DE3734945C2 - - Google Patents
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- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B3/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B25B—TOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING, OR HOLDING
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Spannplatte zur Aufnahme
von zu gravierenden Platten in der Regel rechteckiger Formate,
mit mindestens einem nach oben offenen Kanal, der an eine
Unterdruckquelle anschließbar ist.
Der nach oben offene
Kanal befindet sich damit in der Aufnahmefläche der
Spannplatte, die die betreffende zu gravierende Platte
aufnimmt. Diese Spannplatten dienen der Aufnahme und dem
Festhalten von in Graviertechnik zu bearbeitenden Platten,
also vergleichsweise dünnen Platten aus Metall, Kunststoff
od. dgl. Die zu gravierenden Platten sind in der Regel
rechteckig begrenzt und weisen dann ein rechteckiges Format
auf; aber auch oval umgrenzte oder ähnlich gestaltete Platten
müssen in der Graviertechnik bearbeitet werden.
Aus der DE-AS 10 45 766 ist eine Spannplatte der eingangs
beschriebenen Art bekannt, bei welcher in der die
Aufnahmefläche für die Platte bildenden Oberfläche
zahlreiche feine senkrecht geführte Bohrungen
enden, die durch geradlinig verlaufende und teilweise
kreuzweise geführte schmalbandige Verbindungsnuten ergänzt sind.
Unterhalb der Spannplatte befindet sich eine Grundplatte,
an der ein Anschluß für eine Unterdruckquelle vorgesehen ist.
Die Grundplatte und die Spannplatte sind unter Zwischenlage
einer Dichtung miteinander verschraubt. Damit wird
sichergestellt, daß die durch die Unterdruckquelle
hervorgerufene Saugkraft gleichmäßig über die Fläche der
Spannplatte verteilt zur Wirkung kommt. Eine solche
Spannplatte mit entsprechender Größenordnung und Anordnung der
Bohrungen unter Verbindungsnuten ist immer nur für ein
Format einer Platte bestimmt, wobei die zu
bearbeitende Platte so auf die Bohrungen und Nuten
aufgelegt wird, daß der Rand der Platte über das aufgespannte
Feld der Bohrungen und Nuten hinausreicht und damit
zwischen dem Rand der Platte und der Spannplatte die
Abdichtwirkung umlaufend erreicht wird. Für Platten
abweichender Formate müssen entsprechend dem jeweiligen
Format hergestellte bzw. angepaßte Spannplatten eingesetzt
werden.
Es ist auch bereits bekannt, eine Spannplatte im Sinne
einer Universalspannplatte so auszubilden, daß sie für
verschiedenste Formate von Platten benutzt werden kann.
Die Spannplatte besitzt eine Mehrzahl von einander
im rechten Winkel kreuzenden Kanälen, die über ihre gesamte
Erstreckung nach der Oberseite der Spannplatte, also dort,
wo die Aufnahmefläche angeordnet ist, offen sind. Die
Kanäle sind an eine Unterdruckquelle anschließbar, so daß
die zu gravierende Platte auf die Spannplatte gesaugt und
damit gehalten wird, wenn sich der erforderliche Unterdruck
auswirken kann. Hierzu ist es erforderlich, abgestimmt auf
das Format der jeweiligen zu gravierenden Platte eine
Dichtschnur etwa in Rechteckform zu verlegen, wobei die
Dichtschnur ein kleineres Feld beschreibt als dem Umriß der
zu gravierenden und zu spannenden Platte entspricht. Die
Dichtschnur wird dabei in die Kanäle eingedrückt. Zum
Spannen ist eine beachtliche Rüstzeit erforderlich, indem
nämlich jeweils die für das Spannen des jeweiligen
Formats der Platte erforderlichen Kanäle ausgesucht, die
Dichtschnur in ihrer Länge zugeschnitten und in die
Kanäle eingebracht wird. Dabei muß die Fügestelle der
Dichtschnur dichtend gestaltet werden. Für ein korrektes
Arbeitsergebnis ist es unerläßlich, daß die Dichtschnur
bündig zur Oberfläche in den Kanälen liegt, was jedoch
nicht immer der Fall ist. Wenn die Dichtschnur nach oben
aus den Kanälen herausschaut, wirkt sich dies in
Aufwölbungen an der festzuspannenden Platte aus, d. h. die
Platte liegt mit ihrer zu bearbeitenden Oberfläche nicht
in einer Ebene, so daß die einzubringende Gravur
unterschiedlich tief eingebracht wird, was fehlerhaft ist.
