DE3734945C2 - - Google Patents

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DE3734945C2
DE3734945C2 DE19873734945 DE3734945A DE3734945C2 DE 3734945 C2 DE3734945 C2 DE 3734945C2 DE 19873734945 DE19873734945 DE 19873734945 DE 3734945 A DE3734945 A DE 3734945A DE 3734945 C2 DE3734945 C2 DE 3734945C2
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Rolf Dipl.-Ing. 3400 Goettingen De Wissner
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    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B3/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
    • B44B3/06Accessories, e.g. tool or work holders
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING, OR HOLDING
    • B25B11/00Work holders not covered by any preceding group in the subclass, e.g. magnetic work holders, vacuum work holders
    • B25B11/005Vacuum work holders

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Description

Die Erfindung geht aus von einer Spannplatte zur Aufnahme von zu gravierenden Platten in der Regel rechteckiger Formate, mit mindestens einem nach oben offenen Kanal, der an eine Unterdruckquelle anschließbar ist.
Der nach oben offene Kanal befindet sich damit in der Aufnahmefläche der Spannplatte, die die betreffende zu gravierende Platte aufnimmt. Diese Spannplatten dienen der Aufnahme und dem Festhalten von in Graviertechnik zu bearbeitenden Platten, also vergleichsweise dünnen Platten aus Metall, Kunststoff od. dgl. Die zu gravierenden Platten sind in der Regel rechteckig begrenzt und weisen dann ein rechteckiges Format auf; aber auch oval umgrenzte oder ähnlich gestaltete Platten müssen in der Graviertechnik bearbeitet werden.
Aus der DE-AS 10 45 766 ist eine Spannplatte der eingangs beschriebenen Art bekannt, bei welcher in der die Aufnahmefläche für die Platte bildenden Oberfläche zahlreiche feine senkrecht geführte Bohrungen enden, die durch geradlinig verlaufende und teilweise kreuzweise geführte schmalbandige Verbindungsnuten ergänzt sind. Unterhalb der Spannplatte befindet sich eine Grundplatte, an der ein Anschluß für eine Unterdruckquelle vorgesehen ist. Die Grundplatte und die Spannplatte sind unter Zwischenlage einer Dichtung miteinander verschraubt. Damit wird sichergestellt, daß die durch die Unterdruckquelle hervorgerufene Saugkraft gleichmäßig über die Fläche der Spannplatte verteilt zur Wirkung kommt. Eine solche Spannplatte mit entsprechender Größenordnung und Anordnung der Bohrungen unter Verbindungsnuten ist immer nur für ein Format einer Platte bestimmt, wobei die zu bearbeitende Platte so auf die Bohrungen und Nuten aufgelegt wird, daß der Rand der Platte über das aufgespannte Feld der Bohrungen und Nuten hinausreicht und damit zwischen dem Rand der Platte und der Spannplatte die Abdichtwirkung umlaufend erreicht wird. Für Platten abweichender Formate müssen entsprechend dem jeweiligen Format hergestellte bzw. angepaßte Spannplatten eingesetzt werden.
