DE3823280C2 - Elektrisch betriebenes Heizpaneel - Google Patents
Elektrisch betriebenes HeizpaneelInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisch
betriebenes Heizpaneel gemäß dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs.
Nachfolgend wird der Ausdruck "elektrisch betriebenes
Heizpaneel" mit der Absicht verwendet, daß darunter auch
elektrisch betriebene Einbauheizkörper, Heizdecken,
Matratzen und Polster fallen.
Heizvorrichtungen der eingangs genannten Art sind an sich
bekannt (GB 2 160 749 A). In der US 4 491 723 ist eine
Heizschaltung mit einem Heizleiter, mit einem Sensorleiter
und mit einer Trenneinrichtung offenbart, wobei die
Trenneinrichtung die Leiter trennt und eine Impedanz
aufweist, die mit steigender Temperatur geringer wird
und/oder im Falle der Überhitzung schmilzt, um einen
Kontakt zwischen den Leitern zu ermöglichen. Aus der
DE 29 03 418 A1 ein Heizstromkreis mit einem ersten
länglichen Leiter für Heizzwecke und mit einem zweiten
länglichen Leiter von im wesentlichen gleicher Länge wie
der erste Leiter bekannt, wobei zwischen den beiden
Leitern ein diese trennendes Material angeordnet ist,
dessen Wechselstromwiderstand mit zunehmender Temperatur
abnimmt. In der DE 19 29 855 B2 ist ein Schutzstromkreis
für eine elektrisch beheizte Decke oder ein Kissen
offenbart, wobei der Schutzstromkreis ein koaxiales
Doppelheizelement, einen inneren und einen äußeren Leiter,
von denen mindestens einer über eine Wechselstromquelle
verbunden ist, eine mit diesem Leiter in Reihe geschaltete
Sicherung und eine Schutzvorrichtung aufweist, die auf
eine Störung als Folge des Kontaktes zwischen dem inneren
und dem äußeren Leiter des Heizelementes anspricht derart,
daß der durch die Sicherung hindurchgehende Strom größer
wird und die Sicherung durchbrennt.
Zwar sind beim jeweiligen Gegenstand der vorgenannten
Druckschriften im Zusammenhang mit den einstellbaren
Heizleistungen jeweils entsprechende Diodeneinrichtungen
vorgesehen, jedoch ist es bei derartigen Heizvorrichtungen
nicht möglich, unterschiedliche Heizleistungen bei bewußt
einfach gehaltenen elektrischen Verbindungen zum
Doppelspulenheizelement bereitzustellen. Aus diesem Grund
sind die Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten der
bekannten Heizvorrichtungen in der Praxis nur sehr
limitiert.
Ausgehend hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein elektrisch betriebenes Heizpaneel
vorzusehen, das unterschiedliche Heizleistungen
bereitstellt, wobei die elektrischen Verbindungen zum
Doppelspulenheizelement vereinfacht werden sollen.
Diese Aufgabe wird durch ein elektrisch betriebenes
Heizpaneel gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs
gelöst, bei dem gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung
über den Mehrstellungsschalter die Diode verbindbar ist,
jeweils:
- a) in Reihe mit beiden Heizspulen des Doppelspulenheizelements oder
- b) in Reihe mit nur der einen Heizspule des Doppelspulenheizelements oder
- c) in Reihe mit nur der anderen Heizspule des Doppelspulenheizelements,
wobei der Widerstand der Heizspulen unterschiedlich ist.
Hierbei dienen die unterschiedlichen Widerstände der
Heizspulen dazu, unterschiedliche
Heizleistungen zu erzielen, wobei die elektrischen
Verbindungen zum Doppelspulenheizelement gemäß der
vorliegenden Erfindung bewußt einfach gehalten sind.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung ist eine Sicherung
vorgesehen, deren Einstellung gerade über dem in der
höchsten Heizstellung des Mehrstellungsschalters
fließenden Strom liegt.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung sind Schutzdioden
vorgesehen, wobei jeweils eine der Schutzdioden jeweils
einer der Heizspulen des Doppelspulenheizelements
zugeordnet ist. Die Schutzdioden stellen gewissermaßen
einen Schutzsicherungspfad für den Fall bereit, daß eine
zwischen den beiden Heizspulen des
Doppelspulenheizelements vorgesehene Isolation ausfällt.
