DE4100340A1 - Striplinefilter - Google Patents
StriplinefilterInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P1/00—Auxiliary devices
- H01P1/20—Frequency-selective devices, e.g. filters
- H01P1/201—Filters for transverse electromagnetic waves
- H01P1/203—Strip line filters
- H01P1/20327—Electromagnetic interstage coupling
- H01P1/20336—Comb or interdigital filters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Striplinefilter, das
für die Verwendung in kleindimensionierten elektrischen
Schaltkreisen geeignet ist.
Generell schließt ein Striplinefilter ein Paar einander
gegenüberliegender dielektrischer Substrate, deren Außen
fläche mit einem Erdleiter verbunden ist, sowie leitende
Resonatorzungen in einem Stripline- bzw. Streifenmuster
zwischen den dielektrischen Substraten ein, von denen jede
ein äußeres offenes Schaltkreisende und ein inneres Basis
ende bzw. einen inneren Wurzelabschnitt in elektrisch leiten
der Verbindung mit dem Erdleiter hat. Ein solches Filter wird
als Bandpaßfilter im Mikrowellenbereich verwendet.
Die Ansprechcharakteristiken solcher Striplinefilter sind
abhängig von der Größe der Resonatorzungen und der Kontur
der dielektrischen Substrate. Demzufolge hat eine Verände
rung in Größe der Resonatorzungen und Substratkontur eine
Veränderung der Durchströmkapazität (engl.: floating capacity)
des Filters zur Folge, so daß die Frequenz, auf die das
Filter anspricht, dem vorbestimmten Frequenzbereich abweicht.
Die Durchströmkapazität am offenen Schaltkreisende ist ab
hängig von der Spaltbreite zwischen dem offenen Schaltkreis
ende und dem gegenüberliegenden Erdleiter. Demzufolge bleibt
die Durchströmkapazität am offenen Schaltkreisende unverändert,
solange wie die Spaltbreite zwischen Resonatorzunge und dem
gegenüber angeordneten Erdleiter nicht verändert wird. Im
beispielsweisen Fall eines Striplinefilters vom Plattentyp,
bei dem gemäß der noch näher zu beschreibenden Fig. 2 Resonanz
zungen mit den Leiterplattenabschnitten 6e und 6f am Außen
umfang des dielektrischen Substrats verbunden sind, kann die
Durchströmkapazität dadurch konstant gehalten werden, daß der
Abstand zwischen den offenen Schaltkreisenden und den Leiter
plattenabschnitten auf einen vorbestimmten Wert eingestellt
wird.
Die Resonatorzungen weichen jedoch in ihrer Form voneinander
ab. Im Fall eines Resonators mit beispielsweise drei Strip
linezungen haben die Zungen beider Seiten Ein- und Ausgangs
anschlüsse, während die mittlere Zungen frei von einem solchen
Anschluß ist. Hieraus resultiert, daß die Länge der Zungen
separat bestimmt und dabei ihren elektrischen Anschlußmodali
täten Rechnung getragen werden sollte. Generell sollte die
mittlere Zunge etwas länger als die seitlichen Zungen sein.
Weil die Plattenanschlußabschnitte diejenigen sind, mit denen
die Zungenwurzeln verbunden sind und demzufolge als Basis
für die Bestimmung der Länge jeder Zunge dienen, ist die
Länge der einander gegenüberliegenden Leiterplattenabschnitte
nicht zu verändern. Es ist demzufolge nicht möglich, die
Durchströmkapazität an der Seite der offenen Schaltkreisenden
der Resonatorzungen einzustellen. Bei üblichen Stripline
filtern sind deshalb die Durchströmkapazitäten an den offenen
Schaltkreisenden der Resonatorzungen nicht einheitlich und
es ist bisher notwendig, die Resonanzfrequenzcharakteristiken
von Striplinefiltern nach deren Herstellung einzustellen.