Unterschreitet dagegen die Dichtschnur die Oberfläche der
Spannplatte, so ist eine mangelhafte Abdichtung die Folge
und die Platte wird nur mit verminderter, in manchen
Fällen nicht ausreichender Spannkraft festgehalten. Soll
nachfolgend eine Platte mit anderem Format festgespannt
werden, so ist die Umrüstung der Spannplatte erforderlich,
wobei die alte Dichtschnur entfernt und eine neue
Dichtschnur an anderer Stelle angebracht werden muß. Dies
ist sehr arbeitsaufwendig und zudem lästig.
So ist es auch bekannt, an einer Spannplatte eine Vielzahl
von lediglich parallel geführten, nach oben offenen
Kanälen vorzusehen, die alle über eine Querbohrung
miteinander und damit mit der Unterdruckquelle in
Verbindung stehen. Auch hier ist die individuelle
Ausrüstung der Spannplatte vor dem Festspannen einer zu
gravierenden Platte erforderlich. Die gesamte Spannplatte
wird auf ihrer Oberfläche mit einem Film abgeklebt, so
daß alle Kanäle nach oben abgeschlossen sind. Dann werden
an den Stellen, an denen sich die Kanäle befinden und
innerhalb des Umrisses des jeweiligen Formats der zu
spannenden Platte Löcher in den Film eingebracht, durch
die sich der Unterdruck auf die zu gravierende Platte
auswirken kann. Eine solche Spannplatte bietet zwar den
Vorteil, daß es auf Grund von Erfahrung individuell
abgestimmt auf den jeweiligen Anwendungsfall gelingt, die
zu gravierende Platte ausreichend fest auf der
Spannplatte zu spannen; es entstehen jedoch auch hier
erhebliche Rüstzeiten und bei jedem nachfolgenden, jeweils
kleineren Format der zu spannenden Platte ist es
erforderlich, den Film zu erneuern und wiederum
entsprechende Löcher einzubringen.
Für das Spannen von runden Platten ist es bekannt, in der
Spannplatte einen einzigen Kanal nach Art einer Spirale
anzuordnen und je nach dem Format der zu spannenden runden
Platte einen Dichtstopfen an der betreffenden Stelle des
Kanals innerhalb des Formats der Platte anzubringen. Auch
hier bestehen die Probleme der Aufwölbung bzw. der
ordnungsgemäßen Abdichtung. Eine solche Spannplatte ist
jedoch nur zur Aufnahme von runden Platten geeignet.
Rechteckige Platten und Schilder, wie sie üblicherweise
bevorzugt in der Graviertechnik vorkommen, können mit
dieser Spannplatte nicht gespannt werden.
Allen bekannten Spannplatten ist gemeinsam nachteilig,
daß die Kanäle eine beachtliche Tiefe und einen
beachtlichen Querschnitt aufweisen, und daß die Kanäle zum
Aufbringen des die zu gravierende Platte festspannenden
Unterdrucks in irgendeiner Form abgedichtet werden müssen,
meist durch Einsatz von Dichtelementen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannplatte
zur Aufnahme von zu gravierenden Platten zu schaffen, auf
der unterschiedliche Formate von zu gravierenden Platten
in beliebiger Reihenfolge ohne oder ohne nennenswerte
Rüstzeiten unter Anwendung von Unterdruck gespannt werden
können.
Dies wird bei einer Spannplatte der eingangs bezeichneten Gattung erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der
Kanal in einem durchgehenden Streckenzug verläuft,
der
aus parallel zu der einen Längs- und bzw. oder Querseite
der Platten angeordneten Streckenabschnitten einerseits sowie aus
etwa parallel fluchtend zu der anderen Längs- und bzw. oder
Querseite der Platten angeordneten Verbindungsabschnitten andererseits
zusammengesetzt ist und der einen derart
geringen Querschnitt aufweist, daß die Platten auch bei
über ihr jeweiliges Format hinausreichendem Streckenzug
dichtungslos durch die
Unterdruckquelle gehalten sind.
