DE4112103C2 - Verwendung von Essigsäure zur Regulierung der Blutzuckerwerte - Google Patents

Verwendung von Essigsäure zur Regulierung der Blutzuckerwerte

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Essigsäure zur Erhöhung der Blutzuckerwerte insbes. bei Hypoglykämie. Zu hohe, zu niedrige sowie Schwankungen der Blutzuckerwerte sind Ausgangspunkt funktioneller Anomalien.
Es ist bekannt, zur Senkung des Blutzuckerspiegels Kar­ bonsäurederivate sowie deren physiologisch unbedenkli­ che Salze, Ester und Amide in Arzneimitteln einzuset­ zen. So beschreibt die DE 35 25 284 A1 derartige Arz­ neimittel, welche zur Behandlung von Diabetes, Prädia­ betes und insbesondere von Alterdiabetes geeignet sind.
Weiterhin sind aus der US 48 70 105 A Mittel auf der Grundlage von Calciumacetat zur Inhibition der gastrointestinalen Phosphataufnahme bekannt, wobei das Calcium mit Phosphat komplexiert wird.
Die Anwendung von Acetylsalicylsäure mit antiviraler Wirkung ist aus der DE-OS 38 32 799 A1 bekannt. Eine verstärkende Wirkung der Acetylsalicylsäure bei blut­ zuckersenkenden Arzneimitteln ist in der DAZ-Arzneimit­ telinformation und Beratung, Heft 48, 1988, Seite 2554 beschrieben. Darüber hinaus ist der Roten Liste 1983, Editio Cantor, Aulendorf Nr. 05080 und 05082, die An­ wendung von Acetylsalicylsäure nach Alkohol- und Niko­ tingenuß zu entnehmen.
Dem Lehrbuch der Pharmakologie, F. Eichholtz, Springer- Verlag, 1957, S. 429 ist zu entnehmen, daß Essig bereits in der Antike als Arznei verwendet wurde. Aus der Veröffentlichung "Kent′s Arzneimittelbilder", 4. Auflage, Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1983, S. 8 ist außerdem bekannt, daß Essigsäure Diabetes (mit oder ohne Zucker im Urin) geheilt hat. Abschließend sei be­ züglich des bekannten Standes der Technik noch auf das Lehrbuch der medizinischen Biochemie und Pathobiochemie für Studierende der Medizin und Ärzte, "Physiologische Chemie", Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 1979, S. 340-349, hingewiesen, in welchem bezüglich der Regulation des Glucosestoffwechsels keinerlei Hinweise auf die Verwendung von Essigsäure gegeben werden.
Die bekannten Lösungen zur Regulierung der Blutzucker­ werte haben den Nachteil, daß sie die Blutzuckerwerte nur in Richtung der Verringerung beschreiben und teil­ weise unerwünschte Nebenwirkungen aufweisen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Regu­ lierung der Blutzuckerwerte nach oben mit einem kostengünstigen und praktisch nebenwirkungsfreien Wirkstoff zu erreichen. Es ist insbesondere Aufgabe der Erfindung, die Blutzuckerwerte bei Hypoglykämie zu er­ höhen bzw. zu normalisieren.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß mit Es­ sigsäure eine Regulierung der zu niedrigen Blutzuckerwerte zu errei­ chen ist. Hierbei ist es unabhängig, wie die Essigsäure appliziert wird, d. h., die Essigsäure kann direkt ver­ abreicht werden oder sich im Körper nach Verabreichung physiologisch verträglicher und unbedenklicher Essig­ säure-bildender oder Essigsäure-abspaltender Stoffe oder Stoffgemische bilden.
Mit Beseitigung der Hypoglykämien ist zu verzeichnen, daß vorher aufgetretene Krankheitsbilder nicht mehr zu erkennen sind. Derartige Krankheitsbilder sind zum Beispiel die Verhaltensgestörtheit, Konzentra­ tionsstörungen, Hypoaktivität, Alkoholentzugserschei­ nungen und depressives Unwohlsein.
