DE4133769C2 - Montagesystem zur Ankopplung von Testplatten für die Aufnahme zu testender elektronischer Bauelemente an ein Halbleitertestsystem - Google Patents
Montagesystem zur Ankopplung von Testplatten für die Aufnahme zu testender elektronischer Bauelemente an ein HalbleitertestsystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Montagesystem zur Ankopplung von
Testplatten für die Aufnahme zu testender elektronischer
Bauelemente an ein Halbleitertestsystem nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Das Montagesystem dient als Vorrichtung zum schnellen Herstellen und Lösen eines
Verbindungsaufbaus mit einer Testplatte (device-under-test (DUT) bo
ard).
Halbleitertestsysteme werden zum Testen von Integrierten
Schaltkreisen (IC′s) gebraucht, um deren Leistungskenndaten zu
überprüfen. Für einen Test in begrenztem Umfang kann das IC in
einem festen Testaufbau angeordnet werden, welcher auf einer
Bauelement-Testplatte befestigt ist, oder die Testplatte kann
mit einem Halbleiter-Wafer-Prüfaufbau oder einem handhabbaren
Prüfelement für einen Test umfangreicher Massenerzeugnisse ge
koppelt werden.
Halbleitertestsysteme werden zunehmend benötigt, um eine große
Anzahl von Digital- und Analogsignalen auf Ein
gangs- und Ausgangsanschlußanordnungen von immer kleineren und
dichter gepackten Bauelementen zu bringen. Insbesondere werden
Tester für gemischte Signale benötigt, um eine rekonfigurier
bare Kontaktierungseinrichtung für ein zu testendes Bauelement
zu haben, weil es eine Vielfalt von unterschiedlichen Anschluß
konfigurationen von zu testenden Bauelementen für gemischte
analoge und digitale Signale gibt. Der Bedarf, Testplatten für
elektronische Bauelemente häufig zu wechseln und dann die Mög
lichkeit zu haben, Verbindungen hoher Qualität für eine große
Anzahl von Signalen herzustellen, verlangt ein Verbindungs- und
ein Verbindungslösungssystem für Testplatten elektronischer
Bauelemente, welches einfach zu gebrauchen ist und welches ge
nügend Druck über einen großen, aber variablen Kontaktbereich
auf eine gut vorausberechenbare Weise ausübt.
Aus der US 4,782,289 ist eine Aufnahmevorrichtung für eine
Testplatte bekannt, die dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ent
spricht. Die Aufnahmevorrichtung umfaßt eine klappbar ange
lenkte Abdeckung über einem Prüffeld. Die Testplatte wird auf
zwei Zylinderführungen aufgesetzt, so daß sie exakt zum Prüf
feld ausgerichtet ist. Anschließend wird die Abdeckung herun
tergeklappt, so daß sie auf die Testplatte drückt, wenn sie
parallel zur Testplatte liegt. Die Abdeckung hat eine Verriege
lung, die nach Erreichen der oben genannten parallelen Lage in
ein Schloß einschnappt, wodurch die planparallele Lage der Test
platte auf dem Prüffeld einer Halbleitertesteinrichtung sicher
gestellt wird. Das Prüffeld hat Kontaktstifte, die in ihrer
Länge gegen Federkraft veränderbar sind, wodurch eine gute Kon
taktierung aller Anschlüsse erzielt wird. Die Fixierung der
Testplatte mit dem Klappdeckel ist jedoch nicht immer befriedi
gend, insbesondere wenn unterschiedliche Testplatten verwendet
werden, die auch in ihrer Stärke voneinander abweichen. Dann
ist ein einwandfreier Kantakt trotz der Federkontaktstifte
nicht in allen Fällen gewährleistet.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Montagesystem zur Ankopplung von
Testplatten an ein Halbleitertestsystem zu schaffen, welches
System ein einfaches Herstellen und Lösen von Verbindungen ei
ner Testplatte mit einem Halbleitertestsystem ermöglicht, wel
ches einfach zu verwenden ist und welches hochqualitative Ver
bindungen für eine große Anzahl von Signalen liefert.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1.
