DE4130968C2 - Vorrichtung zur Aufnahme eines Falschdrallaggregates in Form eines beweglichen Supportes - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme eines Falschdrallaggregates in Form eines beweglichen SupportesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme eines Falschdrallaggregates
in Form eines beweglichen Supportes gemäß Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Bekanntlich wird bei der Weiterverarbeitung der texturierten Garne,
z. B. Wirken, Stricken und dergleichen, immer ein in S-Drehung und ein
in Z-Drehung verarbeiteter Faden gefacht eingesetzt. Dies bedeutet, daß
z. B. eine Maschine S-gedrehte und eine weitere Maschine Z-gedrehte
Garne produziert. Des weiteren ist es möglich, daß zwei benachbarte
Aggregate auf S- und Z-Drehung eingestellt sind, wobei die beiden
Fäden bereits auf der Texturiermaschine gefacht werden.
In der DE 15 10 711 ist ein derartiges Aggregat beschrieben. Hier wird
die Umstellung von SS-Drehung auf ZZ-Drehung bzw. SZ-Drehung bei einem
Magnetfalschdrall-Doppelaggregat dargestellt. Das eigentliche Aggregat,
aufgebaut auf einer sogenannten Grundplatte, ist auf einem Support
montiert und wird über einen Stift fixiert. Der Support bewegt sich auf
einem Rundstab, der fest mit einer Halterung verbunden ist. Zur Geradführung
des Supportes dient eine Führungsstange. Zwischen den Schenkeln
des Supportes ist eine Druckfeder verschiebbar eingebracht. Je nach
S- bzw. Z-Drehung wird die Druckfeder über einen Bolzen fixiert
(s. Fig. 2 und Fig. 5). Zu diesem Zweck muß die Feder überdrückt werden,
damit der Bolzen entfernt werden kann. Dies ist nicht nur aufgrund
der Platzverhältnisse recht kompliziert, sondern es kommt auch immer
wieder vor, daß bei dieser Operation der Bolzen verloren geht. Dieser
Vorgang in einer Maschine, die über mehr als 200 Aggregate aufweist,
muß ebensooft durchgeführt werden.
Bei einer bekannten Vorrichtung zum Umschalten von Falschdrallvorrichtungen
(DE-OS 17 85 323) ist eine Schaltwelle mit Hebelgriff angeordnet, die bei Drehung
an ihrem Ende über eine Kurvenscheibe einen Halter für ein Falschdrallaggregat
linear verschiebt. Gleichzeitig wird zur S-/Z-Umstellung um eine weitere Hohlwelle
der Halter für das Falschdrallaggregat verschwenkt, um den Antriebswirtel über
den Treibriemen zu heben und auf dessen anderer Seite wieder in Reibschluß zu
bringen. Allerdings sind in der genannten Hohlwelle zwei Druckfedern hinterein
ander geschaltet. Deren Funktion besteht darin, die Schiebeelemente innerhalb
der Hohlwelle unter Spannung zu halten, damit Schieberdorne in Kulissen der
Hohlwelle axial verschoben werden können. Die Schieberdorne werden dabei in
Rastgabeln von Rastwinkelstücken geführt, die auf einer Tragplatte fest ver
schraubt sind. Damit dienen die zwei hintereinandergeschalteten Druckfedern
nach der Offenlegungsschrift einer federelastischen Verschiebung der Hohlwelle
im Zuge der Drehung der Schaltwelle und der Kurvenscheibe.
Bei einer bekannten Falschdrallvorrichtung etwa der gattungsgemäßen Art (DE-Offenlegungsschrift
23 48 813) wird der Antriebswirtel an den Antriebsriemen je
weils mit einer von zwei Druckfedern gepreßt, die in einem Schieber in Längsrich
tung hintereinander angeordnet sind. Die jeweils gegen den Antriebsriemen drüc
kende Druckfeder ist durch eine spezifische Stellung des Falschdrallaggregates
so stark vorgespannt, daß sie dabei die Gegenkraft der in Serie dazugeschalteten
Druckfeder für die jeweils andere Stellung überwindet. Zur Umstellung von S-Drehbetrieb
auf Z-Drehbetrieb ist zunächst ein Stellexzenter so zu betätigen, daß
gegen die Kraft der entsprechenden Druckfeder der Wirtel vom Antriebsriemen
gelöst wird. Sodann ist das Antriebsaggregat von einer Schieberplatte zu lösen
und mittels Führung durch bestimmte Lagelöcher so einzusetzen, daß der An
triebswirtel nun an der anderen Seite des Antriebsriemens zur Umkehr der Dreh
richtung angreift.