Hierbei kann der Schutzsicherungspfad nicht unmittelbar,
sondern auch erst bei einen weiteren Ausfall der Isolation
bewirkender Erwärmung der Heizspulen bereitgestellt sein.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung sind die
Schutzdioden durch parallel geschaltete Dioden ergänzt, um
einen kontinuierlichen Schutz für den Fall
bereitzustellen, daß eine der Schutzdioden ausfällt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert. In dieser
zeigt:
Fig. 1 ein Schaltdiagramm einer Heizdecke gemäß
der Erfindung;
Fig. 1A-C den Schaltkreis gemäß Fig. 1 in
vereinfachter Darstellung für jede der drei
jeweils eingeschalteten Schaltstellungen;
Fig. 2 ein Schaltdiagramm, das eine Fehler
bedienung zeigt und
Fig. 3 eine Modifikation der Anordnung gemäß
Fig. 1.
Ein elektrisch betriebenes Heizpanell 20 in Form eines
elektrischen Heizkissens weist ein Doppelspulenheiz
element 21 auf, das mit einem Mehrschaltstellungs
schalter S verbunden ist, so daß unterschiedliche Heiz
leistungen von dem Heizkissen gemäß der gewählten
Stellung des Schalters abgegeben werden können. Der
Schalter S ist so einstellbar, daß die
Diodeneinrichtungen verbunden werden können, die eine
Diode D3 in jeweilig unterschiedliche Funktionsstellungen
bezüglich der Spulen des Heizelementes 21 gebracht
werden können.
Das Doppelspulenheizelement 21 weist innere (R1) und
äußere (R2) Spulen auf, die voneinander durch eine
Isolation (I) verbunden sind. Das Heizelement 21 ist
mit einem 240 V Wechselspannungsnetzteil verbunden
(die durch einen Anschluß L und einem Erdeanschluß
N dargestellt wird), über eine Sicherung F und den
Schalter S. der drei Einschaltstellungen und zwei Aus
schaltstellungen aufweist.
Die innere Spule R1 ist auf eine zentrale Seele aus
Kunststoff oder Kunstseide aufgewickelt und mit der
Isolation I abgedeckt, die eine Schicht bzw. Decke
eines thermoplastischen Materials aufweist. Die äußere
Spule R2 ist auf die Schicht von Isolation I aufgelegt
und selbst mit äußeren Isolationsschichten (nicht ge
zeigt) abgedeckt. Ein geeignetes thermoplastisches
Material für die Isolation I ist Polyvinylchlorid (PVC),
wobei der Isolationswiderstand derselben mit zunehmender
Temperatur abnimmt. Unter normalen Betriebsbedingungen
ist ein geringer Leckstrom möglich zwischen den beiden
Spulen aus R1 und R2. Die äußere Schicht kann ebenso
PVC als Isolationsmaterial enthalten.
Der Schalter S hat Kontakte 1b und 2b, die mit dem
Leitungsanschluß L verbunden sind, und Zuführkontakte
3b und 4b, die mit Erdeanschluß N verbunden sind.
Korrespondierende Kontakte 1a, 2a, 3a und 4a sind mit
jeweiligen Enden der Spulen R1 und R2 verbunden. Die
drei Leitungen 10/1, 10/2 und 10/3 des Schalters S
stellen dar, wie der Schalter die Kontakte des Schalters
in den drei Betriebsstellungen des Schalters verbindet;
jede Betriebslage stellt einen unterschiedlichen Heiz
ausgang des Paneels dar. Wenn der Schalter S ausge
schaltet wird, werden die Kontakte 1a, 2a, 3a und 4a
von der Wechselspannungsquelle getrennt. Der Steuer
schaltkreis weist Dioden D1 bis D5 auf.