Es wird ein Testplatten-Montagesystem für elektro
nische Bauelemente mit einem Testplatten-Verbindungssystem mit
tels eines Nockenführungsrings bereitgestellt, worin der Noc
kenführungsring drehbar zu einer Grundplatte angeordnet ist.
Eine Bauelement-Testplatte, ein ringförmiger Niederhalter für
eine Bauelement-Testplatte mit Nocken und (optional) Schichten
aus Stiftschützenden Kunststoffringen, welche durch zwei Aus
richtungsstifte auf der Grundplatte in einer korrekten Lage
ausgerichtet sind, zur Anpassung von elektrischen Verbindungen
zwischen der Grundplatte und der Bauelement-Testplatte. Eine
Drehung des Nockenführungsrings durch angebrachte Handgriffe
zwingt Nocken auf dem ringförmigen Niederhalter für eine Bau
element-Testplatte enger zur Bauelement-Testplatte gezogen zu
werden, wobei die Bauelement-Testplatte in geeigneten elektri
schen Kontakt mit Steckern, welche die Bauelement-Testplatte
mit der Grundplatte verbinden, gebraucht wird. Ein Satz von
zweiten Nockenführungen und vorstehenden Führungsstiften wird
für eine leichte Ankopplung an geeignete Wafer-Prüfaufbauten
oder handhabbare Prüfelemente bereitgestellt. Aufgrund der er
findungsgemäßen Anordnung wird mit einem hohen Grad von Zuver
lässigkeit über einen großen aber variablen Kontaktbereich ge
nügend Druck ausübt, so daß hochqualitative Verbindungen reali
siert werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen
Fig. 1 eine in Einzelteile aufgelöste Seitenansicht des Monta
gesystems der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Aufsicht (mit teilweise Wegschnitten) des Montage
systems gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3A eine Ansicht des Nockenführungsrings längs 3A-3A in
Fig. 2, welche insbesondere die ersten Nockenführungen zeigt;
Fig. 3B eine Ansicht des Nockenführungsrings längs 3B-3B in
Fig. 2, welche insbesondere die zweiten Nockenführungen zeigt;
Fig. 3C eine Querschnittsansicht von verschiedenen Teilen der
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung längs 3C-3C in Fig. a;
Fig. 4 Angaben über Größen und Details einer einzelnen elektri
schen Buchse wie sie in ein entsprechendes Loch der Grundplatte
und ersten Trägerrings paßt; und
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung in der Seitenansicht von ei
ner alternativen Ausführungsform des Montagesystems gemäß der
vorliegenden Erfindung.
Das in den Fig. 1 bis 5 gezeigte Testplatten-Montagesystem be
inhaltet eine Grundplatte 12, welche eine mehrschichtige
Schaltkreisplatte mit Kontaktelementen auf ihrer unteren Ober
fläche aufweist. Die Grundplatte 12 bildet eine parallele elek
trische Schnittstelle zwischen einer speziellen Testplatte (DUT
board) für elektronische Bauelemente und der gesamten Ein
gangs/Ausgangsschaltung eines Halbleitertestsystems. Als Teil
dieser Schnittstelle und gemäß der vorliegenden Erfindung hat
die Grundplatte 12 bogenförmig angeordnete konzentrische Berei
che von Löchern 27 (Fig. 2) und ist versehen mit einem kleinen
Führungsstift 1, einem großen Führungsstift 2 und vier Montage
elementen 15.
Die Grundplatte 12 ist auf einem Grundplatten-Trägerelement 17
befestigt, welches die Form von zwei konzentrischen Ringen hat,
welche durch Speichen miteinander verbunden sind. Die Lage die
ser Speichen korrespondieren mit der Lage von Lücken zwischen
den bogenförmig angeordneten konzentrischen Bereichen von Lö
chern 27 in der Grundplatte 12, mit der Folge, daß das Grund
platten-Trägerelement aus Metall hergestellt werden kann, wie
z. B. Aluminium, ohne daß irgendwelche der elektrischen Kon
takte auf der Grundplatte 12 kurzgeschlossen werden.