Diese Art der Konstruktion erfordert allerdings eine Vielzahl kompliziert zusam
menwirkender Komponenten wie zum Beispiel Stellexzenter mit Stellhebel, zwei
unterschiedliche Lagelöcher für S- und Z-Drehbetrieb für einen Lagerzapfen, eine
gesonderte Trägerplatte am Falschdrallaggregat zur Aufnahme der Lagelöcher,
spezielle Stellappen zum Vorspannen je eines Druckfederpaares u. a. Vor allen
Dingen ist auch der Platzbedarf dieser Vorrichtung groß bzw. deren Bauform
sperrig. Dies ist nicht nur auf den aufwendig mit einer Vielzahl von Komponenten
bewirkten Mechanismus, sondern auch auf die Serienschaltung der Druckfeder
paare zurückzuführen, wofür eine außerordentliche Länge benötigt wird, zumal
auch noch Platz für einen Federhub zur Verfügung stehen muß.
Mithin wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe aufgeworfen, eine pro
blemlose Umstellung des Falschdrallaggregates von S- auf Z-Drehung bzw. um
gekehrt mit einer Vorrichtung bewirken zu können, die eine einfache Konstruktion
und eine kompakte Bauform aufweist. Zudem soll eine einfache Handhabbarkeit
gewährleistet sein. Zur Lösung dieser Aufgabe wird auf die im Patentanspruch 1
gekennzeichnete Vorrichtung verwiesen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Ansprüchen
2 bis 7 zu entnehmen.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung besteht z. B. aus einer Supportplat
te, die auf einer feststehenden, mit einer Halterung verbundenen Säule,
bewegbar angeordnet ist. Die Geradführung der Supportplatte erfolgt
über einen Bolzen, der in der Supportplatte verankert ist und über eine
Gleitbüchse in der Halterung die Führung gewährleistet. Ein Kulissen
griff, mit Einrastpunkten für S- bzw. Z-Drehung, ist drehbar auf der
Säule angeordnet, die einen Kulissenstift als Anschlag besitzt.
Zwischen der Supportplatte und der Halterung, und zwar möglichst mit
tig, ist eine Federung angeordnet, die aus einer inneren Zugfeder und
einer äußeren Druckfeder zusammengesetzt ist. Beide Federn sind unab
hängig voneinander. Die Zugfeder ist vorzugsweise in der Supportplatte
befestigt und in der Halterung beweglich. Die Druckfeder wiederum ist
in der Halterung festgelegt und ist in der Supportplatte beweglich.
Hierdurch wird erreicht, daß z. B. bei S-Drehung nur die Zugfeder in
Funktion tritt und bei Z-Drehung die Druckfeder wirksam wird. Bei der
jeweiligen Umstellung erfolgt die Feststellung des Aggregates über den
vorderen bzw. hinteren Rastpunkt am Kulissengriff über den in der Säule
eingebrachten Zylinderstift. Hierbei muß weder ein Teil vom Aggregat
entnommen werden noch umgesteckt werden. Der Umbau von einer Drehrich
tung in die andere ist so in Sekundenschnelle durchgeführt.
Das Aggregat selbst, ob es sich nun um ein Friktionsscheiben-, ein
Magnetspindel- oder ein anders geartetes Aggregat handelt, wird von der
Supportplatte abgehoben und entweder vor oder hinter dem Antriebsrie
men, je nach Drehrichtung, über die Supportbolzen, welche in der Sup
portplatte verankert sind, wieder aufgesetzt.
Die Anordnung der Federn ist natürlich nicht auf das beschriebene Bei
spiel beschränkt, sondern je nach Anforderung und Ausgestaltung des
Aggregates, in anderer Form möglich.
Die Erfindung soll anhand von Beispielen noch näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 das komplette Aggregat als Friktionsscheibenfalschdrallaggregat
in der Seitenansicht,
Fig. 2 die Supportplatte in der Draufsicht,
Fig. 3 die zwischen der Halterung und der Supportplatte eingebrachte
Federung im ausgefahrenen Zustand, z. B. S-Umstellung,
Fig. 4 die Federung im zurückgefahrenen Zustand, z. B. Z-Umstellung.
In der Fig. 1 wird ein komplettes Aggregat als Friktionsscheibenfalsch
drallaggregat dargestellt. Auf der Supportplatte 1, die von der Säule 3
getragen wird, ist das Aggregat 14 über den Supportbolzen 16 aufgesteckt.
Die Säule 3 ist fest mit der Halterung 2 verbunden. Es wird die Funk
tionsstellung bei S-Drehung gezeigt, d. h. der Antriebswirtel 18 des
Aggregates 14 liegt vor dem Antriebsriemen 15. Hierbei kommt nur die
Zugfeder 7 zur Wirkung. Gehalten wird sie von dem Zugfederhalter 9, der
in der Supportplatte 1 verankert ist. Der Zugfederhalter 10 begrenzt
die Zugfeder 7 in der Bohrung der Halterung 2. Auf dem vorderen Teil
stück der Säule 3 ist der Kulissengriff 6 in der Supportplatte 1 beweg
lich angeordnet. Die Rasterpunkte 6′ und 6′′ sind außer Funktion, ebenso
der in der Säule 3 eingebrachte Zylinderstift 13.