Die vorliegende Erfindung geht von der oben dargelegten
Problematik konventioneller Striplinefilter aus und will
demzufolge ein Striplinefilter vorschlagen, das vorbestimmte
Durchströmkapazitäten an den offenen Schaltkreisenden der
Resonatorzungen hat.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich demzufolge auf ein
Striplinefilter, das ein Laminat aus einer Mehrzahl von
dielektrischen Substraten mit einer Außenfläche aufweist,
die mit einem Erdleiter versehen ist, wobei zwischen jeweils
zwei aufeinanderfolgenden Substraten ein leitendes Resonator
mittel mit einer Mehrzahl paralleler Resonatorzungen ange
ordnet ist, von denen jede Resonatorzunge ein äußeres offenes
Schaltkreisende und ein inneres Wurzelende in elektrisch
leitender Verbindung mit dem Erdleiter aufweist. Die vor
liegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Erd
leiter vorspringende Abschnitte aufweist, deren Anzahl der
Anzahl der Resonatorzungen entspricht und von denen jeder
Vorsprung sich gegen das offene Schaltkreisende derzugeord
neten Resonatorzunge erstreckt und in einem vorgegebenen
Abstand vor diesem Resonatorzungenende endet.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung beschrieben, in der zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein Stripline
filter gemäß der vorliegenden Erfindung im
zusammengebauten Zustand,
Fig. 2 in schematischer und perspektivischer Explosions
darstellung das in Fig. 1 dargestellte Filter,
Fig. 3 in größerer Darstellung und als ausschnittsweise
Draufsicht die wesentlichen Teile der Erfindung,
Fig. 4 in einer Fig. 3 entsprechenden Darstellung eine
andere Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 5 in einer Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine
andere Ausführungsform eines Striplinefilters
gemäß der Erfindung,
Fig. 6 als Teilschnitt in größerer Darstellung eine
abgeschrägte Kante des Filters gemäß Fig. 5,
Fig. 7 in einer Fig. 6 entsprechenden Darstellung eine
andere Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 8 in einer Fig. 6 entsprechenden Darstellung eine
nicht abgeschrägte Kante des Filters,
Fig. 9 in einer Seitenansicht eine weitere Ausführungs
form der Erfindung, wobei Teile weggebrochen
sind und
Fig. 10 und 11 in Fig. 9 entsprechenden Darstellungen weitere
Ausführungsformen der Erfindung.
Gemäß Fig. 1, 2 ist ein Striplinefilter gemäß der vorliegen
den Erfindung in seiner Gesamtheit mit F bezeichnet. Das
Filter F weist ein unteres und ein oberes dielektrisches
Substrat 1 bzw. 2 auf, von denen jedes aus dielektrischem
Keramikmaterial mit hoher dielektrischer Konstante und ge
ringem Verlustbeiwert besteht, wie BaO-TiO2 oder BaO-TiO2
mit seltenen Erden. Jedes der beiden Substrate 1 und 2 ist
an seiner Außenseite mit einem Erdleiter 6 bzw. 8 versehen.
Der jeweilige Erdleiter 6 bzw. 8 erstreckt sich zu Seiten
flächen 6a-6d bzw. 8a-8d. Außerdem erstreckt sich der Erd
leiter 6 zum Umfang der Innenfläche des Substrats 1, um die
Plattenleiter 6e und 6f zu bilden.
Ein elektrisch leitendes Resonatorglied 5 mit einer Mehrzahl
von Zungen (im dargestellten Fall sind drei Zungen vorgesehen)
3a, 3b und 3c ist auf der Innenfläche des unteren Substrats 1
gebildet. Jede Zunge weist einen inneren Wurzelabschnitt in
elektrisch leitender Verbindung mit dem Plattenleiter 6e bzw.
6f auf, während sein anderes, äußeres Ende ein offenes Schalt
kreisende bildet. Die Zungen 3a-3c sind abwechselnd gegenein
ander gerichtet und haben eine Länge, die einer Viertel- oder
Halbwellenlänge entspricht. Die beiden seitlichen Zungen 3a
und 3c sind mit quer nach außen gerichteten Seitenabschnitten
7a bzw. 7b versehen, die als Ein- bzw. Ausgangsanschluß dienen.
Durch diese Seitenabschnitte unterscheidet sich die Form der
seitlichen Zungen von der der mittleren Zunge 3c. Entsprechend
diesem Unterschied sind die seitlichen Zungen 3a, 3b kürzer
als die mittlere Zunge.
Die Bauweise des Resonatormittels ist nicht auf die oben
beschriebene Ausführung begrenzt. Wenn notwendig, kann bei
spielsweise das Resonatorglied 5 sowohl am Substrat 1 als
auch am Substrat 2 ausgebildet sein. In einem solchen Fall
sind die beiden Resonatorglieder der Substrate 1 und 2 spie
gelbildlich zueinander angeordnet und im zusammengebauten
Zustand haben sie Flächenkontakt miteinander, um ein Resona
torglied 5 zwischen den beiden Substraten 1, 2 zu bilden.
