DE4036085C2 - Kraftübertragungssystem für ein Fahrzeug mit direkt antreibbaren Vorderrädern - Google Patents
Kraftübertragungssystem für ein Fahrzeug mit direkt antreibbaren VorderrädernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftübertragungssystem für ein
Fahrzeug mit direkt antreibbaren Vorderrädern nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 36 13 604 A1 ist ein Kraftübertragungssystem dieser
Art bekannt, bei dem Ausgänge mit Eingängen von jeweils zwei
selbständigen Pumpenteilen einer Pumpe verbunden sind, um bei
einer Drehzahldifferenz zwischen den Vorderrädern und den
Hinterrädern unabhängig von der Bewegungsrichtung des Fahrzeugs
eine Lamellenkupplung zu beaufschlagen.
Selbständige Pumpenteile getrennt von den Vorderrädern und den
Hinterrädern antreiben zu lassen, ist aus der JP-63-134 349 A
bekannt.
Aus der DD-PS 43 329 ist eine Kupplungssteuerung für eine
Differentialsperre durch eine Pumpenanordnung bekannt.
Aus der JP-OS 60-252 026 ist es bekannt, bei einem
Kraftübertragungssystem, das zwischen Vorder- und Hinterrädern
eines Fahrzeugs mit Vierradantrieb angeordnet ist, die vorderen
oder die hinteren Räder mit dem Motor direkt zu verbinden, eine
öldruckbetätigte Kupplung zwischen einer vorderen und einer
hinteren Achse vorzusehen und eine Ölpumpe vorzusehen, die mit
einem Auslaßdruck entsprechend einer relativen Drehung zwischen
den vorderen und hinteren Rädern auf die Kupplung derart wirkt,
daß eine antreibende Kopplung zwischen den vorderen und
hinteren Rädern erzielt wird. Weil sich bei dieser Anordnung
die Eingriffskraft der Kupplung im wesentlichen proportional
zum Quadrat der relativen Drehzahl zwischen den vorderen und
hinteren Rädern ändert, erfolgt eine Beschränkung einer
Differenz zwischen den Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder,
wenn diese Differenz zu hoch zu werden droht oder wenn eines
der Räder gleitet. Eine unerwünschte Bremswirkung wird
vermieden, weil die Tendenz, die Differenz der Drehzahlen der
Vorder- und Hinterräder zu beschränken, gering wird, wenn die
Differenz der Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder gering ist
oder wenn das Fahrzeug unter geringer oder keiner
Beschleunigung oder Verzögerung geradeaus fährt.
Bei einem Fahrzeug mit Vierradantrieb, bei dem die Vorderräder
und die Hinterräder untereinander durch ein
Kraftübertragungssystem verbunden sind, neigt jedoch die
Verteilung der Bremskraft zwischen den Vorder- und Hinterrädern
zum Variieren, weil die Bremskraft für die Vorderräder durch
das Kraftübertragungssystem auf die Hinterräder übertragen
wird. Es ist daher erwünscht, ein derartiges Variieren der
Verteilung der Bremskraft bei einem Fahrzeug mit Vierradantrieb
zu steuern.
Weil jedoch die Kupplung gemäß der JP-OS 60-252 026 durch den
Ausgangsdruck einer Ölpumpe, dessen Höhe durch die Differenz
der Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder gegeben ist,
eingerückt wird, kann die Kopplung zwischen den Vorder- und
Hinterrädern nicht nur dann zustande kommen, wenn die
Vorderräder wegen einer hohen Beschleunigung gleiten, sondern
auch dann, wenn die Vorderräder durch einen übermäßigen
Bremsvorgang zum Blockieren gebracht werden, mit dem Ergebnis,
daß die Bremskraft für die Vorderräder auf die Hinterräder
übertragen wird. Weiterhin entsteht eine Variation der
Verteilung der Bremskraft zwischen den Vorderrädern und den
Hinterrädern.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Kraftübertragungssystem
für ein Fahrzeug mit Vierradantrieb anzugeben, das die
Begrenzung der relativen Differenz zwischen den Drehzahlen der
Vorder- und Hinterräder steuert, wenn die Drehzahl der
Hinterräder als Folge eines Bremsvorgangs wesentlich höher als
die Drehzahl der Vorderräder ist.
Bevorzugt soll diese Aufgabe unabhängig von der
Bewegungsrichtung des Fahrzeugs unter Verwendung einer
einfachen kompakten Struktur gelöst werden.
Insbesondere soll das Kraftübertragungssystem die Vorder- und
Hinterräder unabhängig von der Bewegungsrichtung des Fahrzeugs
nach Bedarf mittels ökonomischer und einfacher Pumpen
automatisch koppeln und entkoppeln, etwa mittels Zahnradpumpen
oder Flügelradpumpen, deren Auslaß- und Einlaßöffnungen ihre
Rollen vertauschen, wenn ihre Drehrichtung umgekehrt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Kraftübertragungssystem nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem Kennzeichen
des Anspruchs 1 ausgebildet.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist in der
Beschreibungseinleitung erörtert.
Ersichtlich bezieht sich die Erfindung ausschließlich auf
Fahrzeuge mit Vorderradantrieb, bei denen ein Hinterradantrieb
zu- und abgeschaltet werden kann. Eine Schwierigkeit bei
solchen Fahrzeugen besteht darin, daß ein Blockieren
gegebenenfalls aller vier Räder beim Bremsen eintreten kann.
Dies ist selbstverständlich unerwünscht.
Nach der Lehre der Erfindung werden, wenn die Vorderräder
schneller laufen als die Hinterräder, also etwa beim Anfahren
des Fahrzeugs oder bei einer Beschleunigung des Fahrzeugs, die
Hinterräder durch Betätigung der Kupplung hinzugeschaltet.
Wenn das Fahrzeug gebremst wird, laufen die Hinterräder
normalerweise schneller als die Vorderräder. Beim Stand der
Technik bleibt dabei die Kupplung eingeschaltet. Beim Bremsen
besteht also eine starre Kupplung zwischen den Vorderrädern und
den Hinterrädern. Dadurch können alle Räder beim Bremsen
blockieren, und insbesondere können die Hinterräder zu einer
Seite schlüpfen. Nach der Erfindung wird daher die starre
Verbindung zwischen den Vorderrädern und den Hinterrädern
unterbrochen, wenn das Fahrzeug gebremst wird oder wenn aus
irgendeinem anderen Grunde die Hinterräder schneller laufen als
die Vorderräder.
Dieses Prinzip ist nicht für Fahrzeuge mit normalem
Hinterradantrieb und zuschaltbarem Vorderradantrieb brauchbar,
weil bei einem solchen Antrieb die Hinterräder stets schneller
als die Vorderräder laufen, unabhängig davon, ob die
Geschwindigkeit des Fahrzeugs vergrößert oder verkleinert wird
oder ob das Fahrzeug gebremst wird.
Im einzelnen:
Wenn bei Anwendung des erfindungsgemäßen Kraftübertragungssystems die Drehzahl der Vorderräder höher als die der Hinterräder ist und daher der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe größer ist als die Aufnahme der zweiten Fluiddruckpumpe, wirkt ein Fluiddruck auf die Kupplung. Wenn andererseits die Drehzahl der Hinterräder höher als die der Vorderräder ist und daher die Aufnahme der zweiten Fluiddruckpumpe größer ist als der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe, erreicht kein Fluiddruck die Betätigungsfluid- Druckkammer der Kupplung. Daher werden die Hinterräder nach Bedarf angetrieben. Wenn jedoch die Vorderräder z. B. als Folge einer übermäßigen Bremsbetätigung blockiert werden, entsteht keine unerwünschte Übertragung von Bremskraft von den Vorderrädern auf die Hinterräder, weil die Kupplung ausgerückt ist. Die Einlaßöffnung der ersten Fluiddruckpumpe und die Auslaßöffnung der zweiten Fluiddruckpumpe kann mit einer Fluidquelle und entsprechend einem Fluidausguß verbunden werden, der aus einem Fluidreservoir bestehen kann. Jedoch umfaßt das Kraftübertragungssystem, entsprechend einer besonders bevorzugten Form der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zum ersten Verbindungsdurchgang einen zweiten Verbindungsdurchgang, der eine Auslaßöffnung der zweiten Fluiddruckpumpe mit einer Einlaßöffnung der ersten Fluiddruckpumpe verbindet.
