DE379581C - Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe - Google Patents

Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe

Info

Publication number
DE379581C
DE379581C DEM77582D DEM0077582D DE379581C DE 379581 C DE379581 C DE 379581C DE M77582 D DEM77582 D DE M77582D DE M0077582 D DEM0077582 D DE M0077582D DE 379581 C DE379581 C DE 379581C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring device
jaws
stack
jaw
stack measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM77582D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EDMUND BERTHOLD
Original Assignee
EDMUND BERTHOLD
Publication date
Priority to DEM77582D priority Critical patent/DE379581C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE379581C publication Critical patent/DE379581C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/36Textiles
    • G01N33/365Filiform textiles, e.g. yarns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Stapelmeßvorrichtung für Faserstoffe. In der Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure 1894 S.997 ist ein \-erfahren zur Bestimmung der mittleren Faserlänge in Gespinsten angegeben und seine Richtigkeit bewiesen «-orden. Es beruht auf folgendem: nian bestimmt die Feinheitsnuninier (metrische Feinheitsnummer 1) des zu untersuchenden Gespinstes, kleinnit ein Stück, welches länger als die längste Faser ist, an einem Ende ein, kämmt es rein aus (durch einfaches Ausbürsten), schneidet den Bart glatt ab und bestimmt das Gewicht eines solchen Bartes. Die mittlere Faserlänge im Querschnitt (in mm) ist dann gleich dein doppelten Gewicht des Bartes (in ing) multipliziert mit der metrischen Feinheitsnummer des Gespinstes. Das einzusetzende Bartgewicht wird zweckmäßig als mittleres Gewicht aus einer größeren Anzahl (to) von Bartgewichten bestimmt. Anstatt den Bart einseitig auszukämmen, kann nian auch gleich Doppelbärte dadurch gewinnen, daß inan ein längeres Stück Gespinst einklenmit und zuerst nach der einen Seite auskämmt, es genau an der 1,-,irispaiinstelle umspannt und nun nach der anderen Seite auskämint, dann wird die mittlere Faserlänge oder der mittlere Stapel ini Gespinstquerschnitt, wie ohne weiteres einzusehen ist, gleich dein Gewichte eines solchen zweiseitigen Bartes multipliziert finit der nietriseben Feinheitsnummer des Gespinstes.
  • Die neue Stapelmeßvorrichtung bezweckt nun die rasche Feinheitsnuinnierbestimmutig von Faserbüscheln, V orgespinsten und Feingespinsten. Sie gestattet also, nicht bloß die mittlere Faserlänge in dein Gespinstquerschnitt, die wohl bemerkt nicht übereinzustimmen braucht mit der mittleren Faserl-,inge im Gespinst, sondern auch die in irgendwelchem Faserbüschel zu bestimmen; läßt also z. B. einmal die Bestiniinttng der sogenannten Stapellänge (mittlere Länge aller längsten Fasern) durch das bekannte Messen der längsten Fasern und die mittlere Faserlänge im Faserbüschel gemäß dein eingangs gegebenen Verfahren zu.
  • Das Kennzeichnende (leg Vorrichtung ist das, daß die Fläche des Faserbündelquersclinitts titid damit mittelbar dessen Feinheitsinimmer bestimmt wird, indem es zwischen zwei unter rechtem Winket gegabelte 'Greifer oder Klennnbacken a, L> festgeklemmt wird. wobei die Backen so gestaltet sinn, daß sie bei weitem öffnen eine Seite zum bequemen Einlegen des zu untersuchenden Faserbündels freigeben. Als vorzüglich geeigneter 1Zeßquerschnitt ist das in der Diagonale liegende Quadrat gewählt, weil es durch scharfes -Messen der Länge der Diagonale dem Querschnitt nach genau bestimmt werden kann.
  • In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i die Vorrichtung im Aufriß mit einem teilweisen Schnitt und Abb. a den Grundriß.
  • Die Backen a und b sind in der Querrichtung ferner so gestaltet, daß die Klemmbacken wechselseitig fingerartig ineinandergreifen (vgl. Grundriß), damit in der Längsrichtung des Faserbündels nicht nur an einer beschränkten Stelle geklemmt wird, sondern sich das Klemmen auf etwas größere Flächen verteilt. Legt man z. B. einen doppelseitig ausgekämmten Bart in das Matil der Kleininzange, der also an der Klemmstelle seinen größten Querschnitt hat, so ist es sehr schwer. ihn so genau einzulegen, daß sein größter zu messender Querschnitt auch genau an die Druckstelle von scharf ausgebildeten Backen käme, sind hingegen die Backen in der Längsrichtung des Bündels durch übereinandergreifende Finger zu einer größeren Druckfläche ausgebildet, so wird man einmal sicher den größten zu eiessenden Querschnitt fassen und außerdem auch zuni Messen eine bestimmte Flächenbelastung erhalten. Die Backen a und b sind so aufeinandergepaßt, daß sie beim Leerineinanderschieben sich nur bis auf ein bestimmtes -Maß gegeneinander bewegen können, z. B. so, daß dann gerade ein Quadratmillimeter frei bleibt. Der links gezeichnete lacken a ist fest bzw. läßt er sich durch die Justierschraube c genau auf eine bestimmte Lage einstellen, der rechts gezeichnete Backen h wird durch Drehen an dem Knopf e°, welcher innen auf seinem Drehzapfen ein i alinrad trägt, das in die mit dein Backen b verbundene "Zahnstange f greift, nach rechts bewegt, wobei sich die Feder g weiter spannt. In das dadurch geöffnete einseitig offene 1Matil wird das zu untersuchende Faserbündel eingelegt und nun der Knopf c freigegeben, (las Vaserbündel wird dadurch unter bestimmtem, gegebenenfalls vorher einstellbarem Druck zusammengedrückt. Die Diagonallänge des )uadratquerschnittes wird an der Feinineßvorrichtung bei dem Zeiger h. bzw. auch an der Grobmeßvorrichtung bei i abgelesen. Je nach dem zu messenden Fasermaterial und dem beim Messen angewendeten Schließdruck wird nun die Vorrichtung geeicht werden müssen. Es geschieht dies am zweckmäßigsten dadurch, daß man die Feinheitsnuinmer von Vorgarn von dem betreffenden zu untersuchenden Faserstoff, also z. B. Baurnwollfleverlunte, bestimmt, es in die Klemmvorrichtung einlegt und nun die Diagonallänge der quadratischen -Maulöffnung dafür bestimmt. Es läßt sich also dadurch für das Faserbündel von bestimmter vorliegender Feinheitsnummer die Ablesung an dem Zifferblatt h genau bewirken, wobei die Messung auch immer unter dem betreffenden Druck stattfindet, für den die Vorrichtung geeicht ist. Es können nun entweder für die einzelnen Faserstoffe besondere Tabellen gemacht werden, falls die Vorrichtung für die verschiedensten Faserstoffe dient, oder aber soll er nur für einen bestimmten Faserstoff dienen, dann können die Feinheitsnuminern unmittelbar an dem Zifferblatt bezeichnet werden.
  • Zur Berechnung der Tabellen wird nebenbei noch angeführt, daß für gleichen spezifischen Backendruck und für einheitliches Material die Wechselbeziehungen zwischen Feinheitsnummer N und der Maulweite aus folgender Betrachtung abgeleitet sind.
  • Die Feinheitsnummer N ist gleich oder es ist g-N-l. Das Gewicht g ist aber auch gleich für den Quadratquerschnitt, wenn y das relative spezifische Gewicht des porösen Faserbündels ist, -d2#l-y-g somit g-N-dz L- y -N=- oder In dem vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel der Stapelmeßvorrichtung ist die wagerechte Verschiebung der Backen vorgesehen. Man kann natürlich auch die -Vorrichtung lotrecht anordnen und dann an Stelle der Federdruckwirkung eine regelbare Gewichtswirkung zum Schließen des -Maules vorsehen.
  • Aus -dem Grundriß Abb. 2 ist ersichtlich, daß noch besondere -Maßstäbe in vorgesehen sind, uin die Längen der herausstehenden Fasern zu messen, wenn man ausgekämmte Gespinstbärte messen will zur Bestimmung der längsten Faserlängen oder zur Festlegung bestimmter Bartlängen, die man in. bekannter Weise abschneiden und zur Bestimmung des Stapeldiagramms in bekannter Weise für sich wiegen kann.
  • Die Handhabung der Vorrichtung geschieht für die Bestimmung des mittleren Stapels von Baumwolle, also z. B. in folgender Weise: der Prüfer nimmt sich ein Baumwollbüschel, zieht es zwischen den Fingern in der bekannten Weise wiederholt aus und legt die Schichten übereinander, - legt das so gewonnene Büschel in das geöffnete Zangenmaul, läßt sich das Maul schließen, liest die Feinheitsnummer des Büschels an dem Zeiger ab, wiegt das Büschel auf einer chemischen oder einer entsprechend empfindlichen NTeigungs- oder Torsionswaage und erhält aus dem Produkt der Zahlen (vgl. oben) dann die mittlere Stapellänge. Gewünschtenfalls werden die längsten Fasern auch gemessen, so daß dann noch das Güteverhältnis des Stapels durch das Verhältnis des mittleren Stapels zum längsten Stapel ermittelt wird.

Claims (3)

  1. PAT1.N -c-A NS rRticrlE: i. Stapelmeßvorrichtung für Faserstoffe, gekennzeichnet durch zwei ineinandergreifende Backen (a, b), von denen jeder aus zwei rechtwinklig aufeinanderstehenden Gabelarmen gebildet wird und die derart zueinander angeordnet sind, daß sie ein quadratisches Klemmaul bilden, dessen eine Diagonale in der Verschiebungsrichtung eines der Klemmbacken liegt.
  2. 2. Stapelmeßvorrichtung nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die gabelförmigen Klemmbacken ungleicharmig gegabelt sind.
  3. 3. Stapelmeßvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Backen (b) unter Federwirkung steht und mit zwei Zeigern versehen ist, die von diesem Backen (b) gegenüber je einer Skala für Grob- und Feinmessung der Diagonale des quadratischen Klemmaules eingestellt werden. d.. Stapelmeßvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des Klemmaules in Richtung der Faserlänge des eingespannten. Büschels verschiebbare Maßstäbe (m) angeordnet sind.
DEM77582D Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe Expired DE379581C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM77582D DE379581C (de) Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM77582D DE379581C (de) Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE379581C true DE379581C (de) 1923-08-25

Family

ID=7317758

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM77582D Expired DE379581C (de) Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE379581C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0693177B1 (de) Verfahren zur absoluten messung der reissfestigkeit von fasern
DE379581C (de) Stapelmessvorrichtung fuer Faserstoffe
CH203464A (de) Schweissnaht-Messlehre.
DE1510487C3 (de) Vorrichtung zum VergleichmäBigen der Banddicke von Faserbändern
DE2651636A1 (de) Drehmomentschluessel
DE4124626C2 (de) Vorrichtung zur Messung der Windungszahl und/oder der Knoten bzw. Fadendicken von textilen Fäden
DE598911C (de) Pruefgeraet fuer Briefmarken
DE102007047868A1 (de) Vorrichtung zur Festigkeitsmessung von Materialien
CH678111A5 (de)
DE2719482A1 (de) Vorrichtung zum beurteilen der wirkung von haarwasch- oder haarspuelmitteln
DE963996C (de) Dickenmesser fuer Fasern
DE476711C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der durchschnittlichen Stapellaenge von Rohbaumwolle
DE692052C (de) Verfahren zum Auslesen von Textilfasern nach ihrer Steifigkeit
DE1018629B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen von Rohbaumwolle
DE878285C (de) Verfahren und Pruefgeraet zum Pruefen von keramischen und anderen plastischen Massen
DE702211C (de) Vorrichtung zur laufenden Querschnittsmessung von Gespinsten
DE1878159U (de) Wandstaerkenmessgeraet.
DE656658C (de) Vorrichtung zur Feststellung des Feuchtigkeitsgehaltes von Stoffbahnen
DE2705354C3 (de) Vorrichtung zur Gebrauchssimulation an fertigen Kleidungsstücken
DE427874C (de) Handmassstab mit Zaehlwerk
DE2603128C2 (de) Anordnung zum Prüfen von mechanischen Eigenschaften fester Werkstoffe
DE1816385A1 (de) Pruefverfahren zur Bestimmung der Entkraeuselung von Chemie- und Naturfasern
DE29608C (de) Geldzähl- und Rollapparat
DE1052696B (de) Bandmass
DE2750461A1 (de) Wegaufnehmer