-
Die vorliegende Erfindung betrifft Abführmittel, die Derivate von
Prostaglandinen enthalten.
-
Prostaglandine (nachstehend als PGs abgekürzt) ist der Name für eine
Gruppe von Fettsäuren, die verschiedene physiologische Aktivitäten
besitzen und in Human- und Tiergeweben und -organen enthalten sind. PGs
enthalten dem Grunde nach das Prostansäureskelett der folgenden Formel:
-
Einige synthetische Produkte können das obige Skelett mit einigen
Modifizierungen enthalten.
-
Die PGs werden je nach der Struktur und den Substituenten am
5-gliedrigen Ring in verschiedene Typen eingeteilt, wie z.B.
-
Prostaglandine der A-Reihe (PGAs):
-
Prostaglandine der B-Reihe (PGBs):
-
Prostaglandine der C-Reihe (PGCs):
-
Prostaglandine der D-Reihe (PGDs):
-
Prostaglandine der E-Reihe (PGEs):
-
Prostaglandine der F-Reihe (PGFs):
-
Prostaglandine der J-Reihe (PGJs):
-
und dgl. Sie werden weiterhin in PG&sub1;s, enthaltend eine 5,6-Einfachbindung
-
PG&sub2;s, enthaltend eine 5,6-Doppelbindung
-
und PG&sub3;s, enthaltend 5,6- und 17,18-Doppelbindungen:
-
aufgeteilt.
-
Es ist bekannt, daß PGs verschiedene pharmakologische und
physiologische Aktivitäten haben, wie z.B. eine Vasodilatation, die Indizierung
einer Entzündung, die Plättchenaggregation, die Stimulation des
Uterusmuskels, die Stimulation der Darmmuskeln, einen Antiulcereffekt und dgl.
-
Andererseits werden PGs mit einer 13,14-Einfachbindung und einer vom
C-15 ausgehenden Carbonylgruppe und solche mit einer 13,14-Doppelbindung
und einer vom C-15 ausgehenden Carbonylgruppe in menschlichen oder
tierischen Metaboliten aufgefunden. Es ist bekannt, daß diese 13,14-Dihydro-
15-keto-prostaglandine und 15-Keto-prostaglandine (nachstehend als 15-
Keto-PGs bezeichnet) natürlich errzeugte Metaboliten durch enzymatischen
Abbau der entsprechenden PGs in vivo sind. Es wurde berichtet, daß diese
15-Keto-PGs kaum die verschiedenen physiologischen Aktivitäten, die die
PGs haben, zeigen und daß sie pharmakologisch und physiologisch inaktive
Metaboliten sind [vgl. Acta Physiologica Scandinavica, 66, S. 509ff.
(1966)].
-
Bei der Abschätzung der pharmakologischen Aktivitäten der Derivate
von 15-keto-PGs haben die vorliegenden Erfinder gefunden, daß die
Derivate, die in C-16-Position durch ein oder mehrere Halogenatome,
insbesondere Fluoratome, substituiert sind, entsprechend dem Enteropooling-Test
und dgl. einen stark abführenden Effekt zeigen, und sie haben die
vorliegende Erfindung gemacht.
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung betrifft Abführmittel, die
15-Keto-16-Halogen-PGs ohne wesentlichen Nebenwirkungen, wie Magenschmerzen, die durch
Darmkontraktion bedingt sind, aufweisen.
-
Demzufolge können die 15-Keto-16-halogen-PGs gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Behandlung oder Prophylaxe von Verstopfung sowie zur
Bewirkung von lockeren Därmen bei Patienten, die an Brucherkrankungen oder
Erkrankungen des kardiovaskulären Systems leiden, zur Vermeidung von
Spannungen beim Stuhlgang oder bei der Behandlung von Patienten, die an
proktogenen Erkrankungen leiden, verwendet werden. Sie können weiterhin
dazu verwendet werden, den Darm vor einer Spiegelung oder Operation zu
leeren oder schädliche Substanzen aus dem Darm im Falle von Arzneimittel-
oder Nahrungsmittelvergiftungen herauszuwaschen.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung stellt Abführmittel bereit, die 15-Keto-16-
halogen-prostaglandine (nachstehend als 15-Keto-16-halogen-PGs
bezeichnet) als Wirkstoffe enthalten.
-
Hierin werden 15-Keto-PGs wie folgt ausgedrückt. Bei den 15-Keto-PGs
werden die Kohlenstoffatome, die eine α-Kette, eine ω-Kette und einen
fünfgliedrigen Ring bilden, entsprechend dem Grundskelett wie folgt
numeriert:
-
In dem Grundskelett werden die Bestandteilskohlenstoffatome derart
numeriert, daß das Kohlenstoffatom in der Carboxylgruppe C-1 ist, und daß
die α-Kette C-2 bis C-7 enthält, wobei die Zahl in Richtung auf den Ring
zunimmt, daß der fünfgliedrige Ring C-8 bis C-12 enthält und daß die ω-
Kette C-13 bis C-20 enthält. Wenn die Kohlenstoffatome der α-Kette
weniger
sind, dann sollte die Numerierung der Kohlenstoffatome, die auf C-2
folgen, entsprechend verschoben werden. Wenn mehr als 7 vorliegen, dann
wir die Verbindung unter der Voraussetzung benannt, daß der Kohlenstoff
in C-2-Position einen Substituenten anstelle der Carboxylgruppe (in C-1-
Position) hat. Wenn die ω-Kette weniger Kohlenstoffatome enthält, dann
sollten sie entsprechend kleiner als 20 numeriert werden. Wenn es mehr
als 8 sind, dann sollten die Kohlenstoffatome in 21-Position und danach
als Substituent angesehen werden. Als Konfiguration wird dasjenige des
obigen wesentlichen Skeletts angesehen, wenn nichts anderes angegeben
ist.
-
So bedeuten z.B. PGDs, PGEs und PGFs Verbindungen mit Hydroxylgruppe
in C-9- und/oder C-11-Positionen. Gemäß der vorliegenden Erfindung
schließen die PGs auch diejenigen ein, die eine andere Gruppe anstelle
der Hydroxylgruppe in C-9 und/oder C-11-Positionen haben, und diese
werden als 9-Dehydroxy-9-substituierte oder 11-Dehydroxy-11-substituierte
Verbindungen bezeichnet.
-
Die erfindungsgemäß verwendeten 15-Keto-PGs können PGs sein, bei
denen das Kohlenstoffatom in C-15-Position eine Carbonylgruppe bildet.
Demgemäß können alle beliebigen 15-Keto-PG&sub1;s, die eine 5,6-Einfachbindung
enthalten, 15-Keto-PG&sub2;s, die eine 5,6-Doppelbindung enthalten, 15-Keto-
PG&sub3;s, die sowohl 5,6- und 17,18-Doppelbindungen enthalten, verwendet
werden.