Wenn bei Anwendung des erfindungsgemäßen Kraftübertragungssystems die Drehzahl der Vorderräder höher als die der Hinterräder ist und daher der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe größer ist als die Aufnahme der zweiten Fluiddruckpumpe, wirkt ein Fluiddruck auf die Kupplung. Wenn andererseits die Drehzahl der Hinterräder höher als die der Vorderräder ist und daher die Aufnahme der zweiten Fluiddruckpumpe größer ist als der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe, erreicht kein Fluiddruck die Betätigungsfluid- Druckkammer der Kupplung. Daher werden die Hinterräder nach Bedarf angetrieben. Wenn jedoch die Vorderräder z. B. als Folge einer übermäßigen Bremsbetätigung blockiert werden, entsteht keine unerwünschte Übertragung von Bremskraft von den Vorderrädern auf die Hinterräder, weil die Kupplung ausgerückt ist. Die Einlaßöffnung der ersten Fluiddruckpumpe und die Auslaßöffnung der zweiten Fluiddruckpumpe kann mit einer Fluidquelle und entsprechend einem Fluidausguß verbunden werden, der aus einem Fluidreservoir bestehen kann. Jedoch umfaßt das Kraftübertragungssystem, entsprechend einer besonders bevorzugten Form der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zum ersten Verbindungsdurchgang einen zweiten Verbindungsdurchgang, der eine Auslaßöffnung der zweiten Fluiddruckpumpe mit einer Einlaßöffnung der ersten Fluiddruckpumpe verbindet.
Bevorzugt ist ein Nebenschlußdurchgang vorgesehen, der zwischen
dem ersten Verbindungsdurchgang und dem zweiten
Verbindungsdurchgang angeschlossen ist und mit einem
Einwegventil versehen ist, das einen Fluidfluß von dem zweiten
Verbindungsdurchgang zu dem ersten Verbindungsdurchgang
erlaubt. Wenn daher die Drehzahl der Hinterräder höher als die
der Vorderräder ist, insbesondere weil eine Bremsbetätigung auf
das Fahrzeug wirkt, werden die Vorder- und Hinterräder unter
sehr geringem Kraftverlust zuverlässig voneinander entkoppelt,
weil der
Ausgang der zweiten Fluiddruckpumpe zu ihrem Einlaß nebengeschlossen
ist.
Um die maximale Einrückkraft der Kupplung zu steuern und um dadurch die
Nachteile zu vermeiden, die durch kräftiges Koppeln zwischen den Vorder-
und Hinterrädern entstehen, kann ein Entlastungsventil zwischen dem
ersten Verbindungsdurchgang und dem zweiten Verbindungsdurchgang ange
schlossen sein, um die Höhe des Fluiddrucks in der
Druckkammer der fluiddruckbetätigten Kupplung innerhalb einer vorbe
stimmten Höhe begrenzen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung, bei der
die Vorder- und Hinterräder nach Bedarf gekoppelt und entkoppelt sind,
unabhängig davon ob das Fahrzeug vorwärts oder rückwärts fährt, ist ein
Kraftübertragungssystem für ein Fahrzeug mit Vierradantrieb vorgesehen,
dessen Vorderräder direkt durch einen Motor angetrieben werden und
dessen Hinterräder durch den Motor via eine fluiddruckbetätigte Kup
plung angetrieben werden, umfassend:
eine erste Fluiddruckpumpe, welche synchron zu den Vorderrädern betrieben wird und mit einer ersten Öffnung versehen ist, welche bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung dient, und einer zweiten Öffnung, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung und bei Rück wärtsfahrt als eine Auslaßöffnung dient; einer zweite Fluiddruckpumpe, welche synchron mit den Hinterrädern betrieben wird und mit einer dritten Öffnung versehen ist, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung dient, und einer vierten Öffnung, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahr zeugs als eine Einlaßöffnung dient; einen ersten Fluidverbindungsdurch gang, der die erste Öffnung mit der dritten Öffnung verbindet; einen zweiten Fluidverbindungsdurchgang, der die zweite Öffnung mit der vierten Öffnung verbindet; und Schaltmittel zum selektiven Verbinden einer der ersten und zweiten Fluidverbindungsdurchgänge mit einer Druckkammer der fluiddruckbetätigten Kupplung.
eine erste Fluiddruckpumpe, welche synchron zu den Vorderrädern betrieben wird und mit einer ersten Öffnung versehen ist, welche bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung dient, und einer zweiten Öffnung, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung und bei Rück wärtsfahrt als eine Auslaßöffnung dient; einer zweite Fluiddruckpumpe, welche synchron mit den Hinterrädern betrieben wird und mit einer dritten Öffnung versehen ist, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Einlaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung dient, und einer vierten Öffnung, die bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs als eine Auslaßöffnung und bei Rückwärtsfahrt des Fahr zeugs als eine Einlaßöffnung dient; einen ersten Fluidverbindungsdurch gang, der die erste Öffnung mit der dritten Öffnung verbindet; einen zweiten Fluidverbindungsdurchgang, der die zweite Öffnung mit der vierten Öffnung verbindet; und Schaltmittel zum selektiven Verbinden einer der ersten und zweiten Fluidverbindungsdurchgänge mit einer Druckkammer der fluiddruckbetätigten Kupplung.
Weil die selektive Verbindung der Druckkammer der
Kupplung mit einem der Fluidverbindungsdurchgänge, die zwischen den
ersten und zweiten Fluiddruckpumpen angeschlossen sind, möglich ist,
kann die Kupplung in geeigneter Weise unabhängig von der Bewegungsrich
tung des Fahrzeugs betätigt werden. Dieses Schaltmittel kann aus einem
Schiebeventil bestehen, das mittels eines Schiebepositionssensors ge
schaltet wird. Alternativ kann das Schaltmittel ein Schiebeventil mit
einem Schieber umfassen, der zwischen einer ersten Position zur Verbin
dung des ersten Fluidverbindungsdurchgangs mit der
Druckkammer der Kupplung und einer zweiten Position zur Verbindung des
zweiten Fluidverbindungsdurchgangs mit der Druckkammer
betätigt wird.
Der Schieber kann durch die Balance zwischen einer Federkraft, welche
den Schieber in Richtung der ersten Position drückt, und einem Fluid
druck betätigt werden, der durch den Ausgang von der zweiten Öffnung der
ersten Fluiddruckpumpe angelegt wird. Wenn das Fahrzeug in diesem Fall
rückwärts fährt und die Vorderräder aufgrund einer starken Bremsbetäti
gung vollständig blockiert wurden, stößt die erste Fluiddruckpumpe kein
Fluid aus. Dadurch wird der Schieber in die erste Position zurückkehren,
mit dem Ergebnis, daß die Blockiertendenz der Vorderräder durch die von
den Hinterräden auf die Vorderräder übertragene Drehkraft vermindert
ist.
Die Erfindung wird folgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug
auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben:
Fig. 1 zeigt ein schematisches Schaltbild der allgemeinen Struktur des
erfindungsgemäßen Kraftübertragungssystems für ein Fahrzeug
mit Vierradantrieb;
Fig. 2 zeigt ein hydraulisches Schaltbild bei Rückwärtsbetrieb;
Fig. 3 zeigt ein hydraulisches Schaltbild einer zweiten Ausführung der
Erfindung in Vorwärtsbetrieb;
Fig. 4 zeigt das gleiche hydraulische Schaltbild bei Rückwärtsbetrieb;
Fig. 5 und 6 zeigen ähnlich wie jeweils die Fig. 1 und 2 eine
dritte Ausführung der Erfindung.
