-
Walzenpresse für Eierbrikette. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom a. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 18. November
igig beansprucht. Bei den bisher bekannten Pressen zar Herstellung sogenannter Eierbrikette
sind die Formtrommeln sowie die zugehörigen Antriebsräder im allgemeinen auf Wellen
aufgekeilt, welche drehbar in dem Rahmen der Maschine gelagert sind, so daß die
durch die Pressung bedingten Stöße und Beanspruchungen durch den Widerstand des
Rahmens ausgeglichen werden müssen. Außerdem ist es bei diesen Pressen nicht möglich,
während des Betriebes den gegenseitigen Abstand der Formtrommeln in geeigneter Weise
zu regeln, um hierdurch einen durch Abnutzung oder jeweiligen Bedürfnisse des Betriebes
bedingten Ausgleich herbeizuführen; es ist vielmehr erforderlich, die Formtrommeln
durch neue Formtrommeln zu ersetzen, sobald ihr vorgeschriebener Abstand verlorengegangen
ist. Schließlich weisen derartige Pressen auch noch den Nachteil auf, daß der Ausbau
der Formtrommeln und insbesondere ihre Abnahme von der Welle infolge ihres festen
Sitzes auf der Welle bzw. ihr Festklemmen auf dem sie mit der zugehörigen Welle
verbindenden Keil oft sehr schwierig, zuweilen sogar unmöglich ist.
-
Um diese Übelstände zu beheben, ist bereits in Vorschlag gebracht
worden, von den zur Lagerung der Wellenenden dienenden vier Lagern die Lager der
einen Formtrommelwelle starr auf dem Rahmen zu befestigen, die Lager der anderen
Fonntrommel-,velle dagegen verschiebbar anzuordnen, und der Wirkung je einer Schraubenfeder
auszusetzen, welche das betreffende verschiebbare Lager dauernd dem festen Lager
der anderen Formtrommelwelle zu nähern sucht. Jede dieser Schraubenfedern stützt
sich hierbei mit ihrem äußeren Ende gegen ein Querstück ab, welches die freien Enden
je zweier Zugstangen miteinander verbindet, die beiderseits paarweise durch den
Maschinenrahmen hindurchgeführt sind, und durch Vermittelung der erwähnten Schraubenfeder
den verschiebbaren Lagern als Stützpunkt dienen. A_ n den der Schraubenfeder entgegengesetzten
Enden sind diese Zugstangen gegenüber dem Maschinenrahmen, durch Schraubenmuttern
o. dgl. derart verankert, daß eine Verschiebung der Zugstangen nach der entgegengesetzten
Richtung nicht möglich ist.
-
Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß eine etwaige Auswechselung
der Forirtrommeln oder der Antriebszahnräder nach wie vor mit erheblichen Schwierigkeiten
verbunden ist.
-
Gegen Einrichtungen der vorerwähnten bekannten Art ist das kennzeichnende
Merkmal der Erfindung in erster Linie darin zu erblicken, daß die Wellen der Formtrommeln
nicht drehbar in dem Rahmen gelagert und untereinander durch die Zugstangen 3,eränderlicher
Länge starr verbunden sind, mittels deren sie einander genähert oder voneinander
entfernt ,werden können, während die Formtrommeln und die Antriebszahnräder durch
Längsbolzen starr miteinander verbunden und drehbar auf den zugehörigen Wellen gelagert
sind. Der Vorteil dieser Anordnung ist vor allem darin zu erblicken, daß die bei
der Arbeit auftretenden Beanspruchungen gleichmäßig verteilt und auf jedes der beiden
Enden jeder Zugstange übertragen wird.
-
Weiterhin zeichnet sich die Erfindung auch noch dadurch aus, daß die
Antizebszahnräder zwischen den Formtrommeln mittels schulterförmiger Abdrehungen
gleichachsig mit den Formtrommeln: eingepaßt und mit ihnen außer durch die achsial
gerichteten Verstrebungsbolzen, auch noch durch radial gerichtete Keile starr verbunden
sind. Hierdurch wird die Möglichkeit geboten, diese Maschinenteile leicht ein- und
auszubauen und gleichzeitig in der den jeweiligen Betriebsbedürfnissen entsprechenden
Weise gegenseitig einstellen zu können.
-
Auf der Zeichnung ist die den Gegenstand der Erfindung bildende Walzenbrikettpresse
beispielsweise in einer Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen
senkrechten Längsschnitt der Maschine in der Ebene einer der beiden Formtrommelwellen,
Abb. 2 einen Grundriß der Maschine; Abb. 3 und q. zeigen die Verbindung der Antriebsräder
mit den Formtrommeln in Stirnansicht bzw. im Längsschnitt.