Darüber hinaus können die Zungen des Resonatorglieds 5 in
einem kammförmigen Muster angeordnet sein.
Mit den Bezugszeichen 9a und 9b sind nischenförmig zurück
springende Abschnitte vorzugsweise im oberen dielektrischen
Substrat 2 bezeichnet, die den Anschlüssen 7a, 7b des unteren
Substrats 1 zugeordnet sind, um die Herstellung der Verbindung
zwischen den Anschlüssen 7a und 7b einerseits und einer ge
druckten Schaltung andererseits, die nicht gezeichnet ist,
zu erleichtern.
Die Plattenleiter 6e, 6f weisen vorspringende Abschnitte x
auf, die gegen die offenen Schaltkreisenden der Resonator
zungen 3a-3c gerichtet sind. Gemäß Fig. 3 enden die Vor
sprünge x in einem vorbestimmten Abstand s vor den offenen
Schaltkreisenden der Resonatorzungen 3a-3c. Die Bildung der
Vorsprünge x kann beispielsweise dadurch erfolgt sein, daß
wie bei der Herstellung des leitenden Resonatorglieds 5 ein
Siebdruckverfahren angewendet wird und sie gleichzeitig mit
dem Resonatorglied 5 gedruckt werden.
Auf diese Weise bestimmen die Vorsprünge x die Spaltweiten s
so, daß die Strömungskapazitäten an den offenen Schaltkreis
enden durch angemessenes Justieren der Länge der Vorsprünge x
gleich gemacht werden.
Es hat sich gezeigt, daß die Strömungskapazität mit einer
Verringerung der Spaltweite s ansteigt. Ist die Strömungs
kapazität hoch, so kann die gewünschte Resonanzfrequenz
selbst dann erhalten werden, wenn die Länge der Resonator
zunge verringert ist. Demzufolge ist es durch Verlängern
der Vorsprünge x zur Verringerung der Spaltweite s möglich,
die Resonatorzungen zu verkürzen, während die Resonator
frequenz unverändert gehalten wird. Demzufolge kann weiter
das Striplinefilter gemäß der vorliegenden Erfindung kompakt
gebaut werden.
In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dargestellt, bei der der Erdleiter nicht zur Innen
fläche eines dielektrischen Substrats 10 gerichtet ist, d. h.
keine Plattenleiter vorgesehen sind. Trotzdem ist entsprechend
der vorherigen Ausführungsform ein vorspringender Abschnitt x
gegenüber dem offenen Schaltkreisende einer Resonatorzunge 11
unter Einhaltung einer Spaltweite s vorgesehen.
In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung erläutert, bei der jede der acht Kanten an der
Ober- und Unterseite des unteren und oberen dielektrischen
Substrats 1 bzw. 2 angephast bzw. abgerundet bzw. gebrochen
bzw. abgeschrägt ist. Die Anphasung 7 selbst kann gemäß Fig. 6
eine ebene Fläche oder eine Rundung gemäß Fig. 7 sein. Vor
teile einer Kantenausbildung f sind folgende.
Wenn in der Darstellung der Fig. 8 ein dielektrisches Sub
strat a mit einer elektrisch leitenden Schicht b als Erdleiter
und Plattenleiter versehen ist, so ist die Dicke dieser Schicht
im unbehandelten und deswegen scharfkantigen Kantenbereich e
unvermeidbar gering, unabhängig davon, ob die Schicht durch
Platieren, Drucken oder in einem beliebigen anderen bekannten
Verfahren hergestellt worden ist. Dadurch ist im Kantenbereich
eine elektrische Unterbrechung oder zumindest eine sprunghafte
Veränderung der Charakteristik eines Bandpaßfilters gegeben.
Die Anphasung, Abschrägung oder Abrundung im Kantenbereich
ermöglicht es demgegenüber, eine gleichbleibend dicke Schicht
auch im Kantenbereich zu bilden, so daß keine elektrische
Unterbrechung im Kantenbereich vorliegt oder die Charakte
ristik des Filters im Kantenbereich unterbrochen ist; die
Charakteristik ist vielmehr über den abgerundeten o. dgl.
behandelten Kantenbereich hinweg konstant.
