DE413153C - Edelgas-Vakuumsicherung - Google Patents

Edelgas-Vakuumsicherung

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DE413153C
DE413153C DEE29082D DEE0029082D DE413153C DE 413153 C DE413153 C DE 413153C DE E29082 D DEE29082 D DE E29082D DE E0029082 D DEE0029082 D DE E0029082D DE 413153 C DE413153 C DE 413153C
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noble gas
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T4/00Overvoltage arresters using spark gaps
    • H01T4/10Overvoltage arresters using spark gaps having a single gap or a plurality of gaps in parallel
    • H01T4/12Overvoltage arresters using spark gaps having a single gap or a plurality of gaps in parallel hermetically sealed

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  • Spark Plugs (AREA)

Description

  • Edelgas -Vakuumsicherung. Die Erfindung bezieht sich auf edelgas-,gefüllte Vakuumsicherungen oder Luftleersicherungen, die als Elektrodenmaterial ein verhältnismäßig leicht schmelzendes Metall oder eine Metallegierung besitzen, die durch die in- der Röhre stattfindende Lichtbogenentladung leicht zerstäubt wird. Eine vielfach benutzte Legierung ist z.B. eine solche von etwa 15 Prozent Kalium und 85 Prozent Quecksilber. Bei derartigen Röhren bestand bisher, besonders wenn die Gefäßabmessungen aus praktischen Rücksichten beschränkt waren, die Schwierigkeit, dauernd eine für die in Betracht kommenden Anwendungen ausreichende Isolation zwischen den Elektroden zu erhalten. Dies war die Folge der besonders leicht bei Edelgasfüllung durch die Z> ZD kathodisc,he Zeistäubung bewirkten Ausbreitung von Metall auf der Innenwand der Röhre, was schließlich sogar häufig zuKurzschlüssen führte. Man konnte -diesen -r6ßen technischen Mangel der Edelgas-Vakuumsicherungen 'bisher nur #lurch sehr verwik-'zelte. schwer auszuführende Konstruktionen vermeiden.
  • Man befolgte dabei meist die bei Entladungsröhren anderer Art angewendeten Grundsätze, die z. B. darin bestehen ', daß über eine 'Elektrode des Gefäßes eine isolierende Schutzröhre gestülpt ist, die mit der GefÜßwand verschmolzen wird. Der Nachteil einer solchen Anordnung besteht darin daß dabei, abgesehen von der eigentlichen Durchführungsstelle des Zuleitungsdrahtes zu der isolierten Elektrode, eine weitere Verschinelzungsstelle in Kauf genommen werden muß, welche die Geiahr des Springens der Röhre vergrößert. Ferner ist es bei Elektrodenröhren von größeren Abmessungen be- reits bekannt, den Gleitentladungsweg durch mehrfach ineinander verschmolzene konachsiale Glasrohre zu verlängern. Die für derartige Röhren angegebenen Ausführungsformen setz-en jedoch erheblich größere Ab- messungen voraus, als sie bei Edelgas-Vakuumsicherungen üblicher Verwendungsart und Ausführung gegeben sind; außerdem bedingen sie bei der Herstellung der Röhre eine zweite Verschmelzung des außerhalb der Röhre durch erstmalige Verschmelzung gewonnenen Elektrodenhalters. Bei Entladungsröhren von den Abmessungen einer Edelgas-Vakuumsicherung wäre eine derartige Konstruktion, abgesehen von ihrer Unausführbarkeit aus raumtechnischen Gründen, auch deswegen nicht statthaft, weil sich infolge des starken chemischen Angriffs des zerstäubenden Elektrodenmaterials infolge der übermäßigen Häufung von Verschmelzungsstellen die Gefahr eines Springens der Röhre erheblich verößern müßte. Eine solche Lösung der vor liegenden Aufgabe wäre also in doppelter Hinsicht unvollkommen und daher abzulehnen.
  • Die Erfindung vermeidet die erwähnten übelstände auf eine einfache, in fabrikatorischer Hinsicht leicht und billig zu verwirklichende Weise. Dabei ist ai#genommen, daß das Entladungs'gefäß die Form einer zy-Endrischen Röhre hat.
  • Nach der Erfindun- ist eine der beiden Elektroden mit einem in die Entladungsröhre bei der Herstellung leicht einzuschiebende#n Elektrodenträger verbunden, der aus zwei zweckmäßig ungleich langen, sich umschließenden Isolierröhren gebildet wird ', die an dem dem Lichtbogenbereicli entzogenen Ende ZD ZD des Entladungsge-äLes verbunden (verschmolzen) sind. Dadurch wird ein beträchtlich langer Gleitentladungsweg von der einen Elektrode nach der anderen geschaffen und zugleich ein schmaler, ringförmiger Schutzraum eingeschaltet, in den bei der Elektrodenzerstäubung keine merklichen Spuren von Metalldampf oder Metallstaub eindringen können.
