DE3737720C2 - Positionsmeßeinrichtung mit Unterteilungsschaltung - Google Patents
Positionsmeßeinrichtung mit UnterteilungsschaltungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Positionsmeßeinrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die Auflösung von inkrementalen Positionsmeßeinrichtungen
ist ohne weitere elektronische Unterteilung
zunächst nur ¼ der Teilungsperiode, die von
zwei um 90° zueinander phasenverschobenen
Signalen U1 und U2 erzeugt werden kann.
Besitzen die beiden Signale eine
genügend gute Sinusform, lassen sie sich zwischen
den Nulldurchgängen auf verschiedene Weise elektrisch
interpolieren.
Für das nachstehende Beispiel sei die CH-PS 4 07 569 genannt.
Eine Möglichkeit zur elektronischen Meßwertinterpolation
ist die Erzeugung von zusätzlichen
Hilfsphasen in einem Widerstandsnetzwerk.
Die mathematische Grundlage dafür bietet das
Additionstheorem. Wählt man die Amplituden der
beiden Signale
U1 = A1 * sin X
und
U2 = A2 * cos X,
so, daß
A1 = cos ϕ
und
A2 = sin ϕ,
ergibt sich durch Addition der beiden Signale ein
neues Signal
U = sin (ϕ + X),
das zu U1 um ϕ phasenverschoben ist. X ist der Weg,
der über eine Teilungsperiode von 0 bis 2 π läuft
und ϕ eine Hilfsgröße, die entsprechend dem geforderten
Interpolationsgrad gewählt wird.
In modernen Auswerteelektroniken werden auf diese
Weise bis zu 25fach-phasenverschobene Signale erzeugt
und somit Auflösungen des Meßsystems bis zu
¹/₁₀₀ der Maßstabteilungsperiode erreicht.
Für noch höhere Unterteilungen eignen sich wegen
des dann geringeren Schaltungsaufwandes besser Auswerteelektroniken
mit Arcus-Tangens-Rechner, die
Interpolationswerte zwischen zwei Perioden aus dem
Arcus-Tangens des Quotienten der beiden Signale U1
und U2 ermitteln. Denn, wenn die Amplituden A1
und A2 der beiden Signale U1 und U2 gleich groß
und konstant sind, gilt
U1/U2 = C sin X / C cos X = tan X
also
Die Quotientenbildung erfordert allerdings - bei
den heute für Divisionsvorgänge zur Verfügung stehenden
Bauelementen - verhältnismäßig viel Zeit,
so daß sich die Laufzeiten erhöhen.
Die maximale Abtastfrequenz beträgt bei einer 25fach-
Interpolation mit einem Widerstandsnetzwerk
etwa 15 kHz, mit einer Arcus-Tangens-Interpolation
etwa 50 kHz. Doch ergeben sich mit dem Arcus-Tangens-
Rechner größere Laufzeiten von max. 1 ms gegenüber
etwa 3 µs beim Widerstandsnetzwerk.
Aus der DE 24 31 630 A1 ist
ein optoelektronischer Aufnehmer
zur Entfernungsmessung bekannt
geworden, der von einem Tastkörper
mit einer Lichtquelle
und einer Referenzfläche
gebildet ist. In der Stirnfläche
des Trägerkörpers ist
zudem ein lichtempfindliches
Empfängerelement angeordnet,
das die Lichtquelle so regelt,
daß am lichtempfindlichen Regelelement
ein konstanter Fotostrom
fließt. Mit dieser Regelung
der Lichtquelle sollen Schwankungen
des Lichterzeugungsgrades
und Änderungen im Trans- und Remissionsvermögen
kompensiert werden,
die eine Verfälschung des
Meßergebnisses nach sich ziehen
würden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer
Positionsmeßeinrichtung mit Unterteilungsschaltung
die Laufzeit gering zu halten, um eine hohe Abtastfrequenz
bei gleichzeitig hoher Unterteilung zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird von einer Positionsmeßeinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Mit den in den Unteransprüchen angegebenen Merkmalen
kann die Positionsmeßeinrichtung in besonders vorteilhafter
Weise ausgestaltet werden.
Die besonderen Vorteile der Erfindung liegen
darin, daß die Quotientenbildung aus den beiden
Abtastsignalen entfallen kann.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
nachstehend mit Hilfe der Zeichnungen
noch näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Positionsmeßeinrichtung mit
Unterteilungsschaltung,
Fig. 2 ein Signaldiagramm.
In Fig. 1 ist eine Positionsmeßeinrichtung M
dargestellt, bei der in bekannter Weise durch
Abtastung einer Maßverkörperung 1 mittels eines
Lichtsenders 2 und zwei Fotodetektorpaaren 3 und
4 zwei nullsymmetrische Abtastsignale U1 und U2
erzeugt werden. Diese Abtastsignale U1 und U2 werden
zusammen mit daraus abgeleiteten Signalen umgekehrten
Vorzeichens -U1 und -U2 einer Schalteinheit S
zugeführt.
Ferner werden die Signale U1 und -U2 einem Wandler-
Baustein T1 zugeführt, der daraus einen binären Code
H1 bildet. Die Signale U1 und U2 werden zusätzlich
einem weiteren Wandler-Baustein T2 zugeführt, der daraus
einen weiteren binären Code H2 bildet. Die beiden
Codes H1 und H2 werden durch Triggerung aus den entsprechenden
Abtastsignalen gebildet und über weitere
Eingänge der Schalteinheit S zugeführt, in der sie zusammen
mit den Abtastsignalen U1, U2 und den Signalen
-U1, -U2 weiter verarbeitet werden.
