DE3830309C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/04—Helicopters
- B64C27/12—Rotor drives
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/04—Helicopters
- B64C27/06—Helicopters with single rotor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
- Wind Motors (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Hubschrauber mit einem
Hauptrotor, einem Gegendrehmomentrotor, sowie einer Kabine,
in der ein Rettungssystem mit Schleudersitzen angeordnet ist.
Die Erfindung findet insbesondere Anwendung bei kleineren Hubschraubern,
deren Auftrieb mit nur einem Rotorsystem erzeugt
wird. Solche Hubschrauber werden vorwiegend im zivilen Bereich
zum Personentransport oder zu Überwachungs- und Beobachtungsaufgaben
eingesetzt.
Das zur Erzeugung des Rotorschubes dienende Rotorsystem eines
Hubschraubers ist bekanntlich oberhalb dessen Kabine angeordnet.
An einem Rotorkopf sind die sich drehenden Rotorblätter
angebracht und die Flugbewegungen des Hubschraubers geschehen
durch die Änderungen des Anstellwinkels der Rotorblätter. Bei
dieser Bauart ist jedoch von Nachteil, daß Schleudersitze zur
Rettung der Piloten bei Unfällen nicht verwendet werden können,
weil der Schleuderweg in den Drehkreis der Rotorblätter
geführt werden müßte. Die Lösung dieses Problems ist in der
zurückliegenden Zeit von verschiedenen Seiten her mehr oder
weniger erfolglos angegangen worden.
Mit der US-PS 37 01 503 ist ein Hubschrauber mit einem oberhalb
der Kabine angeordneten Hauptrotor, mit einem Gegendrehmomentrotor
und mit einer Kabine bekanntgeworden, in welcher
ein Rettungssystem vorgesehen ist. Dieses besteht aus einem
um einen tiefliegenden Schwerpunkt kippbaren Schleudersitz,
mit dessen Hilfe sich der Pilot im Notfall zur Seite hin
unter den Rotorblättern vorbei etwa horizontal hinauskatapultieren
kann. Das System versagt aber bei niedrig fliegendem
Hubschrauber und insbesondere dessen zusätzlicher Schräglage,
wenn die erforderliche Mindesthöhe für die sichere Öffnung
des Fallschirms nicht erreicht ist.
Es ist auch ein Hubschrauber mit auf der Kabine sitzendem
Rotor bekannt, bei welchem im Rettungsfall der Pilot nach
Hochheben seines Körpers aus der Sitzmulde durch eine sehr
kompliziert aufgebaute Rakete von seinem Sitz weg und horizontal
zur Seite nach Absprengen der Kabinentür herausgezogen
wird (US-PS 33 61 397).
Zur Rettung der Piloten im Katastrophenfall ist weiterhin
bekannt, bei einem Hubschrauber mit oberhalb des Kabinendaches
liegendem Hauptrotor die Sitze der Piloten auf kugelgelagerten,
horizontalen Gleitschienen anzuordnen und sie mit
getrennten, aufwendigen Einrichtungen erst waagerecht zur
Seite aus der Kabine heraus und dann außerhalb des Rotorbereiches
senkrecht nach oben zu katapultieren (US-PS 32 22 015).
In der US-Zeitschrift "Aviation Week & Space Technology" vom
18. 7. 1966 ist auf Seite 125 zusammen mit Fotos noch von einem
Versuch mit einer Rettungskabine eines mit zwei Rotoren ausgestatteten,
großen Hubschraubers berichtet worden, bei welchem
zur Problemlösung nach Absprengen der Rotorblätter zuerst die
Kabine vom Rumpf getrennt und dann zwei Fallschirme aufgesprengt
worden waren.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Rettungssystem
für einen Hubschrauber derart auszubilden, daß ein
Auswurf der Schleudersitze nach oben aus der Kabine erfolgen
kann.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird von einem Hubschrauber
mit einem Hauptrotor, einem Gegendrehmomentrotor, und einer
Kabine, in der ein Rettungssystem mit Schleudersitzen angeordnet
ist, ausgegangen.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß der Hauptrotor mit seinen
Rotorblättern ringförmig um die Kabine angeordnet ist.
In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung weist die Kabine
kreisförmigen Grundriß auf, am Außenmantel der Kabine ist ein
Tragring vorgesehen, der Tragring trägt eine kreisförmige
Laufschiene, auf der Laufschiene sind Tragelemente für den
Anschluß der Rotorblätter des Hauptrotors vorgesehen und an
jedem Tragelement ist ein Rotorblatt befestigt.
