DE4125618A1 - Verdrahtung in schaltschraenken und verfahren zur herstellung einer verdrahtung - Google Patents

Verdrahtung in schaltschraenken und verfahren zur herstellung einer verdrahtung

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    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • H05K13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or adjusting assemblages of electric components
    • H05K13/06—Wiring by machine
    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B—BOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Description

Die Erfindung betrifft eine Verdrahtung für mit wenigstens einem beweglichen Bauteil wie einer Tür versehene Schalt­ schränke, über deren Gelenk die Verdrahtung geführt werden muß und ein Verfahren zur Herstellung der Verdrahtung unter Verwendung eines Drahtwickelgerätes, mit welchem der zu ver­ legende Draht kontaktfest um Haltestifte herum gewickelt wird.
Bei einem bekannten Wickelgerät dieser Art ist eine Draht­ führung vorgesehen, in welche der zu verlegende Draht vor jedem Arbeitsgang eingelegt werden muß, nachdem er zuvor in der be­ nötigten Länge von einer Vorratsrolle abgezogen wurde. Hierbei wird die mechanische Wickelung mittels eines drehbaren Teiles des Gerätes herbeigeführt, das in Form eines Futters am Draht angreift, durch das der Draht auf dem Stift festgezogen wird, wodurch es zu einem ausreichenden elektrischen Kontakt kommt.
Dieses Verfahren ist zeitraubend und umständlich, weil bei jedem Verdrahtungsgang die Arbeit zum Zwecke des Einlegens des Drahtes unterbrochen werden muß.
Weiter sind Verfahren zur Herstellung von Verdrahtungen in Schaltschränken bekannt, bei denen von bestimmten Ausgangs­ punkten im Inneren der Schaltschränke aus die einzelnen Adern der Kabel durch Klemmverbindungen nach Art von Lüsterklemmen festgelegt werden, von wo aus sie zu dem nächsten Punkt ge­ zogen und dort ebenfalls sowohl mechanisch als auch elektrisch durch entsprechende Klemmverbindungen befestigt werden. Ein Teil dieser Verdrahtung läuft dabei über das Gelenk, also beispielsweise über das eine Tür tragende Gelenk des Schalt­ schrankes oder aber über einen beweglichen Türrahmen oder dergleichen. An diese über das Gelenk laufende Verdrahtung sind dann bei den bekannten Anordnungen Schaltrelais zur Betätigung von Schützen oder dergleichen angeschlossen, wobei die Betriebsspannung für sämtliche Bauteile dieser Verdrahtung normalerweise die Netzspannung, also 220 V ist.
Nachteilig bei dieser bekannten Anordnung ist es, daß zur Herstellung dieser Verdrahtung ein erheblicher Zeitaufwand benötigt wird, weil das Einklemmen und Einstecken der Draht­ enden neben dem vorherigen Abisolieren erhebliche Montagezeit beansprucht. Ferner müssen weiter relativ dicke Kabel verwendet werden, was den Montageaufwand weiter erhöht. Außerdem fallen die hierfür benötigten Relais sehr voluminös aus. Die Verwen­ dung einer Betriebsspannung von 220 V für sämtliche Bauteile bedeutet außerdem ein Sicherheitsrisiko.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Schaltschrank der eingangs genannten Art sowie ein Ver­ fahren zur Herstellung einer Verdrahtung im Inneren des Schran­ kes so auszubilden, daß sich die Schaltschränke rasch, d. h. mit geringem Zeitaufwand sowie kostengünstig montieren lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Befestigung des jeweiligen Drahtes am Ausgangspunkt an einer dort angeordneten mit Stiften versehenen Leiste durch ein Wickelgerät vorgenommen wird, durch welches der Draht um den Stift herum gewickelt wird, wobei der Draht direkt durch das Gerät geführt und verdreht und damit durch einfaches Aufsetzen des Gerätes auf die nächste Befestigungsstelle zu diesem hinge­ führt wird und wobei die Vorratsrolle für den zu verlegenden Draht im Inneren des Gehäuses oder an dessen Außenumfang gelagert ist.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung entfällt das Einsetzen des Drahtes in das Futter des Gerätes ebenso wie eine gesonderte Handhabung des Drahtes, um diesen von einer Ausgangsposition in die jeweils nächste Schalt- und Befestigungsposition zu führen. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Gerätes hat also den Vorteil, daß sich die Verdrahtung erheblich schneller als bei dem bekannten Verfahren herstellen läßt.