Fig. 1 stellt ein schematisches Schaltbild eines erfindungsgemäßen
Kraftübertragungssystems für ein Fahrzeug mit Vierradantrieb dar. Die
Ausgangskraft eines Motors 1 wird durch eine Getriebeeinrichtung 2 und
eine Differentialeinrichtung 3 auf die Vorderräder übertragen. Die
Ausgangskraft der Differentialeinrichtung 3 wird durch Antriebswellen 4
auf linke und rechte Vorderräder 5 übertragen.
Die auf die Differentialeinrichtung 3 übertragene Ausgangskraft des
Motors 1 wird durch eine Kegelradeinrichtung 6 auf eine im folgenden
beschriebene Kraftübertragungseinrichtung 7 übertragen. Die Ausgangs
kraft dieser Kraftübertragungseinrichtung 7 wird durch ein Kegelradge
triebe 8 auf eine Differentialeinrichtung 9 für die Hinterräder übertra
gen. Die Ausgangskraft der Differentialeinrichtung 9 wird durch
Antriebswellen 10 auf rechte und linke Hinterräder 11 übertragen.
Die Kraftübertragungseinrichtung 7 umfaßt eine erste Fluiddruckpumpe 21,
die von der Ausgangswelle des Kegelradgetriebes 6 für die Vorderräder
angetrieben ist, eine zweite Fluiddruckpumpe 22, welche von der Aus
gangswelle des Kegelradgetriebes 8 für die Hinterräder angetrieben ist,
eine durch Fluiddruck betätigte Kupplung 23, die zwischen der Ausgangs
welle des Kegelradgetriebes 6 und der Eingangswelle des Kegelradgetrie
bes 8 angeordnet ist, und einen im folgenden beschriebenen Fluiddruck
steuerkreis zum Steuern des Ölflusses bezüglich der ersten und zweiten
Öldruckpumpen 21 und 22 und der Kupplung 23.
Die erste Fluiddruckpumpe 21 besteht aus einer Zahnradpumpe oder
Flügelpumpe, welche mit einer ersten Öffnung 24 versehen ist, die als
eine Auslaßöffnung dient, wenn das Fahrzeug vorwärts fährt, und als
Einlaßöffnung dient, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt, und mit einer
zweiten Öffnung 25, die als eine Einlaßöffnung dient, wenn das Fahrzeug
vorwärts fährt und als eine Auslaßöffnung, wenn das Fahrzeug rückwärts
fährt. Die zweite Fluiddruckpumpe 22 besteht ebenfalls aus einer
Zahnradpumpe oder Flügelpumpe, welche mit einer dritten Öffnung 26
versehen ist, die als eine Einlaßöffnung dient, wenn das Fahrzeug
vorwärts fährt und als eine Auslaßöffnung, wenn das Fahrzeug rückwärts
fährt, und mit einer vierten Öffnung 27, die als eine Auslaßöffnung
dient, wenn das Fahrzeug vorwärts fährt, und als eine Einlaßöffnung
dient, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt. Diese Öffnungen 24 bis 27 sind
derart wechselweise verbunden, daß die erste Öffnung 24 und die dritte
Öffnung 26 untereinander durch einen ersten Ölverbindungsdurchgang 28
verbunden sind, während die zweite Öffnung 25 und die vierte Öffnung 27
untereinander durch einen zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 verbunden
sind.
Die ersten und zweiten Ölverbindungsdurchgänge 28 und 29 sind durch ein
Schaltventil 31 an eine Druckkammer 30 der Fluiddruck
betätigten Kupplung 23 angeschlossen. Dieses Schaltventil 31 besteht aus
einem Schiebeventil, das mittels eines Schiebepositionssensors 39 in
Abhängigkeit davon geschaltet wird, ob die Getriebeinrichtung 2 in einen
Vorwärtsbereich oder in einen Rückwärtsbereich geschaltet ist, und es
umfaßt ein Paar Ventilkammern 32 und 33, ein Einwegventil 34, das dem
Ölfluß von der ersten Ventilkammer 32 zu der zweiten Ventilkammer 33
begrenzt, und ein Entlastungsventil 35, das die erste Ventilkammer 32
mit der zweiten Ventilkammer 33 verbindet, um einen Ölfluß von der
ersten Ventilkammer 32 zu der zweiten Ventilkammer 33 zu ermöglichen,
wenn die Druckdifferenz zwischen der ersten Ventilkammer 32 und der
zweiten Ventilkammer 33 einen vorbestimmten Wert erreicht hat. Im
Vorwärtsschaltbereich wird durch Betätigung dieses Schaltventils 31
(siehe Fig. 1) der zweite Ölverbindungsdurchgang 29 durch die zweite
Ventilkammer 33 mit einem Ölbehälter 36 verbunden, und der erste
Ölverbindungsdurchgang 28 wird durch einen Nebenstromöldurchgang 37a,
die erste Ventilkammer 32 und einem Druckversorgungs
durchgang 37b mit der Druckkammer 30 der Kupplung verbun
den. Wenn weiterhin der Druck der Druckkammer 30 der
Kupplung 23 über eine vorbestimmte Höhe angestiegen ist, wird dieser
durch das Entlastungsventil 35 zu dem Ölbehälter 36 hin entlassen. Im
Rückwärtsschaltbereich (siehe Fig. 2) wird der erste Ölverbindungs
durchgang 28 durch die zweite Ventilkammer 33 mit dem Ölbehälter 36
verbunden, und der zweite Ölverbindungsdurchgang 29 wird durch die erste
Ventilkammer 32 mit der Druckkammer 30 der Kupplung 23
verbunden. Weiterhin wird in jedem Fall, wenn der auf die
Druckkammer 30 der Kupplung 23 wirkende Druck über eine vorbestimmte
Höhe angehoben wird, der Druck durch das Entlastungsventil 35 zu dem
Ölbehälter 36 hin entlassen.
Weiterhin ist der Druckversorgungsdurchgang 37b für die Betätigung
der Kupplung, der die erste Ventilkammer 32 mit der Betätigungsöl-
Druckkammer 30 der Kupplung verbindet, mit einem Teil des Ölbehälters 36
oberhalb seines Ölstandes durch einen Öldurchgangszweig mit einer
Öffnung 38 verbunden.
Im Folgenden wird die Betriebsweise der oben beschriebenen Ausführung
für jeden ihrer verschiedenen Zustände beschrieben.
Wenn das Fahrzeug nach dem Anfahren in Vorwärtsrichtung beschleunigt,
können die Vorderräder 5 gleiten und drehen, während die Hinterräder 11
stehen bleiben. Weil in diesem Fall die erste Fluiddruckpumpe 21 allein
mit den Vorderrädern dreht, wird das Öl, welches von dem Ölbehälter 36
durch die zweite Ventilkammer 33 und den zweiten Ölverbindungsdurchgang
29 zur zweiten Öffnung 25 gefördert wurde, von der ersten Öffnung 24 zum
ersten Ölverbindungsdurchgang 28 ausgestoßen, und es fließt alles davon
in den Nebenstromöldurchgang 27a, so daß ein Öldruck durch die erste
Ventilkammer 32 und den Öldruck-Versorgungsdurchgang 37b an die Öldruck
kammer 30 zur Betätigung der Kupplung angelegt werden kann. Hierdurch
wird die Kupplung 23 eingerückt und die Vorderräder 5 werden mit den
Hinterrädern 11 verkoppelt.
Der Öldruck unmittelbar stromaufwärts der Öffnung 38 ändert sich
proportional zum Quadrat der Differenz zwischen dem Ausstoß der ersten
Druckpumpe 21 und der Aufnahme der zweiten Fluiddruckpumpe 22. In
Abhängigkeit von der durch die Öffnung 38 fließenden Ölflußrate ist es
weiterhin möglich, die grundlegenden Öldruckeigenschaften des stromauf
wärts gelegenen Endes der Öffnung festzulegen. Weil sich das Übertra
gungsdrehmoment der Kupplung 20 proportional zum Öldruck, der auf die
Druckkammer 30 wirkt, durch geeignetes Auswählen des Ent
lastungsdrucks des Entlastungsventils 35 ändert, ist es möglich, die
obere Grenze des Übertragungsdrehmoments der Kupplung 23 passend festzu
setzen.