-
Das heißt, die erfindungsgemäß verwendeten 15-Keto-16-halogen-PGs
können mindestens ein oder mehrere Halogenatome, insbesondere ein oder
mehrere Fluoratome, in C-16-Position enthalten, wobei die Struktur und
Substituenten auf den fünfgliedrigen Ring oder das Vorliegen einer
Doppelbindung oder von anderen Substituenten vernachlässigt werden.
-
Im allgemeinen können Abführmittel grob in Laktanzien und Drastika
entsprechend des Unterschieds des Effekts aufgeteilt werden. Die
erstgenannten bewirken die Austragung von lockeren Faeces während genannte
wäßrige Faeces purgieren.
-
Abführmittel wirken durch Kombination von einem oder mehreren der
unten angegebenen drei Mechanismen, wodurch der Wassergehalt der Faeces
erhöht wird und die Übertragung des Darminhalts gefördert wird:
-
(i) Im Darm können Wasser und Elektrolyten aufgrund der hydrophilen
Eigenschaften oder des osmotischen Drucks des Arzneimittels gehalten
werden, wodurch das Volumen des Darminhalts zunimmt, was indirekt zu einer
schnelleren Übertragung führt.
-
(ii) Das Arzneimittel kann auf die Darmschleimhaut einwirken, um die
Gesamtmenge der normalen Absorption von Elektrolyten und Wasser zu
vermindern und die Menge von Wasser zu erhöhen, wodurch indirekt eine
schnellere Übertragung des Darminhalts bewirkt wird.
-
(iii) Das Arzneimittel wirkt zuerst auf die Darmbewegung, um die
Übertragung zu beschleunigen, was indirekt zu einer verminderten
Nettoabsorption von Wasser und Elektrolyten führt, weil die Zeit zur Absorption
vermindert wird.
-
Der erfindungsgemäß verwendete Enteropooling-Test soll hauptsächlich
die Wirkung (ii) untersuchen. Dieser untersucht den Effekt des
Arzneimittels auf den intratestinalen Wasserpool, indem das Volumen des
Intratestinalgehalts gemessen wird. Die 15-Keto-16-halogen-PGs der
vorliegenden Erfindung können einen extrem hohen Enteropooling-Effekt zeigen. Sie
bewirken jedoch kaum oder nur geringfügig eine Kontraktion des Darms, was
ein Index für das Vorliegen der Wirkung (iii) ist.
-
Demgemäß geht man davon aus, daß die erfindungsgemäßen
15-Keto-16-halogen-PGs Diarrhoe hauptsächlich durch Einwirkung auf die Darmschleimhaut
direkt oder indirekt zur Beeinträchtigung der Übertragung der
Elektrolyten und Wasser von den Darmwänden in die Blutgefäße induzieren. Dies
resultiert in einer verminderten Wasserabsorption durch den Darm zu einem
erhöhten intratestinalen Wasserpool und zu einer geförderten Übertragung
des Darminhalts.
-
Die erfindungsgemäß verwendeten 15-Keto-16-halogen-PGs können Salze
oder Verbindungen mit veresterter Carboxylgruppe sein. Solche Salze
schließen physiologisch annehmbare Salze, beispielsweise solche von
Alkalimetallen, wie von Natrium, Kalium, solche von Erdalkalimetallen, wie
von Calcium, Magnesium, solche von physiologisch annehmbaren
Ammoniumsalzen, wie von Ammoniak, Methylamin, Dimethylamin, Cyclopentylamin,
Benzylamin, Piperidin, Monoethanolamin, Diethanolamin,
Monomethylmonoethanolamin, Tromethamin, Lysin, Tetraalkylammoniumsalz und dergleichen,
ein. Solche Ester schließen z.B. geradkettige oder verzweigte Alkylester,
die ein oder mehrere ungesättigte Bindungen enthalten können, wie
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- Isopropyl-, t-Butyl-, 2-Ethylhexylester;
Ester mit einer alicyclischen Gruppe, wie einer Cyclopropyl-,
Cyclopentyl- oder Cyclohexylgruppe; Ester mit einer aromatischen Gruppe, wie
einer Benzyl- oder Phenylgruppe (wobei die aromatische Gruppe ein oder
mehrere Substituenten enthalten kann); einen Hydroxyalkyl- oder
Alkoxyalkylester, wie einen Hydroxyethyl-, Hydroxyisopropyl, Polyhydroxyethyl-,
Polyhydroxyisopropyl-, Methoxyethyl-, Ethoxyethyl- oder
Methoxyisopropylester; Alkylsilylester, wie einen Trimethylsilyl- oder
Triethylsilylester; oder einen Tetrahydropyranylester ein.
-
Bevorzugte Ester schließen z.B. geradkettige oder verzweigte
Niedrigalkylester, wie Methyl-, Ethyl-, Propyl-, n-Butyl-, Isopropyl- oder t-
Butylester; einen Benzylester; oder Hydroxyalkylester, wie einen
Hydroxyethyl- oder Hydroxyisopropylester, ein.
-
Die Halogenatome in C-16-Position schließen ein Fluor-, Chlor- oder
Bromatom ein. Unter diesen wird ein Fluoratom besonders bevorzugt.
-
Die erfindungsgemäßen 15-Keto-16-halogen-PGs können ein oder mehrere
ungesättigte Bindungen im Grundskelett enthalten. Alternativ können sie
mit Atomen oder Gruppen substituiert sein.
-
Eine solche ungesättigte Bindung schließt z.B. eine 2,3-, 5,6- oder
17,18-Doppelbindung oder eine 5,6-Dreifachbindung ein. Das
Substituentenatom oder die Substituentengruppe schließt ein Halogenatom, wie ein
Fluor-, Chlor- oder Bromatom; eine Alkylgruppe, wie eine Methyl-, Ethyl-,
Isopropyl-, Isopropenylgruppe; eine Alkoxygruppe, wie eine Methoxy- oder
Ethoxygruppe; eine Carbonylgruppe; eine Hydroxylgruppe; eine
Phenylgruppe; oder eine Phenoxygruppe, ein. Die Position des Substituenten ist
keinen Beschränkungen unterworfen, doch kann als Beispiel die C-3-, C-6-, C-
17-, C-19- und/oder C-20-Position im Grundskelett genannt werden.
Insbesondere sind die Alkylgruppe in C-3-, C-17- oder C-19-Position; eine
Carbonylgruppe in C-6-Position; eine Alkyl- oder Alkoxygruppe in C-20-
Position typische Beispiele.
-
PGs schließen die Verbindungen ein, die eine Hydroxylgruppe in C-9-
und/oder C-11-Position enthalten, wie PGDs, PGEs, PGFs und dgl. Hierin
schließen die PGs weiter Verbindungen ein, die eine Hydroxyalkyl- oder
eine Alkylgruppe anstelle der Hydroxylgruppe in C-9- und/oder
C-11-Position enthalten. Als Hydroxyalkylgruppe werden eine Hydroxymethyl-,
1-Hydroxyethyl-, 2-Hydroxyethyl- oder 1-Methyl-1-hydroxyethylgruppe
bevorzugt. Als Alkylgruppe werden eine Niedrigalkylgruppe, insbesondere
eine Methyl- oder Ethylgruppe und dgl. bevorzugt.