Es ist auch bereits bekannt, eine Spannplatte im Sinne einer Universalspannplatte so auszubilden, daß sie für verschiedenste Formate von Platten benutzt werden kann. Die Spannplatte besitzt eine Mehrzahl von einander im rechten Winkel kreuzenden Kanälen, die über ihre gesamte Erstreckung nach der Oberseite der Spannplatte, also dort, wo die Aufnahmefläche angeordnet ist, offen sind. Die Kanäle sind an eine Unterdruckquelle anschließbar, so daß die zu gravierende Platte auf die Spannplatte gesaugt und damit gehalten wird, wenn sich der erforderliche Unterdruck auswirken kann. Hierzu ist es erforderlich, abgestimmt auf das Format der jeweiligen zu gravierenden Platte eine Dichtschnur etwa in Rechteckform zu verlegen, wobei die Dichtschnur ein kleineres Feld beschreibt als dem Umriß der zu gravierenden und zu spannenden Platte entspricht. Die Dichtschnur wird dabei in die Kanäle eingedrückt. Zum Spannen ist eine beachtliche Rüstzeit erforderlich, indem nämlich jeweils die für das Spannen des jeweiligen Formats der Platte erforderlichen Kanäle ausgesucht, die Dichtschnur in ihrer Länge zugeschnitten und in die Kanäle eingebracht wird. Dabei muß die Fügestelle der Dichtschnur dichtend gestaltet werden. Für ein korrektes Arbeitsergebnis ist es unerläßlich, daß die Dichtschnur bündig zur Oberfläche in den Kanälen liegt, was jedoch nicht immer der Fall ist. Wenn die Dichtschnur nach oben aus den Kanälen herausschaut, wirkt sich dies in Aufwölbungen an der festzuspannenden Platte aus, d. h. die Platte liegt mit ihrer zu bearbeitenden Oberfläche nicht in einer Ebene, so daß die einzubringende Gravur unterschiedlich tief eingebracht wird, was fehlerhaft ist. Unterschreitet dagegen die Dichtschnur die Oberfläche der Spannplatte, so ist eine mangelhafte Abdichtung die Folge und die Platte wird nur mit verminderter, in manchen Fällen nicht ausreichender Spannkraft festgehalten. Soll nachfolgend eine Platte mit anderem Format festgespannt werden, so ist die Umrüstung der Spannplatte erforderlich, wobei die alte Dichtschnur entfernt und eine neue Dichtschnur an anderer Stelle angebracht werden muß. Dies ist sehr arbeitsaufwendig und zudem lästig.
So ist es auch bekannt, an einer Spannplatte eine Vielzahl von lediglich parallel geführten, nach oben offenen Kanälen vorzusehen, die alle über eine Querbohrung miteinander und damit mit der Unterdruckquelle in Verbindung stehen. Auch hier ist die individuelle Ausrüstung der Spannplatte vor dem Festspannen einer zu gravierenden Platte erforderlich. Die gesamte Spannplatte wird auf ihrer Oberfläche mit einem Film abgeklebt, so daß alle Kanäle nach oben abgeschlossen sind. Dann werden an den Stellen, an denen sich die Kanäle befinden und innerhalb des Umrisses des jeweiligen Formats der zu spannenden Platte Löcher in den Film eingebracht, durch die sich der Unterdruck auf die zu gravierende Platte auswirken kann. Eine solche Spannplatte bietet zwar den Vorteil, daß es auf Grund von Erfahrung individuell abgestimmt auf den jeweiligen Anwendungsfall gelingt, die zu gravierende Platte ausreichend fest auf der Spannplatte zu spannen; es entstehen jedoch auch hier erhebliche Rüstzeiten und bei jedem nachfolgenden, jeweils kleineren Format der zu spannenden Platte ist es erforderlich, den Film zu erneuern und wiederum entsprechende Löcher einzubringen.
Für das Spannen von runden Platten ist es bekannt, in der Spannplatte einen einzigen Kanal nach Art einer Spirale anzuordnen und je nach dem Format der zu spannenden runden Platte einen Dichtstopfen an der betreffenden Stelle des Kanals innerhalb des Formats der Platte anzubringen. Auch hier bestehen die Probleme der Aufwölbung bzw. der ordnungsgemäßen Abdichtung. Eine solche Spannplatte ist jedoch nur zur Aufnahme von runden Platten geeignet. Rechteckige Platten und Schilder, wie sie üblicherweise bevorzugt in der Graviertechnik vorkommen, können mit dieser Spannplatte nicht gespannt werden.
