DE3818696C1 - Process for the preparation of hydroquinone and its alkyl derivatives - Google Patents
Process for the preparation of hydroquinone and its alkyl derivativesInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C37/01—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis
- C07C37/045—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by replacing functional groups bound to a six-membered aromatic ring by hydroxy groups, e.g. by hydrolysis by substitution of a group bound to the ring by nitrogen
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Hydrochinon und dessen Alkylderivaten.
Zur Herstellung des in großen Mengen benötigten
nichtsubstituierten Hydrochinons sind zahlreiche
großtechnische Verfahren bekannt (vgl. Ullmanns
Encyclopädie der technischen Chemie, 4. Aufl., 13, 149). Zur
Herstellung der verschiedenen Alkylhydrochinone sind nur
jene Synthesemethoden von praktischer Bedeutung, die darin
bestehen, die gewünschten Hydrochinone durch Reduktion der
entsprechenden Chinone zu erzeugen.
Chinone werden häufig aus Aminophenolen hergestellt, die
sich leicht aus Nitroverbindungen erzeugen lassen. Eine
direkte Umwandlung der Aminophenole in Hydrochinone durch
Hydrolyse ist zwar möglich, wegen der schlechten Ausbeute
jedoch von keiner praktischen Bedeutung, so daß die
Oxidations-Reduktions-Methode über Chinone immer noch der
gebräuchlichste Syntheseweg ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein in
großtechnischem Maßstab durchführbares einfaches Verfahren
zu schaffen, das in hohen Ausbeuten und Reinheiten
Hydrochinon und dessen Alkylderivate liefert.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren des Patentanspruchs 1
gelöst.
Es war bisher nicht bekannt, Hydrochinon und dessen Alkylderivate
auf die erfindungsgemäße Weise herzustellen. Es ist
lediglich eine Methode bekannt, p-Aminophenol zu
diazotieren und das erhaltene Diazoniumsalz in großer
Verdünnung (2,5 g/l) durch Bestrahlung mit UV-Licht hoher
Lichtintensität in guter Ausbeute zur Gewinnung von
Hydrochinon zu verwenden (J. de Jonge et al.,
Recl.Trav.Chim., Pays-Bas 68, 426 [1949]). Bei dieser
bekannten Methode läßt sich das Diazoniumsalz nicht
durch Erhitzen zersetzen, d. h. verkochen, sondern kann nur
durch Bestrahlung zersetzt werden. Dieses bekannte Verfahren
ist daher umständlich und für Großansätze und damit für eine
technische Synthese unbrauchbar.
Vorzugsweise werden erfindungsgemäß solche Alkylhydrochinone
der allgemeinen Formel I hergestellt, bei denen die Alkylgruppen Methyl-
oder Ethylgruppen sind und insbesondere mindestens eine der
vier Alkylgruppen eine Methyl- oder Ethylgruppe darstellt.
Eine Verbindung von besonderem Interesse, die sich nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren herstellen läßt, ist
2,3-Dimethyl-hydrochinon.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich schematisch wie
folgt darstellen:
worin A, B, C und D die im Anspruch 1 angegebenen
Bedeutungen besitzen.
Die erste Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens, und zwar
die Diazotierung, erfolgt in an sich bekannter Weise
vorzugsweise mit einem Alkalinitrit, wie Natriumnitrit, oder
einem Alkylnitrit. Diese Diazotierung wird in zweckmäßiger
Weise in Gegenwart einer Säure, insbesondere einer
Mineralsäure, wie Schwefelsäure, durchgeführt, wobei die
Säure vorzugsweise etwa 50gew.-%ig ist.
Die Diazotierung erfolgt in Gegenwart eines polaren
organischen Lösungsmittels, wie Aceton, Butanol oder Dioxan.
Es wird in zweckmäßiger Weise eine solche Menge
des organischen Lösungsmittels verwendet, daß die
Konzentration des zu diazotierenden Alkylaminophenols im
Bereich von 10 bis 25 Gew.-% liegt, während die
Säurekonzentration, bezogen auf das Lösungsmittel,
vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-% beträgt.
Die Diazotierung erfolgt vorzugsweise innerhalb eines
Temperaturbereichs von -5 bis 40°C während einer Zeitspanne
von 1/4 bis 2 Stunden.
Nach der Diazotierung können die ausgefallenen
Diazoniumsalze in an sich üblicher Weise in fester Form
oder durch Extraktion unter Verwendung von mit Wasser nicht
oder nur teilweise mischbaren organischen Lösungsmitteln als
wäßrige Salzlösungen isoliert werden.
Zur Extraktion der Diazoniumsalze in Form wäßriger Lösungen
werden vorzugsweise höhere Alkanole, wie Butanol, als Extrak
tionsmittel verwendet.
