DE409708C - Verfahren zur Herstellung von Torfbriketten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Torfbriketten

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DE409708C
DE409708C DEST34068D DEST034068D DE409708C DE 409708 C DE409708 C DE 409708C DE ST34068 D DEST34068 D DE ST34068D DE ST034068 D DEST034068 D DE ST034068D DE 409708 C DE409708 C DE 409708C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat
    • C10F5/02Drying or de-watering peat in the field; Auxiliary means therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Torfbriketten. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Torfbriketten. Bisher sind die Bemühungen, Torfbrikette herzustellen, immer daran gescheitert, daß die Herstellungskosten der Brikette zu hoch waren, um den Wettbewerb mit anderen Brennstoffen aufnehmen zu können. Alle Bemühungen, die Verfahren wirtschaftlich zu gestalten, hatten keinen praktischen Erfolg. Auch der Vorschlag, den Torf an der Luft zunächst bis auf 4.o bis 6o Prozent schnell vorzutrocknen, ihn dann mit bekannten Mitteln auf 15 Prozent künstlich weiter zu trocknen und schließlich zu brikettieren, bringt keine Lösung des Problems, weil die Vortrocknung an der Luft zwar billig und w#irtschaftlich ist, die bisher bekannten Verfahren der künstlichen Nachtrocknung aber und die Brikettierung erhebliche Mittel erfordern, die nach wie vor die Wirtschaftlichkeit in Frage stellen.
  • Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung, das sich nur auf den zweiten und dritten Verfahrensschritt der Torfbrikettierung, d. h. auf die künstliche Fertigtrocknung des auf 4o bis 50 Prozent vorgetrockneten Gutes und die Brikettierung, bezieht, bringt zum ersten Male eine vollständig wirtschaftliche Lösung und gestattet die Herstellung eines billigen Briketts. Bisher war es üblich, bei künstlicher Fertigtrocknung, die das Trockengut in unmittelbare Berührung mit ,aus Kesselfeuerungen, Motorabgasen usw. herrührenden und daher stark lufthaltigen Heizgasen brachte, die Verbrennungstemperatur des Heizgases durch reichliche Zusetzung von Luft herabzusetzen, um nicht mit Rücksicht auf den Sauerstoffgehalt der Heizgase eine Explosion oder Entzündung des rasch entwässerten Trockengutes herbeizuführen. Der Wärmeaustausch wurde dadurch einerseits erschwert, andernteils aber das träge zu fördernde Gasvolumen unnötig vergrößert. Somit wurde der Vorteil, bereits zum größten Teil ausgenutzte Heizgase zu verwenden, aufgehoben. Das vorliegende Verfahren verzichtet auf die Abgase irgendwelcher Art, bildet dagegen die Heizgase selbständig durch Vergasung des Torfes (unter Ausnutzung der Schwelerzeugnisse), macht aber den Betrieb dadurch wirtschaftlich, daß das Generatorgas in seiner fühlbaren Wärme durch regelbar zugeführte Luft ausgenutzt und mit möglichst wenig - etwa 3 Prozent - Luftüberschuß verbrannt wird, wodurch auch glas Gasvolumen verringert wird, andernteils aber die Selbstentzündung sicher auch dadurch vermieden wird, daß das Gas im Gleichstrom durch das Halbtrockengut geleitet wird und mit dem feuchtesten Teil zusammen: kommt.
  • Hierfür wird ein Generator -mit an sich bekanntem Schwelaufsatz benutzt, der mit Torf von etwa 3o Prozent Wassergehalt vder Torfbriketten. also einem an Ort und Stelle vorhandenen . Heizmaterial, beschickt wird. Dieser Generator liefert ein Torfgas, das mit einem Luftüberschuß von etwa nur 3 Prozent verbrannt werden kann und damit hervorragend für die Erzeugung des ntotwendidigen sauerstoffarmen Heizgases geeignet ist.