Zweckmäßig ist es, wenn der die Verbindung herstellende Draht in dem Gerät durch eine Führung, durch eine Umleitung über eine drehbare Rolle oder dergleichen gehalten ist, da auf diese Weise sichergestellt ist, daß sich der Draht stets in der Nähe des eigentlichen Befestigungskopfes des Gerätes befindet. Bei einer derartigen Anordnung wird also ausgehend von der Verdrillung an dem ersten Befestigungspunkt mit dem Gerät der Draht zum nächsten Befestigungspunkt gezogen und durch Aufstecken des Gerätes auf dem dortigen Stift befestigt, wobei beliebig viele weitere Befestigungspunkte anschließen können und die Ansteuerung sämtlicher Befestigungspunkte einhändig geschehen kann.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn der Draht von dem rückwärtigen Ende des Gerätes durch das den Stift ergreifende Futter hindurchgeführt ist, so daß er sofort beim Aufsetzen des Gerätes auf den Stift an derjenigen Stelle liegt, an welcher die Befestigung durch die Verdrillung stattfindet. Damit gibt es bei dieser Ausführungsform nicht die geringsten Schwierigkeiten, Verdrillung und Führung des Drahtes durch ein und dasselbe Gerät herbeizuführen.
Die erfindungsgemäße Anordnung und das erfindungsgemäße Ver­ fahren lassen sich insbesondere anwenden auf Schaltschränke, die mit verschiedenen Einschüben versehen sind, welche bei der bekannten Anordnung durch das Festklemmen mittels der Klemmschrauben, die bei einem Einschub bis zu 60 Stück und mehr betragen können, nur unter großem zeitlichen Aufwand aus dem Schaltschrank lösbar und damit ersetzbar sind, während bei der erfindungsgemäßen Anordnung durch einfache Steckverbindungen sowohl die Einschübe als auch Träger weiterer Bauteile in Form von sogenannten "Karten" leicht und rasch und zuverlässig ausgewechselt werden können. Diese Einschübe sind dann in der oben beschriebenen Weise mit Verbindungsleisten versehen, welche Stifte tragen, wobei die einzelnen Drahtabschnitte auf den Stiften verbleiben. Die erfindungsgemäße Anordnung schafft insbesondere die Möglichkeit, je nach Länge der Stifte bis zu drei oder mehr Drahtenden auf die Stifte zu wickeln und diese außerdem - falls in Einzelfällen erforderlich - zusätzlich noch mit Klemmleisten in Form von Schrauben oder dergleichen zu versehen. Dies ist bei der bekannten Anordnung nicht möglich, da die Länge des jeweiligen Stiftes gleich­ sam aufgebraucht ist, wenn der Stift in die zugehörige Öffnung der Schraubverbindung eingesetzt und in dieser festgeklemmt ist.
Dieses Aufeinanderwickeln der Drähte auf einen Stift kann in besonders vorteilhafter Weise mit dem oben beschriebenen Gerät erfolgen, wobei dieses zusätzlich zu den genannten Elementen mit einer um eine senkrechte Achse drehbaren Führung für den Draht versehen sein kann, mit welcher dieser dem Futter von dem rückwärtigen Ende des Gerätes zugeführt wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungs­ beispielen in der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform des Wickelgerätes,
Fig. 2 ist eine Darstellung ähnlich Fig. 1 bei einer anderen Ausführungsform,
Fig. 3 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Schaltschrank, auf welchen die erfindungsgemäße Verdrahtung Anwendung findet,
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung in Ansicht einen Rahmen zur Aufnahme eines Einschubes bzw. einer "Karte".
