DE373910C - Verfahren und Vorrichtung zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl. Mittels Geblaesebrenners - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl. Mittels Geblaesebrenners

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DE373910C
DE373910C DEM73017D DEM0073017D DE373910C DE 373910 C DE373910 C DE 373910C DE M73017 D DEM73017 D DE M73017D DE M0073017 D DEM0073017 D DE M0073017D DE 373910 C DE373910 C DE 373910C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 17. APRIL 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 b GRUPPE
(M 73017 VIjsbJ
Hermann Milner in Luck, Tschechoslowakei.
Verfahren und Vorrichtung zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl.
mittels Gebläsebrenners.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1921 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 19 π die Priorität auf Grund der Anmeldung in Österreich vom 29. Oktober 1918 beansprucht.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl. mittels Gebläsebrenners.
Es ist bereits bekannt, mit Hilfe von Schneidbrennern oder Gasflammen das Gestein zu erhitzen bzw. zu schmelzen und durch Abkühlung mürbe zu machen.
Vorliegender Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, das durch die Flamme gelöste Ge-
S73910
stein u. dgl. mittels eines kurz hinter der Flamme aus einem Ummantelungsrohr austretenden, nach hinten gerichteten Gas- oder Flüssigkeitsstromes abzubefördern.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die Vorrichtung im Schnitt; Abb. 2 gibt den Bohrkopf für sich im Aufriß ίο (Schnitt M-M),
Abb. 3 den Grundriß von Abb. 2 (Schnitt durch den Kegel A B C) wieder.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel wird die Wärme durch die Verbrennung von Gasgemischen, wie z. B. Azetylen mit Sauerstoff oder Luft, oder von Wasserstoff mit Luft erzeugt. Die Gase werden durch die Schlauchleitungen α und b zu dem als Handgriff gestalteten Gasmischer d geführt, wo die Mischung nach dem Injektorprinzip mittels einer Düse erfolgt, doch könnte die Mischung außerhalb der Vorrichtung vorgenommen werden. Durch das Gasrohr g gelangt das Gasgemisch vor den Bohrkopf h, der die Austrittsöffnung i trägt, wo die Verbrennung vor sich geht. Bei mehreren öffnungen sind ebenso viele Bohrköpfe vorhanden.
In dem für die Zeichnung gewählten Fall ist das Fördermittel die Luft, welche durch das Einführungsrohr m in den Bohrkopf h gelangt. Sind mehrere Bohrköpfe da, so zweigen sie vom gemeinschaftlichen Rohr m seitlich ab. Jeder Bohrkopf hat eine Anzahl Luftdüsen, steil nach rückwärts gestellt, exzentrisch gebohrt, welche eine Wirbelbewegung des Fördermittels hervorrufen. Das Kühlmittel nimmt auf seinem Wege die in den Bestandteilen des Systems überschüssige Wärme auf und bringt sie gleichzeitig mit den auch als Wärmeträger dienenden Stoffteilen zur Seite. An Stelle der Luft als Kühl- oder Fördermittel oder beides, kann auch Wasserdampf oder Gas verwendet werden.
Die Förderwirkung kann im weiteien Verlauf durch eines der bekannten mechanischen Fördermittel unterstützt oder ersetzt werden, derart, daß z. B. eine Förderschnecke von gleichem Steigungsverhältnis wie der fördernde Luftwirbelstrom um das Einführungsrohr drehbar angeordnet wird.
Der Arbeitsvorgang im Innern der Vorrichtung ist der folgende: Nach Abb. 1 der Zeichnung tritt der Sauerstoff unter Druck durch die Schlauchleitung α in die Mischdüse des Gasmischers ein und vereinigt sich hier mit dem durch die Schlauchleitung b zugeführten Azetylen zu einem Heizgas. Biese Mischung strömt unter Druck durch das Gasrohr g, welches im Innern des Mantelrohres m bis zum Bohrkopf h führt und den Boden desselben mit der Ausströmöffnung i durchsetzt, wo das Gemisch zur Verbrennung kommt; die dabei entstandene Wärme bringt den zu bohrenden Stoff zur Lösung. Hierbei wirkt der mittlere Teil der Flamme als Stichflamme, der umgebende Teil der Flamme wird durch die Saugwirkung des Luftwirbelstromes entgegen der Arbeitsrichtung nach rückwärts gebogen und löst auch das seitwärts gelegene Gut. Die so beweglich gemachten Stoffteile kommen unter Wirkung des Flammendruckes und der Luftsaugwirkung in den Druckbereich des Luftstromes. Die Luft tritt unter Druck als Kühl- und Fördermittel durch die Handhabe I in das Einführungsrohr m ein, kühlt das Rohr g und entweicht expandierend durch die Luftdüsen k. Wie in Abb. 2 und 3 genauer dargestellt ist, durchsetzen diese Luftdüsen in größerer Anzahl die zylindrische Wandung des Bohrkopfes h nahe dessen Bodenfläche unter etwa 30 ° zur Längsachse der Vorrichtung nach rückwärts und unter 45° zur Querschnittstangente geneigt. Durch die Düsen k tritt die Luft wirbelnd nach außen.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl. mittels Gebläsebtenners, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die Flamme gelöste Gestein u. dgl. mittels eines kurz hinter der Flamme aus einem Ummantelungsrohr (m) austretenden, nach hinten gerichteten Gas- odei Flüssigkeitsstromes abbefördert wird.
2. Veifahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Austritt des Gases oder der Flüssigkeit in scharfen Wirbelströmen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasoder Flüssigkeitsstrom das gelöste Gut einer mechanischen Fördervorrichtung, wie Kratzer, Schnecken, zubringt.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß um einen nach dem bekannten Grundsatz für die Erzeugung von Stichflammen von sehr hoher Temperatur gebauten Brenner ein achsengleicher kreisringförmiger Kanal für das Kühlmittel vorgesehen ist, der am Brennerkopf in mehreren engen, schräg nach auswärts und rückwärts gerichteten Bohrungen (k), Schlitzen 0. dgl. mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine um den Brenner drehbare Förderschnecke von gleichen Steigungsverhältnissen wie der nach Anspruch 4 er- zeugte Kühlmittelwirbelstrom.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEM73017D 1918-10-29 1921-03-20 Verfahren und Vorrichtung zum Bohren und Einschneiden von Gestein u. dgl. Mittels Geblaesebrenners Expired DE373910C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2554101A1 (de) * 1975-12-02 1977-06-08 Werner Foppe Fluessigwasserstoff-sauerstoff-gesteinschmelzbohrer
US4034567A (en) * 1974-12-19 1977-07-12 Battelle Memorial Institute Self-drilling thermal bolt

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4034567A (en) * 1974-12-19 1977-07-12 Battelle Memorial Institute Self-drilling thermal bolt
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