Ein Nockenführungsring 4 ist auf der Grundplatte 12 zwischen
den vier Montageelementen 15 befestigt. Der Nockenführungsring
4 ist mit Handgriffen 5 versehen und enthält einen Satz von Be
festigungsschlitzen 13, einen Satz von ersten Nockenführungen
18 und einen Satz von zweiten Nockenführungen 20. Jeder Satz
von Schlitzen oder Nockenführungen besteht aus vier einzelnen
Schlitzen oder Nockenführungen, welche symmetrisch um den Noc
kenführungsring 4 angeordnet sind. Die Befestigungsschlitze 13
werden zur drehbaren Befestigung des Nockenführungsrings 4 an
der Grundplatte 12 gebraucht, durch die Verwendung von vier Be
festigungsschlitz-Führungselementen (Zapfen) 14 auf den ent
sprechenden Montageelementen 15. Die Befestigungsschlitze 13
sind auf der Außenseite des Nockenführungsrings 4 angebracht
und erzeugen oder erlauben keine vertikale Verschiebungen des
Nockenführungsrings 4 im Verhältnis zur Grundplatte 12, sondern
halten ihn vertikal, während sie eine Drehbewegung erlauben.
Der Grad der Drehbewegung die dem Nockenführungsring 4 erlaubt
ist, ist durch ein Paar von Begrenzungsstiften 16 begrenzt,
welche an jeder Seite von einem der Befestigungsschlitze 13 auf
einer Höhe befestigt sind, welche sie veranlassen, mit einem
Montageblock 21 auf dem Montageelement 15 in Wechselwirkung zu
treten, wenn die maximal gewünschte Drehung erreicht ist. Die
Montageblöcke 21 tragen jeder ein Vertikal-Führungselement 25
sowie das Befestigungsschlitz-Führungselement 14. Die Vertikal-
Führungselemente 25 sind in Kontakt mit dem oberen Bereich der
Seiten des Nockenführungsrings 4 und drehen sich, wenn er sich
dreht, um den Nockenführungsring 4 gegen horizontale Bewegung
im Verhältnis zur Grundplatte 12 zu sichern, ohne seine freie
Drehung zu behindern. Wenigstens zwei der Montageelemente 15
sind auch mit äußeren Führungsstiften 39 versehen, deren Funk
tion nachfolgend beschrieben wird.
Drei Lagen von Trägerringen, welche aus einem ersten Trägerring
8, einem zweiten Trägerring 9 und einem dritten Trägerring 7
bestehen, sitzen auf der Grundplatte 12 innerhalb des Nocken
führungsrings 4 und sind durch den kleinen Führungsstift 1 und
den großen Führungsstift 2 ausgerichtet. Der erste und zweite
Trägerring 8 und 9 sind mit Schrauben 31, die von dem Grund
platten-Trägerelement 17 aufgenommen werden, auf der Grund
platte 12 befestigt. Der dritte Trägerring 7 ist durch Schrau
ben 34 mit dem ersten Trägerring 8 verbunden, wie nachfolgend
weiter beschrieben wird. Der erste, zweite und dritte Träger
ring 8, 9 und 7, welche vorzugsweise aus Kunststoff oder ande
rem Isoliermaterial hergestellt sind, bilden einen Schutz für
Bereiche von elektrischen Anschlüssen, welche aus Tastspitzen
buchsen 22 und Federtastspitze 24 bestehen, welche einen Teil
der parallelen elektrischen Schnittstelle bilden und die Bau
element-Testplatte 11 elektrisch mit den Kontaktelementen der
Grundplatte 12 verbinden. Die unteren Enden der Tastspitzen
buchsen 22 sind auf die Grundplatte 12 aufgelötet. Jeder der
Trägerringe 8, 9 und 7 hat entsprechend der Lage der bogenför
mig angeordneten konzentrischen Bereichen von Löchern 27 in der
Grundplatte 12 Felder von Trägerring-Löchern 32, wodurch die
Tastspitzenbuchsen 22 an die Bereiche von Löchern 32 im ersten
Trägerring 8 angepaßt sind und die Federtastspitzen an die Be
reiche von Löchern 32 im zweiten und dritten Trägerring 9 und 7
angepaßt sind.
