DE405083C - Schwimmkompass - Google Patents

Schwimmkompass

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DE405083C
DE405083C DEM79242D DEM0079242D DE405083C DE 405083 C DE405083 C DE 405083C DE M79242 D DEM79242 D DE M79242D DE M0079242 D DEM0079242 D DE M0079242D DE 405083 C DE405083 C DE 405083C
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DE
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shells
compass
compensation device
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metal shells
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Expired
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DEM79242D
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ANTOINE MARIUS MOREL
EUGENE ADOLPHE KRAUSS
Original Assignee
ANTOINE MARIUS MOREL
EUGENE ADOLPHE KRAUSS
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Schwimmkompaß. Die Erfindung hat einen Schwiminkompaß finit einer Ausgleichsvorrichtung für Druckänderungen der Flüssigkeit zuin Gegenstand, die aus dünnen, niembrandosenartig aneinandergefügten, federnden Metallschalen besteht. Von den bekannten Ausführungsformen derartiger Ausgleichsvorrichtungen unterscheidet sich rler Schwimmkompaß nach der Erfindung dadurch, daß die Metallschalen auf der Außenseite von der Kompaßflüssigkeit umgeben sind, in die sie eintauchen, dagegen im Innern @-on Luft erfüllt sind. Diese Anordnung bietet den Vorteil, daß die Metallschalen mit viel größerer Geschmeidigkeit und Regelmäßigkeit arbeiten und weniger der Möglichkeit einer dauernden Formänderung unterworfen sind.
  • Werden die einzelnen Metallschalen je durch die Verbindung zweier in der Mitte gelochter Scheiben gebildet, so ist es günstig, diese Scheiben an ihrem Umfange und an ihrer Mitte flach zu verschweißen orler zu.verlöten, da diese Verbindungen bei den mit Kompression arbeitenden Schalen keinerlei Ermüdungsei icheinungen unterworfen sind und die Raumbeanspruchung der Schalen in der Höhenrichtung vermindern. Bei 'Metallschalen, die aus je zwei wellenförmigen Scheiben bestehen, kann einer 1 Tnikehrung der Konvesität der Scheiben durch eine dazwischengelegte Ringscheibe geninger Dicke oder durch treppenförmige Ausgestaltung der Schalenwände vorgebeugt «-erden. Damit sich den Metallschalen l;eini Füllei des Konipaßgehäuses eine bestimmte Druckspannung erteilen läßt, kann erfindungsgemäß mit den Schalen ein Zapfen verbunden «erden, der sich von außen mittels einer Schraubenmutter mehr oder weniger anziehen läßt.
  • Die Zeichnung -neigt in den Abh. i und 2 beispielsweise zwei Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung. Der in Abb. i dargestellte Kompaß ist ein Flüssigkeitskompaß mit normaler Zapfenlagerung. Die Kuppe 14 ist auf den Zapfen 15 gelagert und übt auf diesen einen Druck aus, der dein Übergewicht der Rose über deren Auftrieb gleich ist. Die Rose besteht aus einem Schwimmer i in Form eines Hohlringes, der die Magnetnadeln 2, 21 enthält und die Windrose 3 trägt, vor der die Richtimgsmarke 4 angeordnet ist.
  • Damit die Flüssigkeit, welche aus stark alkohollialtigern @N-asser besteht, sich ausdehnen kann, ist das Kompaßgehäuse mit einer Expansionsvorrichtung versehen, welche aus einer oder mehreren aufeinandergesetzten 'Metallschalen 21, 211, 21=, 2i' mit gewellten Wänden und dünnen Rändern besteht. Diese Schalen sind leicht zusanimendrückbar und zri je -zwei an ihrem mittleren Teil aneinandergeschweißt. Sie stehen innen miteinander und mit der Atmosphäre über die Ringdichtung 23 in Verbindung, welche die untere Schale 21:' mit dem die Schalen aufnehmenden zylindrischen Behälter 22 verbindet. --Mit der Außenwand sind die Schalen in Berührung mit der Flüssigkeit 13 des Kompaßgehäuses, mit dem der Behälter 22 über die Öffnungen 2d., 241 seines gewölbten Deckels 16 in Verbindung steht, an dein der Zapfen 15 befestigt ist. Der Grad des Zusammendrückens der Schalen hängt von dein Maß der Ausdehnung der Flüssigkeit ab, deren Druck im Gleichgewicht mit der durch die Rückwirkung der Schalen verstärkten atmosphärischen Spannung sein muß.
  • Diese Vorrichtung kennzeichnet sich durch folgende drei wesentliche -Merkmale: i. die Übereinanderanordnung mehrerer Schalen; 2. die dünnen Ränder der Schalen, die durch Auftreiben und Verschweißen oder Verlöten ihrer '\@"ände gebildet sind; 3. die Verbindung der Schalen mit der Flüssigkeit durch ihre Außenwände und nicht durch ihr Inneres oder mit anderen Worten die Benutzung ihrer Elastizität durch Kompression und nicht durch Ausdehnung.
  • Diese Anordnung ermöglicht es, eine größere Zahl von Schalen in einem bestimmten Raum unterzubringen und die dauernde Formänderung der Schalen oder die L:mkehruiig der Wölbung ihrer Wände zu vermeiden. Welchen Wert auch immer praktisch der Druck hat, sie können sich nur abflachen, ohne sich in .dauernder Weise in der Form zu ändern und ohne daß die Verschweißungen oder die getriebenen Teile ermüden, was einen ganz wesentlichen Vorteil darstellt. Die Vorrichtung arbeitet gewissermaßen wie ein Harmonikazug mit Federwirkung.
  • Die Einfüllung unter Druck, «-elche unbedingt notwendig ist, um eine für Flugzeuge sehr wichtige Bedingung, nämlich die Vermeidung des Auftretens von Blasen in der Flüssigkeit bei niederen Temperaturen zu erfüllen, wird erreicht, indem man die Schalen während der Füllung mittels eines mit Gewinde versehenen Stabes 25, der in Abb. i strichpunktiert angedeutet ist, zusammendrückt. Der Stab 25 ist rnit einer Flügelmutter 27 versehen und am oberen Ende auf den Gewindezapfen 26 aufgeschraubt, der in der Mitte der oberen Schale 21 an deren Innenseite befestigt ist. Das Anziehen der Mutter 27 führt das Zusammendrücken der Schalen in der durch die Länge des Gewindes des Stabes 25 gegebenen Grenze herbei.
  • Das Zusammendrücken bei der Füllung muß derart berechnet werden, daß die Flüssigkeit bis zur vorgesehenen Mindesttemperatur noch unter Druck bleibt, um jede Eilrlung von Blasen bis zu dieser Grenztemperatur zu vermeiden. Die Anfangskompression der Schalen muß infolgedessen um so größer sein, je höher die Flüssigkeitstemperatur ini Augenblick der Füllung ist, und man verfährt, um sie zu regeln, wie folgt: Der Gewindeteil des Stabes 25, der den Anspannschlüssel der Vorrichtung bildet, und auf dem sich die Flügelmutter 27 verschiebt, wird derart begrenzt, daß das Zusammendrücken, welches durch Festschrauben der Mutter sich ergibt, der :Mindesttemperatur entspricht, welche für die Flüssigkeit im .Moment der Füllung vorgesehen ist und z. B. o° C: beträgt. Für eine höhere Temperatur steckt-man auf dem Stab25 vor die Flügelmutter 27 eine in Abb. 2 dargestellte Scheibe r von geeigneter Dicke, die sich an der Stelle der Mutter gegen den Boden des Behälters der Vorrichtung legt und die durch (las Festschrauben der Mutter erzielte Kompression um einen durch die Dicke der Scheibe gegebenen Betrag erhöht. Das so erreichte zusätzliche Zusammendrücken kann praktisch ungefähr proportional dem Unterschied zwischen der augenblicklichen Temperatur der Flüssigkeit und der Temperatur von o@ C.', d. h. in diesem Falle proportional der Temperatur selbst gemacht werden. Man gibt zu diesem Behufe der Scheibe eine geeignete Dicke und fügt nach Bedarf mehrere weitere Scheiben hinzu, deren Dicken z. B. den Temperaturen von 15", io°, 5°, 2,5° entsprechen und diesen Temperaturen proportional sind. So wird man für eine Füllungstemperatur von etwa 22,5° die drei Scheiben hinzufügen, die den Werten 15°, 5° und 2,5° entsprechen und zusammen genau 22,5° ergeben.
  • Bei der Beschreibung der Schalen ist eingangs ausgeführt, daß ihre schmalen Ränder durch Treiben und Aneinanderschweißen oder "Zusammenlöten ihrer Wände gebildet sind. Ohne dieses Herstellungsprinzip zu verlassen, kann man .die Verbindung zwischen den beiden Wänden der gleichen Schale dadurch erreichen, daß man zwischen diese @%'ände gemäß Abb. 2 einen Ring a geringer Dicke, z. B. i rnm, einlegt, mit dem die beiden Wände getrennt verlötet oder verschweißt werden. Dieser Ring ist infolge seiner geringen Dicke nicht imstande, den Wölbungssinn der Wände während der Abflachung der Schalen umzukehren, sondern bildet gewissermaßen einen inneren Boden, der die Formänderungen begrenzt, und kann im Gegenteil bei geeigneter Vergrößerung seiner Ringbreite dazu dienen, jedes Streben nach Umkehrung zu bekämpfen, wie Abb. 2 erkennen läßt.
  • Um eine große Elastizität der Vorrichtung zu erhalten, sind die Schalenwände gemäß Abb.2 treppenförmig ausgebildet. Diese TreppenfornT, welche für die Gesamtanordnung der Schalen besonders vorteilhaft ist. kann ebenso wie diese bei jeder Art von Expansionsvorrichtung mit wellenförmigen, zusammendrückbaren 1-Tetallwänden, wie z. B. hei Aneroidbarometern, Vergasern, Diaphragmen usw. Verwendung finden. Sie bietet den doppelten Vorteil, sehr elastisch zu sein und die Herstellung durch Treiben zu erleichtern.

