DE38458C - Aufklappbares kombinirtes Schlaf- und Arbeitsmöbel - Google Patents

Aufklappbares kombinirtes Schlaf- und Arbeitsmöbel

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DE38458C
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DE
Germany
Prior art keywords
frame
bed
foldable combined
combined sleeping
work table
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT38458D
Other languages
English (en)
Original Assignee
TH. REMPEN, Kgl. Landgerichts-Gefängnifs-Inspektor in Kassel, Neue Leipzigerstrafse 11
Publication of DE38458C publication Critical patent/DE38458C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C17/00Sofas; Couches; Beds
    • A47C17/52Cabinet beds; Table beds, or like beds; Wardrobe beds
    • A47C17/62Table beds; Billiard table beds, or like beds

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Special Chairs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Construction bewirkt:
ι. die Vereinfachung des Zimmerinventars in Räumen öffentlicher Anstalten wie auch in Privatlocalitäten durch die Vereinigung von Bett, Arbeitstisch, Spinden und Arbeitsstuhl, den vier nothwendigsten Ausrüstungsstücken eines Zimmers, in einem Möbel, sowie
2. die dadurch herbeigeführt werdende beträchtliche Raumersparnifs;
3. einen sicheren Schutz gegen das Einnisten und Umsichgreifen von Ungeziefer in den Inventarstücken infolge der durch die einfache Construction, leichte und gänzliche Zerlegbarkeit des Tischbettes ermöglichten häufigeren und gründlicheren Reinigung desselben durch feuchtes Abwischen aller seiner einzelnen Theile;
4. die Möglichkeit, bei Verwendung des Tischbettes in gewissen Anstalten, wie z. B. Irrenhäusern, Gefängnifszellen u. dergl., den Insassen derselben alle Eisentheile zu entziehen, welche dieselben irgendwie als gefährliche Werkzeuge benutzen könnten, und
5. endlich durch die leichte Bewegbarkeit des ganzen Tischbettgestelles die rasche und zweckentsprechende Aufstellung desselben zu jedweder damit beabsichtigten Verwendung.
In den beiliegenden Zeichnungen ist das Tischbett dargestellt:
Fig. ι in der Vorderansicht als Lagerstätte, Fig. 2 in dem Querschnitt derselben, Fig. 3 in der Vorderansicht des Arbeitstisches, Fig. 4 in dem Querschnitt desselben, Fig. 5 in der Vorderansicht des in der Höhe der Bettlage aufgeklappten Bettes, Fig. 6 in dem Querschnitt desselben, Fig. 7 in dem Querschnitt desselben in der an den aufgestellten Spinden (Schränkchen) hängenden Lage des Rahmens.
Das Tischbett ist folgendermafsen construirt:
Der Rahmen ABCD, Fig. 5, besteht aus zwei Langhölzern J?, in welche vier Querhölzer F1 bis -F4 eingezapft sind. In den beiden mittleren, F2 und jF3, dieser Querhölzer sind hölzerne Stifte J befestigt, auf welche die Belagsbohlen K1 bis Ki mit entsprechend eingebohrten Löchern auf- und festgelegt werden und so die Platte für den Arbeitstisch, Fig. 3 und 4, oder die Unterlage für die Matratze Z bilden, Fig. 1 und 2.
An den äufseren Kanten des Rahmens sind auf jeder Seite ein Haken G mit der Lasche gl durch versenkte Schrauben angeschraubt, mittelst welcher Haken die Führung des Rahmens an den Laufstangen H, sowie seine Feststellung in den verschiedenen Lagen seiner jeweiligen Benutzung bewirkt wird, Fig. 2, 4 und 5.
Diese Laufstangen H sind aus flachem Stabeisen derartig geformt, dafs sie oben einen horizontalen Arm hl h2 bilden, während ihr unterer Theil h2 h3 unter einem Winkel von 85° nach dem Fufsboden zu gebogen, dort mit einer Spitze und Stellscheibe oder mit Lasche und Schrauben befestigt ist.