Fig. 4 zeigt die Abmessungen und Details einer einzelnen Tast
spitzenbuchse 22 wie sie in entsprechende Löcher der Grund
platte 12 und des ersten Trägerrings 8 eingepaßt ist. Die Lö
cher 27 in der Grundplatte 12 haben einen Durchmesser von 0,71
mm (0,028 inch) und nehmen eine Tastspitzenbuchse 22 auf, die
einen Durchmesser von 0,686 mm (0,027 inch) hat. Die Tastspit
zenbuchse 22 hat einen Übergangsbereich 23, welcher einen
Durchmesser von 0,762 mm (0,030 inch) hat. Der Übergangsbereich
23 bringt die Tastspitzenbuchse 22 zum Sitzen, wenn sie in ei
nes der Löcher 27 der Grundplatte 12 eingebracht wird. Der Be
reich der Tastspitzenbuchse 22, der unterhalb des Übergangsbe
reichs 23 ist, ist 4,44 mm (0,175 inch) lang. Die Mehrschicht
platte 12 ist näherungsweise 3,18 mm (0,125 inch) dick. Somit
steht die Tastspitzenbuchse 22 aus der Oberfläche des Bodens
der Grundplatte 12 hervor, wenn der Übergangsbereich 23 auf der
oberen Oberfläche der Grundplatte 12 aufsitzt. Dieser überste
hende Bereich der Tastspitzenbuchse 22 wird zum Anlöten auf be
nachbarte Kontaktflächen der Grundplatte 12 verwendet.
Die in Fig. 4 gezeigte Lücke zwischen der Grundplatte 12 und
dem ersten Trägerring 8 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
übertrieben dargestellt; in Realität gibt es größtenteils zwi
schen den sich gegenüberstehenden Oberflächen dieser beiden
Teile nur eine vernachlässigbare Lücke. Die Trägerring-Löcher
32 in dem ersten Trägerring 8 haben einen Durchmesser von 0,99
mm (0,039 inch) und sind deshalb groß genug, um leicht über den
0,762 mm (0,030 inch) großen Bereich des Übergangsbereichs 23
der Tastspitzenbuchse 22 zu passen.
Der erste Trägerring 8 ist näherungsweise 5,46 mm (0,215 inch)
dick, so daß, wenn die Tastspitzenbuchse 22 mit ihrem Über
gangsbereich 23 auf der Grundplatte 12 sitzt und der erste Trä
gerring 8 auch auf der Grundplatte 12 sitzt, das Obere der
Tastspitzenbuchse 22 mit dem Oberen des ersten Trägerringes 8
eben ist. Dadurch wird ermöglicht, daß das obere Ende einer
Tastspitzenbuchse 22 durch ein Band oder die Oberfläche einer
temporär angebrachten Schicht fest in Position gehalten wird,
während das untere Ende der Tastspitzenbuchse 22 auf die Grund
platte 12 gelötet wird.
Gemäß Fig. 3C schützt der zweite Trägerring 9 die Federtast
spitzen 24, nachdem sie in die Tastspitzenbuchse 22 eingebracht
wurden und stellt ihnen einen Durchgang zum dritten Trägerring 7
zur Verfügung. Die Federtastspitzen 24 bilden in Kombination
mit den Tastspitzenbuchsen 22 einen in der Länge variablen
elektrischen Kontakt, der aus dem zweiten Trägerring 9 hervor
steht.
Der dritte Trägerring 7 sitzt über den Bereichen der Federtast
spitzen 24 in den Bereichen der Tastspitzenbuchsen 22 und
schützt diese. Der dritte Trägerring 7 ist mit dem ersten Trä
gerring 8 durch vier Schrauben 34 verbunden, von denen jede
durch einen zylindrischen Raum 38 im zweiten Trägerring 9 hin
durchgeht und mit einem mit einem Gewinde aus Metall versehenen
Element 35 zusammenpaßt, welches in den ersten Trägerring 8
eingepaßt ist.
