DE406286C - Verfahren zur Entgiftung oder Entbitterung von Lupinen und aehnlichen Samen - Google Patents

Verfahren zur Entgiftung oder Entbitterung von Lupinen und aehnlichen Samen

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DE406286C
DE406286C DEG58223D DEG0058223D DE406286C DE 406286 C DE406286 C DE 406286C DE G58223 D DEG58223 D DE G58223D DE G0058223 D DEG0058223 D DE G0058223D DE 406286 C DE406286 C DE 406286C
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lupins
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LUPINEN IND M B H GES
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LUPINEN IND M B H GES
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/32Removing undesirable substances, e.g. bitter substances by extraction with solvents

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Description

  • Verfahren zur Entgiftung oder Entbitterung von Lupinen und ähnlichen Samen. Es ist bekannt, daß die wirtschaftliche Ausnutzung verschiedener Samen von hohem Nährwert, insbesondere der Lupinen, aber auch der Rangoonbohne und der Sojabohne, dadurch erschwert wird, daß dieselben Gift-oder Bitterstoffe enthalten, wodurch die für , den unmittelbaren Genuß als Nähr- oder auch als Futtermittel ungeeignet werden. Zur Beseitigung dieses Mangels sind verschieden- , artige Entgiftungs- und Entbitterungsverfahren, insbesondere für die Lupinen, vorgeschlagen worden, welche auch zu einem mehr oder minder befriedigenden Ergebnis, jedoch unter verhältnismäßig erheblichem Kostenaufwand, vorzugsweise infolge eines tlabei erforderlichen erheblichen Wärmeaufwandes, führen.
  • Vorliegende Erfindung bezweckt, die Entgiftung oder Entbitterung auf Wirtschaftlichere Weise zu erreichen. Die Erfindung stützt sich auf die Beobachtung, claß die Samen beim Einweichen in Flüssigkeiten je nach der Beschaffenheit der Flüssigkeit verschiedene Mengen derselben absorbieren. Man kann geradezu quellende und entquellende Flüssigkeiten in dem Sinne unterscheiden, daß bei Einweichung der Samen in die erstgenannten sie mehr Flüssigkeit absorbieren als in reinem Wasser und daß, i wenn man darauf die Samen aus dieser Duellflüssigkeit entfernt und sie in eine entquellende Flüssigkeit bringt, die letztere dann den Samen einen mehr oder lichen Teil der Flüssigkeit entzieht, welche sie in der quellenden Flüssigkeit aufgenommen hatten.
  • Wenn nun die quellende Flüssigkeit von der Beschaffenheit ist, daß sie zu einer Lösung der Gift- oder Bitterstoffe in den Samen führt, dann wird durch die :Nachbehandlung in einer entquellenden Flüssigkeit zugleich mit der absorbierten Flüssigkeit auch der entsprechende Teil der darin gelösten Bitterstoffe aus den Samen entfernt.
  • Man hat es so in der Hand, durch aufeinanderfolgende Behandlung mit quellenden und entquellenden Flüssigkeiten die Gift-oder Bitterstoffe aus den Samen mehr oder weniger vollkommen zu entfernen.
  • Die Wirkung des Verfahrens kann gegebenenfalls noch dadurch unterstützt werden, daß man durch Druckanwendung bei der Behandlung mit quellender Flüssigkeit die Aufnahme der letzteren steigert und bei der Behandlung mit der entquellenden Flüssigkeit die dann von den Samen festgehaltene Flüssigkeitsmenge noch weiter herabsetzt.
  • Als quellende Flüssigkeiten kommen für Lupinen, um die es sich an erster Stelle handelt, die folgenden in Betracht: Phosphorsäure, Zitronensäure, Harnstoff- und Ammoniaklösung. Als entquellende Flüssigkeiten mögen Kaliumnitrat-, Kaliumsuperphosphat-, Vatriumnitrat-, Chlorkalzium-, Chlornatrium-, Chlorkaliumlösung genannt werden.
  • -Sämtliche- hier genannten Stoffe sind zweckmäßig in Form von stark verdünnten Lösungen von beispielsweise i bis 5 Prozent zur Anwendung zu bringen.
