DE3822012C2 - Quenching-Vorrichtung - Google Patents
Quenching-VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Quenching-Vorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der CH PS 521 534 ist eine gattungsgemäße Quenching-
Vorrichtung bekannt geworden. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist
ein Explosions-Entlastungsventil vorhanden mit einer Verschlußplatte,
die sich bei einem Überdruck öffnet, so daß Gase austreten können,
die sich aber bei nachlassendem Druck wieder schließt. Die bekannte
Vorrichtung eignet sich nur für eine flammenfreie Druckentlastung,
wohingegen Stäube zwischen den dort vorhandenen Blechbandlagen
austreten können. Diese Stäube treten durch die Blechbandlagen
radial nach außen aus. Diese auftretenden Stäube stellen eine Gefahr
dar, da es dadurch in der Umgebung zu Sekundärexplosionen
kommen kann. Für Anwendungsfälle, bei denen feine Stäube
auftreten, ist die bekannte Vorrichtung nicht geeignet, da sie keine
ausreichende Sicherheit bietet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Quenching-Vorrichtung der eingangs genannten Gattung dahingehend
zu verbessern, daß neben dem Kühleffekt auch Stäube
zurückgehalten werden.
Die Lösung dieser Aufgabe liefert eine erfindungsgemäße Quenching-
Vorrichtung der eingangs genannten Gattung mit den Merkmalen des
Hauptanspruchs. Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet mit einer
Berstscheibe und ermöglicht eine staub- und flammenfreie
Druckentlastung. Die Stäube werden durch die Wandungen der
Quenching-Vorrichtung, die aus einer wellenartig ausgeformten
mehrlagigen Schicht jeweils aus Edelmetall und jeweils dazwischen
angeordneter Stein- beziehungsweise Glaswolle oder vergleichbaren
Materialien aufgebaut sind zurückgehalten. Dabei treten die Stäube
durch die Quenching-Wandung etwa in rechtem Winkel hindurch. Das
der Berstscheibe entgegengesetzte Ende der Quenching-Vorrichtung
ist geschlossen.
Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen
bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung.
Die Druckentlastung ist eine Methode, um geschlossene Behälter und
Systeme bei einer Staubexplosion vor unzulässigen
Drucksteigerungen zu schützen. Entsprechend den VDI-Richtlinien
3673 muß bei Anwendung der Druckentlastung in geschlossenen
Räumen zum Schutz der Räume und der darin Beschäftigten die
Entlastung über eine Rohrleitung ins Freie geführt werden.
Eine derartige Ableitung von Entlastungsprodukten verhindert zum
einen die Freisetzung von Flammen und unverbrannten Stoffen, zum
anderen das Ausbreiten einer Druckwelle in den Raum.
Die zur Zeit gebräuchlichen Ausblaserohre haben den Nachteil, daß
sie den zu erwartenden reduzierten Explosionsdruck in einem solchen
Maße erhöhen, daß in vielen Fällen die Druckentlastung nicht mehr
realisiert werden kann. Räumliche Gegebenheiten machen zudem
eine Druckentlastung über Ausblaserohre vielfach zu aufwendig und
schwer überschaubar. Dies hat dazu geführt, daß viele Betreiber die
einfachere, jedoch erheblich kostenintensivere Lösung in Form einer
druckfesten Bauweise bevorzugen.
Die vorgeschlagene Quenching-Vorrichtung besteht aus einer
Berstscheibe und einer wellenartig ausgeformten mehrlagigen Schicht
aus Edelmetall und Glas- bzw. Steinwolle oder aber auch
vergleichbaren Materialien. Die Schichten aus Edelmetall bzw.
vergleichbaren Materialien sind siebartig mit zahlreichen kleinen
Löchern durchsetzt. Zwischen den einzelnen Edelmetallschichten
befindet sich Glas- oder Steinwolle bzw. vergleichbare Materialien.
Diese Wandung kann in beliebiger Form rund oder eckig angeordnet
werden.