Die Ausbildung dieses im wesentlichen aus mehreren konzentrischen
Ringen bestehenden und an der Außenwand der Kabine
angeordneten, neuartigen Hauptrotors gestattet es, in der Kabine
einen oder mehrere Schleudersitze für die Besatzung
anzuordnen. Nach Abnehmen oder Absprengen der Decke der Kabine
kann der Schleudersitz mit dem Piloten ungehindert und
gefahrlos direkt nach oben ausgeworfen werden, was völlig
unabhängig von der Flughöhe geschehen kann. Darüber hinaus
wird durch den Wegfall des Rotorkopfes oberhalb der Kabine
die Aerodynamik des Hubschraubers beträchtlich verbessert und
eine vorteilhafte Verlagerung seines Schwerpunktes erzielt.
Das neuartige, ringförmige, um die Kabine bzw. um einen oberen
Teil der Kabine angeordnete Rotorsystem läßt alle Steuerfunktionen
der bekannten, klassischen Systeme zu, nämlich das
allseitige Kippen, die kollektive und die zyklische Blattverstellung,
die Befestigung der Blattwurzeln mittels Schwenk-
und Schlaggelenke sowie die Autorotation und die anderen
Flugbewegungen.
Der neuartige Hubschrauber wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die vier Zeichnungsblätter
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Hubschrauber gemäß der Erfindung
in einer Seitenansicht, in einer ver
einfachten Darstellung;
Fig. 2 den Hubschrauber gemäß Fig. 1 in einem
Horizontalschnitt, geschnitten entlang
der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Teil-Querschnitt durch das Rotor
system des Hubschraubers gemäß Fig. 1
und 2, an der Stelle "A" in Fig. 1;
Fig. 4 einen Querschnitt durch ein Führungs
element für den Zahnkranz, angeordnet an
der Stelle "B" in Fig. 2.
Der in den Fig. 1 und 2 wiedergegebene Hubschrauber be
sitzt eine Kabine 1, ein Triebwerk 2, ein Hauptrotor 3, zwei
Rotorblätter 4, einen Gegendrehmomentrotor 5 und ein Landegestell
6.
Der vom Triebwerk 2 auf nicht dargestellte Weise über Wellen
angetriebene Gegendrehmomentrotor 5 besteht aus zwei Rotorblättern
und ist am freien, hochgezogenen Ende eines von der Kabine 1
ausgehenden, rohrförmigen Trägers 7 vertikal angeordnet.
Das Landegestell 6 besteht aus zwei parallelen Kufen 8, welche
mit Hilfe von Stützen 9 an der Unterseite der Kabine 1 befe
stigt ist.
Die Kabine 1 zeigt die Gestalt eines Zylinders, dessen Boden
und Decke halbkugelig ausgebildet sind. Der Zylinder besitzt
einen kreisförmigen Querschnitt; die halbkugelige Decke dient
als Dach der Flugkanzel für die Besatzung.
Der Hauptrotor 3 weist einen kreisförmigen Tragring 10 auf,
welcher an dem Außenmantel 11 der Kabine 1 vorgesehen ist und
in diesen Außenmantel 11 vertieft in eine Rechtecknut 12 mit
Abständen eingelassen ist. Dieser aus Stahl bestehende Trag
ring 10 weist einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem
Steg 13 und zwei hieran rechtwinklig angeordneten U-Schenkeln 14 auf.
Der Tragring 10 ist mit Hilfe von Hydraulik-Zylindern 15 all
seits kippbar an der Kabine 1 befestigt. Sowohl die Zylinder
als die Kolbenstangen der Hydraulik-Zylinder 15 sind an der
Kabine 1 bzw. dem Tragring 10 auf geeignete Weise gelenkig
angeordnet. Mittels der Hydraulik-Zylinder 15 kann bei ent
sprechender Steuerung die Flugrichtung des Hubschraubers
vorgegeben werden.
Der kreisförmige und im Querschnitt U-förmige Tragring 10,
dessen Steg 13 nach innen zur Kabine 1 weist, trägt eine
kreisringförmige Laufschiene 16 aus Stahl. Diese Laufschie
ne 16 besitzt ein T-förmiges Profil, welches mit seinem
Gurt 18 auf dem Steg 13 des Tragringes 10 innen aufsteht
und einstückig verbunden ist.
Auf der Laufschiene 16 laufen zwei Tragelemente 19 für die
beiden Rotorblätter 4. Ist der Hubschrauber mit mehr als zwei
Rotorblättern 4 ausgerüstet, dann erhöht sich die Anzahl der
Tragelemente 19 entsprechend. Diese Tragelemente 19 weisen
eine T-Nut 20 auf, deren Querschnitt dem T-förmigen Pro
fil 17 des Tragringes 10 entspricht und in welche das Pro
fil 17 eingreift.
In den Wänden 21 der T-Nut der Tragelemente 19 sind oben und
unten je ein Paar von Zylinderrollen 22 und rechtwinklig zu
diesen jeweils zwei einander gegenüberliegende Laufrollen 23
angeordnet. Die Drehachsen der Zylinderrollen 22 und der Lauf
rollen 23, die auf den Seiten des T-Profiles 17 abrollen,
sind mit strichpunktierten Linien angegeben.