Der dritte Trägerring 7 ist aufwärts durch vier Federn 33 fe
dernd vorgespannt, um die Federtastspitzen 24 unter der oberen
Oberfläche des dritten Trägerringes 7 zu halten, so daß die Fe
dertastspitzen 24 vor Zerstörung oder Verbiegen durch Kontakt
mit Elementen der Umgebung geschützt sind.
Die Testplatte 11, welche aus einer Vielfalt von solchen
Testplatten ausgewählt ist, hat in Übereinstimmung mit den La
gen der Löcher 27 in der Grundplatte 12 Felder von Kontaktstel
len auf ihrer Bodenoberfläche. Die Testplatte 11 ist oben auf
dem dritten Trägerring 7 angeordnet und durch die Führungs
stifte 1 und 2 ausgerichtet. Ein ringförmiger Niederhalter 6
für die Testplatte ist oben auf der Testplatte 11 angeordnet
und ist ebenfalls durch die Führungsstifte 1 und 2 ausgerich
tet. Vier drehbare erste Nocken 3, die unter dem ringförmigen
Niederhalter 6 für die Testplatte auf Nocken-Trägerarmen 19 an
geordnet sind, treten durch Öffnungen im oberen Bereich des
Nockenführungsrings 4 hindurch und erhalten dadurch Eintritt in
die vier ersten Nockenführungen 18.
Gemäß Fig. 3A und 3B, als auch Fig. 2 sind die ersten Nacken
führungen 18 auf der inneren Oberfläche des Nockenführungsrings
4 angeordnet und wirken mit den ersten Nocken 3 auf dem ring
förmigen Niederhalter 6 für die Testplatte zusammen (Fig. 1).
Drei der Nocken-Trägerarme 19 sind in Fig. 2 verdeckt darge
stellt, während einer von ihnen (oben) durch einen weggeschnit
tenen Bereich des ringförmigen Niederhalters 6, die Testplatte
11 und den dritten Trägerring 7 hindurch im Schnitt zu sehen
ist. Eine Drehung des Nockenführungsrings 4 über einen Winkel
von 13 Grad von der Position in der der Nocken 3 in der ersten
Nockenführung 18 ist, bringt jeden Nocken 3 zu einer ersten
Vertiefung 30 in dem Satz von ersten Nockenführungen 18 und er
möglicht eine absolute vertikale Abwärtsbewegung des ringförmi
gen Niederhalters 6 im Verhältnis zum Nockenführungsring 4 von
3,05 mm (0,12 inch) gegen die Kraft der vier Federn 33 und die
hinzukommenden Kräfte von jeder der Federtastspitzen 24 in den
Feldern der elektrischen Kontakte. Obwohl jede Federtastspitze
nur eine Kraft von 0,36 N (1,3 ozf.) hat, überschreitet die zu
sammengesetzte Kraft bei über 500 von diesen 178 N (40 p).
In Fig. 3C sind der dritte Trägerring 7, die Testplatte 11 und
der ringförmige Niederhalter 6 in ihrer angehobenen Position
gezeigt, d. h., sie werden nicht durch die Wirkung der ersten
Nockenführungen 18 (Fig. 3A) gegen die ersten Nocken 3
(Handgriffe voll gegen den Uhrzeigersinn) tief gehalten. Diese
Position wird immer dann eingenommen, wenn die ersten Nocken
ausgerückt sind, weil sie durch die Kraft der vier Federn 33
aufwärts getrieben werden. Diese Aufwärtsbewegung des dritten
Trägerrings 7 ist durch den Kontakt zwischen den Köpfen der
Schrauben 34 und der oberen Oberfläche von Begrenzungsplatten
37 begrenzt.
In dieser Nicht-Tiefhalteposition sind die Spitzen der Feder
tastspitzen 24 von den entsprechenden Kontaktflächen (nicht ge
zeigt) auf der Bauelement-Testplatte 11 durch ca. 0,13 bis 0,25
mm (0,005 bis 0,010 inch) getrennt und die Lücke zwischen dem
zweiten Trägerring 9 und dem dritten Trägerring 7 beträgt ca.