In der neuen Spannplatte
ist der Kanal, der natürlich auch mehrmals, also
wiederholt vorgesehen sein
kann, in einer ganz bestimmten Weise angeordnet. Er beginnt
etwa in der Ecke bzw. im Eckbereich, zwischen einer Längs-
und einer Querseite eines üblichen Rechteckformats. Die
zu gravierenden und zu spannenden Platten weisen in aller
Regel Rechteckformat auf. Alle Platten
der verschiedensten Formate werden auf die Spannplatte
immer so gelegt, daß diese eine Ecke, in welcher der
Streckenzug beginnt, die eine gemeinsame Ecke all dieser
Formate abdeckt. Der Streckenzug weist sodann
Streckenabschnitte auf, d. h. winkelförmige Strecken, die
parallel zu der anderen Längsseite und Querseite des
Rechteckformats der Platten geführt ist. Diese winkligen
Streckenabschnitte sind untereinander durch
Verbindungsabschnitte verbunden, so daß letztendlich ein
durchgehender Streckenzug entsteht. Die
Verbindungsabschnitte erstrecken sich fluchtend zueinander
und parallel zu der festliegenden Längsseite und
Querseite sämtlicher Rechteckformate. Die Streckenabschnitte
sind im Sinne wachsender Formate angeordnet, wobei es auf
die genaue Lage der Knickpunkte an den winkligen
Streckenabschnitten nicht zu sehr ankommt.
Auch quadratische Platten können auf dieser Spannplatte ohne
weiteres mit gutem Erfolg gespannt werden. In all diesen
Fällen wird der Kanal von den zu gravierenden Platten
abgedeckt und es ergibt sich am Rand der zu spannenden
Platte lediglich ein freier Querschnitt des Kanals, durch
den Luft bei angeschlossener Unterdruckquelle nachgesaugt
werden kann. Dieser Querschnitt ist jedoch derart gering,
also klein ausgebildet, was durch entsprechende
Gestaltung der Breite und/oder der Tiefe des Kanals
erreicht werden kann, daß eine Abdichtung des Kanals nicht
erforderlich ist. Der Kanal besitzt eine entsprechende
Länge und es ergeben sich über diese Länge ausreichende
Druckverluste, so daß sich ein hinreichender Unterdruck
für das Festhalten der zu gravierenden Platten eben auch
dann aufbaut, wenn der Kanal nicht mit einem
Dichtungselement abgedichtet ist. Dies ergibt die
Möglichkeit, auf die Anordnung der Dichtelemente
vollkommen zu verzichten, wodurch die nicht unerhebliche
Rüstzeit gegenüber dem Stand der Technik eingespart wird.
Dieser überraschende Vorteil ist auf Kombination der
Anordnung des Kanals in Verbindung mit seiner
Querschnittsgestaltung zurückzuführen.
Die Streckenabschnitte und die Verbindungsabschnitte
des Streckenzugs können sich im
Sinn wachsender Formate der Platten vergrößern (Anspruch 2).
Dies bedeutet, daß mit wachsenden Formaten die
Länge des Streckenzugs unterproportional wächst. Dies hat
seinen Grund darin, daß im Bereich großer Formate der
Druckabfall pro Länge vergleichsweise weniger groß sein
soll als im Bereich kleiner Formate.
Die Streckenabschnitte und die Verbindungsabschnitte
können rechtwinklig ineinander übergehend und
die Übergänge im Bereich kleiner Formate
scharfkantig, im Bereich großer Formate dagegen abgerundet
ausgebildet sein (Anspruch 3). Auch diese Maßnahme zielt darauf ab, im
Bereich kleiner Formate einen vergleichsweise großen
Druckabfall entlang des Streckenzugs und im Bereich großer
Formate einen demgegenüber relativ kleinen Druckabfall
entlang des Streckenzugs zu erzielen, damit sich der
Unterdruck auf das jeweilige Format der zu spannenden
Platte ordnungsgemäß auswirken kann.