-
Gemäß der Erfindung sind die Formtrommeln a, a1,
b, b1 auf ihren zugehörigen Wellen, c bzw. d durch Vermittlung von Lagermuffen
e drehbar gelagert. Die Lagermuffen e sind an ihren äußeren Enden mit je einem Bund
ei versehen, der der Außen, fläche dieser Formtrommeln als .Anschlag und Führung
dient. Die Wellen c bzw. d der Formtrommeln sind an beiden Enden
in
Lagern f bzw. g gelagert, gegen welche sich die äußere Stirnfläche der an den Lagermuffen
e sitzenden Bunde ei anlegt. Die Lager der einen dieser beiden Wellen, beispielsweise
die Lager g der Welle d, sind auf dem Rahmen /t der Maschine starr befestigt, während
die Lager der anderen Welle, in. diesem Falle also die Lager f .der Welle c, lose
auf dem Rahmen lt aufruhen, und zwar in der Weise, daß sie sich mittels einer geeigneten,
beispielsweise aus Nut und Feder bestehenden Führung i auf ihrer Stützfläche gegen
das andere Lager verschieben können.
-
Die Wellen c und d .sind an ihren beiden Enden untereinander durch
starke stählerne Zugstangen j verbunden, welche durch die Wellen hindurchführen
und an ihren Enden mit einem Gewinde und entsprechenden Stellmuttern k versehen
sind. Die bei der Pressung der Eierbrikette auftretende Rückwirkung, welche die
Wellen der Formtrommeln voneinander zu entfernen sucht, wird somit durch diese Zugstangen
f aufgenommen, welche selbstverständlich eine beträchtliche Zugfestigkeit besitzen
müssen. Durch Anzug oder Lösung der Stellmuttern k kann hierbei die beweglich gelagerte
Welle c der festen Welle d nach Belieben genähert oder von ihr entfernt werden,
so daß man auf diese Weise den gegenseitigen Abstand der zusammenwirkenden Formtrommeln
je nach der Abnutzung oder den Bedürfnissen des Betriebes ohne weiteres regeln kann.
Während dieser Einstellung der beweglichen Welle gleiten die beweglichen Lager f
der Welle c auf dem Rahmen h, wobei die festen Lager g der Welle d als Stützpunkt
dienen.
-
Die zum Antriebe der Formtrommeln dienenden Zahnräder 1 und
m sind zwischen den Formtrommeln a, a1 bzw. b, b1 eingeschaltet,
wobei ihre zentrische Lage zueinander mittels ringförmiger Führungsnuten n gesichert
wird. Bolzen o, welche an ihren Enden mit Muttern p versehen sind und gleichzeitig
die beiden Formtrommeln und das zwischen diesen eingeschaltete Zahnrad durchsetzen,
sichern hierbei eine starre Verbindung des Ganzen. Die Zahnräder 1 und ,m
sind mit den Formtrommeln auf entgegengesetzten Seiten durch radial gerichtete Keile
g starr verbunden. Beim Zusammenbau der Maschine wird zuerst die Formtrommel a auf
ihre Achse c geschoben; sodann werden beide Bolzen o hindurchgezogen, welche ihrerseits
zur Aufnahme der Keile g dienen, die sich in die Vertiefungen am Formring a einlegen.
Hierauf wird das Zahnrad 1 auf die Stangen o und die Welle c aufgebracht, so daß
seine Aussparungen den aus der Formtrommel a vorstehenden Teil der Keile g umschließen.
Die andere Gruppe von Keilen wird dann in die passenden Vertiefungen an der anderen
Seite des Zahnrades L eingesetzt, die Formtrommel a' Baraufgebracht
und das Ganze durch die Muttern p fest zusammengezogen.
-
Die auf diese Weise mit ihren Formtrommeln und ihren Zahnrädern versehenen
Achsen c und d werden hierauf in ihre Lager f bzw. g eingelegt.
-
Beim Auseinandernehmen der Maschine werden zunächst die Muttern k
gelöst, die Bolzen j herausgezogen und alsdann die Welle c bzw. d mit ihren
Formtrommeln und Zahnrad aus ihren Lagern; f bzw. g herausgenommen.
-
Die Muttern p können nunmehr gelöst, die Bolzen o entfernt und die
Formtrommeln a, a1, b, b1 und die Zahnräder 1, m von den Wellen c
und d heruntergeschoben werden.
-
Die Anordnung von Radialkeilen g verringert wesentlich die Gefahr,
daß die Keile festgeklemmt und damit das Auseinandernehmen der Maschine erschwert
wird.
-
Der Antrieb der Formtrommeln erfolgt durch ein äußeres Zahnrad r,
welches in Eingriff steht mit dem Zahnrad m der Welle d.
-
Die Schmierung der drehbaren Teile erfolgt bei der dargestellten Einrichtung
in. sehr einfacher Weise durch Kanäle s, welche in den Wellen c und d (s. Abb. i)
angebracht sind.