An jedem der Tragelemente 15 ist die Blattwurzel 24 eines Ro
torblattes 4 schwenkbar befestigt. Hierzu trägt die Blatt
wurzel 24 eine Achse 25 mit einem end
ständigen Kopf 26. Die Achse 25 durchsetzt in einer
Bohrung 27 das Tragelement 19, und der Kopf 26 sitzt in einer
zur T-Nut 20 weisenden Sackbohrung 28. Es versteht sich, daß
zusätzlich Schlaggelenke vorgesehen sein können, auf deren
Darstellung jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit der
Zeichnungen verzichtet worden ist.
In den Tragelementen 19 ist ein Schwenkorgan 29 in Gestalt
eines elektrisch angetriebenen Stellmotores vorgesehen. Das
Betätigungsglied dieses Schwenkorganes 29 greift an der
Schwenkachse 25 der Blattwurzel 24 an; hierzu dient ein
Schwenkhebel 30, der in der Schwenkachse 25 steckt. Die Strom
zufuhr zu den Stellmotoren kann beispielsweise durch ringför
mige Stromschienen im Zusammenwirken mit geeigneten Stromab
nehmern geschehen (nicht dargestellt).
Die beiden Tragelemente 19 sind über einen kreisringförmigen
Zahnkranz 31 miteinander verbunden, welcher horizontal zur
Laufschiene 16 bzw. zum Tragring 10 liegt. Der Zahnkranz 31
ist an einer nach unten weisenden Schulter 32 des Tragele
mentes 19 angeschraubt.
In den Zahnkranz 31, dessen Zähne 33 nach außen weisen,
greift ein Antriebsritzel 34 ein. Dieses Antriebsritzel 34
sitzt auf einer Antriebswelle 35, welche in dem unteren U-
Schenkel 14 des Tragringes 10 drehbar gelagert und vom Trieb
werk 2 angetrieben ist.
Auf der Laufschiene 16 laufen zwischen den
180 Grad auseinanderliegenden Tragelementen 19 für die
beiden Rotorblätter 4 in einem jeweiligen Abstand von 90 Grad
zwei Führungselemente 36 (vgl. Fig. 2). Diese Führungselemen
te 36 tragen (vgl. Fig. 4) die gleiche, nach unten gerichte
te Schulter 32 wie die Tragelemente 19, weisen die gleiche T-
Nut 20 auf und tragen dieselben Zylinderrollen 22 und Laufrol
len 23. An diesen Führungselementen 36 ist der Zahnkranz 31
befestigt.
Die beiden Rotorblätter 4 werden vom Triebwerk 2 über die An
triebswelle 35, das Antriebsritzel 34, den Zahnkranz 31 und
die Tragelemente 19 in Drehung versetzt. Das Steigen, Schwe
ben und Sinken des Hubschraubers geschieht durch Veränderung
des Anstellwinkels der Rotorblätter 4 infolge der Betätigung
der Schwenkorgane 29, während der Vorwärts-, Rückwärts- und
Seitenflug durch Kippen des Tragringes 10 mittels Steuerung
der Hydraulik-Zylinder 15 erfolgt.
Claims (3)
1. Hubschrauber, mit
- - einem Hauptrotor,
- - einem Gegendrehmomentrotor,
- - einer Kabine, in der ein Rettungssystem mit Schleudersitzen angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Hauptrotor (3) mit seinen Rotorblättern (4) ringförmig um die
Kabine (1) angeordnet ist.
2. Hubschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die Kabine (1) kreisförmigen Grundriß aufweist,
- - am Außenmantel (11) der Kabine (1) ein Tragring (10) vorgesehen ist,
- - der Tragring (10) eine kreisförmige Laufschiene (16) trägt,
- - auf der Laufschiene (16) Tragelemente (19) für den Anschluß der Rotorblätter (4) des Hauptrotors (3) vorgesehen sind,
- - an jedem Tragelement (19) ein Rotorblatt (4) befestigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883830309 DE3830309A1 (de) | 1988-09-07 | 1988-09-07 | Hubschrauber |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883830309 DE3830309A1 (de) | 1988-09-07 | 1988-09-07 | Hubschrauber |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3830309A1 DE3830309A1 (de) | 1990-03-15 |
| DE3830309C2 true DE3830309C2 (de) | 1990-10-11 |
Family
ID=6362399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883830309 Granted DE3830309A1 (de) | 1988-09-07 | 1988-09-07 | Hubschrauber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3830309A1 (de) |
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-
1988
- 1988-09-07 DE DE19883830309 patent/DE3830309A1/de active Granted
Also Published As
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|---|---|
| DE3830309A1 (de) | 1990-03-15 |
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