DE388640C - Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen - Google Patents

Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen

Info

Publication number
DE388640C
DE388640C DEH90474D DEH0090474D DE388640C DE 388640 C DE388640 C DE 388640C DE H90474 D DEH90474 D DE H90474D DE H0090474 D DEH0090474 D DE H0090474D DE 388640 C DE388640 C DE 388640C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
waste heat
turbine
heat boiler
steam
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH90474D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS HOLZWARTH DIPL ING
Original Assignee
HANS HOLZWARTH DIPL ING
Publication date
Priority to DEH90474D priority Critical patent/DE388640C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE388640C publication Critical patent/DE388640C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/12Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the combustion chambers having inlet or outlet valves, e.g. Holzwarth gas-turbine plants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen. Explosionsturbinen können in bekannter Weise unter Beibehaltung eines und desselben Arbeitsvorganges (deutsche Patentschrift 222426) durch Änderung der Pausen zwischen den einzelnen Spielen geregelt werden (deutsche Patentschrift 234874) oder durch Änderung der Zahl der Spiele in der Zeiteinheit unter gleichzeitiger Änderung des Gasdruckes (deutsche Patentschrift 2i5578) oder bis zu einem gewissen Grade durch Ausschalten . von Kammern (deutsche Patentschrift 225234).
  • Die Regelung kann auch unter Veränderung des Arbeitsvorganges durch alleinige Änderung der Zahl der Spiele in der Zeiteinheit erfolgen (deutsche Patentschrift 22o642) oder durch Abschalten von Kammern unter gleichzeitiger Änderung des Gasdruckes (deutsche Patentschrift 22523q.).
  • Bei allen diesen Regelarten wird mehr oder weniger davon ausgegangen, daß die Gaszufuhr zum Gebläse der Gasturbine sich nach dem Verbrauch richtet, .daß also das Gebläse sozusagen aus einem großen Behälter das Gas ansaugt oder sich zudrücken läßt. Nun kommt es aber häufig, z. B. bei Hüttenwerken und Koksofenbatterien, vor, daß Gas als Nebenprodukt anfällt und auch in der Menge verarbeitet werden muB, wie dies mit Rücksicht auf die Erzeugung des Hauptproduktes (Eisen, Koks) erforderlich ist.
  • Zunächst könnte man .daran denken, das anfallende Gas in einem Gasbehälter aufzuspeichern. Diese Gasbehälter nehmen aber bei größeren Leistungen und ärmerem Gas rasch so große Abmessungen an, daß die Beschaffungskosten zu hoch werden und die Wirtschaftlichkeit darunter leidet. Eine günstigere Aufspeicherung und Regelung bietet die vorliegende Erfindung.
  • Bei Explosionsturbinen hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, die Abhitze in einem Abhitzekessel zur Erzeugung von Dampf zu verwerten und mit dem Dampf das Gebläseaggregat der Explosionsturbine anzutreiben (deutsche Patentschrift 224757). je kleiner der Aufladedruck in der Turbine ist, um so weniger Energie wird in ihr selbst in mechanische Arbeit umgesetzt, um so mehr Dampf wird aber im Abhitzekessel erzeugt, und umgekehrt. Das Gebläse verbraucht um so mehr Dampf, einmal, je höher der Aufladedruck ist, zweitens, j e geringer der Wärmewert des in der Turbine zur Explosion gebrachten Gasluftgemisches ist. Arbeitet inan' nun bei kleiner Belastung der Turbine mit geringem Aufladedruck oder mit Brennstofflüftgeriüsch von hohem Heizwert, oder wählt man beide Arbeitsweisen gleichzeitig, so wird für die Leistungseinheit der Turbine eine verhältnismäßig große Gasmenge verbraucht, die im Abhitzekessel wesentlich mehr Dampf erzeugt, als zum Betrieb des Gebläses erforderlich _ ist. Die tlberschußmenge an Dampf -wird- also im Abhitzekessel aufgespeichert. Steigt nach