2,8 bis 3,05 mm (0,110 bis 0,12 inch) . Wie oben bereits er
wähnt, erzeugt die Drehung des Nockenführungsrings 4 in die Po
sition in der die ersten Nocken 3 die ersten Sperrkegel 30 er
reichen eine maximal vertikale Abwärtsbewegung des ringförmigen
Niederhalters 6 von ca. 3,05 mm (0,120 inch), aber es wird
nicht der ganze Betrag benötigt, da die Nocken 3 bereits teil
weise unten sind, bevor sie mit den Nockenführungen 18 in Kon
takt kommen. Folglich beträgt die tatsächliche Abwärtsbewegung
des ringförmigen Niederhalters 6, der Bauelement-Testplatte 11
und des dritten Trägerringes 7 während des Abwärtsklemmens des
ringförmigen Niederhalters 6 ca. 2,0 mm (0,08 inch).
Wenn das Zusammenwirken der ersten Nocken 3 und der Nockenfüh
rungen 18 unter dem Einfluß der Handgriffe 5 den dritten Trä
gerring 7, die Testplatte 11 und den ringförmigen Niederhalter
6 in ihre Tiefhalteposition (Kontaktposition) zwingen, nähert
sich die Lücke zwischen dem zweiten Trägerring 9 und dem drit
ten Trägerring 7 einem Abstand von ca. 0,76 bis 1,02 mm (0,030
bis 0,040 inch) und die Begrenzungsplatte 37
auf dem dritten Trägerring 7 kann sich teilweise in den zylin
drischen Raum 38 in dem zweiten Trägerring 9 erstrecken. Die
vertikale Abmessung der Begrenzungsplatte 37 beträgt ca. 1,3
mm (0,050 inch). Die Tiefe des zylindrischen Hohlraums 36 be
trägt ca. 4,1 mm (0,16 inch), während die Dicke des Kopfes der
Schraube 34 ca. 1,5 mm (0,06 inch) beträgt. Deshalb ist zwi
schen dem Kopf der Schraube 34 und der Bauelement-Testplatte 11
ein großer Freiraum, sogar wenn die obersten Schichten 2,0 mm
(0,08 inch) tiefgeklemmt sind. Dies erlaubt einen sicheren
Spielraum für Variationen in vielen der anderen Teile, ein
schließlich unterschiedliche Formen von Tastspitzenbuchsen 22
und Federtastspitzen 24, wenn gewünscht.
Mit der Testplatte 11 und dem ringförmigen Niederhalter 6 in
ihrer Tiefhalteposition wird ein hervorragender elektrischer
Kontakt aufrechterhalten zwischen den in der Länge variablen
elektrischen Kontakten, welche die Tastspitzenbuchsen 22 und
Federtastspitzen 24 enthalten, und den entsprechenden Kontakten
der Testplatte 11. Dies macht die Testplatte 11 zu einem effek
tiven Teil des Halbleitertestsystems und die Testplatte 11 ist
nun bereit zum Empfang einzelner zu testender Bauelemente zu
Testen mit dem Halbleitertestsystem.
Gemäß Fig. 2 und 3B sind die zweiten Nockenführungen 20 auf der
äußeren Oberfläche des Nockenführungsrings 4 und sind zum Ein
greifen von Prüfaufbau/Prüfkörper-Nockenfolgern 29 auf einem
Nockenfolger-Trägerarm 28, wenn die Testplatte 11 und der ring
förmige Niederhalter 6 in ihrer Tiefhalteposition sind. Der
Nockenfolger-Trägerarm 28 ist mit der Testplatte 11 durch vor
stehende Führungsstifte 39 ausgerichtet. Die zweiten Nockenfüh
rungen 20 erzeugen eine Abwärtsbewegung des Trägerarms 28 rela
tiv zum Nockenführungsring 4 von 2,54 mm (0,1 inch), als Ergeb
nis der Drehung des Nockenrings 4 im Verhältnis zur Grundplatte
12 durch zusätzliche 13 Grad. Die zusätzlichen 13 Grad der Dre
hung in Verbindung mit der Arbeitsweise der zweiten Nockenfüh
rungen bewegt auch die zweiten Nocken 3 zu einer zweiten Ver
tiefung 26 in den ersten Nockenführungen 18. Auf diese Art und
Weise ist die Testplatte 11 mit einem Wafer-Prüfaufbau oder ei
nem handhabbaren Prüfelement 28 gekoppelt, so daß der Produkti
onstest von Wafern oder Elementen erfolgen kann.
