DE406992C - Schallapparat mit einem aus zwei Teilen bestehenden Tonraum - Google Patents

Schallapparat mit einem aus zwei Teilen bestehenden Tonraum

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DE406992C
DE406992C DES55797D DES0055797D DE406992C DE 406992 C DE406992 C DE 406992C DE S55797 D DES55797 D DE S55797D DE S0055797 D DES0055797 D DE S0055797D DE 406992 C DE406992 C DE 406992C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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Description

  • Schallapparat mit einem aus zwei Teilen bestehenden Tonraum. Eine der wichtigsten Aufgaben der Schwingungstechnik, auf die der Techniker besonders häufig beim Arbeiten mit mechanischen Schwingungen stößt, ist die der möglichst verlustlosen Überleitung der Schwingungen eines schwingenden Systems oder Mediums auf ein anderes schwingendes System oder Medium oder von einem die Vibrationen fortleitendenSystem auf ein zweites. Für das Problem, Schwingungen aus einem Medium großer Schallhärte (dichtes Medium, z. B. Wasser) auf ein solches geringer Schallhärte (dünnes -Medium, z. B. Luft) au übertragen, wo es also darauf ankommt, Oscillationen von großer Kraft und geringer Schwingurgst@eite in solche von geringer Kraft und groi.)er Schiii.zuiigsweitc um::uwandein, ist ein Mittei bereits darin gefunden wo#:cen, daß man zwischen diejenigen Organe, die mit den Medien direkt den Schwingungsaustausch vornehmen, ein aus zwei Massen und einem diese Massen verbindenden elastischen Gliede bestehendes Schwingungsgebilde (Tonpilz) einschaltet und das Größenverhältnis der Massen umgekehrt proportional macht. dem Größenverhältnis der Amplituden.
  • Solche und ähnliche Probleme in für viele Fälle vorteilhafterer Weise zu lösen, ist die Aufgabe der Erfindung.
  • Ein Schwingungsgebilde der oben ges,Vhilderten Art ist z. B. nicht ohne weiteres anwendbar, wenn es sich darum handelt, Schallenergie aus einem mit Schwingungen erfülltem Raumgebilde in ein anderes zu bringen, also z. B. aus einem Schallrohr in ein zweites von anderem Querschnitt, oder aus einem die Schwingungen aufnehmenden Schallraum in ein Schallrohr.
  • Gemäß der Erfindung verwendet man in solchen Fällen als Übertragungsglied ein Gebilde in Form einer aus zwei Räumen bestehenden Kammer, die durch eine schwingungsdurchlässige Stelle, z. B. eine Öffnung in der die Räume trennenden Wand, miteinander kommunizieren. Die Kommunikationsstelle zwischen den beiden Kammern oder Teilräumen wird hierbei so gewählt und die Größe der Kammern so bemessen, daß der Schwingungsvorgang in ihnen oder wenigstens in einer derselben im wesentlichen quasistationär verläuft, der Tonraum also nur eine ausgeprägte Grundabstimmung zeigt. Endlich muß für praktische Zwecke die Grundabstimmung im Bereich der hörbaren Töne liegen. Eine solche Kammer oder ein solcher -Doppelraum, wie er im folgenden genannt werden soll, stellt ein weitgehendes Analogen zu dem in der Einleitung beschriebenen Schwingungsgebilde dar. Die Teilräume haben den Charakter elastischer Glieder, die schwingende Luftmasse in der Kommunikationsöffnung hat den Charakter einer Masse.
  • Erfindungsgemäß findet der Doppelraum nicht nur dann Verwendung, wenn es sich um eine möglichst verlustlose Schallübertragung zwischen zwei verschiedenen Leitungen handelt, sondern auch, wenn der Schall etwa von einer Membran auf eine Leitung oder umgekehrt oder zwischen zwei verschiedenen Membranen oder überhaupt zwischen verschiedenen Schwingungsgebilden oder verschiedenen Medien übertragen werden soll.
  • Der Schwingungsvorgang in einem Gebilde, wie es den Gegenstand der Erfindung bildet, ist folgender: In jedem der Teilräume ei und e2 schwingt ein bestimmter Teilbetrag der in dem Gesämtgebilde des Doppelraumes vorhandenen Schwingungsenergie, dessen Größe durch das Größenverhältnis der Raumteile bestimmt ist. Während in den beiden Raumteilen die Energie als Druckenergie auftritt, tritt sie in dem kommunizierenden Kanal als. Bewegung auf. Das Verhältnis der Größe der Druckamplituden in e1 und e" ist_ ebenfalls durch das Größenverhältnis dieser Raumteile bestimmt. Und zwar gilt, wenn E'1 bzw. E'. die Energiebeträge in den Räumen, p1 bzw. p2 ihre Maximaldrucke sind In den Abb. i, z und 3 sind einige Anwendungsformen eines solchen Zwillings- oder Doppelraumes dargestellt.
  • Bei dem Beispiel der Abb. i handelt es sich um ein Telephon, dessen Ton durch ein Hörrohr weitergeleitet wird, bei dem Beispiel der Abb. a um zwei miteinander verbundene Schalleitungen v erschiedener@Weiten.
  • In Abb. i bezeichnet g den Magneten, der auf den an einer Membrane d. befestigter Anker r wirkt. An die Membran d schließt sich unmittelbar der Raumteil ei an, der über die Öffnung o mit dem Raumteil e2 verbunden ist. Letzterer mündet in die Leitung L.
  • In Abb. a ist eine Leitung großen Querschnitts 1y mit dem einen Raumteil ei, eine Leitung kleineren Querschnitts h mit dem zweiten Raumteil e2 verbunden.