Parallel zu den Streckenabschnitten und den
Verbindungsabschnitten können Anlegekanten für die
Platten vorgesehen sein (Anspruch 4). Auf diese Art und Weise
ist ein Bezugspunkt gebildet, also eine Ecke, an der
die Unterdruckquelle an den dort beginnenden
Streckenzug angeschlossen ist, wobei alle Platten in einer
aus diesen Anlegekanten gebildeten Ecke ein- bzw.
angelegt werden können. Das Anschließen der Unterdruckquelle
erfolgt zweckmäßig im Bereich der Schnittpunkte der Anlegekanten
am Beginn des Streckenzugs (Anspruch 5).
Es kann - im Falle mehrerer Kanäle bzw. Streckenzüge - der
erste Streckenzug rechtwinklig begrenzt und der jeweils
folgende Streckenzug eine Winkelanordnung aufweisen (Anspruch 6).
Mehrere, durch parallel zueinander angeordnete Nuten
unterteilte Felder können jeweils für den Streckenzug
bzw. die Streckenzüge vorgesehen sein und den Nuten
können mechanische Spannelemente zugeordnet sein (Anspruch 7). Bei
dieser Spannart in der Kombination
von Unterdruck und mechanischen Spannelementen wird dem
Umstand Rechnung getragen, daß die Ausbildung des
Unterdrucks im Anfangsbereich des Streckenzugs jedes
Felds am größten ist und mit der Länge des Streckenzugs
abnimmt. Für zu gravierende Platten mit einem
vergleichsweise großen Verhältnis von Längskante zu
Querkante können sich schwierige Spannverhältnisse
ergeben, wenn allein durch Unterdruck gespannt wird.
Für diese Fälle ist es zweckmäßig, in dem Bereich, in
dem sich der Unterdruck vergleichsweise weniger auswirkt,
zusätzlich ein mechanisches Spannelement anzuordnen,
welches in die Nut eingreift und die zu gravierende
Platte durch Niederzug auf die Oberfläche abstützt. Dieses
zusätzliche mechanische Spannelement wirkt bei der Gravur
auftretenden Momenten auf die zu spannende Platte um
vertikale Achsen entgegen. Mit einem solchen mechanischen
Spannelement ist es auch möglich, gewölbte, zu gravierende
Spannplatten auf die ebene Aufnahmefläche der Spannplatte
aufzudrücken und aufgedrückt zu halten, so daß sich dann
der Unterdruck entsprechend auswirken kann.
Ausführungsformen der neuen Spannplatte sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Spannplatte in einer
ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Spannplatte
mit der Anordnung von zwei Kanälen und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform der Spannplatte
mit zusätzlichen Nuten.
Die in Fig. 1 in Ansicht abgebrochen dargestellte
Spannplatte 1 besteht in der Regel aus einer metallischen
Platte, in deren Oberfläche 2 ein Kanal bzw. Streckenzug 3
eingearbeitet ist. Fig. 1 zeigt etwa natürliche
Größe. Der Streckenzug 3 beginnt an einem Saugpunkt 4,
der im Eckbereich von zwei Anlegekanten 5 und 6
angeordnet ist. Die Anlegekanten 5 und 6 werden hier von
einer Mehrzahl nach oben abstehender und in die Spannplatte
1 eingelassener Bolzen gebildet, so daß zu spannende
Platten unterschiedlicher Formate, jedoch mit rechteckigem
Umriß, immer in diese Ecke ein- bzw. angelegt werden
können und sich somit im Sinne wachsender Formate gemäß
Pfeil 7 unterschiedlich weit über die Oberfläche 2 der
Spannplatte 1 erstrecken.