  • Der leicht gleitend einschiebbare Elektrodenträger wird außerhalb der Röhre bergestellt, und es brauchen nach seinem Einschieben innerhalb der Röhre bzw. des Entladungsraumes keine weiteren Verschmelzuit-Un mehr zu erfolgen. Dadurch ist es möglich, eine gute Isolation trotz geringer messungen zu erzielen und gleichzeitig die Gefahr des Springens zu vermeiden, die unter dem Einfluß der Lichtbogenhitze und Metallzerstäubung ohne Zweifel sehr stark wäre, falls noch eine weitere Verschmelzungsstelle im Bereiche der Elektroden läge.
  • In besonderen Fäl'en wird der beschriebene Elektrodenträger zugleich als Hohlraum zur Aufnahme des Elektrodem-netalls ausgebildet, das in der Entladungsröhre durch einen unter Luftabschluß bzw. im Vakuum erfolgenden Schmelzprozeß auf die Elektroden verteJt werden soll.
  • Die Abb. i und 2 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung im Längsschnitt.
  • In Abb. i bedeutet i das röhrenförinig gestaltete Entladungsgefäß, das mit einem verdünnten Edel,-as oder einem Edelgasgemisch gefüllt wird. 2 und 3 bedeuten die als Einschmelzungen in üblicher Form vorgesehenen Zuführungen zu der oberen bzw. unteren Elektrode. Diese Einschmelzungen kann man in sehr einfacher Weise dergestalt ausführen, daß an den rundgeblasenen Enden des röhrenförrniggen Kölbchens i kleine, kurze Ansätze aus g-enügend dickwandigem Bleiglasrohr vorgesehen sind, durch welche die Stromzuführungsdrühte. achsialhindurchgehen. Man erhält dann eine gute, luftdichte Einschmelzung, indem man die kurzen Rohransätze in der Gebläseflamme erwärmt, zweckmäßig unter stetiger Drehung, und sie nach dem Weichwerden mit einem passenden Werkzeug zusammendrückt, etwa so, wie die Einschmelzfüße von Glühlampen auf maschinellem 'Wege durch Zangendruck hergestellt werden. Es ergeben sich so flachgequetschte Glasfortsätz#e an den beiden Enden der Röhre i, die von den Stromzuführungsdrähten. durchsetzt werden und das Entladungsgefäß einwandfrei abdichten. Das Flachquetschen bei 2 und 3 ist aber nicht unbedingt erforderlich; die Verschmelzungen können auch rund belassen werden.
  • Während bei einer solchen Ausführungsform die untere Elektrode, deren Zuführungsdraht mit 3 bezeichnet ist, zweckmäßig in eine einfache Drähtspitze oder einen Stift 4 ausläuft, der den übergang zu dem später den Boden der Röhre i bedeckenden Elektrodenmetall bildet und daneben gegebenenfalls als Zündspitze wirkt, ist die obere Elektrodenanordnung, die den Gegenstand der Erfin,dung bildet, in folgender Weise ausgeführt. Durch den Einschmelzdraht 2 wird ein aus Metalldrähten oder -händern gebildeter Bü-#el, 5 getragen, der sich an die Innenwand e t' eines Glasrohres anlegt, das an seinem unteren Ende durch ein Verschlußstück 6 geschlossen wird. Dieses kann eine Kalotte, ein Körbchen o..dgl. aus Metallgew#be, beispielsweise Eisen- oder Messinggaze, sein, das seine Stromzuleitung von, 5 erhält und in einfacher Weise dadurch mit dem Elektrodenträgerund der Stromzuführung 5 fest verbunden wird, daß man die beiden Enden des bügelförrnigen Leiters 5 -durch Löcher oder Schlitze des Körbchens 6 hindurchragen läßt und sie außen zurückbiegt. Die Zeichnung läßt dies ohne weiteres erkennen. Dadurch wird zugleich der Einsatz 7 getragen, der den Gegenstand der Erfindung bildet. Er besteht aus zwei konachsialen Röhrenaus Glas, Quarz, Porzellan, Magnesia -, Steatit oder irgendeinem anderen geeigneten keramischen Material, dergestalt, daß die äußere zweckmäßig kürzere Röhre sich gleitend an die Innenwand der Röhre i anlegt und so dem Ganzen eine feste Führung gibt, während die innere Röhre unten die eigentliche Elektrode 6 trägt. Die beiden konachsialen Röhren, welche zusammen den Teil 7 bilden, sind demnach nur an dem oberen, dem Bereich der Lichtbogenbildung und ,der Metallzerstäubung entzogenen Ende durch Verschmelzen, Verkitten, Brennen o. dgl. in Gestalt einer Ringnaht verbunden, die zugleich infolge des Anliegens der äußeren Röhre 7 an der limenwand von i auch der Elektrode 6 eine feste, zentrische tage gibt. Auf diese Weise wird ein langer, von der Elektrode 6 nach der Elektrode4 führender Gleitentladungsweg geschaffen, der Isolationsstörungen mit Sicherheit ausschließt; denn bei dieser Ausführung kann sich ein Gleitfunk#en zwischen den Elektroden an der Berührungsstelle von 7 und i deswegen nicht ausbilden, weil ein solcher Funken stets das Vorhandensein einer oft äußerst dünnen, leitenden Verbindungsschicht voraussetzt. Eine solche leitende Verbindungsschicht auf der Oberfläche des Glases kann sich aber bei der angegebenen Ausführung deswegen nicht bilden, weil der verhältnismäßig lange -und sehr schmale, ringförrnige Schutzraum., der zwischen den beiden konachsialen Teilen des Körpers 7 geschaffen ist, das Eindringen zerstäubten Elektroclenmetälls in seinen oberen Teil wirksam verhütet. Dadurch ist die Entstehung einer leitenden Brücke zwischen den Elektroden ausgeschlossen.