Als Lager für die Haken g sind an den Laufstangen die Vertiefung /ι4, zur Stellung als Arbeitstisch, und der Stützhaken hb als Ruhepunkt bei der Lage der Bettstellenbenutzung angebracht.
Die Befestigung dieser Laufstangen kann nun entweder dadurch geschehen, dafs dieselben mit ihrem einen horizontalen Ende h1 in die Wand eingegypst, mit dem anderen, abwärts
laufenden aber an dem Fufsboden befestigt werden und so dem ganzen Bettgestell eine feste, unveränderliche Stellung gegeben wird, oder dafs dieselben an ein besonders dazu construirtes Gerüst W mittelst versenkter Schrauben angeschraubt und dadurch das ganze Tischbett transportabel gemacht wird.
Das Gerüst W wird durch zwei Säulen jp1 gebildet, welche in die als Füfse dienenden Lagerbalken n>'2 eingezapft sind, an der inneren Vorderkante mit einem Falz zur Aufnahme des Rahmenbelags bei dessen Aufstellung, Fig. 7, versehen und durch einen in beide Säulen eingezapften Riegel jj·"3 und den aufgekämmten Rahmenbalken »>4 fest mit einander verbunden sind, Fig. 1 und 2.
An der' hinteren Seite des Rahmens W sind vier Latten' wh befestigt, um der Matratze Z bei ihrer Aufstellung einen Halt zu bieten, ohne dafs dieselbe direct an die Wand zu liegen kommt.
Unter den Fufsbalken sind je zwei Rollen befestigt, mittelst deren das ganze Gerüst nebst dem Tischbett mit aller Leichtigkeit von einem Orte zum anderen geschoben werden kann.
Als vordere Stützen für den Bettrahmen dienen zwei Spinden (Schränkchen) M, welche mittelst je zweier Scharnierbänder, die an ihrer Hinterwand angeschraubt sind, an der unteren Seite des Rahmens derartig befestigt sind, dafs sie bei der Aufstellung des letzteren als Arbeitstisch, mit dessen Vorderkante abschneidend, senkrecht unter demselben stehen, Fig. 3 und 4, bei der Benutzung des Rahmens aber als Lagerstätte sich nach hinten, auf ihre vordere Seite, unter den Rahmen unterlegen und so die Träger desselben bilden, Fig. 1 und 2.
Wird der Rahmen aufser Benutzung, d. h. in die aufgeklappte Stellung gebracht, so hängen die Schränkchen, von ihren Scharnierbändern gehalten, an ersterem herunter, Fig. 5 und 6, oder sie stehen auf dem Fufsboden fest und tragen in dieser Stellung selbst den aufgeklappten Rahmen nebst den Belagsbohlen, welche in dem oben beschriebenen Falz der Gerüstsäulen Platz finden, Fig. 7.
Unter den Schränkchen sind je vier Füfse m2 angebracht und vor den vorderen Paaren derselben aufserdem noch zwei Rollen ms, mittelst deren sich die Schränkchen leicht vor- und zurückschieben lassen, wobei auch noch die an den inneren Seiten letzterer angebrachten Handhaben m4, Fig. i, 3 und 5, das Führen derselben bei den verschiedenen Bewegungen wesentlich erleichtern.
Der vierte Bestandtheil des Tischbettes ist der mit demselben verbundene Arbeitsstuhl, Fig. 3 und 4. Derselbe besteht aus den beiden Beinen u, welche, oben abgerundet, an einer unter das vordere Langholz E des Rahmens angeschraubten Scharnierzunge u1 vor- und rückwärts bewegbar befestigt sind.
Die Stuhlbeine sind nicht weit von ihrem unteren, ebenfalls abgerundeten und mit den Rollen u2 versehenen Enden durch eine Querstange M3 mit einander verbunden.