Wichtig ist, daß der Kanal 3 einen durchgehenden Streckenzug
3 bildet, sich also nicht verzweigt, wenn er auch aus Strecken-
bzw. Kanalabschnitten 8 und Verbindungsabschnitten 9 und 10
zusammengesetzt ist. Die Streckenabschnitte 8 erstrecken sich
winklig, und zwar parallel der einen Längs- und der einen
Querseite des rechteckigen Formats der zu spannenden
Platten, während die Verbindungsabschnitte 9 parallel zur
anderen Längsseite der zu spannenden Platte angeordnet
ist, die an der Anlegekante 5 anliegt. Entsprechend
fluchten die Verbindungsabschnitte 10 zueinander und sind
parallel zu der Anlegekante 6 vorgesehen. Es ist weiterhin
aus Fig. 1 ersichtlich, daß die Länge der einzelnen
Verbindungsabschnitte 9 bzw. 10 ausgehend vom Saugpunkt 4
in Richtung wachsender Formate gemäß Pfeil 7 zunehmend
vorgesehen ist, d. h. die Länge des Streckenzugs wächst
unterproportional zur wachsenden Fläche. Der Kanal 3
besitzt in aller Regel über seine Länge konstanten
Querschnitt aus Tiefe und Breite. Dieser Querschnitt ist
erheblich kleiner gestaltet, als es im Stand der Technik
üblich ist. Beispielsweise beträgt die Tiefe des Kanals
3 etwa ¹/₃ der üblicherweise angewandten Tiefe von Kanälen,
die mit Unterdruck arbeiten. Im Anfangsbereich des
Streckenzugs, also zu Beginn im Bereich des Saugpunkts
4, kann der Kanal 3 auch eine vergrößerte Tiefe über eine
gewisse Länge besitzen. Ausgehend von dem Saugpunkt 4
weist der Kanal 3 zunächst pro Längeneinheit eine relativ
große Anzahl von rechtwinkligen Übergängen 11 auf, die
vergleichsweise scharfkantig ausgebildet sind, um auf
kleiner Fläche einen relativ großen Druckabfall längs
des Kanals zu erzielen, damit auch sehr kleinformatige
Platten ohne Verwendung von Dichtungsmittel gespannt
werden können. Im Bereich großer Formate wird dagegen
angestrebt, den Druckabfall längs des Streckenzugs
möglichst zu verkleinern. Hierzu besteht die Möglichkeit,
gerundete Übergänge 12 vorzusehen, wie es beispielhaft
in Fig. 1 verdeutlicht ist.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist an sich zunächst
einmal grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie die nach Fig.
1. Es sind hier jedoch zwei Kanäle 3 und 3′ vorgesehen
und auch zwei Saugpunkte 4, 4′ gebildet, die über Anschlüsse
13, 13′ an die Unterdruckquelle angeschlossen sind. Es kann
auch eine Verbindungsleitung und ein schaltbares Ventil
zwischen den Anschlüssen 13 und 13′ und/oder den
Saugpunkten 4, 4′ vorgesehen sein, um je nach Größe des
Formats der zu spannenden Platte entweder nur den
Streckenzug 3 oder zusätzlich noch den Streckenzug 3′
an die Unterdruckquelle anzuschließen. In Fig. 2 sind zur
Verdeutlichung der verschiedenen Formate eine erste Platte
14 durch vier Winkel und eine zweite Platte 15 mit
größerem Format angedeutet. Beim Spannen der Platte 14
wird nur der Kanal 3 an die Unterdruckquelle angeschlossen,
während beim Spannen der Platte 14 beide Kanäle 3 und 3′
an die Unterdruckquelle angeschlossen sind. Es ist
ersichtlich, daß der Kanal 3 in einem rechteckig
begrenzten Feld angeordnet ist, während der Streckenzug
3′ winklige Form aufweist. Jeder diesem Prinzip
folgende weitere Streckenzug wäre dann ebenfalls winklig
anzuordnen.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind in einzelnen
Feldern 16, 17, 18 jeweils identische oder auch verschiedene
Kanäle 3 angeordnet. Die Felder 16, 17 und 18 werden durch
Nuten 19, die T-förmigen Querschnitt aufweisen können,
unterteilt. Diese Nuten 19 dienen zum Einsatz mechanischer
Spannelemente 20. Es ist hier eine Platte 21 dargestellt,
die an die Anlegekanten 5 und 6 angelegt wird und sich bei
dieser Anordnung lediglich im Bereich des Feldes 16
erstreckt, so daß nur dieser Kanal 3 an Unterdruck
angeschlossen werden muß. Aus der Anordnung des Kanals 3
ist jedoch ersichtlich, daß die wesentliche Haltekraft
des Unterdrucks im unteren Bereich in der Nähe der
Anlegekanten 5 und 6 erreicht wird, während die Haltekraft
in Richtung auf das mechanische Spannelement 20 abnimmt.
