DE39828C - Hülfsreservoir an Thermometern - Google Patents
Hülfsreservoir an ThermometernInfo
- Publication number
- DE39828C DE39828C DENDAT39828D DE39828DA DE39828C DE 39828 C DE39828 C DE 39828C DE NDAT39828 D DENDAT39828 D DE NDAT39828D DE 39828D A DE39828D A DE 39828DA DE 39828 C DE39828 C DE 39828C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mercury
- reservoir
- thermometers
- instrument
- auxiliary reservoir
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 23
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 claims description 23
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 3
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 7
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 3
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 2
- 238000009529 body temperature measurement Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K5/00—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
- G01K5/02—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid
- G01K5/04—Details
- G01K5/08—Capillary tubes
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radiation Pyrometers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE -42: Instrumente.
Dr. JOHANNES SAMUEL PERNET in BERLIN. Hülfsreservoir an Thermometern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. September 1886 ab.
Die bisher bekannten Normalthermoineter
umfassen kleinere, höchstens ioo° betragende Intervalle, weil sonst infolge der für genaue
Messungen notbwehdigen Länge eines Grades dem Instrument eine für den praktischen Gebrauch
unhandliche Länge gegeben werden rnufs.
Man bedarf daher für die Messungen von Temperaturen, welche über diese Grenzen
hinausgehen, mehrerer Instrumente, was zur Folge hat, dafs nicht nur jedes Instrument für
sich untersucht werden mufs, sondern auch die Angaben derselben erst durch Vergleichürig
mit einem unempfindlicheren und daher ungenaueren, als normal angenommenen Instrument
vergleichbar gemacht Werden können.
Aufserdem war man bisher in vielen Fällen gezwungen, Instrumente zu verwenden, die
weder in sich selbst calibrirbar, noch fundamental bestimmbar sind und daher auf den
Namen eines Normalthermometers keinen Anspruch machen können. Denn als Normalthermometer
kann man nur solche Instrumente ansehen, bei welchen das Grundintervall [o—ioo]
direct bestimmt und der bei den Messungen zur Verwendung kommende Theil durch CaIibrirung
in Einheiten dieses Grundintervalls ausgedrückt werden kann.
Das vorliegende Instrument gestattet:
ι. bei verhältnifsmäfsig geringer Länge und grofser Empfindlichkeit Messungen in weiten
Temperaturgrenzen auszuführen;
2. eine strenge Calibrirung und Bestimmung des Fundamentalabstandes (Gradwerthes), und
3. einige von der Ausdehnung des Glases herrührende wichtige Correctionen unmittelbar
zu bestimmen, was bei den bisher gebräuchlichen Instrumenten überhaupt nicht möglich ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist beispielsweise ein Stabthermometer mit Quecksilberfüllung
dargestellt, und zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt (gesammte Füllung vereinigt); Fig. 2 einen
schematischen Längsschnitt (ein 500 entsprechendes Volumen Quecksilber ist in Reservoir B
abgeführt); Fig. 3 einen schematischen Längsschnitt (ein ioo° entsprechendes Volumen
Quecksilber ist in Reservoir B abgeführt); Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt (im
Reservoir B befindet sich ein i 500 entsprechendes Volumen Quecksilber); Fig. 5 einen schematischen
Längsschnitt (im Reservoir B befindet sich ein 2000 entsprechendes Volumen Quecksilber);
Fig. 6 einen schematischen Längsschnitt (im Reservoir B befindet sich ein 2500 entsprechendes
Volumen Quecksilber). Fig. 7 zeigt das Reservoir B in der von W a If er din gegebenen
Form. '
In diesem Falle sind die Erweiterungen E1 E* Es Ei nebst den zugehörigen, durch
die Theilstriche o, 50, 100, 150, 200 Und 250
begrenzten Abschnitten der Cäpillare so bemessen, dafs die dadurch begrenzten Volumina
y\ γϊ ya yi derselben je einem Intervall von
50° entsprechen und gleichzeitig ein dem mittleren, zwischen 100 und 150 gelegenen TheileF5
der Cäpillare gleiches Volumen besitzen.
Es sind daher alle Bedingungen zu einer
strengen und doch wenig Arbeit erfordernden
Calibrirung des Instrumentes gegeben; denn mifst man
i. die Länge eines Quecksilberfadens von beiläufig 500 in den Stellungen [o · 50], [50 · 100],
[100-150], [150-200], [200-250],
2. diejenige eines Quecksilberfadens von beiläufig ioo° in den Stellungen [o · ioo], [50 · 150],
[100 · 200], [1 50 · 250],
3. diejenige eines Quecksilberfadens von ι 5o°
in den Stellungen [ο · ι 50], [50 ■ 200], [100 · 250],
und endlich
4. diejenige eines Quecksilberfadens von 2000 in den Stellungen [0-200] und [50-250], so
besitzt man alle Elemente zu einer strengen Ermittelung der etwaigen Abweichungen der
genannten Intervalle von ihrem nominellen Werthe.
(Die zwischen den einzelnen Erweiterungen befindlichen Theile der Capillare sind so gewählt,
dafs auch ihre Volumina streng ermittelt werden können. Man ergänzt hierzu die oben
angegebenen Messungen der Fadenlängen durch solche, bei denen die Endpunkte diesseits und
jenseits der Hauptpunkte um solche Intervalle verschoben werden, die der zur engeren CaIibrirung
des Mefsrohres M [100 · 1 50] gewählten Einheit oder Multipla derselben entsprechen.)
Sollen nun beispielsweise die Temperaturmessungen in dem Intervall [—400 · o°], Fig. 1,
erfolgen, so würde so viel Quecksilber mit demjenigen im Reservoir A vereinigt werden,
dafs dasselbe das Volumen A + F > + F2 + F5
einnimmt, d. h. also der Quecksilberfaden bis zum Theilstrich 150 reicht, wenn das Instrument
sich in schmelzendem Eise befindet.
Will man Messungen in dem Intervall [o°- 500],
Fig. 2, vornehmen, so führt man so viel Quecksilber in das Reservoir B über, dafs dasselbe
bei o° nur noch bis zum Theilstrich 100 reicht.
In gleicher Weise verfährt man bei Messungen, die in um je 500 höher gelegenen Intervallen
ausgeführt werden sollen, wie dies schematisch in den Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellt ist.
Die Abtrennungen von bestimmten Quecksilbermengen werden erleichtert durch die in
der Nähe des Reservoirs A befindliche Verengung s1 der Capillare, weil an dieser Stelle
die Fäden sich durch eine leichte Erschütterung nach der Längsrichtung hin ohne Schwierigkeit
abtrennen lassen. Aus gleichem Grunde ist eine Verengung s2 beim Reservoir B angebracht,
welche aufserdem die unbeabsichtigte Wiedervereinigung des abgetrennten und in das
Reservoir B übergeführten Quecksilbers verhindert.
Der letztere Zweck kann auch dadurch erreicht werden, dafs der obere Behälter mit
einer Ausbuchtung, wie Fig. 7 zeigt, versehen wird. . ■ ■' ■
Es entsprechen alsdann die in Parenthese aufgeführten Zahlen den wirklichen Temperaturen.
Wie unmittelbar aus der Zeichnung ersichtlich, können gewisse Temperaturen mit demselben Instrument mit verschiedenen, aber
genau bekannten Quecksilbermengen genau gemessen werden, was bisher noch nicht erreicht
wurde. So z. B. die Temperaturen o°, 50° und ioo° viermal in der durch Fig. 1, 2,
3 und 4 angedeuteten Weise. Der zur Ermittelung des Gradwerthes erforderliche Fundamentalabstand
[o ■ 100] kann daher mit vier verschiedenen Quecksilbermengen bestimmt und
daraus die Abhängigkeit desselben von der Quecksilbermenge direct beobachtet werden.
Es ergiebt dies unmittelbar die zur Berechnung des Einflusses herausragender Fäden nothwendige
Constante. Bestimmt man nun vor der Füllung die absoluten Werthe der Volumina A F1 F2 F5 F3 F4 und die zur Füllung
erforderliche Quantität Quecksilber, so kann man aus obigen Beobachtungen den mittleren
scheinbaren cubischen Ausdehnungscoe'fficienten der zur Herstellung des Thermometers verwendeten
Glassorte für das Temperaturintervall [o · 100] ableiten.
Da der mittlere Ausdehnungscoefficient des Quecksilbers zwischen [o-ioo] hinlänglich genau
bekannt ist, so ergiebt sich daraus der für die Reduction des Quecksilberthermometers auf
das Luftthermometer wichtige cubische Ausdehnungscoefficient der angewendeten Glassorte
zwischen o° und 100° Es genügt daher die Vergleichung dieses Instrumentes mit dem Luftthermometer
bei wenigen Punkten, um für sämmtliche Temperaturen die Correctionen mit
beliebiger Genauigkeit zu berechnen.
Es ist selbstverständlich, dafs diese Construction sowohl bei Stabthermometern als auch
bei den sogenannten Emschlufsthermometern angewendet werden kann. Ebenso ist man in
der Wahl der anzuwendenden Flüssigkeit nicht ausschliefslich an das Quecksilber gebunden.
Zum Schlufs sei· noch bemerkt, dafs es nicht darauf ankommt, diesseits und jenseits des
Mefsrohres M eine gleiche Anzahl Erweiterungen einzuschalten, sondern blos darauf, dafs
die Volumina der diesseits und jenseits des Mefsrohres M angeordneten Erweiterungen in
einem solchen Verhältnifs zu einander und zum Mefsrohr M stehen, dafs das Instrument in sich
calibrirbar wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Thermometern mit einer oder mehreren Erweiterungen diesseits und jenseits des Mefsrohres ein am oberen Ende befindliches Hülfsreservoir zur Aufnahme gemessener Flüssigkeitsmengen (z. B. Quecksilber) zu dem Zwecke, um die wirksame Flüssigkeitsmenge nach Bedürfhifs regulären zu können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39828C true DE39828C (de) |
Family
ID=315423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39828D Expired - Lifetime DE39828C (de) | Hülfsreservoir an Thermometern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39828C (de) |
-
0
- DE DENDAT39828D patent/DE39828C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO2000000787A2 (de) | Verfahren zum kalibrieren eines winkelsensors und navigationssystem mit winkelsensor | |
| DE2806672A1 (de) | Messanordnung fuer den fuellzustand eines fluessigkeitstanks | |
| DE39828C (de) | Hülfsreservoir an Thermometern | |
| DE68905244T2 (de) | Messinstrumente. | |
| DE511875C (de) | Messlatte | |
| DE851557C (de) | Psychrometer mit direkter Anzeige der relativen Luft- (Gas-) Feuchtigkeit in Prozenten | |
| DE145928C (de) | ||
| DE882008C (de) | Temperaturmess- und Regelgeraet | |
| DE845712C (de) | Stroemungsmengenmesser | |
| DE287825C (de) | Verfahren und Apparat zur messung durch Rohre str¦mender Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen | |
| DE541652C (de) | Vorrichtung zur Kompensation des Temperatureinflusses auf elastische Druckmesskoerper | |
| DE401629C (de) | Hoehenmesser | |
| DE342543C (de) | Ablesevorrichtung zur direkten Ermittlung des arithmetischen Mittels aus den Angaben zweier Einzelablesevorrichtungen | |
| DE256994C (de) | ||
| CH347362A (de) | Messlatte | |
| DE2321957C2 (de) | Vorrichtung zur Temperaturkompensation federelastischen MeSelementen | |
| DE240564C (de) | ||
| CH160478A (de) | Vorrichtung zum Messen von Längenänderungen. | |
| DE2616843A1 (de) | Druckanzeigegeraet | |
| DE3145427C1 (de) | Anzeigevorrichtung | |
| AT150771B (de) | Vorrichtung zur mechanischen Durchführung von Rechnungen. | |
| DE589450C (de) | Als Nullmessinstrument ausgebildeter Membrandruckmesser | |
| DE2749878A1 (de) | Zeigerwerk | |
| CH448543A (de) | Längen-Feinmessgerät | |
| DE7033884U (de) | Praesisionmikrometer, insbesondere fuer die ermittlung von vertikalmassen und fuer die richung von messinstrumenten fuer innenmasse. |