Die einzige Figur zeigt eine Quenching-Vorrichtung in der
vorbeschriebenen Ausführung. Sie wirkt zum einen als Staubfilter und
zum anderen als Wärmefalle. Die verschiedenen Schichten aus
Edelmetall (2, 3) führen dazu, dass bei angesprochener Berstscheibe
(1) ausströmende Expansions- und Verbrennungsgase auf ein
akzeptables Temperatur- und Volumenniveau zurückgebracht werden.
Die zwischen diesen Schichten angeordnete Stein- oder Glaswolle
wirkt infolge der siebartig ausgestalteten Edelmetallschichten als
Staubfilter. Diese Anordnung bewirkt in Verbindung mit der
wellenartigen Ausformung der Quenching-Wand,
- - dass der Austritt von Flammen, die eine Gefahr für Beschäftigte und eine Zündquelle für Sekundärexplosionen sein können, vermieden wird,
- - dass der Austritt von unverbranntem Staub-/Luft-Gemisch, welches das Auftreten von Sekundärexplosionen begünstigen würde, vermieden wird,
- - dass aufgrund des Volumenverhältnisses Raum/ zu entlastender Behälter eine zumindest teilweise Entlastung der Druckwelle in den Raum gewährleistet ist,
- - dass heiße Verbrennungs-/Expansionsgase, die in den Raum entlastet werden, auf ein ungefährliches Temperatur- und Volumenniveau heruntergekühlt werden,
- - dass bei der Entlastung, im Vergleich zur direkten Entlastung ins Freie, keine wesentliche Steigerung des reduzierten Explosionsdruckes auftritt.
Durch die vorliegende Erfindung ist eine effektive Entlastung von in
geschlossenen Räumen oder gefährdeten Bereichen befindlichen
Behältern gewährleistet ohne Austritt von unverbranntem Staub
und/oder Flammen in den Raum und ohne drastischen Anstieg des
reduzierten Explosionsdruckes und damit der erforderlichen
Behälterfestigkeit.
Die Quenching-Vorrichtung wird in geschlossener Form eingesetzt, so
dass die Entlastung nur in den Raum mit einem heruntergekühlten
und ungefährlichen Temperaturen- und Volumenniveau erfolgt.
Claims (3)
1. Quenching-Vorrichtung umfassend Wandungen (2, 3), die aus
einer wellenartig ausgeformten mehrlagigen Schicht jeweils aus
Edelmetall oder vergleichbaren Materialien aufgebaut sind, so
daß ein freies Abströmen der den Behälter verlassenden
Expansions- und Verbrennungsgase nicht oder nur unwesentlich
behindert wird, sowie Verbrennungs- und Expansionsgase auf ein
ungefährliches Maß abgekühlt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Berstscheibe (1) mit der
Quenching-Vorrichtung verbunden ist, die eine staub- und
flammenfreie Druckentlastung ermöglicht, wobei die Wandungen
(2) der Quenching-Vorrichtung aus einer wellenartig
ausgeformten mehrlagigen Schicht jeweils aus Edelmetall oder
vergleichbaren Materialien und jeweils dazwischen angeordneter
Stein- bzw. Glaswolle oder vergleichbaren Materialien aufgebaut
sind, so daß beim Ansprechen der Berstscheibe (1) größere
Mengen ausgeworfenen brennbaren Staubes während einer
Druckentlastungssituation zurückbehalten werden,
und daß die jeweiligen Edelmetallschichten der
Quenchingwandung (2) siebartig mit zahlreichen Löchern
durchsetzt sind, durch die die radial abströmenden
Verbrennungs- und Expansionsgase und Stäube etwa in rechtem
Winkel hindurchtreten und daß das der Berstscheibe (1)
entgegengesetzte Ende der Quenching-Vorrichtung geschlossen
ist.
2. Quenching-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das der Berstscheibe (1) oder der
vergleichbaren Druckentlastungseinrichtung entgegensetzte Ende
der Quenching-Vorrichtung durch eine entsprechend aufgebaute
Quenchingwandung (3) geschlossen ist.
3. Quenching-Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Quenchingwandung (2) parallel zur
Achse der Quenching-Vorrichtung und der Berstscheibe (1)
ausgerichtete mehrlagige Schichten aufweist.
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