DE392006C - Verfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenraedern mittels mehrzaehnigen, zahnstangenartigen Werkzeuges - Google Patents
Verfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenraedern mittels mehrzaehnigen, zahnstangenartigen WerkzeugesInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23F—MAKING GEARS OR TOOTHED RACKS
- B23F5/00—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made
- B23F5/12—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made by planing or slotting
- B23F5/14—Making straight gear teeth involving moving a tool relatively to a workpiece with a rolling-off or an enveloping motion with respect to the gear teeth to be made by planing or slotting the tool having the same profile as a tooth or teeth of a rack
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Description
Es ist bereits bekannt, Stirn- und Schraubenräder mittels zahnstangenartigen Werkzeuges
nach dem Abwälzverfahren zu hobeln, und zwar führt man dieses Verfahren auf zwei verschiedene Arten durch: Bei der
ersten Art verwendet man ein Werkzeug vom Querschnitt nur eines Zahnes einer Zahnstange
und läßt dieses eine Lücke nach der anderen vollständig fertighobeln. Zu diesem ίο Zweck führt das Werkstück unter der Voraussetzung,
daß das Werkzeug selbst, abgesehen von seiner hin und her gehenden Hobelbewegung,
feststeht, eine drehende und eine geradlinige Bewegung aus, während welcher eine Lücke vollständig gehobelt wird, alsdann
erfolgt eine gleichartige Rückwärtsbewegung des Werkstückes und schließlich dessen Weiterschaltung um eine Teilung,
worauf die Vorwärtsbewegung zur Herstellung der zweiten Lücke beginnen kann. Dieses
Verfahren hat den Nachteil, daß zur Herstellung einer einzigen Zahnlücke eine verhältnismäßig
große Bewegung notwendig ist, die viel Zeit erfordert. In erheblich geringerer Zeit wird die Arbeit geleistet, wenn
man an Stelle eines Werkzeuges mit dem Querschnitt nur eines Zahnstangenzahnes ein
Werkzeug verwendet, dessen Querschnitt einer längeren Zahnstange entspricht. In einem solchen Falle kann das Hobeln des '
Zahnrades ununterbrochen erfolgen, wobei das Werkzeug außer seiner hin und her ,
gehenden Hobelbewegung sich an dem sich drehenden Arbeitsstück abwälzt. Bei jeder
Drehung des Arbeitsstückes um eine Zahn- ; teilung ist eine Zahnlücke fertig bearbeitet,
und jeder Zahn des zahnstangenartigen Werkzeuges stellt eine Zahnlücke des Zahnrades
her. Bei diesem \Terfahren müßten die 1
Werkzeuge theoretisch so lang sein, daß ihre ' Zähnezahl der Zahl der Zahnlücken des herzustellenden
Zahnrades mindestens gleich ist. Wendet man zwei oder mehrere Werkzeuge au, die gegeneinander versetzt am Umfang
des Zahnrades gleichzeitig wirken, so brauchten diese natürlich nur so viel Zähne zu
haben, als dem betreffenden Teil, also der Hälfte, einem Drittel usw. des herzustellenden
Zahnrades entspricht.
Bei Herstellung von großen Zahnrädern ; muß man bei diesem Verfahren, um das
Werkzeug nicht zu lang werden zu lassen, nach Herstellung einer der Länge des Werkzeuges
entsprechenden Anzahl von Zähnen, eine Umschaltung vornehmen, und zwar in der Weise, daß man das Werkzeug außer Eingriff
mit dem Werkstück bringt und unter Stehenlassen des Werkzeuges oder des Werkstückes
den stehengebliebenen Teil so viel weiterschaltet, daß der erste Zahn des Werk-Stückes
mit der nächsten zu bearbeitenden Zahnlücke in Eingriff kommt.
Man hat auch schon mit mehrzähnigen Werkzeugen arbeitende Maschinen ausgeführt,
bei denen die Umschaltung selbsttätig erfolgt, wobei man zur Vermeidung großer
Zahnstangenlängen nach Vollendung je einer Zahnlücke die Umschaltung vornimmt, so daß
also nach Abwälzung von Werkzeug und Werkstück um den Betrag einer ganzen Teilung
das Werkzeug in die Anfangsstellung des vorausgegangenen Arbeitsganges zurückgeführt
wird, während das Werkstück seine Stellung beibehält.