Wenn die Kupplung 23 eingerückt ist und das Antriebsdrehmoment auf die
Hinterräder übertragen wird, wird der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe
21 durch die zweite Fluiddruckpumpe 22 entsprechend dem Anstieg der
Drehzahl der Hinterräder aufgenommen. Der auf die
Druckkammer 30 wirkende Öldruck oder die Eingriffskraft der
Kupplung 23 ändert sich automatisch entsprechend der Differenz zwischen
dem Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe 21 und der Aufnahme der zweiten
Fluiddruckpumpe 22. Wenn ein Zustand konstanter Fahrgeschwindigkeit
erreicht ist und die Differenz der Drehzahlen der Vorder- und Hinterrä
der im wesentlichen auf Null verringert ist, wirkt kein Öldruck auf die
Druckkammer 30, so daß die Übertragung von Dreh
moment auf die Hinterräder unterbrochen wird.
Wenn das Fahrzeug allmählich in Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung be
schleunigt oder mit konstanter Geschwindigkeit fährt, drehen sich die
Vorder- und Hinterräder 5 und 11 im wesentlichen mit der gleichen
Geschwindigkeit, vorausgesetzt, daß die Vorder- und Hinterräder gleiche
Durchmesser aufweisen. Weil die Kapazitäten der mit den Vorderrädern 5
angetriebenen ersten Fluiddruckpumpe 21 und der mit den Hinterrädern 11
angetriebenen zweiten Fluiddruckpumpe 22 als gleich ausgewählt sind,
zirkuliert das Öl zwischen den beiden Öldruckpumpen 21 und 22 durch den
ersten Ölverbindungsdurchgang 28 und den zweiten Ölverbindungsdurchgang
29, wenn die zwei Öldruckpumpen 21 und 22 mit den gleichen Geschwindig
keiten wie die Vorder- und Hinterräder 5 und 11 drehen. ln anderen
Worten erreicht der Druck in dem ersten Ölverbindungsdurchgang 28 den
Betätigungsdruck für die Kupplung 23 nicht und es wird daher kein
Antriebsdrehmoment auf die Hinterräder 11 übertragen.
Wenn während konstanter Fahrt nur die Vorderräder des Fahrzeugs auf eine
Straßenoberfläche mit einem niedrigen Reibungskoeffizient auffahren oder
wenn das Fahrzeug plötzlich beschleunigt wird, können die Vorderräder
zeitweise in einen Gleitzustand geraten. In einem derartigen Fall wird
die Drehzahl der Vorderräder 5 höher als die der Hinterräder 11, und der
Ausstoß aus der ersten Öffnung 24 übersteigt die Aufnahme der dritten
Öffnung 26. Hierdurch kann der Ausstoß aus der ersten Fluiddruckpumpe 21
nicht von dem Einlaß zur zweiten Fluiddruckpumpe 22 aufgenommen werden,
und der dieser Differenz zwischen dem Ausstoß und der Aufnahme der zwei
Fluiddruckpumpen 21 und 22 entsprechende Öldruck wird dem ersten
Ölverbindungsdurchgang 28 zugeführt. Dieser Öldruck wird durch den
Nebenstromöldurchgang 37a, die erste Ventilkammer 32 und den
Druckversorgungsdurchgang 37b in die Druck
kammer 30 geleitet. Hierdurch wird die Kupplung 23 eingerückt, und es
wird Antriebsdrehmoment auf die Hinterräder übertragen. Die Eingriffs
kraft der Kupplung 23 ändert sich automatisch im Verhältnis der
Differenz der Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder, und das auf die
Hinterräder 11 übertragene Antriebsdrehmoment ändert sich proportional
zur Höhe der Eingriffskraft der Kupplung 23.
Wenn auf die Räder eine Bremskraft wirkt und die Bremskraft im
wesentlichen stärker auf die Vorderräder als auf die Hinterräder
verteilt ist, neigen die Vorderräder 5 vor den Hinterrädern 11 zum
Blockieren. Weil die Motorbremse nach konstanter Fahrt nur auf die
Vorderräder 5 wirkt, wird die Drehzahl der Vorderräder 5 zeitweise
geringer als die der Hinterräder 11. Wenn die Drehzahl der Vorderräder 5
geringer als die der Hinterräder 11 ist, weil der Ausstoß der ersten
Fluiddruckpumpe 21 geringer ist als die Aufnahme der zweiten Fluiddruck
pumpe 22, liegt kein Ausgangsdruck in dem Druckversor
gungsdurchgang 37b an und die Kupplung 23 wird nicht eingerückt. Dadurch
wird die Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern unterbrochen.
An diesem Punkt kehrt ein Teil des Ausstoßes von der vierten Öffnung 27
durch den zweiten Ölversorgungsdurchgang 29, die zweite Ventilkammer 33,
das Einwegventil 34, die erste Ventilkammer 32, den Nebenstromöldurch
gang 37a und den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 zur dritten Öffnung 26
zurück.
Wenn die Vorderräder vollständig blockiert werden, hält die erste
Fluiddruckpumpe 21 an und die zweite Fluiddruckpumpe 22 dreht alleine.
Hierdurch kehrt der gesamte Ölausstoß aus der vierten Öffnung 27 zum
zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 durch die zweite Ventilkammer 33, das
Einwegventil 34, die erste Ventilkammer 32, den Nebenstromöldurchgang
37a und den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 zur dritten Öffnung 26
zurück. Hierdurch ist auch in diesem Fall die Kupplung 23 nicht
eingerückt, und die Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern ist
unterbrochen.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt, sind die Drehrichtungen der ersten
und zweiten Fluiddruckpumpen 21 und 22 und die Beziehung zwischen den
Auslaßöffnungen und den Einlaßöffnungen umgekehrt, aber das Grundprinzip
ist andererseits identisch zu dem Fall, wenn das Fahrzeug vorwärts
fährt.
Wenn das Fahrzeug nach dem Anfahren in Rückwärtsrichtung beschleunigt,
dreht sich die erste Fluiddruckpumpe 21 vorübergehend alleine. Dann wird
das von dem Ölbehälter 36 durch die zweite Ventilkammer 33, den Nebenstrom
öldurchgang 37a und den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 in die erste
Öffnung 24 geleitete Öl (wie in Fig. 2 dargestellt) von der zweiten
Öffnung 25 zu dem zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 ausgestoßen und
wirkt durch die erste Ventilkammer 32 und den Druck
versorgungsdurchgang 37b auf die Druckkammer 30.
Hierdurch wird die Kupplung 23 eingerückt, und auf die Hinterräder 11
wird ein Antriebsdrehmoment übertragen.
Wenn in einer ähnlichen Weise wie bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs die
Drehzahl der Hinterräder ansteigt, wird ein Teil der Ausstoßes der
ersten Fluiddruckpumpe 21 durch die zweite Fluiddruckpumpe 22 aufgenom
men, und der auf die Druckkammer 30 wirkende
Öldruck ändert sich entsprechend der Differenz des Ausstoßes und der
Aufnahme der zwei Pumpen 21 und 22, so daß sich das Verhältnis der
Drehmomentverteilung auf die Hinterräder entsprechend ändert. Wenn das
Fahrzeug mit konstanter Fahrgeschwindigkeit fährt, wirkt kein Öldruck
auf die Druckkammer 30, und die Kopplung zwischen
den Vorderrädern ist unterbrochen.