Allen bekannten Spannplatten ist gemeinsam nachteilig, daß die Kanäle eine beachtliche Tiefe und einen beachtlichen Querschnitt aufweisen, und daß die Kanäle zum Aufbringen des die zu gravierende Platte festspannenden Unterdrucks in irgendeiner Form abgedichtet werden müssen, meist durch Einsatz von Dichtelementen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannplatte zur Aufnahme von zu gravierenden Platten zu schaffen, auf der unterschiedliche Formate von zu gravierenden Platten in beliebiger Reihenfolge ohne oder ohne nennenswerte Rüstzeiten unter Anwendung von Unterdruck gespannt werden können.
Dies wird bei einer Spannplatte der eingangs bezeichneten Gattung erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Kanal in einem durchgehenden Streckenzug verläuft, der aus parallel zu der einen Längs- und bzw. oder Querseite der Platten angeordneten Streckenabschnitten einerseits sowie aus etwa parallel fluchtend zu der anderen Längs- und bzw. oder Querseite der Platten angeordneten Verbindungsabschnitten andererseits zusammengesetzt ist und der einen derart geringen Querschnitt aufweist, daß die Platten auch bei über ihr jeweiliges Format hinausreichendem Streckenzug dichtungslos durch die Unterdruckquelle gehalten sind.
In der neuen Spannplatte ist der Kanal, der natürlich auch mehrmals, also wiederholt vorgesehen sein kann, in einer ganz bestimmten Weise angeordnet. Er beginnt etwa in der Ecke bzw. im Eckbereich, zwischen einer Längs- und einer Querseite eines üblichen Rechteckformats. Die zu gravierenden und zu spannenden Platten weisen in aller Regel Rechteckformat auf. Alle Platten der verschiedensten Formate werden auf die Spannplatte immer so gelegt, daß diese eine Ecke, in welcher der Streckenzug beginnt, die eine gemeinsame Ecke all dieser Formate abdeckt. Der Streckenzug weist sodann Streckenabschnitte auf, d. h. winkelförmige Strecken, die parallel zu der anderen Längsseite und Querseite des Rechteckformats der Platten geführt ist. Diese winkligen Streckenabschnitte sind untereinander durch Verbindungsabschnitte verbunden, so daß letztendlich ein durchgehender Streckenzug entsteht. Die Verbindungsabschnitte erstrecken sich fluchtend zueinander und parallel zu der festliegenden Längsseite und Querseite sämtlicher Rechteckformate. Die Streckenabschnitte sind im Sinne wachsender Formate angeordnet, wobei es auf die genaue Lage der Knickpunkte an den winkligen Streckenabschnitten nicht zu sehr ankommt.
Auch quadratische Platten können auf dieser Spannplatte ohne weiteres mit gutem Erfolg gespannt werden. In all diesen Fällen wird der Kanal von den zu gravierenden Platten abgedeckt und es ergibt sich am Rand der zu spannenden Platte lediglich ein freier Querschnitt des Kanals, durch den Luft bei angeschlossener Unterdruckquelle nachgesaugt werden kann. Dieser Querschnitt ist jedoch derart gering, also klein ausgebildet, was durch entsprechende Gestaltung der Breite und/oder der Tiefe des Kanals erreicht werden kann, daß eine Abdichtung des Kanals nicht erforderlich ist. Der Kanal besitzt eine entsprechende Länge und es ergeben sich über diese Länge ausreichende Druckverluste, so daß sich ein hinreichender Unterdruck für das Festhalten der zu gravierenden Platten eben auch dann aufbaut, wenn der Kanal nicht mit einem Dichtungselement abgedichtet ist. Dies ergibt die Möglichkeit, auf die Anordnung der Dichtelemente vollkommen zu verzichten, wodurch die nicht unerhebliche Rüstzeit gegenüber dem Stand der Technik eingespart wird. Dieser überraschende Vorteil ist auf Kombination der Anordnung des Kanals in Verbindung mit seiner Querschnittsgestaltung zurückzuführen.