Die Fig. 2 stellt die Supportplatte 1 in der Draufsicht dar, und zwar
in dem Funktionszustand wie unter Fig. 1 beschrieben. Um die Federung
zu verdeutlichen, ist an dieser Stelle die Supportplatte 1 teilge
schnitten. Es ist deutlich zu erkennen, daß nur die innere Zugfeder 7
in Funktion ist. Auch die vorderen und hinteren Zugfederhalterungen 9
und 10 sind dargestellt. Bei der äußeren Druckfeder 8 ist die Druckfe
derhalterung 12, die fest mit der Halterung 2 verbunden ist, im Schnitt
dargestellt. Das andere Ende der Druckfeder 8 mit dem Druckfederhal
ter 11 ist außer Funktion. Die Supportplatte 1 wird von der Säule 3 ge
tragen, wobei die Geradführung über den Bolzen 4, der in der Gleit
büchse 5, die fest in der Halterung 2 verbunden ist, erfolgt.
In den Fig. 3 und 4 werden die Umstellungsphasen S-Z dargestellt. Die
Fig. 3 zeigt die Stellung der Supportplatte 1 bei der S-Drehrichtung.
Hier ist der Zylinderstift 13, welcher fest mit der Säule 3 verbunden
ist, in den Rastpunkt 6′′ des Kulissengriffs 6 eingerastet. Die Zugfeder 7
ist in Funktion, während die Druckfeder 8 freiliegt.
In der Fig. 4 wird die Umstellung auf Z-Drehung dargestellt. Die Druck
feder 8 ist nahezu auf Blocklänge gedrückt, während die Zugfeder 7 ent
lastet frei aus der Halterung 2 ragt. In dieser Phase ist der Rastpunkt 6′
des Kulissengriffes 6 mit dem Zylinderstift 13 belegt.
Claims (7)
1. Vorrichtung in Form eines beweglichen Supportes zur Aufnahme eines
Falschdrallaggregates (14), das sowohl für S- als auch Z-Drehung
einsetzbar ist, und dessen Antrieb über einen End
lostangentialriemen (15) erfolgt, wobei die Supportplatte (1) zur Umstellung
der Drehrichtung des Falschdrallaggregates (14) von mindestens zwei in
ihrer Kraftrichtung gegeneinander gerichteten Federn (7, 8) beaufschlagt
und dabei in einer Mittelstellung haltbar ist, und aus dieser Mittelstellung
heraus, jeweils gegen die Kraft einer Feder (7, 8) in die eine (S) oder die
andere (Z) Endstellung verschiebbar und dort arretierbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Supportplatte (1) mittels eines Kulissengriffs (6) in
die S-Stellung und in die Z-Stellung jeweils gegen die Kraft
ein oder mehrerer der Federn (7, 8) beweg- und arretierbar ist, wobei der ei
nen Stellung (S) mindestens eine Zugfeder (7) und der anderen Stellung (Z)
mindestens eine Druckfeder (8) zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn
(7, 8) konzentrisch zueinander angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umstellung
über eine Federung (7, 8) erfolgt, wobei die Zugfeder (7) als innere Feder
und die Druckfeder (8) als äußere Feder ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zugfeder (7) über einen Zugfederhalter (9) in der Sup
portplatte (1) fest verankert ist und in der Halterung (2) frei beweglich mit
einem weiteren Zugfederhalter (10) gestaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckfeder (8) über einen Druckfederhalter (12) in der
Halterung (2) fest verankert ist, und in der Supportplatte (1) über einen
weiteren Druckfederhalter (11) frei beweglich angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Federung (7, 8) mittig zwischen einer mit einer feststehen
den Halterung (2) verbundenen Säule (3) und einem mit der Supportplatte
(1) verbundenen Führungsbolzen (4) angeordnet ist, wobei die Supportplat
te (1) auf der Säule (3) mit dem Führungsbolzen (4) bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kulissen
griff (6) auf der Säule beweglich angeordnet ist und zwei Rasterpunkte
(6′, 6′′) zum Einrasten eines Zylinderstiftes (13) aufweist, der fest mit der
Säule (3) verbunden ist.
Priority Applications (2)
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Families Citing this family (1)
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Family Cites Families (1)
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|---|---|---|---|---|
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- 1991-09-18 DE DE19914130968 patent/DE4130968C2/de not_active Expired - Fee Related
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