Es sollte beachtet werden, daß der ringförmige Niederhalter 6
bei einer großen Vielfalt von Testplatten 11 verwendet werden
kann, welche alle unterschiedliche körperliche Formen haben.
Alles was benötigt wird, um sie kompatibel zu machen, ist daß
auf ihnen unbenutzte Bereiche für den ringförmigen Niederhalter
6 vorhanden sind, auf denen er aufsetzen kann, und daß sie Pas
sagen für die Nocken-Trägerarme 19 zur Verfügung stellen, durch
die sie den Nockenführungsring 4 erreichen.
Obwohl der Nockenführungsring 4 beschrieben wurde, daß er zwei
Sätze von Nockenführungen und einen Satz von Befestigungs
schlitzen hat, kann man sich andere Ausführungsformen mit weni
ger Sätzen von Schlitzen oder Führungen vorstellen. Andere Be
festigungselemente können den Bedarf an Befestigungsschlitzen
13 überflüssig machen. Und wenn keine Wafer-Prüfaufbauten oder
Prüfaufbauten-Schnittstellen benötigt werden, erübrigen sich
auch die zweiten Nockenführungen 20.
Obwohl die parallele Kontaktierungseinrichtung dahingehend be
schrieben wurde, daß sie in die Grundplatte 12 eingelötete
Tastspitzenbuchsen 22 mit Federtastspitzen 24 enthält, die
durch den ersten, zweiten und dritten Trägerring 8, 9 und 7 ge
schützt sind, sind alternative Konstruktionen erhältlich. Zum
Beispiel sind in einer in Fig. 5 gezeigten alternativen Ausfüh
rungsform die in Fig. 1 gezeigten Tastspitzenbuchsen 22, die
Federtastspitze 24 und der erste, zweite und dritte Trägerring
8 9 und 7 5 durch einen Metall auf Elastomer (MOE) Toroid 42
ersetzt. Andere Kontaktierungselemente können auch verwendet
werden.
Claims (5)
1. Montagesystem zur Ankopplung von Testplatten (11) zur Auf
nahme zu testender elektronischer Bauelemente an ein Halblei
tertestsystem, umfassend
eine Grundplatte (12) als I/O-Schnittstelle eines Halbleiter
testsystems, welche Grundplatte (12) eine Kontaktierungsein
richtung (22, 24, 8, 9, 7) mit parallelen Anschlüssen für die
Kontaktierung der Testplatte (11) und wenigstens zwei Führungs
stifte (1, 2) und einen Niederhalter (6) für die Testplatte
(11) aufweist, um diese beim Niederdrücken mit der Kontaktie
rungseinrichtung (22, 24, 8, 9, 7) der Grundplatte (12) zu kon
taktieren;
gekennzeichnet durch einen Nockenführungsring (4), welcher drehbar auf der Grund platte (12) befestigt ist, wobei der Nockenführungsring (4) ei nen Handgriff (5) zum Rotieren des Nockenführungsrings (4) und eine Vielzahl von ersten Nockenführungen (18) hat, die um den Nockenführungsring (4) herum angeordnet sind; und
einen mit einer Vielzahl von Nocken (3) versehenen ringförmigen Niederhalter (6) für die Testplatte (11), wobei die Testplatte (11) und der ringförmige Niederhalter (6) auf der Grundplatte (12) durch die Führungsstifte (1, 2) in einer definierten Lage relativ zueinander ausgerichtet sind, und die Drehung des Hand griffs (5) eine Drehung des Nockenführungsrings (4) verursacht, welche Drehung ein Zusammenwirken der Vielzahl der Nocken (3) mit der Vielzahl der Nockenführungen (18) an dem Nockenfüh rungsring (4) bewirkt, um die Testplatte (11) zur Grundplatte (12) in eine Kontaktposition zu ziehen und dadurch eine mit pa rallelen elektrischen Kontakten versehene Oberfläche der Test platte (11) in elektrischen Kontakt mit der Kontaktierungsein richtung (22, 24, 8, 9, 7) auf der Grundplatte (12) zu bringen.
