DE38158C - Vorrichtung zum Ueberziehen von Metallplatten mit Zinn oder anderen Metallen - Google Patents
Vorrichtung zum Ueberziehen von Metallplatten mit Zinn oder anderen MetallenInfo
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7: Blech- und Drahterzeügung.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. März 1886 ab.
Beim Ueberziehen von Eisen-, Stahl- oder anderen Metallplatten mit Zinn oder einer anderen
Legirung, welche unter dem Namen Zinn- oder Weifsblech hergestellt werden, ist
es von Vortheil, die Platten kurze Zeit ifi dem geschmolzenen Metall, welches den Ueberzug
bilden soll,. eingetaucht zu lassen.
Um dies zu ermöglichen und dennoch gleichzeitig das Ueberziehen der Platten stetig
und gleichförmig durchzuführen, wird der' nachfolgend beschriebene Apparat in Anwendung
gebracht.
Fig. ι ist ein verticaler Längsschnitt desselben.
Fig. 2 ist eine Draufsicht und Fig. 3 ein Verticalschnitt durch den Behälter am Austrittsende
des Metallbades.
A ist der Behälter oder das Bad zur Aufnahme des geschmolzenen Metalles.
Es wird auf einem bestimmten Temperaturgrad durch eine darunter oder irgendwo
passend angebrachte Feuerung gewöhnlicher Art mittelst Gas, Kohle oder eines anderen
Brennstoffes erhalten.
B B sind einen Rost bildende Stäbe. C sind Distanzbolzen, welche die Roststäbe
unter einander und mit Platten D verbinden, von denen eine auf der einen Seite des Metallbehälters,
die andere auf der entgegengesetzten Seite steht. .
Die Platten D können gegen einander oder
von einander bewegt und in beliebiger Entfernung von einander festgestellt werden, indem
man sie durch Sperrbolzen oder eine Stange E sichert. Die Platten können so in
jede erforderliche Entfernung von einander gebracht werden, je nach der Breite der zu
überziehenden Bleche.
F ist eine seitlich am Behälter vor den
zwei Platten befestigte Tafel, welche dazu dient, Palmöl, Talg oder eine andere Mischung
über der Oberfläche des Metalles an der Eintrittsfläche
des Behälters anzusammeln.
G G ist die Zuleitungsplatte, -welche die Blechplatten dem Einlauf der Ausziehwalzen H
zuführt, sobald der Arbeiter eine Platte vorschiebt; hierzu benutzt derselbe einen Zinken
oder eine Gabel am Ende einer Eisenstange oder aber eine Zange oder ein anderes passendes Werkzeug.
Die Zuführungsplatte G und die Walzenlager werden, wie gezeigt, von einem Rahmen 7
getragen, welcher in einem Behälter J am Austrittsende des Metallbehälters A angebracht ist,
das Palmöl, Talg oder eine ähnliche Mischung enthält. Die unteren Walzenpaare tauchen in
oder unter das geschmolzene Metall, während die oberen in das Palmöl, den Talg oder eine
andere Mischung tauchen, die sich im Behälter / befindet. Der Behälter J besitzt, wie
gezeigt, einen Kanal /2, der entweder angegossen,
angeschraubt oder angenietet seih kann und in beliebiger Form innen oder aufsen herumgeht, um heifse oder kalte Luft nach
Belieben herumzuleiten, damit das Palmöl, der
Talg oder eine andere Mischung auf dem verlangten Temperaturgrad erhalten werden können.
Der Kanal hat Klappen oder Ventile, um bei zu hoher Temperatur kalte Luft einströmen
zu lassen.
Der Arbeitsgang ist folgender:
Der Behälter wird durch ein unter demselben befindliches Feuer erhitzt. Ein Theil
der Verbrennungsproducte zieht direct durch den Schornstein ab, der andere wird aufwärts
bis in das eine Kanalende geleitet, geht um den Fettbehälter herum und gelangt aus dem
anderen Ende des Kanals in den Schornstein. Die Walzen werden durch einen über die
Stufenscheibe K geführten Riemen oder andere passende Mittel angetrieben. Sobald nun das
Metall und das Fett in Flufs sind, werden die Platten eine nach der anderen derart in die
Zwischenräume des Rostes eingesetzt, dafs jeder solcher Zwischenraum der Reihe nach
durch eine Platte ausgefüllt, wird. Nachdem jede der Platten eine Zeitlang in dem geschmolzenen
Metall gelegen hat, wird sie mittelst Gabeln, Zinken, Zangen oder eines
anderen passenden Werkzeuges vorgestofsen, bis ihr Ende die Ausziehwalzen erreicht hat,
worauf die Platte durch die Walzen herausgezogen und eine neue Platte in den Raum eingesetzt
wird, aus dem die erste Platte in der beschriebenen Weise herausgenommen wurde, und so fort in jeder Abtheilung. Dadurch,
dafs der Behälter so kurz und tief gemacht ist, dafs eine Platte bis an die Walzen reicht,
kann die Arbeit rasch und leicht vor sich gehen; hat man eine Anzahl Stäbe, so dafs
jedes Blech eine Zeit lang in dem geschmolzenen Metall bleiben kann, bevor es in die Walzen
kommt, so hat das Ueberzugmetall hinreichend Zeit, sich an die Platten zu legen, und man
erhält Platten besserer Qualität bei bedeutend weniger Arbeit, als dies auf dem gewöhnlichen
Wege der Fall ist.
Fig. 4 zeigt einen verticalen Längsschnitt eines ähnlichen Apparates in Verbindung mit
einem Eintauchtopf und einem Fettbehälter mit fünf Walzen.
L ist der Eintauchtopf, M der Fettbehälter mit fünf Walzenpaaren.
Fig. 5 zeigt einen verticalen Längsschnitt,
Fig. 6 eine Draufsicht, Fig. γ einen Querschnitt , Fig. 5 x, 6x, 7x sind Seitenansicht,
Draufsicht und Endansicht eines Apparates, in den die Platten zuerst eine nach der anderen
in einen gewöhnlichen Behälter eingesetzt und dann mittelst des in Fig. ι gezeichneten Apparates
fertiggestellt werden, und hat in diesem Fall der Rost nur zwei Zwischenräume und
die Platten bleiben folglich nicht so lange in dem Metallbad, was unnöthig ist, nachdem sie
schon früher überzogen worden sind.
N ist der Behälter mit der Mischung, die als erster Üeberzug für die Platten dient. O ist
der in den Behälter eingesetzte Rost und P ist der Fettbehälter, in den die Platten eingesetzt
werden, bevor man sie zwischen die Roststäbe O im Behälter N einlegt.
Die Erfinder bringen manchmal eine Kette Q. zur Anwendung, welche über zwei an den
beiden Enden der Roststäbe angebrachte Laufrollen geht und mit Ansätzen versehen ist, um
die Platten den Ausziehwalzen zuzuführen.
Die Ansätze können beweglich sein, um verschieden grofse Platten verarbeiten zu
können.
Bei Anwendung einer Kette wird man nur einen Zwischenraum zwischen den Roststäben
benutzen.
Man kann auch eine Platte als Scheidewandzwischen die zwei Platten D einsetzen, was
die Bearbeitung zweier kleinerer Platten statt einer grofsen gestattet, wenn es erforderlich
sein sollte, ohne dafs dabei der Rost ausgewechselt werden mufs.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einem Verzinnungsapparat die Anordnung von Stäben B, welche an der Eintrittsstelle der Bleche in das in dem Behälter A befindliche Bad einen Rost bilden, zwischen dessen Spalten die Bleche eine Zeit lagern, um dann jedes für sich, ohne die übrigen Bleche im Roste zu beeinflussen, mittelst des Mundstückes G den über einander angeordneten Walzen H zugeführt zu werden, in Verbindung mit dem Luftkanal J2 zur Regulirung der Temperatur in dem Behälter J.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38158C true DE38158C (de) |
Family
ID=313880
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT38158D Expired - Lifetime DE38158C (de) | Vorrichtung zum Ueberziehen von Metallplatten mit Zinn oder anderen Metallen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE38158C (de) |
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