  • Man'@l,ann beispielsweise bei der Entbitterung von Lupinen wie folgt verfahren: Man bringt die zu entbitternden Lupinen in einen druckdicht verschließbaren Behälter und erzeugt in diesem eine Druckverminderung bis auf beispielsweise 6oo mm Atmosphärendruck. Hierauf läßt man die Otiellflüssigkeit, z. B. eine einprozentige Harnstofflösung, in den Behälter eintreten und beläßt die Lupinen darin bei einer Temperatur von etwa 5o bis 6o° C für die Dauer von etwa 3 Stunden. Man achtet dabei nach Möglichkeit darauf, daß die Lupinen die gesamte eingeführte Flüssigkeit aufnehmen, damit kein Extraktverlust eintritt. Die Vollsaugung der Lupinen mit der Quellungslösung erfolgt vorzugsweise unter erhöhtem Druck, beispielsweise einem solchen von i bis 3 Atin.
  • Sobald die Imprägnierung der Lupinen beendigt ist, wird der Druck abgelassen. Die Lupinen «erden dann zweckmäßig mit Wasser ausgelaugt, vorzugsweise unter mehrfacher Erneuerung des Bades, und dann in die Entquellungsflüssigkeit, z. B. in eine einprozentige Kalziumchloridlösting, gebracht. Diese kann im überschuß angewandt werden. Man läßt sie etwa bei Zimmertemperatur für die Dauer von etwa 2 Stunden einwirken, wobei gegebenenfalls ein mäßiger Unterdruck Anwendung linden kann. Zur Entfernung des Entquellungssalzes wird dann in Wasser von etwa 6o° C 4. bis 5 Stunden ausgewaschen. Dem Wasserbad kann ein Salzbad von sehr geringer Konzentration un:I Dauer folgen, wobei des Geschmackes wegen zur Bereitung des Bades eines der obengenannten Düngesalze in Mischung mit Kochsalz Anwendung finden kann.
  • Nach Beendigung des Verfahrens sind die Lupinen praktisch entbittert.
  • Die Wirkung des Verfahrens hinsichtlich der dadurch erreichten Entbitterung beruht wesentlich auf dem Umstand, daß bei der Einweichung der Lupinen in die einprozentige Harnstofflösung diese auf ioo kg Trockensubstanz etwa i8o lig Harnstofflösung aufnehmen, während der Feuchtigkeitsgehalt der Lupinen im Verlauf der Einweichung in die Entquelhingsflüssigkeit auf etwa 13o kg berechnet auf ioo kg Trockensubstanz der Lupinen herabgeht.
  • Da die Lupinen je nach der Sorte, (lern Klima des Jahres und auch abhängig vom Standort verschiedene Grade der Giftigkeit aufweisen, ist das Maß, bis zu dem die Entgiftung durch einmalige Anwendung des Prozesses durchgeführt wird, verschieden. Man kann durch Wiederholung des Prozesses einen beliebigen Grad der Entgiftung erreichen und dadurch im besonderen auch das Endprodukt dem besonderen Verwendungszweck, insbesondere ob es für menschliche oder für tierische Nahrung Verwendung finden soll, anpassen.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCIiE- r. Verfahren zur Entgiftung und Entbitterung von Lupinen und anderen Samen durch Auslaugung, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaugung in der Weise vorgenommen wird, daß die Lupinen usw. nacheinander in eine Duellflüssig keit, d. h. in eine wäßrige Flüssigkeit mit einem die Wasseraufnahme durch die Samen begünstigenden Zusatz, und in eine entquellende Flüssigkeit, d. h. in eine wäßrige Flüssigkeit mit einem die Wasseraufnahme beeinträchtigenden Zusatz, gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß zur Otiellung der Samen dünne Salzsäure- oder Harnstofflösun.g (von etwa i Prozent Konzentration), vorzugsweise bei etwas erhöhter Temperatur (etwa 5o° C), und zur Entquellung Kalzium-, Natrium- oder Kaliunichlorid in Lösungen unter 6 Prozent, vorzugsweise bei Zimmertemperatur, benutzt wird.
DEG58223D 1923-01-04 1923-01-04 Verfahren zur Entgiftung oder Entbitterung von Lupinen und aehnlichen Samen Expired DE406286C (de)

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DE (1) DE406286C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957544C (de) * 1952-08-10 1957-02-07 Organchemie G M B H Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957544C (de) * 1952-08-10 1957-02-07 Organchemie G M B H Verfahren zum Entbittern von Quellwasser aus der Nassverarbeitung von Getreide

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