  • Eine Anlage zur Durchführung der künstlichen Fertigtrocknung und der Brikettferung des Halbtrockentorfgutes gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Das auf dem Felde nach einem der bekannten Verfahren auf 4.o bis 6o Prozent: Wassergehalt luftgetrocknete Torfgut wird durch den Trichtera der Trockendrehtrommel b zugeführt. Eine zweckmäßige Konstruktion der Trockentrommel b ist durch den eingezeichneten Querschnitt der Trommel veranschaulicht. Nach der künstlichen Fertigtrocknung auf 15 Prozent Wassergehalt gelangt das Trockengut aus dem hinteren Ende der Trommel in eine Fördervorrichtung c, die es in Trichter d über Brikettpressen ,a führt,. in denen dann die Brikettierung erfolgt. Die Brikettpressen e werden durch eine Gasmaschine i getrieben, welche das Betriebsgas in weiter beschriebener Weise erhält.
  • Die künstliche Fertigtrocknung in der Trockentrommel b erfolgt durch sauerstoffarme Heizgase, die im Gleichstrom mit dem Trockengut durch die Trommel geleitet werden. Zur Erzeugung dieser Heizgase ist ein Generatorg vorgesehen, der mit dem an Ort und Stelle vorhandenen Torf von etwa 30 Prozent Wassergehalt oder mit Torfbriketten gespeist wird. Die Generatorgase fließen durch einen Schacht h in eine Verbrennungskammer k, «#o sie in geeigneten Brennern mitt etwa 3 Prozent L uftüberschuß vollständig verbrennen. Die Luftzufuhr erfolgt durch eine Leitung g. Das so erzeugte Heizgas ist sauerstoffarm und kann, da durch das Fehlen des Sauerstoffes die Exp:os:ons- und Entzündungsgefahr des Trockengutes verhütet ist, mit seiner vollen Verbrennungswärme in die .Trokkentrommel geleitet werden. Die volle Ausnützung der Wärme unter Ausschließung der Explosionsgefahr wird dadurch gesichert, daß das Gas im Gleichstrom mit dem Trocknungsgut fließt, da mit Rücksicht auf die Temperaturhöhe des Gases seine erste Berührung mit solchem Trocknungsgut erfolgen muß, das noch seinen ganzen Wassergehalt von ¢o bis 6o Prozent besitzt. Hier. bei wird gleichzeitig die Temperatur der Heizgase sofort und sehr bedeutend herabgesetzt.
  • Nach. der Wärmeabgabe gelangen die Heiz-5ase, mit dem bei der Trocknung erzeugten Wasserdampf vermengt, zum Teil in eine Leitung m, die in einen Luftvorwärmer und dann ins Freie führt, zum anderen Teil in eine Leitung 1, .aus der sie gegebenenfalls mit Hilfe eines Gebläses n wieder hinter die Verbrennungskammer in, die Heizgase geleitet werden, um nach. Überhitzung von neuem in die Trokkentromm,el zu gelangen und hier als überhitzter Wasserdampf in bekannter Weise auf das Trockengut zu wirken.
  • Das Gen:eratorgas wird gleichzeitig zum Antrieb der Gasmaschine für die Brikettpressen benutzt, zu welchem Zwecke dem Generatorgas vor der Verwendung in. der Gasmaschine jeder wertvolle Nebenbestandteil, wie Urteer u. dgl., entzogen wird. Die Generatorgase aus dem oberen Schwelaufsatz g1 fließen durch eine Leitung i zum Teerabscheider t und Kühler s und werden nach der Gasmaschine (geführt. Die Anlage wäre etwa so zu denken, daß die Leitungh etwa zwei Drittel -und die Leitung i aber ein. Drittel der entwickelten Gase abführt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von. Torfbriketten aus auf q.o bis 6o Prozent an. der Luft vor- und künstlich weitergetrocknetem Torf, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Maßnahmen: Mit dem für sich abgezogenen Schwelgas eines Torfvergasers wird unter 'Zwischengewinnung der niederschlagbaren Schwelerzeugnisse die Gasmaschine der Brikettpresse betrieben. Das Generatorgas des Vergasers wird unter Ausnutzung seiner fühlbaren Wärme durch regelbar zugeführte Luft mit so wenig -etwa 3 Prozent - Luftüberschuß verbrannt und ferner das Verbrennungsgas nur mit solcher Temperatur im Gleichstrom durch das Halbtrock.engut geleitet, daß eine Entzündung desselben durch zu hohe Temperatur verhütet wird.
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