-
Die Konfiguration der Substituenten in C-9- und/oder C-11-Position
kann α,β oder ein Gemisch davon sein.
-
Die erfindungsgemäßen 15-Keto-16-halogen-PGs können die Isomeren der
obigen Verbindungen einschließen. Beispiele von solchen Isomeren
schließen Keto-Hemiacetal-Tautomere zwischen der Hydroxylgruppe in
C-11-Position
und der Carbonylgruppe in C-15-Position oder optische Isomere,
geometrische Isomere und dgl. ein.
-
Das Gemisch dieser Isomeren, z.B. ein racemisches Gemisch, von
Tautomeren einer Hydroxylverbindung und einem Hemiacetal kann ähnlichen Effekt
wie die jeweilige Verbindung zeigen.
-
Die oben gezeigte Tautomerie zwischen der Hydroxylgruppe in
C-11-Position und der Carbonylgruppe in C-15-Position ist besonders im Falle von
Verbindungen mit einer 13,14-Einfachbindung und einem Fluoratom in C-16-
Position signifikant. Es sieht danach aus, daß diese Verbindungen als
Keto-Hemiacetal-Gleichgewichtsgemische vorliegen.
-
Die erfindungsgemäßen 15-Keto-16-halogen-PGs können nach den Methoden
hergestellt werden, wie sie beispielsweise in den japanischen
Patentanmeldungen Nr. 18326/1988, 18327/1988 und 108329/1988 beschrieben
werden. Auf diese Beschreibungen wird hierin Bezug genommen.
-
Die 15-Keto-16-halogen-PGs können nach folgendem Verfahren
hergestellt werden:
-
So wird, wie in den Herstellungsdiagrammen gezeigt, handelsübliches
(-)-Corey-Lacton, das als Ausgangsmaterial verwendet wird, einer Collins-
Oxidation unterworfen, um einen Aldehyd zu ergeben. Der Aldehyd wird mit
Dimethyl-(3-halogen-2-oxoalkyl)-phosphonat-anion umsetzen gelassen,
wodurch ein α,β-ungesättigtes Keton erhalten wird, und das resultierende
Produkt wird zu einem Keton reduziert. Die Carbonylgruppe des Ketons wird
mit einem Natriumborhydrid umsetzen gelassen, wodurch ein Alkohol
erhalten wird. Der Alkohol wird in den Alkylsilylether umgewandelt und
hierdurch geschützt. Ein Alkohol wird durch Eliminierung der
p-Phenylbenzoylgruppe erhalten, und die resultierende Hydroxylgruppe wird mit
Dihydropyran unter Erhalt eines Tetrahydropyranylethers geschützt. Auf diese Weise
können Vorläufer der PGs, bei denen die ω-Kette ein 13,14-Dihydro-15-
keto-16-halogen-alkyl ist, erhalten werden. Weiterhin können die
Vorläufer von PGs, bei denen die ω-Kette 15-Keto-16-halogen-alkyl ist, in der
Weise hergestellt werden, daß man die Reaktion ohne Reduktion der 13,14-
Doppelbindung des α,β-ungesättigten Ketons durchführt.
-
Unter Verwendung des obigen Tetrahydropyranylethers als
Ausgangsmaterial können 6-Keto-PG&sub1;s der Formel:
-
erhalten werden:
-
Der Tetrahydropyranylether wird mit Diisobutylaluminiumhydrid und
dgl. reduziert, wodurch ein Lactol erhalten wird, das mit dem aus
(4-Carboxybutyl)-triphenylphosphoniumbromid erhaltenen Ylid umsetzen gelassen
wird. Das resultierende Produkt wird einer Veresterung unterworfen, an
die sich eine Cyclisierung anschließt. Die 5,6-Doppelbindung und die
Hydroxylgruppe in C-9-Position werden mit NBS oder Iod kombiniert, wodurch
ein Halogenid erhalten wird. Das resultierende Produkt wird einer
Dehydrohalogenierung unter Verwendung von DBU und dgl. unterworfen, wodurch
eine 6-Keto-Verbindung erhalten wird. Nach Entfernung der Silylether-
Schutzgruppe in C-15-Position wird der resultierende Alkohol einer Jones-
Oxidation unterworfen, an die sich die Abspaltung der Tetrahydropyranyl-
Schutzgruppe anschließt, wodurch die angestrebte Verbindung erhalten
wird.
-
Weiterhin können PG&sub2;s der Formel:
-
wie folgt erhalten werden:
-
Der obige Tetrahydropyranylether wird zu einem Lactol reduziert.
Dieser wird mit dem aus (4-Carboxybutyl)-triphenylphosphoniumbromid
erhaltenem Ylid umsetzen gelassen, wodurch eine Carbonsäure erhalten wird. Das
resultierende Produkt wird einer Veresterung unterworfen. Nach Entfernung
der Silylether-Schutzgruppe in C-15-Position wird der resultierende
Alkohol einer Jones-Oxidation unterworfen, und die
Tetrahydropyranyl-Schutzgruppe wird abgespalten, wodurch die angestrebte Verbindung erhalten
wird.
-
Um PG&sub1;s der Formel:
-
unter Verwendung des obigen Tetrahydropyranylethers als Ausgangsmaterial
in gleicher Weise wie PG&sub2;s der Formel:
-
zu erhalten, wird die 5,6-Doppelbindung der resultierende Verbindung
einer katalytischen Reduktion und anschließender Abspaltung der
Schutzgruppe unterworfen.
-
Die Herstellung von 5,6-Dehydro-PG&sub2;s, die eine Kohlenwasserstoffkette
der Formel:
-
enthalten, umfaßt die 1,4-Addition eines Monoalkylkupferkomplexes oder
eines Dialkylkupferkomplexes der Formel:
-
an 4-(R)-t-Butyldimethylsilyloxy-2-cyclopenten-1-on, und die Abfangung
des resultierenden Kupferenolats mit 6-Carboalkoxy-1-iod-2-hexin oder
einem Derivat davon.
-
PGs, die eine Methylgruppe anstelle einer Hydroxygruppe in
C-11-Position enthalten, können wie folgt erhalten werden:
-
PGA, erhalten durch Jones-Oxidation der Hydroxygruppe in C-9-Position
des 11-Tosylats, wird mit einem Dimethylkupferkomplex umsetzen gelassen,
wodurch 11-Dehydroxy-11-methyl-PGE erhalten wird. Alternativ wird ein
Alkohol, der nach Eliminierung der p-Phenylbenzoylgruppe erhalten wird, in
ein Tosylat umgewandelt. Ein ungesattigtes Lacton, erhalten durch
DBU-Behandlung des Tosylats, wird in ein Lactol umgewandelt. Nach Einführung
einer α-Kette unter Anwendung der Wittig-Reaktion wird der resultierende
Alkohol (C-9-Position) oxidiert, wodurch PGA erhalten wird. Das PGA wird
mit Dimethylkupferkomplex umsetzen gelassen, wodurch
11-Dehydroxy-11-methyl-PGE erhalten wird. Das resultierende Produkt wird mit
Natriumborhydrid und dgl. reduziert, wodurch 11-Dehydroxy-11-methyl-PGF erhalten
wird.