Im Detail wird die Auswahl des ersten oder der geringsten
Heizstellung des Schalters S bewirkt, daß der Anschluß
N mit dem Kontakt 4a mittels der Leitung 10/1 verbunden
wird und der Anschluß L mit dem Kontakt 1a verbunden
ist. Diese Bedingungen bringt den Widerstand R2 in
Reihe zum Widerstand R1 über die Diode D3 (Fig. 1a).
Die Auswahl der zweiten oder mittleren Heizstellung
des Schalters S bewirkt, daß der Anschluß N zu beiden
Kontakten 4a und 3a verbunden wird und der Anschluß
L mit dem Kontakt 1a. Hierdurch wird R1 allein in den
Schaltkreis über die Diode D3 gebracht (Fig. 1b).
Die Auswahl der dritten und größten Heizstellung bewirkt,
daß der Anschluß N mit dem Kontakt 4a verbunden wird,
und daß der Anschluß L sowohl mit Kontakt 1a und 2a
verbunden wird. Hierdurch wird nur R2 alleine in den
Schaltkreis über die Diode D3 gebracht (Fig. 1C).
Es sei angemerkt, daß die Diode D3 in allen Betriebs
lagen des Schalters S (bei negativen Halbwellen) leitet,
sie aber unterschiedliche Funktionsstellungen in Ab
hängigkeit der Stellung des Schalters S einnimmt.
Die Dioden D1 und D4 sind Schutzdioden, um einen zu
sätzlichen Schutzsicherungspfad bereitzustellen für
den Fall, daß die Isolation I an einem Punkt ausfällt.
Die Dioden D2 und D5 sind zusätzliche Dioden, die
parallel zu dem jeweiligen Dioden D1 und D4 geschaltet
sind, so daß ein kontinuierlicher Schutz selbst dann
bereitgestellt ist, wenn D1 oder D4 ausfällt.
Die Einstellung der Sicherung F sollte gerade über
dem Strom liegen, der in der höchsten Heizstellung
des Schalters S fließt.
In dem Beispiel eines Schaltkreises gemäß Fig. 1 ist
der Widerstand der Spule R1 720 Ohm; der Widerstand
der Spule R2 beträgt 360 Ohm. Hierbei ergibt sich eine
Leistung von 80 Watt (Maximum); 40 Watt (mittlere Heiz
lage) und 26,7 Watt (geringste Heizleistung) für die
drei Betriebsstellungen des Schalters S. Der (Halb
wellen)strom bei 80 W beträgt 471 mA. Deshalb wird
ein geeigneter Wert einer Standardsicherung F mit 500
mA ausgewählt.
Die Enden und Mittelpunkte der Spulen R1 und R2 sind
jeweils mit A1, C1, B1 und A2, C2, B2 bezeichnet.
Für den Fall, daß die Isolation I an irgendeinem Punkt
zwischen A1 und B1 (beispielsweise bei C1/C2) ausfällt,
kann zusätzlich bei Zweiweggleichrichtung die Leitung
bei positiven Halbwellen über die Dioden D4/D5 und
D1/D2 stattfinden, um den Gesamtwiderstand des Schalt
kreises zu reduzieren. Hierdurch bedingt wird eine
Vergrößerung des Stroms dergestalt, daß die Sicherung
F die Stromzuführung zu dem Heizkissen 20 unterbricht.
Bei einer Fehlerbedingung, die in Fig. 2 dargestellt
ist, wird der Ausfall der Isolation I am Punkt C1/C2
des Heizelementes simuliert, wobei der Schalter S in
der geringsten Heizposition sich befindet. Es ist er
sichtlich, daß unter diesen Bedingungen effektiv zwei
Hälften der Spule R1 parallel arbeiten und die zwei
Hälften der Spule R2 ebenso parallel arbeiten, so daß
ein Widerstand im Schaltkreis gegeben ist, der geringer
als der normale Widerstand im Schaltkreis ist, wobei
die Sicherung F zum Abtrennen der Spannungsversorgung
durchbrennt.