einiger Zeit die Belastung der Turbine, so stellt deren Regler das Gebläse auf eine höhere Drehzahl ein. Der Turbine wird mehr Gas und mehr Luft, und zwar unter höherem Druck zugeführt. je Leistungseinheit der Turbine wird weniger Gas verbraucht, so daß also die insgesamt verbrauchte Gasmenge, nicht im Verhältnis zur Leistung wächst. Dem Abhitzekessel kann vorübergehend mehr Dampf .entzogen werden, als laufend erzeugt wird, weil ja bei kleinerer Belastung Dampf aufgespeichert wird. Auf diese Weise kommt man mit kleinerem Gasbehälter aus und verringert bei gleichem Wirkungsgrad und gleicher Regelbarkeit die Anschaffungskosten, erhöht also die Wirtschaftlichkeit.
  • Hat man z. B. eine 16 ooo kW-Gasturbine, die innerhalb einer gewissen sich immer wiederholenden Periode gewisse Belastungsschwankungen aufzunehmen hat, die sich in ihrer Dauer verhalten wie 3 2.1, und arbeitet die Turbine während dieser Belastungsphasen mit einem Aufladedruck von 2 3 4 Atm. absolut und einem Wärmegehalt des Gemisches von 6oo 450 300 WEJcbm, so ist das Verhältnis der kW-Leistungen i : 1,9 : 3,2.
  • Diese Gasturbine wird also bei den obigen Ladedrücken 5000 9 6oo 16 ooo kW leisten. Beträgt die Periodizität, innerhalb welcher obige Schwankungen vorkommen, 1 2 4 8 24 Stunden, so sind im Gasbehälter höchstens aufzuspeichern: 860 1720 3 44o 6 880 20 640 cbm, und im Abhitzekessel sind an Dampf höchstens aufzuspeichern: 62o 1 240 2 480 .4 96o 14 880 kg. Würde man nicht den Hochdruckdampf aufspeichern, sondern der Gebläseantriebsinaschine Zwischendampf entnehmen und diesen aufspeichern, so müßten an Mittel- oder Niederdruckdampf aufgespeichert werden 1 400 2 800 5 6oo i 1 200 3360o kg. Dieses Zahlenbeispiel zeigt, daß durch Vereinigung der Gasaufspeicherung im Gasbehälter und der Dampfaufspeicherung im Abhitzekessel sich tatsächlich einfache und wenig Anlagekosten verursachende Einrichtungen schaffen lassen, welche den auf Hüttenwerken und Koksofenbatterien herrschenden Verhältnissen gut gerecht werden können. Das Zahlenbeispiel zeigt ferner, daß die Mittel- oder Niederdruckdampfaufspeicherung in diesem Falle ebenso angewandt werden kann, aber gegenüber der Hochdruckdampfaufspeicherung keine wesentlichen Vorteile erbringt.
  • Für Walzwerke läßt sich die Anordnung vorteilhaft noch dadurch ergänzen, daß man das Explosionsturbinenlaufrad mit einem besonders hohen Schwungmoment ausführt oder zusätzlich ein rasch laufendes Schwungrad vorsieht. Dann erspart man die teuere Ilgner-Umformeranlage.
  • Die Ausführung des vorliegenden Erfindungsgedankens wird den auf Hütten- und Walzwerken herrschenden Forderungen gerecht und gestattet, mit verhältnismäßig bescheidenen Anlagekosten den stark wechselnden @GTalzwerksbetrieb mit geringem Wärmeaufwand durchzuführen, ohne daß die Gaszufuhr von den Hochöfen oder den Koksofenbatterien irgendwie besonders eingeschränkt zu werden braucht.
  • Das neue Verfahren bringt also z. B. in einem Walzwerksbetrieb gegenüber .den Ilgner=Umformern in Verbindung mit gasbetriebenen Kolbenmaschinen den Vorteil wesentlich geringerer Baukosten bei derselben Wärmewirtschaftlichkeit und gegenüber dampfbetriebenen Kolbenmaschinen den Vorteil höherer Wärmewirtschaftlichkeit bei annähernd denselben oder vielleicht noch geringeren Baukosten.
  • Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dienende Anlage. Es bezeichnet a die Koksofenbatterie, b den Gasbehälter, c das Gebläse,. d die Explosionsturbine, hier eine Gasturbine, e die Dynamo, f den Abhitzekessel, g die Dampfmaschine (Dampfturbine) zum Antrieb des Gebläses. Die Zeichnung zeigt ferner in gestrichelten Liniendie obenerwähnte, unter Umständen vorgesehene zusätzliche Anordnung eines Mittel-oder Niederdruckdampfspeichers h und eines Schwungrades i.