Ebenso hoch vom oberen Ende der Stuhlbeine entfernt, wie die Tiefe der Spinden beträgt, sind dieselben mit einem Gelenk κ4, Fig. 2 und 7, versehen, durch welches ermöglicht werden kann, dafs der Obertheil des Stuhlbeines als Stütze unter dem Rahmen in der Bettlage aufgestellt werden kann, während das untere Ende unter dem Bett, nach hinten zurückgelegt, auf dem Fufsboden ruht.
In gewöhnlicher Stuhlsitzhöhe vom Fufsboden entfernt, sind an der inneren Seite der Stuhlbeine je ein Stift κ5 angebracht, auf welche der Stuhlsitz κ6 mittelst des Hakens u1 aufgelegt und durch die Knaggen w8, Fig. 4 und 6, in horizontaler Lage gehalten wird.
Beim Aufklappen des Bettrahmens hängt der Stuhl wie die Schränkchen mit allem Zubehör am Rahmen herunter; nur in der Stellung, in welcher der Rahmen an den stehenden Schränkchen aufgehängt werden soll, mufs das Sitzbrett vorher abgenommen werden, bevor der Rahmen umgeklappt werden darf, Fig. 7.
Die Handhabung des Tischbettes bei seiner Aufstellung zum Zweck der einen oder anderen Benutzungsweise ist eine sehr einfache.
Soll z. B. das als Arbeitstisch benutzte Tischbett in die Bettlage gebracht werden, so hebt man den vorderen Theil des Rahmens so hoch in die Höhe, dafs die Spinden (Schränkchen) in die nach der Wand hin rollende Bewegung kommen, drückt dann leicht die Haken G aus den Lagern /z4 und läfst dieselben unter weiterem Zurückrollen der sich platt auf den Fufsboden legenden Schränkchen langsam an den Laufstangen H bis auf den Stützhaken h5 hinabgleiten, wo dann die nun festliegenden Schränkchen dem horizontal gelegten Bettrahmen die Unterlage nach hinten bilden, während zu dessen Unterstützung nach vorn aufserdem noch die umgelegten Stuhlbeine μ dienen, Fig. 2.
Durch Wiederauflegen der vor'der Bewegung des Rahmens abgenommenen Belagsbohlen K1 bis Ki ist dann das Gestell zum Gebrauch als Bett vollständig hergestellt.
Um das Bettgestell aus dieser Lage wieder in die Stellung als Arbeitstisch zu bringen, wird die Matratze auf das zu ihrer Aufnahme auf dem Gerüstriegel jp3 bereit liegende Brett S aufrecht hingestellt, die Bohlen von dem Rahmen abgenommen, dieser vorn so weit in die Höhe gebracht, dafs die Schränkchen zum Stehen kommen, alsdann die Haken G durch einen Druck auf die vordere Kante des Rahmens aus den Lagern h5 heraus und bis in die Höhe der Lager h4 gehoben.
Durch Vorziehen des ganzen Gestelles werden alsdann die Haken G in den Lagern h4 festgelegt, die Schränkchen mittelst der Handhaben W4 ganz nach vorn gezogen und durch Wiederauflegen der Bohlen der Arbeitstisch vollendet.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein aufklappbares combinirtes Schlaf- und Arbeitsmöbel, welches sich dadurch charakterisirt, dafs ein an den Winkelschienen hl h"2 /i3 geführter Rahmen ABCD heruntergeklappt und mittelst Haken G nach seinem jeweiligen Zweck in verschiedener Höhenlage an den Winkelschienen festgestellt wird, so dafs der Rahmen entweder als Arbeitstisch, Fig; 4, oder als Lagerstätte, Fig.
  2. 2, Verwendung finden kann, und wobei die in Scharnieren an dem Rahmen befestigten seitlichen Schranke M M und die beiden mittleren, eventuell durch ein Sitzbrett w°, Fig. 4, zu verbindenden Gelenkstreben u u die Unterstützung des Rahmens bilden.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT38458D Aufklappbares kombinirtes Schlaf- und Arbeitsmöbel Expired - Lifetime DE38458C (de)

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