DE3901034C1 - Inverter - Google Patents
InverterInfo
- Publication number
- DE3901034C1 DE3901034C1 DE3901034A DE3901034A DE3901034C1 DE 3901034 C1 DE3901034 C1 DE 3901034C1 DE 3901034 A DE3901034 A DE 3901034A DE 3901034 A DE3901034 A DE 3901034A DE 3901034 C1 DE3901034 C1 DE 3901034C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- semiconductor switching
- current
- switching element
- output
- signal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 claims abstract description 94
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims description 12
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims description 4
- 230000001934 delay Effects 0.000 abstract description 5
- 238000010304 firing Methods 0.000 abstract 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 5
- 230000001965 increasing effect Effects 0.000 description 4
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 3
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 3
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 2
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 2
- 230000010363 phase shift Effects 0.000 description 2
- 230000002123 temporal effect Effects 0.000 description 2
- 101100210287 Drosophila melanogaster wech gene Proteins 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/38—Means for preventing simultaneous conduction of switches
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Inverter Devices (AREA)
- Power Conversion In General (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Wechselrichter, der Gleich
strom aus einer Gleichstromquelle in einen mindest ein
phasigen Wechselstrom wandelt, mit zwei Halbleiterschalt
elementen für jede Phase, die in Reihe zwischen die
beiden Pole der Gleichstromquelle geschaltet sind, wobei
zu jedem Halbleiterschaltelement eine Freilaufdiode
parallel geschaltet ist, die in Bezug auf die Gleich
stromquelle in Sperrichtung angeordnet ist, und ein Wech
selstromausgang zwischen den beiden Halbleiterschalt
elementen angeordnet ist, und mit einer Steuerschaltung
zum Ansteuern der Halbleiterschaltelemente mit einem
pulsbreitenmodulierten Ansteuerungssignal, wobei die
Steuerschaltung mit dem Ansteuerungssignal nur das Halb
leiterschaltelement einer Phase in einen Durchgangszu
stand steuert, das denjenigen Pol der Gleichstromquelle
mit dem Wechselstromausgang verbindet, dessen Polarität
der Polarität des am Wechselstromausgang fließenden
Stroms entspricht, und das andere Halbleiterschaltelement
sperrt.
Ein Wechselrichter mit diesen Merkmalen ist durch die US-PS 46 17 622 bekannt, dieser wird
mit einem pulsbreitenmodulierten Signal von einer Steuer
schaltung angesteuert. Das Signal dieser Steuerschaltung
kann die logischen Werte Null und Eins annehmen. Beim
Wert Eins wird das mit dem Pluspol der Gleichstromquelle
verbundene Halbleiterschaltelement in einen leitenden
Zustand und das mit dem Minuspol verbundene Halbleiter
schaltelement in einen gesperrten Zustand gesteuert,
beim Wert Null ist es umgekehrt. Die Ansteuerung ge
schieht dabei über die ansteigende bzw. abfallende Flanke
des Ansteuersignals. Das Tastverhältnis, d. h. das
Verhältnis der Zeitdauer in einer Periode, in der das
Signal den Wert Eins hat, zu der gesamten Periodenlänge,
bestimmt die Spannung am Wechselstromausgang. Die Span
nung am Wechselstromausgang, bezogen auf die Spannung
am negativen Pol der Gleichstromquelle, entspricht der
Spannungsdifferenz zwischen den beiden Polen der Gleich
stromquelle multipliziert mit dem Tastverhältnis. Ist
beispielsweise die Gleichstromquelle symmetrisch aufge
baut, d. h. ist die Spannung am negativen Pol betragsmäßig
genau so groß wie die Spannung am positiven Pol, ergibt
sich bei einem Tastverhältnis von 0,5 am Wechselstrom
ausgang die Spannung Null. Durch zeitliche Variation
des Tastverhältnisses, z. B. in Form einer Sinuskurve,
läßt sich eine zeitliche Variation der Ausgangsspannung
des Wechselrichters erreichen, vorausgesetzt, daß die
Periodendauer der Pulsbreitenmodulation wesentlich kürzer
ist als die Periodendauer der Sinuskurve. Mit anderen
Worten muß die Modulationsfrequenz wesentlich größer
sein als die Wechselstromfrequenz.
Im idealen Fall ist die Wechselrichterausgangsspannung
genau proportional zum Tastverhältnis des pulsbreiten
modulierten Signals. Im realen Fall benötigen jedoch
alle steuerbaren Halbleiterschaltelemente eine gewisse
Zeit zum Ausschalten. Diese Ausschaltzeit rechnet von
dem Zeitpunkt, an dem das Schaltelement durch das An
steuerungssignal in den abgeschalteten Zustand versetzt
werden soll, z. B. durch einen Übergang vom Wert Eins
auf den Wert Null, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der
Stromfluß durch das Schaltelement verschwindet, d. h.
das Schaltelement tatsächlich gesperrt ist. Demgegenüber
ist die Anschaltzeit, d. h. die Zeit vom Eintreffen des
"Ansteuer"-Signals, z. B. durch eine ansteigende Flanke
des Ansteuerungssignals vom Wert Null auf den Wert Eins,
bis zum Erreichen des vollen Stromflusses bedeutend kür
zer. Diese Erscheinung ist besonders bei bestimmten
Typen von bipolaren Transistoren ausgeprägt.
Beim Wechselrichter nach US-PS 46 17 622 ist deswegen
in der Steuerleitung vor jedem Halbleiterschaltelement
eine Verzögerungseinrichtung angeordnet, die das Zünden,
d. h. das Öffnen oder Durchschalten, des Halbleiterschalt
elements um eine Zeit verzögert, die mindestens genau
so groß sein muß wie die Ausschaltzeit des anderen
Schaltelements. Wäre die Verzögerungszeit kürzer, würde
das eine Schaltelement aufgesteuert werden, während
das andere noch nicht geschlossen ist und es entstünde
bei jedem Schalten ein Kurzschluß zwischen den beiden
Polen der Gleichstromquelle. Zur Vermeidung von uner
wünschten Oberwellen ist ein weiteres Verzögerungsglied
in den Signalweg des pulsbreitenmodulierten Ansteuerungs
signals eingebaut, dessen Verzögerung variabel ist,
wobei die Verzögerung proportional zum Belastungsstrom
vermindert wird. Dabei
erfolgt die Verzögerung bei positivem Strom nur an der
abfallenden Flanke und bei negativem Strom nur an der
ansteigenden Flanke. Dieses System eignet sich besonders
gut dafür, eine lineare Stromabhängigkeit in der Aus
schaltzeit des Halbleiters auszukompensieren.