Der Widerstand in dem Schaltkreis unter Fehlerbe
dingungen ändert sich entsprechend dem Ort des Fehlers
und der Betriebsstellung des Schalters S. In den meisten
Fehlerbedingungen wird die Sicherung F unverzüglich
bei Auftreten eines Fehlers durchbrennen. Randbedingungen
können auftreten, wenn die Isolation I nahe in der
Mitte des Heizelementes 21 ausfällt. In einem solchen
Fall könnte die Sicherung F nicht direkt durchbrennen.
In diesem Falle wird die Leistungsaufnahme des Heiz
elementes 21 vergrößert. Diese Vergrößerung weist
127 W, 133 W und 149 W jeweils bei der niedrigsten,
der mittleren und der maximalen Heizstellung des
Schalters S auf. Die Spulen R1, R2 werden dann wärmer
werden, wodurch der Fehler in der Isolation I größer
wird, so daß ein Pegel des Stroms erreicht wird, daß
die Sicherung durchbrennt, selbst wenn die Einstellung
der gerade installierten Sicherung F etwas höher als
der oben angegebene empfohlene Wert ist (beispielsweise
620 mA anstelle von 500 mA).
Wenn die Diode D3 öffnet, dann wird kein Strom in
jeglicher Stellung des Schalters S fließen. Wenn die
Diode D3 kurzgeschlossen ist, dann ist eine Halbwellen
direktleitung in allen Schalterstellungen vorhanden,
die bewirkt, daß die Sicherung F arbeitet.
Eine Modifikation des Schaltkreises ist in Fig. 3 dar
gestellt. Hierbei sind die Verbindungen zu R2 umge
tauscht. Diese Modifikationen ändert die Fehlerstrom
bedingungen etwas, so daß der Betrieb der Sicherung
F spezieller ist. Das Umtauschen der Verbindungen zur
Spule R1 würde dieselbe Wirkung haben.
Es sei angemerkt, daß ein Überhitzungsschutz existiert
über die gesamte Länge des Doppelspulenheizelementes
21 gemäß Fig. 1 und 3. Die verwendeten
Schaltkreiskomponenten sind elementar und nur wenige,
so daß dadurch eine preisgünstige Steuerung und ein
einfacher elektrischer Anschluß sichergestellt ist.
Claims (4)
1. Elektrisch betriebenes Heizpaneel mit einem zwei
Heizspulen (R1, R2) aufweisenden Doppelspulenheizelement
(21), die mit einem drei Schaltstellungen (10/1; 10/2;
10/3) aufweisenden Mehrstellungsschalter (S) verbunden
sind, so daß unterschiedliche Wärmeausgangsleistungen vom
Heizpaneel entsprechend der gewählten Schaltstellung des
Mehrstellungsschalters (S) möglich sind und im
Zusammenhang mit den unterschiedlichen
Wärmeausgangsleistungen mindestens eine Diode (D3)
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß über den Mehrstellungsschalter (S) die Diode (D3) verbindbar ist, jeweils:
dadurch gekennzeichnet,
daß über den Mehrstellungsschalter (S) die Diode (D3) verbindbar ist, jeweils:
- a) in Reihe mit beiden Heizspulen (R1, R2) des Doppelspulenheizelements (21) oder
- b) in Reihe mit nur der einen Heizspule (R1) des Doppelspulenheizelements (21) oder
- c) in Reihe mit nur der anderen Heizspule (R2) des Doppelspulenheizelements (21),
2. Heizpaneel gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Sicherung (F) vorgesehen ist,
deren Einstellung gerade über dem in der höchsten
Heizstellung des Mehrstellungsschalters (S) fließenden
Strom liegt.
3. Heizpaneel gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Schutzdioden (D1, D4) vorgesehen sind,
wobei jeweils eine der Schutzdioden (D1, D4) jeweils einer
der Heizspulen (R1, R2) des Doppelspulenheizelements (21)
zugeordnet ist.
4. Heizpaneel gemäß Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schutzdioden (D1, D4) durch
parallel geschaltete Dioden (D2, D5) ergänzt sind.
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