Aus diesem Grund ist das mechanische Spannelement 20 auch
zusätzlich angeordnet, damit letztendlich zwei
konzentrierte Kraftangriffspunkte oder -flächen vorgesehen
sind, so daß die Platte 21 auch gegen Momente um Hochachsen
gesichert gehalten ist.
Claims (7)
1. Spannplatte zur Aufnahme von zu gravierenden Platten in
der Regel rechteckiger Formate, mit mindestens einem nach
oben offenen Kanal, der an eine Unterdruckquelle anschließbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal in einem
durchgehenden Streckenzug (3; 3′) verläuft, der
aus parallel zu der einen Längs- und bzw. oder
Querseite der Platten (14, 15, 21) angeordneten
Streckenabschnitten (8) einerseits sowie aus etwa parallel
fluchtend zu der anderen Längs- und bzw. oder Querseite der
Platten angeordneten Verbindungsabschnitten (9, 10)
andererseits zusammengesetzt ist und der
einen derart geringen Querschnitt
aufweist, daß die Platten (14, 15, 21) auch bei über ihr jeweiliges
Format hinausreichendem Streckenzug dichtungslos
durch die Unterdruckquelle gehalten sind.
2. Spannplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Streckenabschnitte (8) und die Verbindungsabschnitte (9,
10) des Streckenzugs sich im Sinn wachsender Formate der
Platten (14, 15, 21) vergrößern.
3. Spannplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Streckenabschnitte (8) und die
Verbindungsabschnitte (9, 10) rechtwinklig ineinander
übergehend und die Übergänge (11) im Bereich kleiner Formate
scharfkantig, im Bereich großer Formate dagegen abgerundet
ausgebildet sind.
4. Spannplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den
Streckenabschnitten (8) und Verbindungsabschnitten (9, 10)
Anlegekanten (5, 6) für die Platten (14, 15, 21) vorgesehen
sind.
5. Spannplatte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschließen der Unterdruckquelle im Bereich der
Schnittpunkte der Anlegekanten (5, 6) am Beginn (4; 4′) des
Streckenzuges (3; 3′) erfolgt.
6. Spannplatte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß - im Falle mehrerer Kanäle bzw. Streckenzüge (3; 3′) -
der erste Streckenzug (3) rechtwinklig begrenzt ist und der
jeweils folgende Streckenzug (3′) eine Winkelanordnung
aufweist.
7. Spannplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere, durch parallel zueinander
angeordnete Nuten (19) unterteilte Felder (16, 17, 18)
jeweils für den Streckenzug bzw. die Streckenzüge (3; 3′)
vorgesehen und daß den Nuten mechanische Spannelemente (20)
zugeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873734945 DE3734945A1 (de) | 1987-10-15 | 1987-10-15 | Spannplatte zur aufnahme von zu gravierenden platten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873734945 DE3734945A1 (de) | 1987-10-15 | 1987-10-15 | Spannplatte zur aufnahme von zu gravierenden platten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3734945A1 DE3734945A1 (de) | 1989-04-27 |
| DE3734945C2 true DE3734945C2 (de) | 1990-11-22 |
Family
ID=6338408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873734945 Granted DE3734945A1 (de) | 1987-10-15 | 1987-10-15 | Spannplatte zur aufnahme von zu gravierenden platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3734945A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102023123857A1 (de) | 2023-09-05 | 2025-03-06 | Kirsten Wissner | Vakuumspannplatte mit nebeneinander angeordneten Absaugbereichen und mit einem Luftstrombegrenzungsventil in mindestens einem der Absaugbereiche |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045766B (de) * | 1956-05-02 | 1958-12-04 | Albert Fezer | Saugspannplatte zum Festspannen duennwandiger Werkstuecke, insbesondere duenner Bleche |
-
1987
- 1987-10-15 DE DE19873734945 patent/DE3734945A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3734945A1 (de) | 1989-04-27 |
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