DE385708C - Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen

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DE385708C
DE385708C DEW61579D DEW0061579D DE385708C DE 385708 C DE385708 C DE 385708C DE W61579 D DEW61579 D DE W61579D DE W0061579 D DEW0061579 D DE W0061579D DE 385708 C DE385708 C DE 385708C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B43/00Compositions characterised by explosive or thermic constituents not provided for in groups C06B25/00 - C06B41/00

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen. Zusatz zum Patent 352838. Das Hauptpatent schützt allgemein das Sprengen und Schießen unter Benutzung hochmolekularer Umwandlungsprodukte des Azetylens (Cupren oder Carben) als Kohlenstoffträger in Verbindung mit irgendwelchen Sauerstoffträgern und gegebenenfalls Beimischung von noch anderen Kohlenstoff trägern. Die weitere Ausbildung dieser Erfindung zu einem möglichst billigen Sprengverfahren hat dazu geführt, zu prüfen, ob sich nicht unmittelbar aus den Umwandlungsprodukten des Azetylens und Salpetersäure ein Sprengstoff herstellen lasse.
  • Von rauchender Salpetersäure werden allerdings einzelne Formen des Carbens so stark angegriffen, so .daß nach kurzer Zeit unter Erglimmen das Carben an der Luft verbrennt. Mit Salpetersäure von passendem Wassergehalt, aber z. B. gew. konz. Salpetersäure von etwa 1,¢ spez. Gewicht, wird Carben zwar oberflächlich geschwärzt, aber dann tritt keine weitere Veränderung ein und die Salpetersäure kann sogar durch Erhitzen wieder abgedampft und so das nur wenig veränderte Carben zurückerhalten werden.
  • Läßt man etwa das siebenfache Gewicht konz. Salpetersäure durch Carben aufsaugen, so erhält man einen Sprengstoff von großer Unempfindlichkeit, -der äber durch starke Initiierung zur Explosion gebracht werden kann. Der verhältnismäßig hohe Wassergehalt, der die Unempfindlichkeit bedingt, setzt auch durch die Aufnahme latenter Verdampfungswärme die Explosionstemperatur herab, liefert aber durch den entbundenen Wasserdampf ein hohes Gasvolumen, so daß sich der Sprengstoff für Zwecke, bei denen das erfordert wird, als vorteilhaft erweist.
  • Nützlich ist es auch, daß der, Sprengstoff nicht notwendig fertig hergestellt und weithin transportiert zu werden braucht, sondern ohne Schwierigkeiten auch erst an Ort und Stelle des Verbrauchs erzeugt werden kann. Zu diesem Zwecke kann man Patronen mit Carben von passend bemessener Aufnahmefähigkeit in konz. Salpetersäure tauchen und abtropfen lassen. Oder man stopft einfach das mit leichter Schrägung geführte Bohrloch mit Carben voll und gießt die erforderliche Menge konzentrierte Salpetersäure hinein, die aufgesaugt wird. Alle übrigen Maßnahmen bedürfen dann keiner Beschleunigung, da die Wirkung des Sprengstoffs ja von der Füllungszeit unabhängig ist. Statt Salpetersäure kann auch die käufliche etwa ;oprozentige Perchlorsäure dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen gemäß Patent 352838, dadurch gekennzeichnet, daß als Sauerstoffträger Salpetersäure oder Perchlorsäure verwendet wird. a. Abänderung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung des Sprengstoffes an der Verbrauchsstelle oder im Bohrloch stattfindet.
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