  • Durch,d*ese Anordnung ergibt sich zugleich ein großer fabrikatorischer Vorteil, indem man den Tei17 mitsamt der vorbereiteten Elektrode 5, 6 bei der Herstellung der Vakuumsicherung in die zylindrische, untennoch offene Röhre i als Ganzes bequem einschieben und sodann zunächst mittels der Einquetschung des Drahtes bei 2 befestigen kann.
  • Bei der beschriebenen Ausführungsform ist zugleich das innere der beiden den Elektrodenträger bildenden Rohre als Raum zur Aufnahme eines Vorrates von Elektrodenmetall 8 (Abb. --» benutzbar. Zweckmäßig hat 8 die Form einer von Glas oder einem anderen Material umschlossenen »Patrone«, d:e die vorgeschriebene 1\Erldestmen,-e des verhältnismä.11,ig leicht schmelzbaren Elektrodenmetalls enthält. Diese Patrone8 sitzt mit ihrer unteren Verjüngung auf zwei leichten Einkröpfungen des metallischen Trag- und Stromzuleitungsbügels 5 auf und wird durch d:ese in der gezeichneten Lage festgehalten. Sie wird in den Elektrodenträger vor dem Darüberziehen des Isolierteiles7 über den Bügel 5 eingelegt und nach Aufsetzen des Verschlußkörbchens 6 und H,erumb*:egen der unteren Ausläufer von 5 mit dem Ganzen in die Röhre i eingeschoben und bei 2 festgeschmolzen. Die Verteilung des Metallvorrates von 8 erfolgt dann zweckmäßig in indifferenter Gasatmosphäre oder im Vakuum durch Erhitzen bis über -den Schmelzpunkt des Metalls, wodurch dasselbe herabtropft und teils von dem Körbchen 6 aufgefangen und festgehalten wird (in den Maschen des Gewebes), teils auf den Boden der Röhre i gelangt, wo es mit der Stromzuführung 4 in Kontakt kommt und so einen elektrodischen Bodenkörper herstellt. Eine derartige Anordnung hat zugleich den Vorteil beträchtlich niedriger Zündspanilung, zumal nachdem sich das am Boden befindliche Elektrodenmaterial durch Zerstäubung auf den unteren Teil der Innenwand von i ausgebreitet hat. Die so hergestellten Röhren zeigen den Vorteil großer Einfachheit in der Fabrikation, hoher Isolationsfähigkeit unterhalb der Zündspannung auch nach längerer Einwirkung des Lichtbogens und guter Ausnutzung des beschränkten Raumes der Röhre. Zum Evakuieren dient ein an passender Stelle angesetzter Rohrstutzen, der später abgeschmolzen wird; dieser ist in der Zeichnung der Einfachheit halber fortgelassen. Es ist zweckmäßig, obwohl nicht unbedingt erforderlich, daß das äußert Rohr des Isolierteiles 7 kürzer gema#-lit wird als das innere Rohr-, welches am unteren Ende die Elektrode 6 trägt. Dadurch wird nämlich eine günstigere elektzostatische Anordnung für die-Zündung erzieit, indem 6 der mit Metallbeschlag b-,deckten Innenwand von i frei gegenübeisteht und so eine genügend große Fläche für den Eintritt von Kraftlinien wirksam ausgenutzt wird.
  • Die Entladungsröhren vorstehend beschriebener Ausführung werden zum Zwecke der Benutzung an beiden Enden mit Sockeln versehen, die zweckmäßig über den zylindrischen Teil des Rohres'i teilweise hinübergreifen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜCIIE: i. Edelgas-Vakuumsicherung mit zwei aus leicht schmelzbarem Metall bestehenden Elektroden, gekennzeichnet durch einen bei der Herstellung in das zylin-.drische Entladungsrohr (i) leicht anliegend einschiebbaren Elektrodenträger (7), der aus zwei konachsialen, im Durchmesser nur wenig verschiedenen, einen schmalen', ringförrnigen Schutzraum erzeu '-enden Isolierröhren gebildet wird, die an dem dem Bereich der Metallzerstäubung entzogenen Ende des Entladungsrohres verbunden sind.
  2. 2. Edelgas-Vakuumsich#erung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenträger (7) zugleich als Hohlraum für die Unterbringung des in der Röhre später durch Schmelzen auf die Elektroden zu verteilenden Metalls dient.
DEE29082D 1923-02-16 1923-02-16 Edelgas-Vakuumsicherung Expired DE413153C (de)

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