Wenn das Fahrzeug allmählich entweder vorwärts oder rückwärts beschleu
nigt oder mit konstanter Geschwindigkeit fährt, drehen sich die erste
Fluiddruckpumpe 21 sowie auch die zweite Fluiddruckpumpe 22 im wesent
lichen mit gleichen Drehzahlen. Somit wird der Ausstoß von der zweiten
Öffnung 25 durch den zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 von der vierten
Öffnung 27 aufgenommen, und der Ausstoß von der dritten Öffnung 26 wird
durch den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 von der ersten Öffnung 24
aufgenommen. Hierdurch erreicht der Druck in den ersten und zweiten
Ölverbindungsdurchgängen 28 und 29 die Betätigungshöhe der Kupplung 23
nicht, und daher wird auf die Hinterräder 11 kein Antriebsmoment
übertragen.
Wenn die Vorderräder 5 aufgrund plötzlicher Beschleunigung aus einer
Rückwärtsfahrt mit konstanter Geschwindigkeit heraus zu gleiten begin
nen, wird die Drehzahl der Vorderräder 5 höher als die der Hinterräder
11, wodurch der Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe 21 die Aufnahme der
zweiten Fluiddruckpumpe 22 übersteigt. Weil die zweite Fluiddruckpumpe
22 den Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe 21 nicht aufnehmen kann, wirkt
der der Differenz des Ausstoßes der ersten Fluiddruckpumpe 21 und der
zweiten Fluiddruckpumpe 22 entsprechende Öldruck auf den zweiten Ölver
bindungsdurchgang 29. Dieser Öldruck wird durch die erste Ventilkammer
32 und den Druckversorgungsdurchgang 37b zur
Druckkammer 30 geleitet. Dies bewirkt ein Einrücken der
Kupplung 23, und es wird ein Antriebsmoment auf die Hinterräder 11
übertragen.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt und dabei gebremst wird, wobei die
Drehzahl der ersten Fluiddruckpumpe 21 unter die der zweiten Fluiddruck
pumpe 22 fällt, wie dies beim Bremsen bei Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs
der Fall ist, entsteht ein Ausstoß zum Druckversorgungs
durchgang 37b und die Kupplung 23 wird nicht eingerückt. Hierdurch ist
die Kupplung zwischen den Vorder- und den Hinterrädern unterbrochen. An
diesem Punkt kehrt ein Teil des Ausstoßes von der zweiten Fluiddruck
pumpe 22 durch den ersten Ölverbindungsdurchgang 28, den Nebenstromöl
durchgang 37a, die zweite Ventilkammer 33, das Einwegventil 34, die
erste Ventilkammer 32 und den zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 zur
vierten Öffnung 27 zurück. Wenn nun die Vorderräder 5 vollständig
blockiert sind, kehrt der ganze Ausstoß von der dritten Öffnung 26 durch
den ersten Ölverbindungsdurchgang 28, den Nebenstromöldurchgang 37a, die
zweite Ventilkammer 33, das Einwegventil 34, die erste Ventilkammer 32
und den zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 zur vierten Öffnung 27 zurück.
Hierdurch ist die Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern
ebenfalls unterbrochen.
Kurz gesagt sind, gemäß der ersten Ausführung der Erfindung unabhängig
davon ob das Fahrzeug vorwärts oder rückwärts fährt, die Vorderräder und
die Hinterräder miteinander gekoppelt, wenn aufgrund des Gleitens der
Vorderräder oder plötzlicher Beschleunigung des Fahrzeugs die Drehzahl
der Vorderräder höher ist als diejenige der Hinterräder. Diese Kopplung
wird jedoch getrennt, wenn die Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder im
wesentlichen gleich sind, weil das Fahrzeug ohne jedes Gleiten der
Vorder- oder Hinterräder mit konstanter Geschwindigkeit fährt, oder wenn
aufgrund einer Bremsung, welche die Vorderräder eher zum Blockieren
bringt als die Hinterräder, die Drehzahl der Hinterräder höher als die
der Vorderräder ist. Hierdurch erhält das Fahrzeug mit Vierradantrieb
bei Bedarf, jedoch ohne den Nachteil der unerwünschten Übertragung von
Bremskraft von den Vorderrädern auf die Hinterräder, die notwendige
Zugkraft.
Fig. 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführung der Erfindung, wobei mit
den ersten Ausführungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen verse
hen sind. Die folgende Beschreibung bezieht sich nur auf die Teile, die
sich von der ersten Ausführung unterscheiden.
Der Steuerschieber S des Schaltventils 31 dieser Ausführung ist mittels
einer Feder SP immer in Richtung einer ersten Position gedrückt und kann
gegen die vorbelastende Federkraft dieser Feder SP in eine zweite
Position dadurch bewegt werden, daß er durch den Ausgangsdruck der
zweiten Öffnung 25 der ersten Fluiddruckpumpe 21 belastet wird, welcher
auf ein Ende des Steuerschiebers durch einen Schaltöldurchgang 41
übertragen wird, der von dem zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 abzweigt.
Dieses Schaltventil 31 umfaßt drei Ventilkammern 32, 33 und 42, ein
Einwegventil 34, das den Ölfluß von der zweiten Ventilkammer 33 zur
dritten Ventilkammer 42 unterbindet, wenn das Fahrzeug vorwärts fährt,
und den Ölfluß von der ersten Ventilkammer 32 zur zweiten Ventilkammer
33 unterbindet, wenn das Fahrzeug rückwärts fährt (wie dies folgend
beschrieben ist), und ein Entlastungsventil 35, das die zweite Ventil
kammer 33 mit der dritten Ventilkammer 42 verbindet, um einen Ölfluß von
der zweiten Ventilkammer 33 zur dritten Ventilkammer 42 zu ermöglichen,
wenn das Fahrzeug vorwärts fährt und die Druckdifferenz zwischen der
zweiten Ventilkammer 33 und der dritten Ventilkammer 42 eine vorbe
stimmte Höhe überschreitet und das die erste Ventilkammer 32 mit der
zweiten Ventilkammer 33 verbindet, um einen Ölfluß von der ersten
Ventilkammer 32 zur zweiten Ventilkammer 33 zu ermöglichen, wenn das
Fahrzeug rückwärts fährt und die Druckdifferenz zwischen der ersten
Ventilkammer 32 und der zweiten Ventlikammer 33 die genannte Höhe
überschreitet, wie dies folgend beschrieben ist. Ein Einwegventil 35 ist
in einer Zweigleitung vorgesehen, die sich von dem Schaltöldurchgang 41
zu dem zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 erstreckt, um den Ölfluß nur
von der vierten Öffnung 27 zur zweiten Öffnung 25 zu ermöglichen.
Wenn das Fahrzeug vorwärts fährt, während sich der Steuerschieber S in
seiner in Fig. 3 dargestellten ersten Position befindet, ist der zweite
Ölverbindungsdurchgang 29 durch die dritte Ventilkammer 42 mit dem
Ölbehälter 36 verbunden, und der erste Ölverbindungsdurchgang 28 ist
durch den Nebenstromöldurchgang 37a, die zweite Ventilkammer 33 und den
Betätigungsöl-Druckversorgungsdurchgang 37b mit der
Druckkammer 30 verbunden. Wenn weiterhin der auf die
Druckkammer 30 wirkende Druck eine vorbestimmte Höhe
überschreitet, wird der Druck durch das Entlastungsventil 35 zu dem
Ölbehälter 36 abgelassen.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt, während sich der Steuerschieber S in
seiner in Fig. 4 dargestellten zweiten Position befindet, ist der erste
Ölverbindungsdurchgang 28 durch den Nebenstromöldurchgang 37a und die
zweite Ventilkammer 33 mit dem Ölbehälter 36 verbunden, und der zweite
Ölverbindungsdurchgang 29 ist durch die erste Ventilkammer 32 und den
Druckversorgungsdurchgang 37b mit der
Druckkammer 30 verbunden. Weiterhin ist der Schaltöldurchgang 41
mit einem Ende des Steuerschiebers S und dann durch einen Ölverbindungs
durchgang 44 mit dem zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 verbunden, um den
Ausgangsdruck der zweiten Öffnung 25 an das Ende des Steuerschiebers S
anzulegen, und der Druck wird durch das Entlastungsventil 35 zu dem
Ölbehälter 36 abgelassen, wenn der auf die
Druckkammer 30 wirkende Druck einen vorbestimmten Wert überschreitet.