Maschinen der letzterwähnten Art bedingen ein sehr verwickeltes Getriebe, denn es
müssen, um einen genau richtigen Eingriff zu erhalten, nach jedem Arbeitsgang Werkstück
und Werkzeug außer Eingriff gebracht, dann eine verschiebende Bewegung eines der
beiden und schließlich die Schaltbewegung ausgeführt werden. Für diese Bewegung
braucht man umständliche Getriebe, und auch dann müssen noch besondere Vorsichtsmaßregeln
getroffen werden, um die Umschaltung um den richtigen Betrag zu bewirken.
Die vorliegende Erfindung hilft diesem Übelstand durch ein neues Verfahren ab, bei
welchem zwar ebenfalls ein zahnstangenartiges Werkzeug benutzt wird und beim Schneiden der Zahne eine Abwälzbewegung
von Zahnstange und Werkstück gegeneinander stattfindet, wobei aber dann zum Zwecke der
Umschaltung Zahnstange und Werkstück zunächst eine gemeinschaftliche Rückwälzbewegung
ausführen, worauf eine Vorwärtsschaltung des Werkstückes um die Teilung oder ein Mehrfaches der Teilung vorgenommen
wird. Dieses Verfahren ist deswegen mit großer Genauigkeit durchführbar, weil es auf den Betrag der Rückwärtswälzbewe-
>gung nicht ankommt. Ungenauigkeiten in dieser Bewegung spielen keine Rolle, genau
braucht nur die Schaltbewegung des Werk-Stückes um die Teilung oder ein Mehrfaches
4er Teilung zu sein. Eine solche Schaltbewegung kann aber mit Hilfe der bekannten
Teilvorrichtungen mit großer Genauigkeit und einfachsten Mitteln durchgeführt werden.
Man hat bei diesem Verfahren auch gleichzeitig die Möglichkeit, den Einfluß des toten
Ganges auf einfachste Weise zu beseitigen, indem man die Rückwärtswälzung um etwas
mehr als eine volle Teilung oder als ein Vielfaches einer Teilung ausführt und dann nach
der Weiterschaltung eine Vorwärtswälzung vornimmt, die den toten Gang beseitigt, d. h.
alle Getriebeteile wieder mit denjenigen Seiten in Eingriff bringt, mit denen sie während
der eigentlichen Hobelarbeit in Eingriff stehen, worauf dann die eigentliche Arbeitsbewegung beginnt. Um Zeit zu sparen, wird j
man diese Vorwärtsschaltung zwecks Be- ' seitigung des toten Ganges zweckmäßig mit '
der größeren Geschwindigkeit, die für den j Rückwärtsgang in der Maschine vorhanden |
ist, ausführen. \
Wesentlich für die Erfindung ist demnach, :
<laß sämtliche Bewegungen mit Ausnahme der ; Weiterschaltung Wälzbewegungen sind, bei i
denen Werkstück und Werkzeug miteinander j in Eingriff stehen, und lediglich bei der ,
Schaltung eine unabhängige Bewegung von 1 Werkstück und Werkzeug stattfindet. ,
Die Zeichnung zeigt schematisch die Aus- i führung des Verfahrens in verschiedenen
Stellungen des Werkzeuges und des Werkstückes.
Abb. ι stellt eine Stellung von Werkzeug und Werkstück dar, welche zu Beginn eines
Arbeitshubes vorhanden ist. Das Werkzeug A1 das im Querschnitt eine Zahnstange
darstellt, bewegt sich winkelrecht zur Zeichnungsebene, um die Schneidbewegung auszuführen.