Gemäß Fig. 1 besteht ein Wickelgerät 1 aus einem futterähnlichen Oberteil 2, mit welchem der zu verlegende Draht 3 erfaßt und geführt werden kann, wobei bei der Ausführungsform nach Fig. 1 eine Vorratsrolle 4 im Inneren des Kopfes 2 untergebracht ist, so daß bei der Anbringung der Verdrahtung zwischen zwei im Abstand A zueinander angeordneten Stiften 5 nach der Beendi­ gung der ersten Wicklung 6 der von dem Futter 2a erfaßte und in diesem festgeklemmte Draht 3 beispielsweise durch Druck auf eine Handhabe 7 gelöst werden kann, so daß bei einer Bewegung des Gerätes 1 von dem ersten Stift links in Fig. 1 zu dem zweiten Stift rechts in Fig. 1 über den Abstand A hinweg die zwischen diesen beiden Stiften benötigte Draht­ länge aus dem Inneren des Gerätes unter Abwicklung von der Vorratsrolle 4 herausgezogen wird.
Anschließend wird das Futter 2a wieder geschlossen, so daß der Draht 3 erfaßt wird, wobei das Futter 2a im Sinne der Pfeile 8 drehbar zu einem Handgriff 9 angeordnet sein kann, so daß durch diese Drehung die Wicklung 6 gleichsam automatisch erfolgt.
Zur Aufnahme der Vorratsrolle 4 ist in dem Gehäuse des Kopfes 2 eine entsprechende Kammer 10 vorgesehen, welche die Vorratsrolle 4 aufnimmt.
Selbstverständlich ist es möglich, diese Vorratsrollenkammer auch im Handgriff 9 des Gerätes unterzubringen.
Für den Fall, daß der Draht 3, wie gestrichelt angedeutet, nicht auf eine Vorratsrolle im Inneren des Gerätes aufge­ wickelt sondern nach hinten durch den Handgriff 9 hindurch herausgeführt ist, kann, um die Drehung des Kopfes 2 zu ermög­ lichen, eine zusätzliche Führung 11 auch im Handgriff 9 vorge­ sehen sein, welche den Draht 3 aufnimmt und welche sich zusammen mit dem Oberteil 2 des Gerätes 1 dreht. Eine solche Führung 11 ist in Fig. 1 ebenfalls gestrichelt angedeutet.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, kann das Oberteil 2 des Gerätes zwei­ teilig ausgebildet sein, wobei die beiden Teile beispielsweise durch gestrichelt angedeutete Schrauben 12 miteinander ver­ bunden sein können.
Bei einer Ausführungsform, bei welcher sich die Vorratsrolle 13 außerhalb des Gerätes 1 befindet, kann es zweckmäßig sein, wenn dafür Sorge getragen ist, daß sich diese Vorratsrolle zusammen mit der Führung 11 und dem Oberteil 2 mitdreht.
Fig. 2 ist eine Darstellung ähnlich Fig. 1 und zeigt eine abgewandelte Ausführungsform. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 befindet sich eine Vorratsrolle 14 an der Außen­ seite des drehbaren Kopfes 2 des Gerätes 1, wobei der zu verarbeitende Draht 3 durch das Futterteil 2a des Oberteiles 2 geführt im Inneren des Oberteiles und auf seiner Außenfläche aber durch Rollen 15 und 16 umgelenkt ist, um auf der Vor­ ratsrolle 14 aufgewickelt zu sein. Die Vorratsrolle 14 kann durch ein Lager 17 am Oberteil 2 befestigt sein, so daß sie sich zusammen mit dem Oberteil 2 mitdreht. In entsprechender Weise können die Rollen 15 und 16 gelagert sein.
Sofern die durch das Mitdrehen der Vorratsrolle 14 auf­ tretenden Unwuchten nicht wünschenswert sind, ist es zweck­ mäßig, die Vorratsrolle 14 am Handgriff 9 so zu lagern, daß der Draht durch die Symmetrieachse wenigstens des Oberteiles 2 geführt wird.