Die Weiterverarbeitung geschieht in der Weise, daß
mit Hilfe der beiden Codes H1 und H2 vier Abschnitte
- nämlich Abschnitt I (-45° bis 45°), Abschnitt II
(45° bis 135°), Abschnitt III (135° bis 225°) und
Abschnitt IV (225° bis 315°) - einer Signalperiode
bestimmt werden.
In der Schalteinheit S werden dann aus Abtastsignalen
U1, U2, -U1 und -U2 mit Hilfe der logischen Zustände
der beiden Codes H1 und H2 unter Berücksichtigung der
vier Signalperioden-Abschnitte I, II, III und IV zwei
Signale G und K entsprechend der Tabelle
geschaltet. Bei konstanter Energieversorgung entstehen
Signale G und K wie in der Fig. 2 dargestellt.
Das Signal G wird einem Regler R zugeführt, der
die Energieversorgung des Lichtsenders 2 so regelt,
daß G einem vorbestimmten Wert G0 entspricht.
In diesem Fall gilt mit
U1 = A sin (X · 2 π/C) (1)
und
U2 = A cos (X · 2 π/C) (2)
wobei
C = Signalperiode
X = Weg oder Winkel
A = Signalamplitude
C = Signalperiode
X = Weg oder Winkel
A = Signalamplitude
z. B. im Bereich I
G = G0 = A · cos (X · 2 π/C) (3)
woraus sich die variable Amplitude A errechnen läßt zu
und
und
Da G0, wie erwähnt, eine Konstante ist, entfällt die
Division, die im Rechner sehr viel Zeit benötigt und
es kann mit dem Signal K, welches in einem Analog-/
Digitalwandler in ein Binärsignal K′ umgewandelt wird,
ein Speicher ROM beaufschlagt werden, der trigonometrische
Werte in Form einer Arcus-Tangens-Tabelle enthält.
Die Signalkombination des binären Signals K′ am
Eingang des Speichers ROM bestimmt, welche Adresse
im Speicher ROM angesprochen wird, so daß am Ausgang
des Speichers ROM eine binäre Kombination H3
bis Hn anliegt, die unmittelbar von der Eingangskombination
des Binärsignals K′ abhängt und Zwischenwerte
einer Signalperiode repräsentiert. Die Ausgangssignalkombination
H3 bis Hn wird mit den Codesignalen
H1 und H2 zusammengefaßt und stellt die
momentane Größe X für den Weg oder den Winkel dar.
Als Speicher kann jeder geeignete Baustein verwendet
werden, also keinesfalls nur ROMs. Derartige
Speicher mit einer Arcus-Tangens-Tabelle als Speicherinhalt
sind beispielsweise aus der US-PS 36 18 073 bekannt.
Claims (5)
1. Positionsmeßeinrichtung (M) zur Ermittlung eines
Winkels oder Weges (X) mit einer Unterteilungsschaltung
(EXE) für analoge periodische Signale (U1, U2)
mit Phasenversatz, die durch Abtastung einer inkrementalen
Maßverkörperung (1) mittels einer Abtasteinrichtung
(A) gewonnen werden, die wenigstens
einen Lichtsender (2) und zwei Fotodetektoren (3,
4) aufweist, sowie mit einem Speicher (ROM), der in
Abhängigkeit vom gewünschten Unterteilungsfaktor
Winkelfunktionswerte der Abtastsignale (U1, U2) in
Form einer trigonometrischen Tabelle enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß die an den Fotodetektoren
(3, 4) gewonnenen Abtastsignale (U1, U2), invertierte
Abtastsignale (-U1, -U2) sowie in Wandler-Bausteinen
(T1, T2) daraus gewonnene binäre Codesignale
(H1, H2), mit deren Hilfe eine Periode der Abtast
signale (U1, U2) in vier gleiche, jeweils durch
die logischen Zustände der Codesignale (H1, H2)
definierte Abschnitte (I, II, III, IV) unterteilt
wird, einer Schalteinheit (S) zugeführt werden,
welche aus den Abtastsignalen (U1, U2) und inver
tierten Abtastsignalen (-U1, -U2) unter Berücksich
tigung der logischen Zustände der Codesignale (H1,
H2) ein erstes Ausgangssignal (G) und ein zweites
Ausgangssignal (K) bildet, wobei das erste Aus
gangssignal (G) einer Regelschaltung (R) für den
Lichtsender (2) zugeführt und dieser so geregelt
wird, daß das erste Ausgangssignal (G) einem vor
bestimmten konstanten Wert (G0) entspricht, und das
zweite Ausgangssignal (K) über einen Analog-/Digital
wandler (A/D) als Binärsignal (K′) an dem Speicher
(ROM) anliegt, dessen Ausgangssignalkombination
(H3 bis Hn) die Zwischenwerte einer Signalperiode
repräsentiert und zusammen mit den Codesignalen
(H1, H2) den Momentanwert für den Winkel oder
Weg (X) innerhalb einer Periode der Abtastsignale
(U1, U2) darstellt.
2. Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewinnung der Codesignale
(H1, H2) durch Trigger (T1, T2) erfolgt.
3. Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Abschnitt (I) den Bereich
von -45° bis 45°, der zweite Abschnitt (II) den Bereich
von 45° bis 135°, der dritte Abschnitt (III) den Bereich
von 135° bis 225° und der vierte Abschnitt (IV) den Bereich
von 225° bis 315° bestimmt.
4. Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß den Triggern (T1, T2) jeweils
Abtastsignale (U1, U2) bzw. ein Abtastsignal (U1) und
ein invertiertes Abtastsignal (-U2) zugeführt werden.
5. Positionsmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Speicher (ROM) eine Arcus-
Tangens-Tabelle enthält.
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|---|---|---|---|
| DE19873737720 DE3737720C2 (de) | 1987-11-06 | 1987-11-06 | Positionsmeßeinrichtung mit Unterteilungsschaltung |
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1987
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