Es ist jedoch nicht erforderlich, die Diazoniumsalze vor
ihrer Zersetzung zur Gewinnung der Hydrochinone zu isolieren,
die Zersetzung kann nämlich auch in dem Reaktionsmedium, in
welchem die Diazoniumsalze erzeugt worden sind, durchgeführt
werden.
Die Zersetzung der Diazoniumsalze zur Gewinnung der
Alkylaminophenole erfolgt vorzugsweise durch Erhitzen in
einer sauren Lösung, wobei als Säuren insbesondere
Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, in Frage kommen. Die
Zersetzung erfolgt unter Bedingungen, wie sie in üblicher
Weise zur Zersetzung von Diazoniumsalzen eingehalten werden.
Vorzugsweise erfolgt die Zersetzung durch Erhitzen auf
Temperaturen von 80 bis 150°C unter Verwendung einer
halbkonzentrierten Mineralsäure, wie etwa 50%iger
Schwefelsäure, in der das zu zersetzende Diazoniumsalz in
einer Menge von 10 bis 25 Gew.-% vorliegt. Es ist
zweckmäßig, das saure Medium mit einem organischen
Lösungsmittel, beispielsweise mit einem mit Wasser nicht
oder nur teilweise mischbaren organischen Lösungsmittel,
beispielsweise Toluol oder Butanol, zu überschichten, damit
während der Zersetzung freiwerdende Verunreinigungen von dem
Lösungsmittel aufgenommen werden können. Die Zersetzung wird
vorzugsweise während einer Zeitspanne von 1/2 bis 2 Stunden
durchgeführt und liefert Ausbeuten von 70% und darüber,
bezogen auf das Ausgangsmaterial, Hydrochinone in sehr
hoher Reinheit, die in üblicher Weise aus dem
Zersetzungsreaktionsmedium, beispielsweise durch Abnutschen,
abgetrennt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung anhand der
Herstellung von 2,3-Dimethyl-hydrochinon.
- a) 68,6 g (0,5 Mol) 2,3-Dimethyl-4-aminophenol werden in 125 ml H₂SO₄ (50%) und 500 ml Aceton vorgelegt und durch Zutropfen von 34,5 g (0,5 Mol) NaNO₂, gelöst in 60 ml Wasser, bei 20 bis 25°C unter kräftigem Rühren diazotiert. Das feste Diazoniumsalz fällt während der Reaktion aus und kann nach beendetem Zutropfen und Abkühlen des Reaktionsgemisches auf 5°C abgenutscht werden. Durch Auswaschen mit Aceton auf der Nutsche und Trocknen erhält man das zusammen mit Natriumsulfat ausgefallene Diazoniumsalz, dessen Gesamtgewicht 133,8 g beträgt.
- b) Das erhaltene Diazoniumsalz Na₂SO₄-Gemisch wird in 250 ml H₂SO₄ (50%) suspendiert und portionenweise zu einer Mischung von 250 ml H₂SO₄ (50%) mit 200 ml Toluol bei 90-95°C zulaufen gelassen, wobei eine deutliche Stickstoffabspaltung zu beobachten ist. Nach beendeter Zugabe und Stickstoffabspaltung gibt man zur noch warmen Reaktionsmischung 100 ml Butanol und läßt unter Rühren auf 5°C abkühlen. Das ausgefallene Produkt wird daraufhin abgenutscht, mit Wasser auf der Nutsche nachgewaschen und getrocknet. Man erhält auf diese Weise 53,4 g 2,3-Dimethyl-hydrochinon (77,3% d. Th.) als ein helles, fast weißes, kristallines Produkt. Nach Umkristallisieren in Methanol-Wasser (1 : 1) erhält man farblose Kristalle vom Smp. 220°C, die mit einer authentischen Probe gemischt keine Smp-Depression aufweisen und auch aufgrund des IR-Spektrums sich als identisch mit der Vergleichssubstanz erweisen.
- a) 13,7 g (0,1 Mol) 2,3-Dimethyl-4-aminophenol werden in 50 ml Aceton und 25 ml H₂SO₄ (50%) vorgelegt und bei 20 bis 25°C unter Rühren und Zutropfen einer Lösung von 15,5 g (0,15 Mol) Butylnitrit in 20 ml Aceton diazotiert. Schon am Anfang der Reaktion beginnt das Diazoniumsalz auszufallen. Man kühlt nach beendetem Zutropfen auf 5°C ab und gewinnt das Produkt durch Abnutschen. Das gut mit Aceton ausgewaschene und bei Raumtemperatur getrocknete Diazoniumsalz wiegt 20,9 g (höhere Temperaturen sind wegen möglicher Explosionsgefahr zu vermeiden).