Die Ausschaltzeiten der Halbleiterschaltelemente variie
ren über einen großen Bereich, der von vielen Faktoren
abhängt, u. a. vom Typ und dem Fabrikat des Halbleiters,
von statistischen Streuungen, d. h. Unterschiede zwischen
einzelnen Exemplaren von Halbleitern des gleichen Typs
und des gleichen Fabrikats, von Temperaturveränderungen,
wobei die Ausschaltzeit mit steigender Temperatur erhöht
wird, und vom Belastungsstrom. Außerdem muß eine gewisse
Sicherheitsmarke vorhanden sein, wodurch die Zündverzöge
rung in den meisten Betriebssituationen wesentlich größer
ist als die tatsächliche Ausschaltzeit der Halbleitern.
Üblicherweise verzögert jede Verzögerungseinrichtung
das Ansteuerungssignal um eine Zeit, die drei- bis vier
mal größer ist als die tatsächliche Ausschaltzeit des
Halbleiters.
Durch die zu große Verzögerung wird jedoch bewirkt,
daß das tatsächliche Tastverhältnis nicht mehr dem ge
wünschten Tastverhältnis entspricht. Dementsprechend
folgt die Wechselrichterausgangsspannung nicht mehr
exakt dem vorgegebenen Verlauf, sondern ist bei positi
ver Stromrichtung am Wechselstromausgang kleiner, bei
negativer Stromrichtung am Wechselstromausgang dagegen
größer als gewünscht. Positive Stromrichtung bedeutet
dabei, daß der Strom bei geöffnetem bzw. durchgeschal
tetem Schaltelement aus dem Wechselstromausgang heraus
fließt, negative Stromrichtung, daß er in den Wechsel
stromausgang hineinfließt. Bei einer ohmschen Belastung
des Wechselrichters, d. h. keiner Phasenverschiebung
zwischen Strom und Spannung (cos Φ=1), verringert
sich daher die Amplitude der Ausgangswechselspannung
gegenüber dem vorgegebenen Wert, während bei einer induk
tiven Belastung (cos Φ=0) die Amplitude der Ausgangs
spannung der vorgegebenen Spannung entspricht.
Diese Erscheinung ist besonders beim Betrieb von Asyn
chronmotoren mit variabler Frequenz von Nachteil. Insbe
sondere bei niedrigen Frequenzen, wo auch die Amplitude
der Spannung der Grundwelle niedrig ist, wird selbst
ein kleiner Spannungsverlust als störend empfunden,
weil das Drehmoment des Motors bei zu niedriger Span
nung sehr stark reduziert wird. Bekanntlich ist aber
besonders beim Start aus dem Stillstand ein hohes Drehmo
ment erwünscht. Normalerweise wird das Problem dadurch
behoben, daß man das Tastverhältnis des pulsbreitenmodu
lierten Ansteuerungssignals in der Steuerschaltung korri
giert, so daß die Spannung erhöht wird. Hierdurch wird
zwar das Problem des zu niedrigen Drehmoments behoben,
dafür wird aber dem Motor zu hohe Spannung im unbelaste
ten Zustand zugeführt, da cos Φ abfällt, wenn das Drehmo
ment reduziert wird. Dies wiederum bewirkt, daß der
Motor bei niedriger Frequenz einen unangemessen hohen
Leerlaufstrom zieht, wodurch die Gefahr der Überhitzung
besteht. Eine herkömmliche IXR-Kompensierung, bei der
die Spannung in Abhängigkeit vom Belastungsstrom erhöht
wird, löst das Problem nicht, da kein eindeutiger Zusam
menhang zwischen Strom und cos Φ besteht. Man hat weiter
hin versucht, die Modulationsfrequenz des pulsbrei
tenmodulierten Ansteuerungssignal zu vermindern. Dies
führt jedoch zu höheren Verlusten und stärkeren Ge
räuschen im Motor, so daß weiterhin bevorzugt wird,
die Modulationsfrequenz so groß wie möglich zu halten.
Es ist deswegen die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
einen Wechselrichter der eingangs genannten
Art anzugeben, der unabhängig von dem durch die Last
vorgegebenen cos Φ und unabhängig von der Stromrichtung
die vorgegebenen Ausgangsspannung erzeugt.
Diese Aufgabe wird bei einem Wechselrichter
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die
Steuerschaltung Sperreinrichtungen aufweist, die von
einer Steuerlogik in Abhängigkeit von der Polarität
des Stromes am Wechselstromausgang entweder zum Durch
steuern des Ansteuerungssignals an das Halbleiterschalt
element freizugeben oder gesperrt werden, unabhängig
von dem Ansteuerungssignal.
Erfindungsgemäß können also keine Kurzschlüsse mehr
zwischen dem positiven und dem negativen Pol der Gleich
stromquelle auftreten. Dementsprechend können die Halb
leiterschaltelemente ohne Berücksichtigung einer mög
licherweise auftretenden Kurzschlußsituation gesteuert
werden. Es ist deswegen nicht notwendig, eine das Tast
verhältnis verändernde übermäßig lange Verzögerung in
den Signalpfad des Ansteuerungssignals einzubauen, wo
durch die Ausgangsspannung genaueer dem gewünschten Ver
lauf folgen kann. Da keine Spannungsverluste entstehen,
gibt es auch keine Abhängigkeit dieser Verluste vom
cos Φ oder von der Stromrichtung. Wenn eine Sperreinrich
tung freigegeben wird, öffnet sie einen Signalpfad für
das Ansteuerungssignal, das dann die Steuerelektrode
des Halbleiterschaltelements beaufschlagen kann. Durch
diese Ausführungsform läßt sich eine sehr einfache
Steuerung der Wechselrichterschaltung realisieren. Das
Ansteuerungssignal kann erzeugt werden, wie bisher auch.
Es sind keine komplizierten Änderungen am Ansteuerungs
signalgenerator notwendig. Das Ansteuerungssignal wird,
falls dies aufgrund des Betriebszustandes der Schaltung
nicht erwünscht ist, einfach nicht zum Halbleiterschalt
element durchgelassen.