Schon nach kurzer Zeit der Mittelgabe im Rahmen der Therapie trat der erwünschte Effekt ein und auch nach Beendigung der Einnahme des Mittels traten keine erneu­ ten Unregelmäßigkeiten der Blutzuckerwerte auf. Die Werte blieben nach Beendigung konstant, Nebenwirkungen traten nicht auf.
Die zu verabreichende Dosierung hängt von Faktoren wie zum Beispiel dem Alter und dem Gewicht des Patienten und insbesondere der Höhe der Blutzuckerwerte bzw. der Schwankungen der Blutzuckerwerte sowie der vorgesehenen Häufigkeit der Verabreichung ab. Das Mittel kann sowohl in flüssiger Form als auch in Form von Tabletten, Kap­ seln oder Dragees verabreicht werden.
Die folgenden Ausführungsbeispiele (nachgereicht) erläutern diese Er­ findung. Dabei wurde für die Verabreichung in flüssiger Form 25%iger Weinessig mit 0,2 l Fruchtsaft gemischt, derart, daß das Gemisch 0,5 bis 1,0 g Essigsäure ent­ hielt. Für die Verabreichung in fester Form können Es­ sigsäuresalze, beispielsweise Natriumacetat, Kaliumace­ tat oder Calciumacetat in entsprechender Menge verwen­ det werden. So sind für eine Mittelgabe von 0,5 g Es­ sigsäure ca. 0,7 g Natriumacetat in Tablettenform zu verabreichen.
Beispiel 1
Konzentrationsstörungen und Hypoaktivität bei einem gemessenen Blutzuckerwert von 90 mg/dl waren bei Gabe von nur 0,5 g Essigsäure bereits nach 45 Minuten nicht mehr zu erkennen. Der Blutzuckerspiegel stieg im selben Zeitraum auf über 100 mg/dl an.
Umgekehrt wurde gefunden, daß an einem gesunden, zur Zeit der Messung beschwerdefreien Menschen der Aus­ gangswert bei 101 mg/dl lag. Bei mengenmäßig identi­ scher Gabe des Mittels sowie nach gleicher Zeiteinheit traten Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit und ag­ gressive Tendenzen auf. Der Blutzuckerwert war auf 86 mg/dl gesunken.
Beispiel 2
Alkoholentzugserscheinungen zeigten gleichzeitig einen Blutzuckerwert von 79 mg/dl. Nach der Mittelgabe von 1 g Essigsäure und erneuter Blutzuckermessung etwa eine Stunde später, war der Wert auf über 100 mg/dl ange­ stiegen. Die Erscheinungen des Unterzuckerungszustandes waren vorüber.
Sinngemäß ließen sich aber auch die Symptome bei einem Ausgangswert von über 100 mg/dl in gleicher Zeitspanne sowie gleicher Dosierung hervorrufen. Die Blutzucker­ werte sanken entsprechend ab.
Beispiel 3
Depressives Unwohlsein einhergehend mit mittelstarken Kopfschmerzen zeigte einen BZ-Wert von 87 mg/dl. Nach der Mittelgabe von 1 g Essigsäure stieg der Wert innerhalb 1 Stunde auf 114 mg/dl an. Der Ausgangszu­ stand hatte sich ins Gegenteil verkehrt, lediglich Kopfschmerzen wurden noch äußerst gering wahrgenommen.

Claims (3)

1. Verwendung von Essigsäure zur Erhöhung oder Norma­ lisierung der Blutzuckerwerte bei Hypoglykämie.
2. Verwendung von Essigsäure nach Anspruch 1, zur Behandlung von Verhaltens- und Konzentrationsstörung, Hypoaktivität, Alkoholentzugserscheinungen sowie depressivem Unwohlsein.
3. Verwendung von Essigsäure nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Essigsäure aus physiologisch verträglichen und unbedenklichen essigsäurebildenden Mitteln im Körper gebildet wird.
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