- b) Das vorher gewonnene Diazoniumsalz wird in 100 ml H₂SO₄ (50%) und 80 ml Toluol unter Rückfluß erwärmt, wobei spontan Stickstoffabspaltung einsetzt. Nach beendeter Reaktion gibt man noch 20 ml Butanol zur warmen Lösung, rührt weiter und kühlt auf 5°C ab. Das ausgefallene Produkt wird dann abgenutscht, mit Wasser nachgewaschen und getrocknet. Man erhält auf diese Weise 10,5 g 2,3-Dimethyl-hydrochinon als hellgraues, kristallines Produkt, entsprechend einer Ausbeute von 76% d. Th. Smp. 220°C (Identitätsnachweis wie bei 1. Beispiel).
- a) 68,6 g (0,5 Mol) 2,3-Dimethyl-4-aminophenol werden in 125 ml H₂SO₄ (50%) und 350 ml Butanol vorgelegt und durch Zutropfen von 51,7 g (0,75 Mol) NaNO₂, gelöst in 125 ml Wasser, bei 25 bis 30°C unter kräftigem Rühren diazotiert. Nach beendetem Zutropfen wird noch 15 Minuten nachgerührt. Durch Zugabe von 750 ml Wasser wird dann das Diazoniumsalz gelöst und die wäßrige Phase vom Butanol getrennt.
- b) Die wäßrige Lösung des Diazoniumsalzes wird noch zweimal mit je 200 ml Butanol ausgeschüttelt und danach zu einer bei ca. 90°C siedenden Lösung, bestehend aus 250 ml H₂SO₄ (50%) und 200 ml Toluol innerhalb 2 Stunden zugetropft. Nach Zugabe von 80 ml Butanol kühlt man auf 5°C ab und isoliert das ausgefallene Produkt durch Abnutschen nach gründlichem Waschen mit Wasser als helles, schwach beigefarbiges Kristallisat. Die Ausbeute beträgt 44,7 g entsprechend 64,7% d. Th. Smp. 220°C nach Umkristallisation aus Methanol-Wasser (1 : 1). (Identitätsnachweis wie 1. Beispiel).
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon und dessen
Alkylderivaten der allgemeinen Formel I
worin A, B, C und D gleiche oder verschiedene
geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen und/oder Wasserstoff bedeuten, durch
Diazotieren der entsprechenden Aminophenole der
allgemeinen Formel II
in Gegenwart von Mineralsäuren und Zersetzung der so
erhaltenen Diazoniumsalze, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Diazotierung in Gegenwart eines polaren
organischen Lösungsmittels durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Diazoniumsalze vor der Zersetzung in fester Form
oder nach Extraktion durch mit Wasser nicht oder teilwei
se mischbare organische Lösungsmittel als wäßrige Salz
lösungen isoliert.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883818696 DE3818696C1 (en) | 1988-06-01 | 1988-06-01 | Process for the preparation of hydroquinone and its alkyl derivatives |
| CH207089A CH678056A5 (de) | 1988-06-01 | 1989-06-01 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883818696 DE3818696C1 (en) | 1988-06-01 | 1988-06-01 | Process for the preparation of hydroquinone and its alkyl derivatives |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3818696C1 true DE3818696C1 (en) | 1989-03-30 |
Family
ID=6355649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883818696 Expired DE3818696C1 (en) | 1988-06-01 | 1988-06-01 | Process for the preparation of hydroquinone and its alkyl derivatives |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE3818696C1 (de) |
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-
1988
- 1988-06-01 DE DE19883818696 patent/DE3818696C1/de not_active Expired
-
1989
- 1989-06-01 CH CH207089A patent/CH678056A5/de not_active IP Right Cessation
Non-Patent Citations (1)
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| US10703701B2 (en) | 2015-12-17 | 2020-07-07 | Ptc Therapeutics, Inc. | Fluoroalkyl, fluoroalkoxy, phenoxy, heteroaryloxy, alkoxy, and amine 1,4-benzoquinone derivatives for treatment of oxidative stress disorders |
| US10981855B2 (en) | 2015-12-17 | 2021-04-20 | Ptc Therapeutics, Inc. | Fluoroalkyl, fluoroalkoxy, phenoxy, heteroaryloxy, alkoxy, and amine 1,4-benzoquinone derivatives for treatment of oxidative stress disorders |
| US11680034B2 (en) | 2015-12-17 | 2023-06-20 | Ptc Therapeutics, Inc. | Fluoroalkyl, fluoroalkoxy, phenoxy, heteroaryloxy, alkoxy, and amine 1,4-benzoquinone derivatives for treatment of oxidative stress disorders |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH678056A5 (de) | 1991-07-31 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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