Claims (7)

  1. PATENT-ANsPRÜCHE: i. Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen, denen der Brennstoff aus einem Behälter in unveränderlichen Mengen zugeführt wird und an welche Abhitzekessel angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei kleiner Belastung weniger Energie an die Turbine und mehr Energie an den Abhitzekes5el abgegeben, das -Gebläse mit verminderter Drehzahl betrieben und der überschüssige Dampf aufgespeichert wird, während bei großer Belastung mehr Energie an die Turbine und weniger Energie an den Abhitzekessel abgegeben, .das Gebläse mit erhöhter Drehzahl betrieben und hierbei der aufgespeicherte überschüssige Dampf ganz oder zum Teil verbraucht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Energieverteilung zwischen Explosionsturbine und Abhitzekessel der Rufladedruck verändert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Energieverteilung zwischen Explosionsturbine und Abhitzekessel der Heizwert des Gasluftgemisches verändert wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Gebläses verändert wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem die Luft-oder die Gaszufuhr oder beide gedrosselt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß .der bei kleiner Belastung erzeugte überschüssige Dampf als Hochdruckdampf im Abhitzekessel aufgespeichert wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der bei kleiner Belastung erzeugte überschüssige Dampf in der Hochdruckstufe der Antriebsmaschine des Gebläses Arbeit leistet und dann als Mittel- oder Niederdruckdampf aufgespeichert wird.
DEH90474D Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen Expired DE388640C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH90474D DE388640C (de) Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH90474D DE388640C (de) Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE388640C true DE388640C (de) 1924-01-17

Family

ID=7165879

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH90474D Expired DE388640C (de) Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE388640C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2005723C3 (de) Regelungseinrichtung einer Gasturbinenanlage
DE2524723C2 (de) Kombiniertes Gas-Dampf-Kraftwerk mit Druckgaserzeuger
DE19902437B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum schnellen Anfahren und zur schnellen Leistungssteigerung einer Gasturbinenanlage
DE388640C (de) Verfahren zum Regeln von Explosionsturbinen
CH229501A (de) Gasturbinenanlage, in welcher mindestens ein Teil des Arbeitsmittels einen Kreislauf ausführt.
DE953755C (de) Einrichtung zur Regelung einer Waermekraftanlage mit aufgeladenem Dampferzeuger
EP0995891B1 (de) Turbomaschine und Verfahren zum Betrieb derselben
WO2004005685A1 (de) Verfahren zum betrieb einer kraftspeicher-krafterzeugungsanlage
DE890011C (de) Verfahren zum Betrieb einer Dampf-Luft-Waermekraftanlage
DE736818C (de) Gasturbinenanlage
DE916482C (de) Im Gleichdruckverfahren arbeitende Gasturbinenanlage
DE852018C (de) Gasturbinenanlage mit Erzeugung der Nutzleistung und der Verdichterleistung in getrennten Maschinensaetzen
DE3402955A1 (de) Dampfkraftmaschinen-kreisprozess mit rueckfuehrung der abwaerme mittels eines mehrstufigen waermepumpenprozesses, insbesondere fuer dampfkraftwerke (heiss- und kaltdampf)
DE823541C (de) Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinen-Anlage
AT143174B (de) Verfahren zur Deckung von Belastungsschwankungen in Dampfkraftanlagen und Einrichtungen zu seiner Durchführung.
DE599669C (de) Regelungsverfahren fuer Verpuffungsbrennkraftturbinenanlagen
AT126508B (de) Verfahren zur Steigerung der Leistung von Gasmaschinen.
AT158140B (de) Verfahren zur Erhöhung des Wirkungsgrades von abgedichteten Gebläseöfenanlagen.
DE1426910A1 (de) Dampfkraftanlage
DE968371C (de) Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen mit offenem Kreislauf
DE760842C (de) Brennkraftturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung
DE840633C (de) Verfahren zum Regeln von Brennkraftturbinen mit Freikolben-Treibgaserzeugern
DE967239C (de) Dampfkesselanlage mit einem Hilfsmaschinensatz, bestehend aus Verdichter und diesem nachgeschalteter Gas- oder Luftturbine
DE587521C (de) Dampfheizung, insbesondere fuer Heizungen von Eisenbahnzuegen, mittels Abdampf
DE942003C (de) Gasturbinenanlage mit Druckgasgenerator fuer feste Brennstoffe