Der Druckversorgungsdurchgang 37b, der zwischen dem
Schaltventil 31 und der Druckkammer 30 ange
schlossen ist, ist durch einen Zweigdurchgang mit einer Öffnung 38 mit
einem Teil des Ölbehälters 36 oberhalb seines Ölstandes verbunden.
Das Einwegventil 34 dieser Ausführung kann unter Verwendung eines
handbetätigten Knopfes 45 manuell geöffnet werden, so daß der Öldruck in
der Druckkammer 30 abgelassen werden kann, um die
Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern durch Öffnen des Einweg
ventils 34 nach Wunsch manuell zu unterbrechen. Das Entlastungsventil 35
ist mit einem wärmeempfindlichen Element 46 unter Verwendung bekannten
Thermowachses oder dergleichen verbunden, so daß der Druck der
Druckkammer 30 der Kupplung 23 zum Ölbehälter 36 abgelassen
werden kann, wenn die Öltemperatur eine vorbestimmte Höhe (z. B 120°C)
erreicht. Hierdurch wird die maximale Höhe der Drehmomentübertragung
begrenzt, und ein übermäßiger Anstieg der Öltemperatur kann vermieden
werden. Dies ist nachteilig, wenn der Durchmesser einer der Räder von
dem anderer Räder unterschiedlich ist, falls ein kleinerer Reserve
notreifen verwendet wird.
Im folgenden ist die Betriebsweise dieser Ausführung für jeden seiner
Zustände in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausführung
beschrieben.
Wenn die Vorderräder 5 bei plötzlicher Beschleunigung des Fahrzeugs vom
Stillstand heraus durch direkten Antrieb durch den Motor 1 vorübergehend
in einen Gleitzustand gebracht werden, wobei nur die erste Fluiddruck
pumpe 21, welche mit den Vorderrädern 5 angetrieben ist, dreht, wird Öl
im Ölbehälter 36 durch die dritte Ventilkammer 42 und das Einwegventil
43 des zweiten Ölverbindungsdurchgangs 29 in die zweite Öffnung 25
eingeführt und dann von der ersten Öffnung 24 ausgestoßen. Der Öldruck,
der in den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 ausgestoßen wird, wirkt
durch den Nebenstromöldurchgang 37a, die zweite Ventilkammer 33 und den
Druckversorgungsdurchgang 37b auf die
Druckkammer 30. Dieses bewirkt, daß die Kupplung 23 einrückt und
die Vorder- und Hinterräder 5 und 11 miteinander gekoppelt sind.
Wenn die Kupplung 23 eingerückt ist, und die zweite Fluiddruckpumpe 22
mit den Hinterrädern 11 dreht, wird der Ausstoß der ersten Fluiddruck
pumpe 21 durch die zweite Fluiddruckpumpe 22 aufgenommen. Als ein
Ergebnis wird die Eingriffskraft der Kupplung 23 gemäß der Differenz
zwischen dem Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe 21 und der Aufnahme der
zweiten Fluiddruckpumpe 22 automatisch geändert. Wenn das Fahrzeug mit
konstanter Geschwindigkeit zu fahren beginnt und die beiden Fluiddruck
pumpen 21 und 22 mit gleichen Drehzahlen wie die Vorder- und Hinterräder
5 und 11 zu drehen beginnen, zirkuliert das Öl durch die ersten und
zweiten Ölverbindungsdurchgänge 28 und 29 zwischen den beiden Fluid
druckpumpen 21 und 22. Hierdurch wirkt kein Öldruck auf die
Druckkammer 30, und die Drehmomentübertragung auf die Hin
terräder 11 ist unterbrochen.
Wenn nur die Vorderräder 5 aus einem gleichmäßigen Fahrzustand des
Fahrzeugs heraus zu gleiten beginnen, überschreitet die Drehzahl der
Vorderräder 5 die der Hinterräder 11, und der Ausstoß von der ersten
Öffnung 24 übersteigt die Aufnahme der dritten Öffnung 26. Dann wird der
Öldruck entsprechend der Differenz zwischen dem Ausstoß der ersten
Fluiddruckpumpe 21 und der zweiten Fluiddruckpumpe 22 durch den ersten
Ölverbindungsdurchgang 28, den Nebenstromöldurchgang 37a, die zweite
Ventilkammer 33 und den Druckversorgungsdurchgang 37b in
die Druckkammer 30 eingeführt und die Kupplung 23
wird eingerückt, um Antriebsdrehmoment auf die Hinterräder 11 zu
übertragen.
Wenn auf die Räder eine Bremskraft wirkt und die Drehzahl der Vorderrä
der 5 geringer als die der Hinterräder 11 ist, so daß der Ausstoß der
ersten Fluiddruckpumpe 21 geringer als die Aufnahme durch die zweite
Fluiddruckpumpe 22 ist, befindet sich in dem Druckversor
gungsdurchgang 37b kein Öldruck, und die Kupplung wird nicht eingerückt.
Dadurch ist die Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern unter
brochen. An diesem Punkt kehrt ein Teil des Ausstoßes von der vierten
Öffnung 27 durch den zweiten Ölverbindungsdurchgang 29, die dritte
Ventilkammer 42, das Einwegventil 34, die zweite Ventilkammer 33, den
Nebenstromöldurchgang 37a und den ersten Ölverbindungsdurchgang 28 zur
dritten Öffnung 26 zurück.
Wenn die Vorderräder 5 vollständig blockiert wurden, kehrt der gesamte
Ölausstoß von der vierten Öffnung 27 zum zweiten Ölverbindungsdurchgang
29 durch die dritte Ventilkammer 42, das Einwegventil 34, und die zweite
Ventilkammer 33, den Nebenstromöldurchgang 37a und den ersten Ölverbin
dungsdurchgang 28 zur dritten Öffnung 26 zurück. In diesem Fall ist
dadurch die Kupplung 23 nicht eingerückt, und die Kopplung zwischen den
Vorder- und Hinterrädern ist unterbrochen.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt, sind die Drehrichtungen der ersten
und zweiten Fluiddruckpumpen 21 und 22 umgekehrt, und die Beziehung
zwischen den Auslaßöffnungen und den Einlaßöffnungen ist umgekehrt.
Dadurch fließt der Ausstoß von der zweiten Öffnung 25 mittels des
Einwegventils 43 in den Schaltöldurchgang 41 und wirkt auf ein Ende des
Steuerschiebers S. Als ein Ergebnis bewegt sich der Steuerschieber S in
die in Fig. 4 dargestellte Position, und der Ausstoß von der zweiten
Öffnung 25 fließt durch den Ölverbindungsdurchgang 44 in den zweiten
Ölverbindungsdurchgang 29.
Wenn das Fahrzeug beim Anfahren in Rückwärtsrichtung beschleunigt, wobei
die zweite Fluiddruckpumpe 22 steht, wird Öl vom Ölbehälter 36 durch die
zweite Ventilkammer 33, den Nebenstromöldurchgang 37a und den ersten
Ölverbindungsdurchgang 28 zur ersten Fluiddruckpumpe 21 und dann von der
zweiten Öffnung 25 durch den Schaltöldurchgang 41 und den Ölverbindungs
durchgang 44 zum zweiten Ölverbindungsdurchgang 29 gefördert. Der
Öldruck wirkt dann durch die erste Ventilkammer 32 und den
Druckversorgungsdurchgang 37b auf die
Druckkammer 30. Als Ergebnis ist die Kupplung 23 eingerückt, und die
Vorder- und Hinterräder 5 und 11 sind miteinander gekoppelt.
Wenn die Drehzahl der Hinterräder 11 ansteigt, wird ein Teil des
Ausstoßes von der ersten Fluiddruckpumpe 21 durch die zweite Fluiddruck
pumpe 22 aufgenommen. Dabei ändert sich, in der gleichen Weise wie bei
der ersten Ausführung, die Eingriffskraft der Kupplung 23 entsprechend
dem Ausstoß der ersten Fluiddruckpumpe 21 und der Aufnahme der zweiten
Fluiddruckpumpe 22. Wenn das Fahrzeug im Zustand konstanter Fahrge
schwindigkeit fährt, wird auf die Betriebsöldruckkammer 30 kein Druck
ausgeübt, und die Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern ist
unterbrochen.
Wenn die ersten und zweiten Fluiddruckpumpen 21 und 22 mit gleichen
Geschwindigkeiten drehen, zirkuliert Öl zwischen den beiden Fluiddruck
pumpen 21 und 22 durch die ersten und zweiten Ölverbindungsdurchgänge 28
und 29 einschließlich des Schaltöldurchgangs 41 und dem Ölverbindungs
durchgang 44. Die vorbelastende Federkraft des Steuerschiebers S ist
derart begrenzt, daß der Steuerschieber S durch den Ausgangsdruck von
der zweiten Öffnung 25 an diesem Punkt verschoben gehalten werden kann.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt und ein Bremsvorgang in einem Umfang
angelegt wird, der nicht ausreicht, um die Vorderräder zu blockieren,
wobei die Drehzahl der zweiten Fluiddruckpumpe 22, die mit den Hinterrä
dern 11 dreht, diejenige der ersten Fluiddruckpumpe 21 überschreitet,
wirkt kein Ausgangsdruck auf den Druckversorgungsdurchgang
37b, und die Kupplung 23 ist nicht eingerückt. Hierdurch ist die
Kopplung zwischen den Vorder- und Hinterrädern unterbrochen. An diesem
Punkt kehrt ein Teil des Ausstoßes von der dritten Öffnung 26 durch den
ersten Ölverbindungsdurchgang 28, den Nebenstromöldurchgang 37a, die
zweite Ventilkammer 33, das Einwegventil 34 und den zweiten Ölverbin
dungsdurchgang 29 zur vierten Öffnung 27 zurück.
Wenn die Vorderräder 5 vollständig blockiert wurden, wobei die erste
Fluiddruckpumpe 21 angehalten wird, ist kein Druckausstoß von dem
Schaltöldurchgang 41 vorhanden, und der Steuerschieber S kehrt in die in
Fig. 3 gezeigte Position zurück. Als Ergebnis fließt der Ausstoß von
der dritten Öffnung 26 durch den Nebenstromöldurchgang 37a, die zweite
Ventilkammer 33 und den Druckversorgungsdurchgang 37b zur
Druckkammer 30 zurück, wodurch die Kupplung 23
einrückt. Somit wird die Drehzahl der Hinterräder 11 auf die Vorderräder
5 übertragen, und der vollständige Blockierzustand der Vorderräder 5
kann durch die Drehkraft, welche von den Hinterrädern 11 auf die
Vorderräder 5 übertragen wird, gesteuert werden.
Auf diese Weise wird gemäß dieser Ausführung das Schaltventil 31 durch
den Ausgangsdruck von der ersten Fluiddruckpumpe 21 betätigt, die
umgekehrt durch die Vorderräder betätigt wird, wenn das Fahrzeug
rückwärts fährt. Hierdurch ist der Bedarf für einen externen Betätiger
zum Betätigen des Schaltventils und einen Fahrzustandsensor oder einen
Schaltpositionssensor zur Übertragung eines Steuersignals zu dem Betäti
ger beseitigt, und die Kupplungssteuerung, die das Gleiten der Vorderrä
der bei Beschleunigung des Fahrzeugs und die Blockierung der Vorderrä
der, wenn ein Bremsvorgang durchgeführt wurde, behandelt, kann ent
sprechend der Fahrtrichtung des Fahrzeugs nach vorne oder hinten
vollständig automatisch durchgeführt werden.
Wenn das Fahrzeug rückwärts fährt und ein Bremsvorgang durchgeführt
wird, ist die Bodenkontaktkraft der Vorderräder wegen der Verlagerung
des Schwerpunkts reduziert, und die Vorderräder neigen zu blockieren. ln
diesem Fall wird die Drehkraft von den Hinterrädern 11 auf die
Vorderräder 5 übertragen, wobei das Schaltventil 31 unmittelbar nach dem
Blockieren der Vorderräder 5 umgeschaltet wird und der Ausstoß der
vorderen Fluiddruckpumpe 22 auf die Druckkam
mer 30 wirkt, um die Kupplung 23 einzurücken, wodurch ein vollständiges
Blockieren der Vorderräder 5 gesteuert werden kann.
Gemäß der zweiten Ausführung der Erfindung kann der vorerwähnte Vorteil
der ersten Ausführung erhalten werden, ohne irgendwelche externen Mittel
zum Schalten des Schaltventils zu benötigen. Weil weiterhin das Schalt
ventil in Abwesenheit des Ausgangsdrucks von der durch die Vorderräder
angetriebenen Ölpumpe umgeschaltet wird, wenn das Fahrzeug rückwärts
fährt und die Vorderräder blockiert sind, wird Drehkraft von den
Hinterrädern auf die Vorderräder übertragen. Die Tendenz der Vorderräder
zu blockieren wird dadurch gemindert.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine dritte Ausführung der vorliegenden
Erfindung. Die mit der ersten Ausführung gemeinsamen Teile sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen. Die folgende Beschreibung ist auf die
Teile beschränkt, die sich von denen der ersten Ausführung unterschei
den.
Die Druckkammer 30 ist durch einen Durchgang mit einer
Öffnung 38, die von dem Druckversorgungsdurchgang 37b in
den ersten und zweiten Ausführungen abzweigt, mit dem Ölbehälter 36
verbunden, jedoch ist ein gesonderter Verbindungsdurchgang 47 mit einer
Öffnung 38 zwischen der Druckkammer 30 und dem Ölbehälter
36 vorgesehen. Durch Förderung von Drucköl von dem
Versorgungsdurchgang 37b zur Druckkammer kann in
das Öl geratene Luft leicht von der Druckkammer 30
ausgeworfen werden, so daß die Ansprechempfindlichkeit der Kupplung 23
noch weiter verbessert werden kann.
Diese Ausführung ist zu den ersten und zweiten Ausführungen darin
ähnlich, daß die Öldruckeigenschaft zum Betätigen der Kupplung durch die
Entlastungsflußrate der Öffnung begrenzt ist, und darin, wie die
Kupplung 23 arbeitet. Selbstverständlich kann der Ölverbindungsdurchgang
47 sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Ausführung angewendet
werden.
Somit ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, die Eingriffs
kraft der Kupplung gemäß der Differenz der Drehzahlen der Vorder- und
Hinterräder automatisch zu variieren. Insbesondere wird die Einrückkraft
der Kupplung erhöht, wenn die Drehzahl der Vorderräder höher als die der
Hinterräder ist, wobei die Versorgung von Öldruck zur Kupplung unter
brochen wird, wenn die Drehzahl der Hinterräder höher als die der
Vorderräder ist. Hierdurch wird, wenn die Vorderräder aufgrund plötzli
cher Beschleunigung des Fahrzeugs gleiten, auch eine Antriebskraft auf
die Hinterräder übertragen, und in einer Bremssituation die Kopplung
zwischen den Vorder- und den Hinterrädern ist unterbrochen, wodurch ein
signifikanter Vorteil in der Verbesserung der Fahreigenschaften des
Fahrzeugs mit Vierradantrieb erhalten werden kann. Weiterhin wird es
durch Vorsehen von Schaltmitteln zum selektiven Umschalten der Verbin
dung zur Druckkammer möglich, die Kupplung unabhängig von
der Fahrtrichtung des Fahrzeugs vorteilhaft zu steuern, wodurch ein
signifikanter Vorteil bei der Verringerung der Größe und des Gewichts
der Ölpumpe erhalten werden kann.
Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezug auf besondere Ausführungen
beschrieben wurde, ist es möglich, Details davon zu ändern und zu
modifizieren, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen.
Claims (10)
1. Kraftübertragungssystem für ein Fahrzeug, das von
einem Motor (1) direkt antreibbare Vorderräder (5)
und über eine durch Fluiddruck betätigbare Kupplung
(23) antreibbare Hinterräder (11) aufweist,
gekennzeichnet
durch eine synchron mit den Vorderrädern (5) ange triebene erste Fluiddruckpumpe (21),
durch eine synchron zu den Hinterrädern (11) ange triebene zweite Fluiddruckpumpe (22),
durch einen Verbindungsdurchgang (28), der bei Vorwärtsfahrt eine Auslaßöffnung (24) der ersten Fluiddruckpumpe (21) mit einer Einlaßöffnung (26) der zweiten Fluiddruckpumpe (22) verbindet,
durch einen Versorgungsdurchgang (37), der den Verbindungsdurchgang (28) mit einer Betätigungskammer (30) der durch Fluiddruck betätigbaren Kupplung (23) verbindet und
durch eine Ausbildung der Kupplung (23) derart, daß sie, wenn die Geschwindigkeit der Vorderräder (5) größer als die Geschwindigkeit der Hinterräder (11) und somit der Fluiddruck in dem Verbindungsdurchgang (28) und dem Versorgungsdurchgang (37) relativ hoch ist, durch den dann erhöhten Fluiddruck in der Betätigungskammer (30) eingerückt wird und, wenn die Geschwindigkeit der Vorderräder (5) kleiner als die Geschwindigkeit der Hinterräder (11) und somit der Fluiddruck in dem Verbindungsdurchgang (28) und dem Versorgungsdurchgang (37) relativ niedrig ist, durch den dann erniedrigten Fluiddruck in der Betätigungs kammer (30) ausgerückt wird.
durch eine synchron mit den Vorderrädern (5) ange triebene erste Fluiddruckpumpe (21),
durch eine synchron zu den Hinterrädern (11) ange triebene zweite Fluiddruckpumpe (22),
durch einen Verbindungsdurchgang (28), der bei Vorwärtsfahrt eine Auslaßöffnung (24) der ersten Fluiddruckpumpe (21) mit einer Einlaßöffnung (26) der zweiten Fluiddruckpumpe (22) verbindet,
durch einen Versorgungsdurchgang (37), der den Verbindungsdurchgang (28) mit einer Betätigungskammer (30) der durch Fluiddruck betätigbaren Kupplung (23) verbindet und
durch eine Ausbildung der Kupplung (23) derart, daß sie, wenn die Geschwindigkeit der Vorderräder (5) größer als die Geschwindigkeit der Hinterräder (11) und somit der Fluiddruck in dem Verbindungsdurchgang (28) und dem Versorgungsdurchgang (37) relativ hoch ist, durch den dann erhöhten Fluiddruck in der Betätigungskammer (30) eingerückt wird und, wenn die Geschwindigkeit der Vorderräder (5) kleiner als die Geschwindigkeit der Hinterräder (11) und somit der Fluiddruck in dem Verbindungsdurchgang (28) und dem Versorgungsdurchgang (37) relativ niedrig ist, durch den dann erniedrigten Fluiddruck in der Betätigungs kammer (30) ausgerückt wird.
2. Kraftübertragungssystem nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch einen zweiten Verbindungsdurch
gang (29), der eine Auslaßöffnung (27) der zweiten
Fluiddruckpumpe (22) mit einer Einlaßöffnung (25) der
ersten Fluiddruckpumpe (21) verbindet.
3. Kraftübertragungssystem nach Anspruch 2, gekenn
zeichnet durch einen mit einem Einwegventil (34)
versehenen Nebenstromdurchgang zwischen dem ersten
Verbindungsdurchgang (28) und dem zweiten Verbin
dungsdurchgang (29).
4. Kraftübertragungssystem nach Anspruch 2 oder 3,
gekennzeichnet durch einen mit einem Entlastungsven
til (35) versehenen Nebenstromdurchgang zwischen dem
ersten Verbindungsdurchgang (28) und dem zweiten
Verbindungsdurchgang (29).
5. Kraftübertragungssystem nach einem der Ansprüche
2-4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslaßöffnung (24) der ersten Fluiddruckpumpe (21) bei Vorwärtsfahrt als Einlaßöffnung (24) bei Rückwärtsfahrt dient und deren Einlaßöffnung (25) bei Vorwärtsfahrt als Auslaßöff nung (25) bei Rückwärtsfahrt dient, daß die Einlaß öffnung (26) der zweiten Fluiddruckpumpe (22) bei Vorwärtsfahrt als Auslaßöffnung (26) bei Rückwärts fahrt dient und deren Auslaßöffnung (27) bei Vor wärtsfahrt als Einlaßöffnung (27) bei Rückwärtsfahrt dient und
daß Schaltmittel (31) zum selektiven Verbinden eines der Fluidverbindungsdurchgänge (28, 29) mit der Betätigungskammer (30) vorgesehen sind.
daß die Auslaßöffnung (24) der ersten Fluiddruckpumpe (21) bei Vorwärtsfahrt als Einlaßöffnung (24) bei Rückwärtsfahrt dient und deren Einlaßöffnung (25) bei Vorwärtsfahrt als Auslaßöff nung (25) bei Rückwärtsfahrt dient, daß die Einlaß öffnung (26) der zweiten Fluiddruckpumpe (22) bei Vorwärtsfahrt als Auslaßöffnung (26) bei Rückwärts fahrt dient und deren Auslaßöffnung (27) bei Vor wärtsfahrt als Einlaßöffnung (27) bei Rückwärtsfahrt dient und
daß Schaltmittel (31) zum selektiven Verbinden eines der Fluidverbindungsdurchgänge (28, 29) mit der Betätigungskammer (30) vorgesehen sind.
6. Kraftübertragungssystem nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (31) ein Schie
berventil (31) mit einem Steuerschieber (S) ist, der
in Abhängigkeit davon, ob das Fahrzeug vorwärts oder
rückwärts fährt, zwischen einer ersten Position zur
Verbindung des ersten Verbindungsdurchgangs (28) mit
der Betätigungskammer (30) und einer zweiten Position
zur Verbindung des zweiten Verbindungsdurchgangs (29)
mit der Betätigungskammer (30) betätigt wird.
7. Kraftübertragungssystem nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (31)
durch einen Schaltpositionssensor (39) geschaltet
wird.
8. Kraftübertragungssystem nach einem der Ansprüche 3-7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Einwegventil (34)
einen Fluidfluß von dem zweiten Verbindungsdurchgang
(29) zum ersten Verbindungsdurchgang (28) ermöglicht,
wenn das Fahrzeug vorwärts fährt, und einen Fluidfluß
von dem ersten Verbindungsdurchgang (28) zu dem
zweiten Verbindungsdurchgang (29) ermöglicht, wenn
das Fahrzeug rückwärts fährt.
9. Kraftübertragungssystem nach einem der Ansprüche
4-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Entlastungs
ventil (35) die Höhe des Fluiddrucks in der
Betätigungskammer (30) innerhalb einer vorbestimmten
Höhe begrenzt.
10. Kraftübertragungssystem nach einem der Ansprüche
6-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (S)
durch Federmittel (SP) in Richtung der ersten Posi
tion gedrückt wird und gegen die Federkraft der
Federmittel (SP) durch Fluiddruck der ersten Fluid
druckpumpe (21) in die zweite Position bewegt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| JP29572789 | 1989-11-14 | ||
| JP2238244A JP2516095B2 (ja) | 1989-11-14 | 1990-09-07 | 4輪駆動車輌の動力伝達装置 |
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| DE4036085A1 DE4036085A1 (de) | 1991-05-29 |
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ID=26533602
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