Vorteilhafterweise sind die Sperreinrichtungen als UND-
Gatter ausgebildet, deren Ausgang jeweils mit der Steuer
elektrode des zugeordneten Halbleiterschaltelements
in Verbindung steht, deren einer Eingang von dem Ansteue
rungssignal für das zugeordnete Halbleiterschaltelement
und deren anderer Eingang von einem Ausgangssignal der
Steuerlogik beaufschlagt ist. UND-Gatter lassen sich
besonders einfach als Sperreinrichtungen verwenden.
Solange der eine Eingang mit einem entsprechenden Signal
beaufschlagt ist, beispielsweise einer logischen Eins,
erscheint am Ausgang der Signalverlauf am anderen Ein
gang. Wird dem UND-Gatter dagegen am ersten Eingang
der logische Wert Null zugeführt, erscheint auch am
Ausgang der Wert Null, unabhängig vom Signalverlauf
am anderen Eingang.
Mit Vorteil ist zwischen jeder Sperreinrichtung und
dem zugeordneten Halbleiterschaltelement jeweils eine
Verzögerungseinrichtung angeordnet, die den Teil des
Ansteuerungssignals, der das Aufsteuern des Halbleiter
schaltelements bewirkt, um eine vorbestimmte Verzöge
rungszeit verzögert. Der Teil des Ansteuerungssignals,
der das Aufsteuern des Halbleiterschaltelements bewirkt,
ist bei dem Halbleiterschaltelement, der den positiven
Pol der Gleichstromquelle mit dem Wechselstromausgang
verbindet, beispielsweise die ansteigende Flanke, bei
dem anderen Halbleiterschaltelement, der den negativen
Pol der Gleichstromquelle mit dem Wechselstromausgang
verbindet, beispielsweise die abfallende Flanke des
Ansteuerungssignal. Diese Ausgestaltung hat den folgen
den Vorteil: Wenn die Einschaltzeit, d. h. die Zeit vom
Eintreffen der betreffenden Flanke des Ansteuerungssig
nals bis zum vollen Stromfluß, wesentlich kürzer ist,
als die Ausschaltzeit, würde das Tastverhältnis größer
werden als gewünscht mit der Folge, daß eine zu hohe
Ausgangsspannung am Wechselrichterausgang anstehen würde.
Durch das Einbauen einer Verzögerungszeit kann diese
Erscheinung weitgehend kompensiert werden.
Vorteilhafterweise sind die Verzögerungseinrichtungen
zwischen einer kürzeren und einer längeren Verzögerungs
zeit umschaltbar. Wie oben bereits angeführt, hängt
die Ausschaltzeit u. a. von der Stromstärke ab. Je nach
Belastung kann dann beispielsweise eine kürzere oder
eine längere Verzögerungszeit als Ausschaltkompensie
rungszeit gewählt werden, wenn die Abhängigkeit der
Ausschaltzeit von unterschiedlichen Stromstärken in
Betracht gezogen werden soll.
Besonders bevorzugt ist aber, daß die Umschaltung durch
die Steuerlogik in Abhängigkeit von der Polarität des
Stromes am Wechselstromausgang erfolgt, wobei die Verzö
gerungseinrichtung des in den Durchgangszustand zu
steuernden Halbleiterschaltelements auf die kürzere
Verzögerungszeit umgeschaltet wird. Hierdurch wird er
reicht, daß immer das Schaltelement, das augenblicklich
leiten soll, mit der kürzeren Verzögerungszeit beauf
schlagt wird. Sollte durch einen Fehler das andere Halb
leiterschaltelement beim nächsten Wechsel des Pegels
des Ansteuerungssignals, also bei einer ansteigenden
oder abfallenden Flanke, durchgeschaltet werden, so
erfolgt die Durchschaltung dort über eine entsprechende
längere Verzögerungszeit, so daß auch hier eine Kurz
schlußsituation zuverlässig vermieden werden kann.
In einem engen Strombereich um Null ist es oft schwer
festzustellen, welche Polarität der Strom hat. Aus diesem
Grund ergibt die Steuerlogik bei einem Strombetrag des
Wechselstroms in einen vorgegebenen Bereich oberhalb
und unterhalb von Null die Sperreinrichtungen beider
Halbleiterschaltelemente frei. Folglich werden beide
Schaltelemente mit Ansteuerungssignalen versorgt. Ver
luste sind hierbei nicht zu befürchten, da der Strom
praktisch gleich Null ist.
Dabei ist von Vorteil, daß die Steuerlogik die Verzöge
rungseinrichtungen auf die längere Verzögerungszeit
umschaltet, wenn beide Sperreinrichtungen freigegeben
werden. Aus Sicherheitsgründen kann dann das eine Halb
leiterschaltelement erst dann durchzünden, wenn das
andere zuverlässig geschlossen ist. Die Verluste, die
dabei entstehen können, spielen aber, wie oben gesagt,
ohnehin keine Rolle, da praktisch kein Strom fließt.
Mit Vorteil weist die Steuerlogik eine Einrichtung zum
Erfassen von Richtung und Betrag des am Wechselstromaus
gang fließenden Stroms und eine Vergleichseinrichtung
auf, die für eine der beiden Sperreinrichtungen ein
Freigabesignal erzeugt, wenn der Strom nicht kleiner
als Null ist, und für die andere Sperreinrichtung ein
Freigabesignal erzeugt, wenn der Strom nicht größer
als Null ist. Beide Signale werden also erzeugt, wenn
der Strom etwa gleich Null ist. Dadurch wird auf einfache
Weise erreicht, daß in dem engen Bereich des Strombetra
ges um Null herum beide Halbleiterschaltelemente schal
ten.
Bevorzugterweise schaltet dabei das Freigabesignal für
die Sperreinrichtung des einen Halbleiterschaltelements
die Verzögerungseinrichtung des anderen Halbleiterschalt
elements von der kürzeren auf die längere Verzögerungs
zeit um. Dies hat zur Folge, daß in dem Augenblick,
wo beide Halbleiterschaltelemente mit Ansteuerungssig
nalen versorgt werden können, da beide Sperreinrichtun
gen freigegeben sind, auch immer die längere Verzöge
rungszeit eingeschaltet ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform erzeugt der Wechsel
richter einen dreiphasigen Wechselstrom, dessen
Phasen jeweils um 120° elektrisch verschoben sind. Diese
Ausführungsform läßt sich besonders vorteilhaft bei
3-phasigen Drehstrommotoren, insbesondere Asynchronma
schinen, verwenden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiel in Verbindung mit der Zeichnung
beschrieben. Die einzige Figur darin zeigt einen ein
phasigen Wechselrichter.