Während des nun folgenden Arbeitshubes führt das Werkzeug außerdem eine Vorschubbewegung in Richtung des
Pfeiles α aus, gleichzeitig dreht sich das Werkstück B in der Richtung des Pfeiles l·,
so daß in an sich bekannter Weise die einzelnen Zähne des Werkzeuges A die Zahnlücken
bearbeiten. Der Arbeitshub muß so lange fortgesetzt werden, bis sich Werkzeug und Werkstück um mindestens eine ganze
Teilung abgewälzt haben. Man kann aber die beiden sich natürlich auch um mehrere Teilungen
vorwärts walzen lassen; nur ist es vorteilhaft, daß die Wälzung stets um ein ganzes
Vielfaches der Teilung vorgenommen wird. Es werden auf diese Weise eine oder mehrere
Zahnlücken bearbeitet. Soweit ist der Arbeitsgang bekannt. Nimmt man an, daß der Vorschub nur um eine Teilung erfolgt ist,
so haben Werkzeug und Werkstück nach Ablauf des Arbeitshubes die Stellung gemäß Abb. 2. Nunmehr erfolgt die Rückwärtswälzung,
die vorzugsweise mit einem schnelleren Gang erfolgt. Gemäß der Erfindung wird die Rückwärtsbewegung in der W'eise
ausgeführt, daß Werkstück und Werkzeug g0
zunächst eine Rückwärtswälzung vornehmen, sich also in Richtung der Pfeile c und d in
Abb. 2 bewegen. Der Betrag, um den diese Rückwärtswälzung ausgeführt wird, ist beliebig
groß. Er muß jedoch mindestens gleich einer Teilung sein. Vorzugsweise wählt man
ihn etwas größer als eine Teilung oder etwas größer als das Mehrfache einer Teilung, wobei
der den Betrag einer Teilung oder dessen Vielfaches übersteigende Teil der Rückwärtswälzung
in noch später zu zeigender Weise zum Ausgleich des toten Ganges benutzt wird. Die Stellung, die Werkzeug und
Werkstück nach erfolgter Rückwärtswälzung einnehmen, ist in Abb. 3 gezeigt. Es ist auch
hier wieder der Einfachheit wegen angenommen, daß die Rückwärtswälzung nur um etwas mehr als eine Teilung erfolgt ist. Die
Stellung entspricht also im wesentlichen der Stellung gemäß Abb. 1, nur sind Werkstück
und Werkzeug noch etwas weiter zurückgedreht und das Werkstück ist weiter bearbeitet.
Nach erfolgter Rückwärtswälzung wird das Werkstück unter Stillsetzen des zurück- n<;
gezogenen Werkzeuges in Richtung des Pfeiles c (Abb. 3) geschaltet, und zwar erfolgt
die Schaltung um so viel Teilungen, als die vorherige Rückwärtswälzung betrug. Hat
man also gemäß Abb. 3 nur um etwas mehr 12c als eine Teilung zurückgewälzt, so muß die
Schaltung um einen Zahn erfolgen. Die Stel-
lung des Werkzeuges ist dann nach der Schaltung noch die gleiche wie vor der Schaltung,
nur das Werkstück ist um eine entsprechende Anzahl von Zähnen, bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel um einen Zahn, weitergerückt. Diese Stellung ist in Abb. 4 veranschaulicht.
Nunmehr beginnt unter körperlicher Berührung die Vorwärtswälzung von Werkstück und Werkzeug in Richtung der
Pfeile/, g. Der erste Teil dieser Vorwärtsbewegung kann vorzugsweise zur Beseitigung
des toten Ganges benutzt werden, so daß das Werkzeug noch nicht arbeitet, es findet vielmehr
nur eine Vorwärtswälzung von Werkstück und Werkzeug statt, und zwar um den Überschuß über eine Teilung oder über das
Vielfache einer Teilung, um den vorher Werkstück und Werkzeug zurückgewälzt waren. Hierbei kommen die Mechanismen
wieder mit denjenigen Flächen aneinander zur Anlage, die auch bei dem Arbeiten des
Werkzeuges miteinander in Eingriff stehen. Nach dieser Vorwärtswälzung haben Werkstück
und Werkzeug wieder die Stellung gemaß Abb. 1, und es beginnt jetzt der nächste
eigentliche Arbeitshub. Die Reihenfolge der Bewegungen kann auch derart angeordnet
werden, daß der Leerlauf zur Beseitigung des toten Ganges vor der Weiterschaltung des
Werkstückes ausgeführt wird, also: Arbeitsgang, Rücklauf, Leervorlauf zur Beseitigung
des toten Ganges, Schaltung des Werkstückes, worauf immer wieder dieselbe Reihe an Verfahrensstufen
folgt.