Fig. 3 zeigt in schematischer perspektivischer Darstellung eine Anwendung der erfindungsgemäßen Verdrahtung auf einen Schaltschrank 18. Dieser besteht aus zwei Teilen 19 und 20, welche über die Gelenke 21 miteinander verbunden sind, so daß die Verdrahtung über die Gelenke geführt werden muß. Zu diesem Zweck werden schematisch angedeutete Einschübe oder "Karten" 22 in der beschriebenen Weise verdrahtet und die Verbindungsdrähte zwischen den einzelnen Einschüben dann zu wenigstens einem Kabelstrang 23 zusammengefaßt und in diesem Zustand zu dem jeweils anderen Teil über die Gelenkachse geführt. Diese Aus­ führungsform wird begünstigt durch die Verwendung des eingangs beschriebenen Gerätes, da mit diesem sich die Montage eines solchen Schaltschrankes in relativ kurzer Zeit durchführen läßt.
Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung in Ansicht einen Rahmen zur Aufnahme eines solchen Einschubes oder einer solchen "Karte", wobei die elektrischen Anschlüsse dieses Rahmens durch Stifte 24 gebildet sind, die auf Leisten ein­ oder mehrreihig angeordnet sind, wobei die Leisten 25 durch zwei oder mehr Träger 26 in der dargestellten Weise miteinander verbunden sind.
Die Montage der Verdrahtung erfolgt in der beschriebenen Weise durch Umwickeln der Stifte 24 (gegebenenfalls auch in mehreren aufeinanderfolgenden Lagen), um die notwendigen Kontakte für die einzelnen Stifte herzustellen.

Claims (10)

1. Verdrahtung für mit wenigstens einem beweglichen Bauteil wie einer Tür versehene Schaltschränke, über deren Gelenk die Verdrahtung geführt werden muß und ein Verfahren zur Herstellung der Verdrahtung unter Verwendung eines Draht­ wickelgerätes, mit welchem der zu verlegende Draht kontakt­ fest um Haltestifte herum gewickelt wird, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Befestigung des jeweiligen Drahtes (3) am Ausgangspunkt an einer dort angeordneten mit Stiften (24) versehenen Leiste (25) durch ein Wickelgerät (1) vorgenommen wird, durch welches der Draht (3) um den Stift (24) herum gewickelt wird, wobei der Draht (3) durch das Gerät (1) geführt und verdreht wird und wobei die Vorratsrolle (4) für den zu verlegenden Draht (3) im Inneren des Gehäuses oder an dessen Außenumfang gelagert ist.
2. Verdrahtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Verbindung herstellende Draht (3) in dem Gerät (1) durch eine Führung (2a, 11), durch eine Umleitung über eine drehbare Rolle (15, 16) oder dergleichen gehalten ist.
3. Verdrahtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt (2a) des Drahtes (3) aus dem Gerät (1) sich in dem eigentlichen Befestigungskopf (2) des Gerätes (1) befindet, wobei die Vorratsrolle (4) im Inneren des Kopfes liegt.
4. Verdrahtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (3) von dem rückwärtigen Ende (9) des Gerätes (1) durch das den Stift (5) ergrei­ fende Futter (2a) hindurchgeführt ist.
5. Verdrahtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät (1) und das mittels des Gerätes durchführbare Verdrahtungsverfahren auf Schalt­ schränke (18) mit verschiedenen Einschüben (22) Anwendung findet.
6. Verdrahtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschübe (22) mit Verbindungsleisten (25) versehen sind, welche Stifte (24) tragen, auf welche die Draht­ abschnitte aufwickelbar sind.
7. Verdrahtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Stifte (24) bis zu drei oder mehr Drahtenden nacheinander aufwickelbar sind.
8. Verdrahtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (25) zusätzlich zu den zu bewickelnden Stiften (24) mit Klemmvorrichtungen in Form von Schrauben oder dergleichen versehen sind.
9. Verdrahtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wickelgerät (1) zusätz­ lich mit einer um eine senkrechte Achse drehbaren Führung (2a, 11) für den Draht (3) versehen ist.
10. Verdrahtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbaren Führung bzw. dem drehbaren Futter (2a) von dem rückwärtigen Ende (9) des Gerätes der zuverarbeitende Draht (3) zugeführt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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