Insbesondere, gemäß Fig. 5, können die Kanten zwischen den
Seitenbandleitern 6a-6d und den Plattenleitern 6e-6f des
unteren dielektrischen Substrats 1 dick genug beschichtet
sein, um eine gute elektrische Verbindung über die Kanten
bereiche hinweg zu gewährleisten. Entsprechendes kann auch
am oberen dielektrischen Substrat bewirkt werden; in ent
sprechender Weise kann dort eine einwandfreie elektrische
Verbindung auch in den Bereich zwischen den oberen Erdleitern
und den Seitenwandleitern 8a-8d bewirkt werden. Entsprechen
des kann, allgemein gesprochen überall erreicht werden,
wenn gemäß Fig. 5 bis 7 die Kante zwischen aneinanderstoßen
den Flächen angephast, abgeschrägt, gebrochen, abgerundet
oder in einer entsprechenden Weise entschärft sind.
In Fig. 9 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
erläutert, wobei die gesamte Außenfläche des Laminats von
einer elektrisch isolierenden Harzschicht 12 umgeben ist,
wovon lediglich die Anschlußbereiche 7a und 7b in den Nischen
9a und 9b ausgenommen sind. Bei der Ausführungsform nach
Fig. 10 sind die Anschlüsse 7a, 7b in die Unterseite des
unteren dielektrischen Substrats 1 erstreckt und die Isolier
schicht 12 ist vorgesehen, um die gesamte Fläche mit Aus
nahme der Unterseite zu bedecken. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 11 erstrecken sich die Anschlüsse 7a, 7b zur
Unterseite des unteren dielektrischen Substrats 1 und die
Isolierschicht 12 ist vorgesehen, um die gesamte Fläche
des Filters A mit Ausnahme der Anschlußbereiche 7a, 7b zu
bedecken. Die Anschlußbereiche 7a, 7b sind mit einer leiten
den Beschichtung 13 bedeckt, deren Dicke der Dicke der übrigen
Beschichtung entspricht, so daß in der Außenfläche des Filters
keine Stufe gegeben ist.
Die Isolierschicht 12, wie sie bei den Lösungen gemäß Fig. 9
bis 11 vorgesehen ist, kann den Erdleiter schützen und die
Widerstandsfähigkeit des Striplinefilters gegen Feuchtigkeits
einflüsse erhöhen, es kann Oxidation verhindert werden,
ebenso wie mechanische Abnutzung; mechanische Stöße können
ohne schädigenden Einfluß bleiben, das Filter kann einen
optimalen Wellenfiltereffekt haben, seine Charakteristik
kann über eine lange Einsatzzeit unverändert konstant bleiben.
In den die Erfindung erläuternden Ausführungsformen, wie sie
vorstehend beschrieben sind, haben die Striplinefilter ein
Plattenpaar aus oberem und unterem dielektrischem Substrat
und es ist ein Polpaar vorgesehen. Hierauf ist die Erfindung
jedoch nicht beschränkt. Die Anzahl der dielektrischen Sub
strate und/oder der Pole kann im gewünschten Maße ohne weiteres
erhöht werden und die Ausführungsform liegt trotzdem im Rahmen
der Erfindung.
Claims (3)
1. Striplinefilter mit einem Laminat aus einer Mehrzahl
dielektrischer Substrate mit einer Oberfläche, die mit
einem Erdleiter versehen ist, mit elektrisch leitenden
Resonatormitteln zwischen je zwei aufeinanderfolgenden
dielektrischen Substraten, wobei jedes Resonatormittel
eine Mehrzahl paralleler Resonatorzungen aufweist, von
denen jede ein äußeres, offenes Schaltkreisende und einen
inneren, mit dem Erdleiter verbundenen Wurzelabschnitt
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Erdleiter (6, 8)
vorspringende Abschnitte (x) aufweist, von denen jeweils
einer einer der Zunge (3) zugeordnet ist, gegen das
offene Schaltkreisende der jeweiligen Zunge gerichtet
ist und in einem festgelegten Abstand (s) vor dem offenen
Schaltkreisende der jeweiligen Zunge endet.
2. Striplinefilter gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenfläche des Substrats (1) mit einer elektrisch
isolierenden Kunstharzschicht (b) beschichtet ist, wovon
lediglich die Bereiche der von den elektrisch leitenden
Resonatormitteln ausgehenden Anschlüsse ausgenommen sind.
3. Striplinefilter gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest einige, vorzugsweise alle Kanten
des Laminates, über die Erdleiter hinweg geführt sind,
gebrochen, abgerundet, abgeschrägt oder in einer ent
sprechenden Weise nicht scharfkantig gemacht sind.
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