DE38011C - Verfahren der Metallbearbeitung mittelst direkt angewendeten elektrischen Stromes - Google Patents
Verfahren der Metallbearbeitung mittelst direkt angewendeten elektrischen StromesInfo
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- DE38011C DE38011C DENDAT38011D DE38011DA DE38011C DE 38011 C DE38011 C DE 38011C DE NDAT38011 D DENDAT38011 D DE NDAT38011D DE 38011D A DE38011D A DE 38011DA DE 38011 C DE38011 C DE 38011C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K9/00—Arc welding or cutting
- B23K9/24—Features related to electrodes
- B23K9/28—Supporting devices for electrodes
- B23K9/282—Electrode holders not supplying shielding means to the electrode
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- Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
■A.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges Verfahren der Metallbearbeitung
mittelst direct angewendeten elektrischen Stromes, welches im Gegensatz zu früheren derartigen
elektrischen Arbeitsverfahren dadurch charakterisirt wird, dafs man den Volta'schen
Bogen an derjenigen Stelle des zu bearbeitenden Metallstückes durch einen derselben genüherien
elektrischen Leiter, welcher den einen Pol bildet, herstellt, während diese zu bearbeitende
Stelle selbst den jenem Leiter entgegengesetzten Pol bildet, so dafs also der
Volta'sche Bogen an jeder beliebigen Stelle des zu bearbeitenden Objects ohne Anwendung
irgend welcher !-hilfsvorrichtungen erzeugt
wird, während bei den früheren Verfahrungswcisen die Metalle entweder durch den
Contact von zwei in einem besonderen Apparat angebrachten Kohlen (Wallner) oder durch
zwei Contacte (Siemens) zum Glühen bezw. Schmelzen gebracht werden, indem man das
Arbeitsobject mittelst einer Zwischenvorrichtung (eines Tiegels) zwischen die beiden Pole der
Kette bringt. Durch das vorliegende neue Arbeitsverfahren wird im Vergleich mit diesen
Verfahrungsweisen nicht nur in Bezug auf Einfachheit der Anwendung und ausgedehntere
Verwendbarkeit ein wesentlich neuer technischer Effect erzielt, sondern es unterscheidet
sich auch im Princip des Erfindungsgedankens von diesen insofern, als es in der Bildung des
Volta'schen Bogens auf dem Arbeitsgegenstand selbst und an jeder beliebigen Stelle desselben
durch blofse Annäherung von nur einem Pol der Kette und ohne jegliche vermittelnde Vorrichtungen
besteht.
Die einzigen Vorrichtungen, die zur praktischen Ausführung des vorliegenden neuen
Arbeitsverfahrens erforderlich sind, beschränken sich auf die Festhaltungs- und Bewegungsmittelfür
den dem Pol des Arbeitsstückes zu nähernden Leiter, für den in der Praxis am
besten ein cylihdrisch geformter Kohlestab gewählt wird, dessen Form und Material aber,
nicht Bedingung für die Ausführbarkeit des" Verfahrens sind. In den beiliegenden Zeichnungen
sind einige Alisführungsformen derartiger Vorrichtungen dargestellt, die in nachstehendem
zur näheren Erläuterung der praktischen Anwendung des den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bildenden Arbeitsverfahrens zur Bearbeitung von Metallen (Eisen,
Stahl, Kupfer, Zinn, Blei u. dergl. bekannte unedle und edle Metalle und deren Legirungen)
mittelst direct angewendeten elektrischen Stromes beschrieben sind.
In Fig. ι besteht der Apparat aus einem
Holzgriff A, in dessen Höhlung an dem einen Ende' die Klemmschraube B sich befindet,
welche zur Befestigung des Leitungsdrahtes C dient. Die Kohle D wird in der Fassung JE1
mittelst Schraube F befestigt; E kann verschieden geneigte Stellungen zur Stange G annehmen
,; welche den Leitungsdraht C mit Kohle ύ durch Scharnier H verbindet. ' '
Der in Fig. 2 in Thätigkeit gezeigte Apparatbesteht ebenfalls aus dem Holzgriff / (gleichzeitig
Support) und dem Hebel J, welcher zur
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Annüherung der Kohle zur Stelle, wo der
Voha'sche Bogen gebildet werden soll, dient, was durch Andrücken desselben an den Griff /
erreicht wird. Zwischen Griff /und Hebel J ist die Feder if angeordnet, um durch Abdrucken
des Hebels J den Volta'scheri Bogen aufzuheben; an der Klemmschraube· M im
Innern des Griffes / ist der Leitungsdraht L
befestigt, der durch Stange N mit Hebel / verbunden ist. Zum Einstellen der Kohle
dienen Muffe O und Scharnier R, während Q. der Kohlehalter ist.
Der Apparat ist auf den Metallplatten r r1
aufgestellt; α b sind die von der Quelle des Stromes 5 (Accumulatoren, Batterien oder·
Dynamomaschinen) ausgehenden Leitungsdrähte; davon ist b der positive zur Kohle und a
der negative zu den Metallplatten r rl führende.
■ ■ .
Fig. 3 zeigt die Seitenansicht eines vollstandigen Apparates auf einer gebahnten Schiene,
Fig. 4 einen Querschnitt nach a~b und Fig. 5
einen solchen nach c-d.
Derselbe besteht wieder aus Holzgriff F,
welcher mit zwei hölzernen Seitenstücken W Verbunden ist, die zusammen mit dem Griff
den Wagen des Apparates bilden. X ist wieder der Hebel, der zur Annäherung der Kohle
zur Stelle dient, wo der Volta'sehe Bogen gebildet werden soll. Die SeitenstUcke W sind
mit vier Rollen- versehen, mittelst deren der
Apparat sich auf den Schienen Z bewegt. A1 ist der an der Klemmschraube B1 befestigte
Leitungsdraht, Fig. 3, welcher sich an den Hebel JiT1 der in Fig. 3 durch Punktiriing angedeuteten,
durch Schrauben an den Seitenstücken W befestigten Metallstange D' anschliefst.
Letztere dient gleichzeitig zum Festhalten des Hebels X durch die ihm als Achse
dienende Schraube E, Fig. 3 und 5. F1 ist
ein Schirm mit farbigem Glas S1, bestehend
aus einem Stativ, welches durch Scharnier H, Flügelmutter I\ und Stange J\ Fig, 3 und 4,
alle erdenklichen Stellungen annehmen kann. K1 ist die Kohle, L l der Kohlehalter, Af1
ein Scharnier und N1 eine Muffe zum Einstellen der Kohle. Am Griff V sitzt der Sccundenmesscr
O1, welcher mit dem Hebel X
durch den kleinen Hebel P1, Fig. 3; und 4,
derart verbunden ist, dafs, wenn der Hebel X dem Griff V genühert wird, der Secundenjriesser
sich in Gang setzt, was gleichzeitig mit der Bildung des Volta'schen Bogens geschieht,
da durch dieselbe Bewegung des Hebels X ■die Kohle dem Metallstück da genähert wird,
wo der Volta'sehe'Bogen gebildet werden soll.
Die Aufhebung des Volta'schen Bogens und der Stillstand des Secundenmessers erfolgen
ebenfalls gleichzeitig beim Herablassen des Hebels X durch die Feder Q.1. Hierdurch
kann die Dauer der Wirkung des Volta'schen Bogens nach Secunden gemessen und nach Belieben
geregelt werden. ·
Fig. 6 veranschaulicht einen Rahmen mit zwei Paar daran befestigten Schienen Zx Z.
Die gezahnten Schienen Z1 dienen zur punktweisen Vereinigung oder Bildung des Voltaschen
Bogens an gewissen Punkten, deren Entfernung von einander der Gröfse der
Schienenzähne gleichkommt; die glatten Schienen Z dienen zur ununterbrochenen Vereinigung.
Jeder der vorerwähnten Apparate ist mit einem der Leitungsdrähte verbunden, während
der andere Leitungsdraht direct an dem Arbeitsstück, auf dem der Volta'sche Bogen gebildet
wird, befestigt oder mit einem metallenen Tischchen verbunden ist, auf welchem das
Arbeitsstück ruht. ; · · ■ .
Fig. 7 zeigt eine Metallplatte, welche als
Werktisch ' dient, wobei Rx eine Klemmschraube
mit darin befestigtem Leitungsdraht darstellt. .
Wird nun bei der Bearbeitung der Metalle nach vorliegendem Arbeitsverfahren der
Volta'sche Bogen zunächst auf einen Punkt gelenkt, dann unterbrochen, dann auf einen
anderen Punkt gerichtet u. s. w., so wird eine punktweise Durchlöcherung oder .Durchschmel-.
zung des Arbeitsstückes herbeigeführt und letzteres kann gleichzeitig mit einem zweiten da-r
neben gelegten Arbeitsstück an den Schliefsungsstellen, wie leicht ersichtlich, durch die abgeschmolzene
Metallmasse fest vereinigt werden. Derselbe Effect wird erzielt, wenn der
Volta'sche Bogen in einer ununterbrochenen Linie auf dem Metall weitergeführt wird, mit
dem Unterschied nur, dafs in diesem Falle anstatt einer punktweisen eine fortlaufende,
zusammenhängende Aussparung oder Oeffnung bezw. Vereinigungsstelle hervorgebracht werden
würde. In den Fig. 8 bis 24 ist die'Wirkungsweise des Verfahrens an verschiedenen Beispielen
verbildlicht; selbstredend kann auf diese Weise die Verbindungsstelle durch den auf
gleiche Weise erzielten und in Wirkung gesetzten Volta'schen Bogen auch wieder aufgeschmolzen
und so eine Trennung· der Metalle herbeigeführt werden, wie dies nach
obigem leicht verständlich ist. Worauf es in jedem Falle beim Schmelzen der Metalle ankommt
und was allein das Charakteristische des dem vorliegenden Arbeitsverfahren zu Grunde liegenden Erfindungsgedankens bildet
und die Erzielung der durch denselben angestrebten neuen technischen Effecte ermöglicht ist, dafs die zu bearbeitende Stelle des
Arbeitsstückes selbst bei Bildung des Voltaschen Bogens an eben dieser Stelle den einen
Pol der Kette bildet, während der dem Metallstück an dieser Stelle wie oben genäherte
elektrische Leiter den dem Pol auf dem Arbeitsstück entgegengesetzten Pol bildet.
Claims (2)
- Pate nt-Ansprüche:ι. Verfahren der Metallbearbeitung durch 'Schmelzung mittelst direct angewendeten elektrischen Stromes, welches dadurch charaktcrisirt wird, dafs man den Voltaschen Bogen an derjenigen Stelle des zu bearbeitenden Metallstückes durch einen derselben genäherten elektrischen Leiter, welcher den einen Pol bildet, herstellt, λ während diese zu bearbeitende Stelle selbst den jenem Leiter entgegengesetzten Pol -bildet; : . -
- 2. Zur Ausübung des Unter i. genannten Verfahrens der Metallbearbeitung mittelst direct angewendeten elektrischen Stromes:a) der in Fig. ι dargestellte Apparat, gekennzeichnet durch die Verbindung des Griffes Λ mit der darin befestigten Klemmschraube B und dem Kohlehalter E\b) der in Fig. 2 dargestellte Apparat, gekennzeichnet durch die Verbindung des Griffes / mil dem zum Heranbringen der Kohle an den zu bearbeitenden Gegenstand dienenden Hebel J und dem Kohlehalter Q;c) der in Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellte Apparat, charaktcrisirt- durch den Griff V in Verbindung mit dem Hebel X, dem durch Hebel P mit letzterem verbundenen Secundenmesser O, dem Schirm F1 und den gezahnten und glatten Schienen ZZx.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38011C true DE38011C (de) |
Family
ID=313743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38011D Expired - Lifetime DE38011C (de) | Verfahren der Metallbearbeitung mittelst direkt angewendeten elektrischen Stromes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38011C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002098B (de) * | 1952-11-22 | 1957-02-07 | Phoenix Rheinrohr Ag | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung elektrisch stumpfgeschweisster Rohre und Einrichtung zu dessen Durchfuehrung |
| DE1178534B (de) * | 1959-03-20 | 1964-09-24 | Kloeckner Werke Ag | Elektrodenhalter fuer eine Elektrode zur Licht-bogenbeheizung von Brammen, Bloecken u. dgl. |
| DE1615169B1 (de) * | 1965-03-08 | 1970-11-19 | Pierre Carvallo | Schmelzschweissverbindung fuer Metallteile |
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0
- DE DENDAT38011D patent/DE38011C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002098B (de) * | 1952-11-22 | 1957-02-07 | Phoenix Rheinrohr Ag | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung elektrisch stumpfgeschweisster Rohre und Einrichtung zu dessen Durchfuehrung |
| DE1178534B (de) * | 1959-03-20 | 1964-09-24 | Kloeckner Werke Ag | Elektrodenhalter fuer eine Elektrode zur Licht-bogenbeheizung von Brammen, Bloecken u. dgl. |
| DE1615169B1 (de) * | 1965-03-08 | 1970-11-19 | Pierre Carvallo | Schmelzschweissverbindung fuer Metallteile |
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