Claims (5)

  1. PATENT-ANSPRÜCIIE: i. Schwimmkompaß mit Ausgleichsvorrichtung für Druckänderungen der Flüssigkeit, aus dünnen, membrandosenartig aneinandergefügten federnden Metallschalen bestehend, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschalen auf der Außenseite von der Kompaßflüssigkeit umgeben sind, in die sie eintauchen, dagegen im Innern von der unter Atmosphärendruck stehenden Luft erfüllt sind.
  2. 2. Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch i, bei .der jede der Metallschalen durch die Verbindung zweier in der Mitte gelochter Scheiben gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß diese Scheiben an ihrem Umfange und an ihrer ..Titte miteinander flach verschweißt oder verlötet sind.
  3. 3. Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch i, deren Metallschalen durch die Verbindung zweier wellenförtniger Scheiben gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ringscheibe von geringer Dicke zwischen die beiden einander zugekehrten Wände von je zwei benachbarten Schalen gelegt ist.
  4. Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die wellenförmigen Schalenwände in an sich bekannter Weise treppenförmig ausgebildet sind.
  5. 5. Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch i bis :T, gekennzeichnet durch einen im Innern der Schalen angeordneten, mittels Schlüssels von außen erfaßbaren Zapfen, mittels dessen beim Füllen des Kompaßgehäuses sich den Schalen eine Druckspannung durch eine von außen sich gegen das Kompaßgehäuse legende Schraubenmutter erteilen läßt, welch letztere auf dem Gewindeteil des Schlüssels drehbar ist. G. Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem zum Anspannen der Schalen dienenden Schlüssel eine oder mehrere Ringscheiben aufsteckbar sind, deren Dicke und Zahl in Verbindung mit dem Gewinde des Schlüssels derart sich wählen läßt, daß der gewünschte Grad der Zusammendrückung der Kompaßflüssigkeit selbsttätig für die jeweilige Mindesttemperatur, welcher der Kompaß ausgesetzt werden soll, erreichbar ist.
DEM79242D 1922-10-12 1922-10-12 Schwimmkompass Expired DE405083C (de)

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