-
PGs, die eine Hydroxymethylgruppe anstelle einer Hydroxylgruppe in C-
11-Position enthalten, werden wie folgt erhalten:
11-Dehydroxy-11-hydroxymethyl-PGE wird durch eine Benzophenon-sensibilisierte Fotoaddition von
Methanol an PGA erhalten. Das resultierende Produkt wird beispielsweise
unter Verwendung von Natriumborhydrid reduziert, wodurch 11-Dehydroxy-11-
hydroxymethyl-PGF erhalten wird.
-
15-Keto-16,16-difluor-PGs können erhalten werden, indem man Dimethyl-
(3,3-difluor-2-oxoalkyl)-phosphanat-anion bei der Herstellung des
α,β-ungesättigten Ketons verwendet.
-
Alternativ können sie beispielsweise nach den Angaben in SYNTHESIS OF
DIASTEREOMERIC BIS-UNSATURATED PROSTAGLANDINS [Prostaglandins, 14, S. 61-
101 (1977)] erhalten werden.
-
Die hierin angegebenen Herstellungsweisen sollen nicht im
einschränkenden Sinne verstanden werden. Vielmehr können geeignete Maßnahmen für
den Schutz, die Oxidation, die Reduktion und dgl. angewendet werden.
-
Bei den erfindungsgemäß verwendeten 15-Keto-16-halogen-PGs kann der
Ausnahmezustand eines Enteropooling-Effekts erheblich erhöht werden, wenn
eine Substitution durch mindestens ein Halogenatom, insbesondere ein
Fluoratom, in C-16-Position, unabhängig von der Struktur und den
Substituenten des fünfgliedrigen Rings oder des Vorliegens von Doppelbindungen
oder anderen Substituenten, vorgenommen wird. Besonders bevorzugte 15-
Keto-16-halogen-PGs sind solche, die eine 5,6-Doppelbindung enthalten
oder solche, die eine Kohlenstoffzahl von 20 bis 22 haben. Eine andere
bevorzugte Gruppe sind die sog. 15-Keto-16-halogen-PGs vom PGE-Typ, die
ein Keton in C-9-Position und eine Hydroxylgruppe in C-11-Position im
fünfgliedrigen Ring haben.
-
Es wird festgestellt, daß im allgemeinen PGs verschiedene
pharmakologische Aktivitäten haben. So ist beispielsweise bei PGEs oder PGFs, die
durch Darmstimulierung hervorgerufene Kontraktion des Darms stark,
während der Enteropooling-Effekt gering ist. Demgemäß ist es nicht möglich,
PGEs oder PGFs als Abführmittel wegen der Nebenwirkungen, wie
Magenschmerzen, die durch Darmkontraktion bewirkt sind, zu verwenden.
-
Andererseits können die erfindungsgemäßen 15-Keto-16-halogen-PGs
einen extrem großen Enteropooling-Effekt hervorrufen, wobei die
Absorption von Wasser im Darm gehemmt wird. Weiterhin hat die erfindungsgemäße
Verbindung keinen oder, wenn überhaupt, nur einen stark verminderten
Darmkontraktionseffekt, den PGEs oder PGFs haben können. Die
erfindungsgemäße Verbindung kann daher Diarrhoe ohne Darmschwierigkeiten aufgrund
der Darmkontraktion, wie Bauchweh, bewirken. Weiterhin ist nur eine
geringe Zeitspanne nötig, um eine Erholung von den Diarrhoesymptomen zu
erzielen, die durch die erfindungsgemäße Verbindung hervorgerufen werden,
welche einen stark fördernden Effekt auf den intratestinalen Transport
ausübt. Diese Verbindungen sind daher als Abführmittel sehr gut geeignet.
-
Die erfindungsgemäßen 15-Keto-16-halogen-PGs können als Arzneimittel
für Tiere und Menschen verwendet werden. Sie können allgemein für die
systemische oder lokale Anwendung durch orale Verabreichung oder durch
Suppositorien, Einläufe und dgl. verwendet werden. Manchmal können sie
als intravenöse oder subkutane Injektion verabreicht werden. Die
Dosierung variiert entsprechend den Tieren, den Menschen, dem Alter, dem
Gewicht, den Zuständen, dem therapeutischen Effekt, dem Verabreichungsweg,
der Behandlungszeit und dgl. Sie beträgt vorzugsweise 0,001 bis
1000 ug/kg.
-
Das feste Präparat für die orale Verabreichung gemäß der Erfindung
schließt Tabletten, Zubereitungen, Granulate und dgl. ein. In einem
solchen festen Präparat können ein oder mehrere Wirkstoffe mit mindestens
einem inaktiven Verdünnungsmittel, wie z.B. Lactose, Mannit, Glucose,
Hydroxypropylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Stärke,
Polyvinylpyrrolidon, Magnesiumaluminatmetasilicat und dgl. vermischt sein.
Entsprechend der üblichen Aufarbeitung kann das Präparat andere Additive als
das inaktive Verdünnungsmittel enthalten, wie z.B. ein Schmiermittel, wie
Magnesiumstearat, ein Sprengmittel, wie faserförmiges Calciumglukonat,
einen Stabilisator, wie Cyclodextrin, z.B. α,β- oder gamma-Cyclodextrin,
verethertes Cyclodextrin, wie Dimethyl-α-, Dimethyl-β-, Trimethyl-β oder
Hydroxypropyl-β-cyclodextrin, verzweigtes Cyclodextrin, wie Glucosyl-,
Maltosylcyclodextrin, formyliertes Cyclodextrin, Schwefel enthaltendes
Cyclodextrin, Mitthoprotol, Phospholipid und dgl. enthalten. Bei
Verwendung der obigen Cyclodextrine kann manchmal eine Einschlußverbindung
gebildet werden, wodurch die Stabilität erhöht wird. Alternativ kann
manchmal Phospholipid zur Bildung von Liposom verwendet werden, wodurch die
Stabilität erhöht wird.
-
Tabletten oder Pillen können mit einem Film beschichtet werden, der
im Magen oder Darm löslich ist, wie Zucker, Gelatine,
Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat, je nach dem, wie es
erforderlich ist. Die Verbindungen können weiterhin als Kapseln mit
absorbierbaren Substanzen, wie Gelatine, formuliert werden.
