DE3808705C2 - Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben, bspw. Handlaufprofilen, aus Kunststoff - Google Patents

Verfahren und Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben, bspw. Handlaufprofilen, aus Kunststoff

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben oder -strängen, bspw. Handlauf­ profilen, aus Kunststoff, insbesondere Polyurethan-Integral- Weichschaum, bei welchem das zur Profilbildung benutzte Kunststoff-Komponentengemisch fortwährend in die Formkammer eines Formwerkzeuges eingebracht wird, und bei welchem mit einem eine zu öffnende und zu schließende Außenform sowie eine in diese eingreifende Kernform aufweisenden Formwerk­ zeug gearbeitet wird, indem in dessen Formkammer, das Kunst­ stoff-Komponentengemisch zur Profilbildung eingeführt wird, wobei Außenform und Kernform aus endlosen, biegeelastischen sowie jeweils synchron bewegten Bändern gebildet und über Umlenkeinrichtungen geführt werden, wobei die Außenform im Bereich der Umlenkeinrichtungen zwangsläufig geöffnet sowie auf einer zwischen diesen liegenden, im wesentlichen gerad­ linigen Führungsstrecke geschlossen gehalten wird, und wobei die Kernform im einen Öffnungsbereich parallel zur Führungs­ strecke in die Außenform eingeführt sowie im anderen Öff­ nungsbereich wieder aus dieser herausgeführt wird.
Gegenstand der Erfindung ist aber auch eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens.
Ein Verfahren und eine Anlage der gattungsgemäßen Art zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben oder -strängen aus Kunststoff sind bereits durch die DE 32 08 916 A1 be­ kannt. Sie haben sich im praktischen Einsatz auch schon bewährt.
Damit eine einwandfreie Ausformung der Profilstäbe im Form­ werkzeug erreicht, und zwar insbesondere die auf den jewei­ ligen Gebrauchszweck abgestimmte Oberflächenausbildung der Profilstäbe gewährleistet wird, ist es notwendig, die Form­ kammer-Oberflächen des Formwerkzeuges vor dem Einbringen der Kunststoff-Komponenten mit einem Trennmittel zu benetzen, damit der fertig ausgeformte Profilstab sich beim Öffnen des Formwerkzeugs problemlos von den Wandungsflächen der Form­ kammer ablösen kann.
Die zum Einsatz gelangenden Trennmittel sind jedoch sehr aggressiv, so daß die die Formkammer begrenzenden Flächen des Formwerkzeuges, und zwar insbesondere diejenigen der Außenform, einem recht hohen Verschleiß unterliegen.
Auch die zur Herstellung der Profilstäbe oder -stränge selbst dienenden Kunststoff-Komponenten greifen ebenfalls die Begrenzungsflächen der Formkammer an.
Bei einer strukturierten Begrenzungsfläche der Formkammer verschwindet daher nach relativ kurzer Gebrauchszeit diese Struktur, während andererseits eine glatt ausgeführte Be­ grenzungsfläche in unerwünschter Weise rauh wird.
Bei der durch die DE 32 08 916 A1 bekanntgewordenen Herstel­ lungsart für Profilstäbe oder -stränge müssen daher die die Außenform und die Kernform des Formwerkzeuges bildenden, endlosen und biegeelastischen Bänder jeweils nach relativ kurzer Betriebszeit ausgetauscht werden. Es ergibt sich daher nicht nur ein hoher Aufwand für die Formwerkzeuge, sondern es treten wegen der notwendigen Umrüstung der Anlage auch erhebliche Stillstandszeiten ein.
Auf einem anderen Gebiet der Technik, nämlich dem Kaschieren von kontinuierlich hergestellten Profilen aus Schaumstoffen, ist es durch die DE-OS 17 04 841 bekanntgeworden, in den Hohlraum zwischen zwei sich kontinuierlich fortbewegenden Förderbändern vor dem Aufbringen der Schaumstoffkomponenten eine Kaschierfolie einzufüh­ ren. Diese soll die Wände des Hohlraumes vor einer unmittelbaren Benetzung mit Schaumstoff schützen, wodurch ein Ankleben des Schaum­ stoffes an den Hohlraumwänden vermieden und ein sicheres Ausstoßen des Endproduktes nach Aushärtung des Schaumstoffes gewährleistet werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs angegebenen Gattung sowie auch eine Anlage zu dessen Durchführung anzugeben, das bzw. die für die Ausformung der Profilstäbe oder -stränge keine aggressiven Trennmittel benötigt, und daher den Aufwand für die benötigten Formwerkzeuge sowie auch die Rüstzeiten für die Anlage vermindert.
Diese Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, daß auf die Formflächen der Außenform in dünner und ge­ schlossener Schicht ein bereits verfestigter bzw. ausgehärteter, hochverdichteter Polyurethan-Kunststoff als Folienstreifen aufge­ bracht sowie dann fortwährend und fortschreitend mit dem Formwerk­ zeug transportiert wird, und daß dann das Kunststoff-Komponentenge­ misch in die Formkammer eingeführt sowie gegen den Folienstreifen aufgeschäumt und mit diesem innig verbunden wird, wobei die Längs­ ränder des Folienstreifens während des Einbringens und Aufschäumens des Kunststoff-Komponentengemisches zwischen der Außenform und der Kernform eingespannt werden.
Nach dieser Verfahrensart werden aggressive Einwirkungen auf ein­ fache Art und Weise von den Begrenzungsflächen der Formkammer ferngehalten. Abgesehen davon, daß der Schichtbelag aus dem bereits verfestigten bzw. ausgehärteten Polyurethan-Kunststoff sich ohne die Benutzung irgendwelcher zusätzlicher Trennmittel leicht von den Begrenzungsflächen der Formkammer ablöst, wird auch eine Einwirkung der in das Formwerkzeug eingebrachten und darin aufschäumenden Kunststoff-Komponenten auf die Begrenzungsflächen der Formkammer unterbunden. Das Kunststoff-Komponentengemisch ist nämlich nicht in der Lage, die bereits verfestigte bzw. ausgehärtete Schicht des hoch verdichteten Polyurethan-Kunststoffs zu durchdringen. Die bereits verfestigte bzw. ausgehärtete Schicht aus Polyurethan-Kunst­ stoff wird lediglich so weit angelöst, daß sich eine innige Ver­ bindung mit dem aufschäumenden Polyurethan-Gemisch einstellt und sich dadurch die festhaftende eigentliche Oberfläche des fertigen Profils bildet.
Der auf die Formflächen der Außenform gelegte Folienstreifen läßt sich relativ leicht und sicher in das Formwerkzeug einführen und hat den Vorteil einer besonders hohen mechanischen Festigkeit. Dadurch wird erreicht, daß die von der Polyurethanfolie gebildete Oberfläche des fertigen Profils eine weitestgehend kratzfeste Ausbildung erhält.
Die Polyurethanfolie ist darüber hinaus sehr leicht thermoplastisch verformbar so daß sie sich bei einer strukturierten Begrenzungs­ fläche der Formkammer exakt an die Vertiefungs- und Erhöhungsberei­ che anschmiegt und so eine naturgetreue Abbildung der Formkammer- Begrenzungsflächen wiedergibt.
Durch das Einspannen der Längsränder des: Folienstreifens wird der Hohlraum der Formkammer auf diese Art und Weise sicher von dem Folienstreifen aus Polyurethan-Kunststoff eingegrenzt, so daß die Formkammer-Begrenzungsflächen mit dem aufgeschäumten Kunststoff- Komponentengemisch keinesfalls in direkten Kontakt gelangen können.
Nach dem Entformen der Profilstäbe oder -stränge, also nach dem Auslaufen derselben aus der Fertigungsanlage lassen sich die frei überstehenden Ränder der Folienstreifen leicht abschneiden, bspw. gleichzeitig mit dem ohnehin notwendigen Besäumvorgang an den Profilkanten.
Da durch die erfindungsgemäße Verfahrensart Verschleißer­ scheinungen an den die Formkammer begrenzenden Flächen des Formwerkzeuges praktisch völlig vermieden werden, ergibt sich eine lange Standzeit desselben, während welcher die Oberflächenqualität der fertigen Profilstäbe oder -stränge wenigstens annähernd gleichbleibt.
Verfahrenstechnisch ist es auch möglich, nach Anspruch 2 vorzugehen, nämlich den Folienstreifen aus Polyurethan- Kunststoff schon vor dem Aufbringen auf die Formflächen der Außenform in einer der Außenform-Kontur entsprechenden Ge­ stalt vorzuprofilieren und zu fixieren.
In manchen Einsatzfällen ist es darüber hinaus auch wichtig, daß nach Anspruch 3 die Formkammer des Formwerkzeuges quer zu dessen Bewegungsrichtung bereichsweise für die Aufnahme bzw. das Aufschäumen des Kunststoff-Komponentengemisches gesperrt wird. Es können dann auch Profilstränge ausgeformt werden, die aus einer Aneinanderreihung einer Vielzahl von gleichartigen Formteilen bestehen und kontinuierlich herge­ stellt werden.
Eine gattungsgemäße Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben oder -strängen, bspw. Handlaufprofilen, aus Kunststoff, insbesondere Polyurethan-Integral-Weichschaum, arbeitet mit einem von einer zu öffnenden und zu schließen­ den Außenform und einer in diese eingreifenden Kernform gebildeten Formwerkzeug, in dessen Formkammer das Kunst- Stoff-Komponentengemisch zur Profilbildung einführbar ist.
Außenform und Kernform bestehen aus endlosen, biegeelasti­ schen Bändern, die jeweils synchron bewegbar über Umlenkein­ richtungen geführt sind, wobei die Außenform im Bereich der Umlenkeinrichtungen zwangsläufig zu öffnen sowie auf einer zwischen diesen liegenden, im wesentlichen geradlinigen Führungsstrecke zu schließen ist. Darüber hinaus kann die Kernform in einen Öffnungsbereich parallel zur Führungs­ strecke in die Außenform eingeführt sowie im anderen Öff­ nungsbereich wieder aus dieser herausgeführt werden.
Eine solche Anlage zeichnet sich zur Durchführung des Ver­ fahrens erfindungsgemäß nach Anspruch 4 hauptsächlich da­ durch aus, daß dem Einlaufende der gemeinsamen, geradlinigen Führungsstrecke von Außenform-Band und Kernform-Band einer­ seits eine Zuführvorrichtung für die Kunststoff-Komponenten zugeordnet und diese mit mindestens einer in den Öffnungsbe­ reich zwischen dem Außenform-Band und dem Kernform-Band hineinragenden Zuführlanze versehen ist, während anderer­ seits zumindest dem Einlaufende der geradlinigen Führungs­ strecke des Außenform-Bandes eine Zuführvorrichtung für einen mit seinen Längsrändern während des Einbringens und Aufschäumens des Kunststoff-Komponentengemisches zwischen der Außenform und der Kernform eingespannten Folienstreifen aus Polyurethan-Kunststoff zugeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist es dabei wichtig, daß die Zuführvorrich­ tung für den Folienstreifen aus Polyurethan-Kunststoff eine Anordnung hat, bei der der Folienstreifen zwischen dem Au­ ßenform-Band und der Zuführvorrichtung für die Kunststoff- Komponenten in die Anlage eingeführt werden kann.
Nach Anspruch 5 kann die Zuführvorrichtung für den Folien­ streifen erfindungsgemäß aus einem Rollenabwickler und einem diesem nachgeordneten Leitapparat bestehen, dessen Führungs­ querschnitt zumindest an dem dem Umlenkbereich des Außen­ form-Bandes zugewendeten Ende dem Profil des geöffneten Außenform-Bandes angepaßt ist. Es kann hierdurch auch eine wirksame Profiliervorrichtung für den Folienstreifen gebil­ det werden, die derart arbeitet, daß die Querschnittsform des Folienstreifens bereits vor deren Einlaufen in die Form­ kammer fixiert ist. Darüber hinaus kann nach Anspruch 6 der Leitapparat eine ebene Leitfläche haben, die über eine Zwischenstrecke allmählich in den Führungsquerschnitt des Leitapparates übergeht.
Wenigsten im Außenform-Band des Formwerkzeuges können nach Anspruch 7 auch senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung ver­ laufende Stege vorgesehen werden, die in der Formkammer als Sperren gegen die Aufnahme bzw. das Aufschäumen des Kunst­ stoff-Komponentengemisches wirksam sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels ausführlich erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in schematisch vereinfachter Seitenansicht eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Handlaufprofilen aus Polyurethan-Integral-Weich­ schaum,
Fig. 2 etwa in natürlicher Größe einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 1 und
Fig. 6 im Querschnitt und in größerem Maßstab ein mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Anlage nach den Fig. 1 bis 5 hergestelltes Handlaufprofil aus Polyurethan-Integral-Weichschaum.
In Fig. 6 der Zeichnung ist im Querschnitt ein Handlaufpro­ fil 1 aus Polyurethan-Integral-Weichschaum gezeigt, wie es in üblicher Weise zum Aufbringen auf Geländergurte von Trep­ pen- oder Balkongeländern verwendet wird.
Dieses Handlaufprofil 1 hat dabei einen etwa C-artig profi­ lierten Formkörper 2, der durch einen kontinuierlich ausge­ führten Schäumvorgang aus Kunststoff-Komponenten mit Hilfe der Anlage nach den Fig. 1 bis 5 hergestellt werden kann.
Während die Mantelfläche 3 des Formkörpers 2 bspw. so profi­ liert und strukturiert werden kann, daß sie einer haltsu­ chenden Hand eine hohe Griffsicherheit bietet, sind dessen Innenflächen 4 so gestaltet, daß sie formschlüssig einen Ge­ ländergurt (nicht dargestellt) umfassen können.
Damit sich das Handlaufprofil 1 dauerhaft haltbar an den von ihm umgriffenen Flächen der Geländergurte fixieren läßt, kann es an seinen Innenflächen 4 mit einer Haftkleberschicht 5 versehen werden, die zunächst mit einer Schutzfolie 6 belegt ist. Diese Schutzfolie 6 läßt sich jedoch leicht abziehen, wenn das Handlaufprofil 1 auf einen Geländergurt aufgebracht werden soll. Sie kann dabei bspw. aus Polyäthy­ len bestehen.
Die Haftkleberschicht 5 kann schwer oder nicht lösbar auf einer Trägerschicht 7 vorgesehen werden, die eine feste Verbindung mit dem aus Polyurethan-Inegral-Weichschaum be­ stehenden Formkörper 2 des Handlaufprofils 1 eingeht, nach­ dem sie mit dem noch nicht ausgehärteten Kunststoffmaterial desselben in Kontaktberührung gebracht worden ist.
Die Mantelfläche 3 des Formkörpers 2, welche die eigentliche Grifffläche für eine haltsuchende Hand bildet, wird von einer dünnen und geschlossenen Schicht aus einem hoch ver­ dichteten Polyurethan-Kunststoff, nämlich einem Folienstrei­ fen 8 gebildet, der bereits verfestigt bzw. ausgehärtet ist, bevor er zur Begrenzung der äußeren Grifffläche des Hand­ laufprofils 1 mit dem Formkörper 2 zusammengeführt und in Verbindung gebracht wird.
Letzteres geschieht gleichzeitig mit dem Schäumvorgang, der für die Herstellung des profilierten Formkörpers 2 benutzten Kunststoff-Komponenten in der Anlage 10 nach den Fig. 1 bis 5.
Diese Anlage 10 arbeitet zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben oder -strängen 11, bspw. Handlaufprofilen 1 gemäß Fig. 1, aus Kunststoff, insbesondere Polyurethan-Inte­ gral-Weichschaum, mit einem Formwerkzeug 12, das aus einer zu öffnenden und zu schließenden Außenform 13 und einer in diese eingreifenden Kernform 14 gebildet wird. In die Form­ kammer 15 des Formwerkzeuges 12 wird dabei das Kunststoff- Komponentengemisch zur Profilbildung durch Aufschäumen ein­ gebracht.
Die Außenform 13 des Formwerkzeuges 12 besteht aus einem endlosen, biegeelastischen Band 13′, das über Umlenkeinrich­ tungen, bspw. drei Umlenkrollen 16′, 16′′, 16′′′ geführt wird.
Auch die Kernform 14 wird von einem endlosen, biegeelasti­ schen Band 14′ gebildet, das über Umlenkeinrichtungen, bspw. zwei Umlenkrollen 17′, 17′′, läuft.
Wichtig ist dabei, daß das die Außenform 13 bildende, biege­ elastische Band 13′ und das die Kernform 14 bildende, biege­ elastische Band 14′ synchron bewegt werden, damit sie über eine geradlinige Führungsstrecke 18 hinweg in gegenseitigem Formschlußeingriff stehen und miteinander das kontinuierlich fortschreitend bewegte Formwerkzeug bilden, wie das in Fig. 5 zu sehen ist.
In der von der Außenform 13 bzw. dem Außenform-Band 13′ sowie der Kernform 14 bzw. dem Kernform-Band 14′ begrenzten Formkammer 15 wird dabei durch das Ausschäumen des einge­ brachten Kunststoff-Komponentengemischs der Formkörper 2 des Handlaufprofils 1 nach Fig. 6 ausgebildet.
Die gemeinsame Führungsstrecke 18 von Außenform-Band 13′ und Kernform-Band 14′ verläuft, wie aus Fig. 1 hervorgeht, in Bewegungsrichtung 19′ bzw. 19′′ von oben nach unten geneigt. Dabei ist die Länge der gemeinsamen Führungsstrecke 18 für das Außenform-Band 13′ und das Kernform-Band 14′ durch den Abstand zwischen den beiden Umlenkrollen 16′ und 16′′′ be­ stimmt, während die beiden Umlenkrollen 17′ und 17′′ für das Kernform-Band 14′ einen größeren Abstand voneinander haben, so daß das Kernform-Band 14′ sowohl vor der Umlenkrolle 16′ als auch hinter der Umlenkrolle 16′′′ für das Außenform-Band 13′ noch über einen größeren Längenbereich geradegeführt bleibt.
Ein wichtiges Merkmal der Anlage 10 nach Fig. 1 liegt darin, daß das Außenform-Band 13′ aus einem sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung biegeelastischen Hohlprofil be­ steht, das bspw. aus durch Gewebe- oder Fasereinlagen ar­ miertem Weichkunststoff gefertigt werden kann.
Dieses Hohlprofil hat dabei eine Innenwand 20, zwei Seiten­ wände 21 und eine Außenwand 22, wobei letztere auf ihrer Mittelebene mit einem durchgehenden Längsschlitz 23 versehen ist, wie das deutlich den Fig. 2 und 4 entnommen werden kann.
Im Übergangsbereich zwischen der Innenwand 20 und den beiden Seitenwänden 21 ist das Außenform-Band 13′ jeweils noch mit einer längsverlaufenden Hohlkehle 24 versehen, wie das aus den Fig. 2, 4 und 5 deutlicher hervorgeht. Diese Hohlkehlen 24 erhöhen dabei die Biegsamkeit des Außenform-Bandes 13′ in seiner Querrichtung.
Das biegeelastische Kernform-Band 14′ hat, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, einen etwa Doppel-T-förmigen Querschnitt und wirkt zur Bildung des Formwerkzeuges 12 mit dem Außenform- Band 13′ gemäß Fig. 5 so zusammen, daß sein Steg 25 im Längsschlitz 23 des Außenform-Bandes 13′ eingespannt ist, während die beiden Außenflansche 26 die innere Begrenzung der Formkammer 15 bilden und die beiden Innenflansche 27 sich auf den Außenflächen der Außenwand 22 des Außenform- Bandes 13′ abstützen.
Zumindest die als Umlenkeinrichtungen dienenden und die Führungsstrecke 18 begrenzenden beiden Umlenkrollen 16′ und 16′′′ für das Außenform-Band 13′ sind mit den in Querrich­ tung konvex gewölbten Umfangsflächen 28′ und 28′′ versehen. Dabei ist das Außenform-Band 13′ mit solcher Vorspannung um die als Umlenkeinrichtung dienenden Umlenkrollen 16′, 16′′ und 16′′′ herumgeführt, daß es im Bereich der Umlenkrolle 16′ aufgrund seiner elastischen Verformbarkeit die aus den Fig. 2 und 4 ersichtliche Querschnittsgestalt annimmt, wäh­ rend es im Bereich der Umlenkrolle 16′′′ in eine - nicht gezeigte - noch weiter geöffnete Querschnittsgestalt gelangt.
Aufgrund der elastischen Querverformung des Außenform-Bandes 13′ ergibt sich eine beträchtlich vergrößerte Öffnungsweite für den Längsschlitz 23, so daß durch diesen das Kernform- Band 14′ mit seinen Außenflanschen 26 und dem Steg 25 unge­ hindert vor Beginn der Führungsstrecke 18 und parallel zu dieser in das Außenform-Band 13′ eintreten kann, wie das aus Fig. 4 hervorgeht. Unmittelbar nach Beginn der Führungs­ strecke 18 wird sodann das Außenform-Band 13′, bspw. mit Hilfe von in die Hohlkehlen 24 eingreifenden Führungsschie­ nen 29 und/oder durch an seinen Seitenwänden 21 angreifende Führungsrollen 30 in seine aus Fig. 5 ersichtliche - normale - Querschnittsgestalt gebracht und demzufolge das Kernform- Band 14′ im Außenform-Band 13′ zur Bildung der Formkammer 15 eingespannt.
Während sich das Außenform-Band 13′ und das Kernform-Band 14′ über die Länge der im wesentlichen geraden Führungs­ strecke 18 gemeinsam und mit einer abwärtsgerichteten Nei­ gung kontinuierlich in Richtung der Pfeile 19′ und 19′′ bewegen, werden am Beginn der Führungsstrecke 18, bspw. mit Hilfe von dort in die Formkammer 15 hineinragenden Zuführ­ lanzen 32′ einer Zuführvorrichtung 32, die Kunststoff-Kompo­ nenten in geeigneter Menge eingebracht. Während der gemein­ samen Bewegung des Außenform-Bandes 13′ und des Kernform- Bandes 14′ über die geradlinige Führungsstrecke 18 können dann die Kunststoff-Komponenten in der Formkammer 15 auf­ schäumen und aushärten, so daß am Ende der Führungsstrecke 18 der Formkörper 2 des Handlaufprofils 1 bzw. der Profil­ stab oder der Profilstrang 11 zur Verfügung stehen.
Am Ende der Führungsstrecke 18 wird dann durch die als Um­ lenkeinrichtung dienende Umlenkrolle 16′′′ das Außenform- Band 13′ aufgrund seiner Eigenelastizität unter Vorspannung so weit - über die aus Fig. 4 ersichtliche Querschnittsform hinaus - geöffnet, daß das Kernform-Band 14′ gemeinsam mit dem auf dessen Flanschen 26 gehaltenen Formkörper 2 vom Außenform-Band 13′ frei werden.
Im Abstand hinter dem unteren Ende der Führungsstrecke 18 wird dann das Kernform-Band 14′ über die als Umlenkeinrich­ tung dienende Umlenkrolle 17′′ nach oben abgelenkt, während zugleich der Formkörper 2 des Handlaufprofils 1 bzw. der Profilstab oder -strang 11 über eine Ablenkrolle 31 nach abwärts geführt und dadurch unter elastischer Verformung von den Flanschen 26 des Kernform-Bandes 14′ abgezogen wird. Die Ablenkrolle 31 kann auch wegfallen, wenn der Profilstab oder -strang 11 unmittelbar von der Umlenkrolle 16′′′ nach ab­ wärts geführt wird.
Zu erwähnen ist noch, daß der in Bewegungsrichtung 19′, 19′′ des Außenform-Bandes 13′ und des Kernform-Bandes 14′ geneig­ te Verlauf der gemeinsamen Führungsstrecke 18 einerseits sicherstellt, daß ein kontrolliertes Schäumen des Kunst­ stoff-Komponentengemisches innerhalb der sich fortschreitend bewegten Formkammer 15 stattfindet, während andererseits eine ausreichende Entlüftung dieser Formkammer 15 zum be­ schickungsseitigen Ende hin gewährleistet wird. Da gleich­ zeitig sichergestellt ist, daß das sich fortschreitend be­ wegende Formwerkzeug 12 über die Führungsstrecke 18 hinweg geradlinig ausgerichtet bleibt, wird erreicht, daß der kon­ tinuierlich entstehende Formkörper 2 des Handlaufprofils 1 oder dergleichen nicht nur eine sehr gleichmäßige Schaum­ struktur, sondern auch ein einwandfrei ausgeformtes Quer­ schnittsprofil erhält.
Mit Hilfe der Anlage nach Fig. 1 kann das Handlaufprofil 1 im gleichen Arbeitsgang mit der Herstellung seines Formkör­ pers 2 bzw. der Profilstäbe oder -stränge 11 an den Innen­ flächen der zwischen der Trägerschicht 7 und der Schutzfolie 6 eingebetteten Haftkleberschicht 5 versehen werden.
Zu diesem Zweck ist dem einlaufseitigen Ende der Anlage 10 oberhalb der Zuführvorrichtung 32 für die Kunststoff-Kompo­ nenten noch eine besondere Zuführeinrichtung 33 zugeordnet. Diese Zuführeinrichtung 33 umfaßt dabei einen Rollenabwick­ ler 34, auf dem der aus der Haftkleberschicht 5, der Schutz­ folie 6 und der Trägerschicht 7 bestehende Streifen 35 in Form einer größeren Rolle 36 gelagert wird. Der Streifen 35 läuft dabei über eine Umlenkrolle 37 und wird durch einen besonderen Leitapparat 38 an die Außenflansche 26 des Kern­ form-Bandes 14′ herangeführt.
Der Leitapparat 38 für den Streifen 35 hat dabei zunächst eine vollkommen ebene Einlaufstrecke, die den Streifen 35 auf seiner ganzen Breite unterstützt. Diese geht dann zu­ nächst in eine Zwischenstrecke mit etwa U-förmigem Quer­ schnitt über, an die sich eine im Querschnitt im wesentli­ chen C-förmige Endstrecke anschließt, welche die Flansche 26 des Kernform-Bandes 14′ allseitig umfaßt. Auf diese Art und Weise wird der Streifen 35 allmählich mit allen Flächen der Flansche 26 am Kernform-Band 14′ in Kontaktberührung ge­ bracht, so daß diese Flansche 26 und gegebenenfalls auch noch der untere Teil des hieran anschließenden Steges 25 vom Streifen 35 abgedeckt werden.
Die Relativlage des Streifens 35 zum Kernform-Band 14′ ist dabei so getroffen, daß dessen Schutzfolien 6 die Anlage am Kernform-Band 14′ bildet, während die Trägerschicht 7 außen liegt und somit beim Eintritt in die gemeinsame Führungs­ strecke 18 der Formkammer 15 zugewendet ist. Die in diese Formkammer eingebrachten Kunststoff-Komponenten können daher bei Aufschäumen in der Formkammer 15 eine einwandfreie und innige Verbindung mit der Trägerschicht 7 eingehen.
Damit die Anlage 10 nach Fig. 1 zur Herstellung von Hand­ laufprofilen 1 bzw. Profilstäben oder -strängen 11 benutzt werden kann, ohne daß die die Formkammer 15 begrenzenden Flächen der Außenform 13 des Formwerkzeuges 12 mit einem besonderen Trennmittel behandelt werden müssen, wird zu­ nächst wenigstens auf die Formflächen der Außenform 13 bzw. des Außenform-Bandes 13′ in dünner und geschlossener Schicht ein bereits verfestigter bzw. ausgehärteter und hoch ver­ dichteter Polyurethan-Kunststoff, bspw. in Form des aus Fig. 3 ersichtlichen Folienstreifens 8 aufgebracht. Er wird dabei fortwährend und fortschreitend mit dem Formwerkzeug, nämlich durch das Zusammenwirken des Außenform-Bandes 13′ mit dem Kernform-Band 14′ durch die Anlage transportiert, und zwar während das Kunststoff-Komponentengemisch in die Formkammer 15 gelangt sowie darin gegen den Schichtbelag 8 aufgeschäumt und dabei mit diesem innig verbunden wird.
Der Folienstreifen 8 wird dabei am einlaufseitigen Ende der Anlage 10 unterhalb der Zuführvorrichtung 32 für die Kunst­ stoff-Komponenten durch eine besondere Zuführeinrichtung 39 in den Bereich der Formkammer 15 gebracht. Diese Zuführ­ einrichtung 39 umfaßt dabei einen Rollenabwickler 40, auf dem der Folienstreifen 3 in Form einer größeren Rolle 41 gelagert wird. Der Folienstreifen 8 läuft dabei über eine Umlenkrolle 42 und wird durch einen besonderen Leitapparat 43 an die inneren Begrenzungsflächen des Außenform-Bandes 14′ herangeführt, wie das die Fig. 2 bis 4 der Zeichnung deutlich erkennen lassen.
Um das zu ermöglichen, hat dabei der Leitapparat 43 zunächst eine vollkommen ebene Leitfläche 44, welche den Streifen 8 auf seiner ganzen Breite unterstützt. Hieran schließt sich dann eine Zwischenstrecke 45 an, welche zunächst nur die Längsränder des Streifens 8 aus der Ebene der Einlaufstrecke hochstellt. Diese Zwischenstrecke 45 geht sodann in die Endstrecke 46 über, welche das aus Fig. 2 deutlich ersicht­ liche Querschnittsprofil hat und dadurch den Folienstreifen in der aus den Fig. 2 bis 4 erkennbaren Art und Weise dicht an die Innenflächen des Außenform-Bandes 14′ heranbringt.
Sobald dann das Formwerkzeug 12 in die aus Fig. 5 ersicht­ liche Schließlage gestellt worden ist, sind die beiden Längsränder 8a und 8b des Folienstreifens zwischen dem Au­ ßenform-Band 13′ und dem Kernform-Band 14′ fest eingespannt und dadurch ist der gesamte Folienstreifen 8 gegen unkon­ trollierbare Verlagerungen innerhalb der Formkammer 15 fix­ iert.
Werden nun mit Hilfe der Zuführlanzen 32′ der Zuführvorrich­ tung 32 in die Formkammer 15 des geschlossenen Formwerkzeu­ ges 12 die Kunststoff-Komponenten in der aus Fig. 5 ersicht­ lichen Art und Weise eingebracht, dann schäumen diese inner­ halb der Formkammer 15 aus und pressen den Folienstreifen 15 mit hoher Kraft gegen die inneren Begrenzungsflächen des Außenform-Bandes 13′ an. Die hierin vorgesehenen Oberflä­ chenstrukturen mit ihren Erhöhungen und/oder Vertiefungen bilden sich dadurch im Folienstreifen 8 ab, weil dieser thermoplastisch verformt und dabei soweit angelöst wird, daß der entstehende Polyurethan-Integral-Weichschaum eine innige Verbindung mit dem Folienstreifen 8 eingeht. Da der Folien­ streifen 8 aus einem hoch verdichteten Polyurethan-Kunst­ stoff besteht, gibt er der äußeren Oberfläche des Handlauf­ profils 1 bzw. der Profilstäbe oder -stränge 11 eine hohe mechanische Festigkeit. Gegen mechanische Beanspruchungen, wie Verkratzen, ist nachher die Oberfläche des Handlaufpro­ fils 1 bzw. der Profilstäbe oder -stränge 11 weitestgehend geschützt.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß auch ohne weiteres die Möglichkeit besteht, im Außenform-Band 13′ senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung verlaufende Stege auszubilden, wenn in kontinuierlicher Fertigungsweise auch kürzere, strangförmige Teile hergestellt werden sollen, die einen Kern aus Polyurethan-Integral-Weichschaum aufweisen, der außenseitig von einer hoch verdichteten Schicht aus Polyurethan-Kunststoff ummantelt ist. In den Wirkbereichen der Stege wird dabei das Aufschäumen der Kunststoff-Kompo­ nenten zu Polyurethan-Integral-Weichschaum verhindert, zu­ mindest aber stark eingeschränkt, so daß dort der Strang 11 im wesentlichen nur aus dem Folienstreifen 8 besteht, der die Verbindung zwischen aufeinanderfolgenden, strangförmigen Teilen bildet.
Wichtig ist in jedem Falle, daß durch die Mitbenutzung einer bereits verfestigten bzw. ausgehärteten Folie aus hoch ver­ dichtetem Polyurethan-Kunststoff eine unerwünschte Abnutzung der Oberfläche des Außenform-Bandes 13′ vermieden werden kann, so daß die Oberflächenqualität der gefertigten Gegen­ stände auch nach einer relativ langen Betriebszeit des Form­ werkzeuges noch einwandfrei ausgeformt wird.

Claims (7)

1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Profilstäben oder -strängen, bspw. Handlaufprofilen aus Kunststoff, ins­ besondere Polyurethan-Integral-Weichschaum, bei welchem das zur Profilbildung benutzte Kunststoff-Komponentengemisch fortwährend in die Formkammer eines Formwerkzeuges eingebracht wird, und bei welchem mit einem eine zu öffnende und zu schlie­ ßende Außenform sowie eine in diese eingreifende Kernform aufweisenden Formwerkzeug gearbeitet wird, indem in dessen Formkammer das Kunststoff-Komponentengemisch zur Profilbildung eingeführt wird, wobei Außenform und Kernform aus endlosen, biegeelastischen sowie jeweils synchron bewegten Rändern gebildet und über Umlenkvorrichtungen geführt werden, wobei die Außenform im Bereich der Umlenkeinrichtungen zwangsläufig geöffnet sowie auf einer zwischen diesen liegenden, im wesent­ lichen geradlinigen Führungsstrecke geschlossen gehalten wird und wobei die Kernform in einem Öffnungsbereich parallel zur Führungsstrecke in die Außenform eingeführt sowie im anderen Öffnungsbereich wieder aus dieser herausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Formflächen der Außenform (13) in dünner und geschlossener Schicht ein bereits verfestigter bzw. ausgehärte­ ter, hochverdichteter Polyurethan-Kunststoff als Folienstreifen (8) aufgebracht sowie dann fortwährend und fortschreitend mit dem Formwerkzeug (12) transportiert wird, und daß dann das Kunststoff-Komponentengemisch in die Formkammer eingeführt sowie gegen den Folienstreifen (8) aufgeschäumt und mit diesem innig verbunden wird, wobei die Längsränder (8a, 8b) des Folienstreifens (8) während des Einbringens und Aufschäumens des Kunststoff-Komponentengemisches zwischen der Außenform (13) und der Kernform (14) eingespannt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienstreifen aus Polyurethan-Kunststoff vor dem Aufbringen auf die Formflächen der Außenform entsprechend der Außenform-Kontur vorprofiliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkammer (15) des Formwerkzeugs (12) quer zu dessen Laufrichtung (19′, 19′′) bereichsweise für die Aufnahme bzw. das Aufschäumen des Kunststoff-Komponentengemisches gesperrt wird.
4. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem von einer zu öffnenden und zu schließenden Außenform und einer in diese eingreifenden Kernform gebildeten Formwerkzeug, in dessen Formkammer das Kunststoff-Komponentengemisch zur Profilbildung einführbar ist, wobei Außenform und Kernform aus endlosen, biegeelastischen sowie jeweils synchron bewegbaren Bändern bestehen, die über Umlenkeinrichtungen geführt sind, wobei die Außenform im Bereich der Umlenkeinrichtungen zwangsläufig zu öffnen sowie auf einer zwischen diesen liegenden, im wesentlichen geradlini­ gen Führungsstrecke zu schließen ist, und wobei die Kernform im einen Öffnungsbereich parallel zur Führungsstrecke in die Außenform einführbar sowie im anderen Öffnungsbereich wieder aus dieser herausführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Einlaufende der gemeinsamen, geradlinigen Führungs­ strecke (18) von Außenform-Band (13′) und Kernform-Band (14′) einerseits eine Zuführvorrichtung (32) für die Kunststoff- Komponenten zugeordnet und diese mit mindestens einer in den Öffnungsbereich zwischen dem Außenform-Rand (13′) und dem Kernform-Band (14′) hineinragenden Zuführlanze (32′) versehen ist, während andererseits zumindest dem Einlaufende der gerad­ linigen Führungsstrecke (18) des Außenform-Randes (13′) eine Zuführvorrichtung (39) für einen mit seinen Längsrändern (8a, 8b) während des Einbringens und Aufschäumens des Kunststoff- Komponentengemisches zwischen der Außenform (13) und der Kernform (14) eingespannten Folienstreifen (8) aus Polyurethan- Kunststoff zugeordnet ist (Fig. 1 und 3).
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführvorrichtung (39) aus einem Rollenabwickler (40) und einem diesem nachgeordneten Leitapparat (43) besteht, dessen Führungsquerschnitt zumindest an dem dem Umlenkbereich des Außenform-Bandes (13′) zugewendeten Ende (46) dem Profil des geöffneten Außenform-Bandes (13′) angepaßt ist (Fig. 3), vorzugsweise eine Profiliervorrichtung für den Folienstreifen (8) bildet.
6. Anlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitapparat (43) eine ebene Leitfläche (44) hat, die über eine Zwischenstrecke (45) allmählich in den Führungsquer­ schnitt übergeht.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens im Außenform-Band (13′) des Formwerkzeuges (12) senkrecht zu dessen Bewegungsrichtung (19′) verlaufende Stege ausgebildet sind, die in der Formkammer (15) Sperren gegen die Aufnahme bzw. das Aufschäumen des Kunststoff-Komponentengemi­ sches bilden.
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