Die Streckenabschnitte und die Verbindungsabschnitte des Streckenzugs können sich im Sinn wachsender Formate der Platten vergrößern (Anspruch 2). Dies bedeutet, daß mit wachsenden Formaten die Länge des Streckenzugs unterproportional wächst. Dies hat seinen Grund darin, daß im Bereich großer Formate der Druckabfall pro Länge vergleichsweise weniger groß sein soll als im Bereich kleiner Formate.
Die Streckenabschnitte und die Verbindungsabschnitte können rechtwinklig ineinander übergehend und die Übergänge im Bereich kleiner Formate scharfkantig, im Bereich großer Formate dagegen abgerundet ausgebildet sein (Anspruch 3). Auch diese Maßnahme zielt darauf ab, im Bereich kleiner Formate einen vergleichsweise großen Druckabfall entlang des Streckenzugs und im Bereich großer Formate einen demgegenüber relativ kleinen Druckabfall entlang des Streckenzugs zu erzielen, damit sich der Unterdruck auf das jeweilige Format der zu spannenden Platte ordnungsgemäß auswirken kann.
Parallel zu den Streckenabschnitten und den Verbindungsabschnitten können Anlegekanten für die Platten vorgesehen sein (Anspruch 4). Auf diese Art und Weise ist ein Bezugspunkt gebildet, also eine Ecke, an der die Unterdruckquelle an den dort beginnenden Streckenzug angeschlossen ist, wobei alle Platten in einer aus diesen Anlegekanten gebildeten Ecke ein- bzw. angelegt werden können. Das Anschließen der Unterdruckquelle erfolgt zweckmäßig im Bereich der Schnittpunkte der Anlegekanten am Beginn des Streckenzugs (Anspruch 5).
Es kann - im Falle mehrerer Kanäle bzw. Streckenzüge - der erste Streckenzug rechtwinklig begrenzt und der jeweils folgende Streckenzug eine Winkelanordnung aufweisen (Anspruch 6).
Mehrere, durch parallel zueinander angeordnete Nuten unterteilte Felder können jeweils für den Streckenzug bzw. die Streckenzüge vorgesehen sein und den Nuten können mechanische Spannelemente zugeordnet sein (Anspruch 7). Bei dieser Spannart in der Kombination von Unterdruck und mechanischen Spannelementen wird dem Umstand Rechnung getragen, daß die Ausbildung des Unterdrucks im Anfangsbereich des Streckenzugs jedes Felds am größten ist und mit der Länge des Streckenzugs abnimmt. Für zu gravierende Platten mit einem vergleichsweise großen Verhältnis von Längskante zu Querkante können sich schwierige Spannverhältnisse ergeben, wenn allein durch Unterdruck gespannt wird. Für diese Fälle ist es zweckmäßig, in dem Bereich, in dem sich der Unterdruck vergleichsweise weniger auswirkt, zusätzlich ein mechanisches Spannelement anzuordnen, welches in die Nut eingreift und die zu gravierende Platte durch Niederzug auf die Oberfläche abstützt. Dieses zusätzliche mechanische Spannelement wirkt bei der Gravur auftretenden Momenten auf die zu spannende Platte um vertikale Achsen entgegen. Mit einem solchen mechanischen Spannelement ist es auch möglich, gewölbte, zu gravierende Spannplatten auf die ebene Aufnahmefläche der Spannplatte aufzudrücken und aufgedrückt zu halten, so daß sich dann der Unterdruck entsprechend auswirken kann.
Ausführungsformen der neuen Spannplatte sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Spannplatte in einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Spannplatte mit der Anordnung von zwei Kanälen und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform der Spannplatte mit zusätzlichen Nuten.