Die Rückwärtswälzung und Schaltung erfolgt in bekannter Weise mit größerer Geschwindigkeit
als der Arbeitshub. Gemäß der Erfindung wird aber zur Zeitersparnis nicht nur die Rückwärtsbewegung, sondern der
gesamte Leerhub mit größerer Geschwindigkeit ausgeführt, also auch die zum Zwecke
der Beseitigung des toten Ganges erfolgende Vorwärtswälzung. Die Getriebe zur Durchführung
dieser letzterwähnten Maßnahme sind sehr einfach; es ist nur erforderlich, die Umschaltung vom schnellen Gang auf den
langsamen Gang etwas später erfolgen zu lassen und den schnellen Gang mit einem Umschaltgetriebe
zu versehen. Gegenüber den bekannten A'erfahren hat das beschriebene
den wesentlichen \^orteil, daß außer bei der durch die genau arbeitenden Teilvorrichtungen
erfolgenden Schaltbewegung des Werkstückes voneinander unabhängige Bewegungen von Werkstück und Werkzeug nicht vorkommen,
sondern nur einfache hin und her gehende Wälzbewegungen, die mit den einfachsten
Getrieben durchzuführen sind, ohne daß jemals ein ungenauer Eingriff zu befürchten
ist.
Das Verfahren läßt sich in gleicher Weise zur Herstellung von Stirnrädern und von
Schraubenrädern verwenden. In letzterem Falle ist nur eine Einstellung des Werkzeuges
entsprechend dem Neigungswinkel der Zähne erforderlich.
Die gegenseitige Wälzung ist in der schematischen Darstellung der Zeichnung so gezeigt,
als ob das Werkstück eine Drehung und das Werkzeug eine geradlinige Bewegung ausführt. Natürlich kann man — und dies
wird bei der Ausführung der Maschine vorzugsweise erfolgen — das Werkzeug, abgesehen
von seiner hin und her gehenden Schneidbewegung, stillstehen lassen und dafür dem Werkstück außer seiner Drehbewegung
noch eine fortschreitende Bewegung geben. Die Schaltung des Werkstückes um eine oder mehrere Teilungen erfolgt dann so,
daß die geradlinige (fortschreitende) Bewegung des Werkstückes stillgesetzt und nur
die Drehbewegung weitergeführt wird, bis die Schaltung erfolgt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:\'erfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenrädern mittels mehrzähnigen, zahnstangenartigen Werkzeuges nach dem Abwälzverfahren, wobei die Abwälzbewegung entweder vom Werkzeug und Werkstück oder nur vom Werkstück ausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß \vährend eines vollständigen Arbeitsganges Werkzeug und Werkstück erstens in bekannter Weise eine gegenseitige Vorwärtswälzung um den Betrag einer Teilung oder eines Vielfachen einer Teilung ausführen, zweitens eine Rückwärtswälzung von Werkstück und Werkzeug um einen beliebigen, aber mindestens der Größe einer Teilung entsprechenden Betrag stattfindet, drittens die Weiterschaltung um eine oder mehrere Teilungen vorgenommen wird, worauf gegebenenfalls nach einer zur Beseitigung der Wirkung des toten Ganges dienenden Yotwärtswälzung um den Betrag, um den die Rückwärtswälzung eine volle Teilung oder ein Mehrfaches davon überschritten hat, der neue Arbeitshitb beginnt, so daß lediglich bei der Weiterschaltung eine unabhängige Bewegung von AVerkstück und Werkzeug stattfindet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB90238D DE392006C (de) | Verfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenraedern mittels mehrzaehnigen, zahnstangenartigen Werkzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB90238D DE392006C (de) | Verfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenraedern mittels mehrzaehnigen, zahnstangenartigen Werkzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE392006C true DE392006C (de) | 1924-03-14 |
Family
ID=6985186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB90238D Expired DE392006C (de) | Verfahren zum Hobeln von Stirn- und Schraubenraedern mittels mehrzaehnigen, zahnstangenartigen Werkzeuges |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE392006C (de) |
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0
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