  • In der Abb. 3 handelt es sich um einen Unterwasserschallempfänger, bei welchem der eine Teilraum el von der an das Wasser grenzenden Empfangsmembran abgeschlossen ist, während sich ,an den zweiten Teilraum e. die zum:Ohr des.Beobachters führende Schallleitung anschließt.
  • ebenso, wie aus irgendwelchen anderen Schwingungsgebilden, kann man auch aus solchen Doppelräumen, indem man mehrere derselben hintereinanderschaltet, beliebig zwei-oder mehrwellige Gebilde herstellen, die den bekannten Gesetzen gekoppelter Gebilde hinsichtlich der Abstimmung und Dämpfung unterliegen. Hierbei kann ein Raumteil beiden Doppel- oder Zwillingsräumen gemeinsam sein. Schematisch sieht man ein - solches System in der Abb: q., wo der eine Doppelraum durch die Räume ei und e2, der andere durch die Räume e2 und e3 dargestellt ist.
  • Dem Charakter eines solchen Doppelraumes als Energieübermittler entspricht es, daß sich für das Größenverhältnis der beiden Teilräume von Fall zu Fall bestimmte Werte berechnen lassen, je nach Art und Aufgabe der an die beiden Teilräume grenzenden weiteren Organe des Schallapparates oder der Anlage. Wenn der Doppelraum als Übermittlungsorgan zwischen Medium und Strahlerg-ebilde beim Schallempfang dient, gilt auch für ihn das bekannte Empfängergesetz "für besten Wirkungsgrad, wonach Strahlungsdämpfung gleich Nutzdämpfung sein muß. Handelt es, sich darum, den Doppelraum in Verbindung mit einem Schwingungsgebilde als Energieübertrager von diesem auf das 1VIedium zu benutzen, dann sind für die Berechnung des Größenverhältnisses der Teilräume die verlangte Strahlungsdämpfung einerseits und die Konstanten des die Schwingung erzeugenden Systems (Dimension des Schwingungsgebildes, schädliche Dämpfung u,sw:) zugrunde zu legen.
  • Im Falle der Abb. 2 z. B., wo der Doppelraum dazu dient, mit bestem Wirkungsgrad Energie zwischen Schallrohren verschiedener Weite zu übertragen, muß, da das weitere Rohr mehr Energie herausnimmt als das enge, im angrenzenden Teilraum ei ein kleinerer Energiebetrag schwingen, dieser Raum ei also größer sein, als der Teilraum e2 am engeren Rohr. Die Rechnung ergibt für dieses Verhältnis die Beziehung ei -e`, worin r, und r. die Radien der Rohrquerschnitte sind. Allgemein heißt das: damit der Energieaustausch über den Doppelraum mit bestem Wirkungsgrad erfolgt, muß derjenige Teilraum, an dem die stärkere Energieentziehung stattfindet, entsprechend größer sein.
  • Man kann erfindungsgemäß auch an Stelle eines der Teilräume *ei oder e. einen nicht auasistationären offenen Raum anordnen. Ein Beispiel hierfür ist in der Abb. 5 gegeben. Hier wird eine Membran elektromagnetisch erregt, die mit dem Teilraum ei gekoppelt ist. Der zweite Teilraum wird durch das angrenzende Rohrstück e., gebildet. Der Schwingungsvorgang in ei ist quasistationär, das Gebilde ei, e., .also einwellig.
  • Wenn jeder der beiden Raumteile mit verschiedenen Medien, z. B. verschiedenen Gasen, verschiedenen Flüssigkeiten oder mit je einem Gas und einer Flüssigkeit gefüllt ist, muß die die Raumteile verbindende öffnung durch eine möglichst elastizitätsfreie (rief abgetimmte) und kolbenartig wirkende Trennungsw ,and abgeschlossen sein, weil eine wesentliche elastische Kraft in der Trennungiswand den Charakter des Gebildes als ein-;elliges System zerstören würde.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsPRLTCHE: i. Schallapparat mit einem aus zwei Teilräumen bestehenden Tonraum, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilräume über eine schwingungsdurchlässige Stelle in ihrer gemeinsamen Trennungswand von solcher Größe verbunden und selbst so bemessen sind, daß der Schwingungsvorgang in ihnen quasistationär verläuft, der Tonraum also einwellig ist, und daß seine Grundabstimmung im Bereich der hörbaren Frequenzen liegt.
  2. 2. Schallapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonraum als Zwischenglied zwischen Schallleitungen von verschiedenem Querschnitt eingeschaltet ist.
  3. 3. Schallapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder beide Teilräume des Tonraumes durch angrenzende Endstücke der Schallleitungen gebildet werden. ¢.
  4. Schallapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonraum als Organ zur Übermittlung von Schwingungsenergie zwischen Strahlergebilden zur Aufnahme oder Aussendung von Schallwellen einerseits (Telephon, Schallgeber o. dgl.) und dem freien Medium oder Leitungen anderseits eingefügt ist.
  5. 5. Schallapparat nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung der Teilräume des Tonraumes, daß das stärker dämpfende Organ (z. B. das weitere Rohr 1i der Abb. 2) mit dem größeren der beiden Teilräume zusammenrvirkt.
  6. 6. Schallapparat nach Anspruch i bis 5 mit einer Mehrzahl von miteinander über gemeinsame Teilräume gekoppelten, nach Anspruch i ausgebildeten Tonräumen.
DES55797D 1920-10-28 1921-03-07 Schallapparat mit einem aus zwei Teilen bestehenden Tonraum Expired DE406992C (de)

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FR545516D FR545516A (fr) 1920-10-28 1921-10-25 Système oscillant à compartiments et ses modes d'utilisation

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