Der Wechselrichter weist zwei Halbleiterschaltelemente
1, 2 auf, die zwischen die beiden Pole U +, U - einer
Gleichstromquelle in Reihe geschaltet sind. Parallel
zu jedem Halbleiterelement 1, 2 ist jeweils eine
Freilaufdiode 3, 4 angeordnet. Beide Freilaufdioden
3, 4 sind in Bezug auf die Spannungsrichtung der Gleich
stromquelle in Sperrichtung gepolt. Zwischen den beiden
Halbleiterschaltelementen kann ein Wechselstrom am Wech
selstromausgang 5 abgenommen werden.
Jedes Halbleiterschaltelement 1, 2 wird über eine Steuer
schaltung 6 mit einem Ansteuerungssignal versorgt. Die
Steuerschaltung 6 weist einen Ansteuerungssignalgenerator
7 auf, der das Ansteuerungssignal 11 erzeugt. Dieses
Ansteuerungssignal ist ein pulsbreitenmoduliertes Signal
mit zwei logischen Werten Null und Eins. Das eine Halb
leiterschaltelement 1, das den positiven Pol U + der
Gleichstromquelle mit dem Wechselstromausgang 5 verbin
det, wird durch einen Wechsel des Ansteurungssignals
vom Pegel Null auf den Pegel Eins in einen leitenden
Zustand versetzt, d. h. gezündet oder durchgesteuert,
während das andere Halbleiterschaltelement 2, das den
negativen Pol U - der Gleichstromquelle mit dem Wechsel
stromausgang 5 verbindet, von einem Wechsel des Pegels
von Eins auf Null gezündet oder durchgesteuert wird.
Nach dem Zünden bleibt das gesteuerte Halbleiterschalt
element 1, 2 solange für Strom durchgängig oder geöff
net, bis das Ansteuerungssignal erneut den Pegel wech
selt, d. h. beim Halbleiterschaltelement 1 vom Wert Eins
auf den Wert Null zurückkehrt bzw. beim Halbleiterschalt
element 2 vom Wert Null auf den Wert Eins zurückkehrt.
Um jeweils gleiche Halbleiterschaltelemente verwenden
zu können, wird das Ansteuerungssignal für das Halblei
terschaltelement 2 durch einen Inverter 19 invertiert.
Die abfallende bzw. ansteigende Flanke sperrt das jewei
lige Halbleiterschaltelement 1, 2 aber nicht unmittelbar,
sondern leitet erst die Sperrung ein. Vom Auftreten
dieser Flanke bis zum tatsächlichen Sperren, d. h. dem
Aufhören jeglichen Stromflusses durch das jeweilige
Halbleiterelement, vergeht die sogenannte "Ausschalt
zeit".
Das Ansteuerungssignal 11 wird nicht direkt an die
elektroden der Halbleiterschaltelemente angelegt. Jedem
Halbleiterschaltelement ist eine Zündverzögerungseinrich
tung 12, 13 zugeordnet, die mit der Steuerelektrode
des jeweiligen Halbleiterschaltelements 1, 2 verbunden
ist. Die Zündverzögerungseinrichtung 12, 13 empfängt
ihr Eingangssignal von Sperreinrichtung 8, 9, die als
UND-Gatter ausgebildet sind. Jedes Gatter hat zwei Ein
gänge, von denen einer mit dem Ansteuersignal 11 aus
dem Ansteuersignal des Generators 7 versorgt wird. Der
andere Eingang der Sperreinrichtungen 8, 9 ist mit einer
Steuerlogik 10 verbunden. Die Steuerlogik 10 erzeugt
auf einem Ausgang 17 ein Signal mit dem Wert logisch
Eins, wenn der Strom nicht kleiner als Null ist, d. h.
größer oder gleich Null. Dieses Signal wird dem anderen
Eingang der Sperreinrichtung 8 für den mit dem positiven
Pol der Gleichstromquelle verbundenen Halbleiterschalt
element 1 zugeführt. Der andere Ausgang der Steuerlogik
10 führt ein Signal logisch Eins, wenn der Strom nicht
größer als Null ist, d. h. kleiner oder gleich Null.
Dieses Signal wird der Sperreinrichtung 9 für den mit
dem negativen Pol in der Gleichstromquelle verbundenen
Halbleiterschaltelement 2 zugeführt. Wenn die Ausgänge
17, 18 nicht den Wert logisch Eins führen, führen sie
dem Wert logisch Null. Zur Erzeugung der Signale auf
den Ausgängen 17 und 18 weist die Steuerlogik 10 einen
Stromwandler 14 auf, der am Wechselstromausgang 5 die
Stärke und die Polarität des Wechselstromes erfaßt.
Das durch den Stromwandler 14 gewonnene Signal wird
einem schematisch dargestellten Komperator 15 zugeführt,
der feststellt, ob der Strom kleiner oder gleich Null
ist, und einem ebenfalls schematisch dargestellten Kompe
rator 16, der feststellt ob der Strom größer oder gleich
Null ist. Beide Komperatoren 15, 16 erzeugen einen Sig
nalpegel logisch Eins, wenn der erwähnte Vergleich posi
tiv ausfällt, d. h. die Bedingung erfüllt ist, andernfalls
einen Signalpegel logisch Null.
Die Verzögerungseinrichtungen 12, 13 lassen sich zwischen
zwei unterschiedlich langen Verzögerungszeiten umschal
ten. Diese Umschaltung erfolgt in Abhängigkeit von Signa
len auf den Ausgangsleitungen 17, 18 der Steuerlogik
10. Stellt der Komperator 15 fest, daß der Strom kleiner
oder gleich Null ist, wird die Verzögerungszeit der
Verzögerungseinrichtung 12 auf einen langen Wert einge
stellt. Wird festgestellt, daß die Bedingung des Kompera
tors 15 nicht erfüllt ist, d. h. daß der Strom größer
als Null ist, wird die Verzögerungseinrichtung 12 auf
eine kurze Verzögerungszeit eingestellt. Die Verzöge
rungseinrichtung 13 wird auf einen langen Verzö
gerungswert eingestellt, wenn der Komperator 16 fest
stellt, daß der Strom größer oder gleich Null ist. Die
Verzögerungszeit der Verzögerungseinrichtung 13 wird
dagegen auf einen kurzen Wert eingestellt, wenn der
Komperator 16 feststellt, daß der Wert kleiner als Null
ist.
Es sei angenommen, daß der Wechselrichter zur Erzeugung
eines etwa sinusförmigen Wechselstroms am Wechselstrom
ausgang 5 eingesetzt werden soll. Der Ansteuersignalgene
rator 7 erzeugt ein pulsbreitenmoduliertes Ansteuerungs
signal 11, das den beiden Sperreinrichtungen 8, 9 zuge
führt wird. Die dem Halbleiterschaltelement 1, das den
positiven Pol U + der Gleichstromquelle mit dem Wechsel
stromausgang 5 verbindet, zugeordnete Sperreinrichtung
8 wird nur dann freigegeben, wenn die Steuerlogik 10
feststellt, daß der Strom am Wechselstromausgang 5 größer
oder gleich Null ist. In diesem Fall kann das Ansteue
rungssignal 11 durch die Verzögerungseinrichtung 12
an die Steuerelektrode des Halbleiterschaltelementes
1 gelangen, wodurch das Halbleiterschaltelement aufge
steuert wird. Strom kann damit vom positiven Pol der
U + der Gleichstromquelle zum Wechselstromausgang 5
fließen. Es entsteht dort ein positiver Strom, d. h.
ein Strom der aus dem Wechselrichter herausfließt. Je
nach Dauer des Aufsteuerimpulses des Ansteuersignals
11 wird das Halbleiterschaltelement 1 nach einer vorgege
benen Zeit wieder geschlossen. Etwas später, nämlich
nach dem die Ausschaltzeit verstrichen ist, hört der
Stromfluß vom positiven Pol U + der Gleichstromquelle
zum Wechselstromausgang 5 auf. Bei einer ohmschen Be
lastung, bei der Strom und Spannung in Phase sind, hört
der Stromfluß damit überhaupt auf. Bei einer induktiven
Belastung am Wechselstromausgang 5 hat jedoch der Strom
die Tendenz weiter zu fließen. Solange das obere Halblei
terelement 1 geschlossen ist, wird dementsprechend
ein Strom aus dem negativen Pol U - der Gleichstromquelle
über die Freilaufdiode 4 in den Wechselstromausgang 5
fließen. Das untere Halbleiterschaltelement 2 bleibt
die ganze Zeit geschlossen, solange ein positiver Strom
am Wechselstromausgang 5 fließt. Das Tastverhältnis
des Ansteuerungssignals 11 wird etwa sinusförmig va
riiert. Dementsprechend sind in der positiven Halbwelle
die Impulse, die das obere Halbleiterschaltelement 1
aufsteuern, länger als die Pausenzeiten zwischen den
Impulsen. Die Spannung am Wechselstromausgang 5 variiert
folglich ebenfalls sinusförmig. Solange sich der Strom
am Wechselstromausgang 5 in der positiven Halbwelle befin
det, wird lediglich das Halbleiterschaltelement 1 aufge
steuert. Das Halbleiterschaltelement 2 bleibt permanent
gesperrt. Damit kann in keinem Fall ein Kurzschluß zwi
schen dem positiven Pol U + und dem negativen Pol U -
der Gleichstromquelle erfolgen.
Am Ende der positiven Halbwelle nähert sich der Strom
am Wechselstromausgang dem Wert Null. In diesem Bereich
kann der Stromwandler 14 nicht mehr zuverlässig fest
stellen, ob der Strom eine positive oder eine negative
Richtung hat. Dementsprechend erzeugt die Steuerlogik
auf ihren beiden Ausgängen 17, 18 ein Signal mit dem
Wert logisch Eins. Folglich werden beide Sperreinrichtun
gen 8, 9 für das Ansteuersignal durchgängig gemacht.
Das Ansteuersignal 11 gelangt über die Verzögerungs
einrichtungen 12, 13, die nun beide auf eine lange Verzö
gerungszeit geschaltet sind, an die Steuerelektroden
der beiden Halbleiterschaltelemente 1, 2. Diese werden
nun für eine kurze Zeit, d. h. für die Zeit, die der
Strom benötigt, um in negativer Richtung wieder aus
dem engen Bereich um den Wert Null herauszutreten, beide
wie herkömmlich angesteuert. Im weiteren Verlauf kann
dann der Stromwandler 14 wieder zuverlässig feststellen,
daß nur ein negativer Strom am Wechselstromausgang 5
fließt, d. h. der Strom fließt aus der Last in den Wech
selrichter hinein. In der negativen Halbwelle ist die
Sperreinrichtung 8 für das obere Halbleiterschaltelement
1 gesperrt und das Ansteuersignal 11 gelangt über
die Sperreinrichtung 9 und die Verzögerungseinrichtung
13 nur noch zum Halbleiterschaltelement 2. Beide Halblei
terschaltelemente 1, 2 werden auch dann wechselweise
angesteuert, wenn der Effektivwert des Stromes am Wech
selstromausgang etwa gleich Null ist.
Bei einer induktiven Belastung existiert eine Phasenver
schiebung zwischen Strom und Spannung. In diesem Fall
kann es vorkommen, daß eine positive Spannung an der
Last anliegt, während ein negativer Strom fließt. So
lange ein negativer Strom fließt, ist es ohnehin unerheb
lich, ob das Halbleiterschaltelement 1 durchgesteuert
werden kann oder nicht, da in diesem Betriebszustand
kein Strom über das Halbleiterschaltelement 1 fließen
kann. Der benötigte Strom wird in diesem Fall über die
Freilaufdiode 4, die parallel zum unteren Halbleiter
schaltelement 2 geschaltet ist, geführt. Für den umge
kehrten Fall, nämlich negativer Spannung bei positivem
Strom, ist die Stromverteilung genau umgekehrt, d. h.
die obere Freilaufdiode 3 führt den Strom, während es
unerheblich ist, ob das untere Halbleiterschaltelement
2 durchgesteuert werden kann oder nicht. Erst wenn der
Strom wieder positiv geworden ist, d. h. das Halbleiter
schaltelement 1 auch Strom führen könnte, wird es mit
dem Ansteuersignal 11 versorgt, um intermittierend eine
leitende Verbindung zwischen dem positiven Pol der
Gleichstromquelle U + und dem Wechselstromausgang 5 herzu
stellen.
Die Verzögerungseinrichtungen 12, 13 könnten im Prinzip
auch entfallen. Da die Ausschaltzeit aber in den meisten
Fällen größer ist als die Einschaltzeit, würde das Tast
verhältnis und damit die Ausgangsspannung des Wechsel
richters größer werden als erwünscht. Aus diesem Grund
haben die Verzögerungseinrichtungen 12, 13 etwa eine
Verzögerung, die der Ausschaltzeit der Halbleiterschalt
elemente 1, 2 entspricht. Die Verzögerungszeit muß je
doch nicht größer gewählt werden, wodurch überschüssige
Totzeiten vermieden werden. Eine Ausnahme wird in dem
Bereich gemacht, in dem der Strom einen Betrag hat, der
ungefähr dem Wert Null entspricht. In diesem Bereich
ist es für den Stromwandler 14 schwierig, zuverlässig
festzustellen, ob der Strom eine positive oder eine
negative Polarität hat. Deswegen werden bei Sperreinrich
tungen 8, 9 freigegeben und das Ansteuerungssignal 11
auf beide Halbleiterschaltelemente 1, 2 weitergegeben.
Um auch in diesem Betriebszustand einen Kurzschluß zwi
schen den beiden Polen U + und U - der Gleichstromquelle
zu verhindern, werden die Verzögerungseinrichtungen
12, 13 auf eine lange Verzögerungszeit umgeschaltet,
d. h. eine Verzögerungszeit, die ein mehrfaches der Aus
schaltzeit der Halbleiterschaltelemente 1, 2 beträgt.
Da die Verzögerungseinrichtungen immer in Abhängigkeit
von dem Zustand der jeweils dem anderen Halbleiterschalt
elemente 1, 2 zugeordneten Sperreinrichtung geschaltet
werden, ist sichergestellt, daß auf jeden Fall dann
eine lange Verzögerungszeit für beide Verzögerungsein
richtungen 12, 13 eingestellt ist, wenn auch beide Sperr
einrichtungen 8, 9 das Ansteuersignal 11 zu dem
Halbleiterschaltelementen 1, 2 durchschalten.
Selbstverständlich kann das Tastverhältnis des Ansteue
rungssignal 11 auch mit jedem anderen zeitlichen Ver
lauf variieren, um eine Wechselrichterausgangsspannung
zu erzeugen, die mit gleichem Verlauf zeitlich variiert.
In jedem Fall wird sichergestellt, daß unter Vermeidung
einer Kurzschlußsituation zwischen den beiden Polen
der Gleichstromquelle eine Wechselrichterausgangsspan
nung erzeugt wird, die im wesentlichen der Sollspannung
entspricht.
Claims (10)
1. Wechselrichter, der Gleichstrom aus einer Gleichstrom
quelle in einen mindest einphasigen Wechselstrom
wandelt, mit zwei Halbleiterschaltelementen (1, 2)
für jede Phase, die in Reihe zwischen die beiden
Pole der Gleichstromquelle geschaltet sind, wobei
zu jedem Halbleiterschaltelement (1, 2) eine Freilauf
diode (3, 4) parallel geschaltet ist, die in Bezug
auf die Gleichstromquelle in Sperrichtung angeordnet
ist, und ein Wechselstromausgang (5) zwischen den
beiden Halbleiterschaltelementen (1, 2) angeordnet
ist, und mit einer Steuerschaltung (6) zum Ansteuern
der Halbleiterschaltelemente (1, 2) mit einem puls
breitenmodulierten Ansteuerungssignal (11), wobei
die Steuerschaltung (6) mit dem Ansteuerungssignal
(11) nur das Halbleiterschaltelement (1, 2) einer
Phase in einen Durchgangszustand steuert, das den
jenigen Pol der Gleichstromquelle mit dem Wechsel
stromausgang (5) verbindet, dessen Polarität der
Polarität des am Wechselstromausgang (5) fließenden
Stromes entspricht, und das andere Halbleiterschalt
element (2, 1) sperrt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerschaltung Sperreinrichtungen (8, 9) auf
weist, die von einer Steuerlogik (10) in Abhängigkeit
von der Polarität des Stromes am Wechselstromausgang
(5) entweder zum Durchschalten des Ansteuerungssignals
(11) an das Halbleiterschaltelement (1, 2) freigegeben
oder gesperrt werden, unabhängig von dem Ansteuerungs
signal (11).
2. Wechselrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperreinrichtungen (8, 9) als UND-Gatter
ausgebildet sind, deren Ausgang jeweils mit einer
Steuerelektrode des zugeordneten Halbleiterschaltele
ments (1, 2) in Verbindung steht, deren einer Eingang
von dem Ansteuerungssignal (11) für das zugeordnete
Halbleiterschaltelement (1, 2) und deren anderer
Eingang von einem Ausgangssignal der Steuerlogik
(10) beaufschlagt ist.
3. Wechselrichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen jeder Sperreinrichtung (8, 9)
und dem zugeordneten Halbleiterschaltelement (1, 2)
jeweils eine Verzögerungseinrichtung (12, 13)
angeordnet ist, die den Teil des Ansteuerungssignals
(11), der das Aufsteuern des Halbleiterschaltelements
bewirkt, um eine vorbestimmte Verzögerungszeit ver
zögert.
4. Wechselrichter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzögerungseinrichtungen (12, 13) zwi
schen einer kürzeren und einer längeren Verzögerungs
zeit umschaltbar sind.
5. Wechselrichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschaltung durch die Steuerlogik (10)
in Abhängigkeit von der Polarität des Stroms am Wech
selstromausgang (5) erfolgt, wobei die Verzögerungs
einrichtung (12, 13) des in den Durchgangszustand
zu steuernden Halbleiterschaltelements (1, 2) auf
die kürzere Verzögerungszeit umgeschaltet wird.
6. Wechselrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Strombetrag
des Wechselstroms in einem vorgegebenen Bereich
oberhalb und unterhalb von Null die Steuerlogik
(10) die Sperreinrichtungen (8, 9) beider Halbleiter
schaltelemente freigeben.
7. Wechselrichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerlogik (10) die Verzögerungsein
richtungen (12, 13) auf die längere Verzögerungszeit
umschaltet, wenn beide Sperreinrichtungen (8, 9)
freigegeben werden.
8. Wechselrichter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerlogik (10)
eine Einrichtung (14) zum Erfassen der Richtung
und des Betrags des am Wechselstromausgang (5) flie
ßenden Stromes und eine Vergleichseinrichtung (15,
16) aufweist, die für eine Sperreinrichtung (8)
ein Freigabesignal (17) erzeugt, wenn der Strom
nicht kleiner als Null ist, und für die andere Sperr
einrichtung (9) ein Freigabesignal (18) erzeugt,
wenn der Strom nicht größer als Null ist.
9. Wechselrichter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Freigabesignal (17, 18) für die Sperr
einrichtung (8, 9) des einen Halbleiterschaltelements
(1, 2) die Verzögerungseinrichtung (13, 12) des
anderen Halbleiterelements (2, 1) von der
kürzeren auf die längere Verzögerungszeit umschaltet.
10. Wechselrichter auch einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß er einen 3-phasigen
Wechselstrom erzeugt, dessen Phasen jeweils um 120°
elektrisch verschoben sind.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3901034A DE3901034C1 (en) | 1989-01-14 | 1989-01-14 | Inverter |
| DK651889A DK651889A (da) | 1989-01-14 | 1989-12-21 | Vekselretterkredsloeb og fremgangsmaade til dets styring |
| CA002007023A CA2007023C (en) | 1989-01-14 | 1990-01-03 | Inverter circuit and a method for controlling same |
| US07/461,826 US5093771A (en) | 1989-01-14 | 1990-01-08 | Inverter circuit and a method for controlling same |
| JP2006092A JPH02269478A (ja) | 1989-01-14 | 1990-01-12 | インバータ回路およびその制御方法 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3901034A DE3901034C1 (en) | 1989-01-14 | 1989-01-14 | Inverter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3901034C1 true DE3901034C1 (en) | 1990-07-19 |
Family
ID=6372130
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3901034A Expired - Lifetime DE3901034C1 (en) | 1989-01-14 | 1989-01-14 | Inverter |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5093771A (de) |
| JP (1) | JPH02269478A (de) |
| CA (1) | CA2007023C (de) |
| DE (1) | DE3901034C1 (de) |
| DK (1) | DK651889A (de) |
Cited By (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0458055A3 (en) * | 1990-05-21 | 1992-03-25 | Robert Bosch Gmbh | Pulse width modulation method for a convertor |
| DE4224555A1 (de) * | 1991-07-25 | 1993-01-28 | Mitsubishi Electric Corp | Vorrichtung und verfahren zur kompensation eines ausgangsspannungsfehlers |
| EP0840430A1 (de) * | 1996-10-31 | 1998-05-06 | Ampex Corporation | Servomotor Antrieb mit Pulsweitenmodulation mit erweiterter Auflösung |
| DE10044446A1 (de) * | 2000-09-08 | 2002-03-21 | Transmit Technologietransfer | Verfahren und Vorrichtung zur Verkürzung der Verriegelungszeiten bei Wechselrichtern |
| RU2202144C2 (ru) * | 2001-03-05 | 2003-04-10 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственный центр "Полюс" | Следящий инвертор с двухполярной широтно-импульсной модуляцией |
| RU2234184C1 (ru) * | 2002-11-29 | 2004-08-10 | Деревянченко Александр Егорович | Способ снижения вибрации электродвигателя |
| RU2264644C2 (ru) * | 2003-12-22 | 2005-11-20 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственный центр "Полюс" | Следящий инвертор с односторонней двухполярной широтно-импульсной модуляцией |
| RU2309523C2 (ru) * | 2004-11-09 | 2007-10-27 | Открытое акционерное общество "Научно-производственный центр "Полюс" (ОАО "НПЦ "Полюс") | Односторонний широтно-импульсный модулятор мостового инвертора |
| DE102012206721A1 (de) * | 2012-04-24 | 2013-10-24 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Steuern von Schaltelementen einer im Wesentlichen im Gegentakt angesteuerten Halbbrücke in einem Umrichter |
| DE102020200683A1 (de) | 2020-01-22 | 2021-07-22 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Steuerung eines Wechselrichters einer elektrischen Maschine für ein Kraftfahrzeug |
| DE102022201487A1 (de) | 2022-02-14 | 2023-08-17 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Ansteuerung einer Schaltungsanordnung für Leistungshalbleiter |
| DE102024119238A1 (de) * | 2024-07-05 | 2026-01-08 | Molabo Gmbh | Elektrischer antrieb mit zwei-phasengruppen und deren betriebsmuster |
Families Citing this family (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5291384A (en) * | 1991-06-20 | 1994-03-01 | Unitrode Corporation | Phase shifted switching controller |
| JP3459142B2 (ja) * | 1995-08-09 | 2003-10-20 | ソニー株式会社 | 駆動パルス出力制限回路 |
| FR2744300B1 (fr) * | 1996-01-30 | 1998-03-06 | Europ Equip Menager | Procede et dispositif de commande d'un circuit zvs |
| FR2754955B1 (fr) * | 1996-10-22 | 1998-12-24 | Sgs Thomson Microelectronics | Dispositif de limitation de variations transitoires d'une tension d'alimentation |
| US5780088A (en) * | 1997-01-17 | 1998-07-14 | David R. Zittel | Electric motor driven abrasive roller peeler and cleaning machine |
| JP3854190B2 (ja) * | 2002-04-26 | 2006-12-06 | 株式会社ジェイテクト | モータ制御装置 |
| GB0227792D0 (en) * | 2002-11-29 | 2003-01-08 | Koninkl Philips Electronics Nv | Driver for switching circuit and drive method |
| US8385092B1 (en) * | 2007-08-14 | 2013-02-26 | Fairchild Semiconductor Corporation | Power converter with current vector controlled dead time |
| WO2019166072A1 (de) * | 2018-02-27 | 2019-09-06 | Siemens Aktiengesellschaft | Halbbrücke mit leistungshalbleitern |
| JP2022515022A (ja) | 2018-12-03 | 2022-02-17 | イルディズ テクニク ユニヴァーシテシ | パワーエレクトロニクスコンバータのためのデッドタイム制御方法、およびこの方法を適用するための回路 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4617622A (en) * | 1985-06-27 | 1986-10-14 | Westinghouse Electric Corp. | Switching time correction circuit for electronic inverters |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5924566B2 (ja) * | 1981-04-30 | 1984-06-11 | 岩崎通信機株式会社 | 可変遅延回路 |
| JPS60194764A (ja) * | 1984-03-12 | 1985-10-03 | Yaskawa Electric Mfg Co Ltd | Pwmインバ−タのベ−スドライブ回路 |
| JP2585511B2 (ja) * | 1985-07-16 | 1997-02-26 | 株式会社豊田中央研究所 | インバ−タ駆動装置 |
-
1989
- 1989-01-14 DE DE3901034A patent/DE3901034C1/de not_active Expired - Lifetime
- 1989-12-21 DK DK651889A patent/DK651889A/da not_active Application Discontinuation
-
1990
- 1990-01-03 CA CA002007023A patent/CA2007023C/en not_active Expired - Fee Related
- 1990-01-08 US US07/461,826 patent/US5093771A/en not_active Expired - Fee Related
- 1990-01-12 JP JP2006092A patent/JPH02269478A/ja active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4617622A (en) * | 1985-06-27 | 1986-10-14 | Westinghouse Electric Corp. | Switching time correction circuit for electronic inverters |
Cited By (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0458055A3 (en) * | 1990-05-21 | 1992-03-25 | Robert Bosch Gmbh | Pulse width modulation method for a convertor |
| DE4224555A1 (de) * | 1991-07-25 | 1993-01-28 | Mitsubishi Electric Corp | Vorrichtung und verfahren zur kompensation eines ausgangsspannungsfehlers |
| DE4224555C2 (de) * | 1991-07-25 | 1999-04-29 | Mitsubishi Electric Corp | Ausgangsspannungsfehler-Kompensationsvorrichtung für einen Wechselrichter |
| EP0840430A1 (de) * | 1996-10-31 | 1998-05-06 | Ampex Corporation | Servomotor Antrieb mit Pulsweitenmodulation mit erweiterter Auflösung |
| DE10044446A1 (de) * | 2000-09-08 | 2002-03-21 | Transmit Technologietransfer | Verfahren und Vorrichtung zur Verkürzung der Verriegelungszeiten bei Wechselrichtern |
| RU2202144C2 (ru) * | 2001-03-05 | 2003-04-10 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственный центр "Полюс" | Следящий инвертор с двухполярной широтно-импульсной модуляцией |
| RU2234184C1 (ru) * | 2002-11-29 | 2004-08-10 | Деревянченко Александр Егорович | Способ снижения вибрации электродвигателя |
| RU2264644C2 (ru) * | 2003-12-22 | 2005-11-20 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Научно-производственный центр "Полюс" | Следящий инвертор с односторонней двухполярной широтно-импульсной модуляцией |
| RU2309523C2 (ru) * | 2004-11-09 | 2007-10-27 | Открытое акционерное общество "Научно-производственный центр "Полюс" (ОАО "НПЦ "Полюс") | Односторонний широтно-импульсный модулятор мостового инвертора |
| DE102012206721A1 (de) * | 2012-04-24 | 2013-10-24 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Steuern von Schaltelementen einer im Wesentlichen im Gegentakt angesteuerten Halbbrücke in einem Umrichter |
| DE102020200683A1 (de) | 2020-01-22 | 2021-07-22 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Steuerung eines Wechselrichters einer elektrischen Maschine für ein Kraftfahrzeug |
| DE102022201487A1 (de) | 2022-02-14 | 2023-08-17 | Zf Friedrichshafen Ag | Verfahren zur Ansteuerung einer Schaltungsanordnung für Leistungshalbleiter |
| DE102024119238A1 (de) * | 2024-07-05 | 2026-01-08 | Molabo Gmbh | Elektrischer antrieb mit zwei-phasengruppen und deren betriebsmuster |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK651889D0 (da) | 1989-12-21 |
| CA2007023A1 (en) | 1990-07-14 |
| CA2007023C (en) | 1994-09-13 |
| JPH02269478A (ja) | 1990-11-02 |
| DK651889A (da) | 1990-07-15 |
| US5093771A (en) | 1992-03-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3901034C1 (en) | Inverter | |
| EP0709000B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur steuerung einer m-pulsigen wechselrichteranordnung, bestehend aus einem master-wechselrichter und wenigstens einem slave-wechselrichter | |
| DE69418509T2 (de) | Steuerungsverfahren eines umkehrbaren elektrischen Apparats | |
| DE4024160A1 (de) | Gleichstromsteller | |
| AT403865B (de) | Spannungsumsetzungsvorrichtung für einen gleichspannungsverbraucher | |
| DE19710319A1 (de) | Schaltung zum Sperren einer Halbleiterschaltvorrichtung bei Überstrom | |
| DE2655077B2 (de) | Impulsbreitenmodulierter Vier-Quadranten-Gleichstromsteller | |
| DE3246706C2 (de) | ||
| DE2930920A1 (de) | Verfahren zur pulsbreitensteuerung eines gleichstrom-umkehrstellers und schaltungsanordnung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| EP0203571B1 (de) | Statischer Wechselrichter mit einer Schaltung zur Stromüberhöhung im Kurzschlussfall | |
| DE2527106C3 (de) | Induktionsheizgerät | |
| EP0221574B1 (de) | Schaltungsanordnung für einen pulsgesteuerten Wechselstromsteller | |
| DE69607157T2 (de) | Verfahren zur verarbeitung von pulsbreitenmodulierten wellen und vorrichtung dafür | |
| DE2323482A1 (de) | Transformatorloses, durch taktung stabilisiertes stromversorgungsgeraet zum anschluss an gleichspannungsquellen | |
| DE2522041A1 (de) | Adaptive sperrung von inverterschaltungen | |
| DE3030224C2 (de) | ||
| EP0023622A1 (de) | Verfahren zur Pulsbreitensteuerung eines Gleichstrom-Umkehrstellers und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2900338C2 (de) | ||
| DE2651361A1 (de) | Steuerschaltung zur erzeugung von steuersignalen fuer elektrische schalter | |
| EP0681308B1 (de) | Schaltungsanordnung zur Begrenzung des zu schaltenden Stromes eines elektrischen Verbrauchers | |
| EP3357152B1 (de) | Verfahren zum ansteuern eines multiphasigen synchronwandlers | |
| EP0043510B1 (de) | Schaltungsanordnung zum speisespannungssynchronisierten Schalten von Spannungshalbwellen | |
| EP3599711A1 (de) | Gleichspannungswandler und dessen betreiben | |
| DE3539647C2 (de) | Schaltungsanordnung für einen pulsgesteuerten Wechselstromsteller | |
| EP0458055A2 (de) | Verfahren zur Impulsbreitenmodulation für einen Umrichter |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |