DE3741191C2 - Vorrichtung zum Ermitteln krummer Schnitte zur Verwendung bei einer Bandsäge - Google Patents
Vorrichtung zum Ermitteln krummer Schnitte zur Verwendung bei einer BandsägeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Er
mitteln von Unebenheiten an der Schnittfläche eines Mate
rials, von dem ein Abschnitt mit Hilfe einer Sägemaschine
abgetrennt wurde.
Der Fortschritt in der Entwicklung computerisierter Steu
ersysteme hat es möglich gemacht, eine Sägemaschine auto
matisch arbeiten zu lassen, einschließlich der automati
schen Materialzuführung zu der Säge und der automatischen
Abführung der von den Materialien abgeschnittenen Teile.
Durch Abnutzung der Sägezähne oder durch eine übergroße
Zuführungsgeschwindigkeit kann es jedoch zu einer Verfor
mung des Sägebandes kommen, die zu Unebenheiten an den
Querschnittsflächen des Materials führt, von dem ein Teil
abgeschnitten wurde. Wenn einmal ein krummer Schnitt auf
tritt, erhalten alle nachfolgend geschnittenen Teile in
folge der fehlenden Schnittpräzision verformte Schnitt
flächen, wenn nicht das Sägeband durch ein neues ersetzt
wird oder die Arbeitsbedingungen geändert werden. Das
Auftreten krummer Schnitte ist ein wesentliches Hindernis,
das der bedienungslosen Vollautomatisierung der Sägema
schine im Wege steht.
Der krumme Schnitt läßt sich leicht z. B. dadurch feststel
len, daß man eine Verformung des Sägebandes beobachtet,
die zu einem krummen Schnitt führt, wie es bisher vorge
schlagen wurde. Bei solchen herkömmlichen Verfahren zum
Ermitteln eines krummen Schnittes treten jedoch häufig Feh
ler auf, die diese Art der Ermittlung unzuverlässig und
unpraktisch machen.
Aus der DE 30 35 962 A1 ist bereits eine Vorrichtung für eine
Bandsägemaschine bekannt, die dazu dient, krumme Sägeschnitte
zu ermitteln, und die eine Materialverschiebeeinrichtung zum
Verschieben des zu schneidenden Materials aufweist, einen
Flächenverformungssensor für das Sägeblatt, eine Einrichtung
zum Erzeugen eines Signals, das die Auslenkung des Bandsägeblatts
von seinem vorgeschriebenen Lauf anzeigt und Komparatoren
zum Vergleichen des Signals mit vorbestimmten Werten.
Weiter ist in der DE 35 12 698 A1 eine Vorrichtung zum Ermitteln
der Querschnittsform von Schnitthölzern beschrieben,
die Flächenverformungssensoren aufweist, die auch die Form
der Schnittflächen der Hölzer ermitteln. Schließlich ist in
der DE 26 11 476 C2 eine Vorrichtung mit einem Flächenverformungssensor
zum Ermitteln der Form (Verformung) bzw. Kontur
der Außenfläche eines Objekts beschrieben, die eine Vorschubeinrichtung
zum Verschieben des Sensors entlang der zu
prüfenden Fläche aufweist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Ermitteln krummer Schnitte zu schaffen, die imstande
ist, eine beim Schneiden eines Materials auftretende
Schnittflächenverformung präzise zu ermitteln. Eine weitere
Aufgabe der Erfindung ist die Konstruktion einer solchen
Ermittlungsvorrichtung für krumme Schnitte, die sich
in eine automatische Sägemaschine, z. B. eine Bandsäge,
einbauen läßt, so daß es bei einer bedienungslosen, vollautomatischen
Sägevorrichtung nicht mehr zu befürchten ist,
daß während des automatischen Betriebs durch krumme Schnitte
ungenaues Arbeiten verursacht wird.
Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vorrichtung
gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2
bis 6 gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist im allgemeinen grundsätzlich
in der in Fig. 1 gezeigten Weise aufgebaut. Ein
Flächenverformungssensor 14 des optischen Typs ist so
eingerichtet, daß er seinen Abstand von einer Schnitt
fläche F eines Materials M ermittelt, von dem durch eine
nicht gezeigte Bandsäge ein Abschnitt m abgeschnitten
wurde. Nach dem Abschneiden des Abschnitts wird der Sen
sor 14 durch eine Sensorvorschubeinrichtung 5a in einen
Raum S vor der Schnittfläche F des Materials M eingeführt,
der dadurch entsteht, daß das letztere mittels einer Mate
rialverschiebeeinrichtung 16b zu einer Rückwärtsbewegung
veranlaßt wird. Während der Sensor 14 in den Raum S einge
führt wird, gibt er kontinuierlich ein Abstandssignal ab,
das den Abstand zwischen dem Sensor 14 und der Schnittflä
che F wiedergibt. Das Abstandssignal wird durch eine
arithmetische Einrichtung 20b verarbeitet, um ein Maximum-
Minimum-Differenzsignal zu erhalten, das proportional zu
dem Unterschied zwischen dem maximalen und dem minimalen
Wert des Abstandssignals ist. Das Maximum-Minimum-Diffe
renzsignal, das als Indikator für die an der Schnittfläche
F entstandene Verformung dient, wird durch einen Kompara
tor 20c mit einem Bezugssignal verglichen, das eine maxi
male zulässige Verformung definiert. Zeigt das Ausgangs
signal des Komparators 20c an, daß das Maximum-Minimum-
Differenzsignal das Bezugssignal überschreitet, wird ge
urteilt, daß an der Schnittfläche F des Materials M und
daher auch an der Schnittfläche des abgeschnittenen Ab
schnitts eine unzulässige Verformung eingetreten ist. Die
genannten Einrichtungen 5a, 16b und 20c werden durch eine
Steuerungseinrichtung 20a gesteuert.
Die oben beschriebene grundlegende Funktion der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung läßt sich für die Anwendung bei
einer automatischen Bandsäge leicht in der Weise erwei
tern, daß sie den Sägevorgang unterbricht, wenn eine unzu
lässige Verformung eintritt. Zu diesem Zweck genügt es,
zusätzlich eine Einrichtung vorzusehen, die ein Alarmsi
gnal erzeugt. Dieses Alarmsignal wird der Operationsfolge
der automatischen Bandsäge zugeführt und dazu verwendet,
die Maschine stillzusetzen.
Somit ermöglicht die Erfindung das bedienungslose Arbei
ten einer automatischen Bandsäge, ohne daß Unregelmäßig
keiten bei den Materialschnitten eintreten. Nachdem die
erforderliche Gegenmaßnahme, z. B. die Erneuerung des Säge
bandes oder die Neueinstellung der Vorschubgeschwindigkeit
in Abwärtsrichtung während des Stillstandes der Maschine
vorgenommen worden ist, kann der Sägebetrieb wiederaufge
nommen werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden
anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 anhand eines Blockschaltbildes den grundlegenden
Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 die Draufsicht einer automatischen Bandsäge, bei
der eine Ausführungsform der Erfindung verwendet
wird, zusammen mit einem Blockschaltbild des elek
tronischen Systems zur Steuerung der Ausführungs
form in Verbindung mit der erwähnten automatischen
Bandsäge;
Fig. 3 die Vorderansicht der automatischen Bandsäge,
deren Draufsicht in Fig. 2 gezeigt ist;
Fig. 4 ein Fließbild des in dem Festwertspeicher des
elektronischen Steuerungssystems nach Fig. 2 ge
speicherten Programms;
Fig. 5 eine Veranschaulichung der Funktion der genannten
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6 einen Flächenverformungssensor des Kontakttyps,
wie er bei einer anderen Ausführungsform der Er
findung verwendet wird; und
Fig. 7 einen weiteren Flächenverformungssensor des Kon
takttyps, der bei einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung verwendet wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand von
Fig. 2 bis 5 beschrieben, wobei Fig. 2 und 3 die Drauf-
bzw. Frontansicht einer automatischen Bandsäge zeigen,
bei der eine Ausführungsform der Vorrichtung zum Ermit
teln krummer Sägeschnitte Anwendung findet. Die in Fig. 2
gezeigte Draufsicht ist von einem Blockschaltbild des
elektronischen Steuerungssystems für die gesamte Vor
richtung begleitet.
Gemäß Fig. 2 und 3 ist ein Sägerahmen 4 mittels eines
hydraulischen Sägevorschubzylinders 5 auf- und abbewegbar
und durch eine Hauptsäule 2 und eine Hilfssäule 3 geführt,
die aus einem Bett 1 nach oben ragen. Die Ober- und Unter
grenzen des Vorschubs werden durch einen oberen bzw. einen
unteren Endschalter (nicht gezeigt) bestimmt. In dem Säge
rahmen 4 sind zwei Sägerollen 6 und 7 in einem Abstand
voneinander angeordnet. Ein endloses Sägeband 8, das zwi
schen den Sägerollen 6 und 7 gespannt ist, wird durch
einen Motor 9 angetrieben.
Der Sägerahmen 4 weist ein Paar von Sägeführungen 10 und
11 auf, die das Sägeband 8 derart biegen und führen, daß
es mit vertikal ausgerichteter Bandfläche läuft. Zwischen
den Sägeführungen 10 und 11 ist eine Sensorträgerführung
12 angeordnet, die gleitend einen Sensorträger 13 führt,
der an seinem unteren Ende hinter dem Sägeband 8 einen
Flächenverformungssensor 14 trägt. Der Flächenverformungs
sensor 14 ist von kontaktloser Bauart und besteht z. B. aus
einem Photosensor, der mit Laserstrahlreflexion arbeitet.
Der Sensor 14 ermittelt den Abstand zwischen sich selbst
und einem Objekt (der Schnittfläche des Materials, von
dem ein Abschnitt abgeschnitten wurde).
Auf dem Bett 1 sind ein Hauptschraubstock 15 und ein
hinter diesem gelegener Indexschraubstock (index vise)
16 angeordnet. Die Einspann- und Freigabebetätigung des
Hauptschraubstocks 15 wird durch einen Hydraulikzylinder
15a zur Betätigung des Hauptschraubstocks bewirkt, während
der Indexschraubstock 16 nicht nur durch einen Hydraulik
zylinder 16a zur Betätigung des Indexschraubstocks betä
tigt wird, sondern auch durch einen Indexschraubstock
verschiebe-Hydraulikzylinder 16b vorwärts auf den Haupt
schraubstock 15 zu und rückwärts von ihm weg bewegt wird.
Die Verschiebung des Indexschraubstocks 16 wird durch
einen nicht gezeigten Mechanismus ermittelt, der aus einem
umlaufenden Kodierer in Verbindung mit einem Zahnstangen
getriebe besteht. Die Ankunft des Indexschraubstocks 16
am Ende seines Vorwärtsweges wird durch einen nicht gezeig
ten Vorwärtsbewegungs-Endschalter ermittelt.
Zu einem elektronischen Steuerungssystem 20, das computeri
siert ist, gehören eine Zentraleinheit 21 zum Steuern der
Durchführung eines gespeicherten Programms und der Betätigung der betref
fenden Objektinstrumente (objective instruments), ein Fest
wertspeicher 22 zum Speichern eines Programms zum Bestim
men der Arbeitsweise der Bandsäge, bei der die erfindungs
gemäße Vorrichtung verwendet wird, ein Speicher mit direk
tem Zugriff 23 mit Bereichen zum Speichern der von dem
Flächenverformungssensor 14 kommenden Datensignale und
des weiter unten erwähnten Verformungs-Grenzwertes, eine
Tastatur 24 zum Eingeben des genannten Verformungs-Grenz
wertes und anderer Daten und eine Schnittstelle 25 zum
Verbinden des Steuerungssystems mit den zugehörigen Ob
jektinstrumenten (objective instruments).
Zusätzlich zu der oben kurz beschriebenen Konstruktion
gehört zu dem elektronischen Steuerungssystem 20 ein
Analog-Digital-Umsetzer 26, dem das Abstandssignal des
Flächenverformungssensors 14 zugeführt wird, das durch
einen Verstärker 14a verstärkt wird. Einerseits werden
die Signale der oben erwähnten verschiedenen Schaltein
richtungen und des Kodierers, nämlich des oberen und un
teren Endschalters (nicht gezeigt), die die Hubstrecke
des Sägerahmens bestimmen, des Vorwärtsbewegungs-End
schalters (nicht gezeigt) für den Indexschraubstock 16
und des umlaufenden Kodierers (nicht gezeigt) zum Ermit
teln der Verschiebung des Indexschraubstocks 16, über
die Schnittstelle 25 eingegeben. Andererseits gibt das
elektronische Steuerungssystem 20 über die gleiche
Schnittstelle 25 die Signale zum Betätigen des Sägevor
schubzylinders 5, des Hauptschraubstock-Betätigungszy
linders 15a, des Indexschraubstock-Betätigungszylinders
16a und des Indexschraubstock-Verschiebezylinders 16b ab.
Die Arbeitsweise der automatischen Bandsägemaschine, bei
der die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet wird, wird
im folgenden anhand von Fig. 4 und 5 beschrieben. Fig. 4
zeigt das Fließbild eines Programms, das in dem Festwert
speicher 22 gespeichert ist, während Fig. 5 die Bewegung
des Flächenverformungssensors 14 veranschaulicht, der
bei einer Ausführungsform der Erfindung verwendet wird.
Vor Beginn des Betriebs ist es erforderlich, sowohl einen
Verformungsgrenzwert W einzustellen, der die höchstzuläs
sige Verformung der Schnittfläche des Materials definiert,
als auch einen hier als "Verformungsermittlungs-Intervall
zahl n" bezeichneten Wert, der die Anzahl der Schneidvor
gänge bezeichnet, die erfolgreich durchgeführt werden
sollen, ohne daß zwischen zwei Verformungsermittlungs
vorgängen ein krummer Schnitt ermittelt wird.
Mit einem Befehl zum Arbeitsbeginn wird als Schritt 1
ein in dem Speicher mit direktem Zugriff 23 vorhandener
Zähler zurückgestellt, um die Zählnummer N auf Null zu
stellen, und anschließend bewegt sich der Sägerahmen 4
abwärts, um mit dem Schneiden des Materials M zu begin
nen, wobei der Flächenverformungssensor 14 auf der Ober
seite des Materials M verbleibt. Die Situation in diesem
Stadium ist in Fig. 5(b) veranschaulicht. Während sich
nur das Sägeband 8 weiter abwärts bewegt und das Material
M schneidet, verschiebt sich der Sensorträger 13 in der
Sensorträgerführung 12. Wenn der Sägerahmen 4 die untere
Grenze erreicht, d. h. wenn ein Sägevorgang beendet ist,
wird die Zählnummer N um Eins erhöht (Schritt 4), und
infolge eines von dem nicht gezeigten unteren Endschalter
kommenden Signals wird der Sägerahmen 4 veranlaßt, sich
zu heben (Schritt 5). Auf halbem Wege seiner Aufwärtsbe
wegung nimmt der Sägerahmen 4 den Flächenverformungssen
sor 14 mit nach oben, der bis dahin auf dem Material M
verblieben ist. Beim Erreichen der Obergrenze wird der
Sägerahmen 4 durch ein von dem nicht gezeigten oberen End
schalter kommendes Signal angehalten. Somit ist wieder
der anfängliche Zustand nach Fig. 5(a) erreicht.
Wird bei Schritt 7 die Anzahl dieser Schneidvorgänge,
d. h. die Zählnummer N, als noch nicht die Verformungs
ermittlungs-Intervallzahl n erreichend beurteilt, wird
der Prozeß über die Schritte 8 bis 13 auf den Schritt 2
zurückgeschaltet, um den gleichen Schneidvorgang zu wie
derholen. Die Funktionen des Hauptschraubstocks 15 und
des Indexschraubstocks 16 bei den Schritten 8 bis 13 ent
sprechen denjenigen bei einer bekannten automatischen
Bandsäge, wie im Fließbild dargestellt, so daß sich eine
eingehende Beschreibung erübrigt. Die Wegstrecke der Rück
wärts- und Vorwärtsbewegung des Indexschraubstocks 16
(bei Schritt 8 bzw. 12) wird übrigens durch das Zusammen
fallen eines auf der Tastatur 24 eingestellten vorbe
stimmten Wertes mit dem Ausgangssignal des obenerwähn
ten umlaufenden Kodierers (nicht gezeigt) gesteuert,
welch letzterer die Verschiebung des Indexschraubstocks
16 ermittelt.
Ist die Zählnummer N bis auf die Verformungsermittlungs-
Intervallzahl n angestiegen, folgen auf Schritt 7 eine
Reihe von Schritten 14 bis 19, um nachzuprüfen, ob eine
Unebenheit der Schnittfläche F des Materials M vorhanden
ist. Bei Schritt 14 gibt der Hauptschraubstock 15 das
Material M frei, und anschließend bewegt sich der Index
schraubstock 16, der das Material M noch festhält, bei
Schritt 15 um eine vorbestimmte Strecke L rückwärts, um
vor der Schnittfläche F des Materials M einen Raum S
freizumachen, in den der Flächenverformungssensor 14 ein
geführt werden kann. Die Situation in diesem Stadium ist
in Fig. 5(c) und 5(d) veranschaulicht. Während der Säge
rahmen 4 sich senkt (Schritt 16), senkt sich der Flächen
verformungssensor 14 ebenfalls vor der Schnittfläche F
des Materials M, ohne mit dem Material M in Berührung zu
kommen. Während der Abwärtsbewegung mißt der Flächenver
formungssensor 14 kontinuierlich seinen Abstand von der
Schnittfläche F und gibt Abstandsdaten d aus.
Die Abstandsdaten d werden durch den Verstärker 14a ver
stärkt und durch den Analog-Digital-Umsetzer 26 digitali
siert, woraufhin sie bei Schritt 17 dem Speicher mit direk
tem Zugriff 23 eingegeben werden, bis der Sägerahmen 4 den
unteren Endschalter (gemäß Schritt 18) erreicht und dort
stehenbleibt. Auf Schritt 18 folgt nunmehr Schritt 19, wo
eine an der Schnittfläche F entstandene Verformung D be
rechnet wird, und zwar als Differenz zwischen dem maxi
malen Abstand dmax und einem minimalen Abstand dmin,
wobei sowohl der maximale als auch der minimale Abstand
(dmax und dmin) aus den bei Schritt 17 eingegebenen Abstands
daten ausgewählt werden. Die somit ermittelte Flächenver
formung D wird mit dem zuvor eingestellten Wert W vergli
chen, der die größte zulässige Verformung angibt. Wird bei
Schritt 20 geurteilt, daß die Verformung D den Wert W
(der die größte zulässige Verformung repräsentiert) nicht
überschreitet, folgt auf Schritt 20 der Schritt 21, bei
dem der Sägerahmen 4 aufwärts bewegt wird, um es dem Index
schraubstock 16 zu ermöglichen, sich wiederum um die
Strecke L vorzuschieben (Schritt 22), um die Schnittflä
che F des Materials M in ihre ursprüngliche Lage zu brin
gen. Nachdem der Hauptschraubstock 15 das Material einge
spannt hat (Schritt 23) und die Zählnummer N bei Schritt
24 auf Null zurückgestellt worden ist, wird der Prozeß
auf Schritt 8 geschaltet, um die zuvor beschriebene nor
male Schneidbetätigung zu wiederholen.
Wird jedoch bei Schritt 20 geurteilt, daß die ermittelte
Verformung D die größte zulässige Verformung W überschrei
tet, wird bei Schritt 25 die gesamte automatische Säge
vorrichtung zum Stillstand gebracht, um die Durchführung
von Gegenmaßnahmen zur Ausschaltung von krummen Sägeschnit
ten zu ermöglichen.
Das erwähnte Ausführungsbeispiel, das für den Fall seiner
Anwendung bei einer automatischen Bandsäge beschrieben
wurde, kann dadurch abgeändert werden, daß man den kon
taktlosen Flächenverformungssensor 14 durch einen Kontakt
sensor ersetzt, der aus einem Differentialtransformator
und einem Tasthebel besteht, die beide gemäß Fig. 6 an
dem Sensorträger 13 befestigt wird. Gemäß Fig. 6 überträgt
ein Tasthebel 14d, der mittels einer Feder 14c in Berüh
rung mit der Schnittfläche F eines Materials M gebracht
wird, mechanisch die Unebenheit der Schnittfläche F an
einen Differentialtransformator 14b, der mit dem oberen
Ende des Tasthebels 14d in Berührung steht. Der Differen
tialtransformator 14b erzeugt daraufhin ein elektrisches
Signal, das die Verformung der Schnittfläche F wiedergibt.
Diese abgeänderte Ausführungsform kann weiter abgeändert
werden, indem man den erwähnten Differentialtransforma
tor 14b durch beliebige andere geeignete Kraftwandler er
setzt.
Außerdem kann bei der Erfindung auch der in Fig. 7 ge
zeigte umlaufende Kodierer als Verformungssensor benutzt
werden. Bei dieser Ausführungsform besitzt ein umlaufen
der Kodierer 14e einen Tasthebel 14f, der mittels einer Feder
14g in Berührung mit der Schnittfläche F eines Materials
M gebracht wird. Bei diesem Flächenverformungssensor wird
die an der Schnittfläche des Materials M auftretende Ver
formung als Rotation des umlaufenden Kodierers 14e ermit
telt.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Ermitteln krummer Sägeschnitte, die
dazu dient, eine Verformung der Schnittfläche eines Materials
zu ermitteln, von dem ein Abschnitt mittels
einer Bandsäge abgeschnitten wurde, gekennzeichnet
durch:
eine Materialverschiebeeinrichtung (16) zum Verschieben eines Materials (M), nachdem von diesem mittels einer Bandsäge ein Abschnitt (m) abgeschnitten wurde, um vor der Schnittfläche (F) des Materials einen Raum (S) zum Einführen eines Sensors freizumachen;
einen Flächenverformungssensor (14) zum Ermitteln der Verformung einer Schnittfläche des Materials;
eine Flächenverformungssensor-Vorschubeinrichtung (5a) zum Vorschieben des Flächenverformungssensors (14) in den genannten Raum entlang einer Linie, die parallel zu einer Ebene verläuft, in der die Schnittfläche des Abschnitts liegen soll;
eine Einrichtung (23) zum Erzeugen eines Differenzsignals zum Berechnen des Unterschiedes zwischen dem maximalen und dem minimalen Wert des durch den Flächenverformungssensor (14) erzeugten Signals, während dieser in den Raum (S) zum Einführen des Sensors vorgeschoben wird;
einen Komparator (20c) zum Vergleichen des Differenzsignals mit einem vorbestimmten Wert (W) zum Zweck der Erzeugung eines Alarmsignals zum Anzeigen eines krummen Sägeschnitts, wenn der Wert des Differenzsignals den vorbestimmten Wert überschreitet; und
eine Steuerungseinrichtung (20) zum Steuern der Betätigung der Materialverschiebeeinrichtung (16), der Flächenverformungssensor- Vorschubeinrichtung (5a), der Differenzsignal- Erzeugungseinrichtung (23) und des Flächenverformungssensors (14).
eine Materialverschiebeeinrichtung (16) zum Verschieben eines Materials (M), nachdem von diesem mittels einer Bandsäge ein Abschnitt (m) abgeschnitten wurde, um vor der Schnittfläche (F) des Materials einen Raum (S) zum Einführen eines Sensors freizumachen;
einen Flächenverformungssensor (14) zum Ermitteln der Verformung einer Schnittfläche des Materials;
eine Flächenverformungssensor-Vorschubeinrichtung (5a) zum Vorschieben des Flächenverformungssensors (14) in den genannten Raum entlang einer Linie, die parallel zu einer Ebene verläuft, in der die Schnittfläche des Abschnitts liegen soll;
eine Einrichtung (23) zum Erzeugen eines Differenzsignals zum Berechnen des Unterschiedes zwischen dem maximalen und dem minimalen Wert des durch den Flächenverformungssensor (14) erzeugten Signals, während dieser in den Raum (S) zum Einführen des Sensors vorgeschoben wird;
einen Komparator (20c) zum Vergleichen des Differenzsignals mit einem vorbestimmten Wert (W) zum Zweck der Erzeugung eines Alarmsignals zum Anzeigen eines krummen Sägeschnitts, wenn der Wert des Differenzsignals den vorbestimmten Wert überschreitet; und
eine Steuerungseinrichtung (20) zum Steuern der Betätigung der Materialverschiebeeinrichtung (16), der Flächenverformungssensor- Vorschubeinrichtung (5a), der Differenzsignal- Erzeugungseinrichtung (23) und des Flächenverformungssensors (14).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flächenverformungssensor (14) ein kontaktloser
Abstandsermittlungssensor ist, der so eingerichtet ist,
daß er den Abstand zwischen dem Sensor und einer Schnittfläche
(F) eines Materials (M) mit Hilfe eines reflektierten
Lichtstrahls ermittelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flächenverformungssensor ein Sensor der Kontaktbauart
ist, der aus einem Tasthebel (14d) und einem
Kraftwandler besteht, wobei der Tasthebel mit der
Schnittfläche (F) eines Materials (M) in Berührung
steht, um die Unebenheit der Schnittfläche an den
Kraftwandler zu übertragen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kraftwandler ein Differentialtransformator
(14b) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flächenverformungssensor ein Kontaktsensor zum
Ermitteln von Unebenheiten ist, der aus einem Tasthebel
(14f) und einem umlaufenden Kodierer (14e) besteht, wo
bei der Tasthebel in Berührung mit einer Schnittfläche
(F) eines Materials (M) steht, um die Unebenheit der
Schnittfläche an den umlaufenden Kodierer zu übertragen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Unterbrechen
der Sägebetätigung entsprechend dem Alarmsignal für
einen krummen Sägeschnitt vorhanden ist, um die Vorrich
tung zum Ermitteln krummer Schnitte zum Gebrauch bei
einer automatischen Bandsäge geeignet zu machen.
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Family
ID=17766575
Family Applications (1)
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