gekennzeichnet durch einen Nockenführungsring (4), welcher drehbar auf der Grund platte (12) befestigt ist, wobei der Nockenführungsring (4) ei nen Handgriff (5) zum Rotieren des Nockenführungsrings (4) und eine Vielzahl von ersten Nockenführungen (18) hat, die um den Nockenführungsring (4) herum angeordnet sind; und
einen mit einer Vielzahl von Nocken (3) versehenen ringförmigen Niederhalter (6) für die Testplatte (11), wobei die Testplatte (11) und der ringförmige Niederhalter (6) auf der Grundplatte (12) durch die Führungsstifte (1, 2) in einer definierten Lage relativ zueinander ausgerichtet sind, und die Drehung des Hand griffs (5) eine Drehung des Nockenführungsrings (4) verursacht, welche Drehung ein Zusammenwirken der Vielzahl der Nocken (3) mit der Vielzahl der Nockenführungen (18) an dem Nockenfüh rungsring (4) bewirkt, um die Testplatte (11) zur Grundplatte (12) in eine Kontaktposition zu ziehen und dadurch eine mit pa rallelen elektrischen Kontakten versehene Oberfläche der Test platte (11) in elektrischen Kontakt mit der Kontaktierungsein richtung (22, 24, 8, 9, 7) auf der Grundplatte (12) zu bringen.
2. Montagesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die parallele Kontaktierungseinrichtung (22, 24, 8, 9, 7)
folgende Bestandteile aufweist:
elektrische Kontakte (22, 24) mit variabler Länge und eine Isolierschicht (8, 9, 7) für die elektrischen Kontakte (22, 24).
elektrische Kontakte (22, 24) mit variabler Länge und eine Isolierschicht (8, 9, 7) für die elektrischen Kontakte (22, 24).
3. Montagesystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierschicht (8, 9, 7) für die elektrischen Kontakte
(22, 24) zusammendrückbar ist, so daß die elektrischen Kontakte
(22, 24) variabler Länge bei zusammengedrückter Isolierschicht
(8, 9, 7) die elektrischen Kontakte auf der Testplattenoberflä
che kontaktieren und bei nicht zusammengedrückter Isolierschicht
(8, 9, 7) nicht kontaktieren.
4. Montagesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Nockenführungsring (4) weiterhin folgende Bestandteile
aufweist:
eine Vielzahl von um den Nockenführungsring (4) herum angeord neten zweiten Nockenführungen (20), welche derart ausgebildet sind, daß eine weitere Drehung des Handgriffs (5) über die Kon taktposition hinaus die Testplatte (11) mit einem Prüfelement verbindet, welches mit geeigneten Nocken (29) versehen ist, die in die Nockenführungen (20) eingreifen.
eine Vielzahl von um den Nockenführungsring (4) herum angeord neten zweiten Nockenführungen (20), welche derart ausgebildet sind, daß eine weitere Drehung des Handgriffs (5) über die Kon taktposition hinaus die Testplatte (11) mit einem Prüfelement verbindet, welches mit geeigneten Nocken (29) versehen ist, die in die Nockenführungen (20) eingreifen.
5. Montagesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Nockenführungsring (4) weiterhin eine Vielzahl von
Befestigungsschlitzen (13) aufweist, und
mit der Grundplatte (12) eine Vielzahl von Montageelementen
(15) verbunden sind, die jeweils einen Zapfen (14) zum Eingriff
in jeweils einen der Befestigungsschlitze (13) haben.
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