Die in Fig. 1 in Ansicht abgebrochen dargestellte Spannplatte 1 besteht in der Regel aus einer metallischen Platte, in deren Oberfläche 2 ein Kanal bzw. Streckenzug 3 eingearbeitet ist. Fig. 1 zeigt etwa natürliche Größe. Der Streckenzug 3 beginnt an einem Saugpunkt 4, der im Eckbereich von zwei Anlegekanten 5 und 6 angeordnet ist. Die Anlegekanten 5 und 6 werden hier von einer Mehrzahl nach oben abstehender und in die Spannplatte 1 eingelassener Bolzen gebildet, so daß zu spannende Platten unterschiedlicher Formate, jedoch mit rechteckigem Umriß, immer in diese Ecke ein- bzw. angelegt werden können und sich somit im Sinne wachsender Formate gemäß Pfeil 7 unterschiedlich weit über die Oberfläche 2 der Spannplatte 1 erstrecken.
Wichtig ist, daß der Kanal 3 einen durchgehenden Streckenzug 3 bildet, sich also nicht verzweigt, wenn er auch aus Strecken- bzw. Kanalabschnitten 8 und Verbindungsabschnitten 9 und 10 zusammengesetzt ist. Die Streckenabschnitte 8 erstrecken sich winklig, und zwar parallel der einen Längs- und der einen Querseite des rechteckigen Formats der zu spannenden Platten, während die Verbindungsabschnitte 9 parallel zur anderen Längsseite der zu spannenden Platte angeordnet ist, die an der Anlegekante 5 anliegt. Entsprechend fluchten die Verbindungsabschnitte 10 zueinander und sind parallel zu der Anlegekante 6 vorgesehen. Es ist weiterhin aus Fig. 1 ersichtlich, daß die Länge der einzelnen Verbindungsabschnitte 9 bzw. 10 ausgehend vom Saugpunkt 4 in Richtung wachsender Formate gemäß Pfeil 7 zunehmend vorgesehen ist, d. h. die Länge des Streckenzugs wächst unterproportional zur wachsenden Fläche. Der Kanal 3 besitzt in aller Regel über seine Länge konstanten Querschnitt aus Tiefe und Breite. Dieser Querschnitt ist erheblich kleiner gestaltet, als es im Stand der Technik üblich ist. Beispielsweise beträgt die Tiefe des Kanals 3 etwa ¹/₃ der üblicherweise angewandten Tiefe von Kanälen, die mit Unterdruck arbeiten. Im Anfangsbereich des Streckenzugs, also zu Beginn im Bereich des Saugpunkts 4, kann der Kanal 3 auch eine vergrößerte Tiefe über eine gewisse Länge besitzen. Ausgehend von dem Saugpunkt 4 weist der Kanal 3 zunächst pro Längeneinheit eine relativ große Anzahl von rechtwinkligen Übergängen 11 auf, die vergleichsweise scharfkantig ausgebildet sind, um auf kleiner Fläche einen relativ großen Druckabfall längs des Kanals zu erzielen, damit auch sehr kleinformatige Platten ohne Verwendung von Dichtungsmittel gespannt werden können. Im Bereich großer Formate wird dagegen angestrebt, den Druckabfall längs des Streckenzugs möglichst zu verkleinern. Hierzu besteht die Möglichkeit, gerundete Übergänge 12 vorzusehen, wie es beispielhaft in Fig. 1 verdeutlicht ist.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist an sich zunächst einmal grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie die nach Fig. 1. Es sind hier jedoch zwei Kanäle 3 und 3′ vorgesehen und auch zwei Saugpunkte 4, 4′ gebildet, die über Anschlüsse 13, 13′ an die Unterdruckquelle angeschlossen sind. Es kann auch eine Verbindungsleitung und ein schaltbares Ventil zwischen den Anschlüssen 13 und 13′ und/oder den Saugpunkten 4, 4′ vorgesehen sein, um je nach Größe des Formats der zu spannenden Platte entweder nur den Streckenzug 3 oder zusätzlich noch den Streckenzug 3′ an die Unterdruckquelle anzuschließen. In Fig. 2 sind zur Verdeutlichung der verschiedenen Formate eine erste Platte 14 durch vier Winkel und eine zweite Platte 15 mit größerem Format angedeutet. Beim Spannen der Platte 14 wird nur der Kanal 3 an die Unterdruckquelle angeschlossen, während beim Spannen der Platte 14 beide Kanäle 3 und 3′ an die Unterdruckquelle angeschlossen sind. Es ist ersichtlich, daß der Kanal 3 in einem rechteckig begrenzten Feld angeordnet ist, während der Streckenzug 3′ winklige Form aufweist. Jeder diesem Prinzip folgende weitere Streckenzug wäre dann ebenfalls winklig anzuordnen.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind in einzelnen Feldern 16, 17, 18 jeweils identische oder auch verschiedene Kanäle 3 angeordnet. Die Felder 16, 17 und 18 werden durch Nuten 19, die T-förmigen Querschnitt aufweisen können, unterteilt. Diese Nuten 19 dienen zum Einsatz mechanischer Spannelemente 20. Es ist hier eine Platte 21 dargestellt, die an die Anlegekanten 5 und 6 angelegt wird und sich bei dieser Anordnung lediglich im Bereich des Feldes 16 erstreckt, so daß nur dieser Kanal 3 an Unterdruck angeschlossen werden muß. Aus der Anordnung des Kanals 3 ist jedoch ersichtlich, daß die wesentliche Haltekraft des Unterdrucks im unteren Bereich in der Nähe der Anlegekanten 5 und 6 erreicht wird, während die Haltekraft in Richtung auf das mechanische Spannelement 20 abnimmt. Aus diesem Grund ist das mechanische Spannelement 20 auch zusätzlich angeordnet, damit letztendlich zwei konzentrierte Kraftangriffspunkte oder -flächen vorgesehen sind, so daß die Platte 21 auch gegen Momente um Hochachsen gesichert gehalten ist.

Claims (7)

1. Spannplatte zur Aufnahme von zu gravierenden Platten in der Regel rechteckiger Formate, mit mindestens einem nach oben offenen Kanal, der an eine Unterdruckquelle anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal in einem durchgehenden Streckenzug (3; 3′) verläuft, der aus parallel zu der einen Längs- und bzw. oder Querseite der Platten (14, 15, 21) angeordneten Streckenabschnitten (8) einerseits sowie aus etwa parallel fluchtend zu der anderen Längs- und bzw. oder Querseite der Platten angeordneten Verbindungsabschnitten (9, 10) andererseits zusammengesetzt ist und der einen derart geringen Querschnitt aufweist, daß die Platten (14, 15, 21) auch bei über ihr jeweiliges Format hinausreichendem Streckenzug dichtungslos durch die Unterdruckquelle gehalten sind.
2. Spannplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckenabschnitte (8) und die Verbindungsabschnitte (9, 10) des Streckenzugs sich im Sinn wachsender Formate der Platten (14, 15, 21) vergrößern.
3. Spannplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streckenabschnitte (8) und die Verbindungsabschnitte (9, 10) rechtwinklig ineinander übergehend und die Übergänge (11) im Bereich kleiner Formate scharfkantig, im Bereich großer Formate dagegen abgerundet ausgebildet sind.
4. Spannplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Streckenabschnitten (8) und Verbindungsabschnitten (9, 10) Anlegekanten (5, 6) für die Platten (14, 15, 21) vorgesehen sind.
5. Spannplatte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschließen der Unterdruckquelle im Bereich der Schnittpunkte der Anlegekanten (5, 6) am Beginn (4; 4′) des Streckenzuges (3; 3′) erfolgt.
6. Spannplatte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß - im Falle mehrerer Kanäle bzw. Streckenzüge (3; 3′) - der erste Streckenzug (3) rechtwinklig begrenzt ist und der jeweils folgende Streckenzug (3′) eine Winkelanordnung aufweist.
7. Spannplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, durch parallel zueinander angeordnete Nuten (19) unterteilte Felder (16, 17, 18) jeweils für den Streckenzug bzw. die Streckenzüge (3; 3′) vorgesehen und daß den Nuten mechanische Spannelemente (20) zugeordnet sind.
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