-
Ein flüssiges Präparat für die orale Verabreichung kann eine
pharmazeutisch annehmbare Emulsion, Lösung, Suspension, einen pharmazeutisch
annehmbaren Sirup, ein pharmazeutisch annehmbares Elixir sowie ein
allgemein angewendetes, inaktives Verdünnungsmittel, wie z.B. gereinigtes
Wasser, Ethanol, Pflanzenöl, wie Olivenöl, Kokusnußöl und dgl., enthalten.
Ein solches Präparat kann zusätzlich zu dem inaktiven Verdünnungsmittel
Adjuvanzien, wie Schmiermittel und Suspendierungsmittel, Süßmittel,
Aromatisierungsmittel, Konservierungsmittel und dgl., enthalten. Solche
flüssigen Präparate können direkt in Weichkapseln eingeschlossen sein.
-
Lösungen für die parenterale Verabreichung, beispielsweise
Suppositorien, Einläufe und dgl. gemäß der Erfindung, schließen sterile, wäßrige
oder nicht-wäßrige Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Detergenzien und
dgl. ein. Die wäßrige Lösung und Suspension schließt z.B. destilliertes
Wasser, physiologische Kochsalzlösung und Ringers-Lösung ein.
-
Die nicht-wäßrige Lösung und Suspension schließt z.B. Propylenglykol,
Polyethylenglykol, Pflanzenöl, wie Olivenöl, Alkohole, wie Ethanol,
Polysorbat und dgl. ein. Solche Präparate können Hilfsmittel, wie
Konservierungsmittel, Befeuchtungsmittel, Emulgatoren, Dispergierungsmittel und
dgl., enthalten.
-
Die vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele
beschrieben.
Herstellung von 15-Keto-16-halogen-prostaglandinen
-
Herstellung von 15-Keto-16R,S-fluor-PGE&sub2;, 15-Keto-16R,S-fluor-PGE&sub2;-
methylester und 15-Keto-16R,S-fluor-PGF&sub2;α-methylester:
Herstellung von Methyl-(5E)-7R-[2R-formyl-3R-(tetrahydropyranyl)-oxy-
5S-acetoxy-cyclopentyl]-5-heptenat:
-
Methyl-(5E)-7R-[2S-hydroxymethyl-3R-(tetrahydropyranyl)-oxy-5S-
acetoxy-cyclopentyl]-5-heptenat (0,56 g) wurde der Collins-Oxidation (10
eq) in Methylenchlorid bei 0ºC auf übliche Weise unterworfen.
Natriumbisulfat (15 g) wurde zu der Reaktionslösung zugegeben, und es wurde
filtriert.
-
Das Filtrat wurde eingeengt, wodurch Methyl-(5E)-7R-[2R-formyl-3R-
(tetrahydropyranol)-oxy-5S-acetoxy-cyclopentyl]-5-heptenat erhalten
wurde. Ausbeute; 0,52 g (93 %)
Herstellung von
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)oxy-PGF&sub2;α-methylester:
-
Natriumhydrid (60 %, 0,20 g) und Dimethyl-(3R,S-fluor-2-oxy-heptyl)-
phosphonat (1,36 g) wurden in Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur 10 min
lang gemischt. Es wurde eine klare Lösung erhalten. Zu dieser Lösung
wurde eine Lösung von (5E)-7R-[2R-Formyl-3R-(tetrahydro-pyranyl)-oxy-5-
acetoxy-cyclopentyl]-5S-heptenat (0,52 g) in Tetrahydrofuran zugegeben,
und es wurde 3 h lang bei 50ºC gerührt. Essigsäure (0,30 ml) wurde zu dem
Reaktionsgemisch gegeben, und das erhaltene Rohprodukt wurde nach
üblicher Aufarbeitung chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 3:1), wodurch 9-
Acetoxy-16R,S-fluor-15-keto-11(tetrahydropyranyl)oxy-PGF&sub2;α-methylester
erhalten wurde. Ausbeute; 0,54 g(81%)
Herstellung von
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester:
-
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α--
methylester (0,54 g) wurde in Methanol aufgelöst. Hierzu wurde
Natriumborhydrid (39 mg) bei -15ºC gegeben, und es wurde 30 min lang gerührt.
Das erhaltene Rohprodukt wurde nach üblicher Aufarbeitung
chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 2:1), wodurch 9-Acetoxy-16R,S-fluor-15R,S-
hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester erhalten wurde.
Ausbeute; 0,55 g (100 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-
PGF&sub2;α-methylester:
-
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α--
methylester (0,180 g) wurde in Methanol aufgelöst. Hierzu wurde
Kaliumcarbonat (0,25 g) gegeben, und es wurde 7 h lang gerührt. Zu dem
Reaktionsgemisch wurde Essigsäure (0,21 ml) gegeben, und das erhaltene
Rohprodukt wurde nach üblicher Aufarbeitung chromatografiert (Hexan/
Ethylacetat 3:2), wodurch 16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyloxy)-
PGF&sub2;α-methylester erhalten wurde. Ausbeute; 0,139 g (84 %)
Collins-Oxidation
Herstellung von 16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl )-oxy-PGE&sub2;α-
methylester:
-
16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α--
methylester (0,139 g) wurde der Collins-Oxidation (35 eq) in
Methylenchlorid bei 0ºC auf übliche Weise unterworfen. Natriumbisulfat (6 g)
wurde zu dem Reaktionsgemisch gegeben, und es wurde filtriert. Das
Filtrat wurde eingeengt und chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 2:1),
wodurch 16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGE&sub2;α-methylester
erhalten wurde. Ausbeute; 0,125 g (91 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15-keto-PGE&sub2;-methylester:
-
16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGE&sub2;-methylester
(0,125 g) wurde in einem Gemisch aus Essigsäure/THF/Wasser (4:1:2)
aufgelöst, und es wurde 3 h lang auf 45ºC gehalten. Danach wurde das
resultierende Rohprodukt nach üblicher Aufarbeitung chromatografiert
(Benzol/Ethylacetat
1:1), wodurch 16R,S-Fluor-15-keto-PGE&sub2;-methylester
erhalten wurde. Ausbeute; 0,076 g (74 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-
PGF&sub2;α:
-
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-
methylester (0,55 g) wurde in einem Gemisch aus Methanol/1 N wäßrige
Lösung von Natriumhydroxid (2:1) aufgelöst, und es wurde 3 h lang bei
Raumtemperatur gehalten.
-
Nach Zugabe von 1 N Salzsäure und anschließender üblicher
Aufarbeitung wurde 16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α
erhalten. Ausbeute; 0,48 g (98 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGE&sub2;:
-
16R,S-Fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α (0,48 g)
wurde der Collins-Oxidation (10 eq) in Methylenchlorid bei Raumtemperatur
auf übliche Weise unterworfen. Zum Reaktionsgemisch wurde Natriumbisulfat
(15 g) gegeben, und das resultierende Produkt wurde filtriert. Das
Filtrat wurde eingeengt und chromatografiert (Hexan/ Ethylacetat 3:1), wobei
Silicagel (hergestellt von Mallinckrodt; CC-4) verwendet wurde, wodurch
16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGE&sub2; erhalten wurde.
Ausbeute; 0,25 g (53 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15-keto-PGE&sub2;:
-
16R,S-Fluor-15-keto-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGE&sub2; (0,25 g) wurde in
einem Gemisch aus Essigsäure/THF/Wasser (4:1:2) aufgelöst, und das
Gemisch wurde 3 h lang bei 45ºC gehalten.
-
Das erhaltene Rohprodukt wurde nach üblicher Aufarbeitung
chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 3,5:1), wobei Silicagel (hergestellt von
Malllinckrodt; CC-4) verwendet wurde, wodurch 16R,S-Fluor-15-keto-PGE&sub2;
erhalten wurde. Ausbeute; 0,166 g (82 %)
Herstellung von 9-Acetoxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-
11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester:
-
9-Acetoxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-11-(tetrahydropyranl)-oxy-PGF&sub2;α--
methylester (0,356 g) wurde in Dimethylformamid aufgelöst. Hierzu wurden
t-Butyldimethylsilylchlorid (0,31 g) und Imidazol (0,28 g) gegeben, und
das resultierende Produkt wurde über Nacht gerührt. Das erhaltene
Rohprodukt wurde nach üblicher Aufarbeitung chromatografiert (Hexan/Ethylacetat
4:1), wodurch 9-Acetoxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-11-
(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester erhalten wurde. Ausbeute;
0,363 g (83,4 %)
Herstellung von 15R,S-(t-Butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-11-
(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester:
-
9-Acetoxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-methylester (0,363 g) wurde in Methanol aufgelöst.
Hierzu wurde Kalimcarbonat (0,32 g) gegeben, und das resultierende
Gemisch wurde 7 h lang gerührt. Das nach üblicher Aufarbeitung erhaltene
Rohprodukt wurde chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 3:1), wodurch 15R,S-
(t-Butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-PGF&sub2;α-
methylester erhalten wurde. Ausbeute; 0,298 g (88,0 %)
Herstellung von
9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-PGF&sub2;α-methylester:
-
15R,S-(t-Butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-11-(tetrahydropyranyl)-oxy-
PGF&sub2;α-methylester (0,298 g) wurde in Methylenchlorid aufgelöst. Hierzu
wurde Dihydropyran (1,0 ml) und p-Toluolsulfonsäure bei 0ºC gegeben und
wurde 1 h lang gerührt. Das nach üblicher Aufarbeitung erhaltene
Rohprodukt wurde chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 4:1), wodurch 9,11-Bis-
(tetrahydropyranyl)-oxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-fluor-PGF&sub2;α--
methylester erhalten wurde. Ausbeute; 0,341 g (100 %)
Herstellung von 9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-15R,S-
hydroxy-PGF&sub2;α-methylester:
-
9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-15R,S-(t-butyldimethylsiloxy)-16R,S-
fluor-PGF&sub2;α-methylester (0,341 g) wurde in Tetrahydrofuran aufgelöst.
Hierzu wurde eine 1,0 M Lösung von Tetrabutylammoniumfluorid in
Tetrahydrofuran (0,75 ml) gegeben, und das resultierende Gemisch wurde über
Nacht bei 0ºC gerührt. Das durch übliche Aufarbeitung erhaltene
Rohprodukt wurde chromatografiert (Hexan/Ethylacetat 2:1), wodurch 9,11-Bis-
(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-PGF&sub2;α-methylester
erhalten wurde. Ausbeute; 0,260 g (92,0 %)
Herstellung von 9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-15-keto-
PGF&sub2;α-methylester:
-
9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-15R,S-hydroxy-PGF&sub2;α--
methylester (0,260 g) wurde der Collins-Oxidation (25 eq) in
Methylenchlorid bei 0ºC auf übliche Weise unterworfen. Natriumbisulfat wurde zu
der Reaktionslösung gegeben, es wurde filtriert. Das Fitrat wurde
eingeengt, und das resultierende Rohprodukt wurde chromatografiert (Hexan/
Ethylacetat 4:1), wodurch 9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-
15-keto-PGF&sub2;α-methylester erhalten wurde. Ausbeute; 0,245 g (94,6 %)
Herstellung von 16R,S-Fluor-15-keto-PGF&sub2;α-methylester:
-
9,11-Bis-(tetrahydropyranyl)-oxy-16R,S-fluor-15-keto-PGF&sub2;α-methylester (0,245 g) wurde in einem Gemisch aus Essigsäure/THF/Wasser (3:1:1)
aufgelöst, und das Gemisch wurde 4 h lang bei 45ºC gehalten. Das nach
üblicher Aufarbeitung erhaltene Rohprodukt wurde chromatografiert (Hexan/
Ethylacetat 1:2), wodurch 16R,S-Fluor-15-keto-PGF&sub2;α-methylester erhalten
wurde. Ausbeute; 0,148 g (86,8 %)
Herstellungsdiagramm I
Herstellungsdiagramm II
Herstellungsdiagramm III
Herstellungsdiagramm IV
Beispiel 1 (Enteropooling-Effekt)
-
Gruppen von fünf männlichen Ratten (Crj-Wister-Ratte; 180 bis 240 g)
wurden verwendet. Die Testtiere erhielten 24 h nur Wasser, und danach
Abrosia. Danach erhielten die Testtiere eine Suspension des
Testarzneimittels in destilliertem Wasser (5 ml/kg). 30 min nach der
Verabreichung wurden sie durch cervicale Dislokation getötet, und der mittlere
Wert des Darmgehalts pro Tier wurde nach Laparotomie errechnet, und als
Variation, bezogen auf denjenigen der Kontrollgruppe (100 %),
ausgedrückt. Die Dosis, die den Darmgehalt um 50 % erhöhte, wurde als ED&sub5;&sub0;
bezeichnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Beispiel 2 (Darmkontraktionseffekt)
-
Das Ileum wurde von männlichen Ratten (300 bis 400 g) herausgeschält
und in Tyrodelösung suspendiert. Das Ileum wurde 15 bis 20 min bis zur
Stabilisierung pausieren gelassen, und es wurde mehrere Male mit
Acetylcholin (1 x 10&supmin;&sup6; g/ml) kontrahiert. Nach dem Erhalt von zwei
Kontraktionen mit gleicher Intensität wurde das Testarzneimittel kumulativ jede 1
min verabreicht. Die durch das Arzneimittel bewirkte Kontraktion wurde
als Variation, bezogen auf diejenige, die durch Acetylcholin (1 x 10&supmin;&sup6;
g/ml) (100 %) hervorgerufen worden war, ausgedrückt. Die Konzentration,
bei der eine 50%ige Kontraktion bewirkt wurde, wird als die ED&sub5;&sub0;
angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Beispiel 3 (Fähigkeit des Darmtransports)
-
Männliche Crj-Wister-Ratten (5 Wochen alt, 120 bis 140 g) wurden
verwendet. Die Testtiere fasteten über Nacht. Danach wurden ihnen oral die
Testarzneimittel verabreicht. Nach 30 min wurde oral Aktivkohle
(Suspension in Gummiarabikum) verabreicht. Nach 20 min wurden die Tiere getötet,
und der Dünndarm wurde herausgeschält. Die volle Länge des Dünndarms (vom
Pylorus bis zum Ileocecal) und der Bereich der Übertragung des
Kohlepulvers wurden gemessen. Die Transportrate (%) wurde erhalten.
-
Es wurde untersucht, ob das Transportverhältnis der Gruppe, die das
Arzneimittel erhalten hatte, im Vergleich zu der Kontrollgruppe
signifikant verstärkt worden war. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1
zusammengestellt.
Beispiel 4 (Abführender Effekt; Ratte)
-
Männliche Crj-Wister-Ratten (6 Wochen alt, 135 bis 155 g) wurden ohne
Fasten verwendet. Die Tiere wurden jeweils in Käfige gebracht, in denen
Papierblätter auf den Boden ausgebreitet waren. Die Tiere wurden ohne
Behandlung über die erste Stunde beobachtet. Sodann wurden die Tiere, die
diarrhoeartige Faeces ausgeschieden hatten, entfernt, und die restlichen
Tiere, die normale, feste Faeces ausgeschieden hatten, wurden verwendet.
-
Der Effekt des Testarzneimittels wurde alle 1 bis 2 h nach oraler
Verabreichung bis zu einem Maximum von 6 h beobachtet. Die Faeces wurden
dahingehend bewertet, daß feste Faeces, die nicht an dem Papierblatt auf
dem Boden hafteten, als normale Faeces angesehen wurden, während solche,
die an dem Blatt hafteten, als Diarrhoefaeces angesehen wurden. Wenn
mindestens einmal Diarrhoefaeces beobachtet worden waren, dann wurde das
Arzneimittel dahingehend bewertet, daß es einen abführenden Effekt zeigte
(+).
-
Die Ergebnisse sind als Verhältnis der Anzahl der Tiere, die
diarrhoeartige Faeces abgaben, zu den verwendeten Gesamttieren angegeben.
Nach dieser Methode wurde die ED&sub5;&sub0; aus der Endabführungswirksamkeit
berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Tabelle 1
Testarzneimittel
Enteropooling ED&sub5;&sub0; (mg/kg)
Darmkontraktion*
Darmtransport**
Abführender Effekt ED&sub5;&sub0; (mg/kg)
**: -: Kein Unterschied im Vergleich zu der Kontrollgruppe bei einer
Dosis von 10 mg/kg.
+: Die Transportfähigkeit der Testgruppe nahm bei einer Dosis von 1
bis 10mg/kg signifikant zu.
++: Die Transportfähigkeit der Testgruppe nahm im Vergleich zu der
Kontrollgruppe bei einer Konzentration von weniger als 1 mg/kg
signifikant zu.
Testarzneimittel:
-
1: Prostaglandin E&sub2;
-
2: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-prostaglandin-E&sub2;-methylester
-
3: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-prostaglandin-E&sub2;
Beispiel 5 (Abführender Effekt; Mensch)
-
Es wurden 10 gesunde männliche Freiwillige eingesetzt, und diese
wurden in zwei Gruppen (5 Männer pro Gruppe) aufgeteilt. Die eine Testgruppe
erhielt oral Kokusnußöl (200 ul), das das Testarzneimittel 2 (20 ug)
enthielt, während die andere als Kontrollgruppe Kokusnußöl (200 ul) alleine
erhielt.
-
In der Testgruppe beklagten sich 4 von 5 Männern über eine
Aerenterectasie, und sie zeigten Symptome von lockerer oder explosiver Diarrhoe 2
bis 5 h nach der Verabreichung. In diesem Falle beklagte sich keine
Versuchsperson über andere Nebenwirkungen, wie Bauchweh. Bei der klinischen
Beobachtung wurden keine Abnormalitäten gefunden. 8 h nach der
Verabreichung wurden bei allen Freiwilligen mit Einschluß der obigen vier Männer
keine besonderen Abnormalitäten oder Schwierigkeiten im Bauch
festgestellt.
-
Bei der Kontrollgruppe waren bei allen fünf Männern über den Zeitraum
von 8 h nach der Verabreichung keine abnormalen Erscheinungen
festzustellen.
Beispiel 6
-
Ein Enteropooling-Effekt (ähnlich wie in Beispiel 1) und eine
Darmkontraktion (ähnlich wie in Beispiel 2) wurden bei den folgenden
Arzneimitteln erhalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2, 3 und 4
zusammengestellt.
Tabelle 2
Testarzneimittel
Enteropooling ED&sub5;&sub0; (mg/kg)
Darmkontraktion
Testarzneimittel:
-
4: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-PGE&sub2;-ethylester
-
5: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-20-methyl-PGE&sub2;-methylester
-
6: 15-Keto-16R,S-fluor-PGE&sub2;
-
7: 15-Keto-16R,S-fluor-PGE&sub2;-methylester
-
8: 13,14-Dihydro-15-keto-16,16-difluor-PGE&sub2;-methylester
Tabelle 3
Testarzneimittel
Enteropooling ED&sub5;&sub0; (mg/kg)
Testarzneimittel:
-
9: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-Δ²-PGA&sub1;
-
10: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-Δ²-PGA&sub1;-methylester
-
11: PGA&sub1;
Tabelle 4
Testarzneimittel
Enteropooling ED&sub5;&sub0; (mg/kg)
Darmkontraktion
Testarzneimittel
-
12: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-PGF&sub2;α
-
13: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-PGF&sub2;α-methylester
-
14: 13,14-Dihydro-15-keto-16,16-difluor-PGF&sub2;α-methylester
-
15: 13,14-Dihydro-15-keto-16R,S-fluor-20-methyl-PGF&sub2;α-methylester
-
16: 13,14-Dihydro-15-keto-20-ethyl-16R,S-fluor-PGF&sub2;α
-
17: 13,14-Dihydro-15-keto-20-ethyl-16R,S-fluor-PGF&sub2;α-methylester
-
18: 15-Keto-16R,S-fluor-PGF&sub2;α-methylester
-
19: PGF&sub2;α
-
Nachstehend werden die NMR- und Massenspektraldaten der
Testarzneimittel angegeben, die in den Beispielen verwendet worden waren.
¹H NMR: R-90H, hergestellt von Hitachi, Ltd.
-
Lösungsmittel: CDCl&sub3;
-
Masse: M-80B, hergestellt von Hitachi, Ltd.
-
EI: Ionisationspotential; 70 eV
-
SIMS: Ag-Platte-Glycerinmatrix
-
(2)
-
δ : 0,73 - 1,06 (3H, m), 1,06 - 2,89 (23H, m), 3,63 (3H, s), 3,80 - 4,27
(1H, m), 4,44 (0,5H, m), 4,99 (0,5H, m), 5,36 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 384, 366, 346, 335
-
(3)
-
δ : 0,73 - 1,05 (3H, m), 1,09 - 2,97 (22H, m), 4,08 (1H, m), 4,45 (0,5H,
m), 5,00 (0,5H, m), 5,38 (2H, m), 4,88 - 6,88 (2H, brs)
-
Masse (EI) m/z: 352 (M&spplus; - H&sub2;O), 282, 281, 226
-
(4)
-
δ : 0,73 - 1,05 (3H, m), 1,23 (3H, t, J=7Hz), 1,08 - 2,91 (23H, m), 4,08
(2H, q, J=7Hz), 3,83 - 4,25 (1H, m), 4,44 (0,5H, m), 4,98 (0,5H, m), 5,35
(2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 398 (M&spplus;), 380 (M&spplus; - H&sub2;O), 226, 109, 95, 81
-
(5)
-
δ : 0,89 (3H, t, J=6Hz), 1,10 - 2,88 (25H, m), 3,63 (3H, s), 3,81 - 4,26
(1H, m), 4,26 - 4,63 (0,5H, m), 4,99 (0,5H, m), 5,35 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 398 (M&spplus;), 380 (M&spplus; - H&sub2;O)
-
(6)
-
δ : 0,73 - 1,08 (3H, m), 1,14 - 3,21 (18H, m), 4,26 (1H, m), 4,58 (0,5H,
m), 5,13 (0,5H, m), 5,35 (2H, m), 4,88 - 6,36 (2H, brs), 6,64 (1H, dd,
J=16Hz, J=3Hz), 6,99 (1H, dd, J=16Hz, J=8Hz)
-
Masse (EI) m/z: 368 (M&spplus;), 350 (M&spplus; - H&sub2;O), 330 (M&spplus; - H&sub2;O-HF)
-
(7)
-
δ : 0,74 - 1,04 (3H, m), 1,13 - 2,95 (19H, m), 3,62 (3H, s), 4,23 (1H,
m), 4,55 (0,5H, m), 5,10 (0,5H, m), 5,31 (2H, m), 6,60 (1H, ddd, J=15Hz,
J=3Hz, J=1Hz), 6,94 (1H, dd, J=15Hz, J=8Hz)
-
Masse (EI) m/z: 382 (M&spplus;), 351 (M&spplus; -CH&sub3;O), 364 (M&spplus; -H&sub2;O), 344 (M&spplus; -H&sub2;O-HF)
-
(8)
-
δ : 0,93 (3H, t, J=6Hz), 1,08 - 2,75 (22H, m), 2,88 (1H, m), 3,63 (3H,
s), 3,81 - 4,33 (1H, m), 5,35 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 40² (M&spplus;), 384 (M&spplus; -H&sub2;O), 364 (M&spplus; -H&sub2;O-HF), 353 (M&spplus;
-H&sub2;O-CH&sub3;O)
-
(9)
-
δ : 0,75 - 1,05 (3H, m), 1,05 - 2,85 (24H, m), 4,43 (0,5H, m), 4,98
(0,5H, m), 5,77 (1H, d, J=16Hz), 7,01 (1H, dt, J=16Hz, J=7,5Hz), 7,50 -
9,30 (1H, brs)
-
Masse (EI) m/z: 354 (M&spplus;), 336 (M&spplus;-H&sub2;O)
-
(10)
-
δ : 0,73 - 1,05 (3H, m), 1,05 - 2,82 (24H, m), 3,67 (3H, s), 4,43 (0,5H,
m), 4,98 (0,5H, m), 5,76 (1H, d, J=16Hz), 6,91 (1H, dt, J=16Hz, J=7Hz)
-
Masse (EI) m/z: 368 (M&spplus;), 348 (M&spplus; -HF), 337 (M&spplus; -CH&sub3;O), 309 (M&spplus; -COOCH&sub3;),
269 (M&spplus; -CH&sub2;-CH=CH-COOCH&sub3;)
-
(12)
-
δ : 0,73 - 1,05 (3H, m), 1,10 - 2,90 (22H, m), 3,87 (1H, m), 4,13 (1H,
m), 4,43 (0,5H, m), 4,30 - 4,80 (3H, m), 4,98 (0,5H, m), 5,37 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 372 (M&spplus;), 354 (M&spplus; -H&sub2;O), 336, 284, 256
-
(13)
-
δ : 0,74 - 1,04 (3H, m), 1,07 - 2,86 (24H, m), 3,63 (3H, s), 3,85 (1H,
m), 4,13 (1H, m), 4,43 (0,5H, m), 4,99 (0,5H, m), 5,39 (2H, m)
-
Masse (SiMS) m/z: 387 (M&spplus;+1), 349 (M&spplus;+1-H&sub2;O)
-
(14)
-
δ : 0,92 (3H, t, J=6Hz), 1,15 - 2,92 (24H, m), 3,63 (3H, s), 3,50 - 3,95
(1H, m), 4,17 (1H, m),, 5,39 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 404, 386, 368, 355
-
(15)
-
δ : 0,88 (3H, t, J=6Hz), 1,15 - 2,90 (26H, m), 3,63 (3H, s), 3,87 (1H,
m), 4,14 (1H, m), 4,43 (0,5H, m), 4,98 (0,5H, m), 5,39 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 400, 382, 364, 362
-
(16)
-
δ : 0,87 (3H, t, J=6Hz), 1,10 - 2,90 (26H, m), 3,87 (1H, m), 4,12 (1H,
m), 4,43 (0,5H, m), 4,50 - 5,10 (3H, brs), 4,99 (0,5H, m), 5,38 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 400 (M&spplus;), 382 (M&spplus;-H&sub2;O), 362, 344
-
(17)
-
δ :0,86 - 1,05 (3H, m), 1,15 - 2,75 (20H, m), 3,63 (3H, s), 3,90 - 4,33
(2H, m), 4,54 (0,5H, m), 5,11 (0,5H, m), 5,34 (2H, m), 6,52 (1H, dd,
J=16Hz, J=3,5Hz), 6,91 (1H, dd, J=16Hz, J=9Hz)
-
Masse (EI) m/z: 384 (M&spplus;), 366 (M&spplus;-H&sub2;O), 346 (M&spplus;-H&sub2;O-HF), 303, 292
-
(18)
-
δ : 0,87 (3H, t, J=6Hz), 1,15 - 2,90 (28H, m), 3,63 (3H, s), 3,86 (1H,
m), 4,15 (1H, m), 4,45 (0,5H, m), 5,00 (0,5H, m), 5,40 (2H, m)
-
Masse (EI) m/z: 414 (M&spplus;), 396 (M&spplus;-H&sub2;O), 378, 358