Gefäßes (2) ein Spalt besteht, wobei diesem Spalt
höhenmäßig ein Anlegeelement (17) zum Anformen des
Überstandes (6) an die Stirnfläche (4) des Gefäßes (2)
zugeordnet ist.
14. Etikettiermaschine nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Anlegeelement (17) zum Anlegen
des Überstandes (6) den Spalt durchgreift und im
weiteren Verlauf das Stütz- und/oder Halteelement (8) in
die höher liegende Bereitschaftsstellung angehoben wird.
15. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 7
bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuereinrichtung (10) aus einer ortsfesten Steuerkurve
(18), einer die Steuerkurve abtastenden Kurvenrolle
(19), einer mit der Kurvenrolle verbundenen, gegenüber
dem Teller (14) höhenbeweglich geführten Hülse (20) und
einer darin koaxial verschiebbar geführten, durch eine
Druckfeder (22) permanent in Richtung zum Teller (14)
beaufschlagten Stange (21) besteht, wobei durch einen
Anschlag (23) die untere Endlage der Stange (21)
bezüglich der Hülse (20) bestimmt wird.
16. Etikettiermaschine nach Anspruch 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stempel (9) drehbar am zum
Teller (14) weisenden Ende der Stange (21) und das
Stütz- und/oder Halteelement (8) drehbar an der Hülse
(20) befestigt ist.
17. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) und/oder der Stempel (9) austauschbar
befestigt sind.
18. Etikettiermaschine nach wenigstens einem der Ansprüche 4
bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Stütz- und/oder
Halteelement (8) der Außenseite (7) des Überstandes (6)
zugeordnete Haltemittel